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Alt 22.08.2003, 19:10     #51
Hermann   Hermann ist offline
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F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
Großer Preis von Ungarn – 1. Qualifikation 22. August 2003

Wetter: sonnig, trocken, 32°Luft, 42°C Asphalt

Budapest (HUN). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams belegten im ersten Einzelzeitfahren vor dem Großen Preis von Ungarn die Plätze zwei und acht. Ralf Schumacher hatte am Freitag auf dem nun auf 4,384 Kilometer verlängerten Hungaroring bei Budapest im Vergleich mit seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya die Nase vorn.

Ralf Schumacher: 2 .
Chassis: FW25 07
Schnellste Runde: 1.22,413 min


Ich bin recht zufrieden mit meiner Qualifying-Runde. Am Vormittag hatte ich noch einige Schwierigkeiten mit der Fahrzeugabstimmung. Dann haben wir einige Änderungen vorgenommen, die in die richtige Richtung gingen. Die Strecke ist so rutschig wie immer, insbesondere, wenn man die Ideallinie verlassen muss. Eines steht fest: Als Erster möchte man hier im entscheidenden zweiten Qualifying wirklich nicht auf die Strecke gehen müssen. Der veränderte Kurs ist schön. Was die Bodenwellen angeht, haben die Verantwortlichen hier sehr gute Arbeit geleistet. Allerdings mochte ich eine frühere Kurvenvariante lieber, weil ich sie anspruchsvoller fand. Wir sollten hier stark sein.

Juan Pablo Montoya: 8.
Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)
Schnellste Runde: 1.23,305 min


Ich habe wahrlich nicht die beste Runde hingelegt. Im ersten Sektor habe ich in der ersten Kurve zu früh gebremst. Die Balance des Autos war nicht so gut wie ich gehofft hatte, insbesondere zu Beginn der Runde. Im freien Training am Vormittag war ich um sieben Zehntelsekunden schneller als im Qualifying. Die Strecke war noch sehr schmutzig, als ich an der Reihe war. Erst später wurde der Belag immer sauberer. Wie auch immer: Ich gehe davon aus, dass unser Paket auch hier konkurrenzfähig sein wird.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Staub ist ein bekanntes Problem auf diesem Kurs und dafür verantwortlich, dass sich das Grip-Niveau während des Qualifyings stark verändert hat. Von daher ist es schwer zu sagen, wer tatsächlich wie schnell ist. Jetzt werden wir uns wieder der Rennabstimmung zuwenden. Ich denke, wir haben hier gute Chancen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Wir können mit diesem Freitag recht zufrieden sein. Die Motoren liefen problemlos, und beide Fahrer haben am Vormittag ihr Abstimmungsprogramm komplett durchführen können. Im Qualifying war Ralf dann gut unterwegs, Juan Pablo hatte durch seine frühe Startposition einen großen Nachteil und kam nicht über Platz acht hinaus. An den mäßigen Zeiten, vor allem der ersten drei gestarteten Fahrer, lässt sich ablesen, dass die Strecke zu Beginn des Qualifyings stark verschmutzt war und entsprechend wenig Grip bot. Im Verlauf wurde der Asphalt kontinuierlich sauberer und ließ somit bessere Rundenzeiten zu.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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Alt 25.08.2003, 12:20     #52
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F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
Großer Preis von Ungarn – RENNEN 24. August 2003

Wetter: sonnig, trocken, 28-29°Luft, 46-47°C Asphalt

Budapest (HUN). Spektakulärer Einsatz des BMW WilliamsF1 Teams: Nach problematischen Starts beider Autos retteten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher mit den Plätzen drei und vier doch noch wertvolle Punkte beim Großen Preis von Ungarn. In der Konstrukteurs-WM hat das BMW WilliamsF1 Team nach 13 von 16 Läufen mit acht Punkten Vorsprung die Führung übernommen. Im Fahrerklassement liegt Montoya nur noch einen Punkt hinter Weltmeister Michael Schumacher.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.22,095 min in Rd. 37 (schnellste insgesamt)


Mein Start auf der schmutzigen Fahrbahnseite was sehr schlecht. Es war, als hätte ich einen Anker geworfen. Nach der ersten Runde war ich Achter, und es war wirklich schwierig, die anderen zu überholen, um meine verlorenen Plätze zurückzuerobern. Ich habe eine Weile versucht, an Michael vorbeizukommen, aber er hat mir dir Tür zugemacht. That’s racing. Aber deshalb habe ich lieber erstmal abgewartet, ob sich bei den Boxenstopps etwas ändert. Ich habe alles gegeben und war Dritter, als ich zehn Runden vor Schluss noch einen Fehler gemacht habe und mich drehte. Dabei hatte ich Glück, meinen Platz vor Ralf zu behalten. Ich freue mich sehr über die sechs Punkte, die ich heute gewonnen habe. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Michael nur einen Zähler verbucht hat. Unser Team hat die WM-Führung übernommen, das finde ich großartig.

Ralf Schumacher: 4.

