Auswandern: schon mal dran gedacht?

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  • In den meisten attraktiven Ländern dürfte es das einfachste sein als qualifizierter Arbeitnehmer einzureisen und eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.

    Für mich passt es nicht. Bin aber auch kein Arbeitnehmer und habe keinen Job, den ich aus einem Homeoffice in Singapur betreiben könnte.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Für mich passt es nicht. Bin aber auch kein Arbeitnehmer und habe keinen Job, den ich aus einem Homeoffice in Singapur betreiben könnte.

    Du könntest aber als Investor gehen. Du bist dazu nur zu bequem.

  • Du könntest aber als Investor gehen. Du bist dazu nur zu bequem.

    Das finde ich nicht nett gesagt. Tatsächlich wäre ich zu sowas auch bereit. Aber mir fehlt die fundierte Idee. Ich will natürlich auch nicht die Hälfte oder weniger von dem verdienen, was ich jetzt verdiene. Das kommt noch on top - aber wie gesagt ist nicht mal eine Idee vorhanden.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Das finde ich nicht nett gesagt. Tatsächlich wäre ich zu sowas auch bereit. Aber mir fehlt die fundierte Idee. Ich will natürlich auch nicht die Hälfte oder weniger von dem verdienen, was ich jetzt verdiene. Das kommt noch on top - aber wie gesagt ist nicht mal eine Idee vorhanden.


    Oder kurz zusammengefasst, so schlecht ist es in Deutschland dann doch nicht…

  • Oder kurz zusammengefasst, so schlecht ist es in Deutschland dann doch nicht…

    Das ist in gewisser Weise richtig, ja. Mir geht´s hier wirtschaftlich so gut, dass es einfach wenig Sinn macht, sich ohne irgendeine sinnvolle Idee hier vom Acker zu machen. Medizinische Versorgung ist auch noch gut.

    Ich habe für mich akzeptiert, die bittere Pille zu schlucken, dass ich in einem Land lebe, mit dem ich mich nicht mehr identifiziere. Ich kann mit der Gesellschaft nichts anfangen, mich interessiert es nicht mehr, wenn irgendwelche Politiker von "Wir" sprechen, ich bin nicht mehr stolz, auf einem Auslandsurlaub zu sagen, dass ich Deutscher bin etc. - das ist für mich einfach ein Standort hier, nicht mehr und nicht weniger - nicht "mein Land". Summa summarum eine traurige Geschichte aber kann ich mit leben. Ich denke, so habe ich das gut formuliert, ohne etwas zu beschönigen / ohne es besser/schlechter darzustellen als es ist. Ich bin einfach abgestumpft mittlerweile und hole für die Familie und mich das Beste raus. Kann man jetzt gut finden oder kritisieren aber so ist es.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Das finde ich nicht nett gesagt.

    Das ist richtig und war auch beabsichtigt.

    Tatsächlich wäre ich zu sowas auch bereit. Aber mir fehlt die fundierte Idee. Ich will natürlich auch nicht die Hälfte oder weniger von dem verdienen, was ich jetzt verdiene. Das kommt noch on top - aber wie gesagt ist nicht mal eine Idee vorhanden.

    Dann muss man seine Zeit besser nutzen und sich halt mit dem Thema intensiver befassen anstatt diverse YT-Videos zu gucken, die Dich in der Meinung bestärken, dass Deutschland Schei§§e ist.

    Ehrlich gesagt kann ich Deine Position nicht nach vollziehen.

    Du bist erst 43 und hast die besten Jahre noch vor Dir. Nutze die Zeit doch!

    Dein "Plan" mit 60 oder 60+x hier alles aufzugeben und dann woanders hin zu gehen ist kein Plan, sondern eine Fatamorgana.

    Ich kenne und kannte viele Leute, die das Alter gar nicht mehr erlebt haben oder derart krank waren, dass Auswandern da überhaupt kein Thema mehr ist oder war.

    Und wenn man sich mit Auswandern näher beschäftigt, kann man auch feststellen, dass es sich in manchen Ländern mit der Hälfte des Brutto-Einkommens mindestens gleich gut leben lässt, wie in Deutschland.

    Aber dazu muss man sich natürlich intensiv mit dem Thema beschäftigen.

    Von daher: s. oben.

    Ich habe es ja auch geschafft mich während meiner aktiven Zeit 3-4 Jahre lang mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen.

  • Dein "Plan" mit 60 oder 60+x hier alles aufzugeben und dann woanders hin zu gehen ist kein Plan, sondern eine Fatamorgana.

