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Alt 18.04.2003, 21:36     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Jubiläum 3: 80 Jahre BMW Motorräder

Das erste BMW Motorrad – die R 32 als Überraschung.

Das Unternehmen BMW, das seine Wurzeln in der Produktion von Flugmotoren hat, gibt es noch keine zwei Jahre, als der Friedensvertrag von Versailles im Juni 1919 den Bau von Flugmotoren in Deutschland untersagt. An die Stelle der großen Sechszylinder mit 19 Litern Hubraum und 226 PS treten 1920 Einbaumotoren mit 500 cm³ Hubraum und 6,5 PS. Wegen ihrer zwei gegenüberliegend angeordneten Zylinder und den darin gegenläufig arbeitenden Kolben werden sie als Boxermotoren bezeichnet. Sie führen die Motorräder der Nürnberger Firma Victoria 1921 zu großen Erfolgen. Die Bayerischen Flugzeug Werke bauen in ihre „Helios“ ebenfalls den BMW Motor und dazu noch ein Getriebe vom selben Hersteller ein. BMW wird 1922 durch die Übernahme dieser Firma unweit des bisherigen Werksgeländes selbst zum Motorradhersteller.

Doch Victoria betreibt eigene Weiterentwicklungen und die Helios hat konstruktive Mängel. Also entschließen sich BMW Generaldirektor Franz-Josef Popp und seine Ingenieurskollegen zur „Flucht nach vorn“: Der gute Ruf von BMW als Motorenhersteller lässt sich mit einem eigenen modernen Motorrad am Besten untermauern.

Max Friz dreht den Boxermotor.

Max Friz, der Konstrukteur des ersten BMW Motorrads, hat sich bereits vor dem 1. Weltkrieg einen Ruf als hervorragender Techniker erworben. Beteiligt am sensationellen Grand Prix-Siegerwagen von 1914, dem Vierventil-ohc-Mercedes, wechselt Max Friz 1917 zu BMW und entwirft mit dem Flugmotor Typ IIIa das fortschrittlichste Aggregat seiner Zeit. Der kleine M 2 B 15, der vom Kollegen Martin Stolle entwickelte Motorradmotor, stellt da keine Herausforderung dar, aber die Vorgabe, um den Boxer herum ein ganz neues Motorrad entstehen zu lassen, entfacht schließlich doch den ganzen Ehrgeiz des erfolgsgewohnten Ingenieurs.

Im Gästezimmer seines Hauses gegenüber dem Werksgelände lässt er ein großflächiges Zeichenbrett und einen Ofen installieren. Noch im Dezember 1922 stellt er sein Konzept in Originalgröße fertig. Für den vorhandenen Motor sieht Max Friz den Einbau quer zur Fahrtrichtung vor. Damit liegt die Kurbelwelle längs. Das Getriebe mit ebenfalls längs angeordneten Wellen wird über eine Reibungskupplung direkt angetrieben, die beiden Gehäuse werden miteinander verschraubt. Die Antriebsverbindung zwischen Getriebe und Hinterrad stellt eine Kardanwelle her.

Boxermotoren gibt es bereits mehrere, ebenso den Quereinbau beim englischen ABC-Motorrad, den Kardanantrieb bei den FN-Motorrädern aus Belgien und der Pierce in USA. Max Friz fügt diese Einzelheiten jedoch als Erster zu der bestechend harmonischen Konstruktion der BMW R 32 zusammen.

Premiere in Berlin.

Auf der Deutschen Automobil-Ausstellung in den Messehallen am Kaiser_damm in Berlin präsentiert BMW neben seiner Motorenpalette am 28. September 1923 erstmals offiziell ein eigenes Motorrad. Die Münchener treffen auf die Konkurrenz von 132 Motorradherstellern im eigenen Land, ernten aber gleichzeitig großen Beifall für die absolut eigenständigen technischen Lösungen ebenso wie für das gelungene, zukunftsweisende Erscheinungsbild ihrer Neuvorstellung.

Die BMW R 32 geht noch vor Jahresende in die Serienfertigung und die ersten Motorräder gelangen nach dem Ende der inflationären Geldentwertung in Deutschland für 2 200 Mark in Kundenhand. Obwohl sie damit eines der teuersten Motorräder auf dem Markt ist, verkauft sie sich sehr gut.

Neuer Qualitätsmaßstab.

Nicht nur die glattflächige Motor-Getriebe-Einheit des BMW Motorrads unterscheidet es von den Konkurrenten sondern auch die Rahmenbauweise mit zwei parallel verlaufenden geschlossenen Stahlrohr-Schleifen. Die tiefe Einbauposition des flachen Boxermotors verbessert die Schwerpunktlage und damit die Fahreigenschaften ganz erheblich. Die Vorderradgabel gestattet zwar nur geringe Federwege, die Verwendung der Blattfedern bringt jedoch eine gewisse Eigendämpfungswirkung mit sich.

Die tiefschwarze Einbrenn-Lackierung und die aufwendigen weißen Zierlinien setzen Maßstäbe in der Verarbeitungsqualität. Aber noch wichtiger ist dies bei den technischen Komponenten. Die ersten BMW Fahrer können mit Stolz darauf verweisen, dass ihnen die Erfahrungen des Flugmotorenherstellers bestens zugute kommen. Das betrifft die Materialauswahl – beispielsweise die erstmalige Verwendung von Leichtmetall als Kolben-Werkstoff – und eine Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit wie sie im Motorradbau noch kaum anzutreffen ist.

Es gibt keinen anfälligen Kettenantrieb zwischen Motor und Getriebe, keine Kette oder einen Riemen zum Hinterrad, die Ventilschäfte und Federn sind oben auf den Zylindern staub- und öldicht gekapselt. Zusammen mit dem geschlossenen Schmierungskreislauf hat das sowohl ein sauber bleibendes Motorrad als auch eine erheblich vereinfachte Wartung zur Folge.

Erfolg im Motorsport.

Die beste Werbung für ein neues Motorrad und besonders für eine neue Marke stellen in dieser Zeit Sporterfolge dar. Das weiß auch der junge Diplom-Ingenieur Rudolf Schleicher, der nach dem Abschluß der konstruktiven Detailausarbeitung für die R 32 wieder an seine vor kurzem begonnene Rennfahrerkarriere denkt. Beim Bergrennen auf die Mittenwalder Steig erzielt er am 2. Februar 1924 Tagesbestzeit mit seiner BMW und schreibt sich als erster Sieger in die Motorsportgeschichte der Bayerischen Motoren Werke ein.

Mit einem von Rudolf Schleicher konstruierten Zylinderkopf aus Leichtmetall_guss, mit hängend (ohv) angeordneten und unter einer Abdeckhaube gekapselten Ventilen gehen am 18. Mai 1924 drei BMW Werksfahrer an der Stuttgarter Solitude an den Start und gewinnen in drei Klassen. Weitere Siege bei den bedeutendsten Rennen in ganz Deutschland sowie der erste Meistertitel durch Franz Bieber etablieren BMW bereits im ersten Rennjahr als führendes Fabrikat. Werks- und Privatfahrer auf den Motorrädern aus München dominieren in den folgenden Jahren den deutschen Motorradsport.

