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Alt 03.04.2004, 16:14     #11
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Großer Preis von Bahrain – 1. und 2. FREIES TRAINING 2. April 2004

Wetter: trocken, sonnig; max 31°C Luft, 54°C Asphalt, 26% Luftfeuchtigkeit

Sakhir (BRN). Der erste Trainingstag auf dem neuen Bahrain International Circuit verlief erfreulich für die beiden Piloten des BMW WilliamsF1 Teams: Juan Pablo Montoya belegte im schnelleren zweiten freien Training Rang zwei, Ralf Schumacher war Sechstschnellster.

Juan Pablo Montoya: Chassis: FW26 03 (T-Car FW 26 02)

Erstes Training: 4. (1.33,027 min)

Zweites Training: 2. (1.31,451 min)


Ich mag diese Strecke, sie ist genau so, wie man sich einen modernen GP-Kurs vorstellt: herausfordernd. Die ganze Anlage ist beeindruckend. Das Grip-Niveau ist weniger schlecht als wir im Vorfeld befürchtet hatten und wurde im Laufe des Trainings ständig besser. Die Reifenwahl wird nicht ganz einfach. Beide Mischungen, die Michelin uns hier zur Verfügung stellt, haben spezielle Vorteile. Ich bin zuversichtlich und auch sehr gespannt auf das weitere Wochenende.

Ralf Schumacher: Chassis: FW26 03

Erstes Training: 11. (1.34,619 min)

Zweites Training: 6. (1.31,842 min)


Ich bin mit den ersten Trainingseinheiten sehr zufrieden. Wir haben unser Programm komplett abgearbeitet. Ein kleines Problem ist die immer schneller werdende Strecke, wodurch man nicht weiß, ob die Verbesserungen am Grip-Niveau oder an den Set-up-Änderungen liegen. Prinzipiell gefällt mir der Kurs außerordentlich gut, auch wenn er im Moment noch sehr dreckig ist.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Kompliment an alle, die für den Bau der Strecke und dieser Anlage hier verantwortlich sind. Für uns verlief der Freitag ganz gut. Alle Autos sind im Laufe des Trainings kontinuierlich schneller geworden, wir hatten keine größeren Probleme. Ich denke, hier erwartet uns ein besonders interessantes Rennen, weil sich die Streckenbedingungen anscheinend rasch verändern. Niemand weiß so genau, womit wir am Sonntag zu rechnen haben. Jedenfalls haben wir heute unser Programm planmäßig absolviert und genug Informationen gesammelt, um unsere Reifenwahl treffen zu können.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Es war allgemein ein sehr ereignisreiches Training, bei uns lief aber heute alles nach Plan. Die Motoren funktionierten einwandfrei, die Temperaturen waren jederzeit im grünen Bereich. Um sich vor dem feinen Sand hier zu schützen, kommt den Luftfiltern eine besondere Bedeutung zu. Vereinfacht dargestellt setzen wir einen feineren Filter aus dichterem Gewebe ein. Die Kunst ist: So viel Schutz wie nötig zu erzeugen, die Ansaugluft aber so wenig wie möglich zu drosseln.
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Alt 03.04.2004, 16:17     #12
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Großer Preis von Bahrain – Qualifikation 3. April 2004

Wetter: trocken, sonnig; max 32°C Luft, 53°C Asphalt, 36% Luftfeuchtigkeit

Sakhir (BRN). Erstmals in der Saison 2004 starten beide Piloten des BMW WilliamsF1 Teams aus der zweiten Startreihe. Juan Pablo Montoya erzielte im Qualifying zum Großen Preis von Bahrain, dem dritten von 18 WM-Läufen der Saison, Startplatz drei. Ralf Schumacher qualifizierte sich auf der brandneuen Rennstrecke des Wüstenstaates für Position vier.

Juan Pablo Montoya: 3. (1.30,581 min)

Chassis: FW26 03 (T-Car FW 26 02)


Schade, meine Runde hatte extrem gut angefangen. Im ersten und zweiten Sektor war ich wirklich schnell. Ich habe meinen Vorsprung und sogar noch etwas mehr in der letzten Kurve verloren. Unterm Strich bin ich etwas enttäuscht über Platz drei. Positiv ist aber, dass ich auf der sauberen Fahrbahnseite starten werde. Für die Poleposition hätte es vielleicht auch ohne den Fehler in der letzten Kurve nicht gereicht, und Platz zwei hätte einen Start auf der staubigen Fahrbahnseite bedeutet. Ich finde es diesmal besonders schwer abzuschätzen, was das Rennen morgen bringen wird.

