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Alt 22.06.2004, 13:58     #11
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VORSCHAU - FIA ETTC Läufe 11 und 12, Donington Park 26./27. Juni 2004

Sieger vom 24-Stunden-Rennen Nürburgring wieder für BMW in Donington am Start.

München, 21. Juni 2004. BMW tritt mit breiter Brust bei den Läufen 11 und 12 der FIA European Touring Car Championship (ETCC) in Donington Park an. Das gilt vor allem für die Fahrer vom BMW Team Deutschland, Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach), die am 12./13. Juni auf der Nürburgring-Nordschleife das legendäre 24-Stunden-Rennen in der Eifel gewinnen konnten. An der Seite von Routinier Hans-Joachim Stuck (Ellmau) siegten beide in dem unter der Regie von Teammanager Charly Lamm (Freilassing) betreuten BMW M3 GTR vor dem Trio Pedro Lamy (PRT), Duncan Huisman (NLD) und Boris Said (USA), das ebenfalls auf einem GT-Coupé vom Team BMW Motorsport unterwegs war.

Nun wollen die beiden BMW Werksfahrer ihre Erfolgsserie auch im "kleinen Bruder" des BMW M3 GTR, dem BMW 320i, fortsetzen. Das Auto mag am kommenden Wochenende für Dirk Müller und Jörg Müller ein anderes sein, das Team in der Box hingegen bleibt dasselbe: Die erfahrene Mannschaft von Schnitzer Motorsport, die auf der Nordschleife mit einer fehlerfreien Vorstellung den Grundstein für den Doppelsieg gelegt hatte, will für ein gutes Resultat beim einzigen Stopp der FIA ETCC in Großbritannien sorgen.

Aber nicht nur die beiden deutschen Piloten fiebern den Rennen in Donington entgegen. Auch für einen weiteren BMW Fahrer wäre ein Sieg auf der 4,023 Kilometer langen Strecke etwas Besonderes: Andy Priaulx (BMW Team Great Britain). Der Engländer möchte beim Heimspiel auf der Insel unbedingt seinen vierten Saisonsieg einfahren. Kein Fahrer in der FIA ETCC konnte 2004 bisher so viele Rennen gewinnen wie Priaulx.

Der 29-Jährige kennt die Strecke gut, zudem hofft er auf einen zusätzlichen Motivationsschub durch die heimische Kulisse. Auch das Handicap-Gewicht von 40 Kilogramm ändert nichts an seinem Optimismus, wenngleich es die Aufgabe nicht einfacher macht: "Auf diesem Kurs kommt es sehr stark auf die Bremsen an. Das verträgt sich leider nicht so gut mit meinem Zusatzgewicht." In der Vergangenheit lief es für Priaulx in Donington allerdings immer gut, sowohl in der Renault Spider- als auch in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft. Nicht zuletzt deshalb freut er sich auf den Auftritt in Donington: "Die Strecke hat einen ganz speziellen Charakter. Vor allem die Cranes Kurven sind etwas Besonderes. Diese schnelle, geschwungene Passage ist mit einem Tourenwagen eine Herausforderung. Man muss Vertrauen in sein Auto haben, sonst ist dieser Abschnitt recht beängstigend. Es gilt, die Melbourne Haarnadelkurve, die Schikane und die letzte Kurve vor Start-und-Ziel gut zu erwischen. Nur dann kann es eine schnelle Runde werden. Ich habe das Gefühl, dass die BMW in Donington sehr gut aussehen werden. Im vergangenen Jahr konnte ich nicht zufrieden sein, aber diesmal dürfte es besser laufen."

Priaulx freut sich ebenfalls darüber, mit Kurt Mollekens (BEL) vom BMW Team Belgium Luxembourg einen Teamkollegen an seiner Seite zu haben. Die Autos beider Piloten werden vom RBM Team unter der Regie von Bart Mampaey betreut. 2003 war Priaulx in Donington noch als "Einzelkämpfer" unterwegs. Die Zusammenarbeit zwischen den zwei Fahrern klappte jedoch von Beginn an hervorragend. Mollekens wird insgesamt fünf Rennen gemeinsam mit RBM in der European Touring Car Championship bestreiten.

Alex Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain hat zwar bisher noch keine komplette Saison in der FIA ETCC absolviert, dafür verfügt der Italiener in Donington über eine Erfahrung, die keiner seiner Konkurrenten vorweisen kann: Er pilotierte dort bereits ein Formel-1-Auto. Der einzige Formel-1-Grand-Prix, der jemals in Donington ausgetragen wurde, fand 1993 statt. Damals war Zanardi für Lotus im Einsatz.

Zanardis Teamkollege Antonio Garcia (ESP) kennt den Donington Park von den Rennen der vergangenen Saison. Allerdings denkt der Spanier nicht allzu gerne daran zurück, reiste er doch 2003 ohne Punkte wieder ab. Obwohl er am kommenden Wochenende mit einem Zusatz-Gewicht von zehn Kilogramm ins Rennen gehen muss, hofft Garcia, dieses Mal ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Nach ihren Siegen in Brünn treten Dirk Müller und Priaulx mit 63 beziehungsweise 59 Punkten auf den Plätzen eins und zwei in der Gesamtwertung an. Kehrseite dieses erfreulichen Umstands: Beide werden 40 Kilogramm Handicap-Gewicht zuladen müssen. Jörg Müller nimmt als Drittplatzierter zehn Kilogramm zusätzlich mit an Bord seines BMW 320i. Gabriele Tarquini ist mit 43 Punkten auf dem vierten Platz der erfolgreichste Vertreter von Alfa Romeo.

Auch in der Herstellerwertung liegt BMW mit 150 Punkten in Front. Alfa Romeo folgt mit 93 Punkten auf Position zwei. In den bisherigen zehn Rennen war BMW sieben Mal siegreich, Alfa Romeo gewann drei Rennen.

Die Independents' Trophy wird von Tom Coronel dominiert. Der Niederländer, der einen von Carly Motors eingesetzten BMW 320i pilotiert, führt die Wertung mit 78 Punkten vor seinem Markenkollegen Stefano D'Aste (ITA/Proteam Motorsport) an, der 50 Zähler auf seinem Konto hat.

Zeitplan in Donington Park:
  • Samstag, 26. Juni 2004
  • 09.00 - 09.30 Uhr - 1. Freies Training
  • 11.25 - 11.55 Uhr - 2. Freies Training
  • 14.40 - 15.10 Uhr - Qualifying
  • Sonntag, 27. Juni 2004
  • 09.20 - 09.35 Uhr - Warm-up
  • 14.45 Uhr - 1. Rennen (13 Runden, 52,29 km)
  • 15.45 Uhr - 2. Rennen (13 Runden, 52,29 km)
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Alt 28.06.2004, 13:53     #12
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FIA European Touring Car Championship 2004 - 11. und 12. Lauf, 26./27. Juni

Andy Priaulx gewinnt für BMW auf heimischem Boden.

Donington (Großbritannien). Vor heimischer Kulisse in Donington Park hat der Engländer Andy Priaulx seinen vierten Saisonsieg in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) für das BMW Team Great Britain errungen. Jörg Müller (BMW Team Deutschland) machte mit seinem zweiten Platz im ersten Lauf des Tages das erfolgreiche Comeback nach schwierigem Qualifying für BMW perfekt. Der Hückelhovener hatte im Qualifying als Fünfter die beste Startposition aller BMW Fahrer erzielt, Priaulx ging sogar nur vom 13. Rang ins Rennen. Über Nacht gelang es den Piloten, die Autos gemeinsam mit ihren Teams optimal abzustimmen, um so doch noch gute Rennresultate einfahren zu können.

