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Alt 12.09.2004, 11:10     #61
Albert   Albert ist offline
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GP Italien - Qualifikation (11.09.2004)

Wetter: trocken, sonnig, 26-27°C Luft, 34-40°C Asphalt, 43-45% Luftfeuchtigkeit

Monza (ITA). Der Hochgeschwindigkeitskurs von Monza hat sich erneut als gutes Pflaster für das BMW WilliamsF1 Team erwiesen: Juan Pablo Montoya qualifizierte sich für Startplatz zwei, Antonio Pizzonia wird am Sonntag als Achter zum Großen Preis von Italien antreten. Damit startet zum vierten Mal in dieser Saison ein FW26 aus der ersten Startreihe. Montoya hatte bereits in Barcelona und in Hockenheim als Trainingszweiter freie Sicht. Mit 262,242 km/h erreichte Montoya auf seiner Prequalifying-Runde die höchste je für ein Formel-1-Fahrzeug registrierte Durchschnittsgeschwindigkeit.

Juan Pablo Montoya: 2. (1.20,620 min)
Chassis: FW26 05 (T-Car FW26 06)

Das Team hat heute sehr gute Arbeit geleistet, wir hatten ein gutes Qualifying. Meine zweite Runde war nicht meine beste. Ich habe zu viel gewollt und dabei zu viele Fehler gemacht. Aber selbst wenn die Runde perfekt gewesen wäre, hätte ich Rubens? Zeit wohl nicht erreicht. Ihm ist wirklich eine sehr gute Runde gelungen. Das Ergebnis ist gut für unser Team, zumal es an der Spitze recht eng zugeht. Wir werden sehen, wie es im Rennen läuft und welche Strategie Ferrari verfolgt. Im Vorjahr bin ich hier auch von Platz zwei gestartet, ich kann mich eigentlich nicht beschweren. Ich denke, wir haben bei unseren drei Testtagen hier vergangene Woche eine Menge gelernt.

Antonio Pizzonia: 8. (1.20,888 min)
Chassis: FW26 07

Nach einem sehr guten Prequalifying war ich anschließend zwar weniger erfolgreich, aber ich bin trotzdem nicht unzufrieden. Ich weiß, dass ich ein gutes Rennauto habe. Startplatz acht bietet Chancen und ist auch noch immer ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich. Abgesehen von Rubens? Runde liegen die Zeiten der ersten Acht extrem dicht beieinander. Ich habe leider im mittleren Streckenabschnitt einen Fehler gemacht, der mich sicher mehrere Plätze gekostet hat. Aber sei es drum: Ich freue mich sehr auf das Rennen.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Beide Fahrer sind ein gutes Qualifying gefahren. Es ist schön, wieder einmal in der ersten Startreihe zu stehen. Die Rennstrecke von Monza strapaziert vor allem die Bremsen und die Motoren extrem. Wir haben uns aber beim Test in der vergangenen Woche und im freien Training gut vorbereitet und freuen uns jetzt sehr auf das Rennen. Dabei wird interessant, wie sich das Wetter am Sonntag letztlich entwickelt.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Ich bin zufrieden. Im Prequalifying haben wir uns als Schnellste die besten Ausgangssituation für das finale Qualifying gesichert. Da waren unsere beiden Fahrer im ersten und im dritten Sektor hervorragend unterwegs, haben aber leider im mittleren Abschnitt etwas Zeit liegen gelassen. Platz zwei für Juan Pablo ist eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen. Obwohl Antonio nur zwei Zehntelsekunden langsamer war, steht er nur auf Platz acht. Das zeigt, wie eng das Feld hier in Monza beisammen ist. Es freut uns natürlich, dass wir auf der Motorenstrecke Nummer eins bisher eine so starke Leistung zeigen konnten.
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Alt 12.09.2004, 22:45     #62
Albert   Albert ist offline
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GP Italien - Rennen (12.09.2004)

Wetter: abtrocknende Strecke, 22°C Luft, 26-28°C Asphalt, 73-75% Luftfeuchtigkeit

Monza (ITA). Das BMW WilliamsF1 Team sammelte beim Grand Prix Italien mit den Plätzen fünf und sieben durch Juan Pablo Montoya und Antonio Pizzonia weitere WM-Punkte.

Juan Pablo Montoya: 5.
Schnellste Runde: 1.22,929 min in Rd. 32 (zehntschnellste insg.)
Chassis: FW26 05

Beim Start hatte ich nicht genug Grip und verlor einen Platz an Alonso. Vor dem ersten und auch bis zum zweiten Boxenstopp war mein Auto gut, wir waren an der Spitze konkurrenzfähig. Aber im letzten Renndrittel war es sehr schwer zu fahren. Nach dem zweiten Stopp war ich von Platz drei auf Platz sechs zurückgefallen und konnte auch nicht mehr groß angreifen, weil das Getriebe Schwierigkeiten machte. Wir nehmen von hier ein paar Punkte mit. Das ist gut, aber wenn man aus der ersten Reihe startet, erwartet man mehr von einem Rennen.

