München (und der Rest Deutschlands) meldet....Extremwetter!

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    Auf dem Land hast du diese Probleme einfach nicht, wir haben Nachbarn da hieß es "wir haben nur 10cm Wasser im Keller, helfen wir bei den Nachbarn, die 1m im Keller haben".


    Selbst bei uns in der Kleinstadt lief das so, bei einem spontanen Aufruf zur Hilfe Donnerstag Abend standen kurz danach über 100 Leute bereit. Aber es stimmt schon, wenn man die eigenen Nachbarn noch kennt wird natürlich viel mehr geholfen, daran scheitert es in den Städten of genug.


    War hier vor einigen Jahren schon ähnlich, als wir einen wirklich verheerenden Sturm mit vielen Schäden hatten. Ich habe dann abends noch den umgefallenen Baum meiner Schwiegereltern von der Straße geräumt, es hat keine Stunde gedauert und alle umliegenden Nachbarn haben mit Hand angelegt.

  • Insgesamt wäre ich aber auch dafür, zunächst den betroffenen zu helfen, dann zu analysieren was hätte besser laufen können und dann Maßnahmen daraus abzuleiten und das jetzt nicht für die eigene Agenda zu nutzen.

    Genauso sehe ich das auch, jetzt ist der Moment der schnellen Hife gefragt. Mal gespannt ob Frau Dreyer das besser hinbekommt, als bei so mancher Corona Soforthilfe. In ihren Interviews hat sie ja von schnell und unbuerokratisch geschwafelt. Und ich finde es sowas von fehl am Platze, diese Katastrophe jetzt fuer Wahlkampf, Klimastimmiungsmache, etc auszunutzen.

    Es sind halt Dörfer, keine Städte. Ich glaube da bekommt man einfach auch einen falschen Blick auf die Gesellschaft, da in Städten sooo viel falsch läuft. Auf dem Land hast du diese Probleme einfach nicht, wir haben Nachbarn da hieß es "wir haben nur 10cm Wasser im Keller, helfen wir bei den Nachbarn, die 1m im Keller haben".

    Ich bin mir nicht sicher ob man das so schwarz weiss sehen kann. Natuerlich ist die Situation in einer Stadt, wo viele ihre Nachbarn weder vom Namen noch vom Gesicht kennen, eine andere als auf dem Land, wo man sich mit Vornamen anspricht. Aber in dem Fall gabe es ja wohl auch eine immense Hilfsbereitschaft von Auswaertigen, die mit den Leuten vor Ort keine Beziehung haben. Das finde ich sehr beeindruckend und es stimmt einen auch wieder ein bisschen optimistischer was die Solidaritaet innerhalb der Bevoelkerung angeht, die aus der Ferne betrachtet in letzter Zeit gelitten hatte.


    Desweiteren teile ich komplett Westfales Meinung: Hinterher ist man immer schlauer. Man konnte die Regenmenge in etwa vorhersagen, und auch warnen, aber dass das eine Katastrophe eines solchen Aussmasses verursacht, war wahrscheinlich nicht vorhersehbar. Natuerlich ist es tragisch. wenn man auch nur ein Leben mehr haette retten koennen durch bessere Information,Vorhersage und Warnung. Aber die dramartischen materiellen Schaeden liessen sich auch mit ein, zwei Tagen Vorwarnung nicht verhindern. Gegen Untespuelen von Fundamenten, Hauseinstuerze, das Zerstoeren einer kompletten Infrastruktur Wasser, Strom, Verkehr, Kommunikation kann man kurzfristig, und wahrscheinlich zu keiner Zeit, nichts machen.


    Und wie Basti schreibt, ein vollgelaufener Keller ist in den allermeisten Faellen keine Katastrophe, sehe ich mehr als Gelegenhiet mal wieder zu entruempeln, aber das hier ist ja was komplett anderes. Wenn das Erdgeschoss ueberflutete ist, ist ein Haus zumindest fuer eine Weile wenn nicht permanent, unbewohnbar und der finanzielle Aufwand ist enorm.

  • Als ehemaliger Betroffener kann ich da sagen, dass im ersten Moment die Welt zusammen bricht wenn das Wasser in den Keller schwappt...aber im Nachhinein muss ich auch klar sagen, dass das meistens halt einfach nur ein Keller ist. Insofern ist das schon ok so. Viel dramatischer ist alles mit strukturellen Schäden, Schlamm in Wohnräumen und auf den Straßen.


