Finanzkrise - sollte ich mein Geld von der Bank abheben?

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  • Nachttresore gibt es kaum noch, dafür Geldautomten mit Einzahlfunktion (sogar für lose Münzen). Läden mit größeren Tageseinnahmen lassen ihr cash sowieso von einem Dienstleister abholen.


    Stimmt und das kostet ja nichts, wie auch die Einzahlungen (sogar die Bank will da Geld haben). Von der Gefahr von Schwund wollen wir mal gar nicht reden.

  • Eine durschnittliche Aldi Süd Filiale macht 500.000€ Umsatz im Monat, davon 2% sind 10.000€. Für das Geld können die locker 2 Mitarbeiter einstellen, die das Geld zur Bank bringen und eine Versicherung gegen Überfall.


    Und der Tanta Emma laden kann das Geld auch ne Woche sammeln und dann zur Bank bringen.

  • Eine durschnittliche Aldi Süd Filiale macht 500.000€ Umsatz im Monat, davon 2% sind 10.000€. Für das Geld können die locker 2 Mitarbeiter einstellen, die das Geld zur Bank bringen und eine Versicherung gegen Überfall.


    Wenn du dich so gut auskennst..., wieviel Promille kassieren die Unternehmen für Geldtransport und Einzahlung?
    Heggi
    Schwund? Durch Mitarbeiter, durch den Geldtransporteur
    http://www.spiegel.de/wirtscha…dversorgung-a-402122.html
    usw.

  • waldcounter
    In den kleineren Läden, die ich so kenne (und früher bei Schlecker), hat einfach ein Angestellter nach Feierabend das Geld bei der Bank eingeworfen.
    Bei Oeffnungszeiten bis 00:00Uhr wie zB bei K&K auch mitten in der Pampa und einer Polizei, die 25 Minuten bei flotter Fahrt benötigt, gefällt das nicht allen Kassiererinnen...


    Das schliesst sich irgendwie gegenseitig aus oder. Womit sollen den Prepaid Kreditkarten bezahlt werden wenn es kein Bargeld gibt? (Bankabbuchung hattest du selber schon ausgeschlossen).


    Mit Ukash zB. Oder habe ich da jetzt einen Gedankendreher?

  • Geld zählen und einzahlen kostet ja nichts. :rolleyes:


    Selbst wenn Du Deinen gesamten Umsatz nur per KK abrechnest möchte das Finanzamt trotzdem von Dir eine Tagseinnahme haben..


    Ob Bar oder KK, Du brauchst eine Kasse, musst einen Kassenabschluß machen, hast dann noch die Transaktionen der KK nachzuprüfen, abzulegen und rechtssicher aufzubewahren ...


    Ich hatte früher nebenbei mal ein Ladengeschäft, da haben wir die Tageseinnahmen nachgezählt, und nach Feierabend mit nach Hause genommen. Und Freitags war Banktag, da kam die Sauce dann zur Spaßkasse. Hin musste eh einer, die Auszüge abholen, so what.


    Wenn ich nun rechne, dass ich parallel zum Bargeld noch die KK-Abrechnungen machen muss, UND dafür pro Umsatz ~3% verliere UND im Monat noch richtig für das Lesegerät UND die Grundgebühren ablatzen darf überlege ich mir als Kleinunternehmer schon, ob ich mir damit nicht die Pest in's Haus hole. Da fahre ich doch gerne einmal die Woche (oder alle 1-2 Tage je nach Barumsatz) zur Spaßkasse, gebe die Scheinchen ab und hole gleich eh die (steuerlich verpflichteten) Auszüge.


    Darum habe ich auch Verständniss für meinen Kumpel, der das Ding aus Kostengründen nach einem Jahr wieder abgeschaft hat.


    KK bei Internetgeschäften macht Sinn, zur Vermeidung von PayPal und Co. mache ich das eh nur noch so. KK zum Tanken macht dann Sinn, wenn es eine Firmenkarte ist und/oder es Rabatts :) gibt.


    Wer's machen will und meint damit einen besonderen Service anbieten zu wollen, der soll's tun, aber für 2 belegte Brötchen ist das für mich eher :crazy::kpatsch:

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch. (Mark Twain (1835-1903))
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    Jeep fahren heißt da stecken zu bleiben, wo andere erst garnicht hinkommen!