Antonio Pizzonia: 7.
Schnellste Runde: 1.22,246 min in Rd. 32 (drittschnellste insg.)
Chassis: FW26 07

Mein Rennen wurde durch die Ereignisse in der ersten Runde beeinträchtigt. Ich wurde von hinten getroffen und habe mich gedreht. Ich hatte Glück, dass ich aus dem Kies wieder herauskam und mein Auto heil blieb, aber ich war 19. Anschließend habe ich es bis auf Platz sieben hinter Coulthard geschafft. Wir waren sehr nah beieinander, und ich hatte gehofft, ihn überholen zu können, aber er ist mir immer wieder weggefahren. Kurz vor Schluss sah ich dann doch noch eine Chance, als David einen Fehler machte. Ich habe es am Ausgang der Parabolica versucht. Aber wir sind mit blockierenden Rädern aneinander geraten, zum Glück ohne Konsequenzen für uns beide.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Wenn man sich anschaut, wo Juan in der ersten Phase des Rennens lag, als er mit Fernando Alonso und Jenson Button an der Spitze kämpfte, ist das Ergebnis enttäuschend. Bei Juans erstem Boxenstopp haben wir Zeit verloren. Wir mussten ihn einen Moment zurückhalten, weil so viel Verkehr in der Boxengasse war. Gegen Ende des Rennens musste Juan wegen Problemen mit dem Getriebe Tempo rausnehmen. Antonio hatte eine sehr unglückliche erste Runde, danach war er Letzter. Anschließend fuhr er ein exzellentes Rennen, wurde vom Ende des Feldes aus Siebter. Außerdem fuhr er die schnellste Rennrunde unter den Michelin-Kunden, was die drittschnellste insgesamt war.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Von unseren Rundenzeiten her wäre heute mehr drin gewesen. Wir hatten das Potenzial für einen Podiumsplatz. Immerhin sind beide Autos letztlich noch in den Punkterängen gelandet. Das Rennen war zu Beginn auf feuchter Piste sehr turbulent. In dieser Phase schwankten die Rundenzeiten sehr stark. Juan Pablo etablierte sich auf Platz drei, den er auch bis zu seinem zweiten und letzten Boxenstopp halten konnte. Beim ersten Stopp war es zur Verzögerung gekommen, weil gerade zwei Fahrzeuge vorbeifuhren, als Juan wieder startklar war. Hinzu kamen später Getriebe-Schwierigkeiten, so ist es für ihn am Ende nur Platz fünf geworden. Antonio hat nach seiner Kollision eine gute Aufholjagd gezeigt. Beide Motoren haben die Belastungsprobe von Monza mit Bravour überstanden.

Test in Silverstone: 14.-16. September, Ralf Schumacher und Marc Gené
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Alt 20.09.2004, 13:06     #63
Albert   Albert ist offline
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GP China - Vorschau

Zum zweiten Mal in dieser Saison bricht das BMW WilliamsF1 Team zu einer Reise ins Unbekannte auf: Nach dem ersten Großen Preis von Bahrain im Frühjahr steht nun das mit Spannung erwartete Debüt der Formel 1 in China an.

14 Wochen nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis der USA ist Ralf Schumacher anerkanntermaßen wieder fit und wird auf dem neuen Kurs in Shanghai erstmals wieder ein Rennen bestreiten.


Juan Pablo Montoya:
Es ist schwer, für das Rennen irgendeine Prognose abzugeben. Die Strecke ist für jedes Team neu, und das schafft in gewisser Weise gleiche Bedingungen für alle. Wir werden sehen, wer am schnellsten die richtige Abstimmung für die neue Strecke findet. Der Kurs wurde von Hermann Tilke gestaltet, der seine Aufgabe schon in Bahrain und Malaysia gut gemacht hat. Ich hoffe, der Kurs in Shanghai bietet gute Möglichkeiten zum Überholen und dadurch ein spannendes Rennen für die Fahrer und eine gute Show für das Publikum.

Wir haben dieses Jahr ein paar Mal sehr knapp bessere Resultate verpasst. Hoffentlich wendet sich das Blatt in China. Ich werde schon ein paar Tage früher ins Land reisen und komme anlässlich eines Marketing-Termins auch nach Peking. Ich war bisher noch nie in China und freue mich darauf, mich ein bisschen umzusehen und eine andere Mentalität und Kultur kennen zu lernen. Die Große Mauer zu besuchen, ist auf jeden Fall eine ganz besondere Art, meinen Geburtstag zu verbringen.


Ralf Schumacher:
Ich freue mich sehr, wieder Rennen fahren zu können, vor allem nach den drei guten Testtagen. Ich habe es genossen, in Silverstone wieder im Auto zu sitzen. Es ist erfreulich, wie sehr sich das Auto verbessert hat, seit ich zuletzt damit unterwegs war. Ich hatte keinerlei Rückenbeschwerden, aber das hatte ich auch nicht anderes erwartet. Nach dem Training der vergangenen Monate fühle ich mich fit.

Die Strecke in Shanghai kennt noch keiner von uns, das macht die Angelegenheit extrem spannend. Ich habe mir natürlich die Streckenskizze angeschaut. Als ich vor einem Jahr an der Baustelle war, gab es diesbezüglich noch nicht allzu viel zu sehen. Allerdings sahen die großen Gebäude und Tribünen schon im Bau beeindruckend aus. Bevor ich mich auf den Weg nach China mache, habe ich noch ein paar Marketing-Termine. Der Job hat mich wieder. Ohne jeden Zweifel freue ich mich ganz besonders auf den Grand Prix in China.


Sam Michael (Technical Director WilliamsF1):
Nachdem die Formel 1 nie zuvor in Shanghai und in China überhaupt angetreten ist, hält dieser Einsatz jede Menge Herausforderungen für uns bereit. Die Streckenführung ist einzigartig, die Fahrer müssen in den freien Trainings intensiv arbeiten, um sie schnellstmöglich zu erfassen. Für die Ingenieure wird ein wichtiger Teil der Arbeit sein, eine gute mechanische Abstimmung für die engen Kurven zu finden.

Ralf wird in China wieder Juan Pablos Teamkollege sein. Seit Ralfs letztem Einsatz in den USA hat sich das Auto sehr verändert, er hat sich an drei Testtagen in Silverstone mit den Weiterentwicklungen vertraut gemacht. Antonio Pizzonia hat in den Grands Prix für uns gute Leistungen gezeigt und unsere Erwartungen übertroffen.