    Den Plan habe ich ja gar nicht mehr. Ich hatte geschrieben, dass ich mir eher zwei Wohnsitze vorstelle. Deutschland oder EU April bis Oktober etwa und die kalte Jahreszeit entweder einen festen Standort in den Tropen oder aber man hält das etwas dynamischer durch flexible Longstays / Reisen.


    Und wenn man sich mit Auswandern näher beschäftigt, kann man auch feststellen, dass es sich in manchen Ländern mit der Hälfte des Brutto-Einkommens mindestens gleich gut leben lässt, wie in Deutschland.

    Ich werde nie wieder als Angestellter arbeiten - die Zeiten sind vorbei. Seit meinem Berufsstart habe ich nur Lebensmittelhandel gemacht und muss ehrlich sagen, dass ich auch nichts anderes kann. Tatsächlich ist meine größte und auch gleichzeitig so ziemlich einzige Leidenschaft das Reisen - das Erkunden weiter Teile der Welt. Da kommt es natürlich schon auf ein hohes Einkommen an und nicht darauf, woanders weniger zu verdienen und auch billiger zu leben.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ich vollende wahrscheinlich im Dezember mein 65. Lebensjahr. Und ich bin noch in Deutschland. Ist es in Deutschland schlechter als in anderen Ländern. Nein. Höchstens anders. USA, da wo wir über 30 Jahre jedes Jahr lange waren, Westküste, Oregon möchte ich heute nicht mehr leben. Zu groß die sozialen Unterschiede. Aber klar, als Millionär. Aber jeden Tag an den wachsenden Zeltstädten und den zunehmenden Obdachunterkünften vorbeifahren. In leere Innnenstädte? Ist das erstrebenswert? Diese Frage muß jeder für sich selbst beantworten. Jedes Land hat Höhen und Tiefen. Eines bleibt......die Sprache ist i. d. R. nicht unsere Muttersprache. Sprache lernen im Alter? Na klar, kein Problem. Gibt ja Apps. Integration = Eher nicht. Einsamkeit....wahrscheinlich viel. Wer das dann mag, gerne. Wir bleiben. Erkannt...erst als wir älter wurden.


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  • Ist es in Deutschland schlechter als in anderen Ländern.

    Ja, das ist es. Ich habe jetzt auch noch nicht DAS Traumland gesehen, wo ich in der aktiven Zeit sofort hin wollte. Zumal ich nicht wüsste, wie ich eine Krankenversicherung bekommen sollte mit den vorhandenen Vorerkrankungen. Das ist jetzt zwar nicht der Hauptgrund aber vermutlich doch ein K.O., wenn man versichert sein möchte.


    USA waren auch lange etwas, das ich im Kopf hatte. Aber tatsächlich habe ich jetzt schon mehrfach gehört (und in der Skid Row in L.A. oder halb San Francisco auch live gesehen) wie krass die sozialen Verwerfungen dort sind. Und dass es dort politisch genau so ein Müll wie hier ist, sieht man ja jeden Tag in den Nachrichten. Die gesellschaftliche Polarisierung ist vermutlich noch krasser als hier (vielleicht auch einfach ein paar Jahre voraus).



    Erkannt...erst als wir älter wurden.

    So ging es mir ja auch vor einiger Zeit. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich den Schritt weg nicht realisieren werde und darum habe ich auch nicht mehr davon geschrieben.


    Dennoch darf man ja mit der Politik hier im Land und den gesellschaftlichen Entwicklungen hoch unzufrieden sein. Ob´s woanders anders ist?

    Ein Studienkollege ist zuletzt in Österreich gewesen für einige Jahre. Selbst der ist wieder zurück weil er sagt, die Deutschen sind dort so verhasst abseits der Touristengebiete dass er nie vernünftig dort leben konnte (Wien). Mag jetzt ein Einzelfall sein aber ist auch ein Beispiel wo jemand seine Erfahrungen gesammelt hat und wieder zurück gekommen ist - und das aus dem deutschpsrachigen Nachbarland und nicht von den Bandenkriegen aus Ecuador. :)


    Weiß jetzt auch nicht, ob man mir diese Einsicht unbedingt als Schwäche auslegen muss. :sz:

    Viele Grüße
    Oliver

  • Und ich bin noch in Deutschland. Ist es in Deutschland schlechter als in anderen Ländern. Nein. Höchstens anders.


