Lenkrad ohne Airbag - sportlich oder lebensmüde

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  • Hi!


    Was meint Ihr zum Einbau von Sportlenkrädern ohne Airbag, wie sie ja bei Ebay zuhauf gehandelt werden? Ist so etwas im Airbagzeitalter eigentlich noch verantwortbar? Oder gehört sowas eigentlich abgeschafft?


    Mir stellte sich die Frage, da ich mich erkundigt hatte, was Sportlenkrad kostet. Hat sich schnell erledigt, da der Airbag zu teuer ist (der alte ist nicht verwendbar). Sah dann bei Ebay diese Lenkräder mit Kopfnussgarantie! Kommt für mich nicht in Frage aber mich interessiert mal; wer kauft sowas zu Lasten der eigenen Sicherheit!?

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ich war mal kurz davor, weil mir die Raid Silberpfeil (32/34er Lenkrad mit Airbag) nicht so gut gefallen haben.


    Inzwischen habe ich mich aber an das normale Lenkrad gewöhnt.


    Teuer sind die Airbag-Sportlenkräder, aber Du kannst Deinen alten Airbag verkaufen, dafür wird auch teilweise recht viel gezahlt.


    PS: Über das Airbagzeitalter haben wir uns heute mittag auch unterhalten. Warum ist in einem 100.000€ LKW immer noch kein Airbag serienmäßig?

  • Ne verkaufen kann ich da gar nichts, da es ein Firmenwagen ist und ich ihn am Ende wieder so rückrüsten muss, wie er war; d. h. das Billiglenkrad muss im Keller lagern.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Sehe ich auch manchmal.


    Denke mir dann nur: :kpatsch:


    Sind dann meist die die auch nen Spruch an der Heckscheibe haben wie " Wer später bremst ist länger schnell" "Playboy Hintertupfing" " Bitches on tour" .... :rolleyes:


    Youngdirver

  • Okay, in ein modernes Auto passen sie IMHO schon alleine designtechnisch nicht mehr, aber diese hier fand ich immer wunderschön. :cool:


    Doch ich würde niemals ein Airbaglenkrad gegen ein airbagloses Sportlenkrad tauschen- schlicht und ergreifend aus Sicherheitsgründen; ich möchte mich im Falle eines Falles keinem vermeidbaren Verletzungsrisiko aussetzen.


    Gruß,
    Thomas

  • Design wäre für mich nie ein Grund dieses Sicherheitsfeature aufzugeben. Mir persönlich würde ein Sportlenkrad wohl auch vom Fahrerischen nichts bringen. Mit dem Serienlenkad konnte ich bislang jedes sonstwie brutale Fahrmanöver absolvieren.
    Anders mag das sein, wenn man ständig mit Fahrerhandschuhen und Helm auf der Nordschleife unterwegs ist, aber im alltäglichen Wahnsinn sehe ich da keinen Vorzug.

  • Kommt immer drauf an wozu das auto benützt wird und welche weiteren features an passiver sicherheit das auto aufweißt, wenn ich nen schalensitz hab mit 6 punkt gurten, was nützt mir dann ein airbaglenkrad?

    Horsepower is how fast you hit the wall. Torque is how far you take it with you.

  • Zitat

    Original geschrieben von Wolpi
    Kommt immer drauf an wozu das auto benützt wird und welche weiteren features an passiver sicherheit das auto aufweißt, wenn ich nen schalensitz hab mit 6 punkt gurten, was nützt mir dann ein airbaglenkrad?


    Habe mal wegen neuer Sitze für meinen Ford bei Ebay geschaut. Gibt´s aber nicht. Die Seriensitze sind unter aller Sau! Man sitzt miserabel und sie quitschen bereits nach nur 15.000 km.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Muss jedes mal Grinsen, wenn ich so Bobbycar-Holzlenkrad in irgendeinem Wagen sehe. Bringt schon 'ne extrem sportliche Optik, so 'n Türklopfer ... Meistens gibt's die im größengematchten Set mit den Affenschaukelohringen der Besitzerinnen / Freundinnen der Besitzer.

    Signatur.

  • Also mit Verantwortung etc. hat das doch eigentlich nichts zu tun.
    Die ganzen Crashtests werden bei 50~60 Km/h gemacht, aber wenn man mal die Fotos im Netz sieht, wo jemand mit 100 vor einen Baum fährt, oder in ein Reh, dann sieht man mal, wie wenig das bei solchen Geschwindigkeiten nutzt.


