Wie heize ich richtig oder was mache ich falsch?

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  • Du duschst nie und lebst ohne weiblichen Haushaltsvorstand?

  • ... meine persönliche Erfahrung zeigt, dass es tatsächlich hauptsächlich am Wohnverhalten liegt.


    Da haben Wohnungen, die immer trocken waren, nach einem Mieterwechsel plötzlich Feuchtigkeitsprobleme. Gerade erst letzte Woche wieder. Dann geht man mit nem Hygrometer rein und mißt 80% rel. Luftfeuchtigkeit.


    Andererseits gibt es auch den umgekehrten Fall, dass "feuchte" Wohnungen nach einem Mieterwechsel trocken sind.


    Wir hatten mal in einer Wohnung ein Gutachten erstellen lassen. Ergebnis: Die Probleme waren zu 10% baulich und zu 90% durch das Wohnverhalten bedingt. Wenn man nun noch davon ausgeht, dass der Mieter vermutlich noch besser lüftet, wenn sich der Gutachter angesagt hat ...


    Wer im Schlafzimmer eine niedrigere Raumtemperatur hat und nachts die Tür offenläßt muss sich nicht wunderen, wenn morgens die Fenster beschlagen sind.


    Die Häufigkeite der Lüftung hängt auch davon ab, wie intensiv ein Raum genutzt wird.


    Wie die beschlagenen Fenster entstehen? Hier mal ein Beispiel aus der Praxis :D :


    Jeder kennt das Phänomen: man nimmt eine Bierflasche aus dem Kühlschrank, und innerhalb einer mehr oder weniger großen Zeitspanne beschlägt deren Außenfläche und es beginnt Schwitzwasser an der Flasche herunterzulaufen. Im Sommer bemerkt man dieses wesentlich deutlicher als im Winter. Dieses Wasser stammt aus der Umgebungsluft der Flasche: Die Flasche kühlt die umgebende Luft ab, die daraufhin ihre Feuchte nicht mehr halten kann und diese an der kältesten Stelle, der Flaschenoberfläche, verliert.


    Grundsätzlich hängt es auch vom Verhältnis Anzahl der Bewohner zu Wohnfläche (bzw. Raumvolumen der Wohnung) ab. Man geht von bis zu 4 Ltr. täglicher Feuchtigkeitsbelastung pro Bewohner (incl. Waschen, Kochen, Ausdünstung usw.), da macht es schon einen Unterschied ob in einer 70 qm-Wohnung eine Person oder 3 Personen leben. Bei 3 Personen muss man dann eben intensiver Lüften, um die Feuchtigkeit raus zu bekommen.


    Ein weiterer Faktor ist natürlich Wäschetrocknen in der Wohnung, Aquarien, viele Topfpflanzen usw. usw. Auch beim Duschen wird deutlich mehr Feuchtigkeit in die Luft abgegeben als bei einem Wannenbad.


    Wenn man mal bei Google nach "richtig Heizen und Lüften" sucht, gibt es eine Vielzahl von Ergebnissen. Hier mal ein Beispiel, das die wesentlichen Punkte aufzeigt < KLICK > da ist eigentlich Alles aufgeführt, was man beachten sollte. Die Tipps stammen vom Mieter Bund, sind also keine "Vermieter-Edition" ;)


    Heinz

  • Zitat

    Original geschrieben von HeinZ1 Wer im Schlafzimmer eine niedrigere Raumtemperatur hat und nachts die Tür offenläßt muss sich nicht wunderen, wenn morgens die Fenster beschlagen sind.

    Genau damit hatten wir aber weniger Wasser am Fenster weil die Luftfeuchtigkeit sich so besser verteilen konnte als in dem kleinen Schlafzimmer.


    So ein Hygrometer ist allerdings in der Tat eine gute Anschaffung. Ich hab mir vier Stück von denen [Anzeige] bestellt und in jedem Stockwerk eines. Aktuell 38% im Wohnzimmer (Ofen), 55% im zweiten mit Büro, Bad und Schlafzimmer und ~65% im ungeheizten Dachgeschoss.

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • ... wenn das Schlafzimmer extrem klein ist, mag das stimmen, schließlich gibt jeder Mensch über Nacht ca. 0,5 Ltr. Wasser ab.


    Allerdings ist das wohl eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt.


    Ich hab hier immer ein paar Hygrometer rumliegen, die ich den Mietern dann bei Problemen in der Wohnung lasse. Die Problemwohnung von letzter Woche liegt jetzt bei 45 - 50% und die Probleme sind weg. Manche benötigen eben eine Anzeige, wann es nötig ist zu lüften ;)


    Für mich selbst habe ich ein professionelles Gerät zum Messen von Raumtemperatur und rel. Luftfeuchtigkeit.