Im Vergleich zu den vergangenen zwei Rennwochenenden präsentierte sich die Konkurrenz von Alfa Romeo deutlich stärker. James Thompson, der im Autodelta-Team einen Gastauftritt hatte, bescherte den Italienern im ersten Lauf einen Sieg. Mit Gabriele Tarquini schaffte ein weiterer Alfa-Pilot als Dritter bzw. Zweiter in beiden Rennen den Sprung auf das Podium. Auch Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain) hatte Grund zur Freude. Der Italiener belegte im zweiten Lauf Rang sieben und nahm somit zwei Punkte aus Großbritannien mit.

In der Fahrwertung hat Priaulx nach seinem Sieg mit 72 Punkten die Führung übernommen. Mit einem Rückstand von vier Zählern folgt Dirk Müller (Burbach) auf dem zweiten Platz. Bei den Herstellern konnte BMW seinen Vorsprung gegenüber Alfa Romeo auf 53 Punkte ausbauen. In der Independents' Trophy gingen die Siege in Donington an Salvatore Tavano (Alfa Romeo) und Carly Motors Pilot Tom Coronel (BMW 320i). Coronel bleibt damit an der Spitze der Privatfahrerwertung, Tavano liegt als Zweiter 35 Punkte zurück.

Priaulx hat auf seiner Siegesfahrt beim Heimspiel weiteres Selbstvertrauen getankt. Der 29-Jährige sieht den ausstehenden acht Saisonrennen optimistisch entgegen. „Ich habe versucht, den ersten Lauf gelassen anzugehen, denn ich wusste, was zu tun war, um mir für das zweite Rennen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen“, meinte Priaulx. „Es lief gut, und ich konnte einige Plätze gutmachen. Im zweiten Lauf musste ich einfach so schnell fahren wie möglich und durfte mir keine Fehler erlauben. Mir sind zwei gute Starts gelungen. Für mich ist nun der Punkt erreicht, dass ich mir über den Gewinn der Meisterschaft Gedanken mache. Immerhin habe ich diesen Sieg mit 40 Kilogramm Zusatzgewicht geholt. Ich bin sehr, sehr glücklich. Aber von nun an wird es ganz sicher hart.“

Jörg Müller war mit seinem zweiten Rang in Lauf eins zufrieden: "Das Rennen verlief sehr sauber und fair, und der Zweikampf mit Tarquini war klasse. Mit hat es wirklich großen Spaß gemacht, hoffentlich haben wir in dieser Saison noch mehr Rennen von dieser Sorte. Außerdem haben wir schöne Überholmanöver gesehen. Ich hatte nicht erwartet, den zweiten Platz holen zu können. Darum freue ich mich umso mehr. Thompson war uneinholbar. Er ist auf seiner Heimstrecke ein richtig gutes Rennen gefahren."

RENNEN 1
Wetter: Wolkenlos und sonnig - 20°C


Jörg Müller war der Star des ersten Rennens. Vom fünften Platz erwischte er einen guten Start und machte sich an die Verfolgung des führenden Alfa Romeo von James Thompson. Allerdings musste der 34-Jährige auch immer wieder in den Rückspiegel schauen, denn hinter ihm lauerten die Verfolger Gabriele Tarquini, Fabrizio Giovanardi und Augusto Farfus Jr. (alle Alfa Romeo). In Runde vier zog Tarquini vorbei, vier Runden später holte sich Jörg Müller den zweiten Platz zurück. Nun kontrollierte der Routinier das Tempo und fuhr schließlich hinter Thompson als Zweiter über die Ziellinie.

Auch für die beiden RBM Teamkollegen Andy Priaulx (BMW Team Great Britain) und Kurt Mollekens (BEL/BMW Team Belgium Luxembourg) verlief das erste Rennen erfolgreich. Mollekens verbesserte sich vom zwölften auf den achten Platz und sicherte sich so die Poleposition für den zweiten Lauf. Priaulx fuhr vom 13. auf den sechsten Rang vor, zudem gelang ihm die schnellste Rennrunde. Für FIA-ETCC-Verhältnisse verlief das Rennen ohne größere Zwischenfälle.

Antonio Garcia (BMW Team Italy-Spain) hatte ab der sechsten Runde Bremsprobleme zu beklagen, während Klaas Zwart in seinem von Carly Motors betreuten BMW 320i wegen eines Getriebeproblems gar nicht erst antreten konnte. Der Schwede Rickard Rydell hielt die Fahnen des spanischen Herstellers SEAT hoch und fuhr als Sechster lange an aussichtsreicher Position, ehe ihn ein Problem mit der Elektronik in der letzten Runde ans Ende des Feldes zurückwarf. Coronel arbeitete sich im Klassement vom 20. Startrang noch auf Platz 13 nach oben. Damit belegte er in der Independents' Trophy hinter Salvatore Tavano (Alfa Romeo) Platz zwei.

Rennen 2
Wetter: Wolkenlos und sonnig - 20°C


Auf der Poleposition für den zweiten Lauf stand zwar Kurt Mollekens, als aber die Lichter der Ampel erloschen, war es Andy Priaulx, der die Führung übernahm. Hinter dem Engländer wurde hart gekämpft. Jörg Müller war in eine Kollision mit Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo) und Jordi Gené (SEAT) verwickelt. Der Fahrer des BMW Team Deutschland zu dem Vorfall: „Ich bin sehr unglücklich über das, was da passiert ist, denn ich hatte seit zweieinhalb Jahren keinen Rennunfall mehr. Eigentlich war für Giovanardi genug Platz, um innen durch die Kurve zu kommen. Dennoch wurde ich von ihm getroffen, wir sind beide von der Strecke abgekommen, und ich traf Jordis Auto, was mir leid tut.“ Unglücklicherweise mussten alle drei Fahrer das Rennen vorzeitig aufgeben.

Priaulx blieb von derartigen Problemen verschont. Er konnte ein konstantes Tempo fahren und gab weder Farfus Jr. noch Tarquini, die sich auf der Verfolgerposition abwechselten, eine Gelegenheit zum Angriff. Auch Dirk Müller hatte trotz des Handicap-Gewichts von 40 Kilogramm einen guten Start. Im Verlauf des Rennens verbesserte er sich vom neunten bis auf den vierten Platz und fuhr die schnellste Rennrunde. Diesmal setzte sich in der Independents' Trophy Tom Coronel durch, der das packende Duell mit SEAT-Fahrer Rickard Rydell für sich entschied.

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport


Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 5, Rennen 2. und Ausfall (10 Kilogramm Zusatzgewicht)

Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 8, Rennen 9. und 4. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Team Great Britain - RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 13, Rennen 6. und 1. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Team Belgium Luxembourg - RBM

Nr. 12 - Kurt Mollekens (NLD): Startplatz 12, Rennen 8. und 6.

BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 15, Rennen 12. und 7.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 10, Rennen 10. und 5. (10 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Privatteams

Carly Motors - Nr. 20 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 20, Rennen 13. und 8.