    Wir hatten auch schon zwei mal Wasser im Keller, hat mich u.a. meine kompletten Schulsachen (Ranzen/Bücher/Hefte/etc...) vor dem Studium gekostet.... Meine Mutter saß mit dem Dreck und Müll da :heul: , mein Vater hat die Praxis weiter gemacht, ich saß im Saarland weit weg im Studium.... :ough:



    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Nur um das mal zu dokumentieren: Bundesstraße bei Erftstadt: Keine neuen Opfer bei Räumung der B265 | tagesschau.de

    Zitat

    Soforthilfe der Gemeinde für Flutopfer

    Den vom Hochwasser betroffenen Einwohnern zahlte die Gemeinde Erftstadt bereits 600.000 Euro Soforthilfe aus - pro Kopf 200 Euro. Das teilte die Stadt dem WDR mit. Aktuell sind nur noch die Bürger von Blessem anspruchsberechtigt. Die 200 Euro seien nur eine erste Nothilfe, so die Gemeinde. Über finanzielle Hilfen für den Wiederaufbau habe man bereits mit dem Land und dem Bundespräsidenten gesprochen.

    Den Verwaltungsaufwand könnte man sich imho sparen und lieber was gescheites auf die Reihe bringen. Für nen Satz neue Kaffeetassen könnte es aber reichen.

    Ich bin nur zum pöbeln da :zf::sz:

  • Zitat

    Den Verwaltungsaufwand könnte man sich imho sparen und lieber was gescheites auf die Reihe bringen. Für nen Satz neue Kaffeetassen könnte es aber reichen.


    In Erftstadt und andere Gemeinden dürfte es zur Zeit viele Leute geben, die schon erhebliche Schwierigkeiten haben werden ein paar Euro vom Konto abzuheben, Keine Papiere oder Bankkarte Haus inklusive allem was drin entweder nicht zugänglich oder verschüttet. Und die Filiale in der man sie ev. persönlich kennt sieht ähnlich aus.


    Da helfen 200 Euro auf die Hand zwar nicht das Haus aufzubauen aber zumindest um Zahnbürste und ein paar andere neue Sachen zu kaufen, so abtuen würde ich das nicht.

  • Ja, die kann man sich zumindest in Erftstadt im Rathaus abholen.


    Wie sie die Identifikation handhaben kann ich Dir nicht sagen, dass sollten zur Not das Einwohnermeldeamt aber hinbekommen.

  • Das ist auch wieder einer derjenigen, die es hinterher immer schon gewusst haben wollen. Tatsache ist nun mal, dass das Ereignis hier so extrem war, dass ich ernsthaft bezweifle, dass man davor hätte vernünftig warnen können oder das irgendeiner die Warnung ernst genommen hätte. Auch hier im Ort sind Menschen, die evakuiert werden sollten, in den Häusern geblieben oder in Erftstadt teilweise auch wieder zurück gekehrt.


    Zum jetzigen Zeitpunkt wird da keiner seriös etwas zu sagen können. Ich denke, dass muss man in Ruhe analysieren und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen. Solche Äußerungen wie in dem Kommentar sind ähnlich hilfreich wie "der Klimawandel ist schuld, kauft mehr Elektroautos". Und ganz sicher ist damit keinem der Betroffenen geholfen.

    Nun ja, Kai Zorn Wetter hat angekündigt was gekommen ist und auch der DWD und nicht zuletzt die Professorin aus England.


    Wir halten also mal fest, dass es ausreichend Warnungen gegeben hat. Das würde ich nicht relativieren.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Ich bin zwar nicht direkt betroffen, da aber einige Brücken jetzt entweder komplett

    zerstört sind, oder abgerissen werden müssen, verlängert sich mein einfacher Arbeitsweg von 45km auf 84km.


    Und wie lange so ein Wiederaufbau dauert, kann man sich auch ausdenken…

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • Keine Papiere oder Bankkarte Haus inklusive allem was drin entweder nicht zugänglich oder verschüttet.

    Das haben wir am Wochenende auch diskutiert.

