Heizung optimieren

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  • Bin derzeit auch in der Hausplanung und schwanke zwischen Brennstoffzelle und Wärmepumpe. Eigentlich tendierte ich zur Brennstoffzelle, da Gasanschluss eh vor der Tür liegt und somit kostengünstig ins Haus gelegt werden könnte. Jedoch finde ich nirgends genau Angaben wie viel Wärmeenergie und Strom aus 1kwh Gas produziert wird.


    Habe nur diesen Beitrag gefunden. Demnach produziert eine Brennstoffzelle aus einer kWh Gas 0,33kwh Strom und 0,477 kwh Heizleistung.


    Geht man jetzt von einem Energiebedarf des Hauses von 15000kwh aus, ergibt sich ein Gasverbrauch von 31446 kwh ( zu ca. 1572 € bei 0,05€) und eine Stromproduktion von 10377 Kwh, wovon ich ca 2000 selbst verbrauche (-560€) und 8377 einspeise (-837,70€)


    Somit Heikosten von ca 174,30 € jährlich


    Wärmepumpe wär ca 15000kwh / 4Jaz*0,18€ = 675 € jährlich (wobei natürlich mithilfe einer PV Anlage die Kosten gesenkt werden könnten)


    Ist meine Rechnung einigermaßen Richtig ?

  • Die Rechnung für die Brennstoffzellen entspricht

    etwa dem was uns angeboten wurde

    _____________________________
    Gruß Rico

  • Ist meine Rechnung einigermaßen Richtig ?

    Ist das nur für die Gebäudeheizung oder auch das Warmwasser?


    Die Brennstoffzellen halte ich noch für recht experimentell, ich kenne nicht eine einzige Installation hier im Umfeld oder vom Hörensagen.

    Welche Anbieter / Hersteller gibt es denn?


    Dann schon eher Gasmotoren, wenn es um Kraft-/Wärmekopplung geht.


    Und Wärmepumpen machen auch nur Sinn, in Verbindung mit Flächen- oder Tiefenkollektoren, diese lauten und hässlichen Luftpumpen im Vorgarten sind indiskutabel und unwirtschaftlich.

  • Bei der KWK bitte auch bedenken, dass die Berechnungen ganz gerne optimistisch sind und der Wärmebedarf nicht immer unbedingt einher geht mit dem Strombedarf. Ideal ist natürlich ein hoher Wärmebedarf wo das Ding durchläuft... das Getakte in einem EFH mit 15k kwh ist evtl. nicht der ideale Betriebszustand.


    Ich verstehe die Rechnung nicht so ganz. Wäre es nicht sinnvoller bei 15.000kwh Wärmebedarf die direkt über die entsprechende Gasmenge zu erbringen? Das wären bei hiesigen Stadtwerken (der Einfachheit halber genommen) 975€ im Jahr. Oder wie wird das gerechnet? Ich brauche hier z.B. ziemlich exakt 20.000kwh Gas im Jahr. Obiger Rechnung nach hätte ich also nur einen Wärmebedarf von ~10.000kwh?

    Lieber ein bißchen verrückt als total doof... :p

  • Vor allem, stört mich der Gleichzeitigkeitsfaktor bei der Betrachtung.

    Über das ganze Jahr gemittelt mag die Rechnung aufgehen.

    Die Strom- und Wärmeabnahme erfolgt aber ja nicht immer gleichzeitig und synchron.

    D.h. man muss für die jeweilige Spitzenabnahme von Wärme bzw. Strom Reserven in der Auslegung einplanen.

    Speichern lassen sich diese Energien ja nicht (zumindest nicht ausreichend wirtschaftlich für Privathaushalte).

  • waldcounter


    Strom ist das Gold des 21. Jahrhunderts. Diesen Satz habe ich schon vor knapp 10 Jahren bei einer KWK-Präsentation gehört. Und er scheint ja auch richtig zu sein.


    Im PV Thread wurde das Thema Brennstoffzelle auch schon mal mit verwurstet. Würde ich neu bauen, käme mir nichts anderes ins Haus. Von experimentell kann keine Rede mehr sein, da viele Anbieter die Elemente von Panasonic verwenden, die schon seit mehr als 10 Jahren in großer Stückzahl in Japan laufen. Das dass hier in D nicht bekannt ist, verwundert auf Grund des speziellen Marktes nicht.


    Allerdings verwundert mich der Begriff "Brennstoffzellenheizung". Mir bekannte Systeme haben thermische Leistungen von max. 2 kWh, da müsstest Du ein Passivhaus bauen um damit heizen zu können.



    Stefan


    25k€ nach Abzug der Förderung. Der Gesamtpreis dürfte um 50 k€ liegen.


    Eine Brennstoffzelle läuft nicht wärmegeführt, sondern nach Möglichkeit dauernd, da die Startvorgänge die Stacks sehr verschleissen.



    @Chephalopod


    den Krampf mit Gasmotoren oder Tiefen- bzw. Flächenkollektor würde ich mir nun wieder nicht antun.


