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Alt 24.03.2004, 16:38     #1
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VORSCHAU - FIA European Touring Car Championship Monza, Italien, 27./.28 März 2004

-------> Alle Informationen zur ETCC 2004 findet Ihr hier <-------

Drei BMW Länderteams beim Saisonauftakt in Monza.

München, 24. März 2004. Die drei von nationalen BMW Vertriebsgesellschaften unterstützten Länderteams mit insgesamt fünf BMW 320i sind startklar für den Auftakt der FIA European Touring Car Championship (ETCC). Am kommenden Wochenende werden im italienischen Monza die ersten beiden von 20 Läufen zur Tourenwagen-EM ausgetragen.

Für das BMW Team Deutschland unter der Regie von Schnitzer Motorsport starten 2004 erneut Dirk und Jörg Müller. Das BMW Team Great Britain (RBM) tritt ebenfalls erneut mit Andy Priaulx (GBR) an. Im BMW Team Italy-Spain von Ravaglia Motorsport erhält der Spanier Antonio Garcia einen prominenten Teamkollegen: Der italienische Ex-Formel-1- und CART-Star Alessandro Zanardi bestreitet erstmals seit seinem folgenschweren Unfall im Jahr 2001 wieder eine Rennsaison.

Der BMW 320i und der Zweiliter-Sechszylinder-Motor wurden im engen Rahmen des technischen Reglements weiterentwickelt. BMW Motorsport Direktor Mario Theissen erklärt: „Wir wollen 2004 unseren Markentitel verteidigen und darum kämpfen, dass diesmal auch die Fahrerkrone mit einem BMW gewonnen wird. Wir unterstützen die Philosophie und die relative Seriennähe dieser Europameisterschaft. In der ETCC haben professionell arbeitenden BMW Kundenteams die Chance, mit dem BMW 320i hochklassigen, aber bezahlbaren Tourenwagensport zu betreiben.“

Die Testarbeit auf der Rennstrecke leisteten vor allem die BMW Werksfahrer Jörg Müller und Dirk Müller. Die beiden Piloten der von Schnitzer Motorsport eingesetzten Autos des BMW Teams Deutschland bestreiten bereits ihre dritte Saison als Teamkollegen. Jörg Müller, in den vergangenen beiden Jahren Meisterschaftszweiter, prognostiziert: „Die Leistungsdichte an der Spitze wird 2004 erheblich höher sein. Ich freue mich auf eine interessante Saison.“

Dirk Müller verweist auf das Winterprogramm: „Wir waren sehr fleißige Tester. Die BMW Ingenieure haben hervorragende Arbeit geleistet. Ich kann den Start kaum noch abwarten.“

Schnitzer-Teammanager Charly Lamm präzisiert: „Wir haben mit dem BMW 320i ETCC seit Saisonende 4.500 Testkilometer zurückgelegt. Die Witterungsbedingungen waren nicht immer ideal, aber wir verfügen über ein viel versprechendes neues Fahrwerk. Für die ETCC zeichnet sich insgesamt eine positive Entwicklung ab. Ich denke, wir werden hochklassigen Sport in starker Besetzung erleben.“

Für Andy Priaulx im BMW Team Great Britain wird 2004 das zweite Jahr in der ETCC. 2003 hatte er bis zum Saisonfinale Titelchancen. Sein von RBM vorbereiteter BMW 320i erlebte erst bei der FIA Pressevorstellung Anfang März in Monza seine erste Ausfahrt. Priaulx: „Der neue BMW 320i fühlte sich sofort sehr gut an. Ich bin sehr optimistisch für die Saison.“

Sein Teammanager Bart Mampaey teilt die Zuversicht seines Fahrers, wenngleich er speziell in Monza einen Nachteil für ein Ein-Wagen-Team ausmacht: „Dort sind Windschattenspiele sehr wichtig, und dafür braucht man einen Partner. Wir müssen auf die anderen BMW Piloten bauen. Insgesamt glaube ich, wir starten auf einem höheren Niveau als im Vorjahr.“

Ein weiterer Fahrer, für den 2004 die zweite Saison in der ETCC wird, ist Antonio Garcia vom BMW Team Italy-Spain. Nach einem dreitägigen Test in Spa sagte er in der vergangenen Woche: „Wir haben sehr viele Daten gespeichert, ich habe einen ausgesprochen guten Eindruck von unserem neuen Auto. Dennoch: Wir werden erst im direkten Wettbewerb in Monza sehen, wo wir wirklich stehen.“

Die größte Fangemeinde aller ETCC-Fahrer erwartet zweifellos Alessandro Zanardi in Monza. Der Italiener war beim ETCC-Saisonfinale 2003 in Monza erstmals seit seinem lebensbedrohenden Unfall im September 2001 beim deutschen Lauf zur CART-Meisterschaft, bei dem er beide Beine verlor, wieder zu einem Rennen angetreten. Aus diesem Gastspiel im BMW Team Italy-Spain erwuchs der Wunsch, eine komplette Saison zu bestreiten. Dabei spielten auch freundschaftliche Beziehungen zum Team eine Rolle. Zanardi: „Ich liebe den Rennsport und genieße die Chance, mit Menschen, die ich kenne und denen ich vertraue, dorthin zurückzukehren. Ich wollte genauso viel testen wie die anderen Fahrer, obwohl ich wusste, dass das Team mit den Spezial-Umbauten für mich zusätzliche Arbeit hatte.“ Zanardi kann Gas und Kupplung per Hand bedienen, außerdem wurde die Bremsbetätigung per Pedal für ihn modifiziert. „BMW Motorsport hat hinsichtlich dieser Umbauten ausgezeichnete Arbeit geleistet“, unterstreicht Zanardi, „außerdem freue ich mich, einen starken Teamkollegen wie Antonio zu haben. An ihm werde ich mich orientieren.“

Roberto Ravaglia erklärt: „Wir haben gute Fortschritte gemacht, und die Tatsache, dass wir auf der Hälfte der ETCC-Rennstrecken getestet haben, wird uns zusätzlich helfen. Alessandros BMW 320i ist gegenüber dem 2003 in Monza eingesetzten Auto deutlich bedarfsgerechter, da haben wir in Zusammenarbeit mit der Firma Fabil und mit BMW Motorsport viel erreicht. Unsere beiden Fahrer haben viel getestet und starten sehr gut vorbereitet in die Saison 2004.“

Zeitplan in Monza:

Samstag, 27. März 2004
  • 09.00 – 09.30 Uhr – 1. Freies Training
  • 12.45 – 13.15 Uhr – 2. Freies Training
  • 15.15 – 15.45 Uhr – Qualifying

Sonntag, 28. März 2004
  • 09.30 – 09.45 Uhr – Warm-up
  • 14.45 Uhr – 1. Rennen (9 Runden, 51.93km)
  • 15.45 Uhr – 2. Rennen (9 Runden, 51.93km)
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Geändert von Hermann (24.05.2004 um 17:54 Uhr)
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Alt 01.04.2004, 20:46     #2
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European Touring Car Championship 2004 - 1. und 2. Lauf, 27./28. März

Monza (Italien). Beim Auftakt der FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf der Hochgeschwindigkeitsrennstrecke im italienischen Monza feierte BMW vor 24.000 Zuschauern den ersten Saisonsieg. BMW Werksfahrer Jörg Müller gewann den zweiten Lauf mit einem BMW 320i vom BMW Team Deutschland. Andy Priaulx (BMW Team Great Britain) sorgte mit Platz zwei für einen BMW Doppelsieg. Im ersten Rennen war Dirk Müller (BMW Team Deutschland) mit Rang vier bestplatzierter BMW Pilot gewesen. BMW führt nach dem ersten von zehn ETCC-Rennwochenenden in der Herstellerwertung.

RENNEN 1

Wetter: trocken und sonnig, 16ºC

Mit einem fulminanten Start von Rang drei ging Dirk Müller im ersten Rennen vor seinem Teamkollegen Jörg Müller in Führung. Pole-Mann Gabriele Tarquini (Alfa Romeo) lag an dritter Stelle. Andy Priaulx (BMW Team Great Britain) hatte die Alfa-Fahrer Augusto Farfus Jr und Fabrizio Giovanardi hinter sich gelassen und fuhr an vierter Position. Eine Kollision zwischen BMW Privatfahrer Carl Rosenblad und Salvatore Tavano (Alfa Romeo) rief das Safety Car auf den Plan. Ende der dritten Runde wurde das Rennen erneut freigegeben. Der 21-jährige Brasilianer Farfus erkämpfte sich die Führung und siegte vor seinen Markenkollegen Tarquini und Giovanardi. Dirk und Jörg Müller belegten die Plätze vier und fünf, Priaulx wurde Sechster.

RENNEN 2

Wetter: trocken und sonnig, 16ºC

Dadurch, dass die Top-Acht des ersten Rennens in der ETCC in umgekehrter Reihenfolge zum zweiten starten, wurden die Karten neu gemischt. Frank Diefenbacher im SEAT startete vom ersten Startplatz, daneben beschleunigte BMW Privatfahrer Tom Coronel und ging in der ersten Kurve in Führung. In der zweiten Runde gelang es Jörg Müller, die Spitze zu übernehmen, die er anschließend behauptete. Noch in der ersten Runde kollidierten die Alfa Romeo von Tarquini und Giovanardi. Beide schieden aus. Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain) wurde Leidtragender des Unfalls und kam anschließend nicht mehr über Platz zehn hinaus. Priaulx und Dirk Müller tauschten mehrfach Positionen. Schließlich kam Priaulx als Zweiter ins Ziel. Farfus erkämpfte sich vor Dirk Müller noch Platz drei.