  • Selbst wenn Du Deinen gesamten Umsatz nur per KK abrechnest möchte das Finanzamt trotzdem von Dir eine Tagseinnahme haben..


    Die steht auf der KK-Abrechnung = Kontoauszug.


    Ob Bar oder KK, Du brauchst eine Kasse, musst einen Kassenabschluß machen, hast dann noch die Transaktionen der KK nachzuprüfen, abzulegen und rechtssicher aufzubewahren ...


    Also wenn ich nur gegen Karte verkaufe, brauch ich keine Barkasse.
    Ob du die Transaktionen prüfst, ist dein Spaß, ebenso wie du jeden Bon in der Kasse prüfen kannst oder eben auch nicht. Rechtssicher aufbewahren muss ich auch die Kassenbelege beim Bargeschäft = gleicher Aufwand.


    Ich hatte früher nebenbei mal ein Ladengeschäft, da haben wir die Tageseinnahmen nachgezählt, und nach Feierabend mit nach Hause genommen. Und Freitags war Banktag, da kam die Sauce dann zur Spaßkasse. Hin musste eh einer, die Auszüge abholen, so what.


    Meine Kontoauszüge gibt es online und 1x im Monat mit der Post. Ich renne ausschließlich wegen Bargeld zu Bank. Meines Wissens kassieren auch die Spaßkassen für Bareinzahlungen Gebühren.


    Wenn ich nun rechne, dass ich parallel zum Bargeld noch die KK-Abrechnungen machen muss, UND dafür pro Umsatz ~3% verliere UND im Monat noch richtig für das Lesegerät UND die Grundgebühren ablatzen darf überlege ich mir als Kleinunternehmer schon, ob ich mir damit nicht die Pest in's Haus hole.


    Was musst du für Abrechnung machen? Das Geld kommt aufs Konto, den Beleg gibt ebenfalls dazu? Buchen und abheften ist alles. Musst du bei Bar auch blos machen.


    Einerseits spare ich Aufwand und Risiko (Diebstahl, Griff in die Kasse durch MA) anderseits muss ich dafür die Kosten tragen und hab möglicherweise den einen oder anderen kartenaffinen Kunden mehr. Klar muss das jeder für sich ausmachen.


    KK bei Internetgeschäften macht Sinn, zur Vermeidung von PayPal und Co. mache ich das eh nur noch so.


    Ich wiederum nutze paypal mit KK und könnte mir die Zahlung damit auch im Laden vorstellen. Vor allem bräuchte ich dazu kein Terminal, nur dauert der Vorgang an sich wieder länger.

  • Zitat

    Also wenn ich nur gegen Karte verkaufe, brauch ich keine Barkasse.
    Ob du die Transaktionen prüfst, ist dein Spaß, ebenso wie du jeden Bon in der Kasse prüfen kannst oder eben auch nicht. Rechtssicher aufbewahren muss ich auch die Kassenbelege beim Bargeschäft = gleicher Aufwand.


    Was so nicht funktioniert weil du Bargeld annehmen musst (Offizielles Zahlungsmittel). Damit hast du auch wieder eine Kasse und die damit verbundenen (Zeitlichen) Aufwendungen.

  • Was so nicht funktioniert weil du Bargeld annehmen musst (Offizielles Zahlungsmittel). Damit hast du auch wieder eine Kasse und die damit verbundenen (Zeitlichen) Aufwendungen.


    Mir ist schon klar das das eher theoretisch ist. Es ist aber auch sehr theoretisch das sich der Zeitaufwand nicht verändert egal wie viel Bareinnahmen man hatte. ;)

  • Im ZDF kam mal vor einiger Zeit eine gut gemachte Doku über das mögliche Gesundheitswesen in der Zukunft inkl. dem Drumherum. Ich denke, auf genau so etwas steuern wir zu dass es Risikoauschläge und Selbstbehalte geben wird anhand der Auswertung der gekauften Dinge. Kauft alle paar Monate ein neues Snowboard und ein Mountainbike und isst regelmässig bei Fastfood-Buden -> Aufschlag oder gar Leistungsverweigerung.