Carly Motors - Nr. 22 - Klaas Zwart (NLD): Startplatz 21, Rennen nicht teilgenommen und Ausfall

Proteam Motorsport - Nr. 25 - Stefano D'Aste (ITA): Startplatz 16, Rennen 16. und Ausfall

Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 22, Rennen 17. und 14.

Rennen 1

1. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) 21:45,646 min

2. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 21:49,494 min

3. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 21:50,074 min

4. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 21:50,732 min

5. Augusto Farfus Jr (BRA/Alfa Romeo) 21:51,376 min

6. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 21:57,205 min

7. Jordi Gené (ESP/SEAT) 22:00,205 min

8. Kurt Mollekens (BEL/BMW 320i) 22:02,932 min

Rennen 2

1. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 21:46,941 min

2. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 21:48,094 min

3. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) 21:49,932 min

4. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 21:51,224 min

5. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 21:55,170 min

6. Kurt Mollekens (BEL/BMW 320i) 21:56,908 min

7. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) 21:57,535 min

8. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 21:59,022 min

Meisterschaftsstand: Fahrer

1. Priaulx 72

2. Müller D 68

3. Müller J 65

4. Tarquini 57

5. Giovanardi 46

6. Garcia 34

7. Farfus 28

8. Gené 17

9. Diefenbacher 17

10. Thompson 16

11. Coronel 16

12. Rydell 13

13. Mollekens 7

14. Rangoni 5

15. Tavano 3

16. Zanardi 3

17. D'Aste 1

Hersteller

1. BMW 176

2. Alfa Romeo 123

3. SEAT 46

Michelin Independents Trophy

1. Coronel 96

2. Tavano 61

3. Balzan 59

4. D’Aste 54

5. Rangoni 43

6. Bartyan 38

7. Rosenblad 35

8. Harrision 23

9. Ruokonen 21

10. Asch 11

11. Klenke 8

12. Zwart P 7

13. Grunert 7

14. Zwart K 3
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Alt 03.08.2004, 08:38     #13
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Läufe 13 und 14, Spa-Francorchamps, Belgien, 30./31. Juli 2004 - VORSCHAU

BMW Fahrer erwartet anstrengendes FIA ETCC Wochenende in Spa

Das siebte Rennwochenende der FIA European Touring Car Championship (ETCC) 2004 in Spa-Francorchamps verspricht für die Fahrer der BMW Länderteams spannend und zugleich äußerst anstrengend zu werden. Fünf von ihnen nehmen nicht nur an den beiden Meisterschaftsläufen teil, sondern treten zusätzlich noch bei dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps an.

Dieses einzigartige Doppelereignis in den Ardennen verlangt den betreffenden Piloten alles ab. Weniger als zwei Stunden nach dem Ende des zweiten Laufs der FIA ETCC tauschen sie ihren BMW 320i gegen den kraftvolleren BMW M3 GTR. Die Fahrer sehen darin allerdings kein Problem, obwohl die Autos völlig verschiedene Fahrstile erfordern. Trotz des engen Terminplans und der großen Belastung freut sich das Quintett darauf, in beiden Fahrzeugen antreten zu können.

Die zweifache Belastung kommt sowohl auf den Führenden der FIA ETCC, Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team Great Britain, als auf den belgischen Lokalmatador Kurt Mollekens (BMW Team Belgium Luxembourg) zu. Auch die Piloten vom BMW Team Deutschland, Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach), werden bei beiden Veranstaltungen antreten. Sie wechseln sich am Steuer des M3 GTR mit Routinier Hans-Joachim Stuck (Ellmau) ab. Komplettiert wird die Fahrerbesetzung von Team BMW Motorsport für das 24-Stunden-Rennen in Spa durch Antonio Garcia (ESP), der parallel in der FIA ETCC für BMW Team Italy-Spain fahren wird. Sein Teamkollege Alex Zanardi (ITA) ist somit der einzige Pilot in Diensten der BMW Länderteams, der bereits am Samstagnachmittag die Heimreise antreten kann.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der sich die Rennen in Spa vor Ort nicht entgehen lassen will, meint: "Die Doppelbelastung, die hier auf die Fahrer und Mannschaft zukommt, ist immens. Ein solcher Marathon ist eine ungeheure sportliche und technische Herausforderung - Mannschaftssport unter Extrembedingungen. Es geht um Tempo, Teamwork, Strategie und Standfestigkeit. Ich bin überzeugt, dass wir hervorragend aufgestellt sind. Die Fahrer haben Erfahrung mit Langstreckenrennen und leistungsstarken GT-Fahrzeugen wie dem BMW M3 GTR. Der Doppelbelastung für die Mannschaft von Schnitzer Motorsport, die auch zwei BMW 320i als BMW Team Deutschland bei der ETCC einsetzen, steht die Erfahrung mit fünf Siegen in Spa entgegen."

Mollekens ist ohne Frage der Experte für die 6,947 Kilometer lange Strecke. In jedem Jahr tritt er vier bis fünf Mal in Spa-Francorchamps an. 2004 startet der 31-Jährige zum achten Mal in Folge beim 24-Stunden-Klassiker. Für die beiden FIA ETCC Rennen rechnet sich Mollekens gute Chancen aus, einen Podestplatz zu erringen.

"Ich habe im ETCC Auto Testfahrten in Spa absolviert. Das könnte sich als Vorteil erweisen. Die meisten Kurse, auf denen wir bisher gefahren sind, kannte ich nicht oder bin dort zuletzt vor sieben oder acht Jahren angetreten. Das war ein Handicap für mich", meint er.

Nahezu jeder Rennfahrer auf der Welt zählt Spa zu seinen Lieblingskursen, und Mollekens ist keine Ausnahme. "Es ist eine der wenigen Strecken auf der die schnellen, herausfordernden Kurven erhalten geblieben sind. Besonders mag ich Blanchimont und Raidillon. Meiner Ansicht nach sollte dem BMW 320i die Strecke liegen, denn unser Auto liegt in Hochgeschwindigkeits-Kurven sehr gut. Andy war dort im vergangenen Jahr schnell unterwegs und konnte sich die Pole sowie den Sieg im zweiten Lauf sichern. Ich würde sagen, dass wir in Spa auch in diesem Jahr schnell sein sollten."

Vor den Läufen 13 und 14 der FIA ETCC Saison 2004 hat BMW in allen Meisterschaftswertungen die Führung inne. Bei den Fahrern liegt Priaulx, der zuletzt in Donington einen Sieg verbuchen konnte, mit 72 Punkten in Front. Dirk Müller und Jörg Müller folgen mit 68 bzw. 65 Punkten auf den Plätzen zwei und drei.

Die BMW Fahrer konnten acht der zwölf bisher ausgetragenen Rennen gewinnen. Diese erfolgreiche Bilanz spiegelt sich in der Markenwertung wider, die BMW mit 176 Punkten vor Alfa Romeo (123) und SEAT (46) anführt. Der Niederländer Tom Coronel (Carly Motors), der ebenfalls in einem BMW 320i unterwegs ist, setzte sich in der Independents Trophy bei der Hälfte aller Rennen durch. Somit führt er die Punktewertung der Privatiers mit 96 Zählern an, gefolgt von Salvatore Tavano (61) und Alessandro Balzan (59).

