Eigentumswohnung

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  • e46fan: volle Zustimmung. Altbauwohnungen in gutem Zustand sind gefragt. Ich bin in so einer Stadtwohnung (Höhe 3,20, Stuckdecken etc.) aufgewachsen, und muß sagen daß Neubauwohnungen nicht mal annähernd die Bau- und Wohnqualität bieten ... und ja: Lage, Lage, Lage ... gaaaaaaanz wichtig.


    Wenn man Zeit hat, so eine Wohnung vernünftig zu renovieren, ist das sicher eine gute Idee. Das klappt bei mir zur Zeit nicht.


    Zu der Eingangsfrage des Threads: ich sehe es so, wie von einigen schon beschrieben: eine Wohnung kaufen lohnt sich IMHO nicht, zumal für jüngere die Ortsbindung heutzutage kaum mehr tragbar ist (Jobsituation). Um bei Auszug mich um die Vermietung zu kümmern, habe ich weder Lust noch Zeit. Verkauf ist sicher möglich, aber wieder mit Kosten und teilw. schlecht kalkulierbaren Preisentwicklungen verbunden.


    Ich könnte mir vorstellen, mit etwa 50-55 Jahren mich nach einem alleinstehendem Haus umzusehen. Aber: es gibt auch sehr angenehme städtische Wohnlagen, auch als Wohnung mit hausähnlichen Vorteilen.


    Ein Reihenhaus würde ich nie beziehen, verbindet in idealer Weise die Nachteile einer Wohnung mit den Nachteilen eines Hauses ... ich weiß das diese oft als 'günstig' angepriesen werden, aber fast jedes Neubau-Reihenhaus kostet mehr als ein alleinstehendes Gebrauchthaus im gleichen Ort.


    Rein finanziell betrachtet lohnt sich aufgrund der sinkenden Bevölkerungszahl ein Wohnimmobilienerwerb nur in gefragten Top-Lagen, alles andere ist IMHO längerfristig ein Verlustmodell. Daher bleiben meine Holde und ich erstmal Mieter ... was hilft mir die tolle 4,21% Finanzierung, wenn die Bude in 15 Jahren nur noch die Hälfte an Wert hat.


    Gruß
    Robert

    "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" - Helmut Schmidt

  • Zitat

    was hilft mir die tolle 4,21% Finanzierung, wenn die Bude in 15 Jahren nur noch die Hälfte an Wert hat.


    Sehr richtig, genau die Gefahr sehe ich auch. Und wenn ich sehe, was momentan wegen dem Niedrigzins überall an Wohungen aus dem Boden gestampft wird ist die Annahme auch sehr berechtigt.

  • Wenn Du Dir eine gebrauchte ETW kaufen willst, lasse Dir unbedingt die letzten 3 Protokolle der Eigentümerversammlung in Kopie geben und lies sie Dir genau durch.


    Da erfährst Du evtl. mehr über das Objekt, als Du selbst erkennen kannst.


    Ich wohne übrigens zur Miete (große Wohnung am Land), habe jedoch 2 kleinere ETW in der Stadt.


    So bleibe ich flexibel und habe Immobilien als Kapitalanlage.

    :top:
  • stehe vor dem gleichen problem...


    es gibt ja so "rechner" im i-net ...bei denen man ausgerechnet bekommt, ab wann sich der kauf rechnet...bei mir sagen diese, ab dem 7tenJahr rechnet sich der kauf...allerdings finde ich auch nachteilig:


    1. Eigenkapital...is erst mal weg
    2. wenn ich jetzt eine Wohnung kaufe die z.B. 15 jahre alt ist, dann sind das in 16 jahren insgesamt 31 jahre...wie sieht das haus dann aus? schaue ich mir im moment häuser an, die 31 jahre alt sind, dann würde ich eher sagen, dass diese in vielen fällen nicht besonders einladend wirken...


    3. risiko: was für eine wohngegend ist das in 16 oder 20 jahren? - ziehen da dann nur noch menschen ohne deutschkenntnisse hin?


    4. was ist, wenn teilweise eigentümer wechseln und "assis" einziehen (damit meine ich einfach leute, die immer und immer wieder ärger machen?)