Ralf Schumacher: 4. (1.30,633 min)

Chassis: FW26 03


Ich kann mit meinem Auto und der Leistung im Qualifying sehr zufrieden sein. Meine Rennabstimmung sollte mir morgen in die Karten spielen. Trotzdem habe ich im Mittelteil relativ viel Zeit liegengelassen, vielleicht wäre noch ein wenig mehr möglich gewesen. Ferrari wirkt sehr stark, doch wenn wir es schaffen, meinem Bruder und Rubens Barrichello nach dem Start zu folgen, dann müssten wir ihnen das Leben eigentlich schwer machen können.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Das Qualifying verlief einigermaßen akzeptabel für uns. Aber, wenn wir anfangen wollen, gegen Ferrari zu gewinnen, sollten wir aus der ersten Reihe starten. Jedenfalls sind wir zuversichtlich bezüglich der Leistungsfähigkeit unserer Autos unter Rennbedingungen. Wir werden auf dieser fantastischen neuen Strecke einen sehr spannenden Grand Prix sehen. Und es wird für alle Fahrzeuge ein hartes Rennen werden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Wir haben ein interessantes Qualifying gesehen, in dem wir mit der zweiten Startreihe ein gutes Ergebnis erzielt haben. Juan Pablo hat nach eigenen Angaben die Chance auf die Poleposition in der letzten Kurve verloren. Ralf hat es im zweiten Sektor nicht optimal getroffen. Bei beiden Fahrern gab es am heutigen Samstag keinerlei Motorprobleme. Die Ausgangsbasis für das morgige Rennen ist gut. Die Wettervorhersage für morgen ist nicht eindeutig. Auch die erste Kurve wird kritisch: Sie sieht zwar breit aus, hat aber nur eine griffige Ideallinie.
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Alt 04.04.2004, 17:29     #13
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GP Bahrain - Rennen 04.04.2004

Wetter: trocken, bedeckt; max 31°C Luft, 32°C Asphalt, 36% Luftfeuchtigkeit

Sakhir (BRN). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams belegten beim GP Bahrain die Plätze sieben (Ralf Schumacher) und 13 (Juan Pablo Montoya). Keiner der beiden konnte seinen Startplatz aus der zweiten Reihe umsetzen. Schumacher hatte nach einer frühen Kollision an die Box kommen müssen und später vom letzten Platz aufgeholt. Montoya lag an dritter Stelle, ehe ihn zehn Runden vor Schluss ein Getriebedefekt zurückwarf.

Ralf Schumacher: 7.

Chassis: FW26 03

Schnellste Runde: 1.30,781 in Rd. 56 (drittschnellste insg.)


Nach all dem, was in meinen Rennen vorgefallen ist, würde ich mein Ergebnis als Schadensbegrenzung bezeichnen. Die Kollision mit Sato war für mich ein unglücklicher. Rennunfall. Es war allerdings etwas optimistisch von ihm, eine Position zurückgewinnen zu wollen, die einfach verloren war. Alles in allem hält sich meine Enttäuschung in Grenzen. Denn bei der Durchsicht der Daten habe ich gesehen, dass ich in etwa im Bereich der Rundenzeiten der Ferrari lag, wenn ich freie Fahrt hatte. Das lässt hoffen.

Juan Pablo Montoya: 13.

Chassis: FW26 03 (T-Car FW26 02)

Schnellste Runde: 1.30,977 in Rd. 28 (sechstschnellste insg.)


Wir sind momentan eindeutig nicht schnell genug, um Ferrari zu schlagen. Aber immerhin waren wir heute die schnellsten Michelin-bereiften Autos. Ich habe vielleicht die falsche Mischung gewählt, die Reifen waren im Rennen nicht so schnell, wie ich erwartet hatte. Aber ich war dennoch zügig unterwegs und wäre wenigstens Dritter geworden, wenn sich nicht zehn Runden vor Schluss das Getriebe verabschiedet hätte. Erst habe ich den siebten Gang verloren, dann weitere Gänge, schließlich ging nichts mehr. Ich konnte nur noch ins Ziel rollen. Schade, dass ich es nicht mehr in den Punkterängen geschafft habe.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Das heutige Ergebnis ist enttäuschend für uns. An Juan Pablos Auto gab es zehn Runden vor dem Ziel einen Getriebedefekt. Bis dahin lag er auf Kurs für Platz drei. Allerdings wäre auch das unserer Zielsetzung nicht gerecht geworden. Ferrari hat uns hier klar geschlagen. Ralf musste nach dem frühen Zwischenfall mit Takuma Sato an die Box kommen, damit war seine Rennstrategie Makulatur.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach einem guten Qualifying haben wir heute gesehen, dass Ferrari im Renntrimm nach wie vor eine Klasse für sich ist. Juan Pablo hat etwa 0,5 Sekunden pro Runde auf Michael Schumacher verloren, bevor er durch den Getriebedefekt zurückgeworfen wurde. Ralf konnte sich nach seinem Problem noch vom Ende des Feldes auf den siebten Platz vorarbeiten. Natürlich haben wir erwartet, von den Übersee-Rennen mit einem besseren Ergebnis nach Hause zu kommen. Jetzt geht es darum, die Weiterentwicklung des Fahrzeugs konsequent voranzutreiben.

- Barcelona Test: 7.-9. April Scott Dixon, 7./8. April Marc Gené, 8./9. April Ralf Schumacher
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Alt 16.04.2004, 11:11     #14
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Großer Preis von San Marino, 23.-25. April 2004 - VORSCHAU

Mit dem Großen Preis von San Marino am 25. April in Imola beginnt die Europa-Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft 2004. Nach einem schwachen Saisonstart in Übersee freut sich das BMW WilliamsF1 Team auf die Einsätze auf dem heimischen Kontinent, wo es bisher die meisten Erfolge erzielt hat. WilliamsF1 blickt auf acht Imola-Siege zurück, darunter ist der erste gemeinsame mit BMW, erzielt durch Ralf Schumacher im Jahr 2001.

