Steinschlag durch überholendes Fahrzeug?

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  • Hallo zusammen,


    vor einigen Jahren hatte ich das selbst schon mal und jetzt ist es einem Kollegen passiert:


    Man fährt das erlaubte Tempo + ortsüblichen Zuschlag, also in der regel + 20 km/h zu schnell. Trotzdem wird man noch überholt. Wie sieht es denn dann mit der Haftung aus, wenn einem der Überholende einen Stein in die Scheibe schleudert?


    Zumindestens wenn das Tempolimit aufgrund der verschmutzen Fahrbahn oder von Rollsplit erlassen wurde (wie es hier zur Zeit recht häufig ist) und er deutlich zu schnell war hat er doch recht eindeutig eine Mitschuld? Zumindestens ein Zeuge im eigenen Wagen sollte ja auch die Beweisfrage klären.


    Alexander

  • Ich hab sowas bei einem Kleintransporter mal versucht und bin gescheitert. Die gegnerische Versicherung argumentierte, das nur Zwillingsreifen Steine deren Größe ausreichend seien, eine Frontscheibe zu beschädigen, aufnehmen können. War ja Glasbruch und meine TK ist eingesprungen aber OK fand ich das trotzdem nicht. Wegen 75€ Selbstbeteiligung wollte ich aber auch keinen Rechtsstreit anfangen der vermutlich eh nach hinten losgegangen wäre.

    Gruß Hauke

  • Ich bin bei sowas auch schonmal gescheitert. Und das obwohl es ein Baustellen Lastwagen war. Im Ort. Nicht zu schnell gefahren. Nicht zu dicht aufgefahren. Und Zeuge hatte ich auch noch. Fotos vom Laster gemacht. Der Fahrer hat nur gelacht: "Zeigen sie mich doch an, da passiert nichts." Monatelange Gerichtsverfahren.


    In unserem Rechtssystem ist man am A.... wenn einem sowas passiert.


    Passiert das auf der AB ist man auch, wie schon erwähnt, in der Beweispflicht. Steinschlag auf der AB ist häufig. Hatte ich auch schon häufig. Und was soll man dann machen?


    Vielleicht sind ja hier Personen die sich da besser auskennen.


    Gruss Tom

  • ich kann den Ärger schon verstehen, da ich mich auch über Steinschläge auf Lack und Glas ärgere. Doch das ist eben unumgänglich. Ich weiß auch gar nicht wieviele Steine ich selbst schon auf andere Fahrzeuge geschleudert habe. Es ist IMHO richtig, daß man nicht für etwas haften muß, was man nicht beeinflussen kann, insbes. wenn es um Sachschäden geht die man mit Versicherungen mildern kann.


    Greetings
    frankman

  • Hi!
    Bei mir ist bei so etwas mal die TK eingetreten.
    Bei Gegenverkehr ist mir etwas auf die Frontscheibe geschleudert worden.
    Das Auto war schneller vorbei ,bevor ich eine Kfz-Nummer erkennen konnte.
    Ich konnte nur Ort und Zeit nennen.
    Habe dann eine neue Scheibe bekommen .
    Gruß Deep Fly

  • Zitat

    Es ist IMHO richtig, daß man nicht für etwas haften muß, was man nicht beeinflussen kann, insbes. wenn es um Sachschäden geht die man mit Versicherungen mildern kann.


    Wenn das beim "normalen" Fahren passiert sage ich ja auch nichts, sonder ärgere mich nur. Wenn da allerdings schon ein Schild "Verschmutzte Fahrbahn" oder "Rollsplit", verbunden mit einem Tempolimit steht und die Geschwindigkeit deutlichst überschritten wird, dann kann man die Sache doch wohl durchaus beeinflussen und sollte auch dafür grade stehen. Genau aus diesem Grund gibt es die Schilder ja.


    Mit der Versicherung ist das auch so eine Sache: Mit den Beiträgen zahlen wir das ja auch wieder mit.


    Schlecht wäre es natürlich auch nicht, wenn die Baustellenausfahrten irgendwann mal sauber gemacht würden. Da liegen hier teilweise wochenlang ganze Kies- und Erdberge herum. Muß ja auch nicht sein.


    Was ich mich in dem Zusammenhang auch immer frage: Wie machen das eigentlich die Motorradfahrer? Ein Stein der die Scheibe beschädigt kann den doch wahrscheinlich auch vom Motorrad putzen?


    Alexander

  • Ich ärgere mich in solchen Fällen jeweils immer nur noch einmal:
    Wenn's der erste Einschlag im nagelneuen Wagen ist. :mad:


    Alles, was danach kommt - tja. Allgemeine Betriebsgefahr und eben nicht zu vermeiden, egal, wie man selbst fährt.


    Rechtsstreitigkeiten wegen sowas anzufangen, halte ich für sinnlos.
    BTW: Wer weiß, wem ich schon (ohne es zu merken) einen "draufgeschossen" habe... :confused:;)

  • alexander: Meinst du wenn einen Motorradfahrer so ein Stein am Körper tifft?


    Motorradfahrer haben durch die Kleidung ja schon guten Schutz, allein der Wind zB reißt ja schon enorem an einem herum. Man merkt die kleinen Steine eigentlich nicht. Und am Visier hat man auch viele kleine Schäden, da es ja Plastikvisiere sind, die noch empfindlicher sind als Auto Glasscheiben oder Lack.

