München (und der Rest Deutschlands) meldet....Extremwetter!

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  • Das dürfte aber andere Gründe gehabt haben in der SBZ ...... ;)

    Will meinen: Die Kirschen, gab´s ja nicht für die eigene Bevölkerung, sondern um Devisen zu beschaffen.

    D.h. wenn man sie nicht vom Baum weg "organisiert" hat, waren sie eben anderweitig weg.

    nee, den Hofhund-Einsatz gab es auch schon vor '45

    und einer der Hunde hat das mit seinem Leben bezahlt; er hat jemanden ernsthaft gebissen und wurde erschossen


    zur Devisenbeschaffung: nö, hat offensichtlich keinen interessiert, denn kurz nach der "Kollektivierung" wurde die Plantage einfach mal abgeholzt und dort ein Kuhstall hingestellt


    Den Kuhstall gibt es heute noch, wird von einem Holländer bewirtschaftet

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Mein Vater wohnt auch sehr ländlich auf dem Dorf, auch wenn die Kreisstadt in 15min zu erreichen ist. Vor seinem Haus hat er vor Jahren mal Weihnachtsbäume gepflanzt, die wurden selbst von einige Leuten aus dem Ort geklaut. Hätten sie gefragt hätte er sie wahrscheinlich verschenkt…

    Reichlich merkwürdig. Wer sowas bei uns in der Gegend machen würde und es käme raus, der bekäme keinen Fuß mehr auf den Boden.

  • Das ist zwar ein altes Dorf, seit mindestens 1055, aber natürlich sind da mit der Zeit auch Leute neu hingezogen. Manche von denen bekommen da eh keinen Fuß auf den Boden, noch nicht eingezogen und schon zwei Nachbarn verklagt. Das sind bei uns in Westfalen, wo man nach 80 Jahren noch der „zugezogene“ ist, die besten Voraussetzungen.


    Ist auch nicht so, dass man hoffen kann nicht gesehen zu werden, aus dem Haus kann mein Vater das Gelände einsehen. Spricht man die Leute an, wird natürlich alles abgestritten. Auf dem Dorf wissen die meisten auch, wem das gehört, wäre also nicht so, dass man nicht herausbekommen könnte, wen man fragen muss. Die meisten „alten“ fragen halt und sägen sich ihren Baum ab, von denen muss natürlich keiner zahlen.

  • Kann man davon ausgehen, dass nun vermutlich 98% der Häuser an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden? Ich vermute mal ja, in 3 Jahren sieht es dort aus wie vor der Katastrophe. Vermutlich wird man sich noch ein paar Hochwassermaßnahmen überlegen, aber bei einer solchen Wucht wird das auch nichts helfen. Also egal ob es in 10, 30 oder 100 Jahren wieder passiert: Richtige Konsequenzen zur Ansiedlung am Wasser wird man nicht ziehen, oder?


    Frage nur laienhaft, weil ich mich frage wie diese Themen vor Ort diskutiert werden. Da muss ja nun Butter bei die Fische... :(

    > welcher ist mein nächster...? >

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Kann man davon ausgehen, dass nun vermutlich 98% der Häuser an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden?

    Ich habe den Eindruck an manchen Stellen ist das Grundstück gleich mit weggeschwemmt worden.... :heul:


    Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Kann man davon ausgehen, dass nun vermutlich 98% der Häuser an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden?

    Natürlich. Bei uns in der Stadt sind die Hochwassermarken von 1895 auch in der Höhe von 2m an manchem Haus, das bleibt bewohnt. Und man ist jedes mal aufs neue überrascht wenn man Sandsäcke braucht und der Keller schwimmt :rolleyes: Das ist dasselbe wie der städtische Winterdienst, da kommt der Winter auch jedes Jahr so überraschend dass man mehrere Tage die Strassen nicht frei bekommt. Denken wird überbewertet.

    Ich dachte echt erst die verarschen uns mit der CO2 Steuer. Aber kaum bezahlt, zack, 16 Grad im August :idee:

  • Ich habe den Eindruck an manchen Stellen ist das Grundstück gleich mit weggeschwemmt worden.... :heul:


    Jan Henning


    Natürlich. Bei uns in der Stadt sind die Hochwassermarken von 1895 auch in der Höhe von 2m an manchem Haus, das bleibt bewohnt. Und man ist jedes mal aufs neue überrascht wenn man Sandsäcke braucht und der Keller schwimmt :rolleyes: Das ist dasselbe wie der städtische Winterdienst, da kommt der Winter auch jedes Jahr so überraschend dass man mehrere Tage die Strassen nicht frei bekommt. Denken wird überbewertet.