    Wenn es saublöd läuft, hast du erstmal gar nix mehr. Du kannst weder deine Identität nachweisen, noch Geld abheben. Die ganzen Unterlagen zu Versicherungen ist auch weg. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten online Kopien/Fotos der Policen, Ausweis Reisepass etc. hinterlegt haben....

    Was macht man da?

  • Zumindest die Versicherung kann man ja nachweisen. Die Kontoauszüge hat die Bank ja noch, und da wird sich der letzte Jahresbeitrag incl. Versicherungsnummer ja finden.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Ich habe mir angewöhnt, auch zu Hause eine digitale Ablage zu haben. Jedes wichtige Dokument wird eingescannt uns sowohl auf NAS, als ich iCloud abgelegt.

    Ich habe damit angefangen, als meine Tochter geboren wurde und habe die ein, oder andere schlaflose Nacht genutzt, auch die älteren Dokumente und Policen und Ausweise, Zeugnisse etc einzuscannen.

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • Zitat

    Wenn es saublöd läuft, hast du erstmal gar nix mehr. Du kannst weder deine Identität nachweisen, noch Geld abheben. Die ganzen Unterlagen zu Versicherungen ist auch weg. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten online Kopien/Fotos der Policen, Ausweis Reisepass etc. hinterlegt haben....

    Was macht man da?


    Eine ganz ähnliche Situation hatte vor Jahren mal ein guter Freund meines Vaters, als dem das Haus abgebrannt ist. In dem Moment hatte der nichts mehr als das, was er gerade trug und zufällig im Kofferraum des Autos hatte. Alles andere, von der Zahnbürste bis zur Unterwäsche, musste er neu kaufen und wenn man mal einen Moment drüber nachdenkt, da kommt schon ziemlich viel zusammen, was man kurzfristig braucht. Zu seinem Glück hatte er zufällig gerade eine leerstehende Wohnung in der Nähe, in die er dann erst mal für 2 oder 3 Jahre eingezogen ist, bis alles wieder aufgebaut war. Möbel für die Wohnung brauchte er aber natürlich auch.


    Ganz salopp, da schaust Du erst mal blöd. Damals kam er wenigstens an Geld, da er bei der Bank vor Ort persönlich bekannt war, dann ging die Barabhebung auch ohne Ausweis, Überweisungen in Papier sowieso. Da dürften heute für viele die Probleme aber schon anfangen. Außerdem haben natürlich Freunde, Verwandte und Nachbarn mit vielem ausgeholfen, wie das auf dem Land so ist. Das war damals aber auch nur ein Haus, in manchen Orten hat das Hochwasser ja praktisch alle betroffen. Außerdem hatte er damals wichtige Unterlagen im Schließfach bei der Bank (was einem bei solchen Hochwassern aber auch nicht unbedingt nutzt). So konnte er z.B. auch recht problemlos einen neuen Ausweis bekommen, Familienbuch und Geburtsurkunden waren verfügbar.


    Ich persönlich scanne quasi jedes Papier, das nicht Werbung ist und bei mir ins Haus kommt, so dass ich alle Unterlagen auch digital verfügbar habe. Dazu habe ich zwei Backups an verschiedenen Orten außerhalb des Hauses. Die mögen nicht immer tagesaktuell sein, aber für solche Situationen sicher ausreichend. Wirklich wichtige Unterlagen habe ich im Original oder wenigstens als Kopie in Papier im Schließfach. Ich glaube auch nicht unbedingt, dass die seriösen Versicherungen versuchen würde sich damit rauszureden, dass man nicht bei Ihnen versichert sei. Und wie oben schon geschrieben, dass kann man auch über die bei der Bank vorgehaltenen Unterlagen nachweisen. Dazu muss man allerdings auch wissen, bei welchen Versicherungen man überhaupt ist und idealer Weise auch die Nummer der Police, sollte man vielleicht mal aufschreiben und außerhalb des Hauses deponieren. Etwas umstrittener dürfte vielleicht der Nachweis des Umfangs der Police sein, da sind Kopien natürlich von Vorteil, aber spätestens beim Streit vor Gericht müssen die Versicherungen auch die Unterlagen rausrücken. Das Problem dürfte nur sein, dass viele diesen Atem nicht haben.


