Rechtsfrage Euro Plus

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  • Hallo,


    ein Bekannter von mir hat sich im Nov. 2008 einen gebrauchten BMW vom Händler gekauft, mit Euro Plus Garantie.


    Jetzt läuft ihm am Wagen ständig der Scheinwerfer von innen an.
    Ist also undicht.


    Er fährt zur nächsten Werkstatt (nicht der Händler, der den Wagen verkauft hat)und lässt es prüfen - der sagt ihm, der Scheinwerfer war schonmal geöffnet, warum auch immer.


    Jetzt hat er beim Händler angerufen, beidem er den Wagen erworben hat und nachgefragt, was damit wäre und wie das mit EuroPlus abgerechnet wird, der Verkäufer streitet alles ab.


    Jetzt ist die Frage, wie würdet ihr weiter vorgehen?
    Muss die EuroPlus das übernehmen?! :confused:

  • Wieso EuroPlus?


    Hier greift als erstes die Gewährleistungsverpflichtung des gewerblichen Verkäufers.


    "Hat ein Unternehmer das Auto verkauft und ein Verbraucher gekauft, so muss der Unternehmer mindestens ein Jahr lang die Gewährleistung für das Fahrzeug übernehmen.


    Das bedeutet, dass der Verkäufer ein Jahr lang dafür einzustehen hat, dass der Kaufgegenstand bei Übergabe frei von Sachmängeln war. Tritt innerhalb dieses Jahres ein Mangel auf, ist dieser nur dann maßgeblich, wenn er bereits bei Übergabe vorhanden war und sich lediglich später gezeigt hat.


    Hier greift das Gesetz dem Verbraucher unter die Arme, indem es bestimmt, dass bei Mängeln, die sich innerhalb der ersten sechs Monate nach Übergabe zeigen, grundsätzlich vermutet wird, dass diese auch schon bei Übergabe vorhanden waren.


    In diesem Fall müsste der Unternehmer das Gegenteil unter Beweis stellen."


    Die EuroPlus ist nachrangig zu sehen.

  • Hallo,


    es gibt NEWS,


    und zwar hat mein Bekannter wohl da angerufen und gesagt, dass der Verk. in der Beweispflicht ist, jedoch dementiert dieser, dass der Scheinwerfer schon beim Kauf kaputt gewesen sei.


    Was ist denn als Beweis gültig, dass der Scheinwerfer einwandfrei war, beim Kauf ?!


    Und meint ihr, es würde etwas bringen einen Brief an BMW zu schreiben und sich zu beschweren ?!

  • Zitat

    Original geschrieben von HaZeRo
    Was ist denn als Beweis gültig, dass der Scheinwerfer einwandfrei war, beim Kauf ?!


    Gar nix, höchstens der "Beweis des ersten Anscheins" : Was bitte soll es für dich für einen Sinn machen innerhalb der Gewährleistungsfrist einen Scheinwerfer zu zerlegen ? Wenn da was dran gewesen wäre wärst du ja wohl gleich zum Händler gegangen. Aber da er sich stur stellt hilft wohl wirklich nur Marcos Tip oder der Gang zum Anwalt. :rolleyes:

    Wenn Gott gewollt hätte das der Mensch zu Fuss geht hätte er ihn nicht das Auto erfinden lassen

  • Der Händler meint wenn der Scheinwerfer schon beim Kauf kaputt gewesen wäre, hätten wir das ja spätestens ein paar Tage nach dem Kauf merken müssen, dass er beschlägt.
    Was meint ihr dazu?


    Hat die Aussage bestand?!


    Das kann dann wohl nur ein Gutachten entscheiden ob oder ob nicht ?!

  • Zitat

    Original geschrieben von HaZeRo
    Der Händler meint wenn der Scheinwerfer schon beim Kauf kaputt gewesen wäre, hätten wir das ja spätestens ein paar Tage nach dem Kauf merken müssen, dass er beschlägt.
    Was meint ihr dazu?


    Wenn er es BEWEISEN kann.
    Innerhalb der ersten 6 Monate nach Kauf geht man in der Rechtssprechung davon aus, dass der Mangel schon bei Übergabe vorhanden war, es sei denn der VERKÄUFER beweist das Gegenteil.
    Nach dieser Zeit muss es der Käufer beweisen.


    Mein Tipp weiterhin: Schiedsstelle.
    Kostet für dich nichts und für den Verkäufer ist der Schiedsspruch bindend!

  • Schreib den Fall an die BMW Kundenbetreuung. Mit Name usw. Die kümmern sich i.d.R. um den Fall. Hatte da schon 2x meine Probleme hingeschrieben. Zwei mal hat sich der Händler danach entschuldigt und alles behoben, wie es sein soll.


    BMW kann den Händlern ordentlich auf die Füße treten.

  • Zitat

    Original geschrieben von HaZeRo
    Hallo,


    ein Bekannter von mir hat sich im Nov. 2008 einen gebrauchten BMW vom Händler gekauft, mit Euro Plus Garantie.


    Von einem BMW-Händler oder von einem Gebrauchtwagen-Fuzzi???

    Gruß Michael

    You`ll never walk alone..
    Freiheit für Copdland

  • Zitat

    Original geschrieben von Marco Scala
    Wenn er es BEWEISEN kann.
    Innerhalb der ersten 6 Monate nach Kauf geht man in der Rechtssprechung davon aus, dass der Mangel schon bei Übergabe vorhanden war, es sei denn der VERKÄUFER beweist das Gegenteil.
    Nach dieser Zeit muss es der Käufer beweisen.


    Mein Tipp weiterhin: Schiedsstelle.
    Kostet für dich nichts und für den Verkäufer ist der Schiedsspruch bindend!