    Bargeld ist das letzte Zahlungsmittel mit dem man sich anonym bewegen und Waren/Dienstleistungen erwerben kann. Es wird dauernd nach Datenschutz gerufen und gegen den gläsernen Bürger argumentiert, aber jeder Mist mit Karte gezahlt und Leute die ein bisschen weiter blicken mit "konservativ" und als altmodisch abgekanzelt. Das passt nicht zusammen, das läuft auf Totalüberwachung hinaus. Dagegen werden Payback und Co. Peanuts sein, da kann man sich die Teilnahme immerhin noch aussuchen. ;)

    http://www.dokumentarfilm24.de…ser-leben-in-der-zukunft/ Teil 1 über das Gesundheitssystem und den gläsernen Patienten.

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • Finde die derzeitige Diskussion im Aktienthread passt besser hierher ;):

    Europaweit sinkt das Lohnniveau, mit welchem Geld sollen die Leute denn konsumieren?

    Durch Streiks wurden sich z.B. in Griechenland höhere Löhne und Sozialleistungen erpresst, die die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ruiniert haben und die Verschuldung des Staates horrend getrieben haben.


    In der Vergangenheit gab es als Regulativ die Währungsabwertung und die Reallöhne sind dadurch wieder gesunken. Diese Währungsabwertung gab es im Euro (bislang!!) nicht. Also müssen überhöhte Löhne in Euro sinken. Somit verbilligen sich Preise für Inlandserzeugnisse. Statistisch hat man deshalb kurzzeitig etwas Deflation. Aber dies ist zwangsläufig und muss so sein um die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu verbessern. Dies ist kein Problem, sondern im Gegenteil, ein gewünschter Effekt. Draghi nimmt dies lediglich als Vorwand um eine Weichwährungspolitik durchzusetzen, was (mal abgesehen von golfers Radikallösung der "Schuldenübernahme" durch die EZB) die einzige Möglichkeit für die Südstaaten ist, sich zu "entschulden". (wer dies bezahlt hatte ich ja schon geschrieben)


    Dazu kommt, und ich wiederhole es nochmal, das was heute passiert ist, sind faktisch Eurobonds und nichts anderes.

    So ist es! :flop: Man hat Eurobonds unter vielerlei Namen durchzusetzen versucht. Draghi fragt nicht, er macht es einfach.


    Von den Milliarden sehen Mittelständler und kleine Gewerbetreibende wie bis anhin nichts. Kein Schreiner kriegt deshalb leichter einen Kredit oder dergleichen.

    :top: Die Kreditvergabepraxis der Banken wird sich durch das EZB-Anleiheaufkaufprogramm nicht verändern.


    Oder wie hat ein Reporter das gut "gefragt": Die Teuerung ist im EU Raum ja minmal negativ, vor allem aber wegen den zusammengebrochenen Erdöl/Energiepreisen. Wieso brauchts jetzt dafür schon so eine Superwaffe? Vielleicht klingelts mal bei einem oder anderen.


    Bei einer moderaten Deflation glaube ich auch nicht an große Probleme, sonst dürfte ja auch keinerlei Elektronik gekauft werden.
    Bei einer starken Deflation dürfte es aber anders aussehen.

    Bin ich ganz bei Euch. Die Preisentwicklung in den nordeuropäischen Staaten ist vollkommen unbedenklich (ich kenne NIEMANDEN der Anschaffungen aufschiebt, weil er meint dass es billiger werden würde ...). Es gibt zwei Ursachen für die statistsich niedrige Inflation: Lohnreduzierung in Südstaaten und niedriger Ölpreis. Beides ist positiv zu sehen.


    Oder haben die Gewerkschaften in Deutschland in letzter Zeit Lohnminusrunden gedreht?

    Diese Signatur enthält unsittliche Bilder und wurde vom Server geblockt.

  • Oder haben die Gewerkschaften in Deutschland in letzter Zeit Lohnminusrunden gedreht?


    Du kennst die Reallohnentwicklung in Deutschland? Seit 20 Jahren stagnieren die Reallöhne, 2013 haben wir das Niveau von 1992 unterschritten. Der gesamte Produktivitätszuwachs von über 20% im gleichen Zeitraum geht an den deutschen Arbeitnehmern vorbei. Die Folgen für die Binnenkonjunktur sind bekannt, aber Hauptsache wir sind "Exportweltmeister".