Bei der Internationalen Sechstagefahrt 1926 in England sorgen die ungewöhn_lichen Boxer mit Kardanantrieb und keinem einzigen Ölspritzer trotz hartem Einsatz für Aufsehen im Mutterland des Motorradsports. Die Siege von Paul Köppen und Ernst Henne bei der Targa Florio in Sizilien lassen auch in Italien aufhorchen.

Weiterentwicklung und Innovation.

In schneller Folge wartet BMW mit Neuerungen auf, die immer weiter steigende Nachfrage bestätigt diese Vorgehensweise. Zu den weiterhin seitengesteuerten Tourenmodellen kommen jeweils leistungsstarke aber teure und exklusive Sportmaschinen mit ohv-Motoren ins Programm. Trotz Wirtschaftskrise kann BMW 1931 mit der R 2 erfolgreich in der 200 cm³-Einstiegsklasse Fuß fassen. Auch das Einzylindermodell wartet mit Kardanantrieb und gewohnten Details der großen BMW auf.

Stabile Pressstahl-Fahrgestelle lösen die Rohrrahmen ab. Zwischen den jetzt mit 750 cm³ Hubraum ausgestatteten Boxern und dem kleinen Einzylinder wird nun auch die Mittelklasse mit einem Einzylinder mit 400 cm³ bedient. Jahr für Jahr gibt es Modellpflegemaßnahmen an allen Typen. 1935 präsentiert BMW bei R 12 und R 17 die erste Teleskop-Vorderradgabel mit hydraulischer Dämpfung als weiteren Meilenstein im Motorradbau.

Im Jahr darauf nimmt mit der R 5 eine völlig neue Modellgeneration ihren Anfang. Konisch gezogene Stahlrohre mit elliptischem Querschnitt sind per Schutzgasschweißung verbunden. Die Telegabel hat verstellbare Dämpfer. Der neue 500 cm³-Motor weist zwei Nockenwellen und ein einteiliges Tunnel-Motorgehäuse auf. In den Fahrleistungen kann diese neue BMW mit den schnellsten englischen Konkurrenten mithalten, in Sachen Fahrkomfort ist sie deutlich überlegen. Eine nochmalige Steigerung erfolgt 1938 durch die R 51 mit Geradweg-Hinterradfederung.

Deutsche Schule im Motorradbau.

Während neue Rohrrahmenmodelle eine Modernisierung des BMW Programms vollziehen, bestehen die Dienststellen bei Polizei, Post und Militär auf die Pressstahlmodelle. Die R 12 Boxer und R 35 Einzylinderwerden weiterhin in großen Stückzahlen bestellt. Nicht nur diese besondere Rahmenbauart sondern auch die Boxermotoren dienen als Vorbild für einige Konkurrenten wie beispielsweise Zündapp in Nürnberg oder Gnome Rhône in Frankreich.

BMW Motorräder gelten bald als herausragende Vertreter der so genannten „Deutschen Schule“ im Motorradbau und finden im Ausland immer mehr Zuspruch. Gefragt sind die bereits sprichwörtliche Qualität und Zuverlässigkeit, aber auch fortschrittliche und charakteristisch eigenständige technische Lösungen. Telegabel und Hinterradfederung, geschlossene Leichtmetall-Zylinderköpfe und verwindungssteife, große Bremsankerplatten aus dem selben Gussmaterial, glattflächige Motorblöcke, breite Schutzbleche und Fahrerkomfort gewinnen damit auch für andere Motorradhersteller an Bedeutung.

Weltrekorde und Meisterschaften.

Die Idee stammt von Ernst Henne, und er sitzt auch im Sattel, als es um den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord für Motorräder geht. Er beginnt 1929 mit 216,75 km/h und fährt in der Folgezeit 76 Weltbestleistungen bis zu seinen phänomenalen 279,5 km/h am 28. November 1937. Dieser Rekord hat 14 Jahre lang Bestand. Die Rekordfahrten verschaffen BMW endgültig Weltgeltung als Motorradhersteller.

Zunächst verhilft die Leistungssteigerung mit Kompressor-Aufladung den ohv-Rennmotoren auf Serienbasis zu Renn- und Rekorderfolgen. Ebenfalls mit Kompressor aber an den von Rudolf Schleicher konstruierten, aufwendigen Rennmotoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinder (angetrieben von Königswellen) montiert, können BMW Rennmotorräder ab 1935 den führenden englischen und italienischen Konkurrenten Paroli bieten.

Den ersten Grand Prix-Siegen 1936/37 folgt 1938 schließlich der Europa_meister-Titel, der einer heutigen Weltmeisterschaft gleichkommt. Mit dem neuen Mitglied im BMW Team, dem bisherigen Geländefahrer Schorsch Meier, wird die Kompressor-BMW nahezu unschlagbar. Er vermag die hohe Motorleistung und das geringe Fahrzeuggewicht am Besten auszuspielen und sorgt 1939 mit seinem Sieg bei der Senior-TT für den größten Rennerfolg für BMW. Die Tourist Trophy auf der Isle of Man gilt als die größte Herausforderung im Motorradsport.

BMW Werksfahrer gewinnen in den Jahren 1933 bis 1935 auch noch dreimal mit der Internationalen Sechstagefahrt die bedeutendste Zuverlässigkeits- und Geländeprüfung. Voller Staunen über diese Erfolgsbilanz sprechen einige Fachleute vom „Besten Motorrad der Welt“ und meinen damit die Boxer BMW.

Geländemotorrad mit drei Rädern.

Als Großabnehmer für Motorräder sind die Militärdienststellen in den Dreißiger Jahren für BMW wichtige Kunden. Einzylinder vom Typ R 4 und R 35 werden als Ausbildungs- und Kurierfahrzeuge genutzt, die R 11 und R 12 als Gespannmaschinen mit Seitenwagen, zur schnellen Beförderung von Soldaten oder für eilige Lieferungen. Eine neue Aufgabenstellung entsteht in der Kriegsvorbereitung der Deutschen Wehrmacht, geländegängige Motorradgespanne könnten die Kavallerie ersetzen, statt Reitern sollen Kradschützen angreifen. Das Oberkommando des Heeres gibt dazu eigene Konstruktionsrichtlinien vor. Ein angetriebenes Seitenwagenrad sowie Geländeuntersetzungen und ein Rückwärtsgang im Getriebe werden gefordert.

Bei BMW entsteht mit der R 75 eine komplette Neukonstruktion mit 750 cm³-ohv-Motor, Rahmen in Mischbauweise mit Zentralprofil und angeschraubten Rohrverbindungen, Telegabel mit doppelwirkender hydraulischer Stoßdämpfung und der geforderten Antriebstechnik. Zum Seitenwagenantrieb mit einer Querwelle kommt noch ein Sperrdifferential hinzu. Das 420 kg schwere Gespann kann, wie gefordert, eine Last von über acht Zentnern bewältigen. In der Geländegängigkeit setzen die Fahrzeuge mit angetriebenem Seitenwagenrad völlig neue Maßstäbe, sie zeigen sich einem Automobil mit Allradantrieb deutlich überlegen. BMW baut 1941–1944 über 18 000 Exemplare des „Wehrmachtgespanns“ R 75, die Produktion läuft ab Oktober 1942 im BMW Automobilwerk Eisenach.