Das Lay-out des Kurses wirkt ziemlich gewunden, die meisten Kurven sind eher langsam zu durchfahren, es gibt aber auch eine kurze Hochgeschwindigkeitspassage. Drei Geradeausstücke könnten gute Überholmöglichkeiten bieten, wobei das ohne große Leistungsunterschiede der Fahrzeuge schwierig bleiben dürfte. Die erste Kurve wird im Verlauf zunehmend enger. Das verspricht einen interessanten Start.

Wir haben seit dem letzten Rennen weitere Aerodynamik-Verbesserungen vorgenommen, und Michelin wird zwei bekannte Reifenmischungen mitbringen. Davon die richtige auszuwählen, wird die Hauptaufgabe am Freitag sein. In Ermangelung von Streckendaten wird das schwieriger als sonst. Die Strategien könnten von den mittlerweile üblichen drei Stopps abweichen. Dazu müssen wir erst einmal herausfinden, wie groß der Zeitverlust durch die Fahrt an die Box tatsächlich ist, den Gewichtsnachteil durch mehr Kraftstoff erfassen und Erfahrung bezüglich Reifenverschleiß sammeln.


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Rennen in Shanghai ist für die Formel 1 und natürlich auch für BMW von größtem Interesse. In China leben 1,3 Milliarden Menschen, viele von ihnen werden erstmals mit der Formel 1 in Berührung kommen. Ich bin sehr gespannt, welche Wirkung die Formel 1 im Land erzielt. Die Tatsache, dass man mit Autos auch Sport betreiben kann, ist nämlich in China noch weitgehend unbekannt. China ist für BMW der gegenwärtig am stärksten wachsende Markt mit enormem Potenzial. BMW produziert in China und ist in der Luxusklasse bereits hervorragend etabliert. Mit dem Formel-1-Auftritt werden nun die
Kernwerte von BMW, Dynamik und Technologie-Kompetenz, in den Vordergrund
treten.

Die Anlage der neuen Rennstrecke wird wohl alles bisher Gesehene übertreffen. Sie dürfte auch an den BMW P84 Motor hohe Ansprüche stellen: Es gibt zwei lange Geraden, und die Außentemperaturen können leicht über 30 Grad liegen. Bei den vergangenen beiden Grands Prix waren Podiumsplätze für uns zum Greifen nah, und auch Juan Pablos Fahrt in die erste Startreihe in Monza hat belegt, dass wir einen Schritt nach vorn gemacht haben.

Die Reise in das Land des Lächelns ist für alle Teams vor allem eine logistische Herausforderung. Wir treten mit großer Neugier zum ersten Großen Preis von China an und hoffen, dass wir außer neuen Eindrücken auch WM-Punkte mit nach Hause nehmen können.


Zahlen und Fakten
  • Der Shanghai International Circuit wurde auf insgesamt 5,3 Quadratkilometern Fläche in einer Sumpflandschaft errichtet, etwa eine Fahrstunde entfernt von der imposanten Skyline der Innenstadt. Streckenarchitekt war der Aachener Hermann Tilke, der unter anderem auch für die Gestaltung der GP-Kurse in Malaysia und Bahrain verantwortlich zeichnete.
  • Binnen 18 Monaten wurde die neue Strecke unter schwierigen Bedingungen gebaut. Um den sumpfigen Untergrund bebaubar zu machen, wurden 40 bis 80 Meter lange Pfähle in den Boden geschlagen und später mit meterdickem Styropor belegt. Eine zwei Meter hohe Schicht Erde komplettierte den Unterbau für den Asphalt.
  • Die Streckenführung besteht in der Praxis aus sieben Rechts- und sieben Linkskurven. (Die Radien der einzelnen Kurven variieren, daher sind auch andere Zählweisen im Umlauf.)
  • Das Lay-out greift das chinesische Schriftzeichen ?Shang? auf, das übersetzt etwa ?hoch oben? bedeutet.
  • Die Streckenlänge beträgt 5,451 Kilometer, die Renndistanz 305,256 Kilometer (56 Runden).
  • Der Kurs ist der fünftlängste im Formel-1-Kalender.
  • Die längste Gerade ist nicht bei Start und Ziel, sondern liegt zwischen den Kurven 13 und 14. Diese Vollgaspassage misst knapp 1,2 Kilometer.
  • Die futuristischen Boxengebäude und Tribünen greifen traditionelle chinesische Stilelemente auf. 200.000 Zuschauer-Plätze wurden eingerichtet.
  • Der erste Große Preis von China, der 16. von 18 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2004, wird in Shanghai am Sonntag, dem 26. September, um 14.00 Uhr Ortszeit gestartet. Das entspricht 07.00 Uhr in Deutschland.
  • China bemüht sich schon seit Jahren um einen Grand Prix. Die erste dafür vorgesehene Strecke entstand in Zhuhai im Süden des Landes, wurde aber nie Formel-1-Austragungsort.
  • Shanghai, Hafenstadt und Freihandelszone an der Ostküste nahe der Jangtse-Mündung, ist Chinas Boom-Metropole. 14,6 Millionen Einwohner leben in Shanghai und dem aufstrebenden Zentrum Pudong, in dem auch der Flughafen liegt.
  • BMW steigerte den Absatz auf den chinesischen Märkten (Mainland China, Hong Kong und Taiwan) in den ersten acht Monaten 2004 auf 16.620 Automobile. Das bedeutet eine Verbesserung um 23,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Knapp die Hälfte der verkauften Fahrzeuge (7.440) wurde in China hergestellt. Sie stammen aus dem lokalen BMW Produktions-Joint-Venture BMW Brilliance Automotive Ltd, wo seit einem Jahr Modelle der 3er und 5er Reihe produziert werden.
  • Am Samstag und Sonntag trägt die Formula BMW Asia im Rahmen des F1-GP ihre Läufe 11 und 12 von insgesamt 14 Rennen aus. In der international etablierten Nachwuchsklasse von BMW starten junge Talente mit 140 PS starken und bis zu 230 km/h schnellen Monoposti. Bekanntester Pilot im Starterfeld ist Schriftsteller Han Han (22, Shanghai). Als Sieger der Gesamtwertung steht schon jetzt Marchy Lee aus Hongkong (Team Meritus) fest.
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Alt 25.09.2004, 13:39     #64
Albert   Albert ist offline
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GP China - Freies Training (24.09.2004)