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Hier einer der wenigen schlauen Kommentare zum QE-Programm - aus der Schweiz natürlich, woher sonst:


    http://www.oekonomenstimme.org…ng-der-ezb-worum-geht-es/


    und die m.E. völlig richtige Analyse der Problemlage:


    "Der monetäre Kreislauf der Eurozone schwächelt aufgrund der Kredittilgung des privaten Sektors. Haushalte und Unternehmen vernichten netto Bankeinlagen, welche dann für Konsumausgaben oder Investitionen nicht mehr zur Verfügung stehen. Durch die Sparpolitik der Staaten wurde dieses Problem verschärft, denn dies entzog dem privaten Sektor zusätzliche Bankeinlagen."


    Ob das Programm daran etwas ändern wird, ist sicher diskutabel. Andere Varianten hat die EZB aber nicht. Eigentlich nimmt die EZB mit ihren begrenzten Möglichkeiten das in die Hand, was die - anscheinend mittlerweile handlungsunfähigen - nationalen Regierungen nicht mehr können.


    Die deutschen Kommentatoren sind fast ausschließlich in ihrer eigenen Welt gefangen, einer Welt ohne Nachfrage, ohne Erwartungen und ohne Rezepte. Nur meckern und den Teufel an die Wand malen, aber null Ideen.


    Die verstehen auch hartnäckig nicht, dass man sich aus Krisen nicht heraussparen kann, da die Einnahmen schneller sinken als die Ausgaben es könnten, genau das ist nämlich das Problem der Sparprogramme in der südlichen Peripherie!


    Du kennst die Reallohnentwicklung in Deutschland? Seit 20 Jahren stagnieren die Reallöhne, 2013 haben wir das Niveau von 1992 unterschritten. Der gesamte Produktivitätszuwachs von über 20% im gleichen Zeitraum geht an den deutschen Arbeitnehmern vorbei. Die Folgen für die Binnenkonjunktur sind bekannt, aber Hauptsache wir sind "Exportweltmeister".


    Völlig richtig. Dies ist der eigentliche Hebel gegen die Nachfrageschwäche, für Wachstum und eine gemäßigte Inflation (die nötig ist, um weitere Investitionen anzuregen). Das hatte Draghi auch genau so formuliert vor einigen Monaten und es betrifft an allererster Stelle Deutschland! Wir sind ein großer Teil des Problems, aber das hört die deutsche Ameise leider nicht gern.


    Diese suhlt sich lieber in ihrer Leidensfähigkeit und fordert diese von anderen ein. Nach dem Motto: "Wenn alle leiden, dann geht es allen besser." Tiefstes Mittelalter (Philosophie des Aderlasses)und natürlich völlig bekloppt.

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

    7 Mal editiert, zuletzt von golfer ()

  • Bei einer moderaten Deflation glaube ich auch nicht an große Probleme,

    Wie hat das eigentlich jahrzehntelang bei Sony, Philips, Matsushita usw. funktioniert die permanent mit "Deflation" bei ihren Produkten leben mussten? Waren die Firmen deshalb nicht innovativ? Wurde dort nicht mehr investiert?


    Aber, das ist auch gar nicht der Punkt, denn:
    Wir haben keine Deflation und es droht uns auch keine!
    Dies ist ein vorgeschobenes Schreckgespenst um eine Weichwährungspolitik durchzusetzten.


    Ohne die Effekte durch den mehr als halbierten Ölpreis haben wir in Euroland derzeit eine Inflationsrate von knapp einem Prozent.


    Willst Du ernsthaft behaupten, dass der sinkende Ölpreis zu einer Abschwächung der Inlandsnachfrage führt und die Absatzerwartungen der Unternehmen sich verschlechtern :confused:


    In Deutschland haben wir an keiner Stelle nachgebende Preise (außer wie erwähnt glücklicherweise in Zusammenhang mit Energie). Die Gewerkschaften haben in den letzten beiden Jahren seit langer Zeit wieder deutliche Reallohnsteigerungen durchgesetzt. Dies spricht auch nicht unbedingt für deflationäre Tendenzen.


