Müssen Fahrtkosten für ein Bewerbungsgespräch auch übernommen werden, wenn man selber

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  • Zitat

    Original geschrieben von mpo
    oh mann. selbstverständlich war ich beim gespräch, habe aber dann den job abgesagt.


    meinst du wirklich ich verlange fahrtkosten für eine fahrt die ich nie gemacht habe ? :kpatsch::kpatsch::kpatsch:


    OK, sorry und Entschuldigung.....dann habe ich deinen Beitrag falsch interpretiert. Ändert aber an meiner Meinung leider nichts, das bei einer Selbstabsage , egal aus welchem Grund, ich eine Fahrtkostenerstattung nicht als gegeben ansehe.


    Trotzdem "Herzliche Glückwunsch" zum neuen Job!

  • Zitat

    Original geschrieben von Erdinger
    OK, sorry und Entschuldigung.....dann habe ich deinen Beitrag falsch interpretiert.


    no problem :)

  • Nur mußt nur in der Einladung ausdrücklich betonen, das du die Fahrtkosten nicht erstattest!
    Ansonsten trifft Paragraph 670 BGB zu:
    Macht der Beauftragte zum Zwecke der Ausführung des Auftrags Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet.


    Mit der Einladung erteilst du den Auftrag zu dir zu kommen. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Feuerwehr520i
    Ich stell mir gerade vor, wenn ich 50 Bewerber einlade...

    Niemand lädt 50 Bewerber ein. Da wird eine Vorauswahl getroffen und eingeladen werden 3 - 5 Bewerber, die in die engere Auswahl kommen. Wenn Du ca. 1 - 1,5 Stunden je Interview ansetzt, wie lange soll denn so was dauern bei 50 Leuten?


    Na, so was kannst Du als Beamter natürlich nicht wissen. ;)


    Gruß


    Ruler


  • Beim letzten Bewerbungsgespräch, wo ich war und die Fahrtkosten gezahlt haben, waren außer mir 80 andere. Pilotentest Lufthansa.


    Ich war einer von 3, die bestanden haben... bin aber nicht geblieben. Die Fahrtkosten haben sie dennoch gezahlt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Bartman
    Beim letzten Bewerbungsgespräch, wo ich war und die Fahrtkosten gezahlt haben, waren außer mir 80 andere. Pilotentest Lufthansa.

    Okay, Spezialfall. In der Regel wird aber die Vorauswahl nach Lebenslauf / Anschreiben getroffen und man muss die Bewerber nicht alle einladen zum "Testen".


    Gruß


    Ruler

  • Also ich find das trotzdem krass. Man bewirbt sich wo um einen Job zu bekommen und der eventuelle zukünftige Arbeitgeber soll einem dann gefälligst die Fahrtkosten zahlen?


    Entweder ich habe eine altmodisches oder seltsames Verständnis von der Welt. :rolleyes::D


    Und wie sheapfla oben schon schreibt: Bei einer Absage durch mich selbst käme ich mir erst recht seltsam vor, dann auch noch Geld zu verlangen.

    Niemand kann Dir VORHER sagen wie man es richtig macht. Aber NACHHER wissen alle wie man es besser hätte machen können. :idee:

  • Zitat

    Original geschrieben von Feuerwehr520i
    Man bewirbt sich wo um einen Job zu bekommen und der eventuelle zukünftige Arbeitgeber soll einem dann gefälligst die Fahrtkosten zahlen?

    Das ist üblich.


    Aber sieh es doch mal anders herum: Der Arbeitgeber sucht für einen undankbaren und schlecht bezahlten Job einen Topmann wie Dich. Also kann er auch dafür zahlen, dass Du Deine kostbare Zeit, Dein Benzin und Deinen BMW dafür opferst, Dir den Laden mal anzuschauen. ;)


    Gruß


    Ruler



  • *lol*


    Das is mal n Statement! :D


    Finde auch nichts Verwerfliches daran, dass man für immerhin 800km eine Fahrtkostenerstattung bekommt. Wenn jm. eh genug Geld hat, mag es "seltsam" sein, aber wie er selbst schreibt, braucht er das Geld.


    Scheinbar haben beide Parteien doch nicht so gut zusammen gepasst wie ursprünglich angenommen oder womöglich war das Angebot so sehr unter Wert, dass mpo "dumm" gewesen wäre, wenn er dieses Angebot angenommen hätte...


    Ich finde es legitim, eine Fahrtkostenerstattung zu verlangen, auch wenn ich persönlich u.U. bereit wäre darauf zu verzichten (z.B. wenn der neue Job so super ist und ich nicht am Hungertuch nagen muss, wenn die Unkosten selber tragen muss).


    Gruß Francesco

    Fortes fortuna adiuvat - Den Tüchtigen hilft das Glück (hofftl.)! :)


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  • Was schätzt Ihr, wieviel % der Unternehmen in etwa die Fahrtkostenerstattung von vornherein ausschließen? Ich habe das jetzt u. a. beim Dänischen Bettenlager erlebt.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Dem Statement von Zinn ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Denn das trifft es zu 100%.


    Wer jemanden zum Vorstellungsgespräch einlädt, zahlt die Aufwendungen, die der Eingeladene hat, um dorthin zu kommen. Es sei denn, die Übernahme der Fahrtkosten wird in der Einladung bereits ausgeschlossen.


    Ob und wieviele Unternehmen das machen, weiss ich nicht. ich vermute, das ist Job- und vor allem branchenbezogen sehr zunterschiedlich. In der IT z.B. sehr unüblich (der Ausschluss der Fahrtkostenübernahme).

    Viele Grüße --Michael--
    "Frontantrieb ist entgangene Lebensfreude" (A. Merkle, 2005)
    520dT (F11)

  • Völlig d'accord, Ruler.