Chassis: FW25 07

Schnellste Runde: 1.22,319 min in Rd. 55 (zweitschnellste insgesamt)


Ich habe keine Ahnung, was beim Start los war, ich hatte einfach keine Traktion. Zwei Kurven später musste ich aufpassen, Juan nicht ins Heck zu fahren. Dabei habe ich mich gedreht. Danach ist mir eine ziemlich gute Aufholjagd vom letzten Platz aus gelungen. Von daher kann man sich vorstellen, wo ich gelandet wäre, wenn der Start funktioniert hätte. Wobei ich Fernando Alonso wohl so oder so nicht geschlagen hätte. In der WM schaut es für mich nicht wirklich positiv aus. Es müsste schon viel passieren, damit ich noch eine Titelchance habe. Aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Das Ergebnis ist für beide WM-Wertungen gut. Wir haben die Führung in der Konstrukteurswertung übernommen, und Juan hat direkt zu Michael aufgeschlossen. Juan und Ralf haben fantastische Arbeit geleistet, indem sie nach der ersten Runde von den Plätzen acht bzw. 18 aufgeholt haben. An diesen Positionen hätten sie natürlich niemals sein dürfen. Beide Autos sind furchtbar schlecht gestartet und durch die ersten beiden Kurven gekommen. Dieser Sache werden wir auf den Grund gehen. Es ist gut zu sehen, wie stark unsere Autos auf diesem Typ Rennstrecke sind. Und: Herzlichen Glückwunsch an Fernando Alonso zu seinem ersten Formel-1-Sieg!

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Nach einem total verpatzten Start fanden sich unsere beiden Fahrer mitten im Feld wieder. Im folgenden Gerangel der ersten Runde ist Ralf dann weit nach außen getragen worden und hat sich auf dem staubigen Pistenrand gedreht. Danach lag Juan auf Platz acht und Ralf am Ende des Feldes. Aus diesen ernüchternden Positionen heraus noch auf die Plätze drei und vier zu fahren, war von beiden eine hervorragende Leistung. Und das noch dazu auf einer Strecke, auf der das Überholen sehr schwer fällt. Wir haben nun erstmals in dieser Saison die Führung in der Konstrukteurs-WM übernommen, und der Kampf um den Fahrertitel verspricht zu einem Thriller zu werden: Michael, Juan und Kimi liegen praktisch gleichauf an der Spitze.

Test in Monza: 2.-4. September mit Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher
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Alt 09.09.2003, 20:44     #53
Albert   Albert ist offline
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Großer Preis von Italien - VORSCHAU

Am 14. September beim Großen Preis von Italien in Monza geht das BMW WilliamsF1 Team nach exakt 17 Monaten erstmals wieder als Führender der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure an den Start. In dieser Position war das Team zuletzt vor dem GP von San Marino am 14. April 2002 gewesen. Mit nur acht Punkten Vorsprung bei noch drei ausstehenden Läufen sieht das Team einer spannenden Endphase der Saison entgegen. Obendrein sind gegenwärtig die ersten drei Piloten der Fahrerwertung nur durch jeweils einen Punkt voneinander getrennt.
Zur Vorbereitung auf das Rennen in Italien hat das Team vier Tage lang bis einschließlich 5. September auf dem Hochgeschwindigkeits-Parcours im Königlichen Park getestet. Dabei wurden vor allem Fortschritte in den Bereichen Reifen und Aerodynamik erzielt, außerdem wurde an der Abstimmung für das bevorstehende Rennen gearbeitet.

Juan Pablo Montoya:
Monza ist ein gutes Pflaster für mich. Ich bin dort zwei Mal von der Pole gestartet und habe dort mein erstes F1-Rennen gewonnen. Wir waren beim jüngsten Test recht stark, und das macht uns zuversichtlich für das Rennen. Ich bin gern in Italien. 1990, als ich in der Junioren-Kart-WM fuhr, habe ich einige Zeit in Lonato bei Brescia verbracht. Ich habe mich mit der Sprache befasst und verstehe mittlerweile ganz gut Italienisch. Das Essen ist hervorragend, die Menschen sind freundlich und so leidenschaftlich begeistert für die Formel 1. Die Atmosphäre in Monza ist etwas ganz Besonderes. Natürlich sind viele Ferrari-Fans an der Strecke. Es wäre schon sehr schön, in der Heimat der Scuderia einen weiteren Sieg zu erzielen, allerdings scheint auch Ferrari gut gerüstet zu sein.

Im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft konzentriere ich mich jetzt darauf, Punkte zu sammeln und vor meinen Hauptkonkurrenten Michael und Kimi ins Ziel zu kommen. Der GP Italien wird ein sehr, sehr interessantes Rennen.

Ralf Schumacher:
Nach meinem Testunfall in Monza ist für mich natürlich das Wichtigste, dass ich wieder ganz gesund werde. Doch ich sehe keine Bedenken, warum mein Körper bis zum Rennen nicht wieder ganz fit sein sollte. Der Unfall belastet meine Vorfreude nicht, dafür mag ich das Rennen im Park von Monza zu sehr. Nicht nur, weil uns der BMW Motor einen Vorteil in den vielen und langen Vollgas-Abschnitten bringt, sondern auch, weil ich das Wechselspiel zwischen schnell und langsam nicht uninteressant finde. Du musst die Schikanen ganz exakt nehmen, um so viel Geschwindigkeit wie möglich auf Speed-Passagen mitzunehmen. Dabei solltest du aber die Randsteine am Ausgang der Schikanen ordentlich einbeziehen. In dem Moment, in dem dein Auto zu hüpfen beginnt, hast du schon verloren.

Ich werde versuchen, meine Mini-Chance auf den Titel zu erhalten. Noch wichtiger ist aber, dass wir als Team auftreten und die Führung in der Konstrukteurs-WM verteidigen.

Sam Michael (WilliamsF1, Chief Operations Engineer):
Monza unterscheidet sich stark von den anderen Strecken des F1-Kalenders. Spitzengeschwindigkeiten von über 360 km/h treiben die Autos an ihre Grenzen. Mit langen Geraden, drei mittelschnellen Kurven und den Schikanen verlangt der Kurs den Bremsen und den Motoren alles ab.

Bei der Fahrzeugabstimmung ist es wichtig, das Überfahren der Randsteine zu berücksichtigen und gleichzeitig Bremsstabilität zu gewährleisten. Für die Rennstrategie muss man einkalkulieren, dass Überholvorgänge wahrscheinlich sind, sowohl wegen der Länge der Geraden als auch wegen der daraus resultierenden Windschatten-Möglichkeiten

Wie üblich haben wir im Rahmen unserer Weiterentwicklungen auch für den kommenden GP ein paar aerodynamische und mechanische Verbesserungen in petto. Außerdem haben wir zwei neue Reifenmischungen zur Verfügung, die wir mit Michelin entwickelt haben.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Monza ist der letzte echte Hochgeschwindigkeitskurs im Formel-1-Kalender. Als solcher ist er für uns als Motorenhersteller ein Saisonhöhepunkt. Allerdings auch eine gewaltige Herausforderung. Im Vorjahr ist Juan Pablo im Qualifying mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 259,827 km/h und einer Spitzendrehzahl von über 19.000 U/min eine Weltrekord-Runde gefahren. Unser BMW P83 ist mit dem Streckenprofil von Monza bestens vertraut, da es als Referenz für die Dauererprobung auf den Prüfständen in München simuliert wird. Als Team haben wir vor Monza erstmals die Führung in der Konstrukteurs-WM übernommen, nach dem schwachen Saisonstart eine unglaubliche Entwicklung. Auch in der Fahrerwertung ist Juan Pablo ganz vorn dabei. Wir wollen unsere Position auf dem Powerkurs Monza festigen.

Zahlen und Fakten
  • Nirgendwo wurden mehr GP ausgetragen als in Monza: 2003 startet die Formel 1 dort zum 53. Mal. Lediglich ein Großer Preis von Italien fand andernorts statt, 1980 in Imola.
  • Für WilliamsF1 stehen in Monza sechs Siege zu Buche, für BMW zwei. Den jüngsten Monza-Erfolg erzielten die beiden Partner gemeinsam: 2001 feierte Juan Pablo Montoya dort seinen ersten Formel-1-Sieg.
  • In Monza sind verschiedene Industrien ansässig. Die Stadt zählt gut 120.000 Einwohner und liegt in der Provinz Mailand.
  • Die Rennstrecke befindet sich im von hohen Mauern umgebenen Königlichen Park von Monza. Sie wurde in ihrer langen Geschichte vielfach umgebaut. Überreste einer Steilwand sind stumme Zeugen ihrer frühen Zeit.
  • Heute misst eine Runde auf dem Kurs 5,793 Kilometer, die Renndistanz beträgt 53 Runden (306,720 km).
  • 2002 stellte das BMW WilliamsF1 Team im Qualifying von Monza zwei Rekorde auf: Juan Pablo Montoya erreichte auf dem Weg zu seiner siebten Saison-Poleposition eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 259,827 km/h und überbot damit eine 17 Jahre alte Bestmarke, die Keke Rosberg 1985 im englischen Silverstone mit einem WilliamsF1 FW10 gesetzt hatte. Den zweiten Rekord stellte der BMW V10-Zylinder auf, indem er erstmals über 19.000 Umdrehungen pro Minute leistete.
  • Ralf Schumacher startete im Vorjahr von Platz drei hinter dem Ferrari seines Bruders.
  • Beide Piloten des BMW WilliamsF1 Teams schieden im Großen Preis von Italien 2002 mit technischen Defekten aus. Sieger wurde Rubens Barrichello auf Ferrari, der in 1.23,657 Minuten auch den aktuellen Rundenrekord aufstellte.
  • Der 14. von 16 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003 wird in Monza am 14. September 2003 um 14.00 Uhr gestartet.
  • IAA: Am Mittwoch, dem 17. September, werden Ralf Schumacher und Mario Theissen sowie die BMW Werksfahrer Dirk Müller und Jörg Müller den BMW Stand auf der IAA in Frankfurt besuchen. Es werden u.a. Interviews auf der Bühne geführt. Für Akkreditierungen wenden Sie sich bitte an die IAA-Pressestelle im Kongresszentrum.
Juan Pablo Montoya #3
Geboren: 20.09.75, Bogota (COL)
Nationalität: Kolumbianer
Wohnort: Monte Carlo (MCO)
Familienstand: Verheiratet mit Connie
Größe: 1,68 m
Gewicht: 72 kg
F1-Debüt: 2001, Melbourne
Grands Prix : 47
Polepositions: 11
Siege: 3
WM-Punkte insg.: 152
WM-Punkte 2003: 71 (2. Platz)
Schnellste Runden: 9

GP 2003 Qualifying/Rennen/Punkte
Australien: 3./2./8
Malaysia: 8./12./-
Brasilien: 9./Unfall/-
San Marino: 4./7./2
Spanien: 9./4./5
Österreich: 3./Ausfall/0
Monaco: 3./1./10
Kanada: 2./3./6
Europa: 4./2./8
Frankreich: 2./2./8
England: 7./2./8
Deutschland: 1./1./10
Ungarn: 4./3./6


Ralf Schumacher #4
Geboren: 30.06.75, Hürth (DEU)
Nationalität: Deutscher
Wohnort: Salzburg (AUT)
Familienstand: Verheiratet mit Cora, Sohn David
Größe: 1,78 m
Gewicht: 73 kg
F1-Debüt: 1997, Melbourne
Grands Prix : 113
Polepositions: 4
Siege: 6
WM-Punkte insg.: 235
WM-Punkte 2003: 58 (4. Platz)
Schnellste Runden: 6

GP 2003 Qualifying/Rennen/Punkte
Australien: 9./8./1
Malaysia: 17./4./5
Brasilien: 6./7./2
San Marino: 2./4./5
Spanien: 7./5./4
Österreich: 10./6./3
Monaco: 1./4./5
Kanada: 1./2./8
Europa: 3./1./10
Frankreich: 1./1./10
England: 7./2./8
Deutschland: 2./Ausfall/-
Ungarn: 2./4./5

Mit 129 Punkten führt das BMW WilliamsF1 Team derzeit in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure.

Geändert von Albert (14.09.2003 um 19:24 Uhr)
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Alt 14.09.2003, 19:16     #54
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Großer Preis von Italien - 1. Qualifikation (12.09.2003)

Wetter: sonnig, trocken, 26°Luft, 43°C Asphalt
Monza (ITA). Das BMW WilliamsF1 Team sieht das erste Qualifying zum Großen Preis von Italien mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Juan Pablo Montoya fuhr Bestzeit, Ralf Schumacher indes wurde seine Rundenzeit aberkannt, nachdem er in der Schikane geradeaus gerutscht war. Damit wird er im Qualifying am Samstag gleich zu Beginn auf die Strecke gehen müssen, während Montoya den Vorteil des letzten Starters genießt.

Juan Pablo Montoya: 1.
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.20,656 min


Im freien Training am Vormittag war ich recht unzufrieden mit der Balance meines Autos. Aber nach ein paar Änderungen sind wir nun wieder auf dem richtigen Weg und sollten konkurrenzfähig sein. Vor dem Qualifying war ich noch etwas unsicher, aber das Auto verhielt sich exakt so, wie es sollte. Das war gute Arbeit. Wir waren hier vergangene Woche beim Testen auch schnell unterwegs und sind zuversichtlich für das verbleibende Wochenende. Zudem werden wir morgen von der dann saubereren Strecke profitieren. Es ist natürlich immer gut, vor Michael und Kimi zu sein, aber heute ist das nicht wirklich etwas wert. Das Ergebnis morgen zählt.

Ralf Schumacher: Ohne Zeit
Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 04)
Schnellste Runde: 1.21,965 min


Mein Qualifying ging leider schief, mein Fehler. Ich habe vor der Schikane einfach zu spät gebremst und musste geradeaus fahren. Das Handling meines Autos war sehr gut, und das ist viel versprechend für das Abschlussqualifying und das Rennen am Sonntag. Ich bin heute erstmals mit den neuen, veränderten Michelin-Reifen gefahren und muss sagen, sie bedeuten einen weiteren Fortschritt für uns. Erwartungsgemäß ist Ferrari hier sehr stark, wir müssen hart arbeiten.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Es freut uns, wie schnell unser Auto auf dieser Strecke ist. Die Reifen funktionieren gut und werden im Rennen sicher eine entscheidende Rolle spielen. Juan ist eine gute Runde gelungen, Ralf ist in der Schikane leider ein Fehler unterlaufen. Das müssen wir im morgigen Qualifying wieder gerade rücken.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Im ersten Qualifying haben wir den erwarteten engen Kampf zwischen unserem Team und Ferrari gesehen. Es gab keine technischen Probleme. Monza ist als letzter echter Power-Kurs der Formel 1 die größte Herausforderung für BMW als Motorenhersteller. Deshalb ist dieses Streckenprofil auch die Referenz für unsere Prüfstandsläufe. Diese Prüfung hat der Motor für 2004, der P84, bereits im Juli in der Münchner Fabrik bestanden. Am 4. September beim Monza-Test haben wir den P84 in seiner Spezifikation für die Saison 2004 auch erstmals im Fahrbetrieb erprobt. Wir sind somit unserem Zeitplan voraus und mit den Test-Ergebnissen sehr zufrieden.
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Alt 14.09.2003, 19:18     #55
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Großer Preis von Italien - 2. Qualifikation (13.09.2003)

Wetter: sonnig, trocken, 25°Luft, 46°C Asphalt
Monza (ITA). Juan Pablo Montoya startet am Sonntag von Startplatz zwei zum Großen Preis von Italien. Marc Gené qualifizierte sich mit dem zweiten FW25 für Startplatz fünf. Der Spanier ist für Ralf Schumacher eingesprungen, der noch unter den Folgen des Testunfalls in der vergangenen Woche leidet. Schumacher bestritt am Freitag noch das erste Qualifying, entschied sich aber Samstag früh zusammen mit dem Team und Sid Watkins (FIA Medical Delegate) gegen eine GP-Teilnahme.

Juan Pablo Montoya: 2.
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.21,014 min


Meine Runde war gut. Ich hatte auf dem Display gesehen, dass ich in den ersten beiden Sektoren Schnellster war. Aber dann hat mein Auto stark untersteuert, und ich habe in der Ascari-Kurve einen Fehler gemacht habe, ich ließ mich zu weit nach außen tragen. Aber ich musste alles geben. Unser Auto wird im Rennen sehr gut sein, die Reifen auch. Allerdings habe ich erneut den Nachteil, auf der schmutzigen Fahrbahnseite starten zu müssen. Marc hat großartige Arbeit geleistet. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er als Erster fahren musste und das Grip-Level der Strecke später erheblich gestiegen ist.

Marc Gené: 5.
Chassis: FW25 07
Schnellste Runde: 1.21,834 min


Ich dachte, ich träume noch, als mich heute Morgen der überraschende Anruf erreichte, dass ich für Ralf einspringen soll. Schade für ihn, aber ich bin sicher, dass er zum nächsten Rennen wieder fit ist. Die Voraussetzungen für so einen plötzlichen Einsatz könnten für mich nicht besser sein: Immerhin habe ich hier in der vergangenen Woche getestet. Und außerdem ist es gut, dass ich neben meiner Aufgabe als Testfahrer auch regelmäßig Rennen fahre und in Übung bleibe. Ich hoffe, dass ich das Team hier im Titelkampf gut unterstützen kann. Allerdings war meine Qualifying-Runde nicht sehr gut. Ich habe in der ersten und in der zweiten Schikane Fehler gemacht. Andererseits: Bis heute war mein bestes F1-Qualifying-Ergebnis Platz 15.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Es war ein gutes Qualifying für das BMW WilliamsF1 Team. Juans Runde war bis auf einen kleinen Fehler in Ascari gut, er hat eine gute Ausgangsposition für morgen. Und Marcs Leistung ist wirklich phantastisch, wenn man bedenkt, wie kurzfristig er einspringen musste.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):
Das war das erwartet enge Duell zwischen Ferrari und unserem Team, und dies wird sich auch im Rennen fortsetzen. Michael Schumacher und Juan Pablo sind nur durch einen Wimpernschlag getrennt, dahinter lauert Kimi Räikkönen. Ich bin gespannt, wer wie viel getankt hat. Jeder Testfahrer hofft, dass er im Rennen einmal eine echte Chance erhält. Auch, wenn dies so kurzfristig geschieht, wie heute in der Früh bei Marc. Dann geht es darum, diese Chance auch zu nutzen. Das ist Marc im Qualifying gelungen. Großes Kompliment an ihn für seine Leistung.
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Alt 14.09.2003, 19:19     #56
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Marc Gené vertritt Ralf Schumacher in Monza

BMW WilliamsF1 Team Fahrer Ralf Schumacher wird nicht zum Großen Preis von Italien in Monza antreten

Nachdem er Freitag das freie Training und das erste Qualifying bestritten hatte, fühlte sich Schumacher nicht hundertprozentig fit. Nach Rücksprache mit Sid Watkins (FIA Medical Delegate) entschied er gemeinsam mit dem BMW WilliamsF1 Team, auf den Start zu verzichten.

Ralf Schumacher hatte am 2. September beim Monza-Test einen schweren Unfall überstanden. Er wird sich nun noch einige Tage erholen, um für den Großen Preis der USA am 28. September wieder voll leistungsfähig zu sein.

Der Spanier Marc Gené, offizieller Testfahrer des BMW WilliamsF1 Teams, wird den Deutschen für den Rest des Monza-Wochenendes ersetzen.
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Alt 14.09.2003, 19:21     #57
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Großer Preis von Italien - Rennen (14.09.2003)

Wetter: sonnig, trocken, 23-24°Luft, 41-42°C Asphalt

Monza (ITA). Das BMW WilliamsF1 Team hat in Monza beim 14. Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft die Führung in der Konstrukteurswertung verteidigt. Die Mannschaft liegt bei zwei noch ausstehenden WM-Läufen vier Zähler vor Ferrari. Juan Pablo Montoya kam in Italien als Zweiter hinter Titelverteidiger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel. Montoya ist weiterhin Tabellenzweiter, er hat drei Punkte Rückstand auf Schumacher. Marc Gené, der für Ralf Schumacher eingesprungen war, belegte mit dem zweiten FW25 Rang fünf.

Juan Pablo Montoya: 2.
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.22,126 min in Rd. 31 (drittschnellste insg.)


Nach einem guten Start habe ich in der ersten Schikane die erstbeste Möglichkeit genutzt, um Michael anzugreifen. Wir waren ziemlich gleichauf, aber dann konnte er besser beschleunigen. Das Manöver war von beiden sauber, wir können uns beide keinen Ausfall leisten. Mein zweiter Reifensatz war besonders gut, deshalb konnte ich aufholen. Im letzten Renndrittel steckte ich dann aber im Verkehr fest und habe entschieden, nicht zu viel zu riskieren. Wir hatten damit gerechnet, dass Ferrari hier stark sein würde. Ich habe nur zwei Punkte auf Michael verloren und liege nun drei Punkte hinter ihm bei noch zwei ausstehenden Rennen. Damit lässt sich leben. Ferrari hatte einen höheren Topspeed als wir hier in Monza, wo man mit wenig Abtrieb fährt. Anders als auf den beiden Strecken, die jetzt noch auf dem Programm stehen.

Marc Gené: 5.
Chassis: FW25 07
Schnellste Runde: 1.22,413 min in Rd. 12 (fünftschnellste insg.)


Das ist das beste Ergebnis meiner Formel-1-Karriere, und ich bin sehr glücklich darüber. Eigentlich ist das nicht überraschend, immerhin habe ich eines der besten Autos des Feldes übernommen. Beim Start hatte ich Probleme mit Jarno Trulli und habe drei Positionen verloren. Ansonsten lief das Rennen sehr gut. Wenn man so eine Chance bekommt wie ich heute, dann muss man sie nutzen. Ich wollte auf keinen Fall Fehler machen. Ich denke, das Team ist zufrieden mit meiner Leistung und den Punkten, die ich beisteuern konnte. Ich glaube, je mehr ein Fahrer testet, desto besser wird er auch.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Es war ein hartes und gutes Rennen für uns. Wir haben getan, was in unseren Möglichkeiten lag. Michael war uns heute offenbar überlegen. Juan ist fehlerfrei gefahren, die Punkte für seinen zweiten Platz sind für uns sehr wertvoll. Marc war ebenfalls hervorragend unterwegs, obwohl er kaum Zeit hatte, sich auf das Rennen vorzubereiten. Die Mannschaft hat zudem gut funktioniert, die Boxenstopps haben gut geklappt. Wir sehen einem extrem aufregenden Meisterschaftsfinale entgegen.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):
Es war das erwartet harte Rennen mit dem besseren Ende für Ferrari. Es wird schwer für uns, die harte Nuss Ferrari zu knacken. Aber ich erwarte einen spannenden Kampf bis zum Finale. Der eigentliche Sieger heute heißt für mich Marc Gené. Er hat seine Chance genutzt, einen tollen Job gemacht und das Maximale erreicht. Und was in dieser Phase wichtig ist: Wir haben beide Autos ins Ziel und in die Punkteränge gebracht.
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Alt 21.09.2003, 12:00     #58
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Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
Großer Preis der USA – 26.-28. September 2003 – VORSCHAU

Nach 14 von 16 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003 zeichnet sich noch immer keine Dominanz ab. Sowohl der Kampf um den Konstrukteurstitel als auch die WM der Fahrer sind offen. Wer gewinnen will, muss in den verbleibenden zwei Grands Prix fehlerfrei arbeiten – und möglichst siegen. Der Große Preis der USA am 28. September wird mit größter Spannung erwartet.

Die Rennstrecke in Indianapolis gehört nicht zu den engsten Vertrauten der Formel 1. Dort wird erst zum vierten Mal gefahren, Testmöglichkeiten gibt es keine. Obendrein stellt die Strecke mit einer besonders langen Geraden und einem extrem winkligen Abschnitt im Innenraum widersprüchliche Anforderungen an die Fahrzeugabstimmung.

Juan Pablo Montoya:

Der ‘Brickyard’ weckt sehr gute Erinnerungen in mir. In erster Linie natürlich an den Sieg bei den Indy 500 im Jahr 2000, aber auch an meine Zeit in der CART-Serie, weil mein Team in Indianapolis ansässig war. Die Atmosphäre mit der Musik und den gewaltigen Tribünen, voll mit Fahnen schwenkenden Menschen ist einfach großartig. Ich bin sicher, es werden wieder viele Kolumbianer anreisen, um mich anzufeuern. Indy ist eine Art Heimrennen für mich. Ich denke, ich kann und muss meinen Anhängern eine gute Vorstellung bieten. Unser Auto kann auf dem Speedway definitiv eine gute Figur machen. Wir haben den starken BMW Motor für die lange Gerade. Ich freue mich auf einen engen Kampf mit der Konkurrenz. Wir haben jetzt vor allem zwei Ziele im Auge: Unser Team sollte sich die Konstrukteurs-WM sichern, und ich muss zu Michael in der Fahrerwertung aufschließen und ihn, wenn irgend möglich, in den Punkten überholen. Der US Grand Prix sollte ein gutes Rennen für mich werden. Wir müssen dort das Beste aus unseren Möglichkeiten machen, denn ich weiß, dass der GP Japan Michaels Fahrstil eher entgegen kommt. Ich werde ein paar Tage früher in die USA fliegen. Zum einen, um mich zu akklimatisieren, zum anderen, um Marketing-Termine wahrzunehmen.

Ralf Schumacher:

Nachdem ich das Rennen in Monza wegen der Folgen des Testunfalls auslassen musste, gehe ich davon aus, dass ich zum Grand Prix der USA wieder hundertprozentig fit bin. Ich tue jedenfalls alles dafür, um in Indianapolis dabei zu sein. Ich bin zwar kein ausgesprochener USA-Fan, aber Indy als Hochburg des amerikanischen Rennsports: Das ist schon etwas Besonderes! Ich mag den Kurs, weil er viel Rhythmus hat - er ist sehr schnell, und man kann überholen. Dafür sorgt die lange Gerade, und speziell die erste Kurve eingangs der Steilwand ist eine gute Stelle zum Angreifen. Technisch ist die Strecke verdammt anspruchsvoll: Auf besagter Geraden, auf der man über 20 Sekunden lang Vollgas gibt, ist nichts als Power gefragt. Die haben wir, dank BMW. Im extra für die Formel 1 gebauten Infield dagegen braucht man vor allem Abtrieb in den vielen Kurven. Von daher muss man beim Set-up einen schwierigen Kompromiss finden, um diese Gegensätze in den Griff zu kriegen. Das Erlebnis aus dem Vorjahr habe ich verdaut, auch wenn ich nicht unbedingt die besten Erinnerungen daran habe: Da ist passiert, was einem eigentlich nie passieren sollte – eine Kollision zwischen Teamkollegen! Ich denke, in diesem Jahr werden alle mit großer Umsicht zu Werke gehen.

Sam Michael (WilliamsF1, Chief Operations Engineer):

Indianapolis stellt einzigartige Anforderungen. Für den größten Teil der Runde, die vielen Kurven im Innenraum, wünscht man sich maximalen Abtrieb. Für die anschließende lange Gerade, auf der über 20 Sekunden lang Vollgas gefahren wird, möchte man die Flügel so flach wie irgend möglich einstellen.

Angesichts der Leistungsdichte an der WM-Spitze kann jeder kleine Fehler die Titelhoffnungen zerstören. Im Grunde sind WM-Punkte aus dem ersten Rennen genauso wertvoll wie welche aus dem Finale. Mit dem Unterschied: In der Schlussphase bleibt keine Zeit mehr, verlorenen Boden gutzumachen.

Strategisch wird es ein interessantes Rennen. Die Frage ist: Wer traut sich mit wie wenig Kraftstoff zu fahren? Dieses Thema wird durch die Leistungsdichte von Fahrern und Fahrzeugen verstärkt. Wir haben für den US Grand Prix einige neue mechanische und aerodynamische Komponenten vorbereitet, um in den beiden entscheidenden GP wirklich alles auf dem FW25 herauszuholen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Zeichnete sich Monza durch einen mit 73 Prozent insgesamt hohen Volllastanteil aus, ist in Indianapolis die mit über 20 Sekunden pro Runde ausgesprochen lange Dauer-Volllast auf der leicht gebogenen Geraden das entscheidende Kriterium für die Motorbelastung. Auf keiner anderen F1-Strecke wird so lang am Stück ‚Bleifuß’ gefahren. Die Rückkehr der Formel 1 in die USA im Jahr 2000 hat BMW sehr begrüßt. Schließlich sind die Vereinigten Staaten der größte Markt des Unternehmens. Und Indianapolis als Austragungsort ist ein Kronjuwel unter den Rennstrecken. Wir haben uns für diesen technisch sehr anspruchsvollen Parcours aus Abschnitten des legendären Highspeed-Ovals und einem kurvigen Innenraum viel vorgenommen.

Wir befinden uns nun im vierten Jahr unseres Formel-1-Projektes. Dass wir bereits um die Weltmeisterschaft kämpfen können, ist der bisherige Höhepunkt einer kontinuierlichen Steigerung. Den Pokal zu gewinnen, wäre ein enormer Erfolg für unser gesamtes Unternehmen. Wir setzen alles daran, unsere Chancen zu wahren. Natürlich spielt neben dem eigenen Einsatz auch das Glück eine entscheidende Rolle. Auf jeden Fall kann man jetzt schon sagen: Wer am Ende dieser hart umkämpften Saison die Nase vorn hat, der hat den Titel auch verdient.

Zahlen und Fakten
  • 2003 startet die Formel 1 zum vierten Mal in Folge zum Großen Preis der USA in Indianapolis. Die bisherigen Sieger waren Michael Schumacher (2000, Ferrari), Mika Häkkinen (2001, McLaren-Mercedes), Rubens Barrichello (2002, Ferrari).
  • Der erste Grand Prix der USA fand 1959 in Sebring statt und wurde von Bruce McLaren auf Cooper Climax gewonnen. 1960 wechselte die Formel 1 nach Riverside, im Folgejahr dann nach Watkins Glen, wo bis 1980 insgesamt 20 WM-Läufe durchgeführt wurden. Von 1976 bis 1983 trat die F1 zusätzlich acht Mal zum Grand Prix USA-West in Long Beach an. Die Achtziger sahen außerdem zwei F1-Rennen in Las Vegas, eins in Dallas und sieben in Detroit. Von 1989 bis 1991 war Phoenix Austragungsort des GP der USA. Insgesamt starteten Formel-1-Fahrzeuge bisher 46 Mal in den USA.
  • WilliamsF1 gewann fünf Mal in den USA: 1980 Alan Jones, Watkins Glen; 1981 Jones, Las Vegas und Long Beach; 1984 Keke Rosberg, Dallas; 1985 Rosberg, Detroit.
  • Nelson Piquet siegte 1984 in Detroit mit einem Brabham BMW.
  • Im Vorjahr qualifizierten sich Montoya und Schumacher für die Startplätze vier und fünf. Montoya kam trotz einer frühen Kollision mit seinem Teamkollegen als Vierter ins Ziel, Ralf Schumacher musste nach dem Zwischenfall zur Reparatur an die Box und kam letztlich als 16. ins Ziel.
  • Die Rennstrecke von Indianapolis hat für Montoya eine ganz besondere Bedeutung. Im Jahr 2000 schrieb der Kolumbianer Motorsportgeschichte, als er beim legendären 500-Meilen-Rennen auf Anhieb siegte. Seit 1966 (Graham Hill) hatte niemand mehr diesen Klassiker im ersten Anlauf gewonnen.
  • Die Formel-1-Rennstrecke von Indianapolis ist 4,192 km lang. Das 73-Runden-Rennen führt über eine Gesamtdistanz von 306,016 km. Die Piste bezieht 1822 Meter des beim 500-Meilen-Rennen genutzten Ovals mit ein, gefahren wird allerdings in entgegen gesetzter Richtung, im Uhrzeigersinn. Für die Formel 1 wurde ein enger, mit 13 Kurven gespickter Abschnitt im Innenraum geschaffen.
  • Den Rundenrekord hält seit 2002 Barrichello (1.12,738 min), die Poleposition erzielte im vergangenen Jahr Michael Schumacher in 1.10,790.
  • Das Rennen wird um 13.00 Uhr (20.00 Uhr in Deutschland) am Sonntag, dem 28. September 2003, gestartet.
  • Indianapolis, Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana, hat etwa 800.000 Einwohner. In der Umgebung (Marion County) leben rund 1,6 Mio. Menschen. Indianapolis wurde 1821 gegründet. Geplant auf dem Reißbrett, sind die kreisförmig um das Zentrum verlaufenden Hauptstraßen charakteristisch für die Stadt. Sie haben der heute zwölftgrößten Stadt der USA den Spitzname „circle city“ eingetragen.
Mit 141 Punkten führt das BMW WilliamsF1 Team derzeit in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure.
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Viele Grüße Hermann

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Alt 28.09.2003, 09:24     #59
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Großer Preis der USA – 1. Qualifikation 26. September 2003

Wetter: bedeckt, trockene Strecke für beide Fahrer, 16°Luft, 19-20°C Asphalt

Indianapolis (USA). Reibungsloser Auftakt für das BMW WilliamsF1 Team in Indianapolis: Im ersten Einzelzeitfahren am Freitag vor dem Großen Preis der USA belegten Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya bei unbeständiger und kühler Witterung die Plätze vier und fünf.