Neubeginn mit einem Zylinder.

Motorradteile und Produktionseinrichtungen befinden sich im 1928 von BMW übernommenen Automobilwerk Eisenach, 1947 unerreichbar im sowjetisch verwalteten Sektor des geteilten Deutschland gelegen. Dort läuft die Fertigung an, während in München alles demontiert ist, und auch die Konstruktionsunterlagen beschlagnahmt sind. Von BMW Händlern stammen die Einzelteile, die Alfred Böning als Muster zur Entwicklung eines neuen Motorrads dienen. Das 250 cm³-Einzylindermodell R 24 geht vor Jahresende 1948 in Produktion.

In den nächsten sechs Jahren verzeichnen die deutschen Motorradhersteller nie gekannte Verkaufsrekorde. BMW hat ab 1950 auch wieder Zweizylinder-Boxer im Programm, doch die Einzylinder bringen die höchsten Stückzahlen. Von der R 25/3 werden in vier Jahren 47 700 Exemplare produziert.

Das Markenimage wird erneut durch Sporterfolge unterstrichen, Hunderttausende sehen Schorsch Meier und Walter Zeller auf den BMW Rennmaschinen siegen. Einen Siegeszug ohnegleichen legen die BMW Rennboxer vom Typ RS mit Königswellen und zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinder in der Seitenwagenklasse hin. Von 1954 bis 1974 gewinnen sie 19 Weltmeisterschaften, allein sechsmal heißt der Sieger Klaus Enders.

ochgeachtete Eigenwilligkeit.

Mit der R 51/3 kommt 1951 eine neue Generation Boxermotoren auf den Markt. Es wird dabei noch mehr auf Zuverlässigkeit und erheblich verbesserte Laufruhe Wert gelegt. Die R 68 erscheint 1952 als erster sogenannter „100 Meilen-Renner“ von BMW, sie ist mit 160 km/h Spitzengeschwindigkeit eine rassige Sportmaschine für die Straße.

Ein neu entwickeltes Fahrwerk sorgt 1955 für Aufsehen. Die „Vollschwingen“-BMW setzt mit Spurtreue und Federungskomfort ihrer Schwingen-Radaufhängungen für Vorder- und Hinterrad völlig neue Maßstäbe im Motorrad_bau. Die ganze Modellpalette vom Einzylinder R 26 über die Touren-Boxer R 50 und R 60 bis zum leistungsstarken Sport-Tourer R 69 wird in dieser Ausführung angeboten. BMW Motorräder werden weltweit zum Inbegriff höchster technischer Verfeinerung im Hinblick auf Qualität und Fahreigen_schaften. Langlebig, wartungsarm, zuverlässig und standfest auch bei hartem Einsatz über lange Zeit hinweg – das ist charakteristisch für die Motorräder aus München, im Solo- wie im Gespannbetrieb mit Seitenwagen.

Der Motorradboom in Deutschland ist mit Beginn der Sechziger Jahre vorbei. Behördenaufträge und die Auslandsnachfrage rechtfertigen eine um zwei Drittel verringerte Produktion bei BMW noch für einige Jahre. Gleichzeitig gewinnt in München die Automobilproduktion erheblich an Bedeutung. BMW Direktor Helmut Werner Bönsch hält trotzdem fest zum Motorrad, er sagt: „Motorradbau braucht Leidenschaft, er ist ein Kunsthandwerk für Ingenieure, die in ihrem Herzen jung geblieben sind.“

Moderne Motorräder für den Welterfolg.

In Europa hat das Motorrad als Verkehrsmittel ausgedient, in den USA beginnt es Mitte der Sechziger Jahre, ein gefragtes Freizeit- und Sportinstrument zu werden. Auf diesem lukrativen Markt werden die Trends in Technik und Design gesetzt. Zur großen Überraschung von Konkurrenz und Publikum präsentiert BMW im Herbst 1969 eine komplett neu entwickelte Motorradpalette,

deren Entwicklung bereits auf dem Tiefpunkt des Motorradabsatzes begonnen wurde. Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können, neue hubraumstarke Modelle erscheinen bei allen Herstellern in England, Italien und Japan. Die neuen Motorräder stoßen auch in Europa wieder auf zunehmendes Interesse.

Es bleibt beim Zweizylinder-Boxermotor, doch dieser ist vollkommen neu konstruiert. Zu den 500 und 600 cm³-Versionen kommt nun als Topmodell R 75/5 auch ein Motorrad für die im Blickpunkt stehende 750er-Klasse auf den Markt. Neu sind aber nicht nur die Motoren – bei der R 75/5 erstmals mit Gleichdruckvergasern und elektrischem Anlasser – und die leichteren, modernen Fahrgestelle mit entsprechenden Handling-Vorteilen. Die neuen BMW Motorräder kommen jetzt nicht mehr aus München, ab September 1969 werden sie in Berlin-Spandau in einem früheren BMW Flugmotoren_werk gebaut. Die stark expandierende Automobilproduktion hat diesen Umzug sinnvoll erscheinen lassen. Entworfen, konstruiert und entwickelt werden die Motorräder auch weiterhin in München.

Weiterentwicklungen auf bewährter Basis.

Die Nachfrage steigt, in Berlin rollen über 20 000 Motorräder im Jahr aus den Werkstoren. 1973 wird der 50. Geburtstag des BMW Motorrads mit der Fertigstellung des 500 000. Exemplars gefeiert. Die R 90 S wartet noch im selben Jahr mit mehr Hubraum und einem deutlichen Leistungszuwachs auf. Der sportliche Charakter der Neuerscheinung wird durch die erste Cockpitverkleidung an einem Serienmotorrad unterstrichen. Reg Pridmore gewinnt 1976 auf einer modifizierten R 90 S die US-Superbikemeisterschaft.

Eine erneute Hubraumvergrößerung und die erstmalig im Serienmotorradbau komplett als integraler Bestandteil des Motorrades entwickelte und im Windkanal getestete Vollverkleidung zeichnen 1976 den Sport-Tourer R 100 RS aus. Ein Motorrad, das neue Maßstäbe für Langstrecken-Komfort und realistisch einsetzbare Fahrleistungen setzt. Mit R 45 und R 65 folgt 1978 auch eine Programmerweiterung mit kleineren Boxer-Modellen. Es gibt jetzt acht verschiedene BMW Modelle mit 473, 599, 649, 797 und 980 cm³ Hubraum.

Erfolge in der Wüste.

Den erfolgreichen Einsätzen des BMW Werks-Teams im Geländesport folgt 1980 das Serienmodell R 80 G/S. Das zu dieser Zeit hubraumstärkste Enduro-Motorrad ist gleichermaßen gut für die Straße wie für Abstecher ins Gelände geeignet. BMW legt damit die Basis für ein gänzlich neues Marktsegment, das der großvolumigen Reiseenduros. Eine aufsehenerregende Neuerung ist die Einarmschwinge, BMW Monolever genannt, als Hinterradaufhängung. Bei der Langstrecken-Rallye von Paris nach Dakar im westafrikanischen Senegal sind BMW Geländemaschinen von Anfang an dabei. Im dritten Anlauf 1981 setzt sich der Boxer mit der sicheren Fahrtwindkühlung, dem tiefliegenden Schwerpunkt und seiner Wartungs_freundlichkeit mit dem Kardanantrieb endgültig durch. Der französische Wüstenspezialist Hubert Auriol gewinnt die Motorradwertung und kann seinen Erfolg 1983 wiederholen. Die weiterhin auf Serienmodellen basierenden 1000 cm³-Zweizylinder siegen auch 1984 und 1985, der ehemalige Moto Cross-Weltmeister Gaston Rahier aus Belgien fährt der Konkurrenz auf und davon.