Zeitplan in Spa-Francorchamps:

Donnerstag, 29. Juli 2004
11:00-12:30 Uhr - 1. Freies Training (24h-Rennen)
15:15-16:45 Uhr - 2. Freies Training (24h-Rennen)
20:30-21:30 Uhr - 1. Qualifying Night Session (24h-Rennen)
22:00-23:30 Uhr - 2. Qualifying Night Session (24h-Rennen)

Freitag, 30. Juli 2004
09:00-09:30 Uhr - 1. Freies Training (FIA ETCC)
11:50-12:20 Uhr - 2. Freies Training (FIA ETCC)
12:35-13:20 Uhr - 3. Qualifying (24h-Rennen)
15.25-15.55 Uhr - Qualifying (FIA ETCC)
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Alt 03.08.2004, 08:40     #14
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13. und 14. Lauf, 30./31. Juli 2004 - ERGEBNISSE

BMW feiert zwei Doppelsiege bei spannenden Rennen in Spa

Spa-Francorchamps (Belgien). Die Fahrer von BMW Team Deutschland, Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach) feierten bei den Läufen der FIA European Touring Car Championship (ETCC) in Spa-Francorchamps je einen Sieg und einen zweiten Platz. Dirk Müller gewann das erste Rennen, sein Teamkollege überquerte im zweiten Lauf des Tages als Sieger die Ziellinie. Mit Ausnahme von Jordi Gené (SEAT), der in Rennen eins auf den dritten Rang fuhr, platzierten sich ausschließlich BMW Piloten auf dem Podest. Antonio Garcia (BMW Team Italy-Spain) komplettierte im zweiten Lauf als Dritter das Podium.

Fahrer und Zuschauer waren sich einig, dass die Rennen auf der 6,947 Kilometer langen Strecke in den Ardennen zu den spannendsten in der Geschichte der FIA ETCC gehörten. Die BMW Fahrer konnten ihr Punktekonto dabei erheblich aufbessern. Dirk Müller hat mit 86 Zählern wieder die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Jörg Müller folgt mit 83 Punkten auf dem zweiten Platz. BMW Team Great Britain Fahrer Andy Priaulx (81) ist auf Rang drei der Gesamtwertung zurückgefallen. In der Markenwertung hat BMW seinen Vorsprung auf Alfa Romeo weiter ausgebaut und liegt nun mit 212 Punkten an der Spitze. Alfa Romeo (134) und SEAT (54) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Dirk Müller war mit dem Verlauf des Spa-Wochenendes zufrieden. „Ich bin wirklich glücklich. Nachdem Jörg im Qualifying gestern eine so starke Leistung gezeigt hat, habe ich nicht damit gerechnet, ihn im ersten Rennen in Schach halten zu können. Mein Auto lag in der ersten Rennhälfte hervorragend, also habe ich richtig gepusht. Das hat mir bei meinem Sieg geholfen. Es ging hart, aber fair, zur Sache. Ich denke, dass dies eines der besten Tourenwagen-Rennen war, an dem ich je teilgenommen habe.“

Auch Jörg Müller hatte Spaß auf der Strecke, wenngleich er nicht darüber erfreut war, die Führung im ersten Lauf an seinen Teamkollegen abgeben zu müssen. „Dirk saß mir in Rennen eins ein wenig zu sehr im Nacken. Ich beging einen Fehler, so dass er mich überholen konnte. Im zweiten Lauf hatten die Alfas offenbar beim Bremsen Probleme, so konnte ich Tarquini passieren. Anschließend hatte ich einen ungewöhnlich harten Kampf mit Farfus, der schließlich auch mit einer ‚Drive-Through-Strafe’ belegt wurde.“


Rennen 1
Wetter: Heiß und sonnig - 26°C

Jörg Müller erwischte von der Poleposition einen perfekten Start und ging als Führender in die erste Runde, gefolgt von Dirk Müller und Priaulx auf den Plätzen zwei und drei, die an SEAT-Pilot Jordi Gené hatten vorbeigehen können. Dahinter brach jedoch das Chaos aus. Unmittelbar nach dem Start wurde Alex Zanardi (BMW Team Italy-Spain) von Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo) getroffen und in die Streckenbegrenzung gedrückt. „Sie haben mir keinen Millimeter Platz gelassen“, meinte Zanardi anschließend. Auch der SEAT von Rickard Rydell musste nach dem Unfall stark beschädigt die Box ansteuern. Die Rennleitung stufte Kurt Mollekens (BMW Team Belgium Luxembourg) als Auslöser des Zwischenfalls ein und belegte den Belgier mit einer ‚Drive-Through-Strafe’. Mollekens verteidigte sich damit, dass ihn mehrere Autos von hinten angeschoben hätten. In der zweiten Runde wechselte die Führung, als Dirk Müller seinen Teamkollegen überholte. Der 28-Jährige verteidigte seine Position bis zum Schluss des Rennens. Auch Priaulx lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Jörg Müller, bei dem er kurzzeitig ins Gras ausweichen musste. Die ersten vier Fahrer blieben fortan eng beieinander, zu jedem Zeitpunkt nur um wenige Sekundebruchteile voneinander getrennt. Für Tom Coronel war es offenbar kein großer Nachteil, hinter den Autos der DMSB Produktionswagen Meisterschaft starten zu müssen. Innerhalb der ersten Runde verbesserte sich der Carly-Motors-Pilot vom 33. auf den 13. Platz. Weiter konnte sich Coronel allerdings nicht nach vorn arbeiten, so dass der Sieg in der Independents’ Trophy an Salvatore Tavano (Alfa Romeo) ging.


Rennen 2
Wetter: Heiß und sonnig - 26°C

Alfa-Romeo-Pilot Augusto Farfus Jr. startete von der Poleposition in den zweiten Lauf. Vom ersten Moment an stand der Brasilianer im Blickpunkt – allerdings aus den falschen Gründen. Am Start drängte er Garcia ins Gras und wurde dafür von der Rennleitung mit der schwarz-weißen Flagge verwarnt. Als er später auch Jörg Müller von der Strecke schob, musste Farfus die Box ansteuern, um eine ‚Drive-Through-Strafe’ abzusitzen. Damit übernahm Jörg Müller am Ende der vierten Runde die Führung. Dirk Müller arbeitete sich vom siebten Startrang durch das Feld. Nach fünf Runden sorgte er schließlich für eine Doppelführung des BMW Team Deutschland. Auch Garcia zeigte eine beeindruckende Leistung, indem er sich bis auf den dritten Rang nach vorn arbeitete. Nach dem Rennen sagte der Spanier, dass sein Auto heute durchaus auch für den Sieg gut gewesen wäre. Priaulx gelang ein guter Start, später fiel der Engländer jedoch wegen eines Reifenschadens zurück. Tom Coronel setzte im BMW 320i seine Aufholjagd auch im zweiten Rennen fort und holte sich als Sechster den Sieg in der Independents’ Trophy.


Ergebnisse und Platzierungen:


BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport

Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 1, Rennen 2. und 1. (10 Kilogramm Zusatzgewicht)

Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 3, Rennen 1. und 2. (20 Kilogramm Zusatzgewicht)


BMW Team Great Britain - RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 4, Rennen 4. und 5. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)


BMW Team Belgium Luxembourg - RBM

Nr. 12 - Kurt Mollekens (BEL): Startplatz 9, Rennen 16. und 7.


BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 11, Rennen Ausfall und 16.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 5, Rennen 6. und 3.


BMW Privatteams

Carly Motors - Nr. 20 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 25, Rennen 14. und 6.

Carly Motors - Nr. 22 – Paulien Zwart (NLD): Startplatz 23, Rennen Ausfall und Ausfall

Proteam Motorsport - Nr. 25 - Stefano D'Aste (ITA): Startplatz 17, Rennen Ausfall und DNS

Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 14, Rennen 12. und 9.


Die Startpositionen gelten nur für die FIA ETCC. Die Qualifying-Ergebnisse der Teilnehmer aus der DMSB Produktionswagen Meisterschaft sind nicht berücksichtigt.


Rennen 1

1. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 18:08,742 min

2. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 18:09,050 min

3. Jordi Gené (ESP/SEAT) 18:10,215 min

4. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 18:10,517 min

5. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 18:10,677 min

6. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 18:17,024 min

7.Frank Diefenbacher (DEU/SEAT) 18:17,841 min

8. Augusto Farfus Jr. (BRA/Alfa Romeo) 18:17,924 min


Rennen 2

1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 20:48,010 min

2. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 20:49,441 min

3. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 20:50,481 min

4. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 20:51,606 min

5 Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 20:52,886 min

6. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 20:55,516 min

7. Kurt Mollekens (BEL/BMW 320i) 20:55,895 min

8. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) 20:56,369 min


Meisterschaftsstand Fahrer:

1. Müller D 86

2. Müller J 83

3. Priaulx 81

4. Tarquini 66

5. Giovanardi 46

6. Garcia 43

7. Farfus 29

8. Gené 23

9. Diefenbacher 19

10. Coronel 19

11. Thompson 17

12. Rydell 13

13. Mollekens 9

14. Rangoni 5

15. Tavano 3

15. Zanardi 3

17. D’Aste 1


Meisterschaftsstand Hersteller:

1. BMW 212, 2. Alfa Romeo 134, 3. SEAT 54


Michelin Independents Trophy

1. Coronel 110

2. Tavano 76

3. Balzan 73

4. D’Aste 54

5. Rangoni 52

6. Rosenblad 49
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Alt 30.08.2004, 18:02     #15
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ETCC - Läufe 15 und 16 - Imola - Vorschau

BMW nähert sich dem Gewinn des Markentitels

Obwohl noch sechs Läufe in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) zu fahren sind, hat BMW theoretisch sogar die Chance, am kommenden Wochenende in Imola vorzeitig den Gewinn des Markentitels perfekt zu machen. Derzeit beträgt der Vorsprung auf Alfa Romeo 78 Punkte. Mit einer starken Leistung und etwas Glück beim ersten Besuch der FIA ETCC in Imola könnten die Fahrer der BMW Länderteams den Titel zum zweiten Mal in Folge nach München holen.

In der Fahrerwertung geht es hingegen wesentlich enger zu. Die drei bestplatzierten Piloten - alle in einem BMW 320i unterwegs - trennen gerade einmal fünf Punkte. Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Deutschland liegt vor den Rennen mit 86 Punkten in Imola in Führung, gefolgt von seinem Teamkollegen Jörg Müller (Hückelhoven, 83) und Andy Priaulx (GBR, 81), der für das BMW Team Great Britain an den Start geht. Alle drei Fahrer sind hoch motiviert, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Dies gilt vor allem für Jörg Müller, der sich noch an die Enttäuschung des vergangenen Jahres erinnert, als er den Titelgewinn um nur einen Punkt verpasste.

Trotz der guten Ausgangsposition unterschätzt keines der Teams die bevorstehende Aufgabe. Das "Autodromo Enzo e Dino Ferrari" ist neu im Rennkalender der FIA ETCC und zugleich die Heimstrecke von Alfa Romeo. Allerdings freut sich auch BMW Team Italy-Spain mit seinen beiden Fahrern Alessandro Zanardi (ITA) und Antonio Garcia (ESP) auf ein Heimspiel. Das von Ravaglia Motorsport betriebene Team hat sein Hauptquartier im nahe gelegenen Padua.

Zanardi kennt sich in Imola ebenfalls bestens aus, denn er stammt aus dem nur wenige Kilometer entfernten Bologna. Zudem absolvierte er in Imola bereits eine Vielzahl von Rennen, darunter auch einen Formel-1-Grand-Prix. Der 37-Jährige erinnert sich an die Strecke, bevor sie an vielen Stellen verändert worden ist. "Ich habe den 'alten' Kurs geliebt", meint Zanardi. "Ich muss zugeben, dass es mir in einem Formel-1-Auto auf der modifizierten Strecke nicht mehr so viel Spaß gemacht hat. In einem BMW 320i haben wir ein wenig mehr Zeit, den Kurs zu genießen, und in einem solchen Auto ist es wirklich ein fantastisches Erlebnis, dort zu fahren. Die Kurven bieten viel Platz, so dass es gute Gelegenheiten zum Überholen gibt. Auf dem Papier sieht es so aus, als sollten die Hecktriebler sehr gut aussehen können. Es ist mein Heimrennen. Also dürfte jedem klar sein, dass ich auf ein gutes Resultat hoffe."

Bei den vergangenen Rennen in Spa konnte BMW seine Siegesbilanz auf zehn erhöhen und führt somit in der Herstellerwertung mit 212 Punkten vor Alfa Romeo (134) und SEAT (54). Dirk Müller liegt in der Fahrerwertung mit 86 Zählern vor Jörg Müller (83) und Andy Priaulx (81), es ist jedoch der drittplatzierte Engländer, der sich mit vier Siegen am häufigsten ganz oben auf dem Podium platzieren konnte. 13 von 14 Läufen konnte jeder der drei Piloten in den Punkterängen beenden. Gabriele Tarquini (ITA) ist mit 66 Punkten als Vierter der bestplatzierte Alfa-Romeo-Pilot. Tom Coronel (NLD) konnte in seinem Carly Motors BMW 320i die Hälfte aller Rennen in der Independents Trophy gewinnen. Er liegt in der Wertung der Privatfahrer mit 110 Punkten vor Salvatore Tavano (ITA, 76) und Alessandro Balzan (ITA, 73).

Zeitplan in Imola:
Samstag, 4. September 2004
09.00 - 09.30 Uhr - 1. Freies Training
12.45 - 13.15 Uhr - 2. Freies Training
15.45 - 16.15 Uhr - Qualifying

Sonntag, 5. September 2004
09.20 - 09.35 Uhr - Warm-up
14.45 Uhr - 1. Rennen (11 Runden, 54,263 km)
15.45 Uhr - 2. Rennen (11 Runden, 54,263 km)
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Alt 09.09.2004, 22:01     #16
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ETCC - Läufe 15 und 16 - Imola - Rennen (05.09.2004)

Imola ein schwieriges Pflaster für BMW - Dirk Müller auf dem Podium

BMW hat auf dem "Autodromo Enzo e Dino Ferrari" von Imola eines der bisher schwierigsten Rennwochenenden der FIA European Touring Car Championship (ETCC) 2004 erlebt. Der dritte Rang von BMW Team Deutschland Pilot Dirk Müller (Burbach) im zweiten Rennen war die einzige Podiumsplatzierung für die BMW Länderteams. Alfa Romeo dominierte beide Läufe auf heimischem Territorium. Gabriele Tarquini sicherte sich zwei Siege, Fabrizio Giovanardi kam jeweils auf den zweiten Rang. Augusto Farfus Jr. fuhr im ersten Rennen auf Platz drei.