    Auch in den Südstaaten haben wir keine LohnabwärtsSPIRALE, sondern einen mehr oder weniger EINMALIGEN Effekt (wenn auch in mehreren Teilschritten), dass Löhne und Sozialleistungen gezielt zurückgefahren wurden. Dadurch reduzieren sich natürlich ebenso EINMALIG (auch hier in mehreren Schritten) die Preise. Dies ist auch gewollt und gut so, da man somit wieder wettbewerbsfähiger wird. Aber dies ist keine fortgesetzte Tendenz und daher unproblematisch, im Gegenteil, es ist sogar erforderlich.


    Die EZB ist doch nicht blöd und macht das auf Spaß an der Freude

    Gute Frage. Warum macht die EZB das QE-Programm? Das behauptete Ziel "Steigerung der Kreditvergabe und der Investitionen und des Konsums", wird nach dem von dir selbst, Golfer, als "schlauen Kommentar" und "richtiger Analyse" bezeichneten Bericht:

    Hier einer der wenigen schlauen Kommentare zum QE-Programm - aus der Schweiz natürlich, woher sonst:


    http://www.oekonomenstimme.org…ng-der-ezb-worum-geht-es/


    und die m.E. völlig richtige Analyse


    ... eben genau nicht, bzw. höchstens unmerklich, erreicht.


    Warum also dann?
    Es geht natürlich wieder einmal um eine Bankenrettung, die damit ihre Schrottpapiere (zumindest besser) loswerden.


    Mancher sieht vielleicht dabei auch einen Zusammenhang mit Draghis Mitgliedschaft in der Group of Thirty ( http://de.wikipedia.org/wiki/Group_of_Thirty ), aber soweit muss man gar nicht gehen.


    Zum anderen geht es natürlich, darum den Euro, welcher ursprünglich der Vorbild der DM gefolgt ist, nun dem Vorbild italienischen Lira anzupassen. Der Euro soll zur Weichwährung werden, worin Draghi bislang schon sehr "erfolgreich" war.


    In einem hast Du recht Golfer, dumm ist der Draghi wirklich nicht, eher gerissen. Deshalb hatte er bei seinem QE-Programm auch KEINE GEGENSTIMME, nicht mal Herr Weidmann stimmte dagegen!?? Wieso nicht?? Draghi hat einfach die Abstimmung weggelassen und allein entschieden! :flop:


    Wenn Deflation doch dieses Schreckgespenst ist, dann treten doch bitte die, die Inflation wollen, aus diesem teuflischen, bis vor kurzen so stabilen Euro aus! Dann haben sie mehr als genug Inflation!!


    Aber das wollen sie nicht. Das hatten wir ja alles schon. Die Südländer mit ihren Weichwährungen und hohen Inflationsraten waren da eben auch nicht gerade die Wirtschaftswunderkinder.

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  • Ein Kommentar zum Nullzins in der "Welt"


    Adieu Kapitalismus, sind wir jetzt halal?


    http://www.welt.de/debatte/kol…sind-wir-jetzt-halal.html


    Ich muß auch sagen, dass so betrachtet mir leicht komisch wird. :mad:

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Ein wesentliches Kennzeichen des Kapitalismus ist die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, die Rendite. Was wir hier erleben ist ja nicht das Gleiche, hier geht es ja um den Zins, zu dem die Zentralbank Geld leiht. Hier wurden die Hürden auf 0 gedrückt (und darunter) um die Banken zur Kreditvergabe zu animieren. Insofern schöpft die EZB die Möglichkeiten voll aus, ob es allerdings hilft, ist die Frage. Die Amis hatten über schuldenfinanzierte (bei der Zentralbank) Steuerrückerstattungen des Staates das "Helikoptergeld" unter die Leute gebracht, hat wohl geholfen..in Europa ungleich schwieriger, da die Unterschiede in den Ländern so gigantisch sind und ein Rezept für alle nicht funktioniert.

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Im Grunde ist genau das eingetreten, wovor alle ernstzunehmenden Fachleute gewarnt haben: langes und langsames Sichtum.


    Bei den Amerikanern scheinen die entschlossenen Maßnahmen gefruchtet zu haben.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski