Gedanken zu einer Vollbremsung

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  • gestern war es soweit, Kölner Autobahnring, Tempo 140 - 120 sind erlaubt - ich quassel mit meiner netten Beifahrerin, quassel und quassel - und plötzlich steht alles vor mir. Ich bremse natürlich (direkt mit ABS ) - interessant fand ich im nachhinein, das einem dieser Zeitpunkt bis zum Stillstand wie eine halbe Ewigkeit vorkommt. Das ich mir in dieser Zeit nicht noch Gedanken um einen Leihwagen gemacht habe, ist schon alles. Aber was für Verletzungen kommen könnten sind schon gekommen - wie gesagt, es wirkte wie Zeitlupe. Ich kam genau 30 cm hinter meinem Vordermann zum stehen. Der Mini blieb ganz ruhig in der Spur, bekam kein leichtes Heck, wie es damals der Opel Astra Caravan zeigt.


    In dieser langen Bremszeit schaut man nach links und rechts in den Aussenspiegel, überlegt, wo man hin ausweichen kann - in meinem Fall gabs da keine Möglichkeiten. Die Folge von dem ganzen - noch zwei Stunden danach zitterten mir die Knie.


    Nur jetzt die Frage - welche Folgen hätte eine harte Vollbremsung erbracht - sprich, ich hätte einen Bremsschlag losgelassen. Hätte der Wagen dann instabil werden können. Generell muss ich vom Gefühl sagen - er blieb zwar stabil, aber die Bremswirkung hätte ich mit stärker vorgestellt.

  • Instabil sollte da dank ABS und ESP soweiso nix mehr werden, sofern d der Strassenbelang auf beiden Seiten nicht allzu unterschiedlich ist und die Strasse nicht zu einer Seite kippt. Beides trifft auf dem Kölner AB-Ring aber wohl nicht zu.


    Ich hab' bei ähnlichen Situationen eine leicht andere Erfahrung gemacht. Blick auf die Stelle, wohin ich ausweichen könnte samt Ausweichen genau dorthin.

    Viele Grüße --Michael--
    "Frontantrieb ist entgangene Lebensfreude" (A. Merkle, 2005)
    520dT (F11)

  • Hi,


    kann ich schon nachvollziehen.


    Mir ging es mal ähnlich. Bei plötzlich einsetzendem Sprühregen auf der A9 Höhe Triptis bummelte alles so gemütlich mit 130 km/h hintereinander her. Ich fahre so gemütlich auf der linken Spur in der Kolonne und denk mir noch, woher nun bei strahlendem Sonnenschein dieser Sprühregen kommt und schau ein wenig umher, wie ich plötzlich aus den Augenwinkeln bemerke, dass die Fahrzeuge vor mir stark abbremsen.


    Ich voll in die Eisen. Erster Blick nach vorne. Gut, Abstand wird größer. Zweiter Blick nach hinten. Verdammt. Abstand wird kleiner. Ausgemittelt, wieder Blick nach vorn, Blick nach hinten. Oh Oh, könnte eng werden. Blick nach vorn, Lücke suchen. Keine Lücke. Wieder Blick nach hinten, dann nach vorn. Buh, der Hintermann schafft es, vorne passt es auch noch, Glück gehabt. Stillstand. Auch der Wagen vor sowie hinter mir. Blick in die Außenspiegel. Der Hintermann meines Hintermanns schafft es auch. Dahinter Quietschgeräusche, im rechten Außenspiegel kann ich beobachten, wie ein Clio mit blockierenden Reifen und schon fast zwischen den beiden Fahrstreifen herankommt. Patsch, Schepper. Der Clio dreht sich durch den Aufprall nach rechts weg, dort kommt es mit dem seitlichen/nachfolgenden Verkehr erneut zu einer Kollision.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass einem die Zeit in einer solchen Situation wie eine kleine Ewigkeit vorkommen kann. Auch mir kam es im ersten Moment so vor, als ob die Bremswirkung doch deutlich höher sein müsste.


    In so einem Moment ist IMHO entscheidend, direkt mit voller Kraft auf die Bremse zu treten. Wer hier zögert, hat verloren. Heutzutage hilft u. U. der Bremsassi.


    cu


    2fast&2furios

    ich sach immer:


    Wer später bremst ist länger schnell!


    Meiner

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