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Alt 01.10.2003, 20:29     #61
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Großer Preis der USA – Rennen 28. September 2003

Wetter: unbeständig, zeitweise Regen, 11-13°Luft, 15-20°C Asphalt

Indianapolis (USA). Bei schwierigen Wetterbedingungen erlebte das BMW WilliamsF1 Team einen problematischen Großen Preis der USA. Juan Pablo Montoya kam beim vorletzten WM-Lauf der Saison als Sechster ins Ziel, Ralf Schumacher drehte sich auf nasser Strecke ins Aus. Das BMW WilliamsF1 Team hat vor dem Finale am 12. Oktober im japanischen Suzuka drei Punkte Rückstand auf Ferrari und damit noch Chancen auf die Konstrukteurs-WM. Montoya hat indes keine Möglichkeit mehr, den Fahrertitel 2003 zu erringen.

Juan Pablo Montoya: 6.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.11,595 min in Rd. 9 (drittschnellste insg.)


Ich bin sehr enttäuscht von diesem Rennen. Aus meiner Sicht wurde es maßgeblich durch die Strafe entschieden, mit der ich nach dem Unfall mit Rubens belegt wurde, und durch den Zeitpunkt, zu dem ich sie antreten musste. Es hatte gerade begonnen, heftiger zu regnen, als meine „Drive-Through-Penalty“ fällig wurde. Aber wegen der Strafe konnte ich in dieser Runde nicht auf Regenreifen wechseln. Es ist traurig, auf diese Art die Chancen auf die Fahrer-WM zu verlieren. Ich hätte heute nur Fünfter werden müssen, und der Kampf wäre offen geblieben.

Ralf Schumacher: Ausfall in Runde 22

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: 1.11,655 min in Rd. 13 (fünftschnellste insg.)


Als der Regen um Runde 20 heftig wurde, bin ich wegen eines Missverständnisses mit den Ingenieuren an der Boxenmauer eine Runde zu lang auf Trockenreifen draußen geblieben. Das war eindeutig ein Fehler. Es war zu nass, ich habe mich gedreht und bin angeschlagen. Das war es für mich. Die Bedingungen waren heute sehr schwierig und sehr unbeständig. Natürlich bin ich enttäuscht, immerhin lag ich an zweiter Position.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Es war ein schwarzer Tag für unseren Kampf um die beiden WM-Titel. Wir haben als Team heute viele Fehler gemacht, die wir für das Finale in Japan unbedingt aussortieren müssen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Unser Rennen wurde durch die Wetterverhältnisse entschieden. Bei einsetzendem Regen wurde das Feld komplett durcheinander gewirbelt. Mit abtrocknender Strecke kehrte sich die Reihenfolge wieder um. Ralf rutschte auf nasser Strecke aus und beschädigte sich eine Hinterradaufhängung. Juan Pablo wurde durch die Strafe und ein Problem mit der Tankanlage weit zurück geworfen. Das Ergebnis ist enttäuschend, vor allen Dingen für Juan Pablo, der aus dem Kampf um die Fahrer-WM damit leider ausgeschieden ist. Die Konstrukteurs-WM ist weiterhin offen und wir hoffen, dass nicht auch in Suzuka das Wetter die Entscheidung herbeiführt. Glückwunsch an Michael Schumacher und Ferrari, die mit den widrigen Verhältnissen am besten zurecht kamen.

Test in Jerez, 1.-4. Oktober: Marc Gené and Ralf Schumacher
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Alt 03.10.2003, 13:45     #62
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Großer Preis von Japan – 10.-12. Oktober 2003 – VORSCHAU

Nach dem turbulenten Rennen in Indianapolis, bei dem Juan Pablo Montoya seine Chancen auf die Fahrer-Weltmeisterschaft verlor, hat sich die Mannschaft umso mehr eine bessere Vorstellung beim WM-Finale 2003 im japanischen Suzuka vorgenommen. Fest steht bereits: Dort endet am 12. Oktober die bisher erfolgreichste Saison des deutsch-englischen Teams seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2000.