Dirk Müller konnte sich allerdings erst spät über seinen dritten Platz freuen, nachdem Farfus Jr. von der Rennleitung nachträglich mit einer 30-Sekunden-Strafe belegt worden war. An dritter Stelle hinter seinen beiden Teamkollegen liegend hielt der Brasilianer zum Ende einer Safety-Car-Phase das Feld auf, um Tarquini und Giovanardi davonziehen zu lassen. Die Rennkommissare bewerteten dies als Regelverstoß. Farfus Jr. fiel damit vom dritten auf den 14. Platz zurück.

Die Führung in der Fahrerwertung hat weiterhin Dirk Müller - mit nun 92 Punkten - inne. Gegenüber seinem Teamkollegen Jörg Müller (Hückelhoven) und Andy Priaulx (BMW Team Great Britain), die nach den Rennen in Italien beide 85 Punkte auf dem Konto haben, konnte er den Vorsprung leicht vergrößern. Mit seinen beiden Siegen schob sich Tarquini allerdings auf den zweiten Platz nach vorn (86 Punkte). Obwohl BMW nicht so viele Zähler wie erhofft erzielen konnte, beträgt der Vorsprung auf Alfa Romeo in der Markenwertung noch immer beträchtliche 54 Punkte.

Während es im ersten Rennen nur wenige Überholmanöver zu sehen gab, ging es im zweiten Lauf des Tages turbulent zu. Dirk Müller war der einzige Fahrer in Reihen der BMW Länderteams, der die Zielflagge sah. Bereits in der dritten Runde schied Priaulx nach einer Kollision mit Alfa-Pilot Salvatore Tavano aus. Einen Umlauf später mussten auch Jörg Müller und Antonio Garcia (BMW Team Italy-Spain) das Rennen vorzeitig aufgeben. Bei einem Zwischenfall mit Farfus Jr. wurde der BMW 320i des Deutschen so stark beschädigt, dass er bei der nächsten FIA ETCC Veranstaltung in Oschersleben voraussichtlich nicht wieder zum Einsatz kommen wird.

Alessandro Zanardi vom BMW Team Italy-Spain stand im Zentrum des schwersten Unfalls des Tages. Am Auto des Italieners trat ausgangs der letzten Kurve ein Bremsdefekt auf. Zanardis BMW 320i schlug in die Streckenbegrenzung ein, rutschte zurück auf die Strecke und wurde von zwei weiteren Fahrzeugen erfasst. Zanardi blieb bei dem spektakulären Unfall, der den Einsatz des Safety-Cars nötig machte, glücklicherweise ohne Verletzungen. Auch Tom Coronel (Carly Motors) war in diesen Zwischenfall verwickelt, konnte das Rennen aber trotz eines Aufhängungsschadens beenden.

BMW Team Deutschland Team Manager Charly Lamm kommentierte die beiden Rennen in Imola wie folgt: "Dies war ein äußerst schwieriges Wochenende für die BMW Teams. Nach dem schlechten Qualifying haben wir versucht, im ersten Lauf das bestmögliche Resultat zu erzielen. Die drei Titelanwärter waren in der Lage, Punkte zu holen. Es war sehr schade, dass sowohl Andy als auch Jörg im zweiten Rennen nach unverschuldeten Unfällen ohne Punkte geblieben sind. Dirk ist der zufriedenste BMW Pilot, denn er konnte nicht nur punkten, sondern auch seine Führung in der Meisterschaft verteidigen."


Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport
Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 11, Rennen 7. und Ausfall (40 Kilogramm Zusatzgewicht)
Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 19, Rennen 8. und 3. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)
BMW Team Great Britain - RBM
Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 9, Rennen 5. und Ausfall (20 Kilogramm Zusatzgewicht)
BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport
Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 15, Rennen 13. und Ausfall
Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 10, Rennen 9. und Ausfall
BMW Privatteams
Carly Motors - Nr. 20 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 14, Rennen 12. und 11.
Proteam Motorsport - Nr. 25 - Stefano D'Aste (ITA): Startplatz 16, Rennen 15. und Ausfall
Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 18, Rennen Ausfall und 10.


Rennen 1

1. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22:08,554 min
2. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alf Romeo) 22:09,128 min
3. Augusto Farfus Jr (BRA/Alfa Romeo) 22:15,104 min
4. Jordi Gené (ESP/SEAT) 22:15,615 min
5. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:15,949 min
6. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 22:16,984 min
7. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22:20,786 min
8. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22:23,222 min


Rennen 2

1. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 26:16,027 min
2. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alf Romeo) 26:16,736 min
3. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 26:19,233 min
4. Jordi Gené (ESP/SEAT) 26:19,854 min
5. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 26:20,256 min
6. Allessandro Balzan (ITA/Honda) 26:23,528 min
7. Michele Bartyan (AUT/Alfa Romeo) 26:26,400 min
8. Frank Diefenbacher (DEU/SEAT) 26:27,587 min


Meisterschaftsstand Fahrer:

1. Müller D 93
2. Tarquini 86
3. Priaulx 85
2. Müller J 85
5. Giovanardi 62
6. Garcia 43
7. Farfus 35
8. Gené 33
9. Diefenbacher 20
10. Coronel 19
11. Thompson 17
12. Rydell 17
13. Mollekens 9
14. Tavano 6
15. Rangoni 5
16. Balzan 3
17. Zanardi 3
18. Bartyan 2
19. D'Aste 1


Meisterschaftsstand Hersteller:

1. BMW 224, 2. Alfa Romeo 170, 3. SEAT 68


Michelin Independents Trophy:

1. Coronel 120
2. Balzan 91
3. Tavano 86
4. Rangoni 58
5. D'Aste 58
6. Bartyan 57
7. Rosenblad 54
8. Harrison 25
9. Ruokonen 23
10. Grunert 15
11. Asch 11
12. Klenke 8
13. Zwart P 7
14. Sardelli 5
15. Zwart K 3
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Alt 04.10.2004, 13:47     #17
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Läufe 19 und 20, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, 7. /8. Oktober 2004 (Vorschau)

VORSCHAU - FIA European Touring Car Championship
Läufe 19 und 20, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, 7. /8. Oktober 2004

FIA ETCC Premiere in Dubai: BMW Dreikampf um den Fahrertitel

Die BMW Länderteams werden die lange Erfolgsgeschichte von BMW im Tourenwagensport um ein Kapitel erweitern, wenn sie in der kommenden Woche in Dubai an den Start gehen. Vor dem Saisonfinale der FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf dem neuen "Dubai Autodrom" steht die Marke nicht nur bereits als Sieger in der Herstellerwertung fest. Auch der Fahrertitel wird definitiv an einen BMW Piloten vergeben.

