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Alt 15.06.2003, 09:59     #31
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Großer Preis von Kanada – 1. Qualifikation 13. Juni 2003

Wetter: Regen, nasse Strecke, 16°Luft, 16°C Asphalt

Montreal (CDN). Im ersten völlig verregneten Einzelzeitfahren der Saison landeten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher am Freitag auf den Plätzen zwölf und 15. Damit werden sie am Samstag zum Abschlussqualifying für den Großen Preis von Kanada in Montreal als Sechster und Neunter auf die Strecke gehen.

Juan Pablo Montoya: 12.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.37,479 min


Das waren wirklich keine idealen Qualifying-Bedingungen heute. Wir haben uns in letzter Minute für Regenreifen, für „full wets“, entschieden, nachdem wir gesehen hatten, wie die anderen Michelin-Fahrer mit den „shallow wets“ für leichteren Regen strauchelten. Aber auch das hat bei diesem Guss nicht wirklich viel geholfen. Ich hatte kaum Grip, und das Handling des Autos war problematisch. Wir können daran arbeiten und unser Auto für Samstag verbessern, allerdings herrschen dann vielleicht völlig andere Bedingungen.

Ralf Schumacher: 15.

Chassis: FW25 05

Schnellste Runde: 1.38,210 min


Bei meiner Runde war sehr viel Pech im Spiel, da es kurz zuvor noch stärker zu regnen begonnen hatte. Wenn man den direkten Vergleich zu Jarno Trulli heranzieht, der direkt nach mir noch um drei Sekunden langsamer war, dann kann man sich ungefähr vorstellen, wie schwierig es war, das Auto in dieser Phase überhaupt auf der Straße zu halten. Im freien Training am Vormittag war ich zu dem Zeitpunkt, als es am heftigsten regnete, einer der Schnellsten. Das zeigt: Grundsätzlich sollten wir auch so einem Wetter gewachsen sein, auch wenn es im heutigen Qualifying nicht danach ausgesehen hat.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Die Bedingungen waren schwierig. Juan hat auf seiner Qualifyingrunde vor Kurve sieben einmal die Räder blockiert, das hat ihn eine bis anderthalb Sekunden gekostet. Als Ralf fuhr, war der Regen wohl etwas heftiger. So oder so: Dies könnten die Bedingungen sein, mit denen wir für den Rest des Wochenendes leben müssen. Und wir haben noch ordentlich Arbeit vor uns, um die Autos für morgen abzustimmen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Prägende Faktoren dieses Qualifyings waren das Wetter, die geringe Zeit, die zur Verfügung stand, um die Autos für diese Situation abzustimmen, und natürlich die Reifen. Unsere beiden Fahrer haben unterschiedliche Reifen verwendet, aber das Ergebnis war ähnlich. Ralf fuhr „shallow wets“, Juan „full wets“. Beide waren nicht zufrieden.
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Alt 15.06.2003, 10:01     #32
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Großer Preis von Kanada – 2. Qualifikation 14. Juni 2003

Wetter: trocken, bewölkt, 15°Luft, 18°C Asphalt

Montreal (CDN). Souveräne Vorstellung des BMW WilliamsF1 Teams: Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya starten am Sonntag aus der ersten Reihe zum Großen Preis von Kanada in Montreal. Für das Team ist es nach den GP Deutschland und Belgien im Jahr 2001 und dem GP Europa 2002 das dritte Mal, dass beide Fahrzeuge ganz vorn stehen. Schumacher erzielte die dritte Poleposition seiner F1-Karriere und die zweite in Folge. Für das BMW WilliamsF1 Team ist es die 13. Pole seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2000.

Ralf Schumacher: 1.

Chassis: FW25 05

Schnellste Runde: 1.15,529 min


Meine Runde war wirklich gut. Mein Auto lag gut, es hat alles gepasst. Auch unsere Michelin-Reifen scheinen gerade diese Wetterbedingungen besonders zu mögen – es ist nicht zu kalt und etwas feucht. Ich bin auch von unserer Rennstrategie überzeugt. Allerdings habe ich ja gerade in Monaco erlebt, dass in einem langen Rennen viel passieren kann. Ich würde hier natürlich gerne nachholen, was mir vor 14 Tagen entgangen ist, zumal ich die Strecke und Montreal besonders mag. Das wird morgen ein sehr spannendes Rennen.

Juan Pablo Montoya: 2.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.15,923 min