Die rennfreie Zeit seit dem Großen Preis von Bahrain hat das Team für intensive Testfahrten in Barcelona und Paul Ricard genutzt. Die Erprobung verschiedener neuer Aerodynamik-Komponenten und insgesamt nahezu 6000 Testkilometer verliefen positiv. Das BMW WilliamsF1 Team wird alles daran setzen, den Rückstand auf die Spitze abzubauen.

Juan Pablo Montoya:

Der Große Preis von San Marino bringt den Teams als Start der Europa-Saison immer Erleichterung. Die Reisen sind kürzer, und wir können wieder unsere Motorhomes beziehen.

Die Rennstrecke in Imola ist anspruchvoll. Sie erfordert hohen Anpressdruck und einen starken Motor. Zusätzlich muss man bei der Fahrzeugabstimmung immer die sehr hohen Randsteine berücksichtigen, die die Balance des Autos beeinträchtigen können. Die zu erwartende kühlere Witterung wird sich deutlich abheben von den Bedingungen der ersten drei Rennen und auch die Wettbewerbsverhältnisse beeinflussen. Ich denke, der FW26 wird in Imola eine gute Figur machen. Mein letztjähriges Rennen verlief allerdings nicht gut. Wegen eines Problems mit der Tankanlage wurde ich damals nur Siebter. 2004 hoffe ich auf ein besseres Resultat.

Ralf Schumacher:

Natürlich komme ich immer wieder gerne dorthin zurück, wo ich mein erstes Formel-1-Rennen gewonnen habe. Aber die schönen Erinnerungen an Imola 2001 helfen mir bei unseren momentanen Problemen nicht weiter. Viel wichtiger ist, dass wir jetzt mit konsequenter und konzentrierter Arbeit Schritt für Schritt den Vorsprung von Ferrari verringern. In Imola sind noch keine Wunder von uns zu erwarten, aber da unser Auto immer sehr gut zu dieser Strecke gepasst hat und wir bei den jüngsten Tests Fortschritte gemacht haben, gehe ich davon aus, dass wir der Spitze wieder ein wenig näher rücken können.

Sam Michael (Chief Operations Engineer WilliamsF1):

Weil es in Imola um diese Jahreszeit recht kalt sein kann, haben wir in der vergangenen Woche in Paul Ricard diese Bedingungen so gut wie eben möglich simuliert. Außerdem haben wir nach der Enttäuschung von Bahrain das Getriebeproblem analysiert und aussortiert.

Mit mittelschnellen und schnellen Kurven, Schikanen und einigen harten Bremsmanövern pro Runde ist die Rennstrecke von Imola für die Fahrer eine große Herausforderung. Außerdem ist es wichtig, eine Abstimmung zu erarbeiten, die ihnen erlaubt, über die Randsteine zu fahren, ohne bei hoher Geschwindigkeit die Stabilität zu verlieren.

Wir werden in Imola aerodynamische Verbesserungen einsetzen und hoffen, damit unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Zusätzlich bringt Michelin eine neue Reifen-Option mit. Bei den Rennstrategien haben wir in den ersten Grands Prix gesehen, dass die Teams generell kürzere Tankintervalle einlegen. Ich denke, das wird in Imola nicht anders sein.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Unser Team freut sich aus mehreren Gründen auf den Einsatz in Imola: Zum einen erinnern wir uns natürlich gern an den ersten von mittlerweile neun Siegen des BMW WilliamsF1 Teams, den Ralf Schumacher dort vor drei Jahren erzielte. Ein anderer Aspekt ist die Logistik. Nach den aufwändigen Fernreisen zu den ersten drei Grands Prix bedeutet der Auftakt der Europa-Saison kürzere Wege und die Verfügbarkeit unserer funktional optimal ausgestatteten Trucks und Motorhomes. In Imola wird mit relativ hohem Abtrieb gefahren, außerdem gibt es Bergauf-Passagen. Beide Faktoren stellen hohe Ansprüche an die Motoren. Bei der laufenden Weiterentwicklung des BMW P84 Motors liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf der Zuverlässigkeit. Auf der Leistungsseite arbeiten wir daran, die im Qualifying gefahrenen Drehzahlen und die Spitzenleistung auch im gesamten Rennen bereitzustellen, also auch in der zweiten Hälfte des 800-Kilometer-Lebenszyklus der Triebwerke.Wir sind nach den Übersee-Rennen in der Verfolgerrolle und wollen uns wie im Vorjahr sukzessive an die Spitze heranarbeiten. Beim Großen Preis von San Marino sehe ich Ferrari allerdings klar in der Favoritenrolle.