Die R 80 G/S und die nachfolgende R 100 GS werden zu Erfolgsschlagern im BMW Programm. Insbesondere die Fernreisenden unter den Motorradfahrern bevorzugen weltweit die BMW Enduros, und das nicht nur bei Wüstenfahrten. Als neues Markenzeichen findet sich die Einarmschwinge bald auch bei den anderen BMW Motorrädern.

Eine ganz andere und doch typische BMW.

Vier Zylinder und Flüssigkeitskühlung sind 1983 für moderne Hochleistungs-Motorradmotoren Stand der Technik. Dem BMW Ingenieur Josef Fritzenwenger gelingt es jedoch – genau wie seinem Kollegen Max Friz 60 Jahre zuvor – damit ein individuelles technisches Konzept zu erstellen. Unter der Bezeichnung BMW Compact Drive System wird der Längseinbau der Kurbelwelle, der direkte Kraftschluß mit dem Getriebe, nunmehr über eine gegenläufige Zwischenwelle, und der Kardanantrieb zum Hinterrad beibehalten. Der 987 cm³-Reihen-Vierzylindermotor wird längs liegend eingebaut, die Kurbelwelle ist in Fahrtrichtung gesehen rechts angeordnet, der Zylinderkopf mit den zwei obenliegenden Nockenwellen links.

Die BMW K 100 geht mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung und 90 PS an den Start, die komplette Antriebseinheit hängt in einem leichtgewichtigen Gitterrohr-Brückenrahmen. Zum Basismodell kommen der Sporttourer K 100 RS mit einer neuartigen, sehr effektiven Verkleidungsform und die Tourenvariante K 100 RT mit ausladenderem Verkleidungsoberteil dazu.

Zwei Jahre nach der Premiere der K-Modellreihe ergänzt eine 740 cm³-Dreizylinder-Variante die Reihenmotor-Palette. Auch die K 75 wird in verschiedenen Ausführungen mit einem eigenen Verkleidungsprogramm angeboten.

Sicherheit für den Fahrer und Umweltfragen.

Als einziger Motorradhersteller kümmert sich BMW schon seit den Siebziger Jahren selbst um die Entwicklung von Fahrerausrüstungen einschließlich der Motorradhelme. Die Helme mit aufklappbarem Vorderteil setzen neue Maßstäbe in der Motorradwelt und werden auch gern von Fahrern anderer Motorradmarken gekauft.

Sicheres Fahrverhalten durch gute Fahrwerke und Bremsen ist von je her ein Vorzug an BMW Motorrädern. Ein ganz besonderer Meilenstein wird 1988 mit der Einführung des ersten Anti-Blockier-Bremssystems im Motorradbau präsentiert. Nach intensiver Versuchsarbeit ist es nun möglich, das Blockieren der Räder und die daraus resultierenden Stürze zu verhindern. Der entscheidende Sicherheitsvorteil wird von den Käufern erkannt und findet großen Anklang.

Ebenso ergeht es den unterschiedlichen Angeboten zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes an den BMW Motorrädern. Ab 1991 erfolgt die Einführung dieser Technologien im gesamten Modellprogramm. Bei den Boxern gibt es das Abgasnachverbrennungssystem SLS (Sekundärluft_system), K 75 und K 100 warten mit ungeregelten Katalysatoren auf. Die K 1 als Topmodell mit aerodynamisch gestalteter Karosserie einschließlich Vorderrad- und Heckverkleidung bekommt serienmäßig als erstes Motorrad der Welt einen geregelten Dreiwege-Katalysator. Ihr Vierventil-Vierzylindermotor mit dem digital gesteuerten elektronischen Motormanagement bietet die geeigneten Voraussetzungen.

1000 000 BMW Motorräder.

Im ersten vollen Produktionsjahr 1924 entstehen gut 1500 BMW Motorräder, 1935 sind es 10 005 und 1939 mehr als doppelt so viele. Die Rekordzahl von 1954 mit 29 699 wird erst 1977 übertroffen, danach gibt es für einige Jahre wieder Schwankungen in den Produktionszahlen.

Ein Werkserweiterung mit Neubauten für die Fertigung der K-Modellreihe erweitert die Kapazitäten in Berlin, BMW ist damit für die rasant ansteigende Nachfrage in den Neunziger Jahren gerüstet. Am 18. März 1991 rollt eine K 75 RT als einmillionstes BMW Motorrad vom Fertigungsband. Knapp zehn Jahre danach ist bereits die erste Million allein aus Berliner Produktion erreicht. Die 2-Ventil-Boxer von 1969–1996 stellen dabei mit 512 644 Stück noch den größten Anteil, aber die Vierventiler holen immer schneller auf...

Die neue Boxergeneration.

Das Grundprinzip des Boxers bleibt unverändert: Zylinder rechts und links in den Fahrtwind ragend, Getriebe angeblockt, Kardanantrieb zum Hinterrad. Doch sonst ist alles neu an der 1993 vorgestellten BMW R 1100 RS. In den Zylinderköpfen arbeiten je vier Ventile, betätigt über kurze Stößel von den halbhoch unterhalb angeordneten Nockenwellen. Die digitale Motorelektronik sorgt für 90 PS aus 1085 cm³ und zusammen mit dem geregelten Katalysator für umweltfreundliche Abgaswerte.

Die Antriebseinheit bildet ein tragendes Element, es gibt keinen Rahmen im herkömmlichen Sinn mehr. Das Vorderrad wird vom Telelever geführt, einer neuartigen Kombination aus Dreieckslenker-Schwinge und Teleskopgabel, die sich am Motorblock abstützt und Vorteile bei Fahrkomfort und Fahrsicherheit bietet.

Dies vor allem auch mit der weiterentwickelten Bremsanlage, wahlweise mit dem BMW ABS II ausgestattet. Das Hinterrad ist in der von K 1 und R 100 GS her bekannten Doppelgelenk-Einarmschwinge Paralever montiert, deren Federbein sich gegen einen Hilfsrahmen am Fahrzeugheck abstützt. Das Karosserie-Design des neuen BMW Sporttourers ist Bestandteil des technischen Gesamtkonzepts und betont den Boxermotor. Das Bekenntnis zum traditionellen und nach wie vor einzigartigen BMW Motorradkonzept findet auf der ganzen Welt Beifall. Das schlägt sich in zahlreichen Auszeichnungen für das neue Modell ebenso nieder wie in den schnell ansteigenden Verkaufszahlen.

Eine neue Einzylinder BMW.