Stimmen

Jörg Müller:
„Nach dem Qualifying hatte ich mir eigentlich keinen Podiumsplatz oder gar Siegchancen ausgerechnet. Wir haben hier in Monza sehr schwierige Rennen erwartet. Im ersten Lauf war ich mit gebrauchten Reifen unterwegs, das war strategisch sehr gut. Wir haben davon profitiert, dass sich die Alfa-Fahrer untereinander bekämpft haben. Im zweiten Lauf hatte ich frische Reifen. In den ersten beiden Runden war das Überholen sehr schwierig. Als dann die Jungs hinter mir zu kämpfen begannen, konnte ich einen Vorsprung herausfahren und schließlich gewinnen."

Andy Priaulx: „Im ersten Rennen ist jeder etwas vorsichtiger zu Werke gegangen, um sein Auto heil ins Ziel zu bringen. Mir sind ein paar ganz gute Manöver gelungen, am Ende hat es aber doch nur für Platz sechs gereicht. Im zweiten Lauf bin ich viel aggressiver gefahren und bin mit dem zweiten Platz jetzt recht glücklich. Hoffentlich läuft die Saison so erfreulich weiter."

Alessandro Zanardi: „Ich bin nicht zufrieden, da wäre mehr drin gewesen. Im ersten Rennen steckte ich lange hinter einem SEAT fest. Als ich endlich vorbei war, war der Rückstand nach vorn zu groß. Im zweiten Durchgang kam mir die Kollision zwischen Tarquini und Giovanardi in die Quere. Das hat mich viel Zeit gekostet. Sei es drum: So etwas gehört dazu. Jetzt freue ich mich auf die Rennen in Valencia.“

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland – Schnitzer Motorsport

Nr. 42 - Jörg Müller (D): Startplatz 4, Rennen 5. und 1.

Nr. 43 - Dirk Müller (D): Startplatz 3, Rennen 4. und 4.

BMW Team Great Britain – RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 6, Rennen 6. und 2.

BMW Team Italy-Spain – Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 8, Rennen 9. und 10.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 10, Rennen 13. und 7.

BMW Privatteams

Carly Motors – Nr. 20 – Tom Coronel (NLD): Startplatz 9, Rennen 7. und 5.

Carly Motors – Nr. 21 – Paulien Zwart (NLD): Startplatz 20, Rennen 17. und 16.

Proteam Motorsport – Nr. 25 – Stefano D’Aste (ITA): Startplatz 17, Rennen 14. und 9.

Crawford Racing – Nr. 27 – Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 21, Rennen Ausfall bzw. nicht angetreten

Rennen 1

1. Augusto Frafus Jr (BRA/Alfa Romeo) 21.13,214 Minuten

2. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 21.13,375 min

3. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 21.13,511 min

4. Dirk Müller (GER/BMW 320i) 21.13,897 min

5. Jörg Müller (GER/BMW 320i) 21.14,334 min

6. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 21.14,553 min

7. Tom Coronel (NDR/BMW 320i) 21.18,332 min

8. Frank Diefenbacher (GER/SEAT) 21.18,535 min

Rennen 2

1. Jörg Müller (GER/BMW 320i) 18.11,840 min

2. Andry Priaulx (GBR/BMW 320i) 18.15,073 min

3. Augusto Farfus Jr (ITA/Alfa Romeo) 18.16,548 min

4. Dirk Müller (GER/BMW 320i) 18.16,664 min

5. Tom Coronel (NDL/BMW 320i) 18.19,317 min

6. Frank Diefenbacher (GER/SEAT) 18.19,764 min

7. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 18.19,924 min

8. Jordi Gene (ESP/SEAT) 18.21,158 min

Meisterschaftsstand:

Fahrer


1. Farfus 16

2. J. Müller 14

3. Priaulx 11

4. D. Müller 10

5. Tarquini 8

6. Giovanardi 6

7. Coronel 6

8. Diefenbacher 4

9. Garcia 2

10. Gené 1

Hersteller

1. BMW 27

2. Alfa Romeo 24

3. SEAT 5

Michelin Independents Trophy

1. Coronel 20

2. D’Aste 16

3. Balzan 11

4. Bartyan 7

5. Ruokonen 7

6. Zwart 6

7. Harrison 5

8. Asch 3

9. Grunert 2

10. Rangoni 1
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Alt 15.04.2004, 20:37     #3
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ETCC - Läufe 3 und 4 - Valencia - Vorschau 14. April 2004

FIA European Touring Car Championship Läufe 3 und 4, Valencia, Spanien, 17./18. April 2004

FIA ETCC betritt für die beiden Rennen in Spanien Neuland.

München, 13. April 2004. Die BMW Länderteams treten beim zweiten Rennwochenende der FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf neuem Terrain an. Zum ersten Mal macht die Serie im spanischen Valencia
Station.

Der Circuit de la Comunitat Valanciana Ricardo Tormo wurde hauptsächlich als Teststrecke, vor allem für die Formel 1, bekannt. Nun ist der 4,005 Kilometer lange Kurs nach Jarama und Barcelona in den Jahren 2002 und 2003 der dritte Schauplatz für den Auftritt der FIA ETCC in Spanien. Für BMW Motorsport ist die Strecke jedoch alles andere als unbekannt. Das Formel BMW Racing Center ist dort beheimatet, in dem die Lizenz- und Sichtungslehrgänge der einzelnen Formel BMW Serien abgehalten werden.

Besonders Antonio Garcia vom BMW Team Italy-Spain freut sich auf die beiden Rennen in der spanischen Küstenmetropole. Seit seinem ersten Start in Valencia 1999 ist der Spanier dort fünf Mal angetreten. Der Kurs ist nicht so schnell wie der in Monza, aber das dürfte mir und meinem Team entgegen kommen. Es ist eine knifflige Strecke, die harte Arbeit im Cockpit erfordert - mittelschnelle Kurven wechseln sich mit langsamen ab. Wir wissen nicht, wie sich die neuen Michelin-Reifen verhalten werden, doch hatten wir schon die Möglichkeit dort zwei Tage lang mit den alten Reifen bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius zu testen. Für das Rennen werden wir jedoch die neuen Pneus benutzen, und ich hoffe, dass es bedeutend wärmer sein wird. Ideal wären Temperaturen über 20 Grad. Ich war nach dem Test sehr zufrieden, denn ich konnte dieselbe Zeit wie Gabriele Tarquini im Alfa Romeo fahren. Es wird interessant zu beobachten sein, wie stark sich die einzelnen Teams verbessert haben", meint er.

Die Strecke bietet den Zuschauern nahezu von jedem Platz aus eine optimale Sicht auf das Renngeschehen. Stimmung kommt in Valencia laut Garcia jedoch erst auf, wenn viele Rennsport-Fans auf den Tribünen Platz genommen haben. Es ist wie in einem Stadion. Wenn es gefüllt ist, dann herrscht eine tolle Atmosphäre. Wenn in Jarama 10.000 Zuschauer das Rennen verfolgen würden, dann sähe es voll aus. In Valencia aber ist das Gegenteil der Fall, dort würden die Ränge leer wirken."

Viele der BMW Fahrer waren seit dem Saisonauftakt in Monza anderweitig im Einsatz. Dirk Müller vom BMW Team Deutschland tauschte seinen BMW320i für einen BMW M3 GTR, um die Vorbereitungen auf das 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring fortzusetzen, das im Juni stattfinden wird. Schnitzer Motorsport war mit zwei Autos an die berühmte Nordschleife gereist, um am 4. April an einem dreieinhalbstündigen Langstreckenrennen teilzunehmen. Dirk gewann an der Seite von Hans-Joachim Stuck. Duncan Huisman, Pedro Lamy und Boris Said sicherten sich im zweiten BMW M3 GTR Rang zwei.

Andy Priaulx, der für das BMW Team Great Britain in der FIA ETCC startet, gibt seine Erfahrung im Rennsport als Chefinstruktor der Formula BMW UK Championship an die jungen Fahrer weiter. Nach den beiden ETCC-Rennen in Monza wohnte der Engländer zunächst einem Fitness- und Ernährungsprogramm bei, das neun Teilnehmer der Nachwuchsserie in Italien absolvierten. Auch beim Saisonauftakt in Thruxton am Ostersonntag war Andy mit von der Partie und drückte seinen Schützlingen die Daumen. BMW Motorsport Direktor Mario Theissen und Sir Frank Williams, Teamchef des BMW WilliamsF1 Teams, ließenes sich ebenfalls nicht nehmen, bei den zwei spannenden Rennen dabei zu sein.

Die ersten zwei Rennen der FIA ETCC in Monza endeten mit einem Unentschieden zwischen BMW und Alfa Romeo - beide Marken erzielten je einen Sieg. Die Führung in der Herstellerwertung hat nach den beiden Läufen in Italien mit 27 Punkten jedoch BMW inne, vor Alfa Romeo mit 24 Zählern. Jörg Müller konnte im zweiten Rennen den Sieg für BMW Team Deutschland sichern, Andy Priaulx fuhr auf Platz zwei. In der Fahrerwertung liegt momentan der brasilianische ETCC-Neuling Augusto Farfus Jr. (16 Punkte) vorn, der für Alfa Romeo fährt. Mit 14 Punkten belegt Jörg Müller (Hückelhoven) den zweiten Rang, gefolgt von Priaulx, der mit elf Zählern den dritten Platz einnimmt. In Spanien wird Müller daher mit 40 Kilogramm Zusatzgewicht antreten, Priaulxs BMW 320i wird mit zusätzlichen 20 Kilogramm beladen.

Alessandro Zanardi hatte sich vorgenommen, die Saison in seinem vom BMWTeam Italy-Spain betreuten BMW 320i so zu beginnen, wie er 2003 aufgehört hatte - mit einer Platzierung in den Punkterängen. Leider schlug dieses Vorhaben in Monza fehl. Nun will der Italiener in Spanien unbedingt unter die ersten Acht fahren.

Für Privatier Tom Coronel vom Team Carly Motors verlief hingegen der Saisonauftakt in Monza zufrieden stellend. Mit zwei Siegen in der Independents Trophy für Privatteams führt der Niederländer diese Kategorie an. Stefano D'Aste (Italien) liegt im Proteam Motorsports BMW 320i auf Platz zwei.

Zeitplan in Valencia:

Samstag, 17. April 2004
  • 09.00 - 09.30 Uhr - 1. Freies Training
  • 12.45 - 13.15 Uhr - 2. Freies Training
  • 15.15 - 15.45 Uhr - Qualifying
Sonntag, 18. April 2004
  • 09.30 - 09.45 Uhr - Warm-up
  • 14.45 Uhr - 1. Rennen (13 Runden, 52,065 km)
  • 15.45 Uhr - 2. Rennen (13 Runden, 52,065 km)
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Alt 22.04.2004, 20:47     #4
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European Touring Car Championship 2004 - 3. und 4. Lauf, 17./18. April

Valencia erweist sich als schwieriges Terrain für die BMW Teams.

Valencia (Spanien). Die BMW Länderteams konnten die ersten beiden Rennen der FIA European Touring Car Championship (ETCC) in Valencia nicht so erfolgreich gestalten wie gewünscht. Zwar sicherten sich die BMW Fahrer wertvolle Meisterschaftspunkte, auf dem Podest konnte sich jedoch keiner der fünf Piloten platzieren. Das beste Ergebnis, das ein Fahrer im BMW 320i erzielen konnte, war Platz vier. Im ersten Lauf gelang dies Andy Priaulx vom BMW Team Great Britain, im zweiten Rennen Dirk Müller (BMW Team Deutschland). Die Podestplätze gingen jeweils an drei Fahrer von Alfa Romeo. Gabriele Tarquini vor Fabrizio Giovanardi und Augusto Farfus Jr. lautete der Zieleinlauf des ersten Rennens. Im zweiten Lauf tauschten Tarquini und Giovanardi die Plätze.

Mit 28 Punkten führt Vorjahresmeister Tarquini nun die Fahrerwertung vor seinem Teamkollegen Giovanardi (26 Punkte) an. Jörg Müller (Hückelhoven) ist mit 22 Punkten und Platz drei der bestplatzierte BMW Fahrer. Damit wird der 34-Jährige beim nächsten Rennwochenende der FIA ETCC in Magny-Cours mit zehn Kilogramm Zusatzgewicht antreten. Alfa Romeo hat mit 54 Punkten die Führung in der Herstellerwertung übernommen, BMW liegt vor SEAT (8) mit 47 Zählern auf Platz zwei.

Ausgerechnet die Fahrer vom BMW Team Deutschland sammelten die meisten Punkte der BMW Piloten, obwohl Jörg Müller und Dirk Müller mit Zusatzgewichten von 40 bzw. 35 Kilogramm ins Rennen gehen mussten. "Ich denke, wir haben unter diesen Umständen heute die bestmöglichen Resultate erreicht", meinte Teammanager Charly Lamm im Anschluss an die beiden Rennen: "Alfa war hier sehr konkurrenzfähig und es half ihnen, ohne Zusatzgewicht antreten zu können. Wir werden uns bei Tests auf die nächsten Rennen in Magny-Cours vorbereiten und hoffen, dort stärker auftreten zu können."

RENNEN 1

Wetter: sehr windig bei leichter Bewölkung, 16°C


Das erste Rennen gehörte nicht zu den spannendsten Rennen in der Geschichte der FIA ETCC. Die BMW Fahrer gingen vorsichtig zu Werke, um ihre Autos für den zweiten Lauf zu schonen, für den sie sich bessere Chancen erhofften. Vom Start weg bestimmte das Alfa-Romeo-Trio, bestehend aus Augusto Farfus Jr., Fabrizio Giovanardi und Gabriele Tarquini, das Tempo. Farfus, der von der Poleposition ins Rennen gegangen war, behauptete seinen Vorteil bis in die dritte Runde. Dann änderte sich die Reihenfolge, als der Brasilianer seine beiden Teamkollegen passieren lassen musste. Nun lag Tarquini vor Giovanardi und Farfus.

Daran änderte sich bis zum Ende nichts mehr. Andy Priaulx, der vom vierten Rang aus gestartet war, führte eine Armada von vier BMW 320i an. Alfa-Fahrer Salvatore Tavano konnte sich noch zwischen die beiden Piloten vom BMW Team Italy-Spain schieben: Antonio Garcia beendete das Rennen als Siebter, Alex Zanardi wurde Neunter. In der Independents Trophy fuhr Tom Coronel in seinem Carly Motors BMW 320i auf den zweiten Platz. Der Niederländer lieferte sich ein spannendes Duell mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Jan Magnussen (Peugeot 307), der sein Debüt in der FIA ETCC feierte. Coronel überholte den Dänen in der siebten Runde und verteidigte seinen Vorsprung bis ins Ziel.

Das SEAT Team erwischte dagegen einen schlechten Start in sein Heimrennen. Alle drei Autos schieden vorzeitig aus. Jordi Gené und Rickard Rydell waren direkt nach dem Start an einer Kollision beteiligt, als Rydell den Spanier rammte. Frank Diefenbacher stellte sein Auto in der dritten Runde mit einem Motorschaden ab.

RENNEN 2

Wetter: sehr windig bei leichter Bewölkung, vereinzelt sonnig, 16°C


Das zweite Rennen in Valencia begann für BMW besser als das erste. Am Ende der ersten Runde führte Lokalmatador Antonio Garcia das Feld vor Dirk Müller und Jörg Müller an. Die BMW Fahrer boten den Fans packenden Motorsport und lieferten sich spannende Positionskämpfe.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis sich die Alfa-Piloten wieder nach vorn gearbeitet hatten. In der vierten Runde übernahm der spätere Sieger Fabrizio Giovanardi die Führung. In derselben Runde leistete sich Garcia einen Dreher und fiel auf den zehnten Platz zurück. Der 23-Jährige arbeite sich im Klassement wieder nach oben, ehe ein weiterer Dreher seine Hoffnungen auf eine Platzierung in den Punkten endgültig zunichte machte. Garcia sah schließlich als 15. die Zielflagge.

Andy Priaulx fuhr lange direkt hinter Dirk Müller und rechnete sich Chancen auf den fünften Platz aus. In der letzten Runde setzte jedoch Jörg Müller noch zu einem Überholmanöver an und schob sich vor den Engländer. Tom Coronel war erneut im Getümmel vertreten. Diesmal lieferte er sich einen Zweikampf mit Alex Zanardi. Zwar ließ Coronel den Fahrer vom BMW Team Italy-Spain in der zehnten Runde hinter sich. Gegen seinen Kontrahenten in der Independents Trophy, Luca Rangoni, konnte er jedoch nichts ausrichten und musste sich am Ende des Rennens mit Platz drei in dieser Wertung zufrieden geben. Dennoch war der 32-Jährige wieder der bestplatzierte private BMW Pilot im Feld.

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland – Schnitzer Motorsport


Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 12, Rennen 6. und 5. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)

Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 7, Rennen 5. und 4. (35 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Team Great Britain – RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 4, Rennen 4. und 6. (25 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Team Italy-Spain – Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 14, Rennen 9. und 10.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 8, Rennen 7. und 15.

BMW Privatteams

Carly Motors – Nr. 20 – Tom Coronel (NLD): Startplatz 15, Rennen 10. und 9.

Carly Motors – Nr. 21 – Paulien Zwart (NLD): Startplatz 24, Rennen 18. und 17.

Proteam Motorsport – Nr. 25 – Stefano D’Aste (ITA): Startplatz 20, Rennen 14. und 12.

Crawford Racing – Nr. 27 – Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 23, Rennen 17. und 19.

Rennen 1

1. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22.28,346 min

2. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22.29,828 min

3. Augusto Farfus Jr (BRA/Alfa Romeo 22.32,205 min

4. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22.34,155 min

5. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22.36,224 min

6. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22.41,817 min

7. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 22.42,968 min

8. Salvatore Tavano (ITA/Alfa Romeo) 22.51,429 min

Rennen 2

1. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22.31,263 min

2. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22.31,442 min

3. Augusto Farfus Jr (BRA/Alfa Romeo) 22.36,643 min

4. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22.36,970 min

5. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22.39,282 min

6. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22.39,591 min

7. Salvatore Tavano (ITA/Alfa Romeo) 22.50,373 min

8. Luca Rangoni (ITA/Alfa Romeo) 22.52,551 min


Meisterschaftsstand:

Fahrer


1. Tarquini 28

2. Giovanardi 26

3. Müller J 22

4. Müller D 21

5. Priaulx 20

6. Farfus 12

7. Coronel 8

8. Diefenbacher 6

9. Garcia 5

10. Tavano 3

11. Gené 2

12. Zanardi 1

12. D’Aste 1

12. Rangoni 1


Hersteller

1. Alfa Romeo 54

2. BMW 47

3. SEAT 8


Michelin Independents Trophy

1. Coronel 34

2. D’Aste 25

3. Balzan 21

4. Tavano 20

5. Harrison 10

6. Rangoni 9

7. Ruokonen 9

8. Klenke 8

9. Bartyan 7

10. Zwart 7

11. Asch 3

12. Grunert 2

13. Rosenblad 1
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Kurt Mollekens feiert in Magny-Cours sein Debüt.

München, 22. April 2004. Der Belgier Kurt Mollekens wird bei den Läufen 5 und 6 der FIA European Touring Car Championship (ETCC) am kommenden Wochenende erstmals für das BMW Team Belgium Luxembourg in einem BMW 320i antreten. Damit schicken die BMW Länderteams in Magny-Cours insgesamt sechs Piloten an den Start.