    Das übelste, das ich bisher erlebt habe waren 80% rel. Luftfeuchtigkeit bei 26°C Raumtemperatur. :mad: und eine Luft zum Schneiden.


    Heinz

  • Danke für die Links. Werde heute Abend auch mal mit meinem Hygrometer rumwetzen... :cool:


    Das Problem in der Wohnung ist halt nur, dass ich auf den Heizprozess wenig Einfluss habe. Da ist eine Automatik drin, die schon auf Stellung 1 volle Pulle heizt. -was auch ok ist lt. Heizungsfirma.


    Stoßlüften ist auch problematisch, weil die meisten Fenster nicht komplett zu öffnen sind wg. Einbruchsicherung. -da ist dann "auf Kipp" das höchste der Gefühle.


    Irgendwie alles nicht so einfach... -heute morgen habe ich bei -12 Grad nach dem Duschen "Stoßgelüftet" und direkt kam das Jammer der Dame des Hauses, die nach mir ins Bad wollte... :D


    Grüssle
    Barney


    Edith: Könnte das Kondenswasser im Schlafzimmer auch mit dem Wasserbett (240x200cm) zusammenhängen?!

    F11 530dA Touring, E87 116i, E36 328iA Cabrio und SKR 125

  • um dem problem auch noch entgegenzuwirken kann man in "gefährdeten Räumen auch mit anderer Tapete und Farbe arbeiten, die keine natürlichen Stoffe enthalten wie das Holz in der Rauhfaser. So hab ich es im Haus in den Bädern und im Schlafzimmer gemacht. Wenn dann da nochwas schimmelt ist es schon nen grober Mangel oder grob fahrlässig.


    Wichtig sind auch gewisse Abstände von Möbeln etc von den Wänden. Neigt die Wohnung oder der Bewohner dazu den Schimmel anzuziehen, entsteht da meistens recht sicher dann Schimmel. Bei meinen Eltern ist es früher mal so gewesen, daß die Wohnung sowas von trocken war, das teilweise sogar Luftbefeuchter eingesetzt werden mussten. Aber hinter einem großen Bild im Schlafzimmer war trotzdem Schimmel der so natürlich nicht bemerkt wurde.

  • Zitat

    Original geschrieben von Barney80
    Edith: Könnte das Kondenswasser im Schlafzimmer auch mit dem Wasserbett (240x200cm) zusammenhängen?!

    Nö, normal nicht. Weil das ist dicht. ;)


    Eine Ausnahme wäre, wenn Du es zu kalt eingestellt hast, dann würde sich daran selbst u.U. auch Kondensat bilden. Aber ich glaub kaum, dass es Spass macht in so einem kalten Bett zu pennen. ;)

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  • Eine Aussage zu "unserem Problem" wäre ganz toll.


    Wir haben wie weiter oben geschildert, ebenso das Problem. Bei uns verteilen sich 2 Erwachsene und ein Kind (1,5 J.) auf 95 qm und 4,5 Zimmer. Bei uns beschlagen die Scheiben nachts aber auch nur dort wo geheizt wird. Morgens wird gleich gelüftet.


    Der Schimmel (dunkelgrau) sammelt sich im Winter immer unter der Fensterbank, direkt an der Kante. Jeweils an der Außenwand, 20 cm überhalb der Heizung.


    Im Schlafzimmer in einem Eck oben und unten am Boden. Hab beides mit Schimmel Entferner weg gemacht, kommt nun aber wieder.


    Ich weiß echt nicht was wir noch machen können. Stoßlüften ist kein Problem, aber halt mit bedacht - da wir ein kleines Kind haben, sowie ein paar Tiere die keinen Zug abbekommen dürfen (u.a. Rennmäuse, Zwergkaninchen, Graupapagei).


    Merkwürdigerweise wird im Büro nicht geheizt, dort sind es immer so 19 Grad und null Schimmel. NICHTS. In der Küche wird nur ein bisschen geheizt und zack unter der Fensterbank der Mist.


    So der Hygrometer gibt folgende Daten heute raus:


    Draußen - 2 Grad
    Innen 20/21 Grad (ich finds aber deutlich wärmer)
    54-56% Luftfeuchtigkeit


    Beim lüften geht es innerhalb kürzester Zeit runter auf 42%. Nach dem schließen der Fenster wieder hoch 52-54 nach 30 min auf 54-56 %. Das in den Räumen wo Schimmel ist. Heizung steht auf 1-3 je nach Kälte und Aufenthalt.