    Wir haben hier im Forum auch schon oft genug Diskussionen gehabt, ob die freiwillige Begrenzung bei 250 Km/h einen Sinn hat und bei 280 sorgt ein Airbag doch höchstens noch dafür, dass man jemanden am Gebiss erkennen kann.


    Ich würde mir zwar auch nur ein Sportlenkrad mit Airbag holen, weil es mir das einfach wert wäre, aber wenn man was dagegen hat, dann müsste man auch über jeden Oldtimer motzen etc.


    Ständig geht es beim autofahren darum, welches Risiko man bereit ist einzugehen.
    Mit dem Airbag (bzw. ohne) im Lenkrad beeinflusst man wenigstens nur das eigene Risiko und nicht noch das der Beifahrer, oder anderer Verkehrsteilnehmer, wie es bei vielem Tuning-Geraffel der Fall ist.


    Gruß
    Udo

    Seit Juni 2021 ist Flashbeagle CO2-neutral.

    Er verstarb selbstbestimmt und ohne Schmerzen an den Folgen einer Krebserkrankung, die mit Leber- und Lungenmetastasen unheilbar geworden war.

    Flashbeagle hinterlässt einen BMW und zwei Fahrräder.

  • Zitat

    Original geschrieben von wsx221
    Okay, in ein modernes Auto passen sie IMHO schon alleine designtechnisch nicht mehr, aber diese hier fand ich immer wunderschön. :cool:


    Sehe ich genauso. Von den winzigen Sportlenkrädern ohne Airbag halte ich...nichts. Aber in einem schicken Oldtimer finde ich die spindeldürren Klassik-Lenkräder wirklich klasse. Da würde ich sogar den fehlenden Airbag verschmerzen. Mit Oldtimern heizt man ohnehin nicht wie ein Blöder. ;)


    Ein Airbag funktioniert nur optimal, wenn man den richtigen Abstand einhält. Das machen viele ohnehin nicht. ;)

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Ich stell jetzt mal die provokante These in den Raum, dass diese ganen Helferlein wie Airbag, ASC, DSC, ABS, BSE, RDC etc. teilweise auch zu deutlich gefährlicherem Fahren veranlassen. Im Notfall hat man ja seine Helfer.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Zitat

    Original geschrieben von Feuerwehr520i
    Ich stell jetzt mal die provokante These in den Raum, dass diese ganen Helferlein wie Airbag, ASC, DSC, ABS, BSE, RDC etc. teilweise auch zu deutlich gefährlicherem Fahren veranlassen. Im Notfall hat man ja seine Helfer.


    Bei Ford sind die elektronischen Helfer reine Luftnummern. Die gelbe ESP Lampe leuchtet, bloß machen die Räder nix. :D

    Viele Grüße
    Oliver

  • Zitat

    Original geschrieben von Feuerwehr520i
    Ich stell jetzt mal die provokante These in den Raum, dass diese ganen Helferlein wie Airbag, ASC, DSC, ABS, BSE, RDC etc. teilweise auch zu deutlich gefährlicherem Fahren veranlassen. Im Notfall hat man ja seine Helfer.


    Durchaus möglich. Ich könnte mir darüberhinaus auch vorstellen, dass zumindest diejenigen, die noch nie ein ABS-, ESP- etc. -loses Auto bewegt haben, bis zu einem gewissen Grad auch den Respekt vor der Fahrphysik verlieren können bzw. sich diesen Respekt nie erwerben. Ist ja schließlich bspw. kein Problem, in einer regennassen Autobahneinfahrtskurve in einem 335i Vollgas zu geben, die Elektronik regelt das ja dann schon. Die gleiche Aktion in einem älteren ESP- losen M3 oder Porsche 911 führt dann zu gänzlich anderen Ergebnissen...

  • Zitat

    Durchaus möglich. Ich könnte mir darüberhinaus auch vorstellen, dass zumindest diejenigen, die noch nie ein ABS-, ESP- etc. -loses Auto bewegt haben, bis zu einem gewissen Grad auch den Respekt vor der Fahrphysik verlieren können bzw. sich diesen Respekt nie erwerben.


    Nun muss sagen das ich mit meinen gut 30 Jahren auch noch nie ein Auto ohne ABS bewegt habe. Ich glaube auch nicht das ich möchte!Aber an den Satz ist natürlich etwas drann weil man weiß ja momentan wie sich ein Auto in gewissen Sitationen dann verhält. Wieviele leute nuten denn das ABS nicht richtig weil mittendrin das Bedal Vibriert?


