Steuererklärung - Tipps und Infos

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  • Das beisst sich mit Deiner Signatur ;)


    Nicht ganz, die FeWo gehört meiner Schwester ;) :p

    Versuch doch mal den Rencher hier:
    https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/


    Da scheitert es schon an der ersten Zahl.
    Was ist mein zu versteuerndes Einkommen :confused:


    P.S 92k€ leck fett :eek:


    Von wegen. Im Rhein-Main Gebiet eine 4-Köpfige Familie (ohne Trauschein) davon zu ernähren ist gar nicht so einfach ....

  • Also ganz schnell über den Daumen: Du bist im Höchststeuersatz (42%+SolZ= 44,31% Grenzsteuersatz). Von den 2553 EUR sind 1000 EUR Arbeitnehmerpauschbetrag bereits im Lohnsteuerabzug berücksichtigt, also müsstest Du - alles andere ausgeblendet - EUR 1553 x 44,31% = EUR 688 Erstattung für die Werbungskosten erhalten.

  • Also ganz schnell über den Daumen: Du bist im Höchststeuersatz (42%+SolZ= 44,31% Grenzsteuersatz). Von den 2553 EUR sind 1000 EUR Arbeitnehmerpauschbetrag bereits im Lohnsteuerabzug berücksichtigt, also müsstest Du - alles andere ausgeblendet - EUR 1553 x 44,31% = EUR 688 Erstattung für die Werbungskosten erhalten.


    Super, danke Dir.
    Eine Anschlussfrage:
    Wenn ich ein Kind auf die Lohnsteuerkarte eintragen lasse, was würde sich steuerlich ändern?
    Würde ich von den Kindergartenkosten (2088 € p.A. ohne Essensgeld) was wiederbekommen?

  • Es ist wieder mal so weit und ich sitze gerade über der jährlichen Steuererklärung. Trotz einiger Googleei habe ich zu folgendem Sachverhalt keine eindeutige Aussage gefunden. Wie würdet ihr das sehen?

    Ich geht um das Thema der Entfernungspauschale. Bis zum 31.7. bin ich eine regelmäßige Tätigkeitsstätte mit meinem Privatwagen angefahren, deren Geltendmachung ganz normal möglich ist.

    Ab dem 1.8. bin ich in den Außendienst gewechselt. Hierfür wird seit dem 1.8. ein Dienstwagen zur Verfügung gestellt, der ausschließlich mit 1% und nicht mit 0,03% pro Entfernungskilometer besteuert wird. Es gibt eine Regionszentrale, die auch regelmäßig angefahren wird und wo ich ein Gemeinschaftsbüro mit Laptoparbeitsplatz nutze (sonst habe ich keinen Arbeitsplatz und mache auch viel bei mir zuhause am Schreibtisch, da mir die Firma einen Token zum Einloggen ins Firmennetz zur Verfügung gestellt hat). Der Arbeitgeber hat mit dem Finanzamt für meine Tätigkeitsstufe verhandelt (das ist seit wenigen Jahren neu), dass aufgrund fehlender regelmäßiger Tätigkeitsstätte die 0,03% Versteuerung wegfällt. Bedeutet das gleichzeitig, dass ich keinerlei Entfernungspauschale gewährt wird. Diese ist ja eigentlich unabhängig davon, ob man zu Fuß, per Fahrrad, per Privatwagen oder per Firmenwagen zur Arbeit fährt. Prekär ist eben nur die fehlende regelmäßige Arbeitsstätte aus steuerliche Sicht. Neben der Regionszentrale habe ich aktuell 10 Standorte, die ich regelmäßig anfahre. Ich schätze mal, so 20% der Tage beginnen in der Regionszentrale und die übrigen 80% der Tage an einer der anderen 10 Tätigkeitsstellen.

    Irgendwo habe ich vor Jahren mal gelesen, dass die Versteuerung des PKW seitens des Arbeitgebers eigentlich nichts mit der privaten Lohnsteuererklärung zu tun hat, bei der es um die Entfernungspauschale geht.

    Also was ist zu tun? Entfernungspauschale einfach leer lassen und somit unter dem Pauschbetrag von 1000 Euro landen oder in irgendeiner Form etwas ansetzen? Die Distanz von zuhause bis zur Regionszentrale beträgt 52km. Das gesamte Kerngebiet, wo ich täglich hinfahre ist in vergleichbarer Entfernung und in unmittelbarer Nähe.