Ich bin schon etwas überrascht, dass wir zusammen in der ersten Reihe stehen. Wir wussten, dass wir hier gut sein würden, aber nicht unbedingt so gut. Ich habe in Kurve drei einen Fehler gemacht, der etwas Zeit gekostet hat, und vielleicht war die Reifenwahl, die wir kurzfristig für mein Auto getroffen haben, auch nicht ideal. Dennoch: Alles in allem sind wir gut in Form. Es ist ganz eindeutig, dass unsere Trockenreifen konkurrenzfähiger sind als unsere Regenreifen. Es wird sicher ein tolles Rennen. Wir sind gut gerüstet und haben jede Menge Motorleistung.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Wieder mit beiden Autos in der ersten Startreihe zu stehen, das ist ein phantastischer Tag für uns. Die Fahrer und die Ingenieure haben hervorragende Arbeit geleistet, indem sie die Autos unter diesen schwierigen Bedingungen auf das gute Niveau gebracht haben, auf dem sie heute waren. Immerhin war das Abschlussqualifying die erste Session dieses Wochenendes, bei der die Strecke richtig trocken war. Wir sind auch bezüglich unserer Rennstrategie und Reifenwahl für morgen sehr zuversichtlich.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Vor fast genau einem Jahr haben wir auf dem Nürburgring zuletzt mit beiden Autos in der ersten Reihe gestanden. Nach dem Sieg und der Poleposition in Monaco bestätigt diese Leistung unseren Aufwärtstrend. Entscheidend für den Erfolg war, dass die Strecke über Mittag komplett abtrocknete. Beide Fahrer hatten gute Runden, Ralf sogar eine hervorragende. Mit diesen Startplätzen war nach unserem schlechten Abschneiden im verregneten Qualifying am Freitag nicht zu rechnen. Ein Riesenkompliment an das gesamte Team!
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Alt 15.06.2003, 22:13     #33
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Großer Preis von Kanada – RENNEN 15. Juni 2003

Wetter: trocken, 20-21°Luft, 28-32°C Asphalt

Montreal (CDN). Erfolgreiches Wochenende für das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von Kanada in Montreal: Zum vierten Mal in der Karriere der deutsch-englischen Partnerschaft waren beide Piloten gemeinsam aus der ersten Reihe gestartet, und zum ersten Mal seit dem Großen Preis von Deutschland 2002 standen sie wieder gemeinsam auf dem Podium. Ralf Schumacher belegte im Rennen am Sonntag Platz zwei hinter seinem Bruder Michael, der die WM-Führung von Kimi Räikkonen übernahm. Juan Pablo Montoya wurde Dritter. In der Fahrer-WM hat sich Ralf Schumacher auf Platz vier verbessert, Montoya ist Fünfter. Das BMW WilliamsF1 Team festigte Platz drei in der WM der Konstrukteure und verkürzte den Rückstand zu Tabellenführer Ferrari auf 21 Punkte.

Ralf Schumacher: 2.

Chassis: FW25 05

Schnellste Runde: 1.16,599 min in Rd. 48 (fünftschnellste insg.)


Acht Punkte für mich und sechs für Juan – diese zwei Podestplätze sind super für unser Team. Natürlich ist es etwas enttäuschend, dass ich zwar erneut die Poleposition geschafft habe, sie aber nicht in einen Sieg verwandeln konnte. Ich hatte leider keine Chance, Michael zu überholen, obwohl ich förmlich an seinem Heck geklebt habe. Nervig war, dass der linke Spiegel brach und in einigen Kurven gegen meinen Helm schlug. Ich habe während des gesamten Rennens keine neuen Vorderreifen aufziehen lassen, weil der erste Satz in der Anfangsphase heftiges Graining hatte, es klebte jede Menge abgeriebener Gummi an der Lauffläche. Das wollte ich nicht noch einmal durchmachen. Dieses Ergebnis hier zeigt eindeutig, welch große Fortschritte wir gemacht haben. Nach einem schwierigen Saisonstart sind wir auf dem richtigen Weg.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.16,349 min in Rd. 39 (zweitschnellste insg.)


Wir haben heute zwar eine gute Leistung gebracht, hatten uns aber ein noch besseres Ergebnis gewünscht. Ich habe in der zweiten Runde einen Fehler gemacht und ein paar Positionen verloren, die ich mir dann wieder zurückerkämpfen musste. Mein Rennen war hart. Ich hatte Probleme beim Bremsen, weshalb ich mehrere Male die Schikane verpasst habe. Außerdem musste ich die Gänge manuell runterschalten, was ich nicht gewohnt bin. Ich hatte das gleiche Problem wie Ralf mit einem Außenspiegel. Zum Schluss konnte ich zu Michael und Ralf aufschließen, aber ich hatte keine Chance, sie zu überholen. Wir haben in Kanada erneut gezeigt, dass wir uns stark verbessert haben.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Das ist ein gutes Resultat für das Team, auch wenn es uns nicht gelungen ist, Michael Schumacher von Position eins zu verdrängen. Er war während seines ersten Renndrittels sehr schnell unterwegs, musste dann aber bis zum Rennende Tempo rausnehmen – warum auch immer. Es ist offensichtlich, dass die Leistung unserer Autos sich immer mehr verbessert. Das ganze Team hat hier in Montreal einen erstklassigen Job gemacht. Nun freuen wir uns auf das kommende Rennen am Nürburgring.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war von der ersten bis zur letzten Runde ein sehr spannendes Rennen. Michael Schumacher war der erwartet schwere Gegner. Dass erstmals seit Hockenheim 2002 wieder beide Fahrer auf dem Podium standen, ist für unser Team ein Riesenerfolg. Die erste Startreihe und die Plätze zwei und drei im Rennen haben nach dem Erfolg in Monaco bestätigt, dass wir auch auf einer völlig anders gearteten Strecke ganz vorn sein können.
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Alt 20.06.2003, 19:12     #34
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Großer Preis von Europa – 27.-29. Juni 2003 – VORSCHAU

Das BMW WilliamsF1 Team ist weiter auf dem Vormarsch: Nach Poleposition und Sieg in Monaco folgten in Kanada die Startplätze eins und zwei, nach dem Rennen standen Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya als Zweiter und Dritter gemeinsam auf dem Podium. Beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring (27. bis 29. Juni 2003) will das Team seinen Aufwärtstrend fortsetzen.