Wetter: trocken, teilweise sonnig, 26-27°C Luft, 31-33°C Asphalt, 49-61% Luftfeuchtigkeit

Der erste Trainingstag zur Formel-1-Premiere in China verlief für die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams problemlos. Ralf Schumacher, der erstmals seit dem Großen Preis der USA im Juni wieder antritt, belegte im insgesamt schnelleren zweiten freien Training Platz sieben. Teamkollege Juan Pablo Montoya wurde 14. auf dem eindrucksvollen neuen Kurs von Shanghai.

Ralf Schumacher:
Erstes Training: 2. (1.35,455 min), Zweites Training: 7. (1.34,714 min)
Chassis: FW26 07 (T-Car FW26 06)

Bei mir lief heute alles planmäßig. Die Strecke ist sehr gelungen. Es macht viel Spaß, hier zu fahren, weil es mal etwas ganz Neues ist. Das gilt vor allem für diese lang gezogenen Kurven, die am Ausgang hervorragende Überholmöglichkeiten bieten. Es gibt noch ein paar Sachen am Set-up zu tun. Die Reifen auszusuchen, wird nicht ganz einfach. Es wird wohl ein sehr anstrengendes, aber auch ein sehr interessantes Wochenende werden.

Juan Pablo Montoya:
Erstes Training: 3. (1.35,761 min), Zweites Training: 14. (1.35,646 min)
Chassis: FW26 05

Die Strecke ist schön. Zu Beginn war sie noch stark verschmutzt, aber das ist schon besser geworden. Ich habe die ersten Runden genutzt, um mir den Kurs richtig einzuprägen. Ich denke, ich habe die optimale Linie gefunden, aber eine richtig schnelle Runde ist mir noch nicht gelungen, weil ich mit frischen Reifen etwas aufgehalten wurde. Insgesamt waren wir ziemlich konstant unterwegs, und die aufgezeichneten Daten sollten uns zeigen, in welche Richtung wir weiterarbeiten müssen. Ich weiß, dass noch mehr Potenzial im Auto steckt und freue mich auf das nächste Training, um die Abstimmung zu verbessern.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Wir hatten einen produktiven ersten Tag ohne technische Probleme. Auf einer neuen Rennstrecke ist es noch wichtiger als sonst, das komplette Programm in Sachen Reifen- und Bremsentests zu erledigen. Die Strecke ist anspruchsvoll, es gibt hier praktisch alle Arten von Kurven. Derzeit ist sie noch ziemlich staubig, aber das wird sich im Verlauf des Wochenendes natürlich ändern.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Die Strecke hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden, sie ist abwechslungsreich und fordert Fahrer und Technik gleichermaßen. Für den BMW Motor ist die knapp 1,2 Kilometer lange Gegengerade der anspruchsvollste Teil. Vor allem im ersten freien Training war die Strecke noch sehr staubig. Besondere Aufmerksamkeit ist beim Boxenstopp im betonierten Bereich vor den Garagen geboten, weil der Belag dort extrem rutschig ist. Unsere Fahrer konnten ihr Programm komplett und problemlos absolvieren. Wir sind daher mit dem ersten Tag zufrieden.
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Alt 25.09.2004, 13:41     #65
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GP China - Qualifikation (25.09.2004)

Wetter: trocken, sonnig, 29°C Luft, 41-43°C Asphalt, 51-55% Luftfeuchtigkeit

Im Qualifying zum ersten Großen Preis von China erzielte Ralf Schumacher Platz fünf. Juan Pablo Montoya war Elftschnellster, wird wegen der Zurückstufung eines Konkurrenten aber voraussichtlich als Zehnter starten.

Ralf Schumacher: 5. (1.34,891 min)
Chassis: FW26 07 (T-Car FW26 06)

Ich bin positiv überrascht von meinem Ergebnis, ich hätte nicht gedacht, dass ich auf Platz fünf fahre. Von daher bin ich zufrieden. Es war sehr schwierig, eine gute Fahrzeugabstimmung zu finden, und im ersten Sektor habe ich immer noch Schwierigkeiten. Auf jeden Fall ist es gut, nach der langen Pause wieder im Rennauto zu sitzen und in Form zu sein. Ich fühle mich ausgezeichnet. Wir werden morgen sicher ein gutes Rennen haben.