Mollekens, der vom Kartsport bis zur Formel 3000 beinahe keine Rennserie ausgelassen hat, mag ein Neuling in der Serie sein. Dies gilt jedoch nicht für sein Team. Der BMW 320i wird von der RBM Mannschaft betreut, die bereits für das BMW Team Great Britain im Einsatz ist. Damit startet Mollekens als Teamkollege von Andy Priaulx. Der aus dem belgischen Keerbergen stammende Allrounder wird an den nächsten fünf ETCC-Veranstaltungen teilnehmen. Sein letztes Rennen bestreitet Mollekens somit auf seiner Hausstrecke in Spa-Francorchamps. Der Ardennen-Kurs liegt ihm: Dort gewann er 2000 das 24-Stunden-Rennen.

"Wir sind sehr glücklich, zurück in der FIA ETCC zu sein", meint Philippe Denennin, Präsident der BMW Group Belgium Luxembourg: "Wir haben sehr gute Erfahrungen mit RBM gemacht, als das Team um Bart Mampaey 2001 für uns das BMW Team Belgium betreut hat. Wir denken, dass wir für die fünf Rennen bestmöglich aufgestellt sind. Kurt ist ein sehr schneller und erfahrener Pilot. Die Resultate, die Bart Mampaey erreicht hat, seit er den BMW 320i von Andy Priaulx betreut, sind hervorragend. Ich glaube, dass Kurt und Andy sehr gut als Team zusammenarbeiten werden. Wir hoffen, dass wir BMW dabei helfen können, in dieser Saison einen weiteren ETCC Titel zu gewinnen."

Magny-Cours war im vergangenen Jahr ein sehr gutes Pflaster für BMW. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Deutschland gewann beide Läufe. Nach Testfahrten auf dem 4,411 Kilometer langen Kurs im Herzen Frankreichs sind die meisten Fahrer zuversichtlich, dass es in Frankreich besser laufen wird als zuletzt in Spanien. Alex Zanardi vom BMW Team Italy-Spain kennt die Strecke aus seiner Formel-1-Zeit bei WilliamsF1 und Lotus. Außerdem testete er dort im Winter in seinem BMW 320i.

"Magny-Cours ist ein Kurs, bei dem man über die Kerbs räubern muss, um ja keinen Zentimeter zu vergeuden", sagt der Italiener: "Der Kurs wurde für die Formel 1 entworfen und lässt sich sehr flüssig fahren. Im Rennen muss das Auto unbedingt seine Balance behalten. Dass wir dort bereits getestet haben, wird uns sicher zugute kommen. Wir brauchen in Magny-Cours ein völlig anderes Set-up als auf anderen Strecken. Ich denke, dass der BMW gut funktionieren wird. Einer der Schlüsselfaktoren ist allerdings, die Reifen zu schonen. Zum Glück sind unsere Rennen ziemlich kurz, so dass sich daraus kein großes Problem ergeben sollte."

Beim letzten Stopp der FIA ETCC in Valencia lief es für die BMW Fahrer nicht optimal. Andy Priaulx und Dirk Müller (BMW Team Deutschland) erzielten mit jeweils einem vierten Platz die besten Ergebnisse. Dafür war Antonio Garcia vom BMW Team Italy-Spain der einzige BMW Pilot, der eines der Rennen anführen konnte. Auch der Lokalmatador wurde jedoch im zweiten Lauf von den Alfas überholt.

Nach den Läufen in Valencia führt Alfa Romeo die Konstrukteurswertung mit 54 Punkten vor BMW (47) an. Auch in der Fahrerwertung liegen zwei Alfa-Piloten vorn: Gabriele Tarquini (28 Punkte) und Fabrizio Giovanardi (26) führen vor Jörg Müller (22), Dirk Müller (21) und Andy Priaulx (20).

Dieser Meisterschaftstand hat allerdings auch eine positive Seite: Jörg Müller wird in Magny-Cours der einzige BMW Pilot sein, der mit Zusatzgewichten antreten muss. Der 34-Jährige wird mit einer Zuladung von zehn Kilogramm ins Rennen gehen.

In der Independents Trophy liegt BMW Pilot Tom Coronel vom Team Carly Motors komfortabel in Führung. Er führt seine Klasse mit 34 Punkten vor Stefano D'Aste (Proteam Motorsport/25 Punkte) an, der ebenfalls in einem BMW 320i unterwegs ist.



Zeitplan in Magny-Cours:

Samstag, 1. Mai 2004
  • 09.00 - 09.30 Uhr - 1. Freies Training
  • 12.40 - 13.10 Uhr - 2. Freies Training
  • 15.10 - 15.40 Uhr - Qualifying
Sonntag, 2. Mai 2004
  • 09.30 - 09.45 Uhr - Warm-up
  • 14.45 Uhr - 1. Rennen (12 Runden, 52,930 km)
  • 15.45 Uhr - 2. Rennen (12 Runden, 52,930 km)
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European Touring Car Championship 2004 - 5. und 6. Lauf, 1./2. Mai

BMW feiert zwei Siege in Magny-Cours.

Magny-Cours (Frankreich). Das Rennwochenende der FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf dem Circuit de Nevers von Magny-Cours hätte für die BMW Teams kaum erfolgreicher verlaufen können. Dirk Müller vom BMW Team Deutschland sicherte sich im ersten Rennen den Sieg, Andy Priaulx (BMW Team Great Britain) setzte sich im zweiten Lauf gegen die komplette Konkurrenz durch. Beide Fahrer erzielten jeweils ihren ersten Sieg in der laufenden Saison.

Jörg Müller sorgte mit seinem zweiten Platz in Rennen eins zudem für den ersten Doppelsieg des BMW Team Deutschland im Jahr 2004. Dirk Müller verbesserte seine ETCC-Erfolgsbilanz damit auf sechs Laufsiege, Andy Priaulx stand zum vierten Mal ganz oben auf dem Treppchen. SEAT konnte seine guten Leistungen im Qualifying im Rennen nicht bestätigen. So war einmal mehr Alfa Romeo der Hauptkonkurrent in den beiden spannenden Rennen. Augusto Farfus Jr. platzierte sich jeweils auf Rang drei, Gabriele Tarquini wurde Zweiter im zweiten Rennen.

Nach der starken Vorstellung auf der 4,411 Kilometer langen Strecke im Herzen Frankreichs hat BMW mit 80 Punkten wieder die Führung in der Markenwertung übernommen. Alfa Romeo folgt mit zwei Punkten Rückstand auf Rang zwei. In der Fahrerwertung liegt weiterhin Titelverteidiger Gabriele Tarquini vorn (40 Punkte), dicht gefolgt von Jörg Müller (35) und Dirk Müller (34).

Sowohl Priaulx als auch Dirk Müller erlebten je ein einfaches und ein schwieriges Rennen. In ihren weniger erfolgreichen Läufen arbeiteten sich beide Fahrer jedoch in beeindruckender Manier vom Hinterfeld in die Punkteränge nach vorn. „Es ist ein tolles Gefühl, hier nach zwei sehr harten Wochenenden in Monza und Valencia den ersten Saisonsieg errungen zu haben“, sagte Dirk Müller: „Wir haben hart gekämpft, und mit ein bisschen Glück konnte ich an Jörg vorbeigehen. Etwas Öl und Wasser haben die Strecke sehr rutschig gemacht. Da Jörg die Stelle zuerst überquerte, wusste ich, welche Linie ich wählen musste. So bekam ich die Gelegenheit zum Überholen. Das zweite Rennen verlief völlig anders. In der ersten Runde bekam ich einen harten Schubser und musste mich vom 20. bis auf den sechsten Platz nach vorne arbeiten. Das hat großen Spaß gemacht."

Priaulx hatte in der Eröffnungsrunde des ersten Laufs ähnliches Pech. Im Anschluss an seinen Sieg im zweiten Rennen sagte der Engländer: „Nach dem ersten Lauf und dem Zwischenfall mit Frank Diefenbacher war ich ziemlich enttäuscht. Ich will mir unbedingt die Videoaufnahmen ansehen, um zu wissen, was genau da passiert ist. Wie Dirk gelang es mir, mich von hinten durchs Feld zu arbeiten. Schließlich wurde ich Achter. Im zweiten Rennen konnte ich dann einfach davonfahren. Mit meiner Gesamtleistung an diesem Wochenende bin ich zufrieden. Die Fahrt im zweiten Lauf hat mich ein wenig an die Wintertests erinnert. Es ging darum, den Rhythmus zu finden, einen Vorsprung herauszufahren und zu entspannen.“


RENNEN 1

Wetter: leichte Bewölkung, aber trocken - 14°C


Das erste Rennen gehörte den beiden Fahrern vom BMW Team Deutschland. Jörg Müller und Dirk Müller gelangen gute Starts, und das Duo führte das Feld über die gesamte Renndistanz von zwölf Runden an. Spannung kam an der Spitze erst auf, als Dirk Müller in Runde acht an seinem Teamkollegen vorbeizog. Er hielt die Führung bis ins Ziel. Weiter hinten im Feld ging es wesentlich enger und spektakulärer zu. In der ersten Runde resultierte eine Berührung zwischen Priaulx und SEAT-Fahrer Diefenbacher darin, dass sich der BMW Pilot drehte und bis auf den 20. Platz zurückfiel. Er arbeitete sich jedoch im Klassement wieder nach oben. Am Ende belegte Priaulx den achten Platz und sicherte sich damit die Poleposition für den zweiten Lauf.

Als bester Alfa-Pilot sah Farfus Jr. als Dritter die Zielflagge, dicht gefolgt von Antonio Garcia (BMW Team Italy-Spain). Der Spanier hatte sich lange Hoffnungen auf den dritten Podestplatz gemacht, musste sich am Ende aber mit Rang vier zufrieden geben. Tom Coronel erwischte einen perfekten Start und fuhr am Ende der ersten Runde auf dem fünften Platz. Wegen einer gebrochenen Antriebswelle musste der Niederländer das Rennen in der dritten Runde allerdings vorzeitig beenden und tatenlos zusehen, wie Michele Bartyan in seinem Alfa den Sieg bei den Privatfahrern errang. Das Pech von SEAT verschonte auch Rickard Rydell nicht. Der Schwede musste das Rennen in der sechsten Runde mit einem Motorproblem aufgeben und konnte zum zweiten Lauf nicht starten. Auch für Alessandro Zanardi vom BMW Team Italy-Spain verlief das Rennen nicht wunschgemäß. Der Italiener fuhr über Trümmerteile, die seit der Kollision zwischen Diefenbacher und Priaulx auf der Strecke lagen. Zanardi drehte sich und musste zur Sicherheit einen Boxenstopp einlegen.


RENNEN 2

Wetter: stark bewölkt mit drohendem Regen - 14°C


Obwohl ein paar Regentropfen auf dem Circuit de Nevers niedergingen, als die Fahrer ihre Startplätze einnahmen, konnte das zweite Rennen unter trockenen Bedingungen gestartet werden. Erst nach der Siegerehrung öffnete der Himmel seine Schleusen. Priaulx startete von der Poleposition ins Rennen und nutzte diesen Vorteil gekonnt aus. Er ging als erster Fahrer in die erste Kurve und gab seine Führung bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Jordi Gené (SEAT) hatte die Verfolgung von Priaulx aufgenommen, ehe ihn ein Motorenproblem in Runde zwei zurückwarf und einen Umlauf später zur Aufgabe zwang. Dirk Müller war an einem Zwischenfall in der ersten Runde beteiligt, als er erst einige Kontrahenten von der Strecke abkommen sah und schließlich selbst einen heftigen Stoß versetzt bekam. Er hatte Glück, überhaupt weiterfahren zu können. Anders erging es García, der seinen BMW 320i nach einer Kollision mit Fabrizio Giovanardis Alfa Romeo in der Adelaide-Kurve vorzeitig abstellen musste.

Priaulx profitierte an der Spitze davon, dass sich in Tarquini, Giovanardi und Farfus Jr. gleich drei Alfa-Piloten einen Kampf um Position zwei lieferten. Jörg Müller verfolgte diese Auseinandersetzung von Platz fünf aus. In der elften Runde gelang es ihm schließlich, an Giovanardi vorbeizuziehen. Dessen Teamkollegen konnte der 34-Jährige jedoch nicht mehr angreifen. Coronel konnte sich für den enttäuschenden ersten Lauf revanchieren, indem er von ganz hinten bis auf den achten Platz vorfuhr und dabei alle seine Gegner in der Independents Trophy überholte. Kurt Mollekens, der erstmals in einem BMW 320i vom BMW Team Belgium-Luxembourg an den Start ging, lernte sein Auto im Verlauf des Wochenendes besser kennen und bestätigte seine Fortschritte mit dem siebten Platz im zweiten Rennen.

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport


Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 1, Rennen 2. und 4. (10 Kilogramm Zusatzgewicht)

Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 2, Rennen 1. und 6.

BMW Team Great Britain - RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 4, Rennen 8. und 1.

BMW Team Belgium Luxembourg - RBM

Nr. 12 - Kurt Mollekens (NLD): Startplatz 13, Rennen 11. und 7.

BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 14, Rennen 20. und 16.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 8, Rennen 4. und Ausfall

BMW Privatteams

Carly Motors - Nr. 20 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 11, Rennen Ausfall und 8.

Carly Motors - Nr. 22 - Klaas Zwart (NLD): Startplatz 25, Rennen 17. und Ausfall

Proteam Motorsport - Nr. 25 - Stefano D'Aste (ITA): Startplatz 19, Rennen 10. und 9.

Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 20, Rennen 12. und 11.



Rennen 1

1. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22:14,381 min

2. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22:15,152 min

3. Augusto Farfus Jr. (BRA/Alfa Romeo) 22:23,539 min

4. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 22:24,739 min

5. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22:25,411 min

6. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22:33,519 min

7. Jordi Gené (ESP/SEAT) 22:34,171 min

8. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:34,502 min



Rennen 2

1. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:14,529 min

2. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 22:19,530 min

3. Augusto Farfus Jr (BRA/Alfa Romeo) 22:20,765 min

4. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22:23,801 min

5. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22:24,679 min

6. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22:26,711 min

7. Kurt Mollekens (BEL/BMW 320i) 22:29,020 min

8. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 22:31,244 min

Meisterschaftsstand:

Fahrer


1. Tarquini 40

2. Müller J 35

3. Müller D 34

4. Giovanardi 33

5. Priaulx 31

6. Farfus 24

7. Garcia 10

8. Coronel 9

9. Diefenbacher 6

10 Gené 4

11. Tavano 3

12. Mollekens 2

13. Zanardi 1

13. D’Aste 1

13. Rangoni 1

Hersteller

1. BMW 80

2. Alfa Romeo 78

3. SEAT 10

Michelin Independents Trophy

1. Coronel 44

2. D’Aste 41

3. Balzan 31

4. Tavano 23

5. Bartyan 21

6. Rosenblad 12

7. Ruokonen 12

8. Asch 11

9. Harrison 10

10. Rangoni 9

11. Klenke 8

12. Zwart P 7

13. Grunert 4

14. Zwart K 1
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Alt 15.05.2004, 12:22     #7
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VORSCHAU - FIA ETTC Läufe 7 und 8, Hockenheim, Deutschland, 15./16. Mai 2004

BMW bereitet sich auf das erste Heimrennen der Saison vor.

München, 10. Mai 2004. BMW tritt am kommenden Wochenende bei der ersten von zwei Veranstaltungen der diesjährigen FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf dem Hockenheimring als Führender der Herstellerwertung an. Die vier BMW Länderteams hoffen, die ermutigenden Testergebnisse aus der Saisonvorbereitung auf der 4,574 Kilometer langen Strecke in gute Platzierungen ummünzen zu können.

Dirk Müller vom BMW Team Deutschland hat gute Erinnerungen an den "alten" Hockenheimring: 1998 gewann er dort einen Meisterschaftstitel. Seitdem hat sich der Kurs allerdings erheblich verändert - nicht unbedingt zur uneingeschränkten Freude der Fahrer. "Ich mochte das alte Hockenheim sehr viel lieber, wegen der langen, engen Geraden, auf denen man den Windschatten nutzen konnte. Das ist nun völlig anders", sagt Dirk Müller. Der Hockenheimring ist die vierte Strecke, auf der die FIA ETCC 2004 Station macht und die dritte, auf der auch Formel-1-Rennen ausgetragen werden.

Dirk Müller beschreibt die Charakteristik des Rundkurses: "Es ist eine typische Formel-1-Strecke, und ich glaube nicht, dass sie eine besondere Herausforderung für uns darstellen wird. Die Kerbs, die man häufig in die Ideallinie mit einbeziehen muss, erfordern ein wirklich gutes Auto. Gute Beschleunigung und gute Traktion sind ebenfalls wichtig. In einem Tourenwagen muss man immer den kürzesten Weg wählen und abkürzen, wo es nur geht. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich darauf freue. Auf der anderen Seite wird es toll sein, durch das Motodrom zu fahren und all die Zuschauer zu sehen. Es ist ein Heimrennen für mich, deshalb werden viele meiner Freunde an der Strecke sein. Auf dem alten Kurs habe ich den Porsche Carrera Cup gewonnen, darum verbinde ich besondere Erinnerungen mit dem Hockenheimring."

Für Dirk Müller und seinen Teamkollegen beim BMW Team Deutschland, Jörg Müller, ist es das erste von drei Rennen auf heimischem Boden in dieser Saison. Mitte Juni werden beide in einem von BMW Motorsport eingesetzten BMW M3 GTR bei den 24 Stunden vom Nürburgring antreten. Im September folgt das zweite deutsche Rennen der FIA ETCC in Oschersleben. Während Jörg Müller und Dirk Müller in Hockenheim fahren, setzen Hans-Joachim Stuck, Boris Said und Duncan Huisman die Vorbereitungen auf das Rennen auf dem Nürburgring fort. Das Trio wird an diesem Wochenende an einem dreieinhalbstündigen Rennen auf der Nordschleife teilnehmen. Dieser Einsatz dient als ausgiebiger Test für den Langstrecken-Klassiker am 12./13. Juni.

Beim vergangenen FIA ETCC Wochenende in Magny-Cours fehlte Paulien Zwart vom Carly Motors Team. Die Niederländerin hatte während der Vorbereitung auf das Rennen einen Unfall und musste mit gebrochenem Becken und Knöchel ins Krankenhaus eingeliefert werden. In Frankreich übernahm Vater Klaas Zwart das Steuer ihres BMW 320i. In Hockenheim ist dies allerdings nicht möglich, da der 54-Jährige bei einem historischen Formel-1-Rennen in Monaco einen Ferrari aus dem Jahr 1995 pilotieren wird. Aus diesem Grund hat das Team entschieden, in Deutschland nur das Auto von Tom Coronel, dem Führenden in der Independents Trophy, einzusetzen.

Auf der Strecke in Magny-Cours, die nach Unterzeichnung eines neuen Vertrags mit SRW auch 2005 und 2006 Läufe der FIA ETCC austragen wird, schnitten die meisten BMW Fahrer gut ab. Jörg Müller ging von der Poleposition ins erste Rennen, Dirk Müller sicherte sich den Sieg. Andy Priaulx (BMW Team Great Britain) startete das zweite Rennen von Platz eins, nachdem er sich zuvor von ganz hinten auf den achten Rang vorgearbeitet hatte. Priaulx fuhr anschließend einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein, während Dirk Müller nach einer Kollision in der ersten Runde ebenfalls eine Aufholjagd startete und sich den sechsten Platz erkämpfte. Kurt Mollekens vom BMW Team Belgium Luxembourg - gleichzeitig Teamkollege von Priaulx bei RBM - machte seine ersten Erfahrungen mit dem BMW 320i im Renneinsatz. BMW Team Italy-Spain hatte hingegen Pech. Alex Zanardi fuhr im ersten Rennen über Trümmerteile, Antonio Garcia war an einem Zwischenfall beim Start des zweiten Laufs beteiligt.