Zahlen und Fakten
  • Die Motorsporttradition in Imola reicht bis in die 1940er Jahre zurück, damals fanden erste Rennen auf öffentlichen Straßen statt. 1950 erfolgte die Grundsteinlegung für die erste Rennstrecke, auf der ab 1952 gefahren wurde. Am 21. April 1963 starteten erstmals Formel-1-Fahrzeuge in Imola, Sieger dieses nicht zur WM zählenden Rennens wurde Jim Clark auf Lotus. Noch immer gehörten öffentliche Straßen zum Parcours, dies änderte sich erst 1979. Am 19. September desselben Jahres wurde in Imola erneut ein Formel-1-Rennen ohne WM-Prädikat ausgetragen, der Dino Ferrari Grand Prix.
  • Seit dem 14. September 1980 findet in Imola jedes Jahr ein Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft statt. Die Debütveranstaltung war ein Großer Preis von Italien, seit 1981 trägt die Veranstaltung den Titel Großer Preis von San Marino.
  • Insgesamt fanden in Imola bisher 24 WM-Läufe statt.
  • Nach den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna am 30. April bzw. 1. Mai 1994 wurde der Kurs einschneidend umgebaut.
  • Die Rennstrecke heißt seit 1988 Autodromo Enzo e Dino Ferrari Imola. 1970 war der Kurs zunächst Dino Ferrari gewidmet worden, der Name seines Vaters Enzo wurde nach dessen Tod im Jahr 1988 ergänzt.
  • Die rund 65.000 Einwohner zählende Stadt Imola liegt in der Emilia Romagna und gehört zur italienischen Provinz Bologna. Die traditionsreiche und nur rund 60 Quadratkilometer große Republik San Marino, Namensgeber des Grand Prix, liegt südöstlich von Imola.
  • In Imola wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren.
  • Die Streckenlänge beträgt 4,933 Kilometer, die Renndistanz ist auf 62 Runden bzw. 305,609 Kilometer festgelegt.
  • Im Vorjahr setzte Michael Schumacher im Ferrari sämtliche Bestmarken: In 1.22,327 Minuten eroberte er die Poleposition, mit 1.22,491 Minuten stellte er einen Rundenrekord auf und gewann auch das Rennen.
  • Für das BMW WilliamsF1 Team verlief der GP von San Marino 2003 indes nicht optimal. Bei beiden Fahrern gab es Verzögerungen bei Boxenstopps. Ralf Schumacher hatte sich für Startplatz zwei qualifiziert und wurde im Rennen Vierter. Montoya war als Vierter gestartet und kam als Siebter ins Ziel.
  • Am 15. April 2001 feierte das BMW WilliamsF1 Team in Imola den ersten Sieg der deutsch-englischen Partnerschaft. Es war auch für Ralf Schumacher sein erster Formel-1-Sieg.
  • Für WilliamsF1 stehen seit 1987 insgesamt acht Imola-Siege zu Buche.
  • Der Große Preis von San Marino wird am Sonntag, dem 25. April 2004, um 14 Uhr gestartet.
Mit 19 Punkten teilt sich das BMW WilliamsF1 Team nach drei von 18 Grands Prix Platz drei in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure mit Lucky Strike BAR Honda.
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Alt 23.04.2004, 19:46     #15
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GP von San Marino – 1. und 2. FREIES TRAINING 23. April 2004

Wetter: trocken, sonnig; max 25°C Luft, 24°C Asphalt, 33% Luftfeuchtigkeit

Imola (ITA) . Bei schönstem Frühlingswetter absolvierten die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams einen problemlosen ersten Trainingstag zum Großen Preis von San Marino in Imola. In der zweiten und schnelleren Trainingssitzung am Freitag belegte Juan Pablo Montoya Platz sieben, Ralf Schumacher wurde Zehnter.

Juan Pablo Montoya: Erstes Training: 6. (1.22,796 min)

Chassis: FW26 05 Zweites Training: 7. (1.21,661 min)


Obwohl ich im zweiten Training fast dieselbe Platzierung habe wie im ersten, weiß ich doch: Das Auto ist besser geworden. Es war am Nachmittag leichter und konstanter zu fahren. Allerdings müssen wir uns noch mächtig anstrengen, um am Samstag schneller zu sein. Die Rundenzeiten der Schnellsten haben mich heute schon etwas überrascht. Aber wir müssen abwarten, wie das morgen im Qualifying aussieht. Die Strecke wird dann insgesamt mehr Grip haben, und vielleicht entpuppt sich das warme Wetter auch noch als Vorteil für uns.

Ralf Schumacher: Erstes Training: 3. (1.22,250 min)

Chassis: FW26 07 (T-Car FW26 03) Zweites Training:10. (1.22,057 min)


Zuerst einmal muss ich sagen, dass mich der Rückstand auf die Spitze noch nicht allzu nachdenklich stimmt, da wir uns voll und ganz auf unser eigenes Programm konzentriert haben. Dieses Programm haben wir mit minimalen Einschränkungen auch genau so hinbekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und doch bleibt noch Raum für Verbesserungen, es wartet also noch sehr viel Arbeit auf mich. Unter anderem wird die Reifenfrage von Bedeutung sein, aber ich bin sicher, dass wir hier eine gute Entscheidung treffen werden.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Wir hatten einen technisch störungsfreien ersten Trainingstag. Aber wir müssen schneller werden und haben noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Auf jeden Fall haben wir genug Daten gesammelt, um unsere Reifenwahl treffen zu können. Es ist wärmer in Imola als erwartet, aber das sollte ohnehin kein Nachteil für uns sein.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Die Teams fahren im Training unterschiedliche Programme. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider. Die einen konzentrieren sich freitags mehr auf die Reifenauswahl, die anderen verstärkt auf die Fahrzeugabstimmung. Von der Laufzeit her gibt es für die BMW Motoren im freien Training keinerlei Beschränkung. Wir fahren am Freitag mit um etwa 1000 Umdrehungen pro Minute gegenüber dem Qualifying reduzierter Drehzahl, weil der Schaltpunkt für die Reifenauswahl nicht von Bedeutung ist. Auf der Motorenseite gab es heute keinerlei Probleme.
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Alt 24.04.2004, 15:37     #16
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Großer Preis von San Marino – Qualifikation 24. April 2004

Wetter: trocken, sonnig; max 29°C Luft, 29°C Asphalt, 37% Luftfeuchtigkeit

Imola (ITA). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams belegten im Abschlussqualifying zum Großen Preis von San Marino in Imola die Plätze drei (Juan Pablo Montoya) und fünf (Ralf Schumacher). Im ersten Einzelzeitfahren hatten die beiden die Ergebnisliste angeführt und sich so die besten Ausgangspositionen für das entscheidende Qualifying gesichert.