    Angeboten werden solche Systeme zwischenzeitlich von allen namhaften Herstellern wie Viessmann, Buderus aber auch Anderen. Das Problem wird wohl eher sein, einen geeigneten und geschulten Istallateurbetrieb zu finden.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Eine Brennstoffzelle läuft nicht wärmegeführt, sondern nach Möglichkeit dauernd, da die Startvorgänge die Stacks sehr verschleissen.

    Und was passiert dann mit der produzierten Wärme im Sommer?

  • Vor allem, stört mich der Gleichzeitigkeitsfaktor bei der Betrachtung.

    Über das ganze Jahr gemittelt mag die Rechnung aufgehen.

    Ich habe das in großem Maßstab durch, ist jetzt gute 15 Jahre her. KWK im industriellen Umfeld.

    Klingt erst mal ganz gut, gibt (bzw gab) ja auch jede Menge Fördermöglichkeiten und Zuschüsse. Gefordert wird aber zurecht ein zertifizierter Effektivitätsnachweis (gerade bezüglich Wärmenutzung), und der war absolut ernüchternd.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Und was passiert dann mit der produzierten Wärme im Sommer?

    Die erzeugt das WW, welches ja trotzdem es Sommer ist gebraucht wird. Was darüber hinaus geht, wird zur Heizungsunterstützung verwendet.


    BueGen BG15 - SOLIDpower


    Mit dem Gerät erfüllt man lt. Werbetrailer die ENEV, d.h. ich kann mein Haus klassisch nach Altvätersitte Stein auf Stein bauen.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

    Einmal editiert, zuletzt von tom01 ()

  • 25k€ nur das Gerät?

    Wenn nicht noch mehr, kann man natürlich erst perfekt rechnen wenn man die gesamten Förderungen einbeziehen kann und auch mal ein paar Angebote von Anbietern hat.

    Auch für Warmwasser.

    Hersteller und Installateure habe ich mich noch nicht so beschäftigt, will erstmal für mich klären ob die Technik so für mich überhupt Sinnvoll ist.

    Wenn ich jetzt die Werte von BHKW google komme ich auf änliche Werte wie in meiner Rechnung, irgendwie glaube ich das meine Annahme, dass die Brennstoffzelle aus einer kWh Gas 0,33kwh Strom und 0,477 kwh Heizleistung herstellt falsch sind. Sondern eher zu einem BHKW passen


    Bei der KWK bitte auch bedenken, dass die Berechnungen ganz gerne optimistisch sind und der Wärmebedarf nicht immer unbedingt einher geht mit dem Strombedarf. Ideal ist natürlich ein hoher Wärmebedarf wo das Ding durchläuft... das Getakte in einem EFH mit 15k kwh ist evtl. nicht der ideale Betriebszustand.


    Ich verstehe die Rechnung nicht so ganz. Wäre es nicht sinnvoller bei 15.000kwh Wärmebedarf die direkt über die entsprechende Gasmenge zu erbringen? Das wären bei hiesigen Stadtwerken (der Einfachheit halber genommen) 975€ im Jahr. Oder wie wird das gerechnet? Ich brauche hier z.B. ziemlich exakt 20.000kwh Gas im Jahr. Obiger Rechnung nach hätte ich also nur einen Wärmebedarf von ~10.000kwh?



    Es könnte schon sein, dass eine eine "einfache" Gasheizung wirtschaftlicher ist, vorallem, da Sie für 15000 kwh Wärmebedarf auch knapp 15000 kwh Fas verbraucht. Jedoch gibts dann auch keine Förderung und Stromerzeugung.

  • Bin derzeit auch in der Hausplanung und schwanke zwischen Brennstoffzelle und Wärmepumpe. Eigentlich tendierte ich zur Brennstoffzelle, da Gasanschluss eh vor der Tür liegt und somit kostengünstig ins Haus gelegt werden könnte. Jedoch finde ich nirgends genau Angaben wie viel Wärmeenergie und Strom aus 1kwh Gas produziert wird.


    ...............


    Ist meine Rechnung einigermaßen Richtig ?

    Freunde von uns haben letztes Jahr ein neues Haus gekauft mit Brennstoffzelle. Ich wollte, da es am Anfang echt interessant aussah auch ne Brennstoffzelle nachrüsten, da die Heizung dazu schon vorhanden ist.

    Mittlerweile bin ich auf Grund der schlechten Erfahrungen meines Freundes davon abgekommen...

    Das Ding ist völlig unwirtschaftlich. Würde man wenigstens wissen, wann die Brennstoffzelle läuft, dann könnte man den Stromverbrauch danach ausrichten, also Trockner oder so laufen lassen. Aber nachdem die Brennstoffzelle irgendwann anläuft und die Regelung nicht intelligent ist speißt man das Meiste zu schlechtem Preis ein. Gleiches beim Warmwasser, das wird zu viel zu großem Teil von der Heizung erwärmt, weil der in der Heizung integrierte Speicher für eine sinnvolle Nutzung zu klein ist und die Hysteresen ab Werk zu gering. Man möchte sie für den Komfort nicht unnötig groß machen, denn man weiß dann ja auch nicht wann das Wasser warm wird...