Mit 107 Punkten besitzt Dirk Müller die beste Ausgangslage vor den beiden Rennen in der Wüste. Priaulx folgt mit 95 Punkten, Jörg Müller hat 90 Zähler auf dem Konto. Den Triumph bei den Herstellern konnte BMW am vorletzten Rennwochenende der FIA ETCC 2004 in Oschersleben perfekt machen. Andy Priaulx (GBR, BMW Team Great Britain) gewann den ersten Lauf in der Magdeburger Börde und verschaffte BMW damit einen uneinholbaren Vorsprung auf Alfa Romeo. Zudem verabschiedete sich Vorjahresmeister Gabriele Tarquini (ITA, Alfa Romeo) bei den Fahrern aus dem Titelrennen. In Dubai werden daher Dirk Müller (Burbach, BMW Team Deutschland), Priaulx und der zweite BMW Team Deutschland Pilot, Jörg Müller (Hückelhoven), den Europameistertitel unter sich ausmachen. Maximal sind noch 20 Punkte zu gewinnen. In einer anderen Statistik liegt hingegen Priaulx klar in Front: Der Engländer konnte in der laufenden Saison bereits fünf Laufsiege erringen. Dirk Müller und Jörg Müller standen je drei Mal ganz oben auf dem Treppchen.

Mit dem Super Racing Weekend, in dessen Rahmen die Rennen der FIA ETCC stattfinden, hält der internationale Motorsport Einzug in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Rennwochenende markiert zugleich die offizielle Eröffnung des "Dubai Autodroms". Die moderne Anlage entstand in einer Bauzeit von 13 Monaten und ist Teil eines größeren Entwicklungsprogramms, dem "Dubai Autodrom und Business Park", der gut 25 Fahrminuten außerhalb des Stadtzentrums errichtet wurde.

Der Kurs bietet sechs verschiedene Streckenvarianten, darunter die 5,39 Kilometer lange Hauptstrecke, auf der die FIA ETCC antreten wird. Außerdem ist ein 2,5 Kilometer langer Club-Kurs nutzbar sowie ein 1,2 Kilometer langes Oval. Die Hauptstrecke umfasst 16 Kurven und zwei je einen Kilometer lange Geraden. Das maximale Gefälle beträgt sechs Prozent.

Eine neue Strecke stellt für die Fahrer naturgemäß immer eine Herausforderung dar, da sie sich zunächst mit dem Layout des Kurses und dessen Besonderheiten vertraut machen müssen. Die Fahrer von BMW Team Deutschland konnten die Strecke allerdings anlässlich einer PR-Veranstaltung für lokale Medienvertreter schon vor dem ersten Training in Augenschein nehmen. "Nachdem ich den Kurs nun gesehen habe, freue ich mich umso mehr auf die beiden Rennen", meint Dirk Müller. "Wenn wir das erste Mal aus der Box fahren, dürfte die Fahrbahn noch extrem wenig Grip bieten. Das sollte sich aber ändern, sobald Gummi auf die Strecke gelegt wird. Es ist sehr heiß, die Temperaturen im Cockpit werden also immens sein. Das wird unsere Arbeit erschweren, aber es macht trotzdem immer wieder Spaß, eine neue Strecke kennen zu lernen. Es sieht so aus, als gäbe es eine Menge Überholgelegenheiten. Außerdem sind die Kurven sehr abwechslungsreich."

BMW Privatfahrer Tom Coronel (NLD) konnte sich in seinem Carly Motors BMW 320i in Oschersleben vorzeitig den Titel in der Independents Trophy sichern. Er gewann beide Läufe in dieser Kategorie und erhöhte die Anzahl seiner Siege damit auf neun. Die Teamwertung führt derzeit BMW Team Deutschland mit 198 Punkten an, gefolgt von Autodelta Squadra Corse (188).

Obwohl sich die Saison dem Ende zuneigt, geht es auch für die Fahrer von BMW Team Italy-Spain noch um viel. Alessandro Zanardi (ITA) und Antonio Garcia (ESP) wollen die enttäuschenden Rennen in Italien und Deutschland vergessen machen und das Jahr nach Möglichkeit mit Meisterschaftspunkten und Podestplätzen beenden.

Im Mittleren Osten gelten Donnerstag und Freitag als Wochenende. Dies wirkt sich auch auf den Zeitplan des FIA ETCC Wochenendes aus. Da die Fahrer zum ersten Mal auf der neuen Strecke antreten, steht ihnen zusätzlich eine private Test-Session am Mittwoch zur Verfügung. Die beiden Rennen finden diesmal vor den Läufen der FIA GT-Meisterschaft statt.


Zeitplan in Dubai:

Mittwoch, 6. Oktober 2004
17.10 - 17.40 Uhr - Private Test-Session

Donnerstag, 7. Oktober 2004
08.30 - 09.00 Uhr - 1. Freies Training
11.30 - 12.00 Uhr - 2. Freies Training
15.00 - 15.30 Uhr - Qualifying

Freitag, 8. Oktober 2004
09.00 - 09.15 Uhr - Warm-up
12.35 Uhr - 1. Rennen (10 Runden, 53,944 km)
14.00 Uhr - 2. Rennen (10 Runden, 53,944 km)

Dubai liegt zwei Stunden vor mitteleuropäischer Sommerzeit.
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Alt 08.10.2004, 22:02     #18
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ETCC - Läufe 19 und 20 - Dubai - Rennen (08.10.2004)

Andy Priaulx gewinnt den Fahrertitel für BMW

Dubai, 08. Oktober 2004. Andy Priaulx (GBR) ist der neue Meister der FIA European Touring Car Championship (ETCC). Der Fahrer vom BMW Team Great Britain setzte sich im letzten Rennen der Saison auf dem "Dubai Autodrom" gegen seinen BMW Markenkollegen Dirk Müller (Burbach) durch. Enger hätte die Entscheidung im Titelkampf nicht verlaufen können. Beide Piloten lagen nach dem Rennen mit je 111 Punkten gleichauf, so dass schließlich die Anzahl der Laufsiege den Ausschlag geben musste. Priaulx siegte im Saisonverlauf fünf Mal, der BMW Team Deutschland Fahrer hingegen nur drei Mal.

In beiden Rennen des Tages fuhr Priaulx in seinem BMW 320i auf den zweiten Platz. Den Sieg sicherte sich jeweils Gabriele Tarquini (ITA, Alfa Romeo), sein Teamkollege James Thompson (GBR) wurde zwei Mal Dritter. Nach einer Kollision mit Luca Rangoni (ITA, Alfa Romeo) im ersten Lauf hatte Dirk Müller wegen eines Aufhängungsschadens zwei Mal die Box ansteuern müssen, konnte das Rennen aber dennoch nicht beenden. Vom hinteren Feld aus war es für den 29-Jährigen in Rennen zwei außerordentlich schwierig, sich in die Punkteränge zurück zu kämpfen. Trotz seiner Enttäuschung war Dirk Müller der erste Fahrer, der dem neuen Titelträger gratulierte.

Priaulx zeigte sich nach dem Erfolg überglücklich und beschrieb die beiden Rennen als die wohl härtesten seiner bisherigen Laufbahn. Auch sein Fahrzeug wies anschließend an der Karosserie deutliche Spuren der packenden Kämpfe auf der 5,394 Kilometer langen Strecke auf. "Das ist der schönste Moment in meiner Karriere", meinte Priaulx. "Ein Titelgewinn hat länger Bestand als ein Laufsieg. Dies ist ein ganz besonderer Augenblick für mich. In vielerlei Hinsicht habe ich die Meisterschaft im Verlauf des Jahres gewonnen, nicht erst heute. Dieser Erfolg ist der Lohn für die harte Arbeit des gesamten RBM Teams. Wir sind nur eine kleine Mannschaft, aber die Unterstützung, die ich bekomme, ist unglaublich. Es ist mein zweites Jahr als BMW Pilot, und ich möchte mich auch bei BMW Motorsport für die Unterstützung und die Hilfe bedanken. Heute war es die ETCC, nun muss es mein Ziel sein, die WTCC zu gewinnen."