    Da ist das eine so richtig wie das Andere.


    Ja... vermutlich werden die Grundstücke "wiederhergestellt" mittels Stützmauern usw. die Häuser wieder aufgebaut genau dort wo wie sie vorher waren. Dann allerdings nach neuen Baurichtlinien, die sich in den letzten 100 Jahren drastisch verschärft haben.


    Ja. Prickelnd ist das nicht, den gleichen Fehler wieder zu machen. Die Frage ist nur: Wer hat die bessere Idee?


    Man könnte natürlich diejenigen, die es jetzt "richtig getroffen" hat, umsiedeln auf einen anderen Grund, der Gemeinde, Land oder Bund gehört und dort von vorne anfangen.

    Das hätte aber auch für diejenigen, die dann dort bleiben "müssen", weil ihr Haus nicht weggespült wurde, immense Auswirkungen.

    Gewöhnlich befindet sich ja das, was es so an Infrastruktur gibt in einem Dorf, an der Hauptstraße/Marktplatz/eben halt "unten".

    Das ist nu weg. Die einen siedelt man auf der grünen Wiese neu an, die anderen bleiben ohne Infrastruktur zurück, da nicht geschädigt.

    Ist auch nicht gerade der Königweg.


    Was also sinnvoller tun, damit sich sowas (was alle paar hundert Jahre mal passieren kann) nicht wiederholt?


    Am sinnvollsten sind meiner bescheidenen Meinung nach immer noch sinnvolle und nach menschlichem Ermessen ausreichende Hochwasserschutzmaßnahmen. Die aber gescheid. Wird aber auch nicht ausreichen, wenn es, aus welchen Gründen auch immer, dann statt 240l/m² in 40 Std. irgendwann 800l/m² in 24 Std. regnet.

    Wenn man mit solchen Extremszenarien rechnen will, kann man wohl die Hälfte von Deutschlands Fläche für unbewohnbar bzw. unbesiedelbar deklarieren, was angesichts unserer Bevölkerungsdichte aber nicht haltbar ist.

  • Kann man davon ausgehen, dass nun vermutlich 98% der Häuser an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden? Ich vermute mal ja, in 3 Jahren sieht es dort aus wie vor der Katastrophe. Vermutlich wird man sich noch ein paar Hochwassermaßnahmen überlegen, aber bei einer solchen Wucht wird das auch nichts helfen. Also egal ob es in 10, 30 oder 100 Jahren wieder passiert: Richtige Konsequenzen zur Ansiedlung am Wasser wird man nicht ziehen, oder?


    Ich denke da etwas zu sagen ist noch viel zu früh, auch weil die Ursachen z.B. an der Ahr und hier bei uns etwas unterschiedlich waren. Wenn man aber konsequent an den Stellen nicht mehr bauen will, dann muss man das Ahrtal quasi komplett entvölkern und Städte wie Eschweiler und Stolberg zumindest großflächig umsiedeln. Das sind keine Großstädte aber auch keine Dörfer, da reden wir dann am Ende über eine satt fünfstellige Zahl an Personen. Ich glaube nicht, das das realistisch ist. Wir haben aber z.B. auch nicht Hamburg nach der großen Sturmflut aufgegeben.



    Natürlich. Bei uns in der Stadt sind die Hochwassermarken von 1895 auch in der Höhe von 2m an manchem Haus, das bleibt bewohnt.


    Der Unterschied dürfte sein, dass früher die Höhe der Sachschäden geringer war, wahrscheinlich auch weniger Menschenleben, da weniger dicht besiedelt.


    An der Ahr wurden alte Höchststände ja teilweise ja um mehr als 100% übertroffen. Hinzu kommt, dass oftmals kleine Bäche, die normalerweise nur ein paar Zentimeter Wasser führen, plötzlich ein paar Meter hatten. Wenn man diese Maßstäbe anlegt bin ich mir nicht sicher, ob es überhaupt noch eine Ecke in Deutschland gibt an der man bauen könnte, kleine Bäche sind fast immer in der Nähe.