Von 1925 bis 1966 baut BMW Einzylinder-Motorräder. Die „halbierten Boxer“ weisen das selbe Antriebskonzept mit längs laufender Kurbelwelle, direkt angeschlossenem Getriebe und Kardanwelle zum Hinterrad auf, aber eben nur einen auf dem Motorgehäuse stehend angeordneten Zylinder. Als Einsteigermodelle erfreuen sie sich großer Beliebtheit vor allem auf dem deutschen Markt. Daran erinnert man sich in München im Zuge der Programmerweiterungen für die Neunziger Jahre. Unkonventionell ist diesmal jedoch weniger die Technik sondern viel mehr die Vorgehensweise bei Entwicklung und Produktion. Unter BMW Vorgaben entsteht in einer europäischen Kooperation mit dem italienischen Motorradhersteller Aprilia und dem österreichischen Motorenlieferanten Bombardier-Rotax die Funduro BMW F 650.

Das 1993 eingeführte neue Einzylindermodell stellt ein attraktives Angebot dar, das BMW schnell neue Käuferschichten erschließt, darunter auch viele weiblichen Geschlechts. Die F 650 trägt das weißblaue Markenemblem und erfüllt die damit verbundenen Qualitätsansprüche. Der Verkaufserfolg unterstreicht das nachdrücklich.

Boxer Erfolge.

In schneller Folge erweitert BMW das Modellprogramm der neuen R-Baureihe. Im September 1993 sorgt die R 1100 GS bei der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main für großes Aufsehen. Auch bei der Enduro präsentiert BMW die Telelever-Vorderradaufhängung. Der große 25 l-Tank und die bequeme, zweiteilige Sitzbank laden zu großen Reise-Abenteuern ein. Und das natürlich auch wieder auf abgelegenen Pfaden. Eine Trainingsmöglichkeit hierfür steht BMW Fahrern ab 1994 im BMW Enduro Park Hechlingen zur Verfügung, wo erfahrene Instruktoren Off-Road-Sicherheitstipps vermitteln.

Im Herbst 1994 kommt die unverkleidete Roadster-Version R 1100 R dazu, ergänzt durch die im Hubraum verkleinerte Variante R 850 R der neuen Boxergeneration. Ein Jahr später folgt mit der R 1100 RT der Tourer mit völlig neu entwickelter Vollverkleidung. Die Boxer kommen immer besser in Fahrt, R 1100 GS und R 1100 RT liefern sich ein Kopf an Kopf Rennen mit immer neuen Verkaufsrekorden. Ab Frühjahr 1995 wird im BMW Motorradwerk Berlin eine zweite Fertigungsschicht gefahren, die Tagesproduktion steigt auf 230 Motorräder. Das Jahr schließt mit erstmals über 50 000 verkauften Motorrädern.

Da kann die alte Zweiventil-Boxer-Generation ein Jahr später beruhigt in die Pension entlassen werden. Am 19. Dezember 1996 wird die letzte R 80 GS Basic gebaut. Im darauffolgenden Sommer geht mit einer R 850 R für eine italienische Kundin bereits der 100 000. neue Boxer auf Reisen.

Neue Aufgaben für die Vierzylinder.

Im Sommer 1996 verabschiedet sich BMW vom Dreizylinder, in elf Jahren bringt es die K 75 auf 68 011 Exemplare. Noch im gleichen Jahr wird mit der K 1200 RS ein neues Vierzylindermodell vorgestellt. Der nunmehr auf 1171 cm³ Hubraum vergrößerte Motor wartet mit 130 PS auf. Aber nicht nur die Leistung des stärksten BMW Motorrads überzeugt, sondern auch das Fahrwerkskonzept, das dem neuen Sport-Tourer entsprechende Fahrleistungen ermöglicht. Der Antriebsblock hängt schwingungsentkoppelt in einem Brückenrahmen aus Leichtmetallguss, für die Vorderradführung bekommt nun auch das erste K-Modell den einzigartigen BMW Telelever. Das neue Topmodell von BMW setzt damit Maßstäbe in der Kategorie der Sporttourer.

Cruiser, Sportler, Luxus-Tourer.

Bis 1997 gilt ein großvolumiger V-Zweizylindermotor als Grundvoraussetzung für einen echten Cruiser, dann aber präsentiert BMW auf den Highways des US-Bundesstaates Arizona eine völlig eigenständige Interpretation rund um den markentypischen Boxer. Die R 1200 C vereint die gewohnt fortschrittliche Technik der BMW Motorräder mit digitaler Motorelektronik, Telelever, hoch effektiver Bremsanlage, wahlweise mit ABS, und einer neuen Formensprache im Design mit dem typischen Cruiser-Fahrverhalten des ruhigen Dahingleitens dank einer besonders auf Drehmomentstärke ausgelegten Motorcharakteristik und einer entspannten Sitzposition.

Das Gegenstück ist die sportliche gebückte Fahrerhaltung, die Fußrasten nicht weit vorn, sondern weit hinten und oben montiert, sowie ein leistungsstarker, schnell reagierender Motor in einem agilen Fahrwerk. Das bietet ab 1998 der sportlichste Boxer R 1100 S. Eine Leistungssteigerung auf 98 PS und erstmals ein Sechsganggetriebe sorgen für entsprechende Fahrleistungen. Das konsequent sportlich ausgelegte Erscheinungsbild mit den charakteristischen unter dem Sitzbankheck montierten Auspufftöpfen kommt ebenso gut bei den BMW Kunden an.

Auf der Intermot in München stellt BMW im September 1998 die K 1200 LT vor. Der neue Luxus-Tourer ist in nie gekannter Konsequenz für das möglichst sichere und komfortable Reisen per Motorrad entwickelt, wobei dem Wohlbefinden des Beifahrers oder der Beifahrerin ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Angetrieben von einem auf besonders viel Drehmoment im unteren Drehzahlbereich ausgelegten Vierzylinder ist die K 1200 LT mit ihrem Leichtmetallrahmen und Telelever trotz des ausstattungs_bedingt hohen Gewichts keinesfalls schwerfällig. Der Luxus-Tourer überrascht mit seinen erstaunlichen Handling-Eigenschaften. Optimaler Wind- und Wetterschutz durch eine im Windkanal optimierte Verkleidung, großer Stauraum in Koffern und Topcase und gute Manövrierfähigkeit durch einen Rückwärtsgang gibt es serienmäßig. Musikanlage, Geschwindigkeits_regelung Tempomat und Sitzheizung stellen nur einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Ausstattungsangebot dar.

Überraschungen bei Paris–Dakar.