Dirk Müller war aus verständlichen Gründen unzufrieden und sagte: "Eines vorweg: Andy hat einen guten Job gemacht, Gratulation dazu. Natürlich bin ich enttäuscht, die Meisterschaft verloren zu haben. Aber so läuft es im Motorsport nun mal. Ich muss meinen Blick auf die kommende Saison richten. Obwohl ich persönlich unglücklich bin, wiegt es für mich schwerer, dass ich Schnitzer Motorsport nicht einen weiteren Tourenwagen-Titel bescheren konnte. Das Team hätte mich nicht besser unterstützen können, und ich möchte mich bei allen dafür bedanken, was sie für mich getan haben."

Ein anderer Fahrer war mit dem Ausgang des Saisonfinales zufrieden: Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain). Der Italiener sammelte in beiden Läufen Punkte. Der sechste Platz im zweiten Rennen war zudem sein bestes Resultat in dieser Saison. "So oft stand ich in dieser Saison am Ende mit leeren Händen da. Diesmal habe ich jedoch ein Stück vom Kuchen abbekommen. Ich bin wirklich glücklich. Das erste Rennen verlief gut, und ich hatte ein wenig Glück. Im zweiten Lauf war es sehr schade, dass ich zu Anfang nicht ein bisschen schneller fahren konnte. So haben mich die Alfas relativ früh überholt. Ich nehme viel Optimismus für den Winter aus Dubai mit und möchte ein erfolgreiches Testprogramm absolvieren. Das gute Resultat wird mir sicher im Gedächtnis bleiben."


RENNEN 1
Wetter: heiß, 34°C


Andy Priaulx münzte seine erste Poleposition in diesem Jahr in einen guten Start um und führte das Feld am Ende der ersten Runde an. Dabei blieb es jedoch nicht lange, denn schon bald setzte sich Gabriele Tarquini an die Spitze und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Priaulx verteidigte den zweiten Platz gegen den frisch gekürten Britischen Tourenwagen-Meister James Thompson. Die beiden Piloten lieferten sich über die komplette Renndistanz einen spannenden Zweikampf. Immer wieder setzte Thompson zu Überholmanövern an, Priaulx hielt jedoch seine Position bis zum Schluss. Nach dem Unfall mit Alfa-Pilot Luca Rangoni fuhr Dirk Müller für Reparaturarbeiten in die Box. Damit war allerdings früh klar, dass er nicht mehr in den Kampf um die vorderen Plätze würde eingreifen können. Sein Teamkollege Jörg Müller war zwar weiterhin mit der Performance seines Autos nicht zufrieden, arbeitete sich aber bis auf den sechsten Rang nach vorn. Antonio Garcia wurde ebenfalls das Opfer einer Kollision. Nach einer Berührung mit dem Alfa von Fabrizio Giovanardi hatte der Spanier zwar Lenkungsprobleme zu beklagen, fuhr aber trotzdem vom 17. auf den neunten Platz. BMW Team Italy-Spain war sowohl mit dieser Aufholjagd als auch mit der Leistung von Alessandro Zanardi zufrieden, der sich als Siebter einen Platz in der ersten Startreihe für Lauf zwei sichern konnte.


RENNEN 2
Wetter: heiß, 34°C


Von Beginn an ging es im zweiten Rennen turbulent zu. In Folge einer spektakulären Massenkarambolage überschlug sich Peugeot-Pilot Jan Magnussen, Rickard Rydell musste seinen SEAT mit zerstörter Heckpartie abstellen. Vor Ende der ersten Runde brach die Rennleitung den Lauf ab. Antonio Garcia war ebenfalls an den Unfällen beteiligt, wurde von Augusto Farfus Jr. (Alfa Romeo) getroffen und schied aus. Als Jörg Müller und Alessandro Zanardi kurz vor Abbruch des Rennens kollidierten, wurde auch das Auto von Andy Priaulx beschädigt. Glücklicherweise gab es einen kompletten Neustart, so dass die Teams in der neuerlichen Startaufstellung an den Autos arbeiten konnten. Priaulx kam beim Re-Start gut weg und ging als Führender in die zweite Runde. Diese Position hielt er bis in die vierte Runde, musste aber im folgenden Umlauf erneut Gabriele Tarquini passieren lassen. Priaulx verteidigte Platz zwei und ging kein Risiko mehr ein, um seine Titelchancen nicht kurz vor dem Ziel noch zu gefährden. Hinter ihm arbeitete sich Dirk Müller durchs Feld und schob sich bis auf den fünften Platz nach vorn. Position vier, die ihm den Titel eingebracht hätte, war allerdings nicht mehr in Reichweite.


Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport


Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 9, Rennen 6. und 12. (10 Kilogramm Zusatzgewicht)
Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 10, Rennen 17. und 5. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)
BMW Team Great Britain - RBM
Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 1, Rennen 2. und 2. (20 Kilogramm Zusatzgewicht)
BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport
Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 16, Rennen 7. und 6.
Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 13, Rennen 9. und Ausfall BMW Privatteams
Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 17, Rennen 18. und 9.


Rennen 1

1. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22:20,396 min
2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:24,155 min
3. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) 22:24,735 min
4. Augusto Farfus Jr (BAR/Alfa Romeo) 22:28,239 min
5. Frank Diefenbacher (DEU/SEAT) 22:29,203 min
6. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22:37,700 min
7. Alex Zanardi (ITA/BMW 320i) 22:42,527 min
8. Luca Rangoni (ITA/Alfa Romeo) 22:45,257 min


Rennen 2

1. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22:18,952 min
2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:22,995 min
3. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) 22:26,722 min
4. Frank Diefenbacher (DEU/SEAT) 22:31,464 min
5. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22:42,105 min
6. Alex Zanardi (ITA/BMW 320i) 22:46,594 min
7. Salvatore Tavano (ITA/Alfa Romeo) 22:46,869 min
8. Michele Bartyan (AUT/Alfa Romeo) 22:50,957 min


Meisterschaftsstand Fahrer:

1. Priaulx 111
2. Müller D 111
3. Tarquini 106
4. Müller J 93
5. Giovanardi 63
6. Farfus 54
7. Garcia 43
8. Gené 39
9. Thompson 37
10. Rydell 29
11. Diefenbacher 29
12. Coronel 25
13. Mollekens 9
14. Tavano 8
14. Zanardi 8
16. Rangoni 6
17. Balzan 3
18. Bartyan 3
18. Rosenblad 2
20. D'Aste 1


Meisterschaftsstand Hersteller:

1. BMW 276,
2. Alfa Romeo 224,
3. SEAT 95


Michelin Independents Trophy:

1. Coronel 140,
2. Tavano 106,
3. Balzan 91,
4. Rangoni 82,
5. Bartyan 76,
6. Rosenblad 76,
7. D'Aste 54,
8. Harrision 45,
9. Ruokonen 29,
10. Grunert 22
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