Auswandern: schon mal dran gedacht?

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  • Zitat

    Wenn unsere Trümmerfrauen damals auch so gehandelt hätten und ausgewandert wären...


    Hallo, ich habe wie ein "Trümmermann" in 7 Jahren mein Haus kernsaniert, für zukünftige Rentenzahler gesorgt.... .Seit 1983 zahle ich ohne Unterbrechung in ein marodes Sozialsystem ein.
    Mein Arbeitgeber verlangt 3h mehr von mir ohne Bezahlung, konkret 40+3 (ich weiß viele arbeiten mehr,aber nicht in meinem Job!), obwohl er fette Gewinne einfährt und der Aktienkurs unaufhaltsam steigt.
    Die 3h fehlen meiner Familie.....


    Als Dank darf ich bis 67 Jahre arbeiten bekomme eine " Einheitsrente" , geleistete Jahre sind Schall und Rauch..... Das Sozialsystem hat mich zu diesem Zeitpunkt vergessen . BMW-fahren darf ich dann noch.....,wenn ich noch kann :D


    Gruß michel-der in eine internationale Ausbildung seiner KIDS investiert.


  • Das ist der beste und wichtigste Satz vom Posting. :top:


    Gruss


    Horst

    Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und
    eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein!
    (Hippokrates 460-377 v. Chr.)

  • Ich frage mich, woher manche Leute ihr fundiertes Fachwissen zum Thema "Arbeiten im Ausland" nehmen. "Ausland" nicht mal eingegrenzt, ergo: Rest of World ? :confused:


    Und lieber zahl ich in gar kein Sozialsystem ein, als in ein marodes, denn das ist rausgeworfenes Geld. Der Brainwash in D ist wirklich weit fortgeschritten, wenn sogar gerne in ein System einbezahlt wird, und man weiss dabei jetzt schon, dass man von dem Geld kaum etwas wiedersehen wird...

  • Zitat

    Original geschrieben von Gargamel
    Ich frage mich, woher manche Leute ihr fundiertes Fachwissen zum Thema "Arbeiten im Ausland" nehmen. "Ausland" nicht mal eingegrenzt, ergo: Rest of World ? :confused:


    Und lieber zahl ich in gar kein Sozialsystem ein, als in ein marodes, denn das ist rausgeworfenes Geld. Der Brainwash in D ist wirklich weit fortgeschritten, wenn sogar gerne in ein System einbezahlt wird, und man weiss dabei jetzt schon, dass man von dem Geld kaum etwas wiedersehen wird...


    :top:

  • Im sogenannten "Traumland USA" ist auch nicht alles Gold was glänzt .;)
    Die staatliche Altersvorsorge dümpelt afaik bei ~46% des letzten Lohns rum.
    Vom Gehalt gehen ~15% Sozialversicherungsbeiträge ab von denen ~11% in die Rente wandern. Das reicht trotz günstigen Spritpreisen nicht vorne und nicht hinten. Neben dieser Social Security existieren afaik noch die Betriebsrenten mit festen zusagen (defined benefit) oder Rentenfons (defined contribution). Krankenversicherung ist reine Privatsache. Arbeitslosengeld gibt es in unterschiedlicher Höhe, je nach Bundesstaat . Im Schnitt afaik 6 Monate. Danach ist essig, egal ob 10 oder 50 Jahre gebuckelt. Von den 7 cent Sozialhilfe (Welfare Payment) ganz zu schweigen.


    Ich glaube sooo schlecht schneiden wir da im Vergleich noch nicht ab.


    Aber als Deutscher habe ich ja noch die Hinterür, das ich jederzeit zurück kann. :rolleyes: Dann habe ich zwar nix in die deutschen Systeme eingezahlt, bekomme aber trotzdem HartzX. IMHO nicht besser als die ganzen Einwanderer über die hier so oft in dem Zusammenhang diskutiert wird.