    Bekanntlich ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner… Viele Probleme im Ausland bekommt man aber halt auch erst mit, wenn man dort länger lebt und nicht nur als Urlauber unterwegs ist.


    Für uns war Auswandern immer ein eher vager Gedanken, der wird in letzter Zeit etwas weniger vage, ohne das es wirklich konkret ist. Da würde es für uns mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Schweiz hinauslaufen, wo wir oft sind, uns gut auskennen und auch das Sprachproblem nicht ganz so groß ist ;)

  • Ich habe schon viele Länder kennen gelernt, wenngleich viel zu wenige um beurteilen zu können wo ich gerne leben würde - wenn nicht hier.


    Ich lebe, trotz aller gefühlten Widrigkeiten, extrem gerne hier. Ich finde Menschen vor, die ich mag und die mich ein wenig mögen, ab und zu... :D Dazu verdiene ich hier mein Brot, habe meine Familie bzw. das, was davon übrig geblieben ist.


    Ich habe es durch mittleres Engagement zu erklecklichem Wohlstand gebracht und mein Leben lang noch keinen Anwalt gebraucht.


    Ich kann meine Freiheit maximal ausleben. Reisen, alles tun was ich mag. Fühle mich sicher. Ich bin glücklich mit meinem Leben hier. Auch wenn man mal meckert, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

  • Bekanntlich ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner… Viele Probleme im Ausland bekommt man aber halt auch erst mit, wenn man dort länger lebt und nicht nur als Urlauber unterwegs ist.

    Das ist richtig.


    Wenn ich aber in "Timbuktistan" lebe, dann weiß ich, hier ist es eben kacke, die medizinische Versorgung ist schlecht, Altersvorsorge muss ich mich selbst drum kümmern usw. und so fort.

    Hier ist es aber imho so, dass wir u.a. für Krankenversicherung, Rentenversicherung und staatliche Leistungen bei den Beiträgen ganz, ganz weit vorne liegen, der "Service" und die Leistungen jedoch immer mieser werden und gefühlt immer weniger reibungslos funktioniert.


    Ganz kleines Beispiel:

    Neulich musste ich ein Fahrzeug ummelden.

    Wochenlang kein Termin zu buchen und ohne Termin wird man vom anscheinend heutzutage notwendigen Sicherheitsdienst abgewiesen - ich habs probiert :rolleyes:

    Ich habe daraufhin unseren Landrat angeschrieben und mich beschwert.

    Der Käufer eines Kfz hat in D bekanntlich die Pflicht, das Fahrzeug unverzüglich ab- oder umzumelden, die Fristen von afair ein paar Tagen stehen ja auch in den Kaufverträgen.

    Der Landrat hat mich dann letztlich an den Leiter der Zulassungsstelle verwiesen, da kam aber auch nur Geschwurbel, von wegen man müsse Verständnis haben wegen Systemumstellung und seine Mitarbeiter gäben wirklich alles.

    Auf meine Frage, wie denn jemand damit umgehen solle, der das Auto zwingend braucht, um zur Arbeit zu kommen, ist er trotz mehrfacher Nachfrage in keinster Weise eingegangen.

    Das ging ungelogen über Wochen :kotz:

    Und als es dann endlich geklappt hatte, war die Gebühr um einiges höher als noch vor 2-3 Jahren.

    Für was bitte???


    Dass bei einer sog. Systemumstellung auch mal was nicht so reibungslos klappt, weiß ich aus Erfahrung.

    Aber welcher Betrieb aus der Privatwirtschaft kann es sich erlauben für Wochen quasi den Betrieb einzustellen?


    Der Clou war dann, dass an Faschingsdienstag die Zulassungsstelle generell geschlossen war :kpatsch:

    Unter "alles geben" und "mit Hochdruck dran arbeiten" versteh ich was anderes :D


    Von Arztbesuchen oder Facharztterminen fang ich besser gar nicht an :rolleyes:

  • Ich habe es durch mittleres Engagement zu erklecklichem Wohlstand gebracht


    Eine der Fragen ist halt, was mit der Staat bis an mein Lebensende vom Wohlstand lässt und was er wegbesteuert oder anders vernichtet. Ich stand auch immer auf dem Standpunkt „für mich wird es reichen“, im Angesicht der staatlichen Allmachtphantasien und der damit verbundenen Kosten bin ich nicht mehr so sicher. Schon jetzt sind nur rund die Hälfte der Bevölkerung Nettosteuerzahler, je nach Betrachtungsweise auch deutlich weniger.