Während Michael Schumacher und Kimi Räikkönen den Kampf um die Fahrer-Krone unter sich ausmachen werden, ist das BMW WilliamsF1 Team mit drei Punkten Rückstand auf Ferrari noch im Rennen um die FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure. Entsprechend intensiv waren die Vorbereitungen auf den letzten Grand Prix der Saison 2003: In Jerez de la Frontera wurde mit drei Fahrern getestet, und am FW25 kommen erneut aerodynamische Verbesserungen zum Einsatz.

Juan Pablo Montoya:

Es ist wirklich extrem schade, dass mein Kampf um die Fahrer-WM in Indianapolis beendet wurde, zumal auf solche Art und Weise. Natürlich hatte ich gehofft, in Suzuka noch Titelchancen zu haben, aber das ist nun eben mal nicht so. Jetzt konzentriere ich mich darauf, dort so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um mit dem Team noch die Konstrukteurs-WM zu gewinnen.

Nach der Papierform ist Suzuka eine der schwierigsten Strecken für uns. Aber ich mag den Kurs und zähle ihn zu meinen Lieblingsstrecken. Er ist schnell und ähnelt Spa, es gibt viele Richtungswechsel, und das kommt meinem Fahrstil entgegen. Vor zwei Jahren habe ich mich für den zweiten Platz qualifiziert und bin auch im Rennen Zweiter geworden, im vergangenen Jahr kam ich als Vierter ins Ziel. Diese Ergebnisse machen mich einigermaßen zuversichtlich. Ich weiß, dass der Kurs seit 2002 leicht verändert wurde – das betrifft die 130R-Kurve und die Schikane. Das muss ich mir erstmal genau ansehen.

Ehe ich in die F1 kam, bin ich in Japan zwei CART-Rennen in Montegi gefahren und hätte sie beide fast gewonnen. Es hat mir dort gefallen, es ist eine interessante Strecke. Dann freute ich mich sehr auf meinen ersten Besuch in Suzuka 2001. Alle sagten mir, das sei eine tolle Strecke mit großartigen Kurven – und sie hatten definitiv Recht.

Die leidenschaftliche Begeisterung der japanischen Fans ist beeindruckend. Sie warten Stunden lang vor dem Streckeneingang, und wenn man dann ankommt, herrscht großes Jubeln und Winken. Ich will in Suzuka etwas von der jüngsten Enttäuschung wieder wettmachen.

Ralf Schumacher:

Nach dem verpatzten Rennen in Indianapolis kann es für unser Team jetzt nur heißen: Angriff im Finale! Für Juan Pablo ist es natürlich schade, dass er nicht mehr in den Kampf um die Fahrer-WM eingreifen kann, aber wir haben noch das Ziel, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen. Die drei Punkte auf Ferrari sind aufzuholen, da bin ich mir ganz sicher. Und auch die Tests letzte Woche in Jerez machen mich optimistisch, dass wir unser großes Ziel erreichen können.

Obwohl ich im Formel-1-Kalender keine unbedingte Lieblingsstrecke habe, so muss ich doch sagen, dass Suzuka zu meinen Favoriten gehört. Die S-Kurven hinter den Boxen und die ultraschnelle 130R sind so ziemlich das Anspruchvollste, was die Formel 1 zu bieten hat. Außerdem fühle ich mich in Japan prinzipiell ganz wohl, schließlich habe ich dort ein Jahr lang mit der Formel Nippon verbracht. Nach deutscher Zeit ist der Start am Sonntag um 7.30 Uhr. Für uns geht es um die Konstrukteurs-WM, für meinen Bruder und Kimi Raikkönen geht es um die Fahrer-WM - da bin ich mir sicher, dass bei diesem Finale das frühe Aufstehen für jeden Formel-1-Fan eine leichte Übung wird.

Sam Michael (WilliamsF1, Chief Operations Engineer):

Suzuka ist der aufregendste Kurs im gesamten F1-Kalender. Die Runde beginnt mit einer Reihe schneller Kurven, es folgen die Haarnadel, die berühmte Hochgeschwindigkeitskurve 130R und die Schikane. Diese Kombination stellt fahrerisch höchste Ansprüche. Um in Suzuka schnell zu sein, muss ein Pilot den richtigen Rhythmus finden.

Um Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten, braucht man höheren Anpressdruck und eine steifere Fahrwerksabstimmung als üblich. Vor der Haarnadel und der Schikane sind die Bremsen ein entscheidender Faktor, wenngleich die Schikane nach den Streckenmodifikationen jetzt deutlich schneller zu durchfahren ist. Wir haben beim Test in Spanien intensiv mit Michelin gearbeitet und werden in Suzuka neues Material zur Verfügung haben.

Um den Luftwiderstand der steilen Flügeleinstellungen kompensieren zu können, ist Motorleistung enorm wichtig. Überholen ist keine leichte Aufgabe. Eine Möglichkeit besteht vor der Schikane und jetzt vielleicht eine weitere am Eingang der ersten Kurve. Die Faktoren Gewichtsnachteil durch einen vollen Tank und Reifenverschleiß machen die Strategie interessant.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Der Rennverlauf in Indianapolis war natürlich eine große Enttäuschung für das ganze Team. Aber Enttäuschungen gehören zum Sport. Das muss jedem klar sein, der eine solche Herausforderung annimmt. Bei anderer Gelegenheit hatten wir 2003 Grund, stolz zu sein - auf vier Siege, insgesamt zwölf Podiumsplätze und vier Polepositions. Wir haben das Ergebnis von Indy verarbeitet und wollen jetzt unsere Chance auf den Konstrukteurstitel in Japan nutzen. Suzuka zählt zu den anspruchsvollsten Strecken im Formel-1-Kalender. Nicht nur fahrerisch, auch für die Motoren: Die ultraschnelle 130R-Kurve stellt mit einer Querbeschleunigung von 4 g die höchsten Anforderungen an den Ölkreislauf. Wie alle bisherigen Ausbaustufen des BMW P83 Motors hat auch die jüngste, die wir seit Indianapolis einsetzen, sowohl Leistungsfähigkeit als auch Zuverlässigkeit bewiesen.

Zahlen und Fakten
  • Suzuka war schon häufig Schauplatz großartiger Duelle und Titelentscheidungen. Zuletzt fiel auf dieser Strecke im Jahr 2000 die WM-Entscheidung, damals war der GP Japan allerdings nicht Saisonfinale, sondern vorletzter WM-Lauf. Michael Schumacher gewann in jenem Jahr seinen ersten Titel mit Ferrari.
  • 1987, beim ersten in Suzuka ausgetragenen Grand Prix, sicherte sich Nelson Piquet mit WilliamsF1 seinen dritten WM-Titel. Rennsieger wurde Gerhard Berger auf Ferrari. Das Suzuka-Rennen von 1994 ist bei WilliamsF1 ebenfalls besonders gut in Erinnerung geblieben: Damals gewann Damon Hill gegen Michael Schumacher in einem wegen heftigen Regens unterbrochenen Rennen, zog dadurch in den Punkten gleich mit Schumacher und hielt den Titelkampf bis zum Finale in Adelaide offen. 1996 erzielte Damon Hill den dritten Suzuka-Sieg von WilliamsF1.
  • Ehe 1987 der erste GP in Suzuka stattfand, wurden 1976 und 1977 zwei Große Preise von Japan auf der Rennstrecke auf Fuße des Mount Fuji ausgetragen. 1994 und 1995 fand je ein GP Pazifik statt, Austragungsort war Aida.
  • 2002 wird der 19. Große Preis von Japan in Suzuka gestartet, er ist das insgesamt 23. Formel-1-Rennen in diesem Land.
  • Die Stadt Suzuka liegt an der Süd-Ost-Küste der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zur Mie Präfektur. Die ortsansässige Industrie stellt vor allem Nahrungsmittel und Textilien her, außerdem hat Honda große Fertigungsstätten in Suzuka. Die Stadt wurde im Jahr 645 erstmals urkundlich erwähnt und hat heute etwa 184.000 Einwohner. In Suzuka gibt es eine medizinische Universität. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören buddhistische Tempel sowie Shinto Schreine.
  • Die Rennstrecke liegt inmitten von Suzuka-Land, einem Freizeitpark, der für die Familien der Honda-Mitarbeiter errichtet wurde.
  • Die Strecke ist die einzige im F1-Kalender in Form einer Acht und bietet alle Varianten von Kurven – von der engen „Spoon“-Kurve bis zur ultraschnellen 130R.
  • Im Jahr 2000 wurde das Formel-1-Fahrerlager während des Trainings von den Ausläufern eines Erdbebens leicht erschüttert.
  • 2002 waren Ralf Schumacher und Montoya von den Plätzen fünf und sechs gestartet. Der Deutsche lag an dritter Position, ehe er vier Runden vor Rennende von einem Motorschaden gestoppt wurde. Montoya kam als Vierter ins Ziel.
  • Michael Schumacher erzielte 2002 in Suzuka die Poleposition (1.31,317 min), fuhr die schnellste Rennrunde (1.36,125 min) und gewann den Grand Prix.
  • Der Kurs misst 5,807 Kilometer. Das Rennen wird über 53 Runden (307,573 km) ausgetragen. Der Start erfolgt am Sonntag, dem 12. Oktober 2003, um 14.30 Uhr Ortszeit, das entspricht 7.30 Uhr in Deutschland.
Mit 144 Punkten belegt das BMW WilliamsF1 Team derzeit Platz zwei in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure.
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Alt 10.10.2003, 12:19     #63
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Großer Preis von Japan – 1. Qualifikation 10. Oktober 2003

Wetter: trocken, 24°Luft, 26-27°C Asphalt

Suzuka (JPN). Ralf Schumacher belegte im ersten Zeittraining zum Großen Preis von Japan in Suzuka Platz zwei. Teamkollege Juan Pablo Montoya kam am Freitag nicht über Rang acht hinaus, nachdem zuvor im freien Training technische Probleme seine Abstimmungs-arbeit aufgehalten hatten.

Ralf Schumacher: 2.

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: 1.30,343 min


Wir haben während des freien Trainings am Vormittag einige Abstimmungsänderungen vorgenommen, und das Resultat ist gut, wir sind eindeutig auf dem richtigen Weg. Das freie Training am Samstag hat nun große Bedeutung für uns. Denn wir sind heute nicht allzu viel gefahren und brauchen noch Zeit, um unsere Autos zu verbessern. Auf jeden Fall finde ich, es sieht viel versprechend für uns aus. Auch die Michelin-Reifen leisten ihren Beitrag dazu. Bei den Streckenmodifikationen wurde für meinen Geschmack gute Arbeit gemacht, lediglich der Belag in der 130R-Kurve ist ein bisschen zu uneben geraten.

Juan Pablo Montoya: 8.

Chassis: FW25 06 (T-Car FW25 04)