    Mit Solarzellen und einer PV zur Wassererwärmung könnte man viel wirtschaftlicher arbeiten, indem man die Waschmaschine zur Mittagszeit laufen lässt wenn Warmwasser und Strom verfügbar sind. Oder das Wasser am Abend heiß zum Duschen hat und über die Nacht ne kältere Temperatur im Speicher weil halt nicht nachgewärmt wird. Aber mit der Brennstoffzelle geht das nicht.

    Bei der Förderung gibt es auch nur Trouble...da weiß der eine nicht was der andere fördert.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Es könnte schon sein, dass eine eine "einfache" Gasheizung wirtschaftlicher ist, vorallem, da Sie für 15000 kwh Wärmebedarf auch knapp 15000 kwh Fas verbraucht. Jedoch gibts dann auch keine Förderung und Stromerzeugung.


    Ein übliche Gastherme kostet 6-8 k€.

    Eine Heizung für 25 k€ (oder gar 50 k€ ohne Förderung) zu installieren grenzt schon fast an bedingungslosem Idealismus bar jeder Wirtschaftlichkeitsrechnung ...

  • Allerdings verwundert mich der Begriff "Brennstoffzellenheizung". Mir bekannte Systeme haben thermische Leistungen von max. 2 kWh, da müsstest Du ein Passivhaus bauen um damit heizen zu können.

    Ich glaube das ist auch der Fehler in meiner Rechnung. Wahrscheinlich müsste man noch herausbekommen, wie viel Wärme die Brenstoffzelle und wie viel die Gasheizung produziert???

  • Ein übliche Gastherme kostet 6-8 k€.

    Eine Heizung für 25 k€ (oder gar 50 k€ ohne Förderung) zu installieren grenzt schon fast an bedingungslosem Idealismus bar jeder Wirtschaftlichkeitsrechnung ...

    War irgendwie klar, dass das so eine Diskussion wird.


    Ich glaube das ist auch der Fehler in meiner Rechnung. Wahrscheinlich müsste man noch herausbekommen, wie viel Wärme die Brenstoffzelle und wie viel die Gasheizung produziert???

    Richtig. Die Zahlen sollte Dir Dein Anbieter liefern können.


    Bist Du Dir im Übrigen sicher, nur 2000 kWh Strom zu brauchen?



    basti313


    Für eine fehlerhafte Installation kann die Brennstoffzelle nichts. Mich erinnert das an mal anfängliche Diskussionen von vor 20-25 Jahren mit Solarthermie: "deckt 60 % des Wärembedarfs" .


    Ja klar, nur wovon?

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • basti313


    Für eine fehlerhafte Installation kann die Brennstoffzelle nichts. Mich erinnert das an mal anfängliche Diskussionen von vor 20-25 Jahren mit Solarthermie: "deckt 60 % des Wärembedarfs" .


    Ja klar, nur wovon?

    Was ist da falsch installiert? Mein Freund hat sogar beim Hersteller schon angefragt und laut dem ist es normal, dass die Zelle läuft wenn sie will....viele Parameter blabla....

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  • War irgendwie klar, dass das so eine Diskussion wird.

    Und was ist daran falsch auch darüber zu reden?

    Idealismus ist ein legitimer Grund in neue Technologien zu investieren (wenn man sie sich leisten kann).

    Die Wirtschaftlichkeit dürfte bei den meisten allerdings wichtiger sein.

    Und die Zuverlässigkeit noch viel mehr.


    den Krampf mit Gasmotoren oder Tiefen- bzw. Flächenkollektor würde ich mir nun wieder nicht antun

    In der Tat waren Gasmotoren ein Sackgasse für Private.

    Was hast Du denn gegen Erdwärme?

    Immerhin deutlich besser als diese Luft-WP-Kacke, bei gerade noch akzeptablen Investitionskosten.

  • Idealismus ist ein legitimer Grund in neue Technologien zu investieren (wenn man sie sich leisten kann).

    Das ist ein guter Punkt. Wenn man nach Umweltidealismus geht müsste jeder sein Haus mit Sonnenkollektoren zu bauen. Das ist die einzige Lösung, die weder fossile Brennstoffe verbraucht, noch Sondermüll erzeugt. Aber da sich eine PV Anlage um ein paar Prozent finanziell mehr lohnt macht das niemand mehr. Insofern denke ich ist eine 100%ige Diskussion der Wirtschaftlichkeit nötig.

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  • Immerhin deutlich besser als diese Luft-WP-Kacke, bei gerade noch akzeptablen Investitionskosten.

    Hi,

    melde mich mal mit einer seid 9 Jahren installierten Luft-WP-Kacke :D in einer DHH.

    Es kommt immer auf das geschulte Installationsteam an.

    Läuft seit Installation durch. Einmal ein Haarriss in der Garantie. Wurde getauscht.

    Haben aber auch die Anlage im Keller stehen. Kein hässliches Outdoorkästchen.


    Sind sehr zufrieden mit der Anlage.


    Ciao Mike