    Ein weiterer Punkt für mich sind immer abstruserer gesetzliche Regelungen. Außerdem die Tatsache, dass wir unser Gemeinwesen immer weiter verkommen lassen und dabei nur mit den Schultern zucken. Und damit meine ich nicht nur die großen Sachen sondern vor allem auch Müll, Vandalismus und Krawall.


    Vielleicht suche ich mit im Alter aber auch nur ein nettes Dorf, abgelegen aber nicht zu weit und lasse den Rest machen wie er meint, noch ist da nichts entschieden.

  • Neulich musste ich ein Fahrzeug ummelden.

    Wochenlang kein Termin zu buchen und ohne Termin wird man vom anscheinend heutzutage notwendigen Sicherheitsdienst abgewiesen - ich habs probiert :rolleyes:


    Das ist allerdings eine Sache, die einer Industrienation unwürdig ist. Von unserer Zulassungsbehörde habe ich ähnliches gelesen, bei uns war aber z.B. auch das Einwohnermeldeamt länger nicht „erreichbar“. Und da erwarte ich dann in der Tat auch von einer Behörde Arbeit am Wochenende und sonstige Überstunden.


    Ist auch immer wieder schön zu sehen, wofür Personal da ist und wofür nicht…


    Ich übergebe das seit Jahren einem Zulassungsservice.

    Mir ist meine Zeit zu schade online Termine zu klicken oder dumm auf dem Amt rum zu sitzen.


    Das löst das Problem vielleicht für Dich, wenn der Zulassungsservice einen Termin bekommt. Es kann aber schlicht nicht sein, dass staatliche Pflichtaufgaben lange Wartezeit erfordern.


    Vor ein paar Tagen war z.B. auch ein Artikel in der FAZ, dass eine Testamentseröffnung aktuell 6-12 Monate dauern kann.

  • Das ist allerdings eine Sache, die einer Industrienation unwürdig ist. Von unserer Zulassungsbehörde habe ich ähnliches gelesen, bei uns war aber z.B. auch das Einwohnermeldeamt länger nicht „erreichbar“. Und da erwarte ich dann in der Tat auch von einer Behörde Arbeit am Wochenende und sonstige Überstunden.

    Absolut!

    Wir haben mal bei Mercedes-Benz an einer großen Produktionslinie einen Umbau gemacht.

    U.a. Umbau von Profibus auf Profinet und Austausch der NC Steuerungen.

    Die Komponenten, Soft- und Firmwarestände wurden alle auf Empfehlung und in Absprache mit SIEMENS bestellt.

    Leider hat das so überhaupt gar nicht hingehauen.

    Wir und auch SIEMENS (von denen war einer fast zwei Wochen dabei) haben dann aber wirklich gerödelt, da waren 14-15 Stunden am Tag normal und auch von der Werksleitung gewünscht und abgesegnet.


    Aber die Zulassungsstelle kann trotz immenser Probleme wegen Karneval komplett schließen :kpatsch:

    Einmal editiert, zuletzt von SiebenR ()

  • ... das ist aber wohl kein generelles Problem mit den Zulassungsstellen.


    Bei mir macht das immer der Versicherungsmakler innerhalb von zwei, drei Tagen.


    Als ich den Jaguar abgemeldet habe, wollte ich eigentlich einen Termin buchen, wäre erst für den nächsten Tag möglich gewesen. Also auf dem Nachhauseweg einfach mal vorbeigefahren. Wartezeit 10 Minuten.

  • ... das ist aber wohl kein generelles Problem mit den Zulassungsstellen.


    Klar kann das in anderen Kreisen anders aussehen. Bei uns habe ich gerade mal in der Online Terminvergabe geschaut, nächster freie Termin für die KFZ Anmeldung wäre am 3.5. und das empfinde ich persönlich für eine solche staatliche Leistung als zu lang.

  • ... ich bin da in weiten Teilen bei Dir. Viele Andere hier wohl auch, sonst wären sie ja nicht mehr hier. Gemeckert wird immer.


    Aber wenn wir das Ganze mal realistisch betrachten, müssen wir doch konstatieren, dass sich Einiges zum Negativen verändert hat und mit Corona und Regierungswechsel hat sich die Geschwindigkeit und das Ausmaß dieser Veränderungen erhöhtt.


    Ich hoffe auch, dass es nie soweit kommt, dass man Deutschland den Rücken kehren will/muß, aber ich bin auch froh für den Fall der Fälle einen Plan B zu haben.