Mit den guten Ergebnissen bei den zwei Rennen in Frankreich hat BMW wieder die Führung in der Herstellerwertung übernommen (80 Punkte). Alfa Romeo hat 78 Zähler auf dem Konto und belegt Rang zwei. Gabriele Tarquini liegt mit 40 Punkten weiter in der Fahrerwertung vorn. Jörg Müller (35) ist auf den zweiten Platz vorgerückt, Dirk Müller folgt mit 34 Punkten auf Rang drei. Obwohl er in Magny-Cours sowohl ein gutes als auch ein schlechtes Rennen hatte, führt Tom Coronel mit 44 Punkten weiter die Independents Trophy an. Sein BMW Markenkollege Stefano D'Aste (Proteam Motorsport) konnte den Rückstand auf den Niederländer auf drei Punkte verkürzen. Die guten Resultate von Magny-Cours haben allerdings auch eine Schattenseite: In Hockenheim wird Jörg Müller als einziger Fahrer mit dem maximalen Zusatzgewicht von 40 Kilogramm antreten, Dirk Müller muss ein Handicap-Gewicht von 30 Kilogramm zuladen.

Zeitplan in Hockenheim:

Samstag, 15. Mai 2004:
  • 09.00 - 09.30 Uhr - 1. Freies Training
  • 12.45 - 13.15 Uhr - 2. Freies Training
  • 15.15 - 15.45 Uhr - Qualifying
Sonntag, 16. Mai 2004:
  • 09.15 - 09.30 Uhr - Warm-up
  • 14.45 Uhr - 1. Rennen (11 Runden, 50,314 km)
  • 15.45 Uhr - 2. Rennen (11 Runden, 50,314 km)
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Alt 18.05.2004, 18:04     #8
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European Touring Car Championship 2004 - 7. und 8. Lauf, 15./16. Mai

BMW erringt zwei weitere Siege und führt beide Meisterschaften an.

Hockenheim (Deutschland). Für BMW hätte das Rennwochenende der FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf heimischem Boden kaum besser verlaufen können. Im ersten Rennen auf dem Hockenheimring sicherte sich Andy Priaulx vom BMW Team Great Britain den Sieg, im zweiten Lauf ließ Jörg Müller (BMW Team Deutschland) die Konkurrenz hinter sich. Fünf von sechs Podestplätzen wurden an der 4,574 Kilometer langen Strecke von BMW Fahrern eingenommen.

In Lauf eins stand an der Seite von Priaulx auch Dirk Müller auf dem Treppchen. Bei der zweiten Siegerehrung nahm der Burbacher neben Jörg Müller wieder an der Champagnerdusche teil. Antonio Garcia (BMW Team Italy-Spain) komplettierte das Trio. Für Jörg Müller war es der zweite Sieg in der laufenden Saison und der elfte Erfolg in seiner FIA ETCC Laufbahn. Auch Priaulx errang 2004 zum zweiten Mal die maximale Ausbeute von zehn Punkten. Der Engländer stand zum fünften Mal in der ETCC ganz oben auf dem Podest. Einzig Pole-Sitter Jordi Gené (SEAT) gelang es, als Dritter im ersten Lauf in die Phalanx der BMW Piloten vorzudringen.

Damit hat BMW die Führung in der Herstellerwertung vor Alfa Romeo auf 31 Punkte ausgebaut. BMW führt mit 116 Punkten. Alfa Romeo (85) und SEAT (29) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Auch in der Fahrerwertung stehen die BMW Fahrer nach den beiden Rennen in Deutschland glänzend da. Jörg Müller liegt nun an der Spitze, gefolgt von Dirk Müller und dem bisher führenden Gabriele Tarquini (Alfa Romeo).

Strahlende Gesichter beim BMW Team Italy-Spain. Garcia war es endlich gelungen, ein gutes Ergebnis im Qualifying auch in gute Rennresultate umzumünzen. Der Spanier sagte: "Als ich mich im ersten Lauf drehte, habe ich schon an das zweite Rennen gedacht. Wir haben zwischen den Läufen einige Veränderungen am Auto vorgenommen. Ich war auf angefahrenen Reifen unterwegs und habe versucht, nach meinem guten Start davonzuziehen. Jörg fuhr jedoch auf neuen Reifen und war stark. Ich konnte ihn nicht hinter mir halten. Gegen Ende des Rennens hat sich mein Auto aber wieder richtig gut angefühlt. Als in der letzten Runde Jörg und Dirk miteinander kämpften, konnte ich an Dirk vorbeigehen. Das ist ein tolles Ergebnis für das Team. Es beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Jörg Müller widmete seinen Erfolg einem ganz besonderen Zuschauer: seiner Mutter, die am Samstag Geburtstag hatte. Sie hat sich erst zum zweiten Mal ein Rennen ihres Sohnes angesehen. "Ich bin überglücklich", meinte der neue Meisterschaftsführende. "Solch ein Ergebnis habe ich mit 40 Kilogramm Zusatzgewicht nicht erwartet. Das einzig unerfreuliche ist, dass ich nun beim nächsten Rennen wieder mit 40 Kilogramm Gewicht antreten muss. Damit wird es in Brünn für mich nicht einfach. Heute haben wir davon profitiert, was mit den Alfas passiert ist. Nach der starken Vorstellung von SEAT denke ich aber, dass mindestens zehn Fahrer in der Lage sind, Rennen zu gewinnen. Es wird bis zum Ende der Saison ein sehr harter Kampf."

Auch Dirk Müller war von seinem guten Ergebnis positiv überrascht. Er war mit 30 Kilogramm Zusatzgewicht ins Rennen gegangen. "Ich hatte es für möglich gehalten, unter die ersten Zehn zu kommen und vielleicht sogar ein paar Punkte zu holen. Aber es lief besser", sagte er. Priaulx war zwar mit seinem Sieg im ersten Lauf zufrieden, hätte aber gerne auch im zweiten Rennen gepunktet. "Ich hatte ein tolles Set-up und kein Zusatzgewicht an Bord. Vom Freien Training an hat sich das Auto gut verhalten, so war ich in der Lage, über das gesamte Wochenende konstant zu fahren. Im zweiten Lauf bin ich die schnellste Rennrunde gefahren. Dies beweist, dass ich in den Kampf an der Spitze hätte eingreifen können", so Priaulx.

RENNEN 1

Wetter: Wolkenlos und sonnig - 20°C


Nach dem Start setzten sich Garcia und Priaulx mit ihren BMW 320i an die Spitze. Pole-Sitter Gené fiel in seinem SEAT auf den dritten Platz zurück. Priaulx setzte seinen spanischen Markenkollegen unter Druck und überholte ihn schließlich in der dritten Runde. Hinter den Führenden ging es turbulent zu. Noch in der ersten Runde kam es zu einer Kollision zwischen den Alfa Romeo von Tarquini, Fabrizio Giovanardi und Augusto Farfus Jr. Unglücklicherweise steckte der Belgier Kurt Mollekens vom BMW Team Belgium-Luxembourg in diesem Getümmel. Sein Auto wurde so schwer beschädigt, dass er das Rennen in Runde sieben aufgeben musste. Das Team konnte den Wagen zum Start des zweiten Laufs wieder in Ordnung bringen.

Auf Seiten der Alfa-Piloten schied Farfus unmittelbar nach dem Unfall aus, Giovanardi und Tarquini folgten in Runde drei bzw. sieben. Mollekens war zwar enttäuscht darüber, der Leidtragende dieses Zwischenfalls gewesen zu sein, war sich jedoch der Bedeutung für BMW bewusst. "So lang es für eine gute Sache war", flachste der 31-Jährige. Garcia verteidigte den zweiten Platz bis er in der sechsten Runde auf Sand ausrutschte und sich drehte. Er fiel auf den neunten Rang zurück. Dirk Müller hatte unterdessen die Verfolgung von Gené aufgenommen und übernahm in Runde sieben den zweiten Platz vom Spanier. An der Spitze profitierte Priaulx von den Duellen hinter ihm. Er baute seine Führung aus und sah vier Sekunden vor Dirk Müller die Zielflagge. Nicht zuletzt wegen des Zusatzgewichts von 30 Kilogramm war es dem 28-Jährigen nicht gelungen, den Abstand auf den Fahrer des BMW Team Great Britain zu verkürzen.

Der führende BMW Pilot in der Independents Trophy, Tom Coronel (Carly Motors), wurde in seiner Klasse lediglich Dritter. Im Vergleich zu seinem Einsatz in der FIA GT Meisterschaft, wo er sich aus einem brennenden Auto befreien musste, war das ETCC-Rennen für den Niederländer jedoch eine Spazierfahrt.

RENNEN 2

Wetter: Wie im ersten Lauf, wolkenlos und sonnig - 20°C


Im zweiten Lauf war es Garcia, der einen exzellenten Start zeigte. Er zog an Rickard Rydell (SEAT) und Luca Rangoni (Alfa Romeo) vorbei, die aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangenen waren, und setzte sich an die Spitze. Der Spanier verteidigte die Führung vehement gegen Jörg Müller, der sich seinerseits den Angriffen seines Teamkollegen Dirk Müller ausgesetzt sah. Nach einer doppelten Attacke der BMW Team Deutschland Fahrer fand sich Garcia in der neunten Runde jedoch auf Platz drei wieder. Jörg Müller war der neue Führende. Garcia bewies Kämpferherz und ließ das deutsche BMW Duo nicht davonziehen. In der letzten Runde des Rennens wurde seine Leistung belohnt, als er sich zumindest den zweiten Platz von Dirk Müller zurückholte. Es war ein harter, aber fairer Kampf. Beide Fahrer lobten im Anschluss die saubere Fahrweise ihres Konkurrenten.

