Inflation=Geldentwertung-eine Gefahr?

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  • Unsere Grosseltern haben sie erlebt, uns ist es bisher erspart geblieben: eine Geldentwertung.


    Wird es sowas nicht mehr geben?


    Ich jedenfalls habe echt Schiss, dass eine schleichend beschleunigte Inflation alles kaputt macht, was man sich ueber Jahrzehnte aufgebaut hat, Altersvorsorge, Ersparnisse etc ....


    [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,563794,00.html]Deutsche haben Angst vor Preisexplosion[/URL]


    Sind die Inflationsaengste begruendet?

    Renne nach dem Glück, aber renne nicht zu sehr - denn das Glück läuft Dir hinterher !
    Mein Haus, mein Pferd, mein Auto

  • was heisst begründet? die inflation ist doch fast überall spürbar, fängt mit kleinigkeiten an (milch, obst, gemüse, brötchen, brot...) und geht über energie bis zu handwerkerleistungen, zu autos...


    gehaltserhöhungen im einstelligen prozentbereich verpuffen und führen zu keinerlei realem zuwachs, eher zu einer nur etwas verlangsamten verringerung des kaufkraftverlustes....


    für mich gibts da gar keine frage...ich gebe ehrlich gesagt in letzter zeit auch viel geld für möglichst hochwertige (langlebige) gebrauchsgüter aus (haus/grundstück/wohnung, werkzeuge, aber auch handwerkerleistungen usw.), ganz einfach deshalb, weil ich der meinung bin, dass ich es so "billig" ganz sicher nicht wieder kriege, sondern die sachen weiterhin sprunghaft teurer werden..


    eine inflation, wie sie viell in den 20igern war, also die komplette "vernichtung" aller sparvermögen, kann ich mir allerdings irgendwie nicht vorstellen...aber einen oelpreis von 150€ konnte ich mir letztes jahr auch nicht vorstellen :)

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Die Angst ist berechtigt, die Kaufkraft ist doch von Tag zu Tag geringer. Nach der Preisexplosion beim Treibstoff liegt doch, so meine ich gehoert zu haben, die Inflation bei 4,6% das ist tlw. mehr als ich f. eine Geldanlage in der Lebensversicherung oder im Bausparbereich bekomme.


    Die Einkommen stagnieren oder wachsen viel zu langsam an. Ein Freund von mir arbeitet im Autohaus und kommt auf 1500€ netto, Untermieter, Frau u. zwei Kinder. Das im Speckguertel von Frankfurt!

  • hallo,


    das was der "kleine" Mann von der strasse seit der euro einführung mit dem


    Teuro beschreibt, ist jetzt endlich auch in Politik und Wissenschaft angekommen.


    Das sich gerade die WiWissenschaftler da mit wenig Ruhm bekleckert haben ist für mich ein absolutes Trauerspiel. Wie lange wurde da die Inflation negiert und an den off. 2 % festgehalten.
    Jetzt habe ich zum ersten mal einen Prof., leider weiß ich die Uni nicht mehr, gehört der eben zu folgem gedanken kam.


    Es gibt soetwas wie die Individuelle Inflation und die hängt von dem eigenen !!!! Warenkorb ab.


    Um es deutlich zu sagen, wer sein Einkommen fast ausschließlich für Strom, Gas, Benzin, Milch, Brötchen (um es mal zu verdeutlichen) ausgiebt, kann da ohen Probleme auf eine individuellen Inflation von 10 % kommen.


    Bin ich in der glücklichen Lage und habe ein hohes Einkommen und kaufe viele Technische Konsumgüter LCD-Flats und der gleichen, merke ich natürlich die mehr ausgaben für diese Basics gar nicht.
    wir haben Bekannte die geben einen mittleren 5 stelligen Betrag für ihre 4 Wochen Urlaub aus. Ich denke nicht, das die eine besonders hohe Inflation haben, bezogen auf ihren warenkorgh.


    mfg

  • Der Leitzins wurde angehoben, damit hat man schon mal ein geldpolitisches Instrument genutzt um die Infaltion zu dämpfen.
    Ich habe noch nicht wirklich Inflationsängste- Klar treiben gestiegen Energiekosten die Inflation in die Höhe- vielleicht ergeben sich dadurch aber auch neue Möglichkeiten für eine Nation die massiv am Export hängt- Stichwort hier Nutzung regenerativer Energien.


    Vor massiver Deflation hätte ich viel mehr Bedenken.