    Wer Auswandern will, gerne. Aber dann mit allen Konsequenzen ohne "Deutsches Netz".


    So, und nun steinigt mich.

    Coal keeps your lights on.

    Gruß aus NRW - Christian

  • Hallo,


    ich möchte eigentlich nicht OT in deutsches Gejammer verfallen.


    Ich wollte nur sagen das Fleiß nur begrenzt Früchte trägt,weil Politiker und System immer ihren fetten Anteil einfordern ohne den Grundsatz der Gerechtigkeit zu berücksichtigen....ich weiß andere Länder sind korrupter....

    Für die eigene Altersabsicherung zu zahlen ist auch ein System.
    Das ist mir aber aus anderen "Systemgründen" verwehrt. Jetzt kommt mir keiner mit Riester o. ä.... wir reden nochmal darüber ,wenn diese Anlagen mit der stattl. Rente verrechnet werden...
    Ich sage auch nicht das alles im "Ausland", wo immer das ist, besser ist, aber vielleicht menschlicher oder gerechter.....


    Gruß michel-der sich hier eben sehr fremdbestimmt fühlt

  • Ich persönlich würde gerne in Finnland leben. Hab ich auch schon eine Weile gemacht.
    Die USA sind für mich ein rotes Tuch, da möchte ich nie und nimmer hin.


    Da ich weder Frau noch Familie habe wird das vll. noch was.

  • Zitat

    Original geschrieben von Micha2002
    Ich meine das oben ja auch nicht böse.


    OK.


    Zitat

    Original geschrieben von Micha2002
    Aber nur nörgeln und alles schlechtreden ist einfach nur arm.


    Wenn unsere Trümmerfrauen damals auch so gehandelt hätten und ausgewandert wären... :rolleyes:


    Ich schrieb absichtlich "lästern" und nicht "kritisieren", weil sowohl mein Schwager als auch ich die positiven Seiten unserer Heimatländer durchaus auch sehen. Aber wenn einem bestimmte Dinge über Jahrzehnte gegen den Strich gehen und auch keine Besserung in Sicht ist, folgt eben irgendwann die "innere Kündigung" - man freundet sich mit dem Gedanken an, sich anderswo niederzulassen. Anderswo gibt es sicherlich auch nicht weniger Probleme als hier, aber eben andere, mit denen man sich u.U. besser arrangieren kann.
    Der positive Ausblick ist auch das, was uns heute von den Trümmerfrauen unterscheidet. Damals ging es für alle sichtbar aufwärts, was man heute ja nicht mehr behaupten kann.



    Zitat

    Original geschrieben von Christian
    Wer Auswandern will, gerne. Aber dann mit allen Konsequenzen ohne "Deutsches Netz".


    Das sowieso. Ich habe noch nie auch nur eine müde Mark vom deutschen Staat erhalten. Mein Studium habe ich selbst finanziert, Arbeitslosengeld würde ich keins bekommen, Hartz4 würde ich nicht nehmen und meine Rentenansprüche sind gleich Null. Ich zahle immer nur, muss aber den öffentlichen Fußweg vor meinem Haus trotzdem selber fegen... :rolleyes:


    Gruss
    Andreas

  • Zitat

    Original geschrieben von Gargamel


    Falls du mich gemeint haben solltest, folgende Information:
    Ich habe (fast) mein gesamtes berufliche Leben im Ausland (Übersee, außer Australien und Afrika) verbracht und auch einige Jahre (non stop) dort gelebt.
    Soviel zum fundiertem Wissen über "Arbeiten im Ausland".


    [QUOTE]Und lieber zahl ich in gar kein Sozialsystem ein, als in ein marodes, denn das ist rausgeworfenes Geld. Der Brainwash in D ist wirklich weit fortgeschritten, wenn sogar gerne in ein System einbezahlt wird, und man weiss dabei jetzt schon, dass man von dem Geld kaum etwas wiedersehen wird...