    Das Thema Arbeiten zuhause kann man wohl steuerlich vergessen, auch wenn man es faktisch tut, denn hier war mal zu lesen, dass dies nur in Frage kommt, wenn der Arbeitgeber gar keinen Arbeitsplatz stellen kann. Und das tut er ja mit dem Hühnerstall eines Gruppenbüros. Ob es praktisch ist, dafür eine solche Anfahrt in Kauf zu nehmen, juckt dabei wohl nicht.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Da Du nach dem 1.8. keine regelmäßige Arbeitsstätte hattest, kannst Du für 1.8. - 31.12. auch keine Entfernungspauschale geltend machen.

  • Da Du nach dem 1.8. keine regelmäßige Arbeitsstätte hattest, kannst Du für 1.8. - 31.12. auch keine Entfernungspauschale geltend machen.



    Danke!
    Was aber doch machbar sein müsste, ist das Ansetzen von Verpflegungsmehraufwendungen, oder? Ich habe keinen festen Arbeitsplatz und keine Betriebskantine und esse mittags praktisch immer irgendwo unterwegs zu entsprechenden Kosten.

    Ich lese jetzt gerade noch, dass es wohl nicht mehr möglich ist, Altverluste aus dem Verlustvortrag mit Gewinnen in 2013 zu verrechnen. Ich habe 2013 Gewinne aus Aktiengeschäften getätigt. Gleichzeitig liegt mir ein Bescheid vor, dass per 31.12.12 negative Einkünfte aus Kapitalvermögen im mittleren fünfstelligen Bereich im Rahmen des Verlustvortrags dokumentiert sind.

    http://blog.handelsblatt.com/s…en-nur-noch-2013-moglich/

    Habe ich nun noch eine Möglichkeit, die neuen Gewinne mit den Altverlusten zu verrechnen oder nicht? Finde dazu in WISO Steuersparbuch auch keine Funktion, wo ich dazu Angaben machen muss.

    Viele Grüße
    Oliver

    Einmal editiert, zuletzt von Oliver ()

  • Verpflegungsmehraufwendungen kannst Du ansetzen, wenn nicht vom Arbeitgeber bereits erstattet. Entfernungspauschale kannst Du nicht mehr ansetzen, da Du die Fahrtem mit dem Dienstwagen durchgeführt hast.

    Viele Grüße --Michael--
    "Frontantrieb ist entgangene Lebensfreude" (A. Merkle, 2005)
    520dT (F11)

  • Verpflegungsmehraufwendungen kannst Du ansetzen, wenn nicht vom Arbeitgeber bereits erstattet. Entfernungspauschale kannst Du nicht mehr ansetzen, da Du die Fahrtem mit dem Dienstwagen durchgeführt hast.



    Ok, das habe ich jetzt auch so eingearbeitet. Sind am Tag 6 Euro. Hoffe, das gibt keine Probleme.

    Mit den Verlustvorträgen und wie ich das jetzt berücksichtigen muss, das macht mir aber echt Schwierigkeiten. Ich habe nochmal die zurück liegenden Bescheide genau studiert:

    Verlustvortrag vom 31.12.2011 - verbleibender Verlustvortrag für Einkünfte aus Kapitalvermögen (Veräußerung von Aktien) i. H. v. € X.XXX festgestellt.


    Verlustvortrag vom 31.12.2012 - hier steht nun komplett das Gegenteil - verbleibender Verlustvortrag für Einkünfte aus Kapitalvermögen (ohne Veräußerung von Aktien) i. H. v. € XX.XXX festgestellt. Der Punkt "Aktien" ist komplett verschwunden obwohl gar keine Erträge in der Höhe des Verlustvortrags von 2011 gemacht wurden.



    Schaut man sich nun den Steuerbescheid für 2012 an, fällt auf, dass folgende Positionen bei den Kapitalerträgen dokumentiert sind:
    - XXX Euro nicht qualifiziert (nur als "Kapitalerträge")
    - X.XXX Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen (ohne Aktien)
    negative Kapitalerträge: - XX.XXX


    Ist es nun so, wie in dem Link zu entnehmen, dass man gar keine Altverluste mehr verrechnen kann und alles futsch ist oder muss ich in der neuen Steuererklärung in irgendeiner Form angeben, dass die nun erzielten Erträge mit den zurück liegenden Verlusten zu verrechnen sind?