Juan Pablo Montoya: 3. (1.20,212 min)

Chassis: FW26 05


Ich bin sehr zufrieden mit meinem heutigen Ergebnis. Wir konnten unsere Rundenzeiten aus dem Prequalifying zwar nicht wiederholen, weil wir in den beiden Sitzungen mit unterschiedlichen Kraftstoffmengen fuhren, aber unsere Autos sind sehr gut für das Rennen vorbereitet. Das ist es, was zählt. Wir haben von Freitag auf Samstag einige Verbesserungen gefunden und haben nun eine gute Ausgangsposition für den Grand Prix. Jensons Leistung war sehr gut, er hat wohl auch ein besseres Auto von BAR und einen stärkeren Motor von Honda bekommen. Als ich seine Rundenzeit sah, habe ich mich gefragt, was Michael Schumacher wohl für eine Zeit fahren wird. Es war ein spannendes Qualifying.

Ralf Schumacher: 5. (1.20,538 min)

Chassis: FW26 07 (T-Car FW25 03)


Auf der einen Seite bin ich nicht unzufrieden, weil ich alles aus dem Auto herausgeholt habe. Auf der anderen Seite kämpfen wir seit Beginn des Wochenendes mit vielen kleinen Problemen, für die wir noch nicht alle Lösungen gefunden haben. Trotzdem bin ich für das Rennen recht optimistisch, weil ich glaube, dass mein Auto ganz gut vorbereitet ist. Gratulation an Jenson für seine erste Poleposition.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Das Qualifying war nicht schlecht. Wir hatten über Nacht einige Änderungen an den Autos vorgenommen, damit konnten wir die Balance für heute verbessern. Die Rennabstimmung beider Autos ist gut, wir freuen uns auf den morgigen Grand Prix. Bislang hatten wir keinerlei Schwierigkeiten bezüglich der Standfestigkeit. Über die Renndistanz werden hier in Imola die Bremsen besonders stark belastet.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Wir haben ein ausgesprochen spannendes Qualifying gesehen mit einem unerwarteten Ausgang: Glückwunsch an Jenson Button und BAR zur ersten Poleposition. Wir gingen davon aus, dass die Strecke im Verlauf des Qualifyings schneller wird und haben unsere Strategie darauf abgestimmt. Mit den Startplätzen drei und fünf haben unsere Fahrer ein gutes Ergebnis erzielt. Technisch gab es keinerlei Probleme.
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Alt 25.04.2004, 18:42     #17
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Wetter: trocken, bedeckt; max 20°C Luft, 38°C Asphalt, 37% Luftfeuchtigkeit

Imola (ITA). Ein Podiumsplatz und acht WM-Punkte erreichte das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von San Marino in Imola. Juan Pablo Montoya kam als Dritter ins Ziel, Ralf Schumacher belegte Platz sieben.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW26 05

Schnellste Runde: 1.21,870 in Rd. 27 (sechstschnellste insg.)


Die erste Runde war hart. Michael Schumacher hatte einen schlechten Start und war langsam in den ersten Kurven. Ich habe versucht, ihn zu überholen, aber er hat mir klassisch die Tür zugemacht. Ich musste zurückstecken. Beim nächsten Versuch hat er das gleiche gemacht und mich dann angerempelt und in die Wiese gedrängt. Ich bin sehr enttäuscht. Das war sportlich nicht fair! Mehr als Platz drei war heute für mich nicht drin, dazu waren unsere Autos nicht schnell genug. Wir müssen unser gesamtes Paket verbessern, um wieder ganz nach vorn zu kommen.

Ralf Schumacher: 7.

Chassis: FW26 07 (T-Car FW25 03)

Schnellste Runde: 1.21,689 in Rd. 30 (fünftschnellste insg.)


Bis zu dem Vorfall mit Alonso war ich eigentlich ganz zufrieden mit dem Wochenende. Grundsätzlich ist es positiv, ein paar Punkte zu sammeln. Ich denke, wir haben das Beste aus unserem Paket herausgeholt. Es steht außer Frage, dass wir uns verbessern müssen. Aber die Spitze ist nicht außer Reichweite.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Wir haben eindeutig jede Menge Arbeit vor uns, um wieder an der Spitze mitfahren zu können. Nach der Begegnung mit Michael Schumacher beim Start verlief Juans Rennen recht ruhig. Zum Schluss musste er noch einmal reagieren, als Alonso ihm sehr nahe kam. Ralf hatte einen guten Start, hat dann bei dem Kampf zwischen Michael Schumacher und Juan einen Platz verloren. Unsere Strategie heute hat funktioniert, wir hätten heute mit beiden Autos unter die ersten Vier fahren sollen. Daraus wurde nichts. Beide Autos liefen zuverlässig.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Mit Platz drei hat Juan heute das Maximum erreicht. Ralfs Kollision mit Alonso hat uns leider einige Punkte in der Konstrukteurswertung gekostet. Der Rückstand auf Ferrari betrug hier etwa eine Sekunde pro Runde, das hatten wir in diesem Rahmen erwartet. Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen. Bezüglich der Standfestigkeit gab es keine Probleme. Die BMW Motoren liefen in beiden Autos problemlos.