    Ich gehe davon aus, dass du aus dem Ausland postet, damit du nicht mehr in unser Sozialsystem einzahlen musst.
    Du siehst also, in Deutschland wird niemand gezwungen hier zu leben/arbeiten.
    Weil es bei uns so schlecht ist, können wir uns auch nicht vor Einwanderer retten.


    Auch sei froh, dass du in unserem schlechten System deine Ausbildung erlangen konntest, denn die wird dir im Ausland sehr nützlich sein (fundiertes Wissen).


    Gruss


    Horst

    Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und
    eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein!
    (Hippokrates 460-377 v. Chr.)

  • Zitat

    Original geschrieben von Horst 60two
    Weil es bei uns so schlecht ist, können wir uns auch nicht vor Einwanderer retten.


    Ganz recht. Dummerweise handelt es sich dabei vorzugsweise um Menschen, die gerne in unserer sozialen Hängmatte leben möchten. Leute, die imstande sind, etwas zum Bruttosozialprodukt beizutragen, kannst Du dagegen mit der Lupe suchen.
    Wie war das im Jahre 2000? Schröder lädt ausländische IT-Kräfte ein, nach Deutschland zu kommen und hier zu arbeiten. Damit heimische Arbeitskräfte nicht unter einem plötzlichen Überangebot leiden müssen, beschränkt er die Zuwanderung auf 20.000 Personen. Und was ist passiert? Nach geschlagenen 4 Jahren kam man mühselig auf gerade mal 16.000.
    Mehr Leute wollen hier nicht arbeiten.
    Kann ich verstehen.


    Gruss
    Andreas

  • Zitat

    Original geschrieben von Zwilling
    Damit heimische Arbeitskräfte nicht unter einem plötzlichen Überangebot leiden müssen, beschränkt er die Zuwanderung auf 20.000 Personen. Und was ist passiert? Nach geschlagenen 4 Jahren kam man mühselig auf gerade mal 16.000.
    Mehr Leute wollen hier nicht arbeiten.
    Kann ich verstehen.


    Mehr können hier nicht Arbeiten. Wer soll die denn Beschäftigen? SAP, oder die paar MS-Center, ehemals SBS? Boomtown IT in Dortmund Dorstfeld, einst blühende IT-Landschaft. Heute stehen die Büros leer. Bis auf Materna(und der hat auch deutlich Federn gelassen) hat es keiner wirklich überlebt. Der Rest krebst immer am Rande der Insolvenz rum oder ist bereits Geschichte.


    Will sagen, Herr Schröder hat die Lage hoffnungslos überschätzt. Ein zweites Irland wird es hier nicht geben. ;)

    Coal keeps your lights on.

    Gruß aus NRW - Christian

  • Das stimmt schon, wenn's einer hier nicht auf die Reihe kriegt dann packt er´s auch im Ausland nicht. Da braucht man sich ja nur die ganzen Hartz IV und Sozialhilfe Würmer in den Auswanderersoaps anschauen die meinen im Ausland wird alles besser. Manche Episoden sind ja schon fast Komödien, solche Larven.


    Es kommt auch immer darauf an in welches Land man geht, man kann ja nicht generell sagen "das Ausland" ist so oder so, sondern wenn dann sind es Länder. In meiner ganz persönlichen Vor- und Nachteilerechnung Schweden gegen Deutschland liegt halt Schweden bei Punkten die für mich persönlich wichtig sind um längen vor Deutschland. Das gilt aber nur für mich persönlich und muss ja nicht für andere stimmen.

    Generell sind die Vorteile von Schweden gegenüber Deutschland folgende:


    -Weniger Stress auf der Arbeit
    -Weniger Abzüge
    -Mehr Freizeit
    -ALLE Überstunden bezahlt (ist in allen Berufen so)
    -Weniger Bürokratie (mindestens 75% weniger)
    -Mehr Natur (Seen, Meer, Wald, usw.)
    -Generelles Rauchverbot in Wirtschaften
    -Die Leute sind generell netter und meckern nicht so viel (besonders auf der Arbeit)
    -Sehr gute soziale Versorgung (Kindergarten/Krippe/Elterngeld)
    - usw... könnte jetzt hier noch weiter machen...