Der erneut leicht modifizierte und nun 5,148 Kilometer lange Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings verlangt Spitzenleistungen in den Disziplinen Abtrieb, Balance, Bremsverhalten und Traktion. Zünglein an der Waage spielt in der Eifel häufig das Wetter.

Ralf Schumacher:

Nach den jüngsten Ergebnissen fahre ich besonders motiviert zu meinem Heim-Grand-Prix. Von Kerpen, wo ich aufgewachsen bin, bis zum Ring ist es nur ein Katzensprung. Entsprechend oft war ich früher am Ring und habe, sobald ich den Führerschein hatte, auch gern meine Runden auf der Nordschleife gedreht. Unvorstellbar, dass die früher mit der Formel 1 dort entlang gefahren sind. Es sind über 20 komplizierte Kilometer ohne vernünftige Auslaufzonen, heutzutage wäre ein Formel-1-Rennen dort undenkbar. Der Grand-Prix-Kurs ist dagegen eine moderne und gute Strecke. 17 Mal bin ich da bislang gestartet. 1993 habe ich auf dem Ring mein erstes Rennen nach dem Kartsport gewonnen, übrigens mit einem BMW Motor im Formel Junior. Im Formel 1 bin ich bisher nicht über Platz vier hinausgekommen. Ich hoffe, ich schaffe es diesmal auf das Podium. Letztes Jahr wurde ein neuer Streckenabschnitt eingeweiht, doch um ehrlich zu sein, ist er mir etwas zu langsam ausgelegt, was aber meine Vorfreude auf das Heimrennen in keiner Weise trübt.

Juan Pablo Montoya:

Die Stimmung im Team wird nach unseren starken Vorstellungen in Monaco und Kanada immer besser, und das betrifft alle Bereiche. Jeder im Team setzt sich ein, um diesen Lauf fortzusetzen. Das war auch bei unserem jüngsten Test in Silverstone zu spüren. Das sind zweifelsohne die richtigen Voraussetzungen, um weitere gute Resultate zu erreichen. Wir gehen die nächsten beiden Rennwochenenden mit großem Optimismus an. Ich ganz besonders, weil ich den Nürburgring mag. Vor zwei Jahren bin ich dort Zweiter geworden, und im Vorjahr starteten Ralf und ich aus der ersten Reihe. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2003 am Nürburgring ein gutes Ergebnis einfahren können.

Sam Michael (WilliamsF1, Chief Operations Engineer):

Mit nur einer wirklich schnellen Passage erfordert der Nürburgring maximalen Abtrieb sowie gute Traktion und Grip bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten. Die Eifel ist außerdem für ihre Wetterkapriolen berüchtigt, was die Reifenwahl kompliziert. Aufgrund relativ weniger Überholmöglichkeiten könnte das Rennen leicht in der Box entschieden werden. Folglich ist die richtige Rennstrategie entscheidend. Wir haben ganz offensichtlich Fortschritte mit unserem FW25 gemacht, die jüngsten Steigerungen in den Ergebnissen belegen das. Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Aufschwung bei den nächsten Europarennen fortsetzen und in Punkte umwandeln können.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das Heimrennen auf dem Nürburgring ist für uns natürlich etwas Besonderes. Umso mehr hoffen wir, dort an unsere jüngsten Erfolge anknüpfen zu können. Der Kurs in der Eifel stellt an das Chassis völlig andere Anforderungen als die beiden nicht permanenten Rennstrecken in Monte Carlo und Montreal. Wenn unser Auto auch hier schnell ist, hat sich die erfolgreiche Entwicklungsarbeit der letzten Monate endgültig bestätigt. Für den BMW P83 wird der Nürburgring ein erneuter Härtetest werden. Das bisher stärkste Stück aus unserer Münchner Motorenschmiede hat auch in der Zuverlässigkeit seine Vorgänger übertroffen.

Zahlen und Fakten
  • Nach dem umfangreichen Umbau für den GP 2002 wurde der Nürburgring erneut leicht modifiziert. Die Schikane vor der letzten Kurve, die zuletzt statt einer S-Form eher die Gestalt eines Z hatte, wurde durch zwei spitze Kurven und eine kurze Gerade dazwischen so verändert, dass die Piloten nicht mehr wie bisher extrem über die Randsteine fahren sollten. Außerdem wurde die Ausfahrt der 2002 eröffneten „Mercedes-Arena“ abgewandelt und verbreitert. Insgesamt verlängerten die Umbaumaßnahmen die Strecke um drei Meter auf nun 5,148 Kilometer.
  • Der GP-Kurs des Nürburgrings liegt in direkter Nachbarschaft zur geschichtsträchtigen alten Strecke, jenes hügeligen Kurvenlabyrinths, das als Nordschleife bekannt ist und zu seiner Zeit als Formel-1-Kurs unglaubliche 22,83 Kilometer lang war. Die Formel 1 fuhr dort letztmals 1976. Nach dem schweren Feuerunfall Niki Laudas wurde die Strecke aus Sicherheitsgründen aus dem Grand-Prix-Kalender gestrichen.
  • Auf der Nordschleife werden heute noch Tourenwagenrennen ausgetragen, an den meisten Tagen des Jahres kann man dort allerdings gegen Gebühr im Privatwagen seine Runden drehen.
  • BMW gelang auf dem Nürburgring bislang kein Grand-Prix-Sieg. Insgesamt verbuchten die Bayern bis dato 15 GP-Siege, WilliamsF1 109, davon zwei auf dem Nürburgring, 1996 und 1997 mit Jacques Villeneuve.
  • 2002 fuhren auf dem Nürburgring beide Fahrer des BMW WilliamsF1 Teams in die erste Startreihe, Montoya erzielte die Poleposition. Im Rennen kämpften beide mit Handlingsproblemen. Der Kolumbianer fiel nach einer Kollision mit David Coulthard an vierter Position fahrend aus. Schumacher kam als Vierter ins Ziel.
  • 1993 gewann Ralf Schumacher auf dem Nürburgring sein erstes Formelrennen – damals pilotierte er einen Formel BMW Junior. Bisher blieb es für ihn bei diesem einen Sieg auf seiner Heimstrecke. Die Junior-Rennen, die Formel-3-Starts und die Formel-1-Grands-Prix zusammengenommen, bestritt Ralf bereits 17 Rennen auf dem Eifelkurs.
  • Auf der neuen GP-Strecke fuhr die Formel 1 erstmals beim Großen Preis von Europa 1984. 1985 wurde dort bis dato zum letzten Mal ein Großer Preis von Deutschland ausgetragen. Insgesamt fanden auf dem Nürburgring 23 GP Deutschland statt, sieben GP Europa und zwei GP Luxemburg.
  • Die Geschäftsführung der Nürburgring GmbH rechnet für die gesamte Veranstaltung mit 300.000 Zuschauern.
  • Der Große Preis von Europa 2003 wird über 60 Runden ausgetragen, die Renndistanz beträgt 308,863 Kilometer. Start ist am Sonntag, dem 29. Juni 2003, um 14 Uhr.
Mit 64 Punkten belegt das BMW WilliamsF1 Team derzeit den dritten Platz in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure.
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Alt 28.06.2003, 16:20     #35
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Großer Preis von Europa – 1. Qualifikation 27. Juni 2003

Wetter: trocken, bewölkt (später Regen), 24°Luft, 27°C Asphalt

Nürburg (DEU). Das BMW WilliamsF1 Team kam trockenen Fußes durch das erste Qualifying zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Als die Hälfte des Formel-1-Feldes das Einzelzeitfahren hinter sich hatte, setzte der Regen in der Eifel ein. Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher belegten am Freitag die Plätze drei und vier.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.30,378 min


Ich bin einigermaßen zufrieden mit meiner heutigen Qualifyingrunde, obwohl ich in der ersten Kurve etwas Zeit verloren habe. Ich habe eingelenkt, und das Auto untersteuerte. Ich hatte schon im freien Training am Vormittag Schwierigkeiten mit untersteuerndem Fahrverhalten. Dennoch glaube ich, dass wir ein gutes Auto haben und dieses Wochenende stark sein werden. Bezüglich der neuen Schikane muss ich sagen: Mir hat das alte Z besser gefallen, ich fand es aufregender. Es sieht so aus, als könnten wir auf dem Nürburgring das Tempo der Spitze mitgehen, und das zählt. Dabei haben wir noch einige Punkte abzuarbeiten, schließlich wollen wir auch besser als Ferrari und McLaren sein, und ich denke, wir haben das Zeug dazu.



Ralf Schumacher: 4.

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.30,522 min


Meine Qualifyingrunde war soweit in Ordnung. Die Balance meines Autos ist okay, die letzte Schikane habe ich allerdings nicht optimal genommen und dadurch ein bisschen Zeit verloren. Dennoch: Ich denke, wir haben ein hartes Wochenende vor uns. McLaren scheint mir hier sehr stark zu sein, und auf uns wartet noch einige Arbeit für eine bessere Fahrzeugabstimmung. Die geänderte Kurve gefällt mir übrigens besser als die alte Variante.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Der Freitag lief gut, wir hatten einen guten Auftakt zum Wochenende. Die Weiterentwicklungen, die wir an unseren Fahrzeugen vorgenommen haben, funktionieren, und wir erwarten, konkurrenzfähig zu sein. Ich bin nicht allzu glücklich mit den Streckenmodifikationen. Am Vormittag hat es einige Fahrzeugschäden gegeben, ich hoffe, da sind bessere Lösungen in Sicht.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Das Training hat gezeigt, dass der Nürburgring eine Strecke ist, die den Michelin-Reifen gut liegt, allerdings kann man die Rundenzeiten, die nach Einsetzen des Regens gefahren wurden, nicht mehr in Relation setzen. Unsere Piloten haben beide gute Runden geschafft, waren in etwa gleich schnell und können mit sich zufrieden sein.
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Alt 28.06.2003, 16:24     #36
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Großer Preis von Europa – 2. Qualifikation 28. Juni 2003

Wetter: trocken, bewölkt, 21°Luft, 26°C Asphalt

Nürburg (DEU). Zum dritten Mal hintereinander hat das BMW WilliamsF1 Team beim abschließenden Einzelzeitfahren überzeugt. Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya sicherten sich am Samstag auf dem Nürburgring die Startpositionen drei und vier für den Großen Preis von Europa am Sonntag. Damit gehen beide Piloten erneut nebeneinander ins Rennen, diesmal aus der zweiten Reihe.

Ralf Schumacher: 3.

Chassis: FW25 07 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.31,619 min


Wir sind recht zufrieden mit unserem Abschneiden. Im ersten und zweiten Sektor war meine fliegende Runde wirklich gut, im dritten Sektor habe ich dann etwas von meinem Vorsprung eingebüßt. Die Plätze drei und vier sind auf jeden Fall gute Ausgangspositionen für das morgige Rennen. Das gilt besonders für mich, weil mein Startplatz auf der sauberen Fahrbahnseite liegt. Wir hatten hier am Ring generell mit mehr Schwierigkeiten gerechnet, aber das heutige Ergebnis beweist, dass unsere Arbeit am FW25 in die richtige Richtung geht. Zumal die Zeiten von Kimi, Michael und mir extrem dicht beisammen liegen. Wir haben die richtige Reifenwahl für das Rennen getroffen, und ich glaube auch, dass Michelin hier einen grundsätzlichen Vorteil hat. Ich erwarte morgen ein langes, heißes und interessantes Rennen.

Juan Pablo Montoya: 4.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.31,765 min


Ich bin etwas enttäuscht, weil ich mir vom heutigen Qualifying mehr versprochen hatte. Die Balance meines Autos war nicht ganz so gut wie am Vormittag, und das hat mich einen Platz unter den ersten Drei gekostet. Auf jeden Fall glaube ich, dass wir uns gut auf das Rennen vorbereitet haben. Unser Auto hat in den letzten paar GP sehr gut funktioniert, und ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute Rennstrategie haben.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Die zweite Startreihe ist auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition für das Rennen, und wir sind recht zuversichtlich, dass wir morgen gut unterwegs sein werden. Die Fahrzeugabstimmung ist gut und die Rennstrategie ebenfalls.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Wir haben heute eine außerordentliche Leistungsdichte im Qualifying gesehen. Die Rundenzeiten der ersten Drei liegen innerhalb einer Zehntelsekunde. Mit Plätzen in der zweiten Startreihe haben Ralf und Juan zum dritten Mal in Folge ein hervorragendes Ergebnis im Qualifying erzielt und sich damit gute Voraussetzungen für das Rennen am Sonntag geschaffen.
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Alt 29.06.2003, 22:43     #37
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Nürburg (DEU). Doppelsieg für das BMW WilliamsF1 Team auf dem Nürburgring. Ralf Schumacher gewann am Sonntag den Großen Preis von Europa vor seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya. Dieser Erfolg ist nach Malaysia 2002 der zweite Doppelsieg für das BMW WilliamsF1 Team. Insgesamt feierte die Mannschaft bisher sieben Triumphe. Für Schumacher ist es der fünfte F1-Sieg. In der WM-Wertung verbesserte sich das Team auf Platz zwei hinter Ferrari. Das Wochenende lief perfekt für das BMW WilliamsF1 Team, das am Freitag eine Verlängerung der Partnerschaft bis Ende 2009 bekannt gegeben hatte.

Ralf Schumacher: 1.

Chassis: FW25 07

Schnellste Runde: 1.32,826 min in Rd. 34 (zweitschnellste insg.)


Ich bin überglücklich über diesen Sieg. Vor allem, weil ich so lange darauf warten musste und es mir in den letzten beiden Rennen nicht gelungen ist, eine Poleposition in einen Sieg zu verwandeln. Ich hatte einen sehr guten Start, und irgendwie kam Michael nicht gut weg. Ich habe meine Chance genutzt und sofort Platz zwei bezogen. Wahrscheinlich sah das von außen spektakulärer aus als es war. Ich denke, ich hätte Kimi auch noch eingeholt, obwohl das nicht einfach geworden wäre. Ich hatte heute ein perfektes Auto mit perfekten Reifen. Und wenn man bedenkt, dass wir mit ungefähr zehn Kilo mehr Sprit unterwegs waren als die anderen, ist unsere Vorstellung umso eindrucksvoller.

Juan Pablo Montoya: 2.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.33,094 min in Rd. 59 (viertschnellste insg.)


Ich freue mich über Platz zwei. Nach dem Start bin ich auf Platz fünf zurückgefallen. Ich hatte Schwierigkeiten, weil die Vorderreifen körnten und ließ deshalb beim ersten Boxenstopp nur die Hinterräder wechseln. Aber das war auch keine besonders gute Idee, deshalb habe ich beim zweiten Stopp alle Reifen wechseln lassen, von da an lief es gut. Wegen des Überholmanövers: Ich habe spät gebremst und Michael genug Platz gelassen, um innen um die Kurve herumzukommen. Wir haben uns berührt, er hat sich gedreht. Es war ein Rennunfall. Ich gebe aber zu, dass es viel Spaß gemacht hat, Michael bei seinem Heimrennen zu überholen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Was für ein wunderbarer Tag! Ralf und Juan sind ausgezeichnete Rennen gefahren, und das Team hat ganze Arbeit beim Vorbereiten der Autos und in Sachen Strategie geleistet. Die Mechaniker haben sehr gute Boxenstopps erledigt. Das Ergebnis ist großartig für unser Team und auch für die Meisterschaft. Wir wissen jetzt, dass unser Auto konkurrenzfähig ist und werden auch in den nächsten Rennen stark sein. Wir haben ein aggressives Entwicklungsprogramm. Das Überholmanöver von Juan gegen Michael war erstklassig, davon sollte es in der Formel 1 mehr geben. Die Tatsache, dass Michael sich in der Folge gedreht hat, ist für mich ein normaler Rennzwischenfall.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):
Das war ein perfektes Wochenende für unser Team. Erst die Vertragsverlängerung und dann ein Doppelsieg – und das auch noch bei unserem Heimspiel auf dem Nürburgring. Ich freue mich riesig für das ganze Team und ganz besonders für Ralf. Er hat allen gezeigt, was für ein erstklassiger Fahrer er ist.
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Alt 02.07.2003, 22:11     #38
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Großer Preis von Frankreich – 4.-6. Juli 2003 – VORSCHAU

Mit dem Doppelsieg und der Vertragsverlängerung für weitere fünf Jahre bis Ende 2009 genoss das BMW WilliamsF1 Team ein rundum gelungenes Rennwochenende beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Vom Erfolg gestärkt reist das Team nun zum zehnten WM-Lauf, zum Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours.

Zu den jüngsten Erfolgen haben auch die technischen Partner entscheidend beigetragen, darunter Petrobras als Kraftstofflieferant und Michelin mit maßgeblichen Fortschritten in der Reifenentwicklung. Eine weit reichende Zusammenarbeit hat den Aufwärtstrend des BMW WilliamsF1 Teams begründet.

Ralf Schumacher:

Natürlich komme ich nach meinem Sieg am Nürburgring mit einem sehr guten Gefühl nach Magny-Cours. Beim vergangenen Rennen hat sich gezeigt, dass wir den Anschluss an die Spitze geschafft haben: Wer am Nürburgring das Zeug zum Sieg hat, sollte auch weiterhin ganz vorne mitfahren können. Insofern sind die Erwartungen natürlich relativ hoch, ich warne aber vor Überheblichkeit. Jetzt müssen wir erst recht genauso konzentriert weiterarbeiten, damit wir so lange wie möglich erfolgreich sind.

Die Strecke von Magny-Cours sollte uns bei diesem Unterfangen entgegenkommen. Zwar gehört der Kurs nicht unbedingt zu den beliebtesten Strecken, doch das ist alleine auf das Niemandsland rundherum zurückzuführen. Die Anlage selbst ist hochmodern, die Strecke macht richtig Spaß. Zudem komme ich jedes Jahr mit schönen Erinnerungen wieder: 2001 habe ich dort meine erste Poleposition geholt. Warum ich das so genau weiß? Weil es an meinem Geburtstag war! Das schönste Geschenk zu meinem 28. habe ich mir ja schon Sonntag am Nürburgring gemacht, ich hätte aber trotzdem nichts gegen ein erfolgreiches Wochenende in Frankreich einzuwenden!

Juan Pablo Montoya:

Der Große Preis von Frankreich dürfte ein hochinteressantes Rennen werden. Unser Auto sollte dort wettbewerbsfähig sein. In den vergangenen beiden Jahren war es in Magny-Cours sehr heiß, und ich denke, das taugt unseren Michelin-Reifen wirklich. 2002 stand ich auf der Poleposition, und ich war bislang generell immer ziemlich schnell auf dieser Strecke. Ich erwarte erneut ein gutes Rennen für uns, speziell nach unseren starken Vorstellungen bei den zurückliegenden Grands Prix. In gewisser Weise ist der französische GP eine Art Heimrennen für mich, immerhin lebe ich in Monaco und fliege von meinem Heimatflughafen Nizza aus zum Rennen. Der Kurs liegt in einer schönen Gegend, allerdings ist dort nicht gerade viel los.

Sam Michael (WilliamsF1, Chief Operations Engineer):

Nachdem wir auf dem Nürburgring gezeigt haben, wie konkurrenzfähig wir sind, freuen wir uns nun auf Magny-Cours. Wir haben das gesamte Fahrzeug während des Jahres deutlich verbessert, das ist das Ergebnis eines aggressiven Entwicklungsprogramms. Dieser Prozess wurde stark unterstützt durch unsere Tests auf den verschiedenen Rennstrecken. Das ist eine wesentliche Komponente, um realistisch in der WM angreifen zu können, das haben die diesjährigen Testmöglichkeiten gezeigt. Bei unserem gesamten Testprogramm ist Michelin integriert, und das sichert die Führungsrolle von WilliamsF1 bei der Richtungsfindung, wohin die Reifenentwicklung geht.

Magny-Cours hat einen Hochgeschwindigkeitsabschnitt und ein paar schnelle Schikanen, außerdem einige langsame und mittelschnelle Kurven. Ferner wurde die letzte Kurve verändert, um eine weitere Überholmöglichkeit zu schaffen.

