Wann kommt die nächste Währungsreform?

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  • was ist das jetzt wieder für eine scheixxe??? sind die alle irre in dem land, oder was? wieso gründen wir nicht gleich die Sozialistische Republik Deutschland? offensichtlich scheinen ja die "ganz großen" Unternehmen nicht mehr in der Lage ihr Geschäft zu führen und müssen vom steuerzahler am Leben gehalten werden???


    ich habs erwartet, dass jetzt alle, die groß genug sind, aus der höhle gekrochen kommen und sich angesichts befürchteter wettbewerbsnachteile (durch nichtinanspruchnahme von staatsgeld) auch am Staatskuchen satt essen wollen!


    was hier in diesem land abgeht, ist nur noch vollkommen abgedreht!


    link:
    [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,603395,00.html]schaeffler wollen steuergelder[/URL]


    wie hoch schätzt man gleich das vermögen der schaefflers? 10 milliarden?

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • problem des ganzen ist, die auf stabilität ausgerichtete politik der ezb. die zugehörigen länder haben eine zu große streuung in der stabilität der wirtschaft. ohne die zentrale ezb hätten wir heute wohl weiterhin "starke DM" die wir alleine mit der bundesbank steuern könnten. trotz inflation (und dagegen wirkt die ezb künstlich) wäre eine rein deutsche wärung stärker als die wärung unserer partnerländer.


    ausweg kann nur eine gezielte erhöhung der geldmenge sein. anders ist die schuldenlast nicht mehr zu schultern.


    anderes thema:
    man betrachte den verlauf des japanischen yen gegenüber des britischen pfundes in den letzten 6 monaten :eek:


  • ja keine Frage, Greece ist was anderes als Deutschland und man hätte solche Länder eher nicht dem Euro beitreten lassen sollen


    aber es bleibt dabei: die Stabilitätskriterien der Euro-Zone sind die schärfsten der Welt, auch wenn wir jetzt die 3% Neuverschuldung aufs Bruttoinlandsprodukt einmal reißen, geht die Welt nicht unter...


    Eine Währungsreform gibt es nur bei Hyperinflation und/oder Staatsbankrott im Kontext von Krieg...


    Die Gefahr ist im Dollar-Raum höher, aber die haben sogar den 2. Weltkrieg ohne Währungsreform geschafft.... eigentlich unfassbar....


    aber ich bin sehr dafür, wieder Gold für den Dollar zu hinterlegen (fkt auch ohne gut), dann hätten wir morgen einen Goldpreis *40 :D

  • Zitat

    Original geschrieben von HeinZ1
    ... ich denke nicht, dass da jemand glücklich wäre. Auch wenn er etliche kg hat.


    Denn wenn es crasht geht bei jedem auch viel kaputt, sei es der Arbeitsplatz oder Vermögenswerte usw. usw.


    Heinz


    kommt drauf an, welche 'Werte' man so hält---


    schon lustig, die 100gr werden derzeit für ca. 2000€ gehandelt.... 'dann' wären die soviel wert wie ein GT3;)

  • Hmm...


    100.000.000.000 US $ Steuercheques im Sommer
    700.000.000.000 US $ Bankenrettungspaket im Herbst
    825.000.000.000 US $ Konjunkturpaket im Winter


    Irgendwo dazwischen waren auch noch Rettungen von Banken und Versicherungen, die vor dem Bankenrettungspaket durchgeführt wurden. Genaue Zahlen sind zwischen den ganzen Nullen schwer zu finden


    Dazu 2 weitere Planvarianten
    1. Die Schaffung einer Bad Bank mit 1.000.000.000.000 US $ bis 2.000.000.000.000 US $ oder 2. eine Staatsgarantie für die Aktiva der Banken in Höhe von 41.829.000.000.000 US $


    Ich schaue mir jetzt erstmal alte Sendungen mit Peter Zwegat bei youtube an. Vielleicht hilft es ja

    Der Mensch lebt, indem er vergißt.
    Aber es gibt unvergeßliche Dinge.

    Yui Ikari

  • ... da die USA schon vorher nicht in der Lage waren einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu "fabrizieren", hat das Ganze für mich so den Touch "jetzt ist es sowieso schon egal ...".


    Ins reale Leben übertragen wäre das ungefähr so, als wenn ein Hartz IV-Empfänger, der so schon nicht über die Runden kommt, noch ein Haus baut, einen M6 kauft und sich dann noch ein schickes Boot anschafft :D


    Wie lange würde das wohl gutgehen?


    Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Hartz IV-Empfänger im Gegensatz zur US-Regierung die Kredite nicht bekommen würde ...


    Hier bei uns in D sieht es auch nicht besser aus. Heute morgen hatte ich in den Nachrichten gehört, dass mittlerweile 90 Milliarden in die Hypo Real Estate gepumpt wurden. Die Bank hat einen Börsenwert von 270 Millionen. Da kann man nur sagen: "Super gemacht Angie". Das Alles nur um zu verhindern, dass in D eine Bank pleite geht und die Leute am nächsten Tag alle ihr Geld wollen.


    Um ein Gefühl für die Größe dieser 90 Milliarden zu bekommen: Der Bundeshaushalt 2008 lag bei etwas über 280 Milliarden.