    Woran auch mancher nicht denken mag. Wenn das Testament nicht bei Gericht hinterlegt ist, nutzt es in solchen Situationen auch wenig, wenn es handschriftlich im Haus liegt und damit untergegangen ist...


    Ich habe zwar auch keine Tasche die hier fertig gepackt steht, wie es oft empfohlen wird. Aber wir haben durchaus eine Liste, was in solchen Situationen wichtig einzupacken oder auch aus dem Keller nach oben oder auch von oben nach unter zu räumen wäre. Das haben wir mal angefangen, weil es bei uns im Ort ab und an zu Evakuierungen aufgrund der Entschärfung von Blindgängern kommt, bislang nicht bei uns persönlich, aber bis auf 50m ans Grundstück heran schon. Da wären dann u.a. sicher mein Ausweis, meine Bankkarten, ein aktuelles Backup und natürlich auch etwas Bargeld und Wäsche sowie Toilettenartikel mindestens für 2-3 Tage drin. Es gibt aber natürlich auch Situationen wo man froh sein muss, mit dem eigenen Leben davon zu kommen, alles andere ist unwichtiger.

  • Grundsätzlich rate ich aktuell, dieses Ereigniss zum Anlass zu nehmen, um alle Versicherungspolicen zu überprüfen.


    Bei einem Cousin eines Kollegen ist das Haus unerwartet abgebrannt, Er und Sie sind grade so rausgekommen mit nicht viel mehr als Nachthemd und Schlüper. Man hat keine Vorstellung, was das bedeutet, natürlich auch für die Betroffenen des aktuellen Hochwassers.


    Allerdings habe ich wenig bis kein Verständniss dafür, wenn Leute sagen, ist nicht versichert. Hätte man können, überall.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Zitat

    Allerdings habe ich wenig bis kein Verständniss dafür, wenn Leute sagen, ist nicht versichert. Hätte man können, überall.


    Das stimmt so nicht. Wir sind hier auch gegen Elementarschäden versichert, dass war allerdings nicht einfach da wir auch noch in einen potentiell von Erdbeben betroffenen Gebiet wohnen (habe selbst schon 2 größere) erlebt. Ein Kollege meiner Frau wohnt in einem der betroffenen Orte (bei ihm selbst aber alles OK), auch der musste die Versicherung wechseln, da seine vorherige eine maximale Quote an Immobilien hatte, die sie in einer Gegend gegen Elementarschäden versichert.


    Grundsätzlich gebe ich Dir aber recht und die Versicherungen sollte man sowieso regelmäßig überprüfen. So Macher wäre z.B. auch überrascht, was an Wert beim Hausrat zusammenkommt, wenn er wirklich mal eine Liste machen würde.

  • So eine Elementarversicherung ist auch erheblich teurer als die normale Hausversicherung, das wird sich nicht jeder leisten wollen, zumal es in manchen Gegenden gar nicht notwendig ist weil nirgends Wasser in der Nähe ist was über die Ufer treten könnte.


    Und in den richtigen Risikogebieten wird dir keine Versicherung eine Elementarversicherung anbieten, denk ich mal 🤔

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Zitat

    So eine Elementarversicherung ist auch erheblich teurer als die normale Hausversicherung, das wird sich nicht jeder leisten wollen, zumal es in manchen Gegenden gar nicht notwendig ist weil nirgends Wasser in der Nähe ist was über die Ufer treten könnte.


    Ich meine, in BW wäre die Elementarschädenversicherung eine Pflichtversicherung, bin aber nicht sicher. Das müsste dann dazu führen, dass die Prämien auch nicht übermäßig hoch sind, eben weil auch viele Immobilien versichert sind, bei denen voraussichtlich nie etwas passieren wird. Vielleicht kommt hier ja jemand as BW und kann etwas dazu sagen.

  • So Macher wäre z.B. auch überrascht, was an Wert beim Hausrat zusammenkommt, wenn er wirklich mal eine Liste machen würde.

    So mancher ist aber auch hinterher überrascht, was er wirklich braucht und was alles Nippes war.....

    Ich meine, in BW wäre die Elementarschädenversicherung eine Pflichtversicherung, bin aber nicht sicher.

    Afaik bis 1994 Pflicht, nun nicht mehr. Bei Finanzierten Gebäuden wird die Bank drauf bestehen.

    Ich bin nur zum pöbeln da :zf::sz: