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Alt 05.05.2003, 23:20     #21
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GP Spanien - Rennen 04.05.2003

Wetter: trocken, sonnig, 23-24°C Luft, 26-32°C Asphalt

Barcelona (ESP). Versöhnlicher Ausgang eines schwierigen Wochenendes für das BMW WilliamsF1 Team: Neun WM-Punkte waren die Ausbeute beim Großen Preis von Spanien. Juan Pablo Montoya fuhr von Startplatz neun auf Rang vier, Ralf Schumacher von Startplatz sieben auf Position fünf.

Juan Pablo Montoya: 4.
Ersatzchassis: FW25 04
Schnellste Runde: 1.21,448 min in Rd. 21 (siebtschnellste insg.)

Das Auto war nicht leicht zu fahren, und ich wollte sicher in die Punkteränge kommen. Wir hatten die Balance verändert, wodurch das Fahrverhalten zunächst schwieriger wurde, aber in der Schlussphase, als das Grip-Level insgesamt höher war, haben die Reifen sehr gut gearbeitet. Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Das Rennen hat mir viel Spaß gemacht, und ich bin froh, dass wir einige Punkte sammeln konnten.

Ralf Schumacher: 5.
Chassis: FW25 05
Schnellste Runde: 1.20,798 min in Rd. 8 (viertschnellste insg.)

Nach den Tests haben wir hier in Barcelona natürlich mehr erwartet. Aber nach unseren Schwankungen an diesem Wochenende sind wir mit den Plätzen vier und fünf im Rennen noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Bei meinem Ausritt habe ich einen Teil der Verkleidung abgerissen, dadurch hat mein Auto übersteuert. In den letzten 16 Runden hatte ich einen harten, aber fairen Kampf mit Christiano da Matta. Insgesamt hat das Wochenende gezeigt, dass wir noch immer eine Menge Arbeit vor uns haben.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Mit beiden Autos Punkte gesammelt zu haben, ist gut für die Konstrukteurs-WM. Wir hatten keinerlei Probleme bezüglich der Standfestigkeit, und auch die Boxenstopps haben gut geklappt. Strategisch war es ein schwieriges Rennen. Nachdem das Safety Car gleich nach dem Start drei Runden lang auf der Strecke war, haben wir unsere Strategie von drei auf zwei Stopps geändert. Im Nachhinein denke ich, dass Ralf mit drei Stopps besser abgeschnitten hätte. Gegen Ende des Rennens hatte er Schwierigkeiten mit dem Fahrverhalten, weil bei seinem Ausrutscher ins Kiesbett Karosserieteile beschädigt wurden und er viel Abtrieb eingebüßt hat. Juan war sehr konstant unterwegs.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach den Schwierigkeiten im Training und Qualifying sind die Plätze vier und fünf ein versöhnlicher Rennausgang, auch wenn wir nur am Anfang des Rennens das Tempo der Spitze einigermaßen halten konnten. Juan Pablo hatte ein problemloses Rennen, während Ralf in der Schlussphase über heftiges Übersteuern klagte. Er stand in den letzten 16 Runden massiv unter Druck und hat mit hohem Einsatz seinen fünften Platz erfolgreich verteidigt. Bei seinem Ausrutscher ins Kiesbett wurde die Kühlluftzufuhr für den Motor in Mitleidenschaft gezogen. Die letzten Runden sind dadurch zu einem Extremtest bezüglich Wasser- und Öltemperatur geworden, den der BMW P83 mit Bravour bestanden hat.

Test in Le Castellet: 6./7. Mai Marc Gené, 8./9. Mai Ralf Schumacher
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Alt 09.05.2003, 20:27     #22
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Großer Preis von Österreich – 16.-18. Mai 2003 - VORSCHAU

Es wird ein Abschiedsbesuch: Am 18. Mai 2003 startet die Formel 1 zum – zumindest vorerst – letzten Mal auf dem A1-Ring bei Spielberg in Österreich. Der hügelige Kurs mit langsamen und schnellen Passagen sowie einem glatten Streckenbelag stellt hohe Ansprüche bei der Fahrzeugabstimmung und bei der Reifenwahl. Dennoch sollte sich die Kompromissfindung zwischen ausreichend Abtrieb und möglichst geringem Luftwiderstand nicht ganz so schwierig darstellen wie jüngst auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona, wo das BMW WilliamsF1 Team mit einem enttäuschenden Ergebnis abschnitt.

Zur Vorbereitung auf den sechsten Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft absolvierte das BMW WilliamsF1 Team erfolgreiche Testfahrten im französischen Le Castellet. Dabei waren Stammfahrer Ralf Schumacher und Testpilot Marc Gené im Einsatz.

Ralf Schumacher:

Auch wenn in Barcelona am Ende nicht das erwartete Ergebnis herausgekommen ist, so sollte uns zumindest das erste Drittel des Rennens für die Zukunft positiv stimmen. Und darauf sollten wir aufbauen. Deshalb hat sich das Team vergangene Woche in Le Castellet wieder in die Testarbeit gestürzt, und ich bin überzeugt, dass wir wieder einen Schritt nach vorn gemacht haben. Für mich persönlich wäre es natürlich doppelt positiv, in Österreich konkurrenzfähig zu sein, schließlich ist das Rennen auf dem A1-Ring ja ein halber Heim-Grand-Prix für mich. Die Atmosphäre und die Fans am Ring gefallen mir sensationell gut. Schade, dass Österreich aus dem Kalender fällt, um so schöner wäre es, beim vorerst letzten Rennen ein gutes Ergebnis einzufahren.

Juan Pablo Montoya:

Ich hoffe, der Große Preis von Österreich wird ein gutes Rennen für uns. Die Strecke ist ziemlich kompliziert, was die Abstimmung angeht, aber sie ist schnell und kommt meinem Fahrstil entgegen. Ralf und Marc haben in Le Castellet einige neue Komponenten getestet. Ich bin gespannt, wie sich das Auto dadurch seit Barcelona verbessert hat. Im vergangenen Jahr habe ich in Österreich einen Podiumsplatz geschafft. Ich hoffe, dass mir das wieder gelingt, um unsere Position in der Meisterschaft zu stärken. Ich freue mich auf das Rennen. Ich habe 1997/98, als ich in der Formel 3000 fuhr, ein Jahr lang in Graz gewohnt und habe aus dieser Zeit noch gute Freunde dort.

Sam Michael, WilliamsF1 Chief Operations Engineer:

Nachdem wir in Spanien neun wertvolle Punkte gesammelt haben, freuen wir uns nun auf Österreich. Der A1-Ring ist hügelig und eine Herausforderung für die Abstimmungsarbeit. Die Reifenwahl ist wegen der Streckenbeschaffenheit besonders kritisch und wichtig, speziell unter den neuen Regeln für Qualifying und Rennen. Für wirklich gute Rundenzeiten braucht man den idealen Kompromiss beim Set-up: Auf drei langen Geraden zahlt sich Motorleistung aus, zwei andere Abschnitte verlangen maximalen Abtrieb.

Wir haben vergangene Woche mit dem FW25 und Ralf Schumacher sowie Marc Gené in Le Castellet getestet. Dabei haben wir uns in erster Linie auf Reifentests konzentriert und uns außerdem mit den Bremsen, dem Fahrwerk und unserem Aerodynamik-Paket auseinandergesetzt. Wir glauben, gute Fortschritte gemacht zu haben und hoffen, dies auf dem A1-Ring zeigen zu können.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

Positiv am Großen Preis von Spanien war für uns, dass sich unser BMW P83 ein weiteres Mal bewährt hat und wir letztlich mit den Plätzen vier und fünf noch neun Punkte gesammelt haben. Auf dem A1-Ring sollte sich die Set-up-Arbeit nicht ganz so schwierig gestalten wie in Barcelona, und auf drei Geraden, die auch Überholmöglichkeiten bieten, zählen wir auf die Leistung unseres Motors. Der A1-Ring ist per se keine Hochgeschwindigkeitsstrecke, hat mit rund 70 Prozent aber einen der höchsten Volllastanteile unter den GP-Kursen. Bei BMW wurden dem GP Österreich schon wegen der räumlichen Nähe zu München immer besondere Sympathien entgegengebracht. Wir hoffen, dass wir uns von ihm mit einem würdigen Ergebnis verabschieden können.

Zahlen und Fakten

- Berge, Wiesen, Kühe, Bauernhöfe - der A1-Ring liegt bei der Gemeinde Spielberg inmitten einer touristisch geprägten Idylle in der österreichischen Steiermark. Das Bundesland im Süd-Osten Österreichs zählt 1,2 Millionen Einwohner, Landeshauptstadt ist Graz.

- 1964 gab die Formel 1 ein vorerst einmaliges Gastspiel auf dem Militärflughafen von Zeltweg. Von 1970 bis 1987 wurden 18 Große Preise auf dem für seine spektakulär schnellen Kurven berühmten Österreich-Ring ausgetragen. Danach verließ die Formel 1 Österreich und kehrte erst nach dem Bau des neuen A1-Rings 1997 zurück. Das Rennen 2003 ist der insgesamt 26. Große Preis von Österreich und der siebte auf dem A1-Ring.

- WilliamsF1 erzielte 1979 mit Alan Jones im FW07 mit Ford-Motor seinen ersten Sieg in der Steiermark. 1987 gewann Nigel Mansell (Williams FW11B Honda), und 1997 gelang Jacques Villeneuve (Williams FW19 Renault) der erste Sieg bei der Rückkehr der Formel 1 nach Österreich.

- Unfälle, Ausfälle und in der Folge zwei Safety-Car-Phasen kennzeichneten den GP Österreich 2002. Nach 71 spannenden Runden kam Juan Pablo Montoya als Dritter hinter den beiden Ferrari von Michael Schumacher und Rubens Barrichello ins Ziel. Mit nur 0,7 Sekunden Rückstand auf Montoya fuhr Ralf Schumacher über die Linie. Die BMW WilliamsF1 Team Piloten hatten sich für die Startplätze zwei (Schumacher) und vier (Montoya) qualifiziert.

- Sieger des letztjährigen GP Österreich wurde Michael Schumacher im Ferrari, nachdem Teamkollege Barrichello ihn kurz vor der Zieldurchfahrt in einem umstrittenen Manöver hatte passieren lassen.

- Barrichello hatte sich in 1.08,082 Minuten für die Poleposition qualifiziert. Michael Schumacher fuhr in 1.09,298 Minuten die schnellste Rennrunde und etablierte damit einen neuen Rundenrekord.

- Der Große Preis von Österreich 2003 wird am Sonntag, dem 18. Mai, um 14 Uhr gestartet. Das Rennen wird über 71 Runden à 4,326 Kilometer ausgetragen. Die Renndistanz beträgt 307,146 Kilometer.
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Alt 17.05.2003, 13:15     #23
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GP Österreich - 1. Qualifikation 16.05.2003

Wetter: trocken, 15°C Luft, 23°C Asphalt

Spielberg (AUT). Im ersten Qualifying zum vorerst letzten Großen Preis von Österreich in Spielberg erzielte Juan Pablo Montoya für das BMW WilliamsF1 Team Platz sechs. Ralf Schumacher blieb nach einem Ausrutscher ohne Zeit und muss am Samstag als Erster zum abschließenden Qualifying starten.

Juan Pablo Montoya: 6.
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.08,839 min

Ich musste meinen ersten Qualifikationsversuch wegen der roten Flagge abbrechen. Dennoch: Anscheinend haben wir einiges aussortiert und ein besseres Gefühl für unser Auto entwickelt, das ist fraglos positiv. Die letzten Grands Prix waren wirklich hart für uns, diesmal könnte es besser laufen. Meine Qualifikationsrunde war recht gut, wenngleich mein Auto etwas zu stark untersteuert hat. Alles in allem fand ich es aber gut und leicht zu fahren, ich bin recht zufrieden.

Ralf Schumacher: 20.
Chassis: FW25 05 (Ersatzchassis FW25 04)
- ohne Zeit -

Eingangs Kurve drei hat mein Auto übersteuert, ich konnte es nicht abfangen und habe mich von der Strecke gedreht. Letztlich ein Fahrfehler. Meine erste Sektorzeit war nicht schlecht, aber das spielt nun keine Rolle mehr. Obwohl das heutige Ergebnis nicht unbedingt darauf schließen lässt: Ich hoffe, wir können uns hier zwischen Ferrari und McLaren positionieren. Wir sehen einem spannenden Wochenende entgegen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Die Balance von Juans Auto war offensichtlich nicht schlecht, und wir wollen sie noch weiter verbessern. Ralf ist in Kurve drei ein Fehler unterlaufen, auch an seinem Auto wollen wir noch Verbesserungen vornehmen. Alles in allem sind wir weiterhin optimistisch für dieses Wochenende. Unter Rennbedingungen machen unsere FW25 einen guten Eindruck.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Im freien Training haben beide Fahrer ihr Programm ohne Probleme absolviert, im Qualifying hat Ralf das Auto leider durch übersteuerndes Fahrverhalten verloren. In der Folge muss er morgen als Erster zum entscheidenden Qualifying antreten. Juan war nach Ralfs Ausrutscher der unmittelbar folgende Fahrer und dadurch von der Unterbrechung betroffen. Er musste noch einmal zur Box und einen zweiten Anlauf starten. Unter diesen Bedingungen hat er eine saubere Runde zusammen gebracht, die eine gute Ausgangsposition für morgen bedeutet. Beide Motoren liefen bisher klaglos.
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Alt 17.05.2003, 17:23     #24
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GP Österreich - 2. Qualifying 17.05.2003

Wetter: trocken, sonnig,
Asphalt-/Lufttemperatur: 32/19°C (Schumacher), 27/19°C (Montoya)

Spielberg (AUT). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams werden am Sonntag von den Startplätzen drei (Juan Pablo Montoya) und zehn (Ralf Schumacher) zum Großen Preis von Österreich in Spielberg starten. Schumacher konnte nach seinem Ausrutscher im Qualifying am Vortag Boden gutmachen. Die Leistungen beider Fahrer stimmen das Team optimistisch für den sechsten WM-Lauf 2003.

Juan Pablo Montoya: 3.
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.09,391 min

Nachdem wir unsere Philosophie bei der Abstimmungsarbeit geändert haben, waren wir im freien Training, Warm-up und im Qualifying recht konstant unterwegs. Ich denke, wir haben gesehen, was hier im Qualifying mit unserem Auto maximal möglich ist, ohne Risiken einzugehen. Schwer zu sagen, wie viel Benzin die Konkurrenz an Bord hatte. Ich bin jedenfalls sicher, dass wir eine sehr gute Rennabstimmung gefunden haben, und das wird uns morgen helfen.

Ralf Schumacher: 10.
Chassis: FW25 05 (Ersatzchassis FW25 04)
Schnellste Runde: 1.10,279 min

Nach meinem gestrigen Ausrutscher musste ich heute mit dem Nachteil leben, als Erster auf die Strecke zu gehen, und bekanntlich steigt das Grip-Niveau während der Session spürbar. Meine Runde war sicher nicht optimal. Anders als im freien Training am Vormittag war mein Auto etwas nervös, und ich hatte auch einen kleinen Fahrfehler. In der ersten Kurve habe ich ein paar Zehntelsekunden liegengelassen. Angesichts dieser Umstände muss ich mit Startplatz zehn wohl noch ganz zufrieden sein. Das Rennen wird nicht einfach, denn es ist sehr schwer, auf diesem Kurs zu überholen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Mit Juan Pablo hätten wir fast den Sprung in die erste Startreihe geschafft. Angesichts unseres heutigen Abschneidens und unserer Strategie glauben wir, dass beide Fahrer morgen ein gutes Rennen fahren können. Wir sind zuversichtlich, dass wir eine gute Performance zeigen werden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
In Summe war es für das Team ein gutes Qualifying. Ralf ist mit dem Handicap des Straßenfegers auf die Strecke gegangen, mehr als Platz zehn konnte man in dieser Situation nicht erwarten. Juan Pablo war sehr schnell unterwegs. Leider hat er die erste Kurve nicht optimal erwischt und etwas Zeit verloren, sonst wäre er heute um die Poleposition mitgefahren. Trotzdem ist Platz drei eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen.
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Alt 18.05.2003, 20:33     #25
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GP Österreich - Rennen 18.05.2003

Wetter: kurzfristig Niesel, Asphalt 23-33°C, Luft 19-20°C

Spielberg (AUT). Acht Runden lang führte Juan Pablo Montoya den Großen Preis von Österreich an, ehe er in der 32. Rennrunde wegen eines defekten Kühlsystems ausschied. Ralf Schumacher fuhr von Startplatz zehn auf Rang sechs und sicherte dem Team drei weitere WM-Punkte. Das BMW WilliamsF1 Team verbesserte sich in der Konstrukteurswertung auf Rang drei (punktgleich mit Renault).

Ralf Schumacher: 6.
Chassis: FW25 05
Schnellste Runde: 1.10,246 min in Rd. 40 (zehntschnellste insg.)

Am Ende eines schwierigen Wochenendes habe ich drei Punkte in der Tasche, das ist immerhin ein Trost. Ich habe ein paar Fehler gemacht, konnte sie aber auch einigermaßen wieder ausbügeln. Mit dem dritten Reifensatz geriet mein Auto heute leider ziemlich aus der Balance. Vor allem die Vorderreifen haben mir massive Probleme bereitet. Abgesehen davon war mein Auto aber okay. Ich finde, dass Team hat demonstriert, dass wir uns verbessert haben.

Juan Pablo Montoya: Ausfall in Rd. 32 in Führung liegend
Chassis: FW25 06
Schnellste Runde: 1.10,112 min in Rd. 28 (neuntschnellste insg.)

Die Jungs haben an diesem Wochenende alle einen großartigen Job gemacht. Ich bin nicht sauer 'that's racing'. Vom Start weg lief bei uns alles wie am Schnürchen. Sogar als es zwischenzeitlich kurz etwas nieselte, konnte ich pro Runde zwei Sekunden auf Michael aufholen. Das zeigt ganz klar, was der FW25 leisten kann. Das Team arbeitet in die richtige Richtung, und die Michelin-Reifen haben gut funktioniert. Dann sank der Wasserdruck, und ich wusste, dass das Rennen für mich gleich vorbei sein würde. Es ist schade. Aber immerhin fahren wir mit dem Bewusstsein nach Hause, dass wir ein Rennen hätten gewinnen können.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Es ist schade, dass wir an Juans Motor ein Wasserleck hatten, denn abgesehen davon war er stark unterwegs. Er hatte viel Benzin an Bord und hätte das Rennen gewinnen können. Das Chassis und die Reifen haben gut funktioniert. Ralf musste von weiter hinten starten und hat dennoch drei WM-Punkte geholt. Alles in allem sehen wir dem nächsten GP sehr zuversichtlich entgegen. Unser Auto wird definitiv besser, wir müssen uns seine Fähigkeiten weiter erschließen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es ist natürlich bitter, wenn man in Führung liegend ausfällt. Juan Pablo hätte dieses turbulente Rennen durchaus gewinnen können. Wir haben schon beim Start gemerkt, dass das Einheitsventil, das den Wasserdruck begrenzt, nicht ordnungsgemäß funktioniert. Aus dem Kühlsystem ist kontinuierlich Wasser entwichen, und ohne Wasser läuft auch der beste Motor nicht. Ralf hat sich vom zehnten Startplatz stetig nach vorn gearbeitet und zwischenzeitlich Rang vier im Visier gehabt. Mit dem dritten Reifensatz war das Auto allerdings schwer kontrollierbar, sodass er letztlich wieder auf Platz sechs zurückfiel. Fazit: Enttäuschende Punkteausbeute, aufsteigende Leistungskurve.

Test in Le Castellet: 20.-23. Mai mit Juan Pablo Montoya und Marc Gené
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Alt 08.06.2003, 17:53     #26
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Großer Preis von Monaco – 29. Mai bis 1. Juni 2003 - VORSCHAU

Nach der weitläufigen Idylle des A1-Rings sind die geschäftigen Straßen von Monte Carlo die nächste Station für das BMW WilliamsF1 Team in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003. Der Stadtkurs, mit 3,34 Kilometern Länge der kürzeste Parcours unter den GP-Strecken, ist ein extrem enger Leitplankenkanal. Heutige Maßstäbe für Rennstrecken-Architektur lassen sich nicht anlegen. Vielmehr sind kultische Traditionen und grenzenloser Glamour Fürsprecher für den berühmtesten aller Grands Prix. Die Gästeliste ist ein Who-is-who internationaler Stars. Nirgendwo sind die Zuschauer näher am Geschehen als in Monte Carlo.

In Ermangelung von Auslaufzonen verzeiht die Strecke keine Fehler, sie enden fast immer in der Streckenbegrenzung und mit Karosserieschäden. Überholmanöver sind nahezu unmöglich. Traktion ist das, was beim siebten WM-Lauf zählt. Nachdem das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von Österreich gezeigt hat, dass es wieder um die Spitze mitfahren kann, arbeitete die Mannschaft mit Juan Pablo Montoya und Marc Gené bei Testfahrten im französischen Le Castellet an weiteren Verbesserungen.

Ralf Schumacher:

So gerne ich auch nach Monaco komme, weil ich dort ein paar Jahre gelebt habe, so sehr habe ich auch Respekt vor diesem Rennen, weil es einfach nicht mehr zeitgemäß ist, mit unseren Autos durch die Häuserschluchten zu rasen. Vom Prinzip her denke ich, dass unser Auto durch den verkürzten Radstand sehr gut auf diesen Stadtkurs passen müsste, allerdings spielt natürlich auch die Aerodynamik eine große Rolle, und da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen. Aber ich sehe, dass das Team Schritt für Schritt in die richtige Richtung geht, deshalb bin ich recht optimistisch, was das Rennen in Monaco und auch die weitere Zukunft betrifft.

Juan Pablo Montoya:

Mit nur einer zur Verfügung stehenden Runde und viel Kraftstoff an Bord wird das Abschlussqualifying ziemlich interessant. Auf diesem Kurs eine gute Runde hinzubekommen, ist sehr schwierig. Für das Qualifying braucht man in Monaco viel Gewicht im Heck des Autos, und das ist das Letzte, was man im Rennen gebrauchen kann. Die Strategie wird wichtiger denn je, weil man in Monaco unbedingt weit vorn starten muss, sonst kann man nach ein paar Runden schon über zehn Sekunden Rückstand auf die Spitze haben. Wir müssen erst einmal trainieren und sehen, wie schnell wir dort sein können, bevor wir irgendeine strategische Entscheidung treffen. Die Schwimmbadkurve ist mein Favorit. Ich weiß, dass dort Umbauten vorgenommen wurden, aber es ist noch immer eine sehr anspruchsvolle Passage. Der Kurs in Monte Carlo beansprucht die Reifen sehr stark, und ein gutes Auto zu haben, macht den entscheidenden Unterschied. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesbezüglich weiter Fortschritte machen. Das hat der GP Österreich gezeigt.

Sam Michael, WilliamsF1 Chief Operations Engineer:

Nach der ermutigenden Anfangsphase zuletzt in Spielberg, wo Juan in Führung gelegen hatte, haben wir ein Problem im Kühlwassersystem bekommen, das anlässlich der beiden Neustarts entstanden ist. Wir haben den Fehler untersucht und in Paul Ricard Tests durchgeführt, um sicher zu stellen, dass dies nicht erneut passiert. Auch Ralf war stark unterwegs, ehe er in Kurve eins auf Öl wegrutschte und dabei die Front des Autos beschädigte. Das führte zu einer instabilen Balance, wodurch er später ins Kiesbett rutschte. Immerhin hat er einige wertvolle Punkte für unser Team gesammelt.

Trotz allem ist es ermutigend zu sehen, dass wir Fortschritte mit dem FW25 machen. In Paul Ricard haben wir mit Marc und Juan das intensive Testprogramm fortgesetzt. Bei beiden Fahrern standen Reifentests, Aerodynamik- und Abstimmungsarbeiten für den kommenden Grand Prix auf dem Programm.

Monaco ist ein enger und kurviger Stadtkurs, der das beste Chassis und den besten Fahrer belohnt. Im Vorjahr hat Juan die Poleposition geholt. Das Gripniveau nimmt mit steigendem Gummiabrieb auf dem Asphalt im Laufe des Rennwochenendes dramatisch zu. Deshalb geht es in der Abstimmung um maximalen mechanischen Grip. Monaco ist ein typisches Ein-Stopp-Rennen. In den engen Straßen ist das Überholen praktisch unmöglich. Deshalb liegt unser Fokus darauf, die beste Strategie zu finden und beide Autos in die Punkteränge zu bekommen.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

In Österreich haben wir gezeigt, dass wir wieder an der Spitze mitfahren können. Und zu dieser Form müssen wir konstant finden. Wir haben auf dem A1-Ring unseren ersten technischen Ausfall 2003 verzeichnet, aber auch diese Tatsache lässt uns nicht an unserem Weg zweifeln. Der Kühlwasserverlust war nicht auf einen Fehler im Motor zurückzuführen. Der BMW P83 ist stärker denn je und kerngesund. Mit schierer Motorleistung lässt sich in Monaco freilich nichts gewinnen, aber eine gute Fahrbarkeit des Motors zahlt sich in den engen Kurven aus. Die Rascasse-Kehre am Hafen ist die einzige Kurve in der ganzen F1-Saison, in der die Drehzahl selbst im ersten Gang unter 5000 U/min fällt. Jeder Mechaniker würde den monegassischen Flair liebend gern gegen bessere Arbeitsbedingungen eintauschen. Aber bei allem Anachronismus ist Monaco aus der Formel 1 nicht wegzudenken. Auf diesen Grand Prix schaut die Welt, und ich hoffe, wir bieten ihr eine gute Vorstellung.

Zahlen und Fakten

- Mit 3,340 Kilometern bildet Monte Carlo die kürzeste GP-Strecke. Nirgendwo werden im Rennen mehr Runden gefahren (78), dennoch bedeuten 260,520 Kilometer die kürzeste Renndistanz der Saison.

- Für das Rennen 2003 wurde die Strecke durch eine begradigte Anfahrt zur Rascasse-Kehre um 30 Meter verkürzt. Außerdem wurde der Boxenbereich – richtige Garagen gibt es in der engen monegassischen Boxengasse nicht – erweitert.

- 2003 wird der 50. Große Preis von Monaco ausgetragen. Der erste fand 1950 statt und wurde von Juan Manuel Fangio auf Alfa Romeo gewonnen.

- Im Vorjahr endete für Ralf Schumacher in Monaco eine Pechsträhne: Fünf Jahre lang hatte er in dem Stadtstaat am Mittelmeer keine Zielflagge gesehen, 2002 fuhr er vom vierten Startplatz aus auf Rang drei. Montoya hatte mit der Poleposition geglänzt (1.16,676 min), fiel im Rennen aber aus. In den Jahren 2000 und 2001 war kein Fahrzeug des BMW WilliamsF1 Teams ins Ziel gekommen.

- WilliamsF1 gewann den GP Monaco 1980 (Carlos Reutemann) und 1983 (Keke Rosberg).

- Der Schotte David Coulthard gewann mit seinem McLaren-Mercedes den GP Monaco 2002.

- Rubens Barrichello (BRA/Ferrari) fuhr in 1.18,023 min Rundenrekord.

- Die Fläche Monacos (1,95 Quadratkilometer) besteht aus den zu einer Gemeinde vereinigten Siedlungen La Condamine und Monte Carlo. Insgesamt leben rund 32.000 Einwohner in dem als Spieler- und Steuerparadies bekannten Land, von ihnen sind lediglich ein Fünftel echte Monegassen.

- Nach der Verfassung von 1962 ist Monaco eine konstitutionelle Erbmonarchie. Staatsoberhaupt ist Fürst Rainier III. Die Grimaldi-Familie kam bereits 1331 in Monaco an die Herrschaft.
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Alt 08.06.2003, 17:57     #27
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Großer Preis von Monaco – 1. Qualifikation 29. Mai 2003

Wetter: trocken, 29°Luft, 39°C Asphalt

Monte Carlo (MCO). Das BMW WilliamsF1 Team erlebte einen unspektakulären Auftakt zum Großen Preis von Monaco. Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya belegten in Monte Carlo im ersten Einzelzeitfahren am Donnerstag die Plätze sechs und acht.

Ralf Schumacher: 6.

Chassis: FW25 05 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.17,063 min


Nachdem es heute Vormittag im freien Training nicht so optimal gelaufen ist, haben wir in der Zeit bis zum ersten Qualifying aber noch einiges herausgefunden. Ich bin mit meiner Rundenzeit für heute wirklich zufrieden, doch zum zweiten Qualifying liegt noch weitere Arbeit vor uns. Die geänderte Anfahrt auf Rascasse ist einfacher, und ich finde sie letztlich auch besser. Da wurde ein guter Job gemacht. Die neu asphaltierten Abschnitte sind auch ein Gewinn. So einen neuen Belag könnte der komplette Kurs mal vertragen.

Juan Pablo Montoya: 8.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.17,108 min


Das freie Training verlief schwierig für uns, aber wir konnten schon während dieser Stunde und auch danach einige Verbesserungen an meinem Auto vornehmen, und ich hoffte auch, damit im Qualifying besser abzuschneiden. Aber ich bin keinesfalls zufrieden mit meiner Platzierung. Zum Einen war mein Auto nicht so schnell, wie es hätte sein sollen, zum Anderen habe ich ein Problem in Kurve vier gehabt. Ich konnte nicht schnell genug verzögern, das hat Zeit gekostet.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Unser erster Tag verlief annehmbar, aber der Rückstand auf die Spitze ist durchaus beträchtlich. Nach dem freien Training heute Morgen haben wir einige Änderungen vorgenommen, die auf jeden Fall Schritte in die richtige Richtung waren. Jetzt müssen wir die optimale Abstimmung für das zweite Qualifying erarbeiten, ich rechne mit einer guten und spannenden Session.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Die erste Standortbestimmung in Monaco sagt noch nicht allzu viel aus. Die Griffigkeit des Streckenbelags wird sich bis zum zweiten Qualifying am Samstag noch stark verändern. Uns fehlen etwa anderthalb Zehntelsekunden auf die beste Rundenzeit der ebenfalls von Michelin bereiften Renault. Da ist also noch viel drin für uns. Unsere beiden Fahrer sind ähnlich schnell unterwegs, beide können noch weiter nach vorn fahren.
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Alt 08.06.2003, 18:01     #28
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Großer Preis von Monaco – 2. Qualifikation 31. Mai 2003

Wetter: trocken, sonnig, 26°Luft, 36°C Asphalt

Monte Carlo (MCO). Beste Ausgangspositionen für das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von Monaco: Ralf Schumacher sicherte sich im Abschlussqualifying am Samstag die Poleposition, Teamkollege Juan Pablo Montoya wird von Startplatz drei zum populärsten aller Formel-1-Rennen antreten. Nirgendwo ist ein guter Startplatz wertvoller als in den engen Straßenschluchten von Monte Carlo. Für Schumacher ist es die zweite Poleposition seiner F1-Karriere, die erste erzielte er 2001 beim GP Frankreich. Das BMW WilliamsF1 Team kann damit auf zwölf Polepositions seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2000 zurückblicken. Zuletzt hatte Montoya 2002 in Monza auf Startplatz eins gestanden.

Ralf Schumacher: 1.

Chassis: FW25 05 (Ersatzchassis FW25 04)

Schnellste Runde: 1.15,259 min


Nach den Rundenzeiten von heute Vormittag habe ich bestimmt nicht damit gerechnet, hier die Poleposition zu erreichen. Ich bin überglücklich über meine zweite Formel-1-Poleposition. In Monaco zu fahren, ist eine Herausforderung. Und wenn man ein gut ausbalanciertes Auto hat, ist es ein Vergnügen. Ich will mich beim Team für die großartige Vorbereitung bedanken und auch bei Michelin für die guten Reifen. Unsere Mannschaft hat ein paar harte Wochen hinter sich, da tut ein Erfolg gut. Dennoch: Morgen ist der Tag, der zählt. Ich bin gespannt auf den Start und denke, wir sehen auf jeden Fall einem interessanten Rennen entgegen. Ich freue mich drauf!

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis FW25 02)

Schnellste Runde: 1.15,415 min


Mein Auto hatte im Grunde eine gute Balance, obwohl es in meiner Qualifyingrunde aufsetzte und ich dadurch etwas Zeit verlor. Mit unserer Abstimmung sollten die Autos im Rennen schnell und konstant sein, und Ralf und ich haben wirklich gute Ausgangspositionen. Der heutige Erfolg ist für das Team wichtig. Man sieht, dass wir den FW25 inzwischen besser verstehen und uns seine Qualitäten immer mehr erschließen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Das war eine hervorragende Leistung von unserem Team. Die Ingenieure und die Fahrer haben nichts unversucht gelassen, um das Auto von Donnerstag bis heute zu verbessern. Die Abstimmungs-Änderungen, die wir an beiden Autos vorgenommen haben, haben sich eindeutig positiv ausgewirkt. Es tut gut, unsere Autos auf einem Kurs, auf dem Abtrieb und andere Chassis-Qualitäten zählen, so weit vorn zu sehen.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Um in Monte Carlo ganz vorn zu stehen, braucht man eine super Runde. Ralf hat heute eine hervorragende Vorstellung geboten. Das ganze Team hat einen erstklassigen Job gemacht. Kompliment. Seit Donnerstag haben wir das Blatt zu unseren Gunsten gewendet. Auch die Reifen haben sehr gut funktioniert. Angesichts unserer Startpositionen wünsche ich mir nun, dass uns ein besserer Start als im Vorjahr gelingt und ein FW25 als Führender in die erste Kurve geht. Sollte dies gelingen, können wir auch das Rennen gewinnen. Ich denke, wir sind taktisch gut vorbereitet.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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Alt 08.06.2003, 18:04     #29
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Großer Preis von Monaco – RENNEN 1. Juni 2003

Wetter: trocken, 23-24°Luft, 25-26°C Asphalt

Monte Carlo (MCO). Juan Pablo Montoya erzielte beim Großen Preis von Monaco den ersten Saisonsieg für das BMW WilliamsF1 Team. Dessen letzter gemeinsamer Sieg datiert auf den GP Malaysia 2002, nun sind es sechs Siege seit Beginn der Partnerschaft. WilliamsF1 hatte zuletzt 1983 mit Keke Rosberg im Fürstentum gewonnen. Montoya hatte seinen bis dato einzigen F1-Sieg 2001 in Monza gefeiert. Ralf Schumacher kam in Monte Carlo als Vierter ins Ziel. Das BMW WilliamsF1 Team stabilisierte seinen dritten Platz in der Konstrukteurs-WM. Die Fahrer belegen beide Platz fünf im Klassement.

Juan Pablo Montoya: 1.

Chassis: FW25 06

Schnellste Runde: 1.14,902 min in Rd. 47 (viertschnellste insg.)


Es war ein Traumtag! Das Auto war gut, die Reifen waren gut, und das Team hat Großartiges geleistet. Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich hatte ein paar Rennen, bei denen ein Sieg zum Greifen nah schien und es dann doch noch schief ging. In Australien beispielsweise. Das Entscheidende heute war, dass ich mich beim Start vor Räikkönen setzen und vor meinem Boxenstopp einen ausreichend großen Vorsprung auf ihn herausfahren konnte. Danach war der Druck durch ihn nicht mehr allzu groß für mich. Die Reifen waren gut und konstant. Ein Sieg in Monaco ist wirklich etwas Besonderes, es gibt nichts Vergleichbares in der Formel 1. Schon eher passt der Vergleich mit den Indy 500 . Ich bin das erste Mal in der Formel 1 in Monaco ins Ziel gekommen und habe gleich gewonnen!

Ralf Schumacher: 4.

Chassis: FW25 05

Schnellste Runde: 1.14,768 min in Rd. 77 (drittschnellste insg.)


Es ist natürlich enttäuschend, auf Platz vier anzukommen, wenn man von der Poleposition gestartet ist; insbesondere auf einer Rennstrecke wie Monaco, wo die Pole mehr zählt als irgendwo sonst. Aber die Balance meines Autos war nach meinem ersten Boxenstopp nicht ideal, und ich konnte nicht mehr mit der Spitze mithalten. Jedenfalls: Glückwunsch an Juan und an unser gesamtes Team!