    Addiert man zu diesen 90 Milliarden noch das Konjunkturpaket, Ausgaben für Kurzarbeit und gestiegene Arbeitslosenzahlen, diverse Stützungen von Indstriebetrieben und ca. 30% Ausfall (dürfte eher niedrig gegriffen sein) der Bürgschaften für die Banken, so dürfte der Bundeshaushalt 2009 wohl nicht unter 500 Milliarden liegen. Nachdem selbst der 2008er Haushalt nicht ausgeglichen war und für 2009 eher mit niedrigeren Steuereinnahmen zu rechnen ist, muss man bei sehr, sehr konsvervativer Betrachtung wohl von mindestens 200 Milliarden Neuverschuldung in 2009 ausgehen.


    Wenn man sich die obige Grafik mal genauer ansieht, sind die Staatsschulden mit über 40 Milliarden der zweitgrößte Ausgabeposten. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis es der größte Posten im Haushalt ist? 1 Jahr, 2 Jahre ...?


    Mir fällt dazu nur noch ein: Denk ich an Deutschland in der Nacht ...


    Heinz


  • hab letztens einen interessanten Beitrag gelesen, in dem ein (angeblicher?)Insider mal klar gemacht hat, warum man unter allen Umständen die HRE retten muss....klang zumindest plausibel, wieso sonst sollte man dies ganze Geld bei der HRE versenken?


    edit:
    siehe anderer thread...

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    William Shakespeare

  • ... und genau hier wird´s pervers.


    Um Steuern zu sparen, wurde der Sitz der Depfa ja ins Ausland verlagert.


    Jetzt zum Stützen ist der deutsche Staat wieder Recht, dem man vorher keine Steuern bezahlen wollte.


    90 Milliarden Euro, mach bei 80 Millionen Bundesbürgern 1.125,-- € pro Bundesbürger für die HRE :apaul: :apaul: :apaul:


    Heinz

  • auch wenn die derzeitigen Entwicklungen teilweise sehr unschön sind, wage ich jetzt mal eine Wette:


    solange wir hier im Forum noch aktiv sind, sagen wir die nächsten 30-50 Jahre, wird es keine Währungsreform geben. Ich bin sogar bereit eine Wette einzugehen. (Voraussetzung: es gibt keinen Krieg)



    Warum?


    - in seriösen Ländern - zu denen ich USA und uns zähle - gab es sowas nie (ausser nach Kriegen). Die USA hat sogar den 2. WK ohne überstanden (!). Und jetzt heulen?;)
    - Reformen gibt es nach Hyperinflation, wir haben eher Deflationstendenzen
    - eine Zentralbank kann die Wirtschaft nur sehr begrenzt ankurbeln....(! aufgrund ihrer Statuten und den begrenzten Möglichkeiten der Zinssenkung) danach kommt allerdings noch der Staat mit Konjunkturprogrammen
    - aber bremsen (zur Vermeidung von Inflation...) kann die Zentralbank wunderbar und wir haben mit der EZB eine, die das tun wird... (und auch die FED ist nicht total verblödet)


  • die Wette halte ich mit! ;) Müssen wir nur noch etwas in den Topf werfen! Aber bitte keine Euros oder Dollars! :D


    - zu dem Kriegssezenario stimme ich dir mal teilweise zu. Aber nur weil wir keinen Krieg vor der Haustür haben, bedeutet dass nicht, dass keine Hyperinflation möglich ist!
    - lies mal dazu: How Deflation creates Hyperinflation
    - Zentralbank stimme ich zu
    - zum Bremsen stimme ich nur eingeschränkt zu. Ich bin mir sicher, dass die FED und EZBs die Kontrolle verloren haben und nur noch das Unvermeidliche hinauszögern. Anfang April ist wieder der G20 Gipfel. Ich möchte nichts beschwören oder mich auf dieses Datum festlegen, aber ich denke, dass hinter verschlossenen Türen schon über eine Währungsreform diskutiert wird.


    Gruß
    Bavarian

  • ... Dir unterlaufen zwei entscheidende Denkfehler Scam:


    1.) Du vergißt, dass der Dollar bis 1971 goldgedeckt war und damit hemmungsloses Schuldenmachen nicht möglich war.
    2.) Du gehst davon aus, dass durch den 2. Weltkrieg die US-Verschuldung hätte steigen müssen. Das Gegenteil ist der Fall, die USA waren ja Siegermacht ;)



    Richtig Reformen kommen nach Hyperinflationen und Hyperinflationen kommen nach kurzen Deflationsphasen, hier sind sich alle Crashpropheten einig.


    Heinz


    ups bavarian war schneller, aber nur weil ich die Tabelle fotografieren mußte :D


  • die staaten sind pleite, so pleite wie es nur geht, sie werden sich ihrer gigantischen auslandsschulden niemals mehr auf herkömmlichem wege entledigen können...das alles ging bislang nur gut, weil die ganzen dollar-gläubiger sich nicht trauen den dollar ins nirvana zu schiessen, da sie damit sich selbst auch in den bankrott führen würden und sich überdies auch noch den zorn der stärksten militärmacht zuziehen würden ("achse des bösen")...irgendwann findet sich aber einer, der anfängt, entweder im arabischen raum oder in asien...dann gehts es schlagartig "rund"..und wenn die protektionisums-tendenzen der amis sich ausweiten, dann gehts noch schneller


    in der ftd findet sich von Soros ein recht interessanter beitrag...

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • interessant, ich war ja schon sehr überrascht, dass das Handelsblatt sich traut so einen Bericht zu bringen, aber anscheinend haben sie jetzt doch kalte Füße bekommen.


    Der Titel, des Berichts wurde geändert:


    von:


    Eine Währungsreform droht


    in:


    Die Geldordnung muss reformiert werden


    Das war denen dann doch zu heiß! ;)


    Gruß
    Bavarian