Eine Funduro ist keine Geländemaschine, das scheint sich 1998 beim Probegalopp im Wüstensand zu bestätigen. Trotzdem stehen wieder vier BMW Werksfahrer 1999 bei der Paris–Dakar-Rallye, diesmal allerdings in Granada, am Start. Nach 18 Tagen und 9022 km heißt der Sieger Richard Sainct – der Franzose stammt sinnigerweise aus St. Affrique – auf der 75 PS starken Rallye-Version der BMW F 650. Im Jahr 2000 wird von Dakar nach Kairo in Ägypten gefahren. BMW tritt mit vier weiter verbesserten F 650 RR an, überrascht aber zusätzlich mit zwei R 900 RR, der neu entwickelten Rallye-Ausführung des Vierventil-Boxers. Diesen bringt Jimmy Lewis beim Debüt auf Platz Drei, eingerahmt von den F 650 RR-Piloten mit einem Vierfach-Sieg für BMW. Richard Sainct wiederholt seinen Erfolg aus dem Vorjahr, Oscar Gallardo wird Zweiter und Jean Brucy Vierter. Dieser Doppelsieg für den Einzylinder begleitet die zwei Monate später stattfindende Markteinführung der neuen F 650 GS, die unter Beibehaltung der hervorragenden Straßentauglichkeit mit erheblich verbesserten offroad-Eigenschaften gegenüber dem Vorgänger_modell aufwartet. Trotz dieser glorreichen Siegesfeier im Schatten der Pyramiden gibt es 2001 keine Fortsetzung, Sturzpech der Fahrer verhindert den Erfolg der BMW R 900 RR. Andrea Mayer fährt jedoch noch einmal mit der F 650 RR und holt sich zum drittenmal in Folge den Damenpokal bei der Paris–Dakar.

Start ins neue Jahrtausend mit neuem Namen.

Das Jahr 2000 bringt nicht nur den Sieg bei Paris–Dakar und im Verlauf des Jahres neue Modelle und Innovationen. Es ändert sich auch die Bezeichnung für die mit jedem Jahr erfolgreicher agierende bisherige „Sparte Motorrad“. Dieser Geschäftsbereich der BMW Group heißt von nun an weltweit einheitlich BMW Motorrad und bietet neben Motorrädern und Fahrerausstattung ein zunehmendes Angebot von Dienstleistungen und Erlebnisprogrammen „rund um das Motorrad“ an.

BMW C1: ein neuartiges Fahrzeugkonzept.

Die Vorzüge eines motorisierten Zweirads – Wendigkeit, geringer Platzbedarf im Verkehr und beim Parken – verbunden mit Sicherheitselementen eines Automobils – berechnete Sicherheitszelle mit Deformationselementen und Schulterbügeln sowie zwei Sicherheitsgurte, das ist die völlig neuartige Basis des C1 Konzepts. Weit mehr als ein „Motorroller mit Dach“, ist der BMW C1 ein hoch entwickeltes Zweiradfahrzeug mit aufwendiger Technik, das das Fahren ohne Helm und Schutzbekleidung gestattet. Das beginnt beim leistungsstärksten Viertaktmotor der 125 cm³-Klasse mit Vierventiltechnik, elektronischem Motormanagement mit Benzineinspritzung und geregeltem Dreiwege-Katalysator, geht über die Telelever-Vorderradgabel und die ABS-Bremsanlage, das Sicherheitssystem von Rahmen und Karosserie bis hin zum umfangreichen Komfort- und Ausstattungsangebot. Im Frühjahr 2000 kommt der C1 auf den Markt und gehört sowohl als Stadtflitzer als auch als Einstiegsmodell für 16-jährige Führerschein-Neulinge bald zum alltäglichen Straßenbild.

Berlin auf vollen Touren.

BMW Motorräder sind gefragt wie nie zuvor, die Produktionskapazitäten müssen ständig erhöht werden. Zu den Boxern und dem Vierzylinder kommt nun auch noch die Einzylinder-BMW aus Berliner Fertigung. Die neue F 650 GS ist im Frühjahr 2000 auf dem Markt. Das Nachfolgemodell der 64 339 mal gebauten ersten BMW Funduro hat einen 50 PS starken Einzylindermotor mit Benzineinspritzung, in dieser Klasse eine Novität. Unter der Bezeichnung BMS-C handelt es sich dabei um die Eigenentwicklung BMW Motorsteuerung Compact. Eine Lambda-Sonde und ein G-Kat vervollständigen die Serienausstattung. Gegen Aufpreis ist nun auch für die F 650 GS ein ABS lieferbar. Die F 650 GS ist vom Erscheinungsbild jetzt klarer auch für Ausflüge abseits der Straßen geeignet, doch gibt es zusätzlich eine Sonderversion Paris-Dakar mit längeren Federwegen, Geländebereifung und dem Dekor der siegreichen Werksmaschinen.

Die F 650 GS wird in Berlin auf einem neuen zusätzlichen Montageband gebaut. Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit den Zulieferern ist diese neuerliche Kapazitätsausweitung im BMW Motorradwerk realisierbar. Die Tagesproduktion liegt 2001 bereits 440 Motorrädern, insgesamt werden 90 478 BMW Motorräder in diesem Jahr produziert.

Alle Modelle mit Katalysator und ABS.

Die BMW Boxer sind gefragt, die unterschiedlichen Modelle setzen in ihren Klassen stets neue Maßstäbe. Das läßt die BMW Entwickler aber nicht ruhen, über die ständigen Modellpflegemaßnahmen hinaus entstehen auch immer neue Varianten und Neuentwicklungen. Die R 1150 GS hat mit dem Hubraumzuwachs einen noch besseren Drehmomentverlauf, zusätzlich gibt es einen sechsten Gang im neuen Getriebe, dem eine drehzahlsenkende Overdrive-Funktion zufällt. Die Cruiser-Palette wird sowohl durch die Hubraumvariante R 850 C als auch durch die neuen Versionen R 1200 C Avantgarde und R 1200 C Independent ergänzt. In frischem Design erscheint 2001 die R 1150 R, das Naked-Bike, von BMW Motorrad Roadster genannt. Der Tourer wird ebenfalls zur R 1150 RT mit 1130 cm³-Motor und Sechsganggetriebe. Es folgt die gleiche Maßnahme bei der R 1150 RS. Parallel zur R 1150 GS wird die Version Adventure mit kompletter Fernreise_ausstattung angeboten. Allen BMW Motorrädern, und dem C1 gemeinsam sind Einspritzmotoren mit G-Kat serienmäßig und ABS-Bremsen, das gibt es bei keinem anderen Hersteller.

Bereits die dritte ABS-Generation führt BMW Motorrad 2001 ein. Das BMW Integral ABS hat zwei zusätzliche Funktionen zu bieten. Es besitzt einen völlig neuen elektrisch-hydraulischen Bremskraftverstärker und ein Integralbremssystem, bei dem der Handbremshebel oder auch der Fußbremshebel gleichzeitig auf Vorder- und Hinterradbremse wirkt und das mit adaptiver Bremskraftverteilung je nach Beladungszustand des Motorrads. Geringere Bremsbetätigungskräfte und noch kürzere Bremswege sind die Sicherheitsvorteile dieser Weltneuheit im Motorradbereich.

BMW Motorrad BoxerCup.

Gezündet wird die Idee einer Rennserie mit identischen BMW R 1100 S in Frankreich. Nach zwei Saisons in Frankreich und Belgien wird der BMW Motorrad BoxerCup 2001 international ausgeschrieben. Bei sieben Läufen im Rahmen von Rennwochenenden der Motorrad-Grands Prix oder der Langstrecken-WM treten 30 Fahrer aus ganz Europa auf seriennahen BMW R 1100 S um den Markenpokal an. Die spannenden Rennen bekommen durch bekannte Gaststarter noch zusätzliche Brisanz. Eigentlich als Botschafter des BoxerCup verpflichtet, greift Ex-Grand Prix-Star Randy Mamola auch selbst zum Lenker. Der Amerikaner ist stets Garant für spektakuläre Show-Einlagen. Den Gesamtsieg holt jedoch Stéphane Mertens aus Belgien.