    Und die Nachteile:


    -Weniger Restaurants auf dem Land
    -Tempolimit 110 km/h
    -Alkohol ist teurer
    -Sommer könnte etwas wärmer sein


    Gruss,
    Stephan


  • Das deckt sich aber nicht mit den was einen über Schweden erzählt wird. :eek:

    Brauner Massen Wahn

  • Die Einkommenssteuer ist VIEL höher als in Deutschland, jedoch ist mit diesen ca. 33% alles abgegolten, d.h. da ist die Krankenversicherung und all die Sachen alle schon dabei. Wenn jetzt jemand hypothetisch 2100,- € brutto verdient kriegt er ziemlich genau 1400,- € netto. Egal wie alt, verheiratet, Kinder usw er/sie hat. Gibt also keine verschiedenen Steuerklassen wie in Deutschland.


    Gruss
    Stephan

  • Ich habe ja nicht das Problem, Steuern zu zahlen, Lohnnebenkosten zu zahlen und sonst was.


    Es geht mit nur darum, was hinterher bei rumkommt.


    Wenn ich jeden Monat 400 Euro gesetzliche Rentenversicherung zahle und wohl nie eine Rente erwarten kann, die den Beiträgen entspricht, habe ich ein Problem.


    Und wenn die Politik diese Problematik durch aussitzen verdrängt, ist das ohne Worte.


    Ich zahle jeden Monat, neben den 400 Euro, noch knappe 1000 Euro in private Töpfe ein, um im Alter Kohle zu haben.



    Mein Problem ist einfach Preis/Leistung hier im Land.


    Klar haben wir einen hohen Sicherheitsstandard, sicher ist die Lebenssituation hoch und sicher ist auch die Perspektive gut.


    Aber ich sehe den Staat mittlerweile als Dienstleister an.


    Wenn ich meine sozialen Gegebenheiten und Ansprüche bei einem anderen Dienstleister (Staat) befriedigt bekomme, warum soll ich dann nicht wechseln?


    Ich sehe meine Frau und mich, ohne jetzt überheblich oder herablassend zu wirken, als Teil der High Potentials in diesem Land.


    Exzellente Ausbildung (zum Teil privat finanziert), exzellenter Job und hohe Nachfrage nach unserer Arbeitskraft.


    Fly

  • Das mit den 400 € ist ja auch nur die halbe Wahrheit. Die ganze lautet nämlich 800 €, da der Arbeitgeber ja bekanntlicherweise den gleichen Betrag nochmal einzahlt. Nur leider wird das in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.


    Gemessen an diesen Beträgen ist es nicht zuwenig, von Betrug zu sprechen in Angesicht dessen, was zu erwarten ist.


    Stutzig macht mich, das zwar viel von versicherungsfremden Leistungen geschwafelt wird, die aber nirgends nachzulesen sind. Warum wohl?

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Ich hole den Thread mal hoch, da das Thema seit Dienstag eine dramtische Wendung hier bei uns genommen hat. Unglaublich, aber meine Frau hat bei der Greencard Lottery gewonnen und wenn nichts absolut schräges passiert mit dem ganzen Papierkram ist uns somit in absehbarer Zeit die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für die USA sicher. Seit Di. stehe ich irgendwie unter Schock.


  • Danke :)


    Selbst teilgenommen. Naja, was heisst noch warten? Die Chancen das man gelost wird sind ja nicht so rosig. Es gibt Leute die versuchen das schon 10 Jahre ohne Erfolg. Und es geht auch das Gerücht, die Lottery wird evtl. abgeschafft.