Juan Pablo Montoya: 11. (1.35,245 min / voraussichtlich Startplatz 10)
Chassis: FW26 05

Ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer damit getan habe, für diese Strecke die richtige Abstimmung zu erarbeiten. Mein Auto ist noch immer ziemlich schwierig zu fahren und auch etwas zu unberechenbar. Ich hatte keine groben Fehler in meiner Qualifikationsrunde, aber das Handling war zu problematisch, um eine gute Rundenzeit zu schaffen. Ralf hat mit seinem Auto den besseren Job gemacht. Sein Startplatz beweist das. Es ist schade, dass ich das nicht auch besser hinbekommen habe, denn hier zu fahren, macht richtig Spaß. Obwohl es für meinen Geschmack ein bisschen zu viele langsame Kurven gibt. Jetzt werden wir sehen, wie das Ganze über die Renndistanz aussieht.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Dieses erste Qualifying auf der neuen Strecke hier in China zu beobachten, war hochinteressant. In Sachen Zuverlässigkeit lief bei uns alles problemlos. Ralf hat in seinem ersten Einzelzeitfahren nach der langen Pause von sechs Grands Prix gute Arbeit geleistet. Ich bin sehr gespannt auf das morgige Rennen. Dann werden sich die Rennstrategien der verschiedenen Teams offenbaren. Auch die Strecke wird dann unter anderem in Sachen Reifen- und Bremsenverschleiß ihr wahres Gesicht zeigen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein spannendes Qualifying. Die Ausrutscher von Gianmaria Bruni und Michael Schumacher haben gezeigt, dass die Strecke abseits der Ideallinie noch sehr wenig Grip aufweist. Ralf kam bei seinem Comeback sowohl mit dem Auto als auch mit der Strecke sehr gut zurecht, während Juan Pablo über Handlingsprobleme klagte. Motorenseitig verlief unser China-Debüt bisher problemlos.
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Alt 28.09.2004, 18:33     #66
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GP China - Rennen (26.09.2004)

Wetter: trocken, Sonne, Wolken, 27-29°C Luft, 34-36°C Asphalt, 62-72% Luftfeuchtigkeit

Das BMW WilliamsF1 Team holte bei der Formel-1-Premiere in China vier WM-Punkte. Juan Pablo Montoya belegte in Shanghai Platz fünf. Ralf Schumacher kam nach einem Unfall in der 37. Runde bei seinem Comeback nicht ins Ziel.

Juan Pablo Montoya: 5.
Schnellste Runde: 1.33,108 min in Rd. 34 (fünftschnellste insg.)
Chassis: FW26 05

Mein Start an sich war gar nicht so schlecht, ich konnte Panis überholen. Aber dann war es auf der Innenbahn so staubig, dass ich praktisch nicht vom Fleck kam und jeder an mir vorbeifuhr. Später habe ich versucht, mir meinen Platz zurückzuholen. Zwei Mal habe ich Jacques Villeneuve überholt, aber dann hatte ich nicht genug Traktion, und er ist wieder vorgefahren. Diese Manöver haben Spaß gemacht. Im ersten Teil des Rennens bin ich im Verkehr aufgehalten worden, später hatte ich freie Fahrt. Ich kam Sato sehr nah, aber kurz vor meinem Boxenstopp habe ich einen Fehler gemacht. Allerdings ist ihm dann auch einer unterlaufen, und ich hatte meinen Platz wieder. Von Startplatz zehn aus Fünfter zu werden, ist in Ordnung, und ich bin froh, wieder ein paar Punkte für das Team geholt zu haben.

Ralf Schumacher: Ausfall in Runde 37
Schnellste Runde: 1.33,546 min in Rd. 31 (neuntschnellste insg.)
Chassis: FW26 07

Es ist verdammt schade, dass mein Rennen so früh zu Ende war. Nach dem Kontakt mit Coulthards Auto hatte ich einen platten Reifen. Er hat versucht mich zu überholen, aber ich denke, sein Angriff war zu optimistisch. Ich fuhr zur Box und dachte, das Auto sei beschädigt. Aber nach einer Überprüfung haben die Ingeniere gesagt, ich könnte weiterfahren. Mittlerweile war aber viel Zeit vergangen. Mit zwei Runden Rückstand hat es nicht viel Sinn gehabt, wieder loszufahren. Schade. Bis dahin war mein Rennen gut, ich habe um einen Platz unter den ersten Fünf gekämpft. Zwar habe ich beim Start Boden verloren, aber letztlich war ich wieder in der Position, Punkte zu holen.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Gemessen an Ergebnissen war das kein guter Tag. Immerhin waren die Rundenzeiten unserer Autos und die Strategie nicht schlecht, und Juan hat wenigstens ein paar Punkte geholt. Juan hatte zunächst einen guten Start, musste dann aber einem Toyota aus dem Weg gehen und verlor Positionen. In der 37. Runde hatte Ralf einen Zwischenfall mit Coulthard, der zu einem Reifenschaden führte und Ralf an die Box zwang. Unglücklicherweise erwarteten wir gerade Juan Pablo zum Stopp. Ich denke, die Kollision mit Coulthard war ein normaler Rennunfall. Leider hat er dazu geführt, dass Ralf heute leer ausging. Bezüglich der Standfestigkeit hatten wir keinerlei Probleme.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war eine gelungene F1-Premiere in China, aber das Rennergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen. Beide Fahrer haben am Start Plätze verloren und wurden dadurch in der ersten Phase des Rennens aufgehalten. Das hat Ralf die Möglichkeit gekostet, in der Spitzengruppe mitzufahren. Nach der Kollision mit David Coulthard kam Ralf unmittelbar vor Juans zweitem Stopp an die Box. Da wir nicht wussten, ob das Auto beschädigt ist, wurde zunächst Juan wie vorgesehen abgefertigt. Bis klar war, dass es sich nur um einen Reifenschaden handelte, war Ralf an eine aussichtslose Position zurückgefallen.


Test in Jerez: 28.-30. September, Marc Gené und Antonio Pizzonia
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Alt 04.10.2004, 13:57     #67
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Großer Preis von Japan, 8.-10. Oktober 2004 - VORSCHAU

Mit dem Ziel, weitere Punkte zur Festigung der WM-Position zu sammeln, reist das BMW WilliamsF1 Team zum 17. und vorletzten Grand Prix der Saison 2004 nach Suzuka.

Zur Vorbereitung auf den Großen Preis von Japan wurde ein dreitägiger Test in Jerez de la Frontera durchgeführt. In Spanien kamen Ralf Schumacher, Marc Gené und Olivier Beretta zum Einsatz.