Priaulx musste nach dem Sieg in Lauf eins nun vom achten Platz starten. Bis zur fünften Runde hatte er sich bereits bis auf Rang vier vorgearbeitet. In den Kampf an der Spitze konnte er nicht mehr eingreifen: Ein harter Schubser von einem Alfa-Romeo-Piloten aus der Independents Trophy sorgte dafür, dass Priaulx seinen Wagen abstellen musste. Die Konkurrenz von Alfa Romeo für die BMW Piloten war in diesem Rennen gering. Nur Tarquini war nach dem Vorfall in Lauf eins in der Lage, am zweiten Rennen teilzunehmen. Der Vorjahresmeister belegte schließlich den sechsten Rang. In der Independents Trophy sicherte sich erneut Rangoni den ersten Platz. Mit zwei Platzierungen in den Punkterängen konnte Tom Coronel seine Gesamtführung jedoch nicht nur verteidigen, sondern sogar ausbauen.

Als Zuschauer wohnte den Rennen auf dem Hockenheimring ein weiterer Fahrer bei, der an diesem Wochenende mit BMW und Schnitzer Motorsport einen Sieg einfahren konnte: Hans-Joachim Stuck. Am Samstag hatte er gemeinsam mit Boris Said (USA) und Duncan Huisman (NLD) in einem BMW M3 GTR von der Poleposition aus auf der Nordschleife gewonnen. Dieses Rennen galt als Vorbereitung für den 24-Stunden-Klassiker auf dem Nürburgring (12./13. Juni), bei dem BMW mit zwei M3 GTR vertreten sein wird.

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport


Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 6, Rennen 4. und 1. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)

Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 10, Rennen 2. und 3. (30 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Team Great Britain - RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 3, Rennen 1. und Ausfall

BMW Team Belgium-Luxembourg - RBM

Nr. 12 - Kurt Mollekens (NLD): Startplatz 9, Rennen Ausfall und 10.

BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 16, Rennen 12. und 9.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 2, Rennen 6. und 2.

BMW Privatteams

Carly Motors - Nr. 20 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 15, Rennen 11. und 8.

Proteam Motorsport - Nr. 25 - Stefano D'Aste (ITA): Startplatz 19, Rennen 16. und nicht teilgenommen

Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 17, Rennen 17. und 13.

Rennen 1

1. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 20:19,111 min

2. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 20:23,292 min

3. Jordi Gené (ESP/SEAT) 20:25,813 min

4. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 20:26,282 min

5. Frank Diefenbacher (ESP/SEAT) 20:31,037 min

6. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 20:35,863 min

7. Luca Rangoni (ITA/Alfa Romeo) 20:36,199 min

8. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 20:36,710 min

Rennen 2

1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 20:19,060 min

2. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 20:19,528 min

3. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 20:19,743 min

4. Jordi Gené (ESP/SEAT) 20:26,938 min

5. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 20:28,918 min

6. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 20:30,765 min

7. Luca Rangoni (ITA/Alfa Romeo) 20:31,534 min

8. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 20:34,822 min

Meisterschaftsstand:

Fahrer


1. Müller J 50

2. Müller D 48

3. Tarquini 43

4. Priaulx 41

5. Giovanardi 33

6. Farfus 24

7. Garcia 21

8. Gené 15

9. Coronel 10

10. Diefenbacher 10

11. Rydell 5

12. Rangoni 5

13. Tavano 3

14. Mollekens 2

15. Zanardi 1

15. D’Aste 1

Hersteller

1. BMW 116

2. Alfa Romeo 85

3. SEAT 29

Michelin Independents Trophy

1. Coronel 58

2. D’Aste 43

3. Tavano 37

4. Balzan 36

5. Rangoni 29

6. Bartyan 27

7. Rosenblad 18

8. Ruokonen 18

9. Harrison 14

10. Asch 11

11. Klenke 8

12. Zwart P 7

13. Grunert 4

14. Zwart K 1
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Alt 24.05.2004, 17:31     #9
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ETCC 2004 - Vorschau - Ergebnisse

VORSCHAU - FIA ETCC Läufe 9 und 10, Brünn - 29./30. Mai 2004

BMW als Führende am Start der ETCC Rennen in Brünn.


München, 24. Mai 2004. Mit den beiden Läufen im tschechischen Brünn wird die FIA European Touring Car Championship (ETCC) am kommenden Wochenende die erste Hälfte der Saison 2004 abschließen. Die Vorraussetzungen sind gut: BMW führt in der Herstellerwertung, Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach) rangieren in der Fahrerwertung auf den Plätzen eins und zwei, und der Privatier Tom Coronel (NLD) führt die Independents Trophy an. Die BMW Länderteams reisen voller Zuversicht an die 5,4 Kilometer lange Strecke.

Die Erinnerungen an das Rennen in Brünn 2003 sind ebenfalls positiv. Dirk Müller vom BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport sicherte sich den Sieg im ersten Lauf, der Brite Andy Priaulx (BMW Team Great Britain - RBM) feierte im zweiten Rennen seinen ersten Sieg in der FIA ETCC. Antonio Garcia (ESP) errang als erster BMW Fahrer 2003 die Poleposition und fuhr erstmals einen zweiten Platz für BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport ein.

Vor allem Schnitzer Motorsport Team Manager Charly Lamm erinnert sich gern an die Strecke in Brünn zurück. "Ich kann mich an mein erstes Rennen dort im Jahr 1971 erinnern", meint er. "Es war ebenfalls eine ETCC-Veranstaltung, und ich fungierte als Zeitnehmer für Schnitzer. Das vierstündige Rennen fand auf dem alten Straßenkurs statt. Zu jener Zeit gehörte Tschechien noch zu Osteuropa. Es hat Stunden gedauert, bis wir die Grenze überquert hatten, und wir mussten uns alle erst ein Visum besorgen."

Lamm weiß allerhand Geschichten über die Strecke zu erzählen, ging er dort doch viele Male mit bekannten Fahrern am Steuer seiner Autos an den Start. 1983 kehrte der Chefstratege von Schnitzer mit einem BMW M635CSi nach Brünn zurück. "Wir sind dort mit diesem Auto zwischen 1983 und 1986 angetreten. Es waren wilde und interessante Zeiten, als sich Gerhard Berger und Roberto Ravaglia das Auto in den Jahren 1984, 1985 und 1986 teilten. Die Strecke war damals extrem schnell, mit rasanten Kurven, die durch ein Dorf verliefen und nahezu blind gefahren werden mussten. Für den jungen Gerhard Berger war es genau der richtige Kurs, um seine Fähigkeiten als Rennfahrer unter Beweis stellen zu können. Besonders sind mir die packenden Qualifyings von Gerhard in Erinnerung geblieben, in denen er im BMW M635 CSi gegen die starken Jaguars und Rovers von Tom Walkinshaw kämpfte."

Auch 1987, bei der Eröffnung der neuen Strecke, war Lamm dabei. "Wir sind in der FIA World Touring Car Championship unter dem Namen 'BMW M Team Schnitzer' mit zwei BMW M3 E30 GPA Tourenwagen angetreten. Unsere Fahrer waren Roberto Ravaglia, Emanuelle Pirro, Roland Ratzenberger und Markus Oestreich. Es ist wirklich eine besondere Strecke. Wenn ich so zurückdenke, dann wird mir klar, wie lange ich diesen Job mittlerweile schon mache", sagt der 49-Jährige.

Die Generalprobe jedenfalls glückte vor zwei Wochen: In Hockenheim gewann Andy Priaulx den ersten Lauf, Jörg Müller landete im zweiten Rennen ganz oben auf dem Podest. Jordi Gené (SEAT) gelang es als einzigem Fahrer, einen Platz auf dem Treppchen neben den BMW Piloten zu ergattern. Jeder Erfolg in der FIA ETCC bringt jedoch auch eine wenig erfreuliche Konsequenz in Form von Handicap-Gewichten mit sich. Jörg Müller und Dirk Müller werden in Brünn jeweils mit 40 Kilogramm Ballast an Bord starten. Gerade auf dieser Strecke ist das ein großer Nachteil. Zunächst verläuft der Kurs zweieinhalb Kilometer bergab, ehe vor der Start-Ziel-Geraden wieder steil bergauf gefahren wird. Eine gute Beschleunigung ist dabei unerlässlich.

Mit 116 Punkten führt BMW bei den Herstellern vor Alfa Romeo (85) und SEAT (29). In der Fahrerwertung geht es enger zu. Jörg Müller hält mit 50 Zählern die Spitze, gefolgt von Dirk Müller (48), Gabriele Tarquini - der in Brünn zehn Kilogramm Zusatzgewicht im Auto haben wird - mit 43, Andy Priaulx (41), Fabrizio Giovanardi (33) und Augusto Farfus Jr. (24). Tom Coronel hat in der Independents Trophy bislang 58 Zähler errungen. In der Punktewertung folgen BMW 320i Fahrer Stefano d'Aste (43) und Salvatore Tavano (37). BMW Team Deutschland ist mit 99 Zählern das bisher erfolgreichste Team, gefolgt von Autodelta Squadra Corse (81). RBM, das sowohl die Fahrzeuge von BMW Team Great Britain und BMW Team Belgium Luxembourg betreut, liegt mit 43 Punkten auf Platz drei.

Zeitplan in Brünn:

Samstag, 29. Mai 2004
  • 09.00 - 09.30 Uhr - 1. Freies Training
  • 12.40 - 13.10 Uhr - 2. Freies Training
  • 15.45 - 16.15 Uhr - Qualifying
Sonntag, 30. Mai 2004
  • 09.30 - 09.45 Uhr - Warm-up
  • 14.45 Uhr - 1. Rennen (10 Runden, 54 km)
  • 15.45 Uhr - 2. Rennen (10 Runden, 54 km)
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Alt 01.06.2004, 17:51     #10
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ETTC 2004 - 9. und 10. Lauf, 29./30. Mai - Ergebnisse

BMW gewinnt beide Rennen in Brünn.