Für die acht Läufe der Saison 2002 schreiben sich 32 Fahrer aus zehn Ländern ein. Die acht Läufe in ganz Europa sind durch enorme Abwechslung geprägt, nicht nur im Rennverlauf sondern auch beim Ergebnis. Es gibt stets neue Gesichter auf dem Siegerpodest, bis zum Endlauf hat noch eine ganze Reihe von Fahrern Chancen auf den Gesamtsieg. Doch dann geht die Siegprämie wieder an Stéphane Mertens, der sich über ein BMW Sportcoupé freuen kann.

Im dritten Jahr des internationalen Auftritts gibt der BMW Motorrad BoxerCup 2003 sein erstes Gastspiel in den USA, wo in Daytona am 9. März der erste von neun Läufen ausgetragen wird. Danach geht es nach Oulton Park/GB, Le Mans/F, Mugello/I, Barcelona/E, Assen/NL, Spa Francorchamps/B, am 26. Juli auf den Sachsenring und am 17. August zum Finale nach Brünn/CZ.

Ein Modellangebot wie nie zuvor.

Auf die Funduro F 650 GS läßt BMW 2002 mit der F 650 CS ein neuartiges Straßenmotorrad folgen, das nur noch den Einzylindermotor mit dem Schwestermodell gemeinsam hat. Die Bezeichnung Scarver steht für agiles Handling und peppige Motorcharakteristik, neu ist die Verwendung eines wartungsarmen Zahnriemenantriebs zum Hinterrad. Design und Zubehörprogramm stellen eine bewußte Abkehr von konventionellen Vorstellungen dar.

Auch das Cruiser-Programm bekommt Zuwachs. Die R 1200 CL ist der Luxus-Cruiser mit unverwechselbarer Frontansicht durch die vier Scheinwerfer in der neuen Tourenverkleidung, einem integrierten Gepäcksystem, aber unverändert entspannter Sitzposition für Fahrer und Passagier. Komfort steht auch im Vordergrund bei der neuen K 1200 GT. Sie ist eine an Verkleidung, Windschild und vielen Details weiterentwickelte Version des Sport-Tourers K 1200 RS mit stärkerer Betonung des Touren-Komforts.

In eine andere Richtung zielt die BMW R 1100 S BoxerCup Replica. Sie ist die Straßenversion der Rennmaschine und entspricht ihr nicht nur in der Lackierung. Das Sportfahrwerk mit längeren Federbeinen für mehr Schräglagenfreiheit fehlt ebensowenig wie das breitere Hinterrad und natürlich die charakteristischen Ventildeckel-Cover aus Kohlefaser.

Ein modisch extravagantes und offensiv sportliches Erscheinungsbild prägt die Modellvariante der R 1150 R namens Rockster, die als Designstudie auf der Intermot in München im September 2002 so großen Anklang findet, dass BMW sie als Serienmodell ins Programm nimmt. Wie alle anderen Boxer des Modelljahrgangs 2003 hat sie die neue Doppelzündung, die für eine weitere Verbesserung der Abgasqualität der BMW Motorräder sorgt.

BMW Motorrad wird zum größten Motorradhersteller in Europa.

Das Jahr 2002 bringt erneut eine Produktionssteigerung von 2,8 % im BMW Motorradwerk Berlin: 93 010 Motorräder bestätigen die eindeutige Spitzenposition in Europa. BMW Motorrad hat sich hier im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts zum größten Hersteller von Motorrädern entwickelt. Auch im Absatz markiert das Jahr 2002 mit 92 559 Einheiten das zehnte Rekordjahr in Folge. Die Schwelle von 100 000 Einheiten pro Jahr rückt damit in Sichtweite. Zielstrebig wird die Position auf allen Märkten kontinuierlich ausgebaut, besonders eindrucksvoll ist der Zuwachs erneut in Deutschland, wo BMW Motorrad sich im Wettbewerb um Platz 2 der Zulassungsstatistik befindet. Für die Zukunft sind die Weichen weiterhin auf profitables Wachstum gestellt, mit neuen Modellen, weiteren Investitionen in den Werksausbau und einer leistungsstarken Handelsorganisation.