Die Rennstrategie wird erneut ein interessantes Thema, zum einen der aktuellen Regeln wegen, zum anderen wegen des streckenspezifischen Reifenverschleißes. Seit der Reglementänderung haben wir viel Abwechslung in Strategiefragen erlebt, und diesbezüglich wird dieser GP keine Ausnahme sein.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Die letzten drei Rennen haben gezeigt, dass uns tatsächlich ein Entwicklungssprung gelungen ist. In Monaco war in erster Linie mechanischer Grip gefragt, in Montreal vor allem Leistung und gute Bremsen, und nun waren wir auch auf dem Nürburgring, wo aerodynamische Performance entscheidend ist, ganz vorn. Die Lücke zur Spitze ist geschlossen, und deswegen rechnen wir uns auch beim Großen Preis von Frankreich gute Chancen aus. Einen hohen Anteil an den jüngsten Erfolgen hat unser Reifenpartner Michelin, für den Magny-Cours ein Heimrennen ist. Wir sind sicher, dass uns die Franzosen auch dort in bewährter Manier hervorragendes Material zur Verfügung stellen werden. Streckenspezifisch stellt der Kurs eher durchschnittliche Anforderungen an den BMW P83 Motor, allerdings haben wir in Frankreich schon häufig Hitzerennen erlebt, welche die thermische Belastbarkeit der Motoren auf die Probe stellen.

Zahlen und Fakten
  • Der ländlich gelegene Circuit de Nevers ist eine moderne Rennstrecke mit einem ausgesprochen ebenen Belag. Die „Grande Courbe“ ist eine echte Hochgeschwindigkeitskurve, andere Kurven sind nicht einsehbar. Magny-Cours war schon häufig Schauplatz von Hitzerennen.
  • WilliamsF1 hat vier der zwölf seit 1991 in Magny-Cours ausgetragenen Grands Prix gewonnen und dort sieben Polepositions erzielt. 2001 fuhr Ralf Schumacher die Trainingsbestzeit für das BMW WilliamsF1 Team, 2002 war es Juan Pablo Montoya mit einer Runde in 1.11,985 Minuten.
  • Den Rundenrekord hält seit dem Vorjahr David Coulthard (McLaren-Mercedes) mit seiner schnellsten Rennrunde in 1.15,045 min.
  • Michael Schumacher (Ferrari) siegte 2002 vor den beiden McLaren-Mercedes von Kimi Räikkönen und Coulthard und sicherte sich in Frankreich vorzeitig die WM-Krone.
  • Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams kämpften 2002 in Magny-Cours nach einer starken Vorstellung im Qualifying im Rennen mit Handlingsproblemen. Der von der Poleposition gestartete Montoya belegte Rang vier. Ralf Schumacher (Startplatz fünf) kam hinter ihm als Fünfter ins Ziel.
  • Das Rennen am 6. Juli wird der 53. Grand Prix von Frankreich sein. Seit der Premiere 1950 wurde er auf sieben verschiedenen Strecken ausgetragen, vor Magny-Cours waren dies Reims, Rouen, Clermont-Ferrand, Le Mans, Le Castellet und Dijon-Prenois. Nur der Große Preis der USA wurde an mehr Orten ausgetragen, an insgesamt neun.
  • Die Strecke misst nach Veränderungen für 2003 nun 4,411 Kilometer, zuvor waren es 4,251 Kilometer. Die Renndistanz (70 Runden) beträgt 308,586 Kilometer.
  • Das Rennen wird am Sonntag, dem 6. Juli 2003, um 14.00 Uhr gestartet.

Mit 82 Punkten belegt das BMW WilliamsF1 Team derzeit den zweiten Platz in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure.
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Alt 06.07.2003, 18:32     #39
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Großer Preis von Frankreich – 1. Qualifikation 4. Juli 2003

Wetter: nasse Strecke, abtrocknend, bewölkt, 18°Luft, 19°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Schwierige Bedingungen für die Piloten des BMW WilliamsF11 Teams im ersten Einzelzeitfahren vor dem Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours: Nach einem verregneten Vormittag war die Strecke zu Beginn des ersten Qualifyings am Freitag um 14 Uhr noch nass und trocknete dann langsam ab. Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams starteten als Dritter und Vierter, beide mit Regenreifen. Weil die späteren Starter erheblich bessere Bedingungen vorfanden, rutschte Juan Pablo Montoya im Laufe der gut 60 Minuten auf Platz 15 ab, Ralf Schumacher sogar auf Platz 18.

Juan Pablo Montoya: 15.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.28,988 min


Angesichts der Bedingungen bin ich recht zufrieden mit meiner Qualifikationsrunde. Mein Auto hat ziemlich gut funktioniert. Im freien Training habe ich mich nicht besonders wohl gefühlt mit dem Fahrverhalten und war entsprechend langsam, aber im Einzelzeitfahren war mein Auto definitiv besser. Ralf war am Vormittag konstant schneller als ich, von daher ist es für mich natürlich positiv, dass ich ihn im Qualifying schlagen konnte. Im letzten Sektor habe ich relativ viel Zeit verloren, in der schnellen Schikane hat sich mein Auto nicht so verhalten, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da habe ich das Potenzial nicht voll ausgeschöpft. Wir müssen abwarten, wie sich das Wetter entwickelt, aber ich denke, wir sind konstant und konkurrenzfähig. Letztlich kommt es darauf an, wer sich morgen wie gut qualifiziert.