    Jetzt haben wir probiert im Flur das Fenster nachts auf Kippe zu lassen, schon am nächsten morgen keine Feuchtigkeit. In der Küche auch recht wenig, im Schlafzimmer wie immer (etwa 10 cm des Fenster von unten sind beschlagen). Heizung steht nachts auf 1.


    Zur Info, Hochhaus Stahlbetonwände (ebenso zwischen den Räumen). Ohne Hilti braucht man hier erst gar nicht antreten um einen Dübel in die Wand zu bekommen. Alle Nägel (selbst Stahlnägel) gehen max 3 cm (Putz) in die Wand, dann ist Schluß. Stabil und sehr leise ist das Haus.


    Was sollen wir machen? Noch mehr lüften? Wir lüften mehrmals am Tag. Fenster auf, aber nach kurzer Zeit ist alles wieder beim alten.


    Noch Tips!?


    Das Problem ist, meine Frau und Kind sind so gut wie den ganzen Tag zuhause. Einmal am tag einkaufen gehen, ab und zu mal weg - das wars. Andere Wohnungen haben das Prob nicht - die sind auch nicht so viel zuhause. Die haben den ganzen Tag das Fenster auf Kippe und Türen geschlossen. So wie es halt geht, im Hochhaus ist mit Fenster-Kippe immer ein Problem - ruckzuck zieht es wie Hechtsuppe. Bei Wind braucht man erst gar nicht ein Fenster auf zu machen, innerhalb 1 min ist es gefühlt innen kälter als draussen.


    Wir haben Tapete (teilweise Rauhfaser + gestrichen).

  • Zitat

    Original geschrieben von Feuerwehr520i
    Genau damit hatten wir aber weniger Wasser am Fenster weil die Luftfeuchtigkeit sich so besser verteilen konnte als in dem kleinen Schlafzimmer.


    So ein Hygrometer ist allerdings in der Tat eine gute Anschaffung. Ich hab mir vier Stück von denen [Anzeige] bestellt und in jedem Stockwerk eines. Aktuell 38% im Wohnzimmer (Ofen), 55% im zweiten mit Büro, Bad und Schlafzimmer und ~65% im ungeheizten Dachgeschoss.


    Danke für den Link!


    Hab auch gleich bestellt um das mal ein bisschen zu verfolgen!!!


    :top:

    Helden leben lange, Legenden sterben nie!

  • Zitat

    Original geschrieben von Barney80


    Seit Februar wohnen wir in einer grundsanierten Wohnung.


    Kunden von mir hatten das auch. Grundsaniert hies da: Neuer Putz auf die Außenwände, neue Fenster, U-Wert 1,1 und ansonsten die 24er Ziegelwand unisoliert. Da lief Kondenswasser die Wand runter.


    Wenn bei Thermostat Stellung 2 über 16°C werden, wie hoch ist den der Vorlauf Eurer Heizung eingestellt? Stellung 3 bedeutet etwa 20 °C, das ist auch als "normal an den Thermostaten gekennzeichnet.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Meine wundervolle, charmante, gutaussehende und nicht zu ersetzende Freundin (liest hier mit und hat sich über "ihre Namen" aufgeregt ) hat heute mal gemessen.


    Luftfeuchtigkeit bei 40-45%. Im Schlafzimmer auch nicht mehr. Dafür haben Nachbarn die gleichen Probleme, leben aber damit.


    Und nu?


    Grüssle
    Barney

    F11 530dA Touring, E87 116i, E36 328iA Cabrio und SKR 125

  • Eine Wohnung, in der ich mal 2 Jahre (natürlich schimmelfrei) gewohnt habe, habe ich nach meinem Auszug an ein Pärchen vermietet. Ein paar Monate später rufen sie mich an, das Bad wäre verschimmelt. Als ich hingefahren bin um es mir anzuschauen, war mir alles klar.
    Man dachte, man geht in ein Tropenhaus, da war sehr warme, sehr feuchte Luft. Ich habe denen damals eine Broschüre über richtiges lüften gegeben und gesagt sie sollen den Schimmel entfernen und richtig reinigen.
    Der Schimmel ist dann nicht mehr aufgetreten. ;)


    Ein paar Jahre später, wohnten in dieser Wohnung andere Mieter und riefen mich an, sie hätten Schimmel im Wohnzimmer.
    Als ich ins Zimmer bin, stand dort ein Wäscheständer mit nasser Wäsche zum trocknen. Nach meiner Aufklärung bzgl. lüften usw. ist der Schimmel nicht mehr gekommen.


    Inzwischen wohne ich wieder selbst in dieser Wohnung und habe nirgends Schimmel.


