Haltet ihr euch für was Besseres?

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  • Gargamel
    Meinen größten Respekt für Deine Offenheit hier und noch viel mehr für Deinen Willen, alles so durchzuziehen.
    Deine Erfahrung teile ich, dass ab einem gewissen Level die Leute wieder sowas von bodenständig sind, dass man sich nicht vorstellen kann, was sie für einen tatsächlichen Background haben. :top: Das komplette Gegenteil des so genannten "Neureichenverhaltens".



    Julius
    Auf der anderen Seite war Gargamel einfach nur offen und ehrlich.
    Ich kenne auch viele Leute, die trotz positiver "Geburtslotterie", um dieses Unwort aufzugreifen, ihr Leben nicht auf die Reihe gebracht haben. Denn nur diese Ausstattung hilft auch nichts, derjenige muss sein Leben ab einem gewissen Zeitpunkt auch selber auf die Reihe bekommen.

    Mein Alter
    Aktueller Kilometerstand: 247.000 (06.02.17) nach 111.000km (06.02.12)
    Das meiste Geld habe ich für Autos und teure Frauen ausgegeben, den Rest hab ich einfach verprasst. [George Best]

  • @ Julian,


    erst durch den von Gargi erläuterten Hintergrund, wird das von mir zitierte Posting wirklich verständlich.


    Ja, Gargi war offen und ehrlich - aber wer seinen Hintergrund nicht kennt, konnte ihn nur missverstehen!


    Klar, ich kenn auch sog. Neureiche :apaul: und was soll ich sagen? Ich bin froh, nicht mit denen tauschen zu müssen....


    Viele Grüße
    Juli

    Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben. Albert Einstein

  • Gerade wenn ich Gargamels Posting lese, frage ich mich, ob nicht oft "Sich für was Besseres fühlen" mit "Stolz auf das Geleistete sein" verwechselt wird. Und dann gibt es noch die Egoisten, die immer nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben.


    Gruß
    Volker

  • Zitat

    Original geschrieben von Jackson8
    Ich denke sich für etwas Bessers zu halten oder auch von anderen als etwas Besseres angesehen zu werden liegt im Auge des Betrachters. Schlimm ist es nur, wenn man versucht etwas darzustellen was man gar nicht ist.


    Da kenne ich eine Geschichte von meinem (zum Glück) Ex-BWL-Professor. Ob die wahr ist oder nicht, weiß ich nicht. Aber wenn ich mir den Kerl und seine Aussagen so anschaue, dann dürfte sie wahr sein... :rolleyes: Freak ist gar kein Ausdruck für ihn! :D


    Als junger Knilch war er clever genug und hat einfach Porsche-Fahrer subtil angehauen, den Wagen mal zum Waschen zu fahren. Die Porsche-Fahrer haben dafür natürlich keine Zeit. ;) So blieb das Schmuckstück lang in seinen Händen - das reicht, um vor der Disko anzugeben. :rolleyes:


    Es gibt solche und solche Menschen. Es wäre auch langweilig, wenn es keine Leute gäbe, über die man nicht den Kopf schütteln kann. :D Dann fühlt man sich aber auch gleich besser. Das ist dann aber kein Gefühl, das man mit der Umgebung teilt, sondern eines, das selbst motiviert, die eigenen Ideale beizubehalten.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Den ganzen Moralaposteln hier glaube ich sowieso kein Wort. Das sind die Gleichen, die sich als erstes einen Sportwagen kaufen, wenn sie denn mal im Lotto gewinnen. Die ganze Moral ist dann plötzlich Schnee von gestern.


    Der Hinweis unterschiedlicher Definitionen von @ Laminator macht aber auch Sinn.

  • Zitat

    Original geschrieben von Gargamel
    Den ganzen Moralaposteln hier glaube ich sowieso kein Wort. Das sind die Gleichen, die sich als erstes einen Sportwagen kaufen, wenn sie denn mal im Lotto gewinnen. Die ganze Moral ist dann plötzlich Schnee von gestern.

    Ein Lottogewinn meinerseits ist schon verplant. Ein Sportwagen gehört jedenfalls auch dazu. :D Aber mich selbst deswegen für was besseres halten? Ich glaube, dafür bin ich von Haus aus nicht geeignet. Kann sein, dass das andere tun (siehe unten), ich selbst jedenfalls von mir nicht.


    Ich denke, es gibt Leute, die sind von Haus aus Ärsche und es gibt (sehr viele) Leute, die sind es nicht. Egal ob vermögend oder nicht, das hat damit denke ich nichts zu tun. Solche Typen gibt es immer wieder. Wobei: Gerade bei Leuten mit Geld, die glauben, damit könnten sie sich alles erlauben. Da denke ich mir dann nicht, der hält sich für was besseres, sondern so jemand ist für mich einfach ein *****. Mal einfach pauschal gesagt. Neulich erst so einen Neureichen in der Glotze irgendwo gesehen. Von Benehmen her bodenlos, wie soll ich so jemand für was besseres halten. Der denkt vielleicht selbst von sich er wäre was besseres, für mich ist der einfach ein *****.


    Und für was besseres halten? Das kommt immer auf den Blickwinkel an. Klar geb ich mich mit bestimmten Leuten/Gruppen nicht ab. Die denken dann sicher "der hält sich für was besseres". Umgekehrt ist es aber genauso, wenn ich immer wieder mal das typische Standesdünkel gerade hier im öffD erlebe. Da denkt man dann auch schon mal "der/die hält sich anscheinend für was besseres" und kann z.B. nicht mal grüssen.



    EDIT: Mea culpa für die massenhafte Benutzung eines anderen Wortes für Podex. ;)

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • Daß die "Geburtslotterie" einen gewissen Anteil am Menschen hat, ist natürlich klar. Trotzdem hat in unserer Gesellschaft (ich gehe mal von D aus) jeder die gleiche Chance. Man muss sie nur nutzen.


    Das Problem bei den "Reichen und Schönen" ist wohl eher, daß man einen, der sich seinen Reichtum mühsam erarbeitet hat, leider nur auf den zweiten oder dritten Blick erkennt. Soweit kommt es aber oft garnicht, weil die Leute schon weit vor in Ihren Luxuskarossen oder Klamotten abgestempelt werden.


    Oft tut man sich auch schwer, "Geburtsmillionäre" von den anderen zu unterscheiden, weil sich nicht jeder, der seine Millionen erarbeitet hat, dem gesellschaftlichen Zwängen zu widersagen.


    Oft (nicht immer) werden auch solche, die sich alles erarbeitet haben, zu menschlichen Ekelpaketen. Wohl auch deswegen, weil man bei manchen Dingen eben über Leichen gehen muss. Leider.


    Gruß
    Markus

    Grüße
    Markus <-- formerly known as powders


    To be or not to be · Shakespere | To do is to be · Nietzsche | To be is to do · Sartre | Do be do be do · Sinatra

  • Zitat

    Original geschrieben von Gargamel
    Den ganzen Moralaposteln hier glaube ich sowieso kein Wort. Das sind die Gleichen, die sich als erstes einen Sportwagen kaufen, wenn sie denn mal im Lotto gewinnen. Die ganze Moral ist dann plötzlich Schnee von gestern.


    Der Hinweis unterschiedlicher Definitionen von @ Laminator macht aber auch Sinn.


    Also als Moralapostel würd ich mich jetzt auch nicht bezeichnen..., aber auch nicht für was besseres oder schlechteres......ich denke, und so bezeichne ich mich mal als 0815-Normalbürger.


    Ich bin verheiratet, habe 2Kinder, geh arbeiten, fahre Auto, geh ein mal im Jahr in Urlaub, und bin ein Kontaktfreudiger Mensch.


    Natürlich gibt es auch Menschen oder Gruppen, mit denen ich nichts zu tun haben will, aber ich denke das geht jedem so....:D


    Und ja, bei einem Lottogewinn, würde ich mir auch irgendein Auto zulegen, das ich im Normalfall nicht bezahlen kann...und nicht nur ein Auto.....deshlab bin ich aber trotzdem nichts besseres...:D:D:D

    Gruß Michael

    You`ll never walk alone..
    Freiheit für Copdland

  • Zitat

    Original geschrieben von Gargamel
    Den ganzen Moralaposteln hier glaube ich sowieso kein Wort. Das sind die Gleichen, die sich als erstes einen Sportwagen kaufen, wenn sie denn mal im Lotto gewinnen. Die ganze Moral ist dann plötzlich Schnee von gestern.


    ... ich muss gestehen, dass es sich mir nicht erschließt, was das mit dem Thema zu tun hat.


    Es gibt genügend Leute, die Sportwagen fahren und dennoch nicht meinen, sie seien etwas "Besseres" als diejenigen, die keinen Sportwagen fahren.


    Ich denke man muss hier differenzieren zwischen den Leuten, die den Sportwagen aus Spass fahren, weil sie ihn sich leisten können und denjenigen, die Sportwagen fahren, um ihrer Umwelt zu demonstrieren, was sie sich leisten können ;)


    Grundsätzlich sehe ich nichts Verwerfliches darin, sich mit schönen und auch teuren Dingen zu umgeben (Kleidung, Autos, Uhren usw. usw.).


    Verwerflich finde ich, wenn man mit Anderen umgeht, als wenn man selbst etwas "Besseres" wäre. Das hat auch nichts mit Moral zu tun sondern mit Charakter.


    Wie sagte schon Abraham Lincoln "Willst Du den Charakter eines Menschen kennenlernen, gib ihm Macht". Und gerade bei den Karrieristen (Gargamel natürlich ausdrücklich ausgenommen) ist die "Nachobenschleimen-Nachuntentreten-Mentalität" häufig sehr ausgeprägt.