Die Rennstrecke von Suzuka gilt als einer der anspruchsvollsten Formel-1-Kurse. Von Fahrern und Ingenieuren wird höchste Präzision verlangt. Ein weiterer spannender WM-Lauf steht also vor der Tür.


Juan Pablo Montoya:

Abgesehen von meinem unglücklichen technischen Ausfall im vergangenen Jahr bin ich in Suzuka immer recht gut klargekommen. Ich mag die Strecke sehr, sie bietet viel Fahrspaß. Außerdem sollte der Kurs unserem Gesamtpaket liegen, und das stimmt mich optimistisch. Es war gut, dass ich in China ein paar Punkte einfahren konnte, und in Japan sollen es mehr werden. Wir müssen unsere Position in der Konstrukteurs-WM stärken. Ich habe in der abgelaufenen Woche zwar nicht getestet, bin aber trotzdem nach Europa zurückgeflogen, um in England PR-Termine wahrzunehmen. Dieser letzte Monat der Saison mit den beiden weiten Reisen und verschiedenen Sponsor-Tagen wird anstrengend. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die beiden verbleibenden Grands Prix.


Ralf Schumacher:

Auf das Rennen in Japan freue ich mich schon sehr. Suzuka finde ich eine der interessantesten Strecken, die wir haben. Unsere Aufgabe dort wird natürlich nicht leicht sein. Die schnellen Kombinationen erfordern ein perfektes Auto. Da müssen wir eine gute Abstimmung finden. Wir haben aber meiner Ansicht nach gute Chancen, dort vorn dabei zu sein. Auch in Shanghai haben wir schließlich, abgesehen von dem unnötigen Zwischenfall nach dem Rempler von David Coulthard, gezeigt, dass wir durchaus konkurrenzfähig sind. An Japan habe ich gute Erinnerungen. Ich habe 1996 ein Jahr lang dort gelebt und damals auch die Formel 3000 gewonnen.


Sam Michael (Technical Director WilliamsF1):

Suzuka ist eine der großartigsten Rennstrecken überhaupt. Dort kann man nur schnell sein, wenn Fahrer und Ingenieure wirklich alles richtig machen. Schnelle Kurven, eine Schikane, eine Haarnadelkurve, der Kurs bietet praktisch alles. Dazu gehören auch Überholmöglichkeiten. Weil Stabilität bei hoher Geschwindigkeit so wichtig ist, ist die Abstimmung in den langsameren Passagen in der Regel nicht ideal. Aber der Fahrer braucht das absolute Vertrauen in sein Fahrzeug in Sektionen wie den Esses. Vor der Haarnadel und der Schikane sind die Bremsen besonders gefordert.

Bei unserem Test im spanischen Jerez haben Ralf, Marc und Olivier vor allem an der Fahrzeugabstimmung gearbeitet und Reifen getestet. Wir haben für Japan eine Detailverbesserung bei der Aerodynamik vorbereitet, Michelin unterstützt uns mit zwei guten Reifenoptionen. Die Rennstrategie ist in Suzuka normalerweise eine klare Sache. Durch die Reifenentwicklungen seit dem Vorjahr könnte sich das aber ändern.


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Für uns geht mit den letzten beiden Grands Prix eine sehr schwierige Saison zu Ende. Wir sind 2004 mit großen Erwartungen gestartet, die guten Wintertests gaben Anlass dazu. Die ersten Rennen haben aber bereits gezeigt, dass die Konkurrenz diesmal über den Winter einen größeren Sprung geschafft hat als unser Team. Sicher hat auch hier und da das Glück gefehlt, aber darauf darf man sich ohnehin nicht verlassen. Es kam einfach sehr viel zusammen. Längst laufen in München und in Grove die Vorbereitungen für 2005 auf Hochtouren. Trotzdem gilt die volle Konzentration des Teams den beiden letzten Saisonrennen. Wir wollen in Japan und Brasilien einen versöhnlichen Saisonabschluss schaffen.

Suzuka ist eine fahrerisch und technisch extrem anspruchsvolle Strecke. Auch der BMW P84 Motor ist in Suzuka einer ganz speziellen Belastung ausgesetzt: In der ultraschnellen 130R-Kurve muss der Ölkreislauf einer Querbeschleunigung von 4 g gerecht werden. Bislang hat sich der starke BMW Motor auch 2004 als zuverlässiges Triebwerk bewiesen. Er sollte auch den Anforderungen in Japan gewachsen sein.