Ralf Schumacher: 18.

Chassis: FW25 07

Schnellste Runde: 1.29,327 min


Wir hatten kein Glück mit dem Wetter, aber das muss man nehmen, wie es kommt. Und man versucht auch unter schwierigen Bedingungen, das Beste aus der Situation zu machen. Mein Auto hat ziemlich untersteuert. In den ersten beiden Sektoren habe ich Zeit auf Kimi Räikkönen, der kurz vor mir ebenfalls auf Michelin-Regenreifen gefahren war, gut gemacht. Aber im dritten Sektor hatte ich derartige Traktionsprobleme, dass ich mir Rückstand eingehandelt habe. Jetzt konzentriere ich mich auf das entscheidende Abschlussqualifying.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Für uns war es ein Regenqualifying, das Ergebnis spiegelt insgesamt wider, dass dieses Einzelzeitfahren ein Glücksspiel war. Unser Auto war im freien Training heute morgen recht gut. So oder so konzentrieren wir uns jetzt zunächst auf den Samstag und sind insgesamt nach wie vor optimistisch bezüglich unserer Performance im Rennen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das heutige erste Qualifying war natürlich geprägt durch die Wetterbedingungen. Die ersten 15 Fahrzeuge gingen mit Regenreifen beziehungsweise Intermediates auf die Strecke, die letzten fünf Autos konnten mit Trockenreifen antreten. Entsprechend wurde das Feld durcheinander gewirbelt, was für Samstag ein spannendes Qualifying verspricht. Unsere Fahrer haben das Beste aus ihrer Situation gemacht. Technisch gab es keinerlei Probleme.
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Alt 06.07.2003, 18:34     #40
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Großer Preis von Frankreich – 2. Qualifikation 5. Juli 2003

Wetter: trocken, bewölkt, 22°Luft, 30°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Obwohl die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams in Magny-Cours den Nachteil kompensieren mussten, bereits relativ früh zum abschließenden Einzelzeitfahren anzutreten, platzierten sie sich erneut für die erste Startreihe. Ralf Schumacher erzielte die dritte Poleposition in dieser Saison und die vierte seiner F1-Karriere. Sein Teamkollege Juan Pablo Montoya wird am Sonntag neben ihm zum Großen Preis von Frankreich starten. Nach dem GP von Kanada starten nun zum zweiten Mal 2003 beide Fahrzeuge des BMW WilliamsF1 Teams aus der ersten Startreihe.

Ralf Schumacher: 1.

Chassis: FW25 07

Schnellste Runde: 1.15,019 min


Ich freue mich riesig über die Poleposition. Ganz besonders, wenn ich bedenke, dass ich schon als Vierter auf die Strecke gehen musste, die dann natürlich noch nicht die besten Bedingungen bot. Meine Runde war zwar nicht die beste, die ich jemals gefahren bin, aber sie war gut. Im letzten Sektor hat mein Auto etwas untersteuert. Trotzdem war ich rund eine halbe Sekunde schneller als mein Bruder im Ferrari und Räikkönen im McLaren-Mercedes. Ich bin optimistisch und hoffe, dass Juan und ich unsere Positionen ins Ziel bringen können, was uns ja in Kanada nicht ganz gelungen ist. Das BMW WilliamsF1 Team scheint hier das stärkste Paket zu haben.

Juan Pablo Montoya: 2.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.15,136 min


Mein Qualifying lief gut. Wenn man sich die Zeiten vom Vormittag anschaut, sieht man deutlich, dass mir da noch sieben Zehntelsekunden auf Ralf gefehlt haben. Diese Lücke habe ich mittlerweile geschlossen. Ich war nicht hundertprozentig zufrieden mit dem Fahrverhalten meines Autos auf der schnellen Runde, im Warm-up war die Balance etwas besser gewesen. Auf jeden Fall freue ich mich sehr, dass wir in der ersten Reihe stehen. Ich denke, die Michelin-Reifen haben hier die Nase vorn gegenüber Bridgestone.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Es ist eine starke Vorstellung des Teams, nach dem GP Kanada zum zweiten Mal in dieser Saison mit beiden Autos aus der ersten Reihe zu starten. Unser Auto ist hier stark, und das ist auch der Verdienst von all den Leuten, die in den Fabriken von Grove und München unermüdlichen Einsatz bringen. Wir freuen uns sehr auf das Rennen und außerdem für Michelin. Es ist schön für unseren Reifenpartner, mit so guten Aussichten ins Heimrennen zu starten.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Im vierten Rennwochenende in Folge sind wir im zweiten Qualifying ganz vorn dabei. Ein großes Kompliment an das gesamte Team. Hier in Magny-Cours spielt die Aerodynamik eine wesentliche Rolle. Und gerade diesbezüglich wurden bei WilliamsF1 in den vergangenen Wochen enorme Fortschritte erzielt. Einen großen Anteil an den Erfolgen hat auch unser Reifenpartner Michelin. Schon im freien Training deutete sich an, dass nicht nur das Auto schnell ist, sondern auch beide Fahrer mit der Strecke sehr gut zurechtkommen. Entsprechend lagen ihre Rundenzeiten im Qualifying ganz dicht beisammen. Und auch dies trägt zur Stärke des gesamten Teams bei.
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