    Bei WISO finde ich diese Eingabemaske hier:



    Ich verstehe bloß nicht, wie das zu deuten ist. Es geht um den verbleibenden Verlustvortrag aus dem VJ aber ich kann nur Erträge eingeben. Keine Ahnung, was da gefragt ist, denn die Erträge habe ich schön brav im Kapitel mit den Steuerbescheinigungen eingetackert....

    Viele Grüße
    Oliver



  • Das hatte ich vorhin schon gesehen aber es hilft nicht wirklich:
    "Verluste aus Aktienverkäufen dürfen Sie nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen, nicht dagegen mit Ihren übrigen positiven Kapitalerträgen wie etwa Zinsen und Dividenden (§ 20 Abs. 6 Satz 5 EStG). "

    Wenn dem so ist, warum taucht dann nur mein ersten Verlustvortrag auf, dass Aktienverluste vorhanden sind und beim zweiten nicht mehr. Es wurden keine Aktiengewinne in 2012 erzielt.


    Die ganze Problematik mit Verlustvorträgen vor 2009 trifft auf mich nicht zu.


    "Die Verrechnung von Altverlusten hat Vorrang vor der Verrechnung von Neuverlusten. Tragen Sie dazu in der Anlage KAP in der Zeile 59 in das Feld eine »1« ein."

    Das bedeutet also, dass nur, wenn ich die 1 eintrage überhaupt auf die alten Verlustvorträge zurück gegriffen wird?

    Viele Grüße
    Oliver

  • Mein persönlicher Rat...mache deine Steuererklärung soweit fertig wie Du kannst, den Vordruck Kapitaleinkünfte lässt Du frei und dann nimmst Du dir die Zeit und deine Unterlagen und marschierst zum zuständigen Sachbearbeiter bei deinem FA. Das hilft! Wirklich! ;)


    Der hilft dir bei der Ausfüllung dieses verdammten Kapitalertragsvordrucks, zeichnet deine übrigen Unterlagen ab und.......bald darauf gibt es Money vom FA. ;)


    PS. Mache ich alle Jahre wieder. Ist ganz entspannt und es gibt keine Rückfragen mehr. :)

  • Mein persönlicher Rat...mache deine Steuererklärung soweit fertig wie Du kannst, den Vordruck Kapitaleinkünfte lässt Du frei und dann nimmst Du dir die Zeit und deine Unterlagen und marschierst zum zuständigen Sachbearbeiter bei deinem FA. Das hilft! Wirklich! ;)

    Der hilft dir bei der Ausfüllung dieses verdammten Kapitalertragsvordrucks, zeichnet deine übrigen Unterlagen ab und.......bald darauf gibt es Money vom FA. ;)

    PS. Mache ich alle Jahre wieder. Ist ganz entspannt und es gibt keine Rückfragen mehr. :)



    Cool. Als ich das mal versucht habe, hat er mir erzählt: "Ich kann als Finanzbeamter für Steuerpflichtige keine Beratungsleistung erbringen."

    Wenn ich an eine Person denke mit Stock im A...., fällt mir immer derjenige ein. :)

    Viele Grüße
    Oliver

  • Alternativ würde ich mal 3markfuzzich für nen Steuerberater ausgeben ;)
    Eine eventuelle Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    Den einzigen Vorteil den ich beim Wiso gesehen habe, war die dauernde Berechnung der Erstattung. Ansonsten habe ich nicht wirklich was von den 40€ gehabt, nächstes Jahr wieder Elster. Zumal sich die Software wohl recht mies ins System einnistet und wohl auch so nicht ganz koscher zu sein schein wenn man den Rezensionen bei Amazon glaubt.

