Auswandern: schon mal dran gedacht?

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Ach :idee:


    Was ist mit dem Ghetto-Netto am Königsplatz?

    Und der Oberhauser Bahnhof / Helmut-Haller-Platz?

    Und den McD am Hauptbahnhof würde ich ohne Security auch nicht betreten!

    Du hast Klein-Moskau im Univiertel und das Fischerholz in Oberhausen vergessen... :p


    Also wir reden da von einem Supermarkt am ÖPNV-Hauptpunkt mit anliegendem Park, einem bekannten Treff für Alkis und Giftler und einem McDo von dem ich bislang nicht mal wusste, dass es ihn gibt.


    Ich fand Berlin ansich im Gesamten assi. Bist vorne um die Chrom-Fassade rum waren hinten noch die Einschusslöcher von 1945 in der Hauswand. "Alles" irgendwie alt, gerade 2000 als wir semiprivat unterkamen bei unser Zivi-Abschlussfahrt war ich relativ entsetzt wo normale Leute wie wohnten. Also keine Hartzer oder sowas sondern der normale Arbeitnehmer.

    Ok, 1997 und 2000 ist schon paar Wochen her, aber wenn das eher mieser geworden ist.... oioioioioi...


    BTW: Der HH-Platz hat nen netten Vorteil: 5 Mannschaftswagen hin, "Du, Du und Du, mitkommen" und schon hast paar Treffer gelandet. Die PI5 ist gleich ums Eck. Es gibt sicher schlimmere Orte in Augsburg. Man kennt die Hansen ja alle. Die sind vom Kö-Pub dahin abgewandert. Jetzt sieht man sie halt wo sie vorher in einer düsteren Spelunke den ganzen Tag waren.

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • Da hast Du völlig recht - es kommt aber halt auch auf den Prozentsatz an und auf das was in der Stadt so abgeht.

    Da aber keiner hier nach B oder A auswandern will (die kommen alle nach MUC) -> BTT!

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Ich glaube, dass manche oder auch viele Leute nicht unterscheiden zwischen "echtem" Auswandern (sprich auf Dauer) mit dem eigentlichen Anspruch "never return", also incl Aufgabe allen Besitzes in D und einem temporären "Auswandern" (heute meist Expat genannt), bei dem man eben für eine bestimmte Zeit (und sei sie noch so lang) mal eben weg geht aus dem Heimatland.

    Für mich sind das zwei grundverschiedene Ansätze.

    Wenn das mit dem "expat" schief geht, ist nicht viel verloren. Wenn echtes Auswandern schiefgeht, sitzt man ziemlich tief in der K***e.

    Ein Expat oder Expatriate ist per definition jemand der im Ausland lebt, trifft also fuer alle zu, wobei es schon stimmt dass der Begriff heutzutage hauptsaechlich im Bereich der beruflichen Abordnung ins Ausland genutzt wird. Auch die Aussage, dass bei einem Expat (beruflich) nicht viel verloren ist, trifft nicht immer zu. Bei uns heuern Leute neu an, um mit einem befristeten Arbeitsvertrag ins Ausland zu gehen. Wenn das scheitert, ist sehr viel verloren, persoenliches Scheitern,zumindest kurzfristige Arbeitslosigkeit, komplette Neuorientierung bie der Rueckkehr in ein anderes Land/Heimatland. Und selbst wenn es nur um eine Abordnung geht, der Begriff tifft es fuer berufliche und befristete Auslandsaufenthalte meiner Meinnug nach deutlich besser als Auswandern, gilt die fruehere Annahme, dass dies der Top Karriereschritt ist, heutzuage nicht mehr unbedingt, kann auch nach hinten los gehen.


    Unabhaengig von Abordnung oder Abbrechen aller Zelte im Heimatland ist miener Meinung nach ein ganz entscheidender Aspekt die Persoenlichkeit der Person, und damit im Zusammenhang die Erwartungshaltung. Wir hatten hier ja ein sehr gutes Beispiel, wo der chinesische Erfarhungsthread in grossen Teilen eher der Frust-und Jammerthread war. Das war ja nie dauerhaft ausgelegt, sah aber auch so aus, als waere es auf die Dauer auch in die Hose gegangen.


    Ob ich persoenlich noch einmal nach Deutschland mit Hauptwohnsitz komme, weiss ich jetzt noch nicht, aber bis zur Rente, wollte ich schon hier bleiben, das sind dann mit kruzen Unterbrechungen am Ende kanpp 30 Jahre. Kann man dann wohl schon so als auswandern bezeichnen.


    Die jetzige Pandemie bringt noch eine neue Komponente ins Spiel, kurzfristige Reisen bei persoenlichen Notfaellen, werden exterm erschwert, sind zu spaet oder gar unmoeglich, was durchaus dazu fuehrt, dass Leute nicht zur Beerdigung allernaechster Angehoeriger reisen konnten. Wer sich mit solchen Gedanken nicht anfreunden kann, laesst besser die Finger von jeglichen Auslandsabenteuern.

    So geht es mir mit meiner Geburtsstadt auch. Irgendwie ist das Gefühl weg. Hat aber neben der Zeit, die ich dort schon nicht mehr lebe, noch diverse private Gründe.