Test in Silverstone, 27.-30. April:

27., 28. und 30. Marc Gené, 28. und 29. Schumacher, 27. und 29. Antonio Pizzonia
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Viele Grüße Hermann

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Alt 30.04.2004, 18:40     #18
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Großer Preis von Spanien, 7.-9. Mai 2004 - VORSCHAU

Zum fünften Lauf der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2004 reist das BMW WilliamsF1 Team in der kommenden Woche nach Spanien. Der 4,6 Kilometer lange Circuit de Catalunya, wo der Grand Prix am 9. Mai gestartet wird, ist eine der beliebtesten Teststrecken. Eine schwierige Aufgabe ist der Kurs nahe Barcelona dennoch: Häufig wechselnde Witterung und Winde erfordern ständige Anpassungen der Fahrzeugabstimmung und Aerodynamikeinstellungen.

Nach der Erprobung von Weiterentwicklungen in Silverstone will das Team beim nächsten WM-Lauf Boden gutmachen. In der Vergangenheit war WilliamsF1 erfolgreich auf dem Circuit de Catalunya: Fünf Siege in 13 dort bisher ausgetragenen Grands Prix stehen zu Buche. Seit der Gründung des BMW WilliamsF1 Teams im Jahr 2000 waren zweite Plätze durch Juan Pablo Montoya in den Jahren 2001 und 2002 die besten Ergebnisse.

Juan Pablo Montoya:

Die meisten Teams nutzen die Strecke bei Barcelona häufig zum Testen, wir Fahrer kennen sie wie unsere Westentasche. Unser Team hat dort in diesem Jahr an 13 Tagen getestet und dabei genau 10,363 Kilometer abgespult. Der Kurs gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsstrecken, weil er nicht sehr gut zu meinem Fahrstil passt, aber ich habe dort immer recht gute Ergebnisse erzielt: Mit dem BMW WilliamsF1 Team zwei zweite und einen vierten Platz, und 1998 habe ich dort ein Formel-3000-Rennen gewonnen.

Nach dem recht enttäuschenden Großen Preis von San Marino habe ich die Zeit genutzt, um mich zu entspannen und neue Kräfte aufzubauen. Ich habe meine Fitness trainiert und außerdem Golf gespielt. Das Rennwochenende beginnt für mich wie für einige andere Fahrer am Donnerstagmorgen mit einem Wohltätigkeits-Tennisturnier. Ich freue mich darauf und denke, das gibt mir weiteren Auftrieb für die anschließende Arbeit auf der Rennstrecke.

Ralf Schumacher:

Auch wenn wir durch das schlechte Wetter beim Testen in Silverstone nicht ganz das Programm durchgebracht haben, das wir uns vorgenommen hatten: Auf jeden Fall habe ich die Begeisterung und Motivation jedes einzelnen im Team gesehen, die ganze Sache voranzubringen. Im Winter haben wir in Barcelona sehr viel getestet, deshalb denke ich, dass wir für das Rennen ganz gut vorbereitet sind. Ich bleibe jedoch dabei, dass noch keine Wunder von uns zu erwarten sind. Aber wenn wir, wie in Imola, das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausholen, dann können wir wieder um die Podestplätze mitfahren.

Sam Michael (Chief Operations Engineer WilliamsF1):

Beim Test in Silverstone haben wir weitere Fortschritte bei der Abstimmungsarbeit und bezüglich der Reifenentwicklung erzielt, und zwar sowohl auf trockener als auch auf nasser Strecke.

Der Circuit de Catalunya ist für die Fahrer und Ingenieure hinsichtlich der Abstimmung eine echte Herausforderung. Obwohl wir dort im Winter so häufig testen, fängt man beim Set-up am Rennwochenende immer wieder von vorn an. Die Auswirkung der Witterung auf die Streckenverhältnisse ist extrem. Vier Hochgeschwindigkeitskurven führen zu erhöhtem Reifenverschleiß, weshalb man in Barcelona eine härtere Gummimischung wählt. Besondere Bedeutung hat auch die aerodynamische Effizienz.

Wir haben seit dem zurückliegenden Grand Prix Verbesserungen an den Fahrzeugen umgesetzt. Das betrifft die Mechanik und die Aerodynamik, außerdem konnten wir zwei gute neue Reifenmischungen von Michelin testen. In Kombination sollten uns diese Entwicklungsschritte helfen, wieder zur Spitze aufzuschließen, wo wir hingehören.