    Mozarella schmeckt ja ganz gut, etwas salzig, aber ansonsten lecker. Aber was zur Hölle macht man danach mit dieser weißen Kugel die mit in der Tüte ist? :idee:

  • Kurze Frage in die Runde, ich habe leider die letzten Jahre keine Steuererklärung gemacht obwohl ich wohl müsste wie ich neulich erfahren habe (ich bin Steuerklasse 3, meine Frau 5). Vom Finanzamt kamen bis jetzt keine Aufforderungen.
    Nun will/muss ich mich dieses Jahr wohl mal zumindest an die für 2013 setzen.


    - Ist für die letzten Jahre außer mit Nachzahlungen/Zinsen mit Strafen zu rechnen?
    - Muss ich die Steuererklärungen für diese Jahre nachreichen?


    Letzteres würde sich gerade bei meiner Frau als Problem gestaltet, sie war recht unterschiedlich in verschiedenen Verhältnissen angestellt, hat teilweise auch keine Abrechnungen bekommen. Also Unterlagen sind kaum vorhanden.


    Wenn ich schon dabei bin, vielleicht kennt sich jemanden mit Photovoltaikanlagen aus:


    Ich habe im Oktober 2013 eine Photovoltaikanlage bekommen, diese wurde im Januar ans Netz angeschlossen (bei der Bundesnetzagentur gemeldet) und letzte Woche habe ich die Unterlagen beim Netzbetreiber abgegeben.


    Da ich sie als Kleinunternehmer angemeldet habe muss ich sie für 2013 überhaupt in der Steuererklärung angeben? Die Vorsteuer bekomme ich ja eh nicht zurück und Einspeisevergütungen werden wohl erst demnächst kommen.



    Danke,


    Sebastian

  • Die Verpflichtung zur Abgabe der Erklärung ergibt sich aus §46 EStg: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__46.html


    Das trifft z.B. zu, wenn neben dem Arbeitseinkommen noch andere Steuerpflichtige Einkünft vorhanden sind, dann auch ohne ausdrückliche Aufforderung durch das FA.


    In jedem Fall werden Zinsen auf den fälligen Betrag fällig, sonstige Folgen hängen u.a. von der fraglichen Summe ab und davon, ob das FA hätte wissen müssen, das eine Erklärung abzugeben ist, diese aber nicht angemahnt hat. Letztlich bist Du da im bereich Steuerverkürzung oder Hinterziehung. Wobei bei einer Nacherklärung natürlich die üblichen Regeln für eine Selbstanzeige gelten, vorausgesetzt das FA hat noch keine Kenntniss davon.


    Fehlende Unterlagen gehen zu Deinen Lasten, im Zweifel schätzt das FA die Einkünfte.


    Wenn es um mehr als ein paar EUR geht würde ich dringend mit Steuerberater oder einem Anwalt reden!

  • Zur Photovoltaik: http://www.finanzamt.bayern.de…ugsburg-Stadt&c=n&d=x&t=x

    Wieso holst Du Dir nicht die Vorsteuer zurück? :confused: Ist doch kein Ding und wenn mal was geserviced werden muss oder ein Wechselrichter ersetzt, dann gibt's die ja Vorsteuer ja auch wieder raus. Das EVU zahlt sonst nämlich netto aus, Vorteile von der Kleinunternehmerregelung hat man dadurch also nicht wirklich. So kassierst brutto, führst einmal im Jahr die miterhaltene USt. ab und fertig.

    Mozarella schmeckt ja ganz gut, etwas salzig, aber ansonsten lecker. Aber was zur Hölle macht man danach mit dieser weißen Kugel die mit in der Tüte ist? :idee:


  • Nun will/muss ich mich dieses Jahr wohl mal zumindest an die für 2013 setzen.


    Ich rate davon ab, 2013 abzugeben, solange Du die Vorjahre nicht zumindest intern abgeklärt hast und in der Lage bist, kurzfristig auch dafür Erklärungen abzugeben.
    Mit der Erklärung für 2013 würdest Du nämlich vermutlich schlafende Hunde wecken - und wenn die erst mal wach sind, setzten die recht kurze Fristen, sowohl für die Nachreichung der fehlenden Erklärungen, als auch für die Zahlung der geschätzten fehlenden Steuerzahlungen einschließlich der Versäumniszuschläge.
    Selbst bei mittleren Einkommen können da schnell mehrere 10.000 Euro gefordert werden. Das Finanzamt ist beim Schätzen nicht zimperlich. ;)


    Gruss
    Andreas