    Heinz

  • Es gibt Menschen, "die kaufen sich von Geld, das sie nicht haben (also Kredit) Sachen, die sie nicht brauchen, um Menschen zu imponieren, die sie nicht leiden mögen - und sind dann was Besseres"

    Gruß micha1955

  • Ist man was Besseres, weil man einen BMW fährt?
    Nein


    Ist man was Besseres, weil man teuere Markenklamotten von BOSS, Polo, D&G etc. trägt?
    Nein


    Ist man was Besseres, weil man ein Diplom oder gar einen Doktortitel hat?
    Ja


    Ist man was Besseres, weil man ein Hengst im Bett ist?
    Frag mal eine Frau, die wird ja sagen


    Ist man was Besseres, weil man stinkreich ist?
    Selbst gemacht: Ja
    Geerbt: Vielleicht


    Fly

  • Zitat

    Original geschrieben von HeinZ1
    Verwerflich finde ich, wenn man mit Anderen umgeht, als wenn man selbst etwas "Besseres" wäre. Das hat auch nichts mit Moral zu tun sondern mit Charakter.


    Ich glaube genau das ist der springende Punkt. Ich sage ja auch, dass diese Charaktereigenschaft sehr verwerflich ist, aber ich denke die Mehrzahl unter uns, auch hier im Forum, kann durchaus diese Charakterzüge an sich erkennen. Egal, ob es um Autos, Klamotten, Bildung oder die berufliche Stellung geht. Manchmal kategorisiere ich wohl zu schnell und stecke die Leute zu schnell in eine Schublade. Das sollte man zwar nicht tun, aber dabei kann sich doch jeder beobachten.

  • ... Du mißverstehst mich.


    Meine Grundaussage war, dass man auch teure Autos, usw. haben kann, ohne sich für was Besseres zu halten.


    Wenn ich jemanden kennenlerne interessiert mich in erster Linie der Mensch und nicht Auto, Kleidung usw.


    Vor einigen Jahren hatte ich mal einen Z8 und war bei der Gründungsversammlung des Z8-Clubs.


    Obwohl das ganze Programm für zwei Tage bezahlt war, habe ich die Veranstaltung nach wenigen Stunden wieder verlassen. Rate mal warum?


    Heinz

  • Zitat

    Original geschrieben von fly530d Ist man was Besseres, weil man ein Diplom oder gar einen Doktortitel hat?
    Ja

    Der der für mich beste und talentierteste Mensch den ich kenne hat einen Hauptschulabschluss. Diese Person hat und wird auch weiterhin in ihrem Leben mehr für mich tun als jeder Prof. Dr. Dr.... ;)

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • Ich verstehe was Gargamel meint, auch wenn es teilweise ein bißchen "von oben herab" rüberkommt. Nämlich anpacken statt jammern, was in die Hand nehmen und regeln anstatt andere zu bes**eißen und zu betteln. Als Lebenseinstellung, nicht als Statussymbol.

  • Zitat

    Original geschrieben von CityCobra
    Das glauben sie wahrscheinlich nur, denn dadurch wird man nicht automatisch zu einem "besseren" Menschen.


    Etwas Besseres zu sein ist immer eine Selbsteinschätzung, niemals eine all gemeingültige Definition.


    Es gibt sogenannte Besserverdiener, dass sind alle, die über den Durchschnittsverdienst des Landes verdienen, in dem sie leben.
    Aber einen besseren Menschen kann man nicht definieren, das ist immer nur Selbsteinschätzung.


    Insofern ist die Diskussion irrelevant, ob sich jemand nur dafür hält oder tatsächlich ist. Es geht immer nur darum, ob sich jemand dafür hält, aus welchem Grund auch immer.
    Mir ist das Gefühl, mich für etwas besseres zu halten nicht fremd, genauso wenig wie das Gefühl noch einen Zahn zulegen zu müssen, um mit Anderen mitzuhalten. Das wechselt, hilft aber ungemein bei der Orientierung.


    Was ich nicht glaube, sind Aussagen, dass man sich nicht an anderen Personen orientiert oder von ihnen beeinflussen lässt. Wenn das so wäre, dann wäre der komplette Leistungsantrieb weg, denn man wäre mit dem Zufrieden, was man hat. Das stelle ich mir als richtig langweilig vor. Das ist IMHO kein erstrebenswerter Zustand.

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "


  • Ui, jetzt wird's sogar systemtheoretisch hier: Beständiger Wandel ist nötig für den weiteren Fortbestand. :D
    Deiner Nachricht kann ich mich aber voll und ganz anschließen.

    Mein Alter
    Aktueller Kilometerstand: 247.000 (06.02.17) nach 111.000km (06.02.12)
    Das meiste Geld habe ich für Autos und teure Frauen ausgegeben, den Rest hab ich einfach verprasst. [George Best]