    • Also mit Verantwortung etc. hat das doch eigentlich nichts zu tun. Die ganzen Crashtests werden bei 50~60 Km/h gemacht, aber wenn man mal die Fotos im Netz sieht, wo jemand mit 100 vor einen Baum fährt, oder in ein Reh, dann sieht man mal, wie wenig das bei solchen Geschwindigkeiten nutzt. Wir haben hier im Forum auch schon oft genug Diskussionen gehabt, ob die freiwillige Begrenzung bei 250 Km/h einen Sinn hat und bei 280 sorgt ein Airbag doch höchstens noch dafür, dass man jemanden am Gebiss erkennen kann.


    Zu dem Thema Airbag ist meine meinung nur das sind lebensmüde Zeitgenossen die davon ausgehen das nie etwas Passiert und die Wenigsten Unfälle passieren bei 100 und mehr KmH. Das sind nur die die man in dem Medien hört und sieht.

  • Dazu fällt mir ein Test ein den man kürzlich bei autobild veröffentlicht hat. Dort wurde ein aktueller Renault Laguna statt mit der normal üblichen Geschwindigkeit von 64km/h mit 80km/h gegen das Hindernis gefahren (NCAP-Test). Das Ergebnis war ziemlich verheerend. Bereits bei dieser Geschwindigkeit hatte der Airbag quasi keine Wirkung mehr.
    Wenn man das liest, stellt sich einem schon, provokant gesehen, die Frage wieso ich beim Autokauf für das ganze Zeug so viel Geld ausgeben muß und nebenbei mit dem Gewicht auch einen erhöhten Verbrauch akzeptiere, wenn es mir nur in bestimmten Konstellationen und nicht generell eine Hilfe ist.


    Hier der Artikel

  • Zitat

    Original geschrieben von Feuerwehr520i
    Ich stell jetzt mal die provokante These in den Raum, dass diese ganen Helferlein wie Airbag, ASC, DSC, ABS, BSE, RDC etc. teilweise auch zu deutlich gefährlicherem Fahren veranlassen. Im Notfall hat man ja seine Helfer.


    In meinem Fall : Klares Nein.


    Ich bewege im Jahr meine beiden Fahrzeuge immer mit dem Popometer, mein Youngtimer hat null elektronische o.a. Helferlein und kann sich im Grenzbereich sehr tückisch verhalten.


    Den BMW kann dagegen jeder Affe (O-Ton eines Freundes) fahren.


    Wenn ich mir so ein Fahrzeug mit einem "Sportlenkrad" ohne Airbag ansehe, schiesst mir sofort "Unfallwagen notdürftig zusammen geflickt und keine Kohle für den Airbag über gehabt" durch den Kopf. :flop:

    "Bitte ohne Speck und Eier !"

    Manfred, 53, Trucker - bestellt sich gerade eine Frau aus Thailand ...

  • Zitat

    Original geschrieben von L'âme
    Warum ist in einem 100.000€ LKW immer noch kein Airbag serienmäßig?


    Weil sowohl Gurt als auch Airbag in einem 40-Tonner nur begrenzt sinnvoll sind.


    Bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw geht aufgrund des extremen Massenunterschiedes nur ein leichter Ruck durch den Lkw während der Pkw total zerstört wird.
    Fährt der 40-Tonner gegen ein festes Hindernis (Brückenpfeiler oder ähnliches), dann wird das Führerhaus total zerstört und bietet keinen Überlebensraum mehr.
    Ein Lkw Führerhaus ist nicht stabiler als die Fahrgastzelle eines Pkw, aber es drücken beim Crash eben 40 Tonnen drauf und nicht nur ein oder zwei.


    Wenn ein 40-Tonner auf einen Brückenpfeiler zurast, dann hat der Fahrer bessere Überlebenschancen, wenn er rausspringt. Dabei ist ein Gurt aber hinderlich.


    Beim Airbag gibt es noch das Problem daß Lkw Lenkräder fast waagerecht stehen und der Airbag also nach oben und nicht zum Fahrer hin öffnen würde.

  • Man sieht ja ständig im Fernsehen etwas über umgekippte LKW. Ohne Anschnallen hat man als Fahrer bei sowas doch auch nahezu null Überlebenschance, oder nicht?

    Viele Grüße
    Oliver

  • Beim Umkippen ist der Gurt natürlich vorteilhaft - keine Frage.
    Andererseits kippen die schweren Lkw's oft wie in Zeitlupe, da hat man schon eine realistische Chance sich so festzuhalten daß einem nichts passiert.


    Aber: jeder Unfall ist anders, generelle Aussagen sind schwierig.


    Die Quintessenz ist nur halt, daß Gurt und Airbag beim Lkw längst nicht so eindeutig lebensrettend sind wie beim Pkw.