    Also, entweder muss ICH oder der HÄNDLER Mitglied in der Schiedsstelle sein.
    Und Überregional (Händler kommt nicht aus dem gleichen Bundesland wie der Bekannte) geht das auch nicht.


    Also kommt das nicht in Frage.


    Ja, aber was ist denn der Beweis, lediglich, dass der SW nicht auf der Heimfahrt bzw. am nächsten Tag schon angelaufen ist oder muss da mehr folgen (Gutachten...)?


    Und es ist ein Vertragshändler.

  • ist dann wohl kein freund von dir;-)....
    auf die füße tretten und ein bischen hartnäckig sein, wenns so ist wie du geschildert hast! sollte normalerweise zum erfolg führen.
    gruß

  • Zitat

    Original geschrieben von tracid
    ist dann wohl kein freund von dir;-)....
    auf die füße tretten und ein bischen hartnäckig sein, wenns so ist wie du geschildert hast! sollte normalerweise zum erfolg führen.
    gruß


    wieso kein freund?
    eigentlich schon.


    Die sagen Felsenfest nein, weil das Auto zum Zeitpunkt der Übergabe i.O. war, sonst hätte der SW ja direkt anlaufen müssen oder in den nächsten Tagen

  • Da treffen zwei aufeinander, die keine Ahnung von Recht und Recht bekommen haben.
    Zum einen hätte der Händler das Recht gehabt den Schaden selbst beseitigen zu lassen. Insofern muss er über die Händlergewährleistung jetzt gar nichts bezahlen.
    Zum anderen hätte der Käufer dem Händler natürlich auch die Möglichkeit geben müssen zu beweisen, dass der Scheinwerfer defekt ist. Ich vermute aber ganz stark, dass der schon auf der Müllkippe ist. Einfach zu irgend ner Werkstatt fahren, dort ein Teil tauschen lassen und dann Gewährleistung reklamieren geht halt nicht.


    Insofern besteht nur die Möglichkeit über EuroPlus abzurechnen. Das soll deine Werkstatt in Angriff nehmen.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Zitat

    Original geschrieben von basti313
    Da treffen zwei aufeinander, die keine Ahnung von Recht und Recht bekommen haben.
    Zum einen hätte der Händler das Recht gehabt den Schaden selbst beseitigen zu lassen. Insofern muss er über die Händlergewährleistung jetzt gar nichts bezahlen.
    Zum anderen hätte der Käufer dem Händler natürlich auch die Möglichkeit geben müssen zu beweisen, dass der Scheinwerfer defekt ist. Ich vermute aber ganz stark, dass der schon auf der Müllkippe ist. Einfach zu irgend ner Werkstatt fahren, dort ein Teil tauschen lassen und dann Gewährleistung reklamieren geht halt nicht.


    Insofern besteht nur die Möglichkeit über EuroPlus abzurechnen. Das soll deine Werkstatt in Angriff nehmen.


    Moment mal,


    das Schaden wurde noch NICHT behoben, mein Bekannter fährt immer noch mit dem beschlagenem SW rum!


    Allerdings wehrt sich der Vertragshändler den Schaden zu beheben, weil er so argumentiert, dass der SW in Ordnung war, als der Käufer den Wagen übernommen hat.
    Der Verkäufer sagt "warum kommen sie jetzt damit, das hätte ja schon viel früher auffallen müssen, also müssen wir davon ausgehn, dass der schaden in der letzten zeit entstanden ist und nicht beim kauf schon war"...

  • Zitat

    Original geschrieben von HaZeRo
    Der Verkäufer sagt "warum kommen sie jetzt damit, das hätte ja schon viel früher auffallen müssen, also müssen wir davon ausgehn, dass der schaden in der letzten zeit entstanden ist und nicht beim kauf schon war"...


    Sagen kann er viel.
    Er ist aber in den ersten sechs Monaten in der Beweispflicht.

    "Bitte ohne Speck und Eier !"

    Manfred, 53, Trucker - bestellt sich gerade eine Frau aus Thailand ...

  • Zitat

    das Schaden wurde noch NICHT behoben, mein Bekannter fährt immer noch mit dem beschlagenem SW rum!


    Dann ist das gut. Schriftlich (per Einschreiben) den Händler zur Nachbesserung auffordern. Kommt eine Absage den Schaden woanders richten lassen, Beweise sichern (Photos, etc) und die Kosten von nem Anwalt eintreiben lassen.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Zitat

    Original geschrieben von Rollo
    Sagen kann er viel.
    Er ist aber in den ersten sechs Monaten in der Beweispflicht.


    Ja, aber was ist deßnn der Beweis, dass er erst nach drei Monaten und undicht ist, oder ein Gutachten?


    Also ich will Wissen was vor Gericht bestand hat?


    Basti:
    Der Händler weigert sich ja, weil er sagt das fällt nicht unter gewährleistung.
    da das fzg zum übergabezeitpunkt dicht war und der scheinwerfer nicht angelaufen

  • Zitat

    Original geschrieben von HaZeRo
    Ja, aber was ist deßnn der Beweis, dass er erst nach drei Monaten und undicht ist, oder ein Gutachten?


    Mit dem Beweis fährt Dein Freund doch nun herum.
    Der Händler muß gewährleisten. Punkt.

    "Bitte ohne Speck und Eier !"

    Manfred, 53, Trucker - bestellt sich gerade eine Frau aus Thailand ...

  • Zitat

    Original geschrieben von HaZeRo
    Also, entweder muss ICH oder der HÄNDLER Mitglied in der Schiedsstelle sein.
    Und Überregional (Händler kommt nicht aus dem gleichen Bundesland wie der Bekannte) geht das auch nicht.


    Also kommt das nicht in Frage.


    Hä?
    Wo steht das :confused: