Auswandern: schon mal dran gedacht?

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  • Wenn man sich nur in einer Ex-Pat-Umgebung bewegt, dann ist das mMn kein NoGo.


    Ob man das dann unter Auswandern versteht (keinerlei Integration) ist dann wieder eine andere Sache.


    Läuft die Rente bei Rentempfängern nicht normal weiter (inkl. Krankenversicherung)?

    Gerade die Patienten-Umgebung wird ja mit fortschreitendem Alter immer Wichtiger. Mit Frau betrifft dies schon 2 Personen, also doppelte Probleme.


    Integration ist so eine Sache - je älter man wird, desto weniger Kontakte hat man auch.

    Rente läuft sicher weiter, auch mit KV, aber in D trägt man nur den halben KV-Beitrag, die zweite Hälfte wird vom RV-Träger bezahlt. Für das Ausland sehe ich da erst mal kein Grün. Die Rentenbesteuerung ist dann das nächste Problem. Hier hat man noch einen unversteuerten Rentenanteil, im Ausland vermutlich nicht.


    Um das Sprachproblem zu umgehen, wären auch Gebiete Schweiz, Österreich und Südtirol möglich. Die Schweiz erscheint mir zu teuer. Bei der Auswahl Österreich und Südtirol erscheint mir dann DE doch als die bessere Wahl.

  • Integration ist so eine Sache - je älter man wird, desto weniger Kontakte hat man auch.

    Das hat REIN GARNICHTS mit dem Alter zu tun.


    Meine Schwiegereltern (Ü70) sind kürzlich innerhalb von Deutschland "ausgewandert".

    Von Niedersachsen nach Rheinland-Pfalz.

    Ihr alter Bekanntenkreis ist fast komplett weggestorben und sie wollten näher zu den Enkeln.


    In der neuen Heimat haben sie sofort Anschluss gefunden und erleben dort gerade sozial ihren "zweiten Frühling". :top:


    Aber Grinch bleibt Grinch ;)


    Um das Sprachproblem zu umgehen, wären auch Gebiete Schweiz, Österreich und Südtirol möglich. Die Schweiz erscheint mir zu teuer. Bei der Auswahl Österreich und Südtirol erscheint mir dann DE doch als die bessere Wahl.

    Was ist denn der nun Grund für den Tapetenwechsel?


    Toller Beitrag zum Thema:

    Rente unter Palmen - ZDFmediathek

  • Jepp, auswandern nur, wenn man die Sprache des Ziellandes gut genug versteht um auch mal ein Schwätzchen auf der Straße halten zu können.


    Zitat

    - Besteuerung


    Solange kein Wohnsitz und keine Einnahmen mehr in Deutschland bestehen gilt das Steuerrecht des Wohnortes, ansonsten sollte man vorher mal einen Blick in das Doppelbeszteuerungsabkommen werfen. Bei größeren Beteiligungen an Kapitalgesellschaften kann außerdem das Thema Wegzugsbesteuerung relevant werden.

  • 2 bis 3 Mal überwintern und man wüsste, ob es grundsächlich wert ist, den Gedanke weiter zu verfolgen.


    Gran Canaria kenne ich aus den 80er und 90er Jahren. Playa del Ingles, Maspalomas, Mogan - nachts kommen von überall die Kakerlaken. Wird in Teneriffa nicht anders sein. Bevorzugt ist dann ohnehin der Norden, der doch ziemlich kühler ist, als der Süden.


    Daher testen, testen, testen.


    5 Monate überwintern sollte pro Nase für 5k€ incl. aller NK möglich sein. Wobei da u.U. Hauptsaison sein könnte.

  • Das Ziel würde mich persönlich überhaupt nicht reizen, aber die Menschen sind zum Glück verschieden.


    Nur Überwintern ist aber ja nicht auswandern, auch wenn man sich lange am Ziel aufhält, das sollte man schon im Auge behalten. Und 1 TEUR pro Person und Monat für wirklich alle Kosten halte ich schon für sportlich...

  • Das Ziel würde mich persönlich überhaupt nicht reizen, aber die Menschen sind zum Glück verschieden.


    Nur Überwintern ist aber ja nicht auswandern, auch wenn man sich lange am Ziel aufhält, das sollte man schon im Auge behalten. Und 1 TEUR pro Person und Monat für wirklich alle Kosten halte ich schon für sportlich...

    Würde mich auch nicht reizen, eher Finnland und Norwegen 😊


    Bezüglich der 1 Tsd. Euro im Monat, du glaubst gar nicht wie weit man mit trocken Brot und Ölsardinen in der Dose kommen kann 😂

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Bekannte von uns sind gerade auf Teneriffa für 3 Monate, er ist Rentner, sie haben aber auch noch eine Wohnung in Deutschland.

    Für das kleine Appartement auf Teneriffa bezahlen sie 600,- Warmmiete, also mit 400 Euro im Monat kann man schon auskommen, muss sich dann aber schon einschränken.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Skandinavien würde mir auch eher zusagen, aber ich könnte nich sicher nicht damit anfreunden, dass jeder der es möchte meine Steuerdaten einsehen kann. Allerdings weiß ich nicht, ob man das, z.B. über Auslagerung in Kapitalgesellschaften, einschränken kann.


    Vor ein paar Jahren hätte ich noch Schweiz gesagt, z.B. die Luzerner Ecke oder die Gegend um den Thuner See, aber ob das in ein paar Jahren wirklich noch attraktiv ist, im Moment bin ich da skeptisch.


    Steuerlich würden sich manche Kantone sicher noch lohnen, ähnlich wie auch Österreich in Sachen Erbschaftsteuer. Aber alleine davon würde ich es nicht abhängig machen wollen.


    Eine Bekannte will jetzt nach Rumänien auswandern, da ist sie schon seit Jahren immer wieder und auch lokal im Tierschutz engagiert, daher auch eingebunden. Da sie keine besonders hohe Rente hat, sind aber natürlich auch die dortigen niedrigen Lebenshaltungskosten attraktiv.


    Allerdings muss einem schon bewusst sein, dass Auswandern ein wirklich großer Schritt ist.


    Zitat

    Bezüglich der 1 Tsd. Euro im Monat, du glaubst gar nicht wie weit man mit trocken Brot und Ölsardinen in der Dose kommen kann 😂


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das Vorstellen möchte 😉

  • Bekannte von uns sind gerade auf Teneriffa für 3 Monate, er ist Rentner, sie haben aber auch noch eine Wohnung in Deutschland.

    Für das kleine Appartement auf Teneriffa bezahlen sie 600,- Warmmiete, also mit 400 Euro im Monat kann man schon auskommen, muss sich dann aber schon einschränken.

    Da hast du Recht.


    Man muß sich auch noch die Zeit vertreiben. Zu Hause hat man TV-deutsch, PC mit Internet-Flat und weiß der Geier.

    Auswärts hat man erst mal nichts und im Fluggepäck reicht das Gewicht kaum für Kleidung.


    Aber Teneriffa ist sehr schön und weit mehr als einen Urlaub wert.


    @ Westfale hinsichtlich Skandinavien: Dort gibt es wunderschöne Landschaften, aber im langen Winter ist es zu kalt und im Sommer hast du Moskitos ohne Ende, da es in Skandinavien unzählige Seen gibt. Um den Moskitos zu entgehen, wäre das Schärengebiet entlang der Westküste Norwegens am Atlantik vorteilhaft, aber der Atlantik bringt vermutlich viel Wind und damit gefühlte Kälte mit sich.

  • Vor ein paar Jahren hätte ich noch Schweiz gesagt, z.B. die Luzerner Ecke oder die Gegend um den Thuner See, aber ob das in ein paar Jahren wirklich noch attraktiv ist, im Moment bin ich da skeptisch.

    In Interlaken hat mein Vater mal gearbeitet und wäre fast dageblieben, wir haben heute noch guten Kontakt zu der Tochter seines ehemaligen Chefs und haben als kleine Kinder auf Beatenberg zweimal in einem Ferienheim Urlaub gemacht.


    Die Gegend ist wunderschön, man hat die zwei Seen und die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau in unmittelbarer Nähe.


    Schweiz ist halt auch teuer für einen deutschen Rentner, ich glaube Österreich wäre da die günstigere Wahl. Da gibt es ja auch schöne Ecken.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Interlaken kenne ich auch gut, da war ich schon viele male! Eine wirklich schöne Gegend, wobei Interlaken selbst etwas sehr Touristisch ist. Aber man hat alle Infrastruktur, kann es aus Deutschland schnell erreichen, hat die Seen und ist schnell im Hochgebirge. Und wenn man möchte kommt man auch schnell nach Bern oder Luzern.


    Nur zum Skilaufen war ich dort noch nie, da hab ich dann lieber etwas kürzere Wege vom Hotel zur Piste.


    Zitat

    Dort gibt es wunderschöne Landschaften, aber im langen Winter ist es zu kalt und im Sommer hast du Moskitos ohne Ende, da es in Skandinavien unzählige Seen gibt


    Gerade das da der Winter den Namen noch verdient macht Skandinavien doch attraktiv 😉 Mücken sind in manchen Gegenden schon ein Problem, im hohen Norden mehr als im Süden, aber längst nicht überall.

  • Aber Teneriffa ist sehr schön und weit mehr als einen Urlaub wert.

    Internetflat (teils schneller als hier) gibt es auf Teneriffa genauso wie deutsches Fernsehen. Das Mobiliar etc. lässt man sich per Spedition schicken. Der Rest ist auch nicht viel anders als in Deutschland, wenn man will.


    Es gibt aber weit schönere Ecken als Puerto. In der Gegend z. B. La Orotava. Wenn man es etwas ursprünglicher und eben auch günstiger will.

  • Grundsätzlich sollte man sich erst mal intensiv mit dem Thema beschäftigen. Das hier liest sich ja doch noch sehr oberflächlich. Und da muss erst mal mit sich selbst im Reinen sein, bevor man andere nach konkreten Details fragt. Alles andere hat sehr hohes Potential gewaltig zu scheitern. Und ausser es geht um richtig viel Geld, würde ich Steuergründe und andere finanziellen Vorteile ganz hinten anstellen. Grundsätzlich sollte aber schon eine gewisse solide finanzielle Basis da sein, weil wie schon geschrieben, man sollte sich ja irgendwie krankenversichern.



    Gruss aus Santiago

  • Grundsätzlich sollte man sich erst mal intensiv mit dem Thema beschäftigen. Das hier liest sich ja doch noch sehr oberflächlich. Und da muss erst mal mit sich selbst im Reinen sein, bevor man andere nach konkreten Details fragt. Alles andere hat sehr hohes Potential gewaltig zu scheitern.

    Mich selbst plagt zwar kein konkreter Drang dieses Land zu verlassen, aber mir scheint auch im Umfeld ist bei vielen der Unterschied zwischen "dort dauerhaft leben" und "dort Urlaub machen" (auch wenn es mal 3 Monate sind) nicht ganz klar. Was sind schon 3 Monate irgendwo in einer behausmeisterten, betütelten Appartmentanlage? Bei bester Gesundheit, Rückflugticket auf die sichere Couch schon in der Tasche, man geht viel essen, ist ja Urlaub, klar ist da vieles toll. Dort wirklich dauerhaft zu leben ist aber was anderes. Womöglich regelmässig einen Arzt brauchen, auch mal Handwerker benötigen, vom "Urlaubsfeeling" umstellen auf Alltag. Mir scheint da denken viele nicht so wirklich nach, was ein mehr oder weniger totaler Abbruch der Zelte hier tatsächlich bedeutet in aller Konsequenz.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • In Interlaken hat mein Vater mal gearbeitet und wäre fast dageblieben, wir haben heute noch guten Kontakt zu der Tochter seines ehemaligen Chefs und haben als kleine Kinder auf Beatenberg zweimal in einem Ferienheim Urlaub gemacht.


    Die Gegend ist wunderschön, man hat die zwei Seen und die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau in unmittelbarer Nähe.


    Schweiz ist halt auch teuer für einen deutschen Rentner, ich glaube Österreich wäre da die günstigere Wahl. Da gibt es ja auch schöne Ecken.

    Wir haben in Beatenberg eine Ferienwohnung im Dorint Hotel. Jedesmal eine Freude!

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • Grundsätzlich sollte man sich erst mal intensiv mit dem Thema beschäftigen. Das hier liest sich ja doch noch sehr oberflächlich. Und da muss erst mal mit sich selbst im Reinen sein, bevor man andere nach konkreten Details fragt. Alles andere hat sehr hohes Potential gewaltig zu scheitern. Und ausser es geht um richtig viel Geld, würde ich Steuergründe und andere finanziellen Vorteile ganz hinten anstellen. Grundsätzlich sollte aber schon eine gewisse solide finanzielle Basis da sein, weil wie schon geschrieben, man sollte sich ja irgendwie krankenversichern.



    Gruss aus Santiago

    Viele Dank für deinen Beitrag:top:


    Trotzdem, das kann man so und so sehen.


    Wenn man sich bereits intensiv mit der Auswanderung beschäftigt hat, sind die Weichen grundsätzlich gestellt. Da fragt man nicht mehr in einem Forum um die Meinung Fremder mit der Gefahr, sich vom Vorhaben abbringen zu lassen.


    Wo fängt die intensive Beschäftigung an? Beim Amt, beim Notar oder im Internet (Recherche)?


    Hauptargument gegen eine Auswanderung sind mM die fehlenden Sprachkenntnisse. Bei jungen Menschen ist dies noch nicht entscheidend.


    Zurück nach DE mit deutschem Paß geht grundsätzlich innerhalb der EU immer. Bleibt natürlich das KK- und PV-Problem.


    Das Scheitern der Auswanderung kann dann allerdings zur Altersarmut geführt haben.

  • Wenn die Sprache ernsthaft ein Problem darstellt, kann man es gleich lassen. Spanisch ist nicht Japanisch oder Arabisch. Spanisch kann man in 2 Jahren problemlos soweit lernen, dass man sich verständigen kann. Der Rest kommt dann von alleine.