Stationen der BMW Motorradgeschichte von 1923 bis 2003.
  • 1923 erlebt die von Chefkonstrukteur Max Friz entworfene R 32, das erste BMW Motorrad, auf der Berliner Automobil Ausstellung ihre Premiere. Sie weist bereits alle charakteristischen Merkmale der BMW Zweizylindermaschinen auf: Quer eingebauter Boxermotor, angeblocktes Getriebe und Kardanantrieb.
  • 1924 entwickelt Versuchsleiter Rudolf Schleicher den ersten ohv-Sportmotor. Dieser wird in die R 37 eingebaut. Franz Bieber gewinnt damit die erste Deutsche Meisterschaft für BMW.
  • 1925 entsteht die erste Einzylinder BMW. Die R 39 hat 250 cm³ Hubraum und leistet 6,5 PS.
  • 1926 gewinnt Rudolf Schleicher bei der Sechstage-Geländefahrt in England eine Goldmedaille.
  • 1927 erscheinen mit R 62 und R 63 die ersten BMW Motorräder mit 750 cm³ Hubraum. Bis 1973 bleibt dies die obere Hubraumgrenze.
  • 1929 fährt Ernst Henne mit einer 750er-BMW auf der Ingolstädter Landstraße bei München mit 216,75 km/h einen neuen Motorrad- Weltrekord.
  • 1931 trotzt BMW der Weltwirtschaftskrise mit dem 200 cm³-Modell R 2, das ein großer Verkaufserfolg wird.
  • 1933 gewinnt die BMW Mannschaft erstmals die Internationale Sechstagefahrt.
  • 1935 führt BMW bei der R 12 und der R 17 die erste Teleskop- Vorderradgabel mit hydraulischer Dämpfung im Motorradbau ein.
  • 1936 geht die völlig neu konstruierte BMW R 5 in Produktion. Sie hat erstmalig einen unter Schutzgas elektrisch geschweißten Rohrrahmen.
  • 1937 schraubt Ernst Henne den Geschwindigkeitsweltrekord mit einer stromlinien-verkleideten 500 cm³-Kompressor BMW auf 279,5 km/h.
  • 1938 wird das 100 000ste BMW Motorrad ausgeliefert.
  • 1939 gewinnt Schorsch Meier mit der BMW Kompressor Rennmaschine nach seinem Europameister-Titel im Vorjahr auch noch die "Senior-TT" auf der Isle of Man, das berühmteste und schwierigste Motorradrennen der Welt. Zweiter wird sein britischer Teamkamerad Jock West.
  • 1942 wird die Produktion des Militärmotorrads R 75 mit Zusatzantrieb zum Seitenwagenrad von München ins Werk Eisenach verlagert.
  • 1945 beginnt die Fertigung der R 35 unter sowjetischer Verwaltung in Eisenach.
  • 1947 gewinnt Schorsch Meier nach 1938 seine zweite Deutsche Meisterschaft. Der BMW Werksrennfahrer wiederholt diesen Erfolg auch 1948, 1949, 1950 und 1953 noch einmal.
  • 1948 nimmt BMW mit dem 250 cm³-Einzylindermodell R 24 die Motorradproduktion in München wieder auf.
  • 1950 erscheint die R 51/2 als erstes Nachkriegs-Boxermodell.
  • 1952 ist die R 68 das erste deutsche Serienmotorrad, das 160 km/h (100 Meilen pro Stunde) erreicht.
  • 1954 fahren Wilhelm Noll und Fritz Cron den ersten Weltmeistertitel in der Seitenwagenklasse mit dem BMW RS-Gespann ein.
  • 1955 werden die Modelle R 26, R 50 und R 69 mit dem neuen Vollschwingen-Fahrwerk vorgestellt.
  • 1960 erreicht die neue R 69 S mit ihrem 42 PS starken 600 cm³-Boxer eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h.
  • 1969 zieht die BMW Motorradfertigung von München nach Berlin um. Die neu entwickelte Modellgeneration mit dem Topmodell R 75/5 hat Premiere.
  • 1973 eine erste Hubraumerweiterung führt zur R 90/6 und R 90 S.
  • 1974 heißt der Weltmeister der Seitenwagenklasse zum sechstenmal Klaus Enders auf BMW RS. Die Markenwertung hat BMW 20-mal in ununterbrochener Reihenfolge gewonnen.
  • 1976 präsentiert BMW mit dem 1000 cm³-Modell R 100 RS die erste Serienmaschine der Welt mit Vollverkleidung.
  • 1977 runden R 45 und R 65 das Modellangebot ab. BMW erreicht erstmals eine Jahresproduktion von über 30 000 Motorrädern.
  • 1980 gewinnt Rolf Witthöft mit einer 800er-BMW die Gelände-Europameisterschaft. Die Serienversion der Enduro wird als R 80 G/S mit der Einarm-Hinterradschwinge BMW Monolever eingeführt.
  • 1981 gewinnt Hubert Auriol (F) auf einer BMW Enduro die Rallye Paris–Dakar.
  • 1983 feiert das erste Vierzylinder-Motorrad von BMW mit der K-100-Baureihe Premiere. Hubert Auriol gewinnt erneut die Paris–Dakar auf BMW.
  • 1985 wird die K 75 mit Dreizylindermotor eingeführt. Gaston Rahier (B)setzt sich nach seinem Sieg 1984 zum zweiten Mal auf BMW bei der Paris–Dakar durch.
  • 1986 auf vielfachen Kundenwunsch kehren R 100 RS und R 100 RT – nun mit Einarmschwinge – wieder ins BMW Modellprogramm zurück.
  • 1987 wird die hubraumstärkste Enduro auf dem Weltmarkt, die BMW R 100 GS vorgestellt. Sie hat die erste Doppelgelenk-Hinterradschwinge BMW Paralever.
  • 1988 bietet BMW als erster Motorradhersteller bei den K 100-Modellen eine Bremsanlage mit Anti-Blockier-System ABS an. Die R 100 GS ist mit 5 865 Exemplaren das meistverkaufte Motorrad in Deutschland.
  • 1989 bekommt die BMW K 1 eine aerodynamisch optimierte Sportverkleidung und einen Vierventil-Motor mit der digitalen Motorsteuerung Motronic.
  • 1990 stellt die BMW Umweltoffensive Katalysatoren für Motorradmotoren der Öffentlichkeit vor. Der erste geregelte Dreiwege-Kat im Motorradbau wird mit der Motronic möglich und geht 1991 in Serienproduktion.
  • 1991 hat die K 1100 LT als erste BMW mehr als 1000 cm³ Hubraum Premiere. In Berlin läuft das 1000 000ste BMW Motorrad seit 1923 vom Band.
  • 1992 kommt Jutta Kleinschmidt mit ihrer serienmäßigen BMW R 100 GS nach 12 700 km als Siegerin der Damenwertung bei der Rallye Kapstadt ins Ziel.
  • 1993 feiert zum 70. Geburtstag des BMW Boxers mit der R 1100 RS das erste Modell der neuen Generation mit Vierventil-Boxermotor Premiere. Die Einzylinder F 650 hat als erstes BMW Motorrad keinen Kardanantrieb.
  • 1994 erweitern die Enduro R 1100 GS und die Roadster R 1100 R und R 850 R die Modellpalette der neuen BMW Boxer. Der BMW Enduro Park in Hechlingen wird eröffnet.
  • 1995 ist der neue Boxer-Tourer R 1100 RT parat. Das 100 000. BMW Motorrad mit ABS wird gebaut. BMW verkauft erstmals über 50 000 Motorräder pro Jahr.
  • 1996 endet die Produktion der Zweiventil-Boxer mit der R 80 GS Basic und der K 75 mit dem Sondermodell Ultima. Die neue K 1200 RS ist mit 130 PS das bislang leistungsstärkste BMW Motorrad.
  • 1997 wird in den USA der erste Cruiser von BMW, die R 1200 C vorgestellt. Die Sparte Motorrad der BMW AG meldet erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde D-Mark.
  • 1998 tritt der sportlichste Boxer für die Straße an, die BMW R 1100 S. Auf der Intermot in München definiert BMW mit der K 1200 LT neue Maßstäbe bei den Tourern.
  • 1999 gewinnt Richard Sainct (F) die Rallye Paris–Dakar mit der Rallye-Version Einzylinder-BMW F 650. Die Serien-Enduro R 1150 bekommt mehr Hubraum und sein Sechsganggetriebe.
  • 2000 fahren vier BMW Werksfahrer als erste bei der Rallye Dakar– Kairo durchs Ziel. Die neue F 650 GS und das neuartige Zweiradkonzept C1 kommen auf den Markt. Als einziger Motorrad_hersteller der Welt liefert BMW alle Modelle serienmäßig mit G-Kat und auf Wunsch mit ABS. Der legendäre BMW Rennfahrer Schorsch Meier stirbt im 90. Lebensjahr.
  • 2001 bremsen BMW Motorräder mit dem einzigartigen Integral ABS einfach besser. Die Produktionszahlen in Berlin beschleunigen so stark, dass in einen erheblichen Ausbau des Werks 117 Mio. Euro investiert werden. Tourer, Sport-Tourer und die neu gestaltete Roadster bekommen den 1150er-Boxer. Ganz neu ist die F 650 CS, der agile Scarver für die Straße.
  • 2002 wird die zweite internationale Saison des BMW Motorrad BoxerCup gefahren und die R 1100 S BoxerCup Replica für die Straße vorgestellt. Auf der Intermot feiern auch die K 1200 GT als dynami_sches Tourenmodell und der Luxus-Cruiser R 1200 CL Premiere. Eine Rekord-Jahresproduktion von 93 010 untermauert die Spitzenposition von BMW als größtem Motorradhersteller Europas.
  • 2003 reagiert BMW auf die große Nachfrage und legt die Designstudie R 1150 R Rockster als Serienmodell auf. Die Boxer werden mit einer Doppelzündung ausgestattet. Der BMW Motorrad BoxerCup tritt erstmals in USA auf, Saisonbeginn in Daytona.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (26.04.2003 um 19:28 Uhr)
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