Durch das neue Reglement gehen Qualifying und Rennstrategie Hand in Hand. Nachdem Überholmanöver in Barcelona sehr schwierig sind, ist es dort besonders wichtig, im Qualifying vorn zu sein, die optimale Strategie für das Rennen vorzubereiten und dann einen guten Start zu erwischen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

In Imola hat der BMW P84 Motor einen weiteren Belastungstest erfolgreich bestanden: Juan Pablo war in den letzten Runden mit Qualifying-Drehzahlen unterwegs und konnte so den Angriff von Fernando Alonso erfolgreich abwehren. Diese Situation hat den Wert unserer Arbeit der vergangenen Wochen unterstrichen. Bei der Weiterentwicklung in München konzentrieren wir uns darauf, auch in der zweiten Hälfte der 800-Kilometer-Laufzeit, also im Rennen, die volle Drehzahl und Leistung bereitzustellen. Und zwar sogar im siebten Gang, in dem auf einigen Strecken mehr als fünf Sekunden bei Höchstdrehzahl gefahren wird. Üblich war es bisher, den höchsten Gang um 500 bis 1000 Umdrehungen länger zu übersetzen, um diese Dauerbelastung zu reduzieren.

Das Entwicklungsprogramm gilt vor allem thermisch und mechanisch hoch belasteten Bauteilen. Wir haben sowohl bei der Auslegung mittels Computer-Simulation als auch in der hochpräzisen Fertigung spezielles Know-how entwickelt. Das kommt uns jetzt bei der Ein-Motoren-Regel zugute. Gleichzeitig wird es in der Entwicklung von Serienmotoren umgesetzt. Das F1-Projekt hat sich bei BMW einmal mehr als fruchtbares High-Tech-Labor bewährt.

Auf der 880 Meter langen Start- und Ziel-Geraden des Circuit de Catalunya zahlt sich natürlich jedes PS aus. Ansonsten ist die Motorenbelastung dort mit einem mittleren Volllastanteil eher durchschnittlich. Das Gesamtbild zeigt: Das BMW WilliamsF1 Team hat einen großen Rückstand aufzuholen. Wir lassen in München nichts unversucht, um hierfür unseren größtmöglichen Beitrag zu leisten.

Zahlen und Fakten
  • Die Stadt Barcelona (rund 1,8 Millionen Einwohner) mit ihrem Mittelmeerhafen liegt im Nordosten Spaniens. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Kataloniens, verfügt über mehrere Universitäten und Hochschulen sowie zahlreiche Museen und Kulturdenkmäler. Zu den berühmtesten Söhnen der Stadt zählt der Jugendstil-Architekt Antoni Gaudí (1852-1924), der unter anderem das bis heute unvollendete Kirchenbauwerk Sagrada Familia hinterließ.
  • Seit der offiziellen Zeitrechnung der Formel 1 (ab 1951) wurden 33 Große Preise von Spanien ausgetragen. Die ersten beiden GP Spanien fanden in Pedralbes statt. Spätere Austragungsorte waren Jarama (9), Montjuich (4) und Jerez (5). Seit 1991 startet die Formel 1 alljährlich auf dem Circuit de Catalunya im Norden der Stadt Barcelona, 2004 wird der GP Spanien dort zum 14. Mal ausgetragen.
  • Das erste Rennen auf dem Circuit de Catalunya gewann am 29. September 1991 auf nasser Strecke Nigel Mansell (GBR) im WilliamsF1-Renault.
  • Für WilliamsF1 stehen insgesamt sechs Siege bei spanischen GP zu Buche. Den ersten erzielte Mansell 1987 in Jerez, den bis dato letzten Jacques Villeneuve (CDN) zehn Jahre später auf dem Circuit de Catalunya.
  • 2003 brachte der GP Spanien für das BMW WilliamsF1 Team nach einem schwierigen Qualifying (Startplatz sieben für Schumacher, Platz neun für Montoya) einen versöhnlichen Ausgang. Der Kolumbianer konnte sich im Rennen auf Rang vier verbessern. Sein Teamkollege kam als Fünfter ins Ziel.
  • Sieger des letztjährigen GP Spanien wurde Michael Schumacher im Ferrari vor dem gefeierten Lokalmatador Fernando Alonso im Renault.
  • Michael Schumacher erzielte 2003 die Poleposition in 1.17,762 Minuten. Sein Teamkollege Rubens Barrichello hält seit dem Vorjahr den Rundenrekord mit 1.20,143 Minuten.
  • Seit dem Vorjahr wurde die Strecke umgebaut. Die Kurve 8, eine Linkskurve am Ende der Gegengeraden, wurde vorverlegt. Dadurch entstand eine größere Auslaufzone, außerdem verspricht man sich von der engeren Gestaltung dieser Kurve und dem folglich früheren Bremspunkt eine zusätzliche Überholmöglichkeit. Die Streckenlänge reduzierte sich durch diese Baumaßnahme von 4,730 Kilometer auf 4,627 Kilometer.
  • Der Große Preis von Spanien 2004 wird am Sonntag, dem 9. Mai, um 14 Uhr gestartet. Das Rennen wird über 66 Runden ausgetragen. Die Renndistanz beträgt 305,256 Kilometer.
Mit 27 Punkten teilt sich das BMW WilliamsF1 Team nach vier von 18 Grands Prix Platz drei in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure mit Lucky Strike BAR Honda.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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Alt 10.05.2004, 18:40     #19
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GP Spanien - Freies Training

Wetter: unbeständig, zeitweise sonnig, wenige Regentropfen;
16-18°C Luft, 28-40°C Asphalt, 55-61% Luftfeuchtigkeit

Reibungsloser Auftakt: Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams, Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher, verbrachten den ersten Trainingstag zum Großen Preis von Spanien mit intensiver Abstimmungsarbeit.