    Im Radio habe ich mal eine ziemlich simple Methode bzgl. lüften gehört, vielleicht hilft sie dem ein oder anderen:


    Fenster kippen ist Quatsch, das ist kein effektives lüften, da der Luftaustausch zu gering ist und die Wand über dem gekippten Fenster zu stark auskühlt und sich dort die warme Luft sofort abkühlt und die Feuchtigkeit an die Wand abgibt (Kondenswasser). Das ist dann genau die Stelle, die irgendwann schimmelt, weil sie permanent feucht "gehalten" wird.


    Die Fenster zum lüften ganz öffnen. Wenn man das Fenster beobachtet, stellt man fest, daß das Fenster beschlägt.
    Als Faustregel sollte man so lange lüften, bis dieser Beschlag wieder weg ist, erst dann hat ein effektiver Luftaustausch stattgefunden und man sollte das Fenster wieder schließen.


    Vielleicht hilft manchen auch die Logik zu verstehen. Warme Luft nimmt wesentlich mehr Wasser auf als kalte Luft. Kommt die warme (feuchte) Luft an z.B. kalte Wände oder Fenster, kühlt sie schlagartig ab und gibt die enthaltene Feuchtigkeit ab. Das ist z.B. das beschlagen der Fenster oder die feuchte Wand (meist im Bereich der Fenster). Die feuchte Wand bemerkt man meist halt erst, wenn es schimmelt. ;)

  • So, heute mal Hygrometer im Schlafzimmer am Fenster gehabt.


    Abends bei 17 Grad und 47% Luftfeuchte eingeschlafen und heut morgen bei 68% und 13,8 Grad (direkt am Fenster) aufgewacht.


    Danach stoßgelüftet...


    Mal gucken, ob es besser wird. Im Wohnzimmer haben wir sogar zu trockene Luft. Da kommen wir nicht über 40% raus.


    Grüssle
    Barney

    F11 530dA Touring, E87 116i, E36 328iA Cabrio und SKR 125

  • Interessanter Thread: So richtig mitreden kann ich eigentlich nicht, da ich derartige Probleme in unserem Haus nicht habe.


    Wohl aber in unserer damaligen Mietwohnung (Einliegerwohnung im Erdgeschoss). Dort mussten wir damals im Schlafzimmer den Schrank deutlich von der Wand wegrücken, weil sonst der Schimmel überhand genommen hätte. (Heizung eigentlich nie an, Fenster idR auf Kippe). Im Bad war es so dolle, dass sich regelrechte Pfützen auf dem Boden gebildet hatten und zwar immer dann, wenn das Fenster zu und die Heizung an war. Bei Heizung aus und Fenster auf Kippe war es zwar schweinekalt aber trocken.


    Bin zwar kein Architekt, aber das lag damals imho eindeutig an der mangelhafen Isolierung der Wände, sprich: Wenns draußen zu kalt und drinnen zu warm war, fingen die Wände an zu "schwitzen".


    Gruß
    Volker

  • Zitat

    heut morgen bei 68% und 13,8 Grad (direkt am Fenster) aufgewacht.


    Danach stoßgelüftet...


    :eek:


    Ist das nicht ein wenig kalt? Kann das Problem nicht auch mit den geringen Temperaturen zusammenliegen? Je kühler die Wand und die Luft, desto weniger Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen, also kondesniert das Wasser halt irgendwo....


    Oder?

  • Naja, das ist ja direkt am Fenster. Schlafen bei über 20 Grad kann ich nicht bzw. finde ich nicht so gut.


    In der Luft waren es bestimmt 16-18 Grad.


    Grüssle
    Barney

    F11 530dA Touring, E87 116i, E36 328iA Cabrio und SKR 125



  • Versucht mal, die Temperatur konstant ab 16 °C zu halten. Und natürlich stoßlüften.


    Dann sollten die Probleme verschwinden.


    Der Taupunkt, ab dem sich Kondensat bildet, liegt um die 15 °C.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Ich kann einstellen, was ich will. Wenn die Thermostate am Heizkörper auf 2 stehen, gehen die aus. Auf 3 gehen sie voll an, das hält man nicht aus.


    Ich kapier´s nicht. Hab die Therme schon im Heizkreislauf auf "halbe Kraft" gedreht. Hilft nix.


    Ich habe den Witterungssensor abgeklemmt. Scheinbar hat der ein redundantes System, denn er arbeitet immer noch :confused:


    Ich hab hier echt Sahara im Dachgeschoss. Unten ist soweit alles normal. Die Themre steht hier oben.


    Wenn ich kleiner drehe, geht alles offline.