  • @ralf2


    das ist ein interessanter einwand mit dem "individuellen" warenkorb...ich denke demzufolge wird der durchschnittsverdiener eine wesentlich höhere inflation haben als die immer wieder in den medien genannte (die ganz sicher auch unter politischem einfluss schon nach unten "korrigiert" wird, bevor sie veröffentlicht wird)


    und natürlich ist sie eine gefahr, schliesslich sorgt sie dafür, dass das ungleichgewicht zwischen arm und reich immer größer wird, der soziale frieden gefährdet wird, bestimmte politische ideologien (parteien) auf dem vormarsch sind (sieht man ja an den ergebnissen der linkspartei)-->und in welcher art die "umverteilen" möchten, dass konnte man ja 40 jahre lang beobachten...

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Wir sind da momentan auch am grübeln... befinden uns ja gerade in einer Phase, wo wir eigentlich für was Eigenes in 4-5 Jahren sparen wollen...


    Zumindest versuchen wir das Guthaben über der "offiziellen" Inflationsrate anzulegen. Das gibt zumindest psychologische Sicherheit, dass das Geld + Zinsen dann mindestens den gleichen Wert hat wie heute. Zur Geldvermehrung lohnt es eh kaum, dafür sind Zinsen und Freibeträge zu gering.


    Eigentlich müßte doch bei steigenden Zinsen und Inflation auch wieder der Freibetrag erhöht werden. Aber das wird wohl bei der jetzigen Regierung eher Wunschdenken sein.


    Ich glaube auch, dass Viele mit Ihrem "individuellen" Warenkorb und Inflationsrate längst im 2-stelligen Bereich liegen.

    E90 330d, 01.09.2006 Das Warten hat ein Ende

  • Zitat

    Original geschrieben von Monaco
    Sind die Inflationsaengste begruendet?


    lies dir mal unseren "Gold verkaufen?" Thread durch! ;)


    Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube dort sind auch die reellen Zahlen gepostet, welche echten Inflationswerte wir haben! 3%... 4% ist doch alles ein Witz. Definitiv hat der Euro seit Einführung mehr als die Hälfte an Wert verloren. So sieht die Realität aus... damit liegen wir eher bei lockeren 12% mit dem Hintergrund, dass sich die Inflation in den letzten Jahren massiv beschleunigt hat.


    Die 0,25% Anhebung von Trichet gestern sind ja ein Witz! Theoretisch müsste er den Leitzins auf 15% anheben um einer Inflation entgegen zu steuern... was aber wiederum der sofortige Tod der Wirtschaft bedeuten würde... bei 4,25% wird sich NICHTS ändern außer, dass wieder ein paar Wirtschaftsweisen darum streiten, ob der Schachzug nun gestern gut war oder nicht! :rolleyes:


    Viele Leute fliehen bereits in Realwerte/Sachwerte um der Inflation zu entkommen. Meine Meinung: Gold und Silber.


    Selbst mein Vater hat es gestern kapiert. Er hat sein Festgeld aufgelöst und investiert nun in die Edelmetalle... noch sind sie preiswert.


    Auch wenn einige nicht so schwarz sehen, wie unser Deutsche Bank Chef Ackermann, der es direkt schafft uns eine heile Welt vorzugaukeln, schadet es nicht, sich mal darauf vorzubereiten:


    Hyperinflation - Wenn ein Ei 150 Milliarden kostet...


    Interessanter sind natürlich auch die Insiderberichte:


    Die FED WILL Inflation schaffen!


    Gruß
    Bavarian

  • @ golfer,



    ja das fand ich auch sehr interessant. aufmerksam wurde durch gespräche mit meinen mitarbeitern die auch immer über die preisspirale stöhnen.


    ich habe mich da auch immer etwas von dem off. warenkorb blenden lassen und dachte halt das da etwas zuviel gestöhnt wird. vor allem, weil natürlich mache dinge die günstiger werden (s. Festnetz, telefon, Internet) immer unter den Tisch fallen in solchen betrachtungen.


    aber diese sichtweise hat mir eben doch die augen geöffnet und ich denke der echte durchschnitzsverdiener wird schon mit 5 + x % zu kämpfen haben.



    mfg

  • Zitat

    Original geschrieben von 320d_Racer
    Zumindest versuchen wir das Guthaben über der "offiziellen" Inflationsrate anzulegen. Das gibt zumindest psychologische Sicherheit, dass das Geld + Zinsen dann mindestens den gleichen Wert hat wie heute. Zur Geldvermehrung lohnt es eh kaum, dafür sind Zinsen und Freibeträge zu gering.



    hallo,


    eben so ist es:


    die 5 % die wir bekommen reduzieren sich leider durch den indi. steuersatz auf leider nur noch 2,5 %.


    Ich habe daher auch jetzt zur ende der zinsbindung 20 % des Hausdarlehens getilgt und statt eines einfachen Klavies ein richtiges geiles gekauft.


    Effekt: Konto ist leer und nicht mehr soviele Probleme mit dem Freibetrag.