Ralf Schumacher:
Erstes Training: 6. (1.17,165 min)
Chassis: FW26 07 Zweites Training: 4. (1.16,433 min)
Vor dem Wochenende habe ich gesagt, dass wir nur dann Chancen haben, wenn wir das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausholen. Nach den ersten beiden Trainings sind wir auf einem guten Weg dazu. Wichtig war, dass wir sehr schnell die Reifenwahl für das Rennen treffen konnten. Trotzdem wartet noch einiges an Abstimmungsarbeit auf uns.

Juan Pablo Montoya:
Erstes Training: 11. (1.17,635 min)
Chassis: FW26 06 (T-Car FW26 05) Zweites Training: 12. (1.17,067 min)
Uns war schon im Vorfeld klar, dass es hier nicht leicht werden würde, die ideale Fahrzeugabstimmung zu finden. Und auch, wenn man in die Trainingszeiten vom Freitag nicht allzu viel hineininterpretieren sollte: Es liegt noch Arbeit vor uns. Die Witterungs- und folglich die Streckenbedingungen waren sehr schwankend, sowohl zwischen den beiden Trainings als auch während der zweiten Trainingsstunde. Das hat die Aufgabe nicht gerade leichter gemacht, aber wir haben unser Programm ohne technische Störung abspulen können. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Vorbereitungen für das Qualifying.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Der Freitag war für uns sehr produktiv. Am Vormittag haben wir mit Hinblick auf das Rennen zwei unterschiedliche Abstimmungen getestet. Außerdem ging es darum, die Wirkung neuer Aerodynamik-Komponenten zu bestätigen, die wir für diesen Grand Prix mitgebracht haben. Am Nachmittag sind wir dann mit den beiden Michelin-Reifenmischungen längere Distanzen gefahren. Dabei haben wir ausreichend Daten gesammelt, um eine sichere Reifenwahl treffen zu können. In Sachen Zuverlässigkeit hatten wir keinerlei Probleme.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Der Schwerpunkt lag wie üblich im Freitagstraining auf der Fahrzeugabstimmung und der Reifenwahl. Beide Fahrer haben ihr volles Programm absolviert und wurden nicht durch technische Probleme beeinträchtigt. Eine unbekannte Größe bleibt das Wetter.
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Alt 10.05.2004, 18:42     #20
Albert   Albert ist offline
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CE-
GP Spanien - Qualifying

Wetter: trocken, sonnig; max 21°C Luft, 41°C Asphalt, 44% Luftfeuchtigkeit

Zum ersten Mal in der Saison 2004 hat ein Pilot des BMW WilliamsF1 Teams den Sprung in die erste Startreihe geschafft. Juan Pablo Montoya startet von Platz zwei zum Großen Preis von Spanien. Ralf Schumacher qualifizierte sich für Startplatz sechs. Im ersten Einzelzeitfahren hatte Montoya die Ergebnisliste angeführt und sich so die beste Ausgangsposition für das entscheidende Qualifying gesichert. Ralf Schumacher war Viertschnellster im Prequalifying gewesen.

Juan Pablo Montoya:
2. (1.15,639 min)
Chassis: FW26 06
Ich freue mich riesig, dass ich aus der ersten Reihe starten kann. Es war mal wieder an der Zeit. Im Prequalifying hatte mein Auto eine ausgezeichnete Balance, im Qualifying selbst hatte ich dann mit Übersteuern zu kämpfen, was leider Zeit gekostet hat. Natürlich will man immer mehr, aber ich glaube, wir sind sehr gut auf das Rennen vorbereitet. Wir müssen abwarten, wie wir morgen mit unseren Reifen zurechtkommen. Auf der Strecke hier ist der Verschleiß recht hoch. Es wird ein langes und hoffentlich spannendes Rennen. Das Ergebnis heute ist für das gesamte Team und die Motivation jedes einzelnen sehr wichtig. Alle haben extrem hart gearbeitet. Übrigens: Glückwunsch an Takuma Sato. Es ist gut, ihn da vorne zu sehen.

Ralf Schumacher:
6. (1.16,293 min)
Chassis: FW26 07
Mit dem Qualifying kann ich natürlich nicht zufrieden sein. Ich habe offensichtlich nicht das Beste aus meinem Auto herausgeholt. Vor allem im Mittelsektor hat sich das Auto sehr nervös verhalten. Trotzdem: Von Startplatz sechs ist noch einiges möglich, denn ich denke, dass wir uns für eine ganz gute Strategie entschieden haben.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Juan hat im Qualifying ausgezeichnete Arbeit geleistet. Er hat gute Chancen, auch im Rennen angreifen zu können. Es ist schade, dass wir nicht beide Autos ganz vorn haben. Im freien Training am Vormittag haben wir Fortschritte erzielt. Wir haben eine gute Rennabstimmung entwickelt und sehen dem Grand Prix zuversichtlich entgegen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das ist ein sehr gutes Ergebnis für uns. Ich hatte eigentlich mit zwei Ferrari in der ersten Reihe gerechnet und auch einen BAR weiter vorne erwartet, aber Juan hat wirklich eine gute Runde hingelegt. Ralf hatte offensichtlich Handlingsprobleme, vor allem im zweiten Sektor, was ihn eine bessere Platzierung gekostet hat. Wir haben am Freitag gesehen, dass die Ferrari mit ihren Reifen sehr konstante Rundenzeiten fuhren. Ich gehe davon aus, dass Ferrari auch im Rennen einen Vorteil hat.
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