    5. wo arbeite ich dann? immer noch hier?


    dafür spricht:
    1.man hat das gute gefühl für sich selbst "miete" zu zahlen
    2. bei mir wäre die Investition im direkten Rhein/Main - Gebiet - dies mit sehr günstigen Prognosen bzgl. Bevölkerungsentwicklung
    3. man kann in der wohnung (fast) machen was man will (Gestaltung)
    4.zinsen sind wirklich extrem niedrig (hab 4,14 eff. bei 15jahren bindung gefunden)
    5. eigenheimzulage (wozu verschenken?)



    sonst fällt mir nicht so viel ein...


    keine ahnung...


    aber hausbau ist leider (siehe rhein-main) so gut wie ausgeschlossen, allein die grundstückspreise sind in guten lagen (bergstrasse und co.) für meine begriffe völlig utopisch

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Zitat

    Original geschrieben von DWW
    Nach X Jahren hat man wenigstens noch die ETW, bei Miete hat man GAR NICHTS! Kein gezahltes Geld, das ist einfach weg und keine Wohnung. :flop:


    darin sehe ich aber auch kein problem.


    mal angenommen: ich bin 75 jahre alt und habe eine 35 jahre alte ETW und muss ins pflegeheim oder ich bin 75 jahre alt und wohne in miete und muss ins pflegeheim...wer renoviert mir meine ETW im alter? da kann ich gut dafür zahlen weil ich mir immer handwerker kommen lassen muss.


    bauen als altersvorsorge ist völlig falsch. das geld gebe ich schon zu lebzeiten für die werterhaltung meines eigentums aus und im alter brauche ich kein haus mehr. je weniger desto besser. ich darf meine jetzigen bau oder wohnwünsche nicht 30 oder 40 jahre in die zukunft projizieren. wo wohnt eure oma und euer opa denn jetzt?


    ich stand auch mal vor der überlegung: miete oder ETW und die mehrheit spricht immer für die miete.


    dann eher ein EFH und zwar ein kleines und sehr günstiges ohne keller und in günstiger fertigbauweise. wenn das teil 40 jahre steht.... das reicht mir...dann bin ich 75 und suche mir schon auf dem friedhof a platzerl...

    Zent(ralf)riedhof

  • Zitat

    Original geschrieben von akuma
    darin sehe ich aber auch kein problem.


    mal angenommen: ich bin 75 jahre alt und habe eine 35 jahre alte ETW und muss ins pflegeheim oder ich bin 75 jahre alt und wohne in miete und muss ins pflegeheim...


    du kannst aber auch deine (renovierungsbedürftige) ETW verkaufen...
    Und wenn du glaubst, dein Vermieter legt die (zukünftigen) Kosten deiner Wohnung nicht auf die Miete um, dann täuschst du dich ganz gewaltig (oder dein Vermieter ist nicht der hellste). Oder glaubst du, dein Vermieter legt Geld drauf, damit du in seiner Wohnung wohnst??

    :confused:


    Mobilität ist für micht der einzige Grund, der gegen Wohneigentum spricht, aber sonst...

    :rolleyes:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Ich seh das mit der MTW so wie mit dem Auto leasen. Man bezahlt für die Nutzung und wenns einem nicht mehr gefällt sucht man sich was neues.

  • ja klar, aber sich einzureden, daß es billiger wäre halte ich für Unsinn...

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • bei manchen ist das bestimmt der fall.


    ist immer eine frage der rahmenbedingungen.


    wieviel eigenkapital habe ich. wie ist der zins, gesamtkosten usw...

    Zent(ralf)riedhof

  • Zitat

    Original geschrieben von akuma
    wie ist der zins,


    Gerade billig wie nie.... Könntemich in ***** beissen. Ich hätte lieber 5 statt 10 Jahre Zinsbindung nehmen sollen. Kostet mich seit Januar (Ablauf der 5 Jahre) jeden Monat über 100€ die ich mehr zahle als ich jetzt bei neuem Zinsatz zahlen würde. Effektiv sogar mehr, da ich natürlich nach Ablauf der Zinsbindung weniger Kreditsumme gehabt hätte. Aber woher soll man das vorher wissen wie der Zins in 5 Jahren ist?

    :rolleyes:

    Die Frage die man sich immer wieder stellen sollte, ist "Hä?"...

  • Zitat

    Original geschrieben von golfer
    5. eigenheimzulage (wozu verschenken?)


    bekommt aber ja lange nicht jeder. IMHO nur für Verheiratete interessant. Als Einzelperson kommt man doch aufgrund der niedrigen Einkommensgrenzen zu 90% nicht in den Genuss...

    :(
  • stimmt...ich habe übersehen, dass da das Einkommen von 2 jahren zusammengerechnet wird...dumme Sache, also wars nix mit Zulage für mich :kpatsch:


    trotzdem rechnet es sich lt. stiftung warentest schon nach 7 jahren...oha

    Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen.
    William Shakespeare

  • Zitat

    Original geschrieben von akuma
    und im alter brauche ich kein haus mehr.