    Und es geht noch weiter, in der Zeitung war letztens ein Interview mit einem Hydrologen. Der sagte, dass bei den Regenmengen auch schon große Äcker mit ungünstiger Neigung zu der Bebauung große Schäden verursachen könnten. Nur mal zur Erinnerung, wir reden über 2 -3000m³ Wasser auf den Hektar. Das grenzt dann die Möglichkeiten weiter ein. Und dann reden wir noch nicht über die Stellen, an denen Schäden durch hochdrückendes Grundwasser entstanden sind.

  • Ich denke, entscheidend ist ob tatsächlich der Nachweis geführt werden kann ob solche Unwetterereignisse wirklich zunehmen. Wenn nicht, oder nicht signifikant, wird halt nach modernen Baugrundsätzen wieder aufgebaut. Magdeburg hat zB das erste Mal in 1200 Jahren eine Hochwasserschutzwand bekommen.

    Falls der Nachweis aber wirklich zu führen ist kommen wir um eine bundesweite und verpflichtende Versicherung nicht herum. Wir können nicht das ganze Land sechs Meter hoch einmauern.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Und man ist jedes mal aufs neue überrascht wenn man Sandsäcke braucht und der Keller schwimmt :rolleyes:


    Also bei uns wissen die Bewohner der hochwassergefährdeten Häuser dass das der Fall ist und die sind auch normalerweise vorbereitet... :sz:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Zitat

    Also bei uns wissen die Bewohner der hochwassergefährdeten Häuser dass das der Fall ist und die sind auch normalerweise vorbereitet... :sz:


    Ein guter Bekannter von mir hilft gerade einem seiner Freunde an der Ahr das haus aufräumen. Der hat auch öfter zu hören bekommen "mit 3,50m wie beim letzten mal wären wir ja klar gekommen, aber so...". Bei dem wo er hilft war übrigens genau das oben geschilderte Problem, ein absolut unscheinbares Bächen hatte plötzlich einen Pegelstand von 6-8m und das in kürzester Zeit.

  • Das darf man sich im ganzen zu Gemüte führen: Prognosen waren bekannt: Kreis Ahrweiler hätte rechtzeitig warnen können - n-tv.de


    Zitat
    Offenbar hätten die Menschen dort aber viel eher gewarnt werden können. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge erhielt die Kreisverwaltung neben online veröffentlichten Informationen im Laufe des Abends mehrere automatisierte E-Mails des zuständigen Landesamts für Umwelt in Rheinland-Pfalz. Dies habe ein Sprecher des Landesamts der FAZ bestätigt. Daraus sei hervorgegangen, dass für die Nacht auf den 15. Juli fast sieben Meter Pegelstand prognostiziert wurden.
    Schon am Nachmittag des 14. Juli hatte das Landesamt Prognosen veröffentlicht, die den Pegel des sogenannten Jahrhunderthochwassers von 2016 (3,7 Meter) bei weitem überstiegen. Trotzdem wurde im Ahrtal erst um 23.15 Uhr der Katastrophenfall ausgerufen und evakuiert. Der für den Katastrophenschutz verantwortliche Landrat des Kreises Ahrweiler, der CDU-Politiker Jürgen Pföhler, hatte das damit erklärt, dass zwischenzeitlich für den frühen Abend etwas geringere Pegelstände prognostiziert wurden.
    Allerdings wurden diese Angaben kurz darauf vom Landesamt wieder angehoben. Der Zeitung zufolge informierte das Landesamt zudem um 21:26 Uhr die Kreisverwaltung direkt darüber, dass in Altenahr ein Pegel von 6,9 Metern zu erwarten sei.

    Und weil es das ja früher noch nie so gab:

    Zitat

    "Niemand kann sagen, dass es solche Flutwellen im Ahrtal noch nicht gegeben hat", betonte der Wissenschaftler. "Beim Hochwasser vor 200 Jahren waren die Dimensionen etwa noch gewaltiger." Vor 100 Jahren sei es ähnlich gewesen. Zudem sei man frühzeitig gewarnt worden. Aus Sicht des Forschers gibt es deshalb keinen Grund, auf eine Flutwelle wie die jüngste nicht vorbereitet gewesen zu sein.


    Ich dachte echt erst die verarschen uns mit der CO2 Steuer. Aber kaum bezahlt, zack, 16 Grad im August :idee:

  • An der Ahr wurden alte Höchststände ja teilweise ja um mehr als 100% übertroffen. Hinzu kommt, dass oftmals kleine Bäche, die normalerweise nur ein paar Zentimeter Wasser führen, plötzlich ein paar Meter hatten. Wenn man diese Maßstäbe anlegt bin ich mir nicht sicher, ob es überhaupt noch eine Ecke in Deutschland gibt an der man bauen könnte, kleine Bäche sind fast immer in der Nähe.


    Und es geht noch weiter, in der Zeitung war letztens ein Interview mit einem Hydrologen. Der sagte, dass bei den Regenmengen auch schon große Äcker mit ungünstiger Neigung zu der Bebauung große Schäden verursachen könnten. Nur mal zur Erinnerung, wir reden über 2 -3000m³ Wasser auf den Hektar. ...

    Ich glaube, das Problem besteht hauptsächlich darin, dass diese Ereignisse (zumindest die letzten paar hundert Jahre) eben sehr selten auftreten. Auf Ereignisse, die nur alle hundert Jahre auftreten ist vermutlich niemand gut vorbereitet.


    Es gibt ja Gegenden auf der Erde, wo solche Ereignisse nicht extrem selten sondern eher business as usual sind.

    Nur dort baut eben kein Mensch in der Nähe solcher "Rinnsale".

    Wer mal schauen will, kann mal bei YT mit "Flash flood" suchen und gucken.

  • Nur dort baut eben kein Mensch in der Nähe solcher "Rinnsale".

    Im Ringen um günstige Bauplätze bei steigender Bevölkerungszahl ... :sz:

    Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit ihrer Bewunderer zusammen.

    Heiner Geißler


    Länger das gleiche Nutzlose tun? :idee:

  • Zitat

    Ich glaube, das Problem besteht hauptsächlich darin, dass diese Ereignisse (zumindest die letzten paar hundert Jahre) eben sehr selten auftreten. Auf Ereignisse, die nur alle hundert Jahre auftreten ist vermutlich niemand gut vorbereitet.


    Der Mensch ist halt schlecht im Bewerten von Wahrscheinlichkeiten, das ist das eine. Aber natürlich ist die Möglichkeit gegen alle möglichen Gefahren vorzusorgen begrenzt, dass macht man dann halt dort wo es am wahrscheinlichsten erscheint.


    Ich bin hier auch nicht für den Fall abgesichert, dass die Talsperre 40km weiter bricht, was soll ich dagegen auch schon baulich tun…


    Zitat

    Nur dort baut eben kein Mensch in der Nähe solcher "Rinnsale".


    Wenn Du Dir mal die Karten anschaust in denen alle kleine Rinnsale eingetragen sind, die sind für NRW zumindest verfügbar, wüsste ich nicht wo man in NRW noch bauen sollte, irgend etwas ist immer in der Nähe.


    Gestern mit einem Kollegen gesprochen, da hatte sich einfach Wasser auf einer Wiese gesammelt und stand dann im Haus, kein Bach in der Nähe. Wie oben schon geschrieben, wir reden über 2-3.000.000l auf den Hektar, da kommt schon gewaltig was zusammen.


    Und in anderen Länder passiert ja auch immer wieder etwas, interessiert hier nur keinen und wird deswegen nicht berichtet. In China waren quasi zeitgleich 2 Millionen Menschen betroffen, das war hier nur eine Randnotiz…


    Zitat

    Im Ringen um günstige Bauplätze bei steigender Bevölkerungszahl ... :sz:


    Ich glaube nicht, dass das der Grund für die Auswahl der Bauplätze im Ahrtal in den letzten 100 Jahren war. Die Stadt in der ich wohne wurde vor 2000 Jahren von den Römern gegründet und steht heute noch am gleichen Fleck, sicher auch nicht wegen der Grundstückspreise.


    Sicher mag das für einzelne in den letzten Jahren erschlossene Baugebiete gelten aber in der Summe des passierten greift das als Ursache sicher nicht.