Schnellste Runde: 1.31,201 min


Eine richtig gute Rundenzeit im ersten Qualifying hinzubekommen, war für mich diesmal sehr schwierig. Ein Getriebeproblem hatte am Vormittag wichtige Trainingszeit gekostet. Mein Auto war im Qualifying weder optimal abgestimmt, noch war es einfach zu fahren. Ich habe jedenfalls mein Bestes gegeben. Vor uns liegt ein intensiver Arbeitstag, wir müssen die verlorene Zeit wieder hereinholen. Auf jeden Fall zeigt Ralfs Rundenzeit, dass wir ein gutes Auto haben, von dem noch Einiges zu erwarten ist.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Wir haben einige neue Aerodynamikteile mit nach Suzuka gebracht, und sie scheinen recht gut zu funktionieren. Für Ralf lief es am ersten Trainingstag nicht schlecht. Juan war im Nachteil, weil er im freien Training am Vormittag wegen eines Getriebeproblems nur wenig zum Fahren kam. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um eine gute Rennabstimmung hinzubekommen. Vor allem die Fahrzeugbalance in den S-Kurven ist wichtig, das ist die entscheidende Passage der Strecke.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Ralf hat eine sehr gute Runde hingelegt, vor allem im zweiten Sektor. Dort war er Schnellster. Die gegenüber dem freien Training geänderte Fahrzeugabstimmung hat damit die erwartete Wirkung gezeigt. Der achte Platz von Juan Pablo geht auch in Ordnung, wenn man berücksichtigt, dass er heute Vormittag wegen eines Getriebewechsels nur sehr wenige Runden fahren konnte. Auch die letzte Ausbaustufe des BMW P83 Motors lief bislang ohne Probleme.
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Alt 12.10.2003, 11:50     #64
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Großer Preis von Japan – 2. Qualifikation 11. Oktober 2003

Wetter: anfangs trocken, einsetzender Regen, 21°Luft, 23-24°C Asphalt

Suzuka (JPN). Glück und Pech trafen das BMW WilliamsF1 Team gleichermaßen: Juan Pablo Montoya konnte seine Runde im letzten Qualifying der Saison 2003 noch auf trockener Bahn bestreiten und wird am Sonntag von Startplatz zwei zum Finale in Suzuka antreten. Teamkollege Ralf Schumacher hatte bei einsetzendem Regen keine Chance mehr, brach seine Runde nach einem Dreher ab und wird nun als 19. zum Großen Preis von Japan starten.

Juan Pablo Montoya: 2.

Chassis: FW25 06 (T-Car FW25 04)

Schnellste Runde: 1.32,412 min


Ich bin natürlich recht zufrieden mit meinem Startplatz. Vor allem, weil die Balance meines Autos nicht ideal war. Wir hatten nach dem Vormittagstraining ein paar Veränderungen vorgenommen, auch mit Hinblick auf das Wetter, das wir morgen erwarten. Jedenfalls glaube ich, dass wir für das Rennen ein konstant starkes Auto vorbereitet haben. Es ist schade, dass Ralf so weit hinten starten muss. Schließlich brauchen wir für die Konstrukteurs-WM jeden Punkt.

Ralf Schumacher: 19.

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: keine Zeit


Bislang lief an diesem Wochenende alles perfekt, jetzt hatte ich leider Pech. Ich habe dennoch versucht, das Beste herauszuholen, aber da war aufgrund des Wetters nicht viel zu machen. Die Mühe war vergebens, ich hätte auch gleich zurück zur Box fahren können. Dann hätte ich mich auch nicht gedreht. Auf jeden Fall muss ich vom Ende des Feldes starten, und überholen wird schwierig werden. Ich sehe einem harten Rennen entgegen. Wir brauchen unbedingt Punkte für die Konstrukteurs-WM, aber mein Beitrag dazu wird von so weit hinten schwierig.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Für Juan lief das Qualifying gut, für Ralf lief es schlecht, und dafür ist einzig und allein das Wetter verantwortlich. Auf jeden Fall bin ich überzeugt davon, dass wir für das morgige Rennen gut gerüstet sind. Juan hat ohnehin eine gute Ausgangsposition, um WM-Punkte zu holen, und Ralf wird sich bestimmt durch das Feld kämpfen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Nach dem Rennen in Indianapolis wurde jetzt auch der Ausgang des abschließenden Qualifyings in Suzuka vom Wetter bestimmt. Juan Pablo konnte gerade noch bei trockener Strecke seine Runde absolvieren und sich Platz zwei sichern. Bei den letzten drei Fahrern wurde der Regen so stark, dass sich Michael Schumacher mit Platz 14 begnügen musste, Ralf sich drehte und Jarno Trulli seine Runde sogar abbrach. Auch für Sonntag ist wechselhaftes Wetter vorausgesagt, so dass jede Prognose für den Ausgang von Rennen und Konstrukteurs-WM reine Spekulation wäre. Alle an diesem Wochenende bisher eingesetzten Motoren liefen problemlos.
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Alt 12.10.2003, 11:54     #65
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Großer Preis von Japan – Rennen 12. Oktober 2003