Zahlen und Fakten
  • Die Rennstrecke von Suzuka gilt als eine der anspruchsvollsten der Formel 1. Sie ist die einzige in Form einer Acht und bietet alle Varianten von Kurven – von der engen „Spoon“-Kurve bis zur ultraschnellen 130R. Die Rennstrecke liegt inmitten von Suzuka-Land, einem Freizeitpark, der für die Familien der Honda-Mitarbeiter errichtet wurde.
  • 2004 wird der Große Preis von Japan zum 18. Mal in Suzuka gestartet. Ehe die Formel 1 im Jahr 1987 ihr Debüt in Suzuka gab, wurden 1976 und 1977 zwei Große Preise von Japan auf der Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji ausgetragen. 1994 und 1995 fand je ein GP Pazifik in Japan statt, Austragungsort war Aida.
  • 1987, beim ersten in Suzuka ausgetragenen Grand Prix, sicherte sich Nelson Piquet mit WilliamsF1 seinen dritten WM-Titel. Rennsieger wurde Gerhard Berger auf Ferrari. Das Suzuka-Rennen von 1994 ist bei WilliamsF1 ebenfalls besonders gut in Erinnerung geblieben: Damals gewann Damon Hill gegen Michael Schumacher in einem wegen heftigen Regens unterbrochenen Rennen, zog dadurch in den Punkten gleich mit Schumacher und hielt den Titelkampf bis zum Finale in Adelaide offen. 1996 erzielte Damon Hill den dritten Suzuka-Sieg von WilliamsF1.
  • Die Stadt Suzuka liegt an der Süd-Ost-Küste der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zur Mie Präfektur. Die ortsansässige Industrie stellt vor allem Nahrungsmittel und Textilien her, außerdem hat Honda große Fertigungsstätten in Suzuka. Die Stadt wurde im Jahr 645 erstmals urkundlich erwähnt und hat heute etwa 184.000 Einwohner. In Suzuka gibt es eine medizinische Universität. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören buddhistische Tempel sowie Shinto Schreine.
  • Im Jahr 2000 wurde das Formel-1-Fahrerlager während des Trainings von den Ausläufern eines Erdbebens leicht erschüttert.
  • 2003 war das BMW WilliamsF1 Team noch mit einer geringen Chance auf den Gewinn der Konstrukteurs-WM nach Suzuka gereist, wo vor Jahresfrist das Finale ausgetragen wurde. Ralf Schumachers Aussichten auf ein gutes Ergebnis schwanden schon im Qualifying, als er bei einsetzendem Regen keine Chance mehr auf eine gute Runde hatte. Er startete als 19., stellte zwar in 1.33,408 Minuten einen neuen Rundenrekord auf, kam aber letztlich nicht über Platz zwölf hinaus. Teamkollege Juan Pablo Montoya qualifizierte sich auf trockener Bahn für Startplatz zwei und lag im Rennen in Führung, als in der neunten Runde ein Hydraulikdefekt auftrat und zum Ausfall führte.
  • Rubens Barrichello eroberte 2003 im Ferrari die Poleposition in 1.31,713 Minuten und gewann den Grand Prix.
  • Der Kurs misst 5,807 Kilometer. Das Rennen wird über 53 Runden (307,573 km) ausgetragen. Der Start erfolgt am Sonntag, dem 10. Oktober 2004, um 14.30 Uhr Ortszeit, das entspricht 7.30 Uhr in Deutschland.
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Alt 08.10.2004, 21:52     #68
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CE-
GP Japan - Freies Training

Wetter: Regen, 17°C Luft, 18-19°C Asphalt, 92-93% Luftfeuchtigkeit

Vorboten eines aufziehenden Taifuns, in Japan Nummer 22 genannt, sorgten in Suzuka für einen verregneten Freitag. Entsprechend gering war die Fahraktivität in den ersten beiden freien Trainings zum Großen Preis von Japan. Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams kamen bei schwierigen Bedingungen störungsfrei über die Runden. Ralf Schumacher belegte jeweils Position 12, Juan Pablo Montoya kam auf die Plätze acht und 13.

Ralf Schumacher:
Erstes Training: 12. (1.55,632 min), Zweites Training: 12. (1.49,736 min)
Chassis: FW26 07 (T-Car FW26 06)

Wegen des vielen Wassers und andauernden Aquaplanings kann man noch nicht viel sagen. Ich würde gern glauben, dass wir morgen besser arbeiten können, aber danach sieht es momentan leider nicht aus. Unter solchen Bedingungen wäre es wohl vernünftiger, morgen erst gar nicht zu fahren.

Juan Pablo Montoya:
Erstes Training: 8. (1.53,517 min), Zweites Training: 13. (1.50,060 min)
Chassis: FW26 05

Ich kann nicht viel über mein Auto sagen. Ich bin nur wenige Runden gefahren, und von richtiger Abstimmungsarbeit konnte keine Rede sein. Aber diese Bedingungen sind für alle gleich. Es war viel Wasser auf der Strecke. Nachdem ein paar Autos gefahren waren, ging es einigermaßen. Wenn der Regen noch stärker wird, und danach sieht es momentan aus, würde es mich überraschen, wenn wir morgen überhaupt fahren. Mit der Aussicht auf ein trockenes Rennen am Sonntag wird die Sache dann richtig interessant.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Wegen des vielen Wassers sind wir heute nur relativ wenige Runden gefahren. Dabei ging es darum, die Fahrzeugfunktionen zu überprüfen und auch die Balance für den Fall, dass es im Qualifying oder m Rennen gleichfalls nass ist. Wir hoffen, morgen noch etwas mehr fahren zu können. Es sieht allerdings nicht nach kurzfristiger Wetterbesserung aus. Mit diesen Bedingungen müssen alle Teams gleichermaßen fertig werden, und die Lage verspricht ein interessantes Rennen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Die Vorboten des Taifuns haben den ersten Trainingstag buchstäblich ins Wasser fallen lassen. Wenn sich die Wetterbedingungen für Samstag noch weiter verschlechtern, macht es keinen Sinn, Training und Qualifying auszutragen.
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Alt 10.10.2004, 10:43     #69
Georg   Georg ist offline
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M-GH 3250
GP Japan - Qualifikation (10.10.2004)

Wetter: bedeckt, abtrocknend, 24-26°C Luft, 23-30°C Asphalt, 78-89% Luftfeuchtigkeit

Suzuka (JPN). Im Qualifying zum Großen Preis von Japan, das diesmal am Sonntagmorgen stattfand, weil die Strecke am Samstag wegen eines drohenden Taifuns geschlossen worden war, belegte Ralf Schumacher Platz zwei. Damit startet er aus der ersten Reihe neben seinem Bruder Michael. Juan Pablo Montoya kam nach Problemen im Prequalifying nicht über Startplatz 13 hinaus.