    Wie mein Schwiegervater immer sagt:


    Das geht dann halt vom Erbe ab!! ;)



    mfg

  • Gestern habe ich bei Kabel1 oder war es RTL einen kurzen Bericht gesehen.


    ...blabla......das NETTOeinkommen der Familie beläuft sich auf 3500€ .......damit sind sie die klassische Mittelschicht.....wie Millionen andere auch......


    Doofe Frage? Das ist aber nicht klassische Mittelschicht oder? Das zählt doch schon zu den besser Verdienern.


    Youngdriver

  • Zitat

    Original geschrieben von youngdriver
    Doofe Frage? Das ist aber nicht klassische Mittelschicht oder? Das zählt doch schon zu den besser Verdienern.


    Youngdriver


    das hängt ganz davon ab auf welche Region sich das Einkommen bezieht. In meiner Region wäre ein Familie mit dem Einkommen "reich". In München kommt man wohl gerade noch so über die Runden, wenn man sich davon noch eine Wohnung und Auto(s) finanzieren muss...


    Ich denke, dass die 3.500,- EUR auch einen regionalen Durchschnitt in Deutschland bilden...


    Gruß
    Bavarian

  • hab dazu eine zahl gefunden....leider aus 2004


    durchschnittsnettoeinkommen bundesweit = 1151€


    es gilt aber für familien:


    1.Person = 1151€
    2.Person = 1151€*0,8
    jede weitere Person = 1151€*0,6


    d.h. eine Familie mit 2 Kindern:


    1151+920,8+690,6+690,6= 3453 €


    hm...anhand dieses "durchschnitts" orientieren sich die sozialleistungen und die bestimmung der "armutsgrenzen" (weniger als 60% des durchschnitts)


    aber wie alles hier...es scheint unendlich kompliziert und gibt wahrscheinlich auch unendlich viele modelle ;)

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    William Shakespeare

  • Die Durchschnittseinkommen in den alten Bundesländern betrugen Ende 2005 41.943 Euro. In den neuen Bundesländern betrug das Durchschnittseinkommen 29.795 Euro.
    Frauen bekamen im Westen 9.000 Euro weniger als Männer und im Osten 3.700 Euro weniger als Männer.


    macht mit einem kind in BW netto ca. 2300€ bei gesetzlicher versicherung in steuerklasse III..


    woher die auf 3500netto im durchschnitt kommen ist mir echt rätselhaft...

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Zitat

    Original geschrieben von golfer
    Die Durchschnittseinkommen in den alten Bundesländern betrugen Ende 2005 41.943 Euro. In den neuen Bundesländern betrug das Durchschnittseinkommen 29.795 Euro.
    Frauen bekamen im Westen 9.000 Euro weniger als Männer und im Osten 3.700 Euro weniger als Männer.


    macht mit einem kind in BW netto ca. 2300€ bei gesetzlicher versicherung in steuerklasse III..


    woher die auf 3500netto im durchschnitt kommen ist mir echt rätselhaft...


    Wahrscheinlich weil eine Familie aus Mann und Frau besteht :)


    41.943 Euro Mann + (41.943 - 9.000) Euro Frau

    E90 330d, 01.09.2006 Das Warten hat ein Ende

  • Zitat

    Original geschrieben von Bavarian
    lies dir mal unseren "Gold verkaufen?" Thread durch! ;)


    Eben, deswegen ja (auch) meine Aengste ... :o:(




    Zitat

    Original geschrieben von Grizzler
    Vor massiver Deflation hätte ich viel mehr Bedenken.


    :confused:
    Das waere doch das beste, was passieren kann. Mit dem geld auf dem Konto kannst Du Dir ploetzlich zwei statt einem Auto kaufen ... was soll daran schlecht sein?

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    Mein Haus, mein Pferd, mein Auto

  • Zitat

    Original geschrieben von 320d_Racer
    Wahrscheinlich weil eine Familie aus Mann und Frau besteht :)


    41.943 Euro Mann + (41.943 - 9.000) Euro Frau


    bloss das die meissten frauen mit kindern weit entfernt von diesen beträgen liegen bzw. gar nicht arbeiten...


    in dem rtl-beitrag ging es ja darum, dass der verdienst des mannes von 3500€ durchschnittlich wäre, oder?

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    William Shakespeare

  • Zitat

    Original geschrieben von golfer
    in dem rtl-beitrag ging es ja darum, dass der verdienst des mannes von 3500€ durchschnittlich wäre, oder?


    Habe ich jedenfalls so verstanden und mich entsprechend gewundert und hier gefragt ob das sein kann.


    Youngdriver

  • wahrscheinlich ging es tatsächlich um "haushaltseinkommen" und zur vereinfachung nahm man diesen betrag einfach nur für den mann an...

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