Wetter: bewölkt, trocken, 21°Luft, 22-23°C Asphalt

Suzuka (JPN). Das BMW WilliamsF1 Team erlebte beim Großen Preis von Japan am Sonntag das enttäuschende Finale einer aufregenden Saison. Die Hoffnungen auf den Konstrukteurstitel waren nach einem Hydraulikdefekt an Juan Pablo Montoyas Fahrzeug bereits in der Anfangsphase des Rennens dahin. Nach dem Ausfall seines Teamkollegen blieb auch Ralf Schumacher als Zwölfter ohne Punkte. Das BMW WilliamsF1 Team beendete die Saison auf Platz zwei in der F1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure, Montoya wurde WM-Dritter, Ralf Schumacher Fünfter.

Ralf Schumacher: 12.

Chassis: FW25 07

Schnellste Runde: 1.33,408 min in Rd. 43 (schnellste insgesamt)


Ich bin natürlich maßlos enttäuscht über den Ausgang des Rennens. Zwischenzeitlich war viel mehr drin. Ich fuhr in den Punkterängen, obwohl meine Ausgangslage vom letzten Startplatz nicht gerade gut gewesen war. Ich konnte zwar einige Autos überholen, bin aber im Endeffekt nicht dafür belohnt worden. Auch das gesamte Team ist letztlich nicht für seine Mühen belohnt worden. Es war ein ständiges Auf und Ab.

Juan Pablo Montoya: Ausfall in Führung liegend in Runde 9

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.33,830 min in Rd. 2 (fünftschnellste insgesamt)


Der Ausfall ist schade. Unser Auto war das ganze Jahr über sehr zuverlässig, und WilliamsF1 und BMW haben enorm viel Einsatz gebracht. Aber Enttäuschungen gehören zum Sport. Ich hatte heute einen recht guten Start und konnte Barrichello beim zweiten Versuch in der ersten Runde überholen. Ich kam recht langsam aus der Haarnadel, und ich denke, Rubens wollte seine Linie verteidigen und kam auf die weiße Markierung. Er ist leicht seitwärts gerutscht und musste etwas Gas wegnehmen. Diese Chance musste ich nutzen. Danach dachte ich, ich könnte ein gutes Rennen zu Ende fahren. Ich war sehr zufrieden mit meinem Auto, wir hatten eine gute Strategie, in diesem Rennen lag noch viel Potenzial. Dann fiel in Runde neun leider der Hydraulikdruck ab. Im Nachhinein bin ich irgendwie froh, dass ich heute nicht um die Fahrer-WM fuhr. Auf diese Art den Titel zu verlieren, wäre sehr hart gewesen. Wenn ich auf die Saison zurückblicke, bin ich äußerst zufrieden mit meiner Arbeit. Ich habe aus dem Vorjahr viel gelernt und bin als Fahrer gereift.