Ralf Schumacher: 4.

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: 1.10,222 min


Ich bin mit dem heute Erreichten einigermaßen zufrieden und fühle mich auch relativ gut. Meine Runde war allerdings nicht toll. Ich habe vor der ersten Kurve zu spät gebremst, mein Auto untersteuerte etwas. Es ist schade, dass wir heute Vormittag noch nicht die optimale Fahrzeugbalance gefunden haben, aber wir hatten nun einmal nicht sehr viel Zeit auf trockener Strecke. Dennoch bin ich zuversichtlich. Ich glaube, wir haben das beste Gesamtpaket hier, und Ferrari wird sich mächtig anstrengen müssen, um hier zu gewinnen.

Juan Pablo Montoya: 5.

Chassis: FW25 06 (T-Car FW25 04)

Schnellste Runde: 1.10,372 min


Ich war mir nicht ganz sicher, ob die Abstimmung wirklich passen würde, weil ich im freien Training am Vormittag nicht allzu viele Runden auf trockener Strecke gefahren bin. Auf meiner Qualifying-Runde habe ich etwas Zeit verloren, weil ich vor ein paar Kurven zu früh gebremst habe. Ich hoffe, dass es am Samstag und Sonntag trocken sein wird, wenngleich Michelin hier sehr gute Regenreifen parat hat. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auto, ich denke, wir haben für dieses Wochenende ein rundum gutes Paket geschnürt. Ich war zwar heute nicht der Schnellste, aber immerhin schneller als meine WM-Rivalen, und das ist momentan das Wichtigste.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Während der ersten zehn Autos wurden die Streckenbedingungen besser, und dann begann es zu regnen. Beides macht eine Einschätzung der Rundenzeiten schwierig. Wir hatten jedenfalls einen recht guten Freitag und werden uns jetzt weiter mit der Rennabstimmung auseinander setzen. Wir sind zuversichtlich, dass wir morgen im zweiten Qualifying den Sprung an die Spitze schaffen können.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das heutige erste Qualifying wurde leider durch das Wetter beeinflusst. Die zweite Hälfte des Feldes musste auf nasser Strecke antreten. Unsere Fahrer fanden zu Beginn gute Verhältnisse vor und starten damit im morgigen zweiten Qualifying in der letzten Fünfer-Gruppe. Sofern das Wetter nicht auch morgen Einfluss nimmt, ist dies eine gute Ausgangsposition. BMW hat für Indianapolis und Suzuka auf der Motorenseite noch einmal etwas zugelegt, beide Autos liefen problemlos.
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Alt 28.09.2003, 09:28     #60
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Großer Preis der USA – 2. Qualifikation 27. September 2003

Wetter: trocken, wechselnd wolkig, 18-20°Luft, 23-34°C Asphalt

Indianapolis (USA). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams starten am Sonntag aus der zweiten bzw. dritten Reihe zum Großen Preis der USA. Juan Pablo Montoya qualifizierte sich für Platz vier, Ralf Schumacher für Position fünf.

Juan Pablo Montoya: 4.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.11,948 min


Im ersten Sektor war ich schnell, aber im zweiten und dritten habe ich rund drei Zehntelsekunden verloren, weil mein Auto übersteuerte. Es hätte heute etwas besser laufen können, aber ich denke trotzdem, dass wir ein gutes Rennen vor uns haben. Ich möchte den vielen Fans aus meiner Heimat, die mich hier so ungeheuer anfeuern, schließlich etwas bieten. Ich weiß, dass ich ein hervorragendes Auto habe. Außerdem haben wir ordentlich Motorleistung, und das ist hier wichtig. Es ist interessant, Kimi und nicht Michael ganz vorn zu sehen. Kimi ist eben immer für eine Überraschung gut.

Ralf Schumacher: 5.

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: 1.12,078 min


Der erste Teil meiner Runde war sehr schwach, wie man an der Sektor-Zeit eindeutig ablesen kann. Abgesehen davon mussten wir zwischen Warm-up und Qualifying Einiges am Auto umbauen. Das waren Spätfolgen meines Ausrutschers im freien Training am Vormittag. Da hatte ich zu spät gebremst und war in die Streckenbegrenzung gerutscht. Dieser Unfall hat natürlich wertvolle Trainingszeit gekostet. So gesehen sollte ich wohl mit meinem Startplatz zufrieden sein. Außerdem starte ich auf der sauberen Streckenseite, das sollte helfen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Wir haben uns weniger gut qualifiziert, als wir uns vorgenommen hatten. Die Balance unserer Autos war nicht optimal. Dennoch sind wir zuversichtlich, morgen ein starkes Rennen fahren zu können. Und angesichts der Startaufstellung wird es auf jeden Fall spannend, dessen bin ich mir sicher.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Beide Fahrer hatten keine optimale Runde und waren auch mit dem Handling ihrer Autos nicht ganz zufrieden. Was die Startplätze vier und fünf wert sind, werden wir morgen bei den ersten Tankstopps sehen. Abgesehen vom Timing der Boxenstopps wird es entscheidend sein, wem Überholvorgänge auf der Geraden des Ovals gelingen. Von der Höchstgeschwindigkeit her haben unsere Fahrer hierfür gute Voraussetzungen.
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Viele Grüße Hermann

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