    Wisst Ihr eigentlich, was die Firmen für Anstrengungen unternehmen, um gute Leute zu bekommen? Die zahlen an Headhunter für die Vermittlung guter BWL'er locker ein halbes, in manchen Fällen ein ganzes Jahresgehalt. Da freuen die sich über jeden guten Bewerber, der sich von selbst meldet. Der Arbeitgeber hat ja schon die interessanten Leute herausgefiltert. Wer dann eingeladen wird, ist solch ein Interessanter für den Arbeitgeber.


    Verkauft Euch nicht unter Wert. Ein Job ist kein Almosen, sondern ein beiderseitiges Geschäft. Im Normalfall ist Eure Wirtschaftsleistung größer bis viel größer als Euer Gehalt. Der Arbeitgeber sackt den Vorteil ein.

  • Und wie ist das, wenn ich nach dem Gespräch, das die süßeste aller Personalleiterinnen geführt hat, so was von scharf bin, daß ich danach in den örtlichen Puff gehe: Zahlt das der Arbeitgeber dann auch? Oder nur, wenn ich die offerierte Arbeitsstelle auch antrete? Oder muß der Arbeitgeber nur eine Nutte 2. Klasse zahlen?

  • Zitat

    Original geschrieben von mueckenburg
    Ein Job ist kein Almosen, sondern ein beiderseitiges Geschäft.

    So ist das. Wobei man aber nicht vergessen darf, dass der Arbeitgeber i.d.R. in der stärkeren Position ist.


    Aber man kann selbst eine Menge dafür tun, um das Verhältnis eher in Richtung Gleichgewicht zu bringen. Ich würde es hassen, um einen Job betteln zu müssen. Mein Bestreben ist es, so gut zu sein, dass mein Chef Schweissausbrüche kriegt bei dem Gedanken, ich könnte kündigen. ;)


    Tomster, was willst Du uns sagen? :confused:


    Gruß


    Ruler

  • Zitat

    Original geschrieben von mueckenburg
    Ein Job ist kein Almosen, sondern ein beiderseitiges Geschäft. Im Normalfall ist Eure Wirtschaftsleistung größer bis viel größer als Euer Gehalt. Der Arbeitgeber sackt den Vorteil ein.


    Tach Mueckenburg,
    für meinen persönlichen Gerechtigkeitssinn gehen solche Äußerungen ein bißchen in Richtung Demagogie (Volksverhetzung). Denn:
    Wer seine Wirtschaftsleistung zu 100% (von Steuern und Abgaben reden wir wir nicht) selbst einstreichen will, soll und darf sich selbständig machen. Wir haben die Gewerbefreiheit seit ca. 150 Jahren.
    Wer nicht selbständig arbeiten kann oder will, muss seine Wirtschaftsleistung mit demjenigen (Arbeitgeber) teilen, der das Kapital (Arbeitsplatz, Kundenbeziehungen) zur Verfügung stellt und insbesondere auch alle Risiken trägt (z.B. dass der Arbeitnehmer krank wird, die Kunden nicht zahlen oder die Maschine verreckt).
    All das sehe ich nicht als "Vorteil", sondern als Entgelt für Kapital und Risiko.
    Entgelt wäre erst der Mehrwert, der zusätzlich über Vorgenanntes hinausgeht, also je nach Branche eine Verzinsung des Eigenkapitals von ca. 15-25% überschreitet.


    Was den Ersatz von Vorstellungskosten betrifft:
    Wenn ich jemanden bestelle, zahle ich ihm auch die Kosten, und zwar ungefragt und aus gesundem moralischem Rechtsempfinden. Allerdings: Wenn der Bewerber mich fragt, kriegt er einen Minuspunkt in die Bewertung, denn er zeigt, dass er sein Lebensrisiko auf mich abwälzen will. (Wenn er ansonsten gut ist, nehme ich ihn trotzdem.


    Obwohl es rechtlich wohl nicht geht, sollte man zwischen Arbeitgebern wie Lufthansa oder SAP einerseits und Metzgermeister, Steuerbüro oder Versicherungsvertreter andererseits differenzieren. Bei den Kleinen könnte es nach einigen Bewerbern schon ans Sparbuch gehen.


    Besten Gruß: Nonno

    Gruß von: Nonno Pazzo

  • Mein lieber Nonno,


    ich bin eigentlich nicht empfindlich, aber mir "Volksverhetzung" vorzuwerfen ist schon ein starkes Stück und eine ziemliche Frechheit. In der Sache bestätigst Du im Grunde das von mir gesagte und ergänzt es um Eigenlob. Und was die Wortwahl angeht, s.o.

  • Zitat

    Original geschrieben von Datensalat
    Obwohl es rechtlich wohl nicht geht, sollte man zwischen Arbeitgebern wie Lufthansa oder SAP einerseits und Metzgermeister, Steuerbüro oder Versicherungsvertreter andererseits differenzieren. Bei den Kleinen könnte es nach einigen Bewerbern schon ans Sparbuch gehen.
    Besten Gruß: Nonno


    Wenn einer von den "kleinen" Bewerber aus anderen Städten oder vielleicht noch anderen Bundesländern einlädt :rolleyes: . Dann muss er halt auch die Kosten tragen :)
    Wird eher selten der Fall sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von mueckenburg
    Mein lieber Nonno,


    ich bin eigentlich nicht empfindlich, aber mir "Volksverhetzung" vorzuwerfen ist schon ein starkes Stück und eine ziemliche Frechheit. In der Sache bestätigst Du im Grunde das von mir gesagte und ergänzt es um Eigenlob. Und was die Wortwahl angeht, s.o.


    er hat ja nur gesagt das das in die richtung geht


    wer lesen kann ist klarim vorteil :D