  • Zitat

    Original geschrieben von Peterle
    Ich ärgere mich in solchen Fällen jeweils immer nur noch einmal:
    Wenn's der erste Einschlag im nagelneuen Wagen ist. :mad:


    Alles, was danach kommt - tja. Allgemeine Betriebsgefahr und eben nicht zu vermeiden, egal, wie man selbst fährt.


    Rechtsstreitigkeiten wegen sowas anzufangen, halte ich für sinnlos.
    BTW: Wer weiß, wem ich schon (ohne es zu merken) einen "draufgeschossen" habe... :confused:;)


    100% agree :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von Peterle
    Ich ärgere mich in solchen Fällen jeweils immer nur noch einmal:
    Wenn's der erste Einschlag im nagelneuen Wagen ist. :mad:

    Blöd nur wenn der Einschlag so heftig ist das man direkt zumAutoglaser oder BMW fahren kann um sich eine neue Scheibe einbauen zu lassen :( Genau so ist es mir passiert und da flucht man schon ne runde rum auch wenns Auto älter ist und versucht den Schaden vom Verursacher regulieren zu lassen. Ich hatte in der Fahrschule einst bei der Klasse 2 gelernt, das man seine Reifen kontrollieren soll falls man von einer Baustelle gefahren ist um genau sowas zu vermeiden. Das steht zwar nirgendwo geschrieben aber im Smaltalk des Theorieunterricht wurde uns das eindringlich nahegelegt.

    Gruß Hauke

  • Zitat

    Original geschrieben von herby
    Wenn ich verlorene Steine auf einer Straße erblicke, wird mein Abstand zum Vordermann schlagartig wesentlich größer. :rolleyes:


    Auch das nützt recht wenig, wenn der "Stein" vom Vor-Vordermann stammt und dich als zweiter in der Kette trifft. Auuch auf Landstraßen bei Tempo ~~110 - 120 möglich. ;) => "Allgemeine Betriebsgefahr"

  • Zitat

    Ich ärgere mich in solchen Fällen jeweils immer nur noch einmal: Wenn's der erste Einschlag im nagelneuen Wagen ist


    Ich rede ja nicht von den vielen kleinen Sprenkeln auf der Motorhaube. Die gefallen mir zwar auch nicht, gehören aber zum unvermeidbaren Verschleiß. Ich meinte Situationen mit echten Schäden z.B. an der Frontscheibe, die durch unangepaßtes Verhalten anderer verursacht werden.


    TommyLee
    Da kann ich mich ja nur über die Motorradfahrer wundern, die im Sommer ohne Schutzausrüstung oder mit offenem Visier fahren.


    herby
    Genau so halte ich es auch.


    @Erdinger
    Da hast Du leider nicht ganz Unrecht. Bei Temp 100 kann so ein Steinchen grob abgeschätz 70-80 m weit fliegen, das doppelte müßte man an Abstand halten. Allerdings wird die Gefahr eines Schadens natürlich reduziert.


    Ich hab auch den Eindruck, daß die Leute bei solchen Sachen immer unachtsammer werden. Da hängen halbe Ziegelsteine in den Zwillingsreifen, Baustellenausfahrten werden wochenlang nicht gereinigt und gleichen einer Kiesgrube. Schön finde ich auch immer wieder die Beladungsakrobatiken die man so beobachten kann. Die vorhandenen Planen scheinen ja eh nur Zierde zu sein und werden nie genutzt. Gleichzeitig werden die LKW bis zum Anschlag gefüllt, so daß in jeder Kurve oder Bodenwelle Ladung verloren geht.


    Hier bei uns ist ja grade die Zuckerrübenernte zu ende gegangen. Auch da jedes Jahr das gleiche Spiel: Die Hänger werden bis Ultimo vollgeladen und überall kann man die Zuckerrüben auf der Straße finden. Natürlich passiert auch jedes Jahr mindestens ein Unfall. Wirklich zu stören scheint es aber keinen.


    Alexander

  • Zitat

    Original geschrieben von herby
    Was ich auch unverschämt finde ist, daß viele LKWs, direkt von Baustellen auf die Autobahm fahren und dort den angehafteten Dreck von der Bereifung in der Gegend herumschleudern.


    Manchmal traut man sich nicht richtig, an solchen Dreckschleudern vorbeizufahren.

    Oder was viel schlimmer ist den Dreck auf der Fahrbahn verteilen und so festfahren das die Kehrmaschine am Abend es nicht weg bekommt. Wenn es dann regnet gibt das eine richtig rutschige Fläche.


    Die Bauern hier in der Gegend wurden verdonnert ihre Feldzufahrten mit Warnschilder zu sichern und am Abend zu säubern. Für Baustellenzufahrten sollte das selbe gelten aber scheinbar haben die Narrenfreiheit.

    Gruß Hauke

  • Aktuell bei uns eine Baustelle an einer Bundesstraße => Kilometerbeschränkung auf 40 KM - Baustelle - verschmutzte Fahrbahnen. So einfach geht das. Anstatt die Straße regelmäßig zu reinigen (reinste Schlammwüste :mad: ) wird die Höchstgeschwindigkeit begrenzt. So kann man Geld sparen. :mad:

  • Zitat

    Original geschrieben von Erdinger
    Aktuell bei uns eine Baustelle an einer Bundesstraße => Kilometerbeschränkung auf 40 KM - Baustelle - verschmutzte Fahrbahnen. So einfach geht das. Anstatt die Straße regelmäßig zu reinigen (reinste Schlammwüste :mad: ) wird die Höchstgeschwindigkeit begrenzt. So kann man Geld sparen. :mad:

    Oder verdienen wenn dort gemessen wird :mad:

    Gruß Hauke