Ralf Schumacher: 2. (1.34,032 min)
Chassis: FW26 07 (T-Car FW26 06)

Unter diesen unberechenbaren Bedingungen mit ständig wechselnden Streckenverhältnissen war das Qualifying nicht einfach. Mein schlechtes Abschneiden beim letzten Grand Prix in China hat mir heute wenigstens eine gute Ausgangsposition im Prequalifying beschert. Die Strecke war schon ziemlich trocken und hatte bereits Gumiabrieb als ich an der Reihe war. Ich freue mich sehr über meinen zweiten Startplatz, zumal ich weiß, dass wir in gutes Rennauto und somit gute Chancen auf Punkte haben.

Juan Pablo Montoya: 13. (1.37,653 min)
Chassis: FW26 05

Ich hatte ein wirklich schlechtes Prequalifying. Der Reifendruck hatte nicht gepasst. Deshalb musste ich für das Abschlussqualifying etwas mehr riskieren. Die Entscheidung für Trockenreifen war richtig. Unser Auto wird im Rennen gut sein. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier Punkte holen können.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Nachdem wir hier nun kein Training auf trockener Bahn hatten, waren Reifenwahl und Abstimmung besonders schwierig, aber das ist für alle gleich. Im Qualifying wechselten die Bedingungen stark, was zu einer interessanten Startaufstellung geführt hat. Wir werden erst im Rennen sehen, wer hier wirklich wie schnell ist. Im Abschlussqualifying haben unsere beiden Fahrer gute Arbeit geleistet. In der Vorqualifikation haben wir leider einen Fehler mit dem Reifendruck an Juans Auto gemacht. Deshalb war er langsam.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Qualifying ohne vorherige Fahrzeugabstimmung war eine neue Erfahrung. Das ist vor allem auf abtrocknender Strecke eine Art Lotterie. Im entscheidenden zweiten Einzelzeitfahren ging Juan als Erster mit Trockenreifen auf die Strecke, was ein echter Eiertanz war. Er hat das Bestmögliche daraus gemacht. Ralf fuhr in beiden Durchgängen unter besseren Bedingungen und hat seine Chancen genutzt. Es ist sehr schön, wieder einen Fahrer in der ersten Reihe zu haben. Kompliment an das Team, das die Sondersituation mit zwischenzeitlichem Auf- und Abbau sehr gut bewältigt hat.
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Geändert von Georg (10.10.2004 um 10:45 Uhr)
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Alt 10.10.2004, 10:44     #70
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GP Japan - Rennen (10.10.2004)

Wetter: trocken, sonnig, 28°C Luft, 32-34°C Asphalt, 74-79% Luftfeuchtigkeit

Suzuka (JPN). Das BMW WilliamsF1 Team hat sich beim Großen Preis von Japan über einen Podiumsplatz gefreut. Ralf Schumacher kam nach einem tadellosen Rennen in Suzuka als Zweiter ins Ziel. Teamkollege Juan Pablo Montoya verwandelte Startplatz 13 immerhin noch in Rang sieben und holte so weitere zwei WM-Punkte. In der laufenden Saison ist dies der dritte Podiumsplatz für das Team. Montoya war in Sepang Zweiter und in Imola Dritter geworden.

Ralf Schumacher: 2.
Schnellste Runde: 1.33,467 in Rd. 23 (drittschnellste insg.)
Chassis: FW26 07

Mein Start war okay, und ich war zunächst überrascht, Michael folgen zu können. Mein Boxenstopp kam vier Runden früher als seiner, er war also offenbar schwerer. Nach meinem Stopp bin ich etwas im Verkehr stecken geblieben. Solche Kämpfe im Mittelfeld sind immer schwierig. Unser Auto war heute gut. Wir hatten auf die richtige Strategie gesetzt, und das Ergebnis spricht ja für sich. Auch mit Blick auf meinen Startplatz war das ein sehr gelungenes Wochenende für uns. Wir konnten den Vorsprung auf McLaren ausbauen. Jetzt freue ich mich darauf, zuhause mit meiner Familie etwas zu feiern.

Juan Pablo Montoya: 7.
Schnellste Runde: 1.33,779 in Rd. 30 (sechstschnellste insg.)
Chassis: FW26 05

Mein Rennen wurde von meinem schlechten Startplatz beeinträchtigt. Ich steckte im Verkehr fest und habe ein bis zwei Sekunden pro Runde verloren. Das Beste, was ich aus dieser Situation machen konnte, war, noch ein paar Punkte zu holen, was ja geklappt hat. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Rennen ein besseres Qualifying habe.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Das heutige Ergebnis zeigt die Leistungsfähigkeit des FW26 und ist gut für unsere Position in der Konstrukteurs-WM. Ralf fuhr ein Bilderbuch-Rennen. Die schnelle Arbeit der Boxenmannschaft hat ihm geholfen, Verkehrsdichte zu vermeiden und entscheidend zu seinem heutigen Ergebnis beigetragen. Juan hat von seinem 13. Startplatz auch gute Arbeit geleistet und ein paar gute Überholmanöver gezeigt. Beide Autos waren recht gut ausbalanciert. Das ist bemerkenswert, weil ja kaum Fahrzeit für die Abstimmung zur Verfügung stand. Es gab keinerlei mechanische Probleme.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Unter den schwierigen Randbedingungen war es ein sehr erfolgreiches Wochenende für unser Team. Ralf hat in Qualifying und Rennen tadellose Leistungen gezeigt und nach langer Durststrecke wieder einen Podiumsplatz erreicht. Dies gibt dem gesamten Team nach einer schwierigen Saison enormen Auftrieb. Dass zudem Juan Pablo vom 13. Startplatz aus noch zwei Punkte holen konnte, rundet das positive Bild ab. Auch auf der Motorenseite lief alles wunschgemäß.

Test in Jerez: 12.-14. Oktober, Antonio Pizzonia
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