    Das versteh ich jetzt nicht ganz. Wieso braucht man im Alter kein Haus mehr? Oder hast du das nur auf dich bezogen?


    Ich bin froh das ich im Alter ein Haus habe (vorrausgesetzt ich schaffe es den Rest noch abzubezahlen

    :D

    ).


    Gruss
    Joe

    "Und stehst du nackt im Odenwald, dann werden dir die Hoden kalt"
    Unbekannter Philosoph

  • Zitat

    Original geschrieben von golfer
    stimmt...ich habe übersehen, dass da das Einkommen von 2 jahren zusammengerechnet wird...dumme Sache, also wars nix mit Zulage für mich :kpatsch:


    trotzdem rechnet es sich lt. stiftung warentest schon nach 7 jahren...oha


    Tatsächlich


    Zitat

    Der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte darf im Jahr der Beantragung und im Vorjahr zusammen 70.000 € bei Alleinstehenden und 140.000 € bei Verheirateten nicht übersteigen.


    Gehen die von brutto oder netto aus?

  • Zitat

    Original geschrieben von akuma
    und im alter brauche ich kein haus mehr.

    Und du willst auch keine Kinder ?!? Ich möchte für meinen Teil jedenfalls nicht mit 2-3 Kindern im Wohnklo (ETW) leben

    ;)


    Zitat

    Original geschrieben von joedi
    Ich bin froh das ich im Alter ein Haus habe

    Ganz meine Meinung

    :top:
  • nein momentan wollen wir keine kinder.


    tja joedi. leider werde ich deine meinung nicht mehr hören wenn du mal alt bist und in deinem haus sitzt und alleine keine arbeiten mehr daran verrichten kannst und dir das treppensteigen schwer fällt und das rasenmähen und das streichen...


    die alten hausbesitzer die ich kenne wollen im alter lieber in eine wohnung und keine arbeit mehr haben...


    was für einen vorteil hast du im alter in einem 35 jahre altem haus?

    Zent(ralf)riedhof

  • Zitat

    Original geschrieben von akuma
    nein momentan wollen wir keine kinder.

    Karriere ? Kinder zu teuer ? Du bist doch auch nicht mehr der jüngste

    ;)

    :D


    Willst du auch im Rentenalter hier in Deutschland zwischen Millionen von osteuropäischen Nachkommen leben ?




    Zitat


    was für einen vorteil hast du im alter in einem 35 jahre altem haus?

    Mein Haus ist Baujahr 69/70 (=35 Jahre). So viel gibts da nicht zu machen. Ausser Gartenarbeit, neuer Heizungsbrenner und neuer Anstrich ist da noch nix großartiges gewesen...
    Das ist noch deutsche Wertarbeit.
    Und wenn dann lässt man es von dem gesparten Geld von einem Handwerker machen.


  • Da mein Häuslein über zwei komplette Wohnungen verfügt, hoffe ich doch das wenigstens eines meiner beiden Kinder die zweite Wohnung bezieht (Sicher ist das natürlich nicht). Und wenn ich sie richtig erzogen habe, werden sie mir vielleicht auch einige Arbeit abnehmen. Wenn man natürlich keine Kinder hat dann muss man es sich das mit dem Haus überlegen. Andererseits ist man sich, ohne Kinder, ziemlich sicher das man im Alter gleich ins Heim kommt, da ja niemand mehr da ist der sich um einen kümmern kann.


    Was in dreissig Jahren ist kann natürlich keiner vorraussehen, aber ich genieße die Gegenwart in meinem Haus mit Garten und mit meiner Familie.


    Gruss
    Joe

    "Und stehst du nackt im Odenwald, dann werden dir die Hoden kalt"
    Unbekannter Philosoph

  • in deiner rechnung hast du aber eben diese zwei unsicherheitsfaktoren. ziehen die kinder bei dir ein und kümmern sie sich im alter um dich...


    ich für meinen teil würde keine entscheidungen treffen bei denen ich erst in ein paar jahrzehnten vielleicht profitiere. die kosten haben ich ja dafür in der gegenwart.


    in deinem letzten satz hast du recht: man muss die gegenwart geniessen und zwar egal wo, ob nun im eigenheim oder im haus und jeder setzt für sich halt andere prioritäten...


    falls ich mal ein pflegefall wäre und ich hätte kinder... ich weiss nicht ob ich sie darum bitten würde...zu groß ist der einschnitt in deren leben...

    Zent(ralf)riedhof