Brünn (Tschechische Republik). Andy Priaulx (BMW Team Great Britain) und Dirk Müller (BMW Team Deutschland) konnten im tschechischen Brünn zwei weitere Siege für BMW in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) einfahren. Im ersten Lauf sicherte sich Priaulx seinen dritten Sieg 2004, Dirk Müller stand bei der Siegerehrung zu Rennen zwei zum zweiten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Treppchen. Wie schon vor zwei Wochen in Hockenheim waren die größten Konkurrenten in Brünn nicht für Alfa Romeo, sondern für SEAT unterwegs. Rickard Rydell und Antonio Garcia (BMW Team Italy-Spain) belegten hinter Priaulx die Plätze zwei und drei. Dirk Müller setzte sich im zweiten Rennen vor Priaulx und Frank Diefenbacher durch.

Mit diesem guten Ergebnis konnte BMW seine Führung in der Herstellerwertung deutlich ausbauen. Der Vorsprung auf Alfa Romeo beträgt nun 57 Punkte. Dirk Müller hat mit 63 Punkten Platz eins in der Fahrerwertung von seinem Teamkollegen Jörg Müller übernommen, der 57 Zähler auf dem Konto hat und hinter Priaulx (59) Rang drei in der Meisterschaft einnimmt. In der Independents Trophy konnte Tom Coronel sowohl im Qualifying als auch in den Rennen dominieren. Der Niederländer ist mit 78 Punkten der bisher erfolgreichste Privatier, gefolgt von seinem BMW Markenkollegen Stefano D'Aste (Proteam Motorsport BMW 320i), der 50 Punkte vorzuweisen hat.

Priaulx konnte sich mit seinem guten Abschneiden in Brünn eine exzellente Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte der FIA ETCC sichern, obwohl er bei seinem Heimrennen in Donington (26./27. Juni) 40 Kilogramm Handicap-Gewicht mit an Bord seines BMW 320i nehmen muss. "Es war ein perfektes Wochenende für mich. Ich hätte nicht erwartet, im zweiten Rennen so stark zu sein, aber das Auto lief einfach sehr gut. Es war wichtig, den Vorteil, ohne Ballast zu fahren, auszunutzen. Mit dem Zusatzgewicht von 40 Kilogramm wird es in Donington schwer. Aber entweder man ist schnell unterwegs oder man ist es nicht - da ist das Gewicht zunächst zweitrangig", meinte er.

Dirk Müller zog ebenfalls ein positives Fazit: "In beiden Rennen musste ich hart kämpfen. Die 40 Kilogramm haben es mir schwer gemacht. Meine Reifen waren stärker belastet als bei den anderen. Im zweiten Lauf machte mir zur Rennmitte das Grip-Niveau zu schaffen, und ich musste alles geben. Andy hat mich in den letzten Runden stark unter Druck gesetzt, aber ich habe meinen Platz verteidigt."

Garcia konnte seinen Aufwärtstrend auch in Brünn fortsetzen. "Es war ein wirklich gutes Rennen, obwohl ich mir nach dem Qualifying nicht sicher war, wie meine Performance sein würde", sagte der Spanier. "Ich bin auf alten Reifen gestartet. So sehr ich mich auch angestrengt habe, ich konnte Rydell nicht einholen und konzentrierte mich darauf, meine Position zu halten. Im Vergleich zum Saisonbeginn sind wir mittlerweile erheblich konkurrenzfähiger. Darum freue ich mich auf die kommenden fünf Veranstaltungen."

RENNEN 1
Wetter: Wolkenlos und sonnig - 20°C

Andy Priaulx war fest entschlossen, am Start den Grundstein für ein gutes Rennresultat zu legen. Der Engländer hatte Erfolg. Zwar kam er nach eigenem Empfinden nicht optimal von seinem Startplatz weg, dennoch ging er vor Polesitter Rickard Rydell (SEAT) in die erste Kurve - und behielt die Führung bis zum Schluss. Dirk Müller - mit 40 Kilogramm Handicap-Gewicht an Bord seines BMW320i - heftete sich zwar unmittelbar nach dem Start ans Heck von Rydells SEAT, konnte den Schweden jedoch nicht passieren und ging auf Platz drei in die erste Runde. Diese Position hielt der Burbacher für einige Umläufe, verlor sie jedoch bis zum Ende der dritten Runde an Antonio Garcia vom BMW Team Italy-Spain. Während die Positionskämpfe an der Spitze besonnen ausgetragen wurden, ging es im hinteren Feld heiß her. Tom Coronel verteidigte seinen sechsten Rang vehement vor Jörg Müller, der sich vom elften Startrang nach vorn gearbeitet hatte. Wie schon in Hockenheim waren die Autos von SEAT die Hauptkonkurrenten der BMW Piloten. Alfa Romeo konnte nicht in die Vergabe der Spitzenplätze eingreifen. Der bestplatzierte Fahrer des italienischen Herstellers war Fabrizio Giovanardi. Vorjahresmeister Gabriele Tarquini blieb ohne Punkte.

Rennen 2
Wetter: Wolkenlos und sonnig - 20°C

Im zweiten Lauf startete Frank Diefenbacher von der Poleposition. Jörg Müller, der neben dem SEAT-Piloten in der ersten Reihe gestanden hatte, erwischte den besseren Start und konnte schon bis zum Ende der ersten Runde einen Vorsprung von einer Sekunde herausfahren. Probleme mit der Servolenkung verhinderten jedoch, dass der Deutsche einen weiteren Sieg einfahren konnte. Zunächst musste er Diefenbacher passieren lassen, im weiteren Verlauf des Rennens zogen auch Dirk Müller und Priaulx am Hückelhovener vorbei. Beim Überholen von Alfa-Fahrer Fabrizio Giovanardi hatte Priaulx viel Zeit verloren, so dass er keinen entscheidenden Angriff auf den nun führenden Dirk Müller mehr starten konnte. Er fuhr hinter dem Fahrer des BMW Team Deutschland als Zweiter über die Ziellinie. Wieder ging es hinter der Spitzengruppe hoch her. Wegen eines Zusammenstoßes in der zweiten Runde, die Gabriele Tarquini zur Aufgabe gezwungen hatte, wurden der Italiener und Rickard Rydell nach dem Lauf zur Rennleitung zitiert, um den Vorfall zu erklären. Gegen Rydell wurde eine 30-Sekunden-Strafe ausgesprochen, die ihn eine Platzierung in den Punkterängen kostete. Tom Coronel konnte nicht nur seinen zweiten Sieg des Tages in der Independents Trophy einfahren, er sicherte sich auch - wie schon in Rennen eins - Meisterschaftspunkte. Alex Zanardi erlebte hingegen kein gutes Wochenende. Der Fahrer des BMW Team Italy-Spain war in beiden Läufen in Zwischenfälle mit anderen Piloten verwickelt. Im ersten Rennen kollidierte er mit Stefano D'Aste, im zweiten Lauf kam es zum Unfall mit Salvatore Tavano. Dafür kassierten beide Fahrer nach dem Rennen eine 30-Sekunden-Strafe.

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport

Nr. 42 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 11, Rennen 7. und 4. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)

Nr. 43 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 3, Rennen 4. und 1. (40 Kilogramm Zusatzgewicht)

BMW Team Great Britain - RBM

Nr. 11 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 2, Rennen 1. und 2.

BMW Team Belgium Luxembourg - RBM

Nr. 12 - Kurt Mollekens (NLD): Startplatz 16, Rennen 11. und 8.

BMW Team Italy-Spain - Ravaglia Motorsport

Nr. 4 - Alessandro Zanardi (ITA): Startplatz 14, Rennen 21. und 17.

Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP): Startplatz 6, Rennen 3. und 6.

BMW Privatteams

Carly Motors - Nr. 20 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 7, Rennen 6. und 7.

Carly Motors - Nr. 22 - Klaas Zwart (NLD): Startplatz 21, Rennen 23. und 15.

Proteam Motorsport - Nr. 25 - Stefano D'Aste (ITA): Startplatz 17, Rennen 17. und 14.

Crawford Racing - Nr. 27 - Carl Rosenblad (SWE): Startplatz 18, Rennen 18. und 9.

Rennen 1

1. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:12,963 min

2. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 22:16,298 min

3. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 22:17,217 min

4. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22:17,996 min

5. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22:31,521 min

6. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 22:32,135 min

7. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22:32,373 min

8. Frank Diefenbacher (ESP/SEAT) 22:33,067 min

Rennen 2

1. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 22:19,951 min

2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 22:20,145 min

3. Frank Diefenbacher (DEU/SEAT) 22:23,479 min

4. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 22:23,815 min

5. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22:34,729 min

6. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 22:35,148 min

7. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 22:36,181 min

8. Kurt Mollekens (BEL/BMW 320i) 22:36,608 min

Meisterschaftsstand:

Fahrer


1. Müller D 63

2. Priaulx 59

3. Müller J 57

4. Tarquini 43

5. Giovanardi 41

6. Garcia 30

7. Farfus 24

8. Diefenbacher 17

9. Gené 15

10. Coronel 15

11. Rydell 13

12. Rangoni 5

13. Tavano 3

14. Mollekens 3

15. Zanardi 1

15. D’Aste 1

Hersteller

1. BMW 150

2. Alfa Romeo 93

3. SEAT 44

Michelin Independents Trophy

1. Coronel 78

2. D’Aste 50

3. Balzan 48

4. Tavano 43

5. Rangoni 37

6. Bartyan 31

7. Rosenblad 28

8. Harrision 20

9. Ruokonen 18

10. Asch 11

11. Klenke 8

12. Zwart P 7

13. Grunert 7

14. Zwart K 3
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