    Dass man sich vom Geburts-/Heimatort entfremdet, passiert wohl auch vielen, die "nur" innerhalb Deutschlands umziehen, wobei Bayern da ja schon so was wie Auswandern darstellt, andere Sprache, andere Sitten und Gebraeuche:D. Ich komme immer wieder gerne ins Dorf am Mittelrhein, in dem ich gross wurde. Die Kontakte werden natuerlich weniger, trotzdem ist es schoen wieder "heimmzukommen" und fuer ein paar SChwaetchen reicht es allemal.

  • So geht es mir mit meiner Geburtsstadt auch. Irgendwie ist das Gefühl weg. Hat aber neben der Zeit, die ich dort schon nicht mehr lebe, noch diverse private Gründe.

    Ja, einige Deppen aus meiner Jugend will ich auch nicht mehr sehen. Sicher ist das vom persönlichen Bezug dazu abhängig. In der Ecke wo ich aufgewachsen bin (ich meine den Stadtteil) will ich auch nicht mehr hin, die Gesamtstadt an sich hat mich bisher nicht enttäuscht. Deshalb werde ich auch zumindest ein Eigentum hier behalten falls bei meinem diesjährigen Umzug doch was schiefläuft - man weiss ja nie.

    /\_/\

    (='' )

    (, (") (")

  • Deshalb werde ich auch zumindest ein Eigentum hier behalten falls bei meinem diesjährigen Umzug doch was schiefläuft - man weiss ja nie.

    Umzug 😳

    Gar nix mitbekommen, wo ziehst du hin?

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Ich habe einige Wohnorte erleben dürfen. Bayern, Berlin, Ausland und noch ein paar weitere Bundesländer. Selbst mit der Hängematte eines Konzerns, kann es spannend werden. Beispielsweise für mitteleuropäische Verhältnisse einfache Krankheiten in den Flieger steigen zu "dürfen". Die Steuersituation kommt als Zuckerl obendrauf. Ich kann nur empfehlen sich vorab mit seinen Bedürfnissen und Gegebenheiten auseinander zu setzen und diese in die Wahl des Landes mit einfließen zu lassen. Sprache und Wetter sind da nur 2 schon fast nebensächliche Punkte davon.


    Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall! Allerdings sollte man sich vorab bewusst machen auf was man alles im Zweifel verzichten kann.

  • Ich habe jetzt gesucht und gesucht....in welchem Land liegt Whatsapp? ^^

    Ergo liegt das in dem Land "Nixmitkriegistan" :D

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Man muß nicht Deutschland verlassen um auszuwandern ;)


    Nachdem wir vor 6 Jahren unseren Hof (westlich von Dessau) an ein Pärchen (60+) aus BaWü verkauft hatten, geht jetzt ein ähnliches Objekt eines entfernten Onkels (Nähe Rathenow) an ein Pärchen 60+ aus NRW

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Das ist ja kein Auswandern. :dudu:

    Ich hab jetzt immerhin fünf von 16 Bundesländern durch, was den Wohnsitz angeht.

  • Das ist ja kein Auswandern. :dudu:

    Ich hab jetzt immerhin fünf von 16 Bundesländern durch, was den Wohnsitz angeht.

    Auswandern sicher nicht; eher Aussteigen

    wobei die Richtung für mich dieselbe ist - ein grundsätzlicher Wandel im Lebensstil

    der Kerl der den Hof gekauft hat war angestellter Elektronik-Ingenieur und hatte eine Eigentumswohnung, und damit letztlich die Aussicht seine Rente in diesen seinen vier Wänden zu verbringen

    stattdessen hat er einen 5000m² Vierseithof gekauft mit Ställen, Scheune und allem Drum und Dran

    Das hat schon etwas von Flucht und Neuanfang


    ich denke das hat schon eine andere Qualität als die Mietwohnung einer austauschbaren Großstadt zu wechseln

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Ulf325Ci

    Letzteres kann ich bezeugen, dass es so ist ;)


    Wenn allerdings jemand, der (bald?) im Rentenalter ist, sich sowas anschafft, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass er sich über die Konsequenzen, die Arbeit und schlussendlich auch die Erhaltungskosten, die mit solch einem Hof verbunden sind wirklich genaue Vorstellungen gemacht hat.


    Und... nun ja... richtig auf dem Land, sind die Umgangsformen manchmal durchaus rustikal für Jemand, der bislang in einer Stadt gelebt hat und sei sie auch noch so klein. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in anderen Bundesländern anders ist als in Bayern (zumindest in BaWü ist das eher noch schlimmer).

  • Nur soviel: als wir in Siegen-Feuersbach gewohnt haben und die Straße zum Neubau-Komplex immer am Bauernhof vorbei mussten, dann hat mich der Bauer auch nach zwei Jahren immer noch feindselig angeguckt.

    Davor in Erndtebrück, im tiefen Wittgensteiner Land, wurde meine Frau im Rewe von der Kassiererin angesprochen:

    "Sie sind aber nich von hier, woll?"


    :D


    Soviel zum Thema Landleben.

  • Zitat

    Nur soviel: als wir in Siegen-Feuersbach gewohnt haben und die Straße zum Neubau-Komplex immer am Bauernhof vorbei mussten, dann hat mich der Bauer auch nach zwei Jahren immer noch feindselig angeguckt.


    Zwei Jahre, da bist Du doch nur kurz zu Besuch, nach zwei Generationen bist Du dann der neue Nachbar ;)