Patrick Head (Technical Director, WilliamsF1):

Wir haben das ganze Jahr über hart gekämpft, aber zu schwach angefangen, wodurch der Druck zum Saisonende groß war. Das allein war sicher nicht die Ursache dafür, aber auf jeden Fall waren unsere Leistungen in den letzten Rennen zu schlecht, obwohl wir ein sehr schnelles Auto hatten. Wir werden nun zu Hause analysieren, was passiert ist und sicherstellen, dass wir im nächsten Jahr besser sind. Ich möchte mich bei allen im Team und bei BMW sowie unseren Partnern und Sponsoren bedanken. In diesem Jahr haben alle sehr hart gearbeitet. Zweiter in der Konstrukteurs-WM ist nicht Erster, aber dennoch ist es erfreulich zu sehen, welche großen Fortschritte unsere Mannschaft gemacht hat. Kompliment an Michael und Ferrari!

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das letzte Rennen verlief wie die gesamte Saison für unser Team: wie eine Achterbahnfahrt. Wir hatten nach einem schwachen Saisonstart den WM-Titel in Reichweite, aber wir mussten in den letzten drei Rennen auch erkennen, dass unser Team noch nicht reif dafür ist. Es gab zu viele Fehler in der Technik, der Rennstrategie und auch bei den Fahrern – das gilt auch für das heutige Rennen. Nach der ersten Enttäuschung ist es ein schwacher Trost, dass der BMW P83 Motor in allen 16 Rennen fehlerfrei unterwegs war. Mit etwas Abstand lässt sich jedoch feststellen, dass uns auch in diesem Jahr ein Sprung nach vorn gelungen ist. Mit vier Siegen, darunter zwei Doppelsiege, war es unsere bisher stärkste Saison. Wir konnten den Titelkampf bis zum Finale offen halten. Die Entwicklungen für 2004 sollten dafür sorgen, dass wir dann von Anfang an vorn dabei sind. Gratulation an Michael Schumacher und Ferrari zum Gewinn beider Titel. Sie waren für uns diesmal noch zu stark.

Test in Valencia: 25.-27.11. Montoya, Schumacher, Gené. 28.11. Gené.
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Alt 12.10.2003, 12:06     #66
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Endstand Formel 1 Saison 2003

Letztes Rennen:

1 Rubens Barrichello ;1:25.11,740
2 Kimi Räikkönen ;+11,085
3 David Coulthard ;+11,614
4 Jenson Button ;+33,106
5 Jarno Trulli ;+34,269
6 Takumo Sato ;+51,692
7 Christiano da Matta ;+56,794
8 Michael Schumacher ;+59,487
9 Nick Heidfeld ;+1.00,159
10 Olivier Panis ;+1.01,844
11 Mark Webber ;+1.11,005
12 Ralf Schumacher ;+1 Runde
13 Justin Wilson ;+1 Runde
14 Ralph Firman ;+1 Runde
15 Jos Verstappen ;+2 Runden
16 Nicolas Kiesa ;+3 Runden
- Giancarlo Fisichella ;33. Runde
- Fernando Alonso ;17. Runde Motor
- Heinz-Harald Frentzen ;9. Runde Motor
- Juan-Pablo Montoya ;9. Runde Motor

Endstand Fahrer WM:

1 Michael Schumacher 93
2 Kimi Räikkönen 91
3 Juan-Pablo Montoya 82
4 Rubens Barrichello 65
5 Ralf Schumacher 58
6 Fernando Alonso 55
7 David Coulthard 51
8 Jarno Trulli 33
9 Jenson Button 17
- Mark Webber 17
11 Heinz-Harald Frentzen 13
12 Giancarlo Fisichella 12
13 Christiano da Matta 10
14 Nick Heidfeld 6
- Olivier Panis 6
- Jacques Villeneuve 6
17 Marc Gené 4
18 Takumo Sato 3
19 Justin Wilson 1
- Ralph Firman 1
21 Nicolas Kiesa 0
- Zsolt Baumgartner 0
- Antônio Pizzonia 0
- Jos Verstappen 0

Endstand Konstrukteurs WM:

1 Ferrari 158
2 Williams 144
3 McLaren 142
4 Renault 88
5 BAR 26
6 Sauber 19
7 Jaguar 18
8 Toyota 16
9 Jordan 13
10 Minardi 0
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