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Dieser Erfolg ist phantastisch für die gesamte Mannschaft. Dieses Rennen auf diesem schwierigen Kurs zu gewinnen, war ein extrem guter Job von Juan. Der Schlüssel zum Erfolg in Monaco ist Abtrieb und mechanischer Grip. Ich denke, heute haben wir gezeigt, wie gut unser Auto wirklich ist, und die Reifen waren auch ausgezeichnet. Ralf hatte einen guten Start, aber einen langsameren zweiten Rennabschnitt und im dritten einen Fehler in der Rascasse, der aber keinen Platz gekostet hat. Wir werden heute Abend mit dem Team und den Michelin-Leuten feiern.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das ist ein tolles Ergebnis, das tut gut! Dieser Erfolg, zumal mit der Poleposition vom Samstag, gibt der ganzen Mannschaft weiteren Auftrieb. Wir haben unseren Aufwärtstrend schon eine Weile gespürt, konnten ihn aber bislang nicht mit Ergebnissen zeigen. Juan ist ein fehlerfreies Rennen gefahren und hat die Konkurrenz in Schach gehalten. Ralf war mit seinem Start von der Poleposition natürlich Favorit, aber er hatte zwei Mal etwas Pech bei der Ausfahrt nach seinen Stopps. Beide Male ist haarscharf ein Konkurrent vorbeigezogen.

Test in Silverstone:
3.-5. Juni, Ralf Schumacher,
6. Juni Marc Gené.

Test in Monza: 3.-5. Juni, Gené
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Alt 08.06.2003, 18:10     #30
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Großer Preis von Kanada – 13. bis 15. Juni 2003 - VORSCHAU

Die Freude über den ersten Grand-Prix-Sieg 2003 kurz vor der Saisonhalbzeit war groß. Zeit zum Feiern nahm sich das BMW WilliamsF1 Team dennoch nicht. Der Straßenkurs von Monaco hatte eigene, spezielle Ansprüche gestellt. Der achte Saisonlauf, der Große Preis von Kanada am 15. Juni, bedeutet eine andere Herausforderung, die es zu meistern gilt. In der Vorbereitungsphase auf das Rennen in Montreal absolvierte das Team mit Ralf Schumacher und Testpilot Marc Gené ein zweigleisiges Testprogramm in Monza und in Silverstone.

Der 4,361 Kilometer lange Circuit Gilles Villeneuve auf der Insel Notre Dame im Sankt-Lorenz-Strom erfordert zwar keine Spitzen-Abtriebswerte, dafür aber aerodynamische Effizienz, gute Traktion, hervorragendes Bremsverhalten und Motorleistung. Im Jahr 2001 hatte das BMW WilliamsF1 Team in Kanada seinen zweiten von nunmehr sechs gemeinsamen Siegen gefeiert.

Ralf Schumacher:

Ich freue mich schon sehr auf das Rennen in Kanada. Nicht nur, weil mir die Strecke gefällt, sondern auch, weil Montreal zu meinen Lieblingsstationen auf der Tour zählt. Die schöne Stadt, die Freundlichkeit der Menschen, das Fahrerlager neben der ehemaligen Olympia-Ruderstrecke - Montreal ist eines der Highlights der Saison. Eine Prognose, ob es auch ein sportliches Highlight wird, möchte ich noch nicht abgeben, aber ich bin sehr optimistisch. Mein Ärger über die verpasste Chance auf den Sieg in Monaco ist verraucht, ich freue mich für Juan Pablo und das Team und blicke mit sehr viel Zuversicht auf die nächsten Rennen. Schon bei den Tests in der letzten Woche in Silverstone war der Ruck zu spüren, der durch das ganze Team gegangen ist. Alle sind wieder heiß auf Siege, und auch ich will natürlich meinen Teil dazu beitragen. Bei den Tests haben wir uns fast ausschließlich mit dem Set-up für Kanada beschäftigt, und ich bin sehr zufrieden, was die Weiterentwicklung des Autos betrifft. Wir waren in Monaco mit der Poleposition und dem Rennsieg ganz oben, jetzt müssen wir beweisen, dass diese Leistung keine Eintagsfliege war.

Juan Pablo Montoya:

Ich gehe den Großen Preis von Kanada in Hochstimmung an. Der Monaco-GP hat dem gesamten BMW WilliamsF1 Team enorm viel Auftrieb gegeben, wir waren auf einer schwierigen Rennstrecke stark und konstant. Ich habe so oft „Monaco“ geantwortet, wenn ich gefragt wurde, welches Rennen ich am liebsten gewinnen möchte, und jetzt bin ich wirklich stolz darauf. Wir sind auch zuversichtlich für Kanada, weil auch der Circuit Gilles Villeneuve unserem Gesamtpaket taugen sollte. Bisher waren wir dort immer gut. Ralf hat 2001 gewonnen, und ich habe im vergangenen Jahr die Poleposition gehabt und einige Runden geführt, ehe ich an zweiter Position liegend ausfiel. Ich hoffe, diese Enttäuschung in diesem Jahr vergessen machen zu können. Ich fahre gern in Montreal, es macht viel Spaß, weil die Strecke technisch wie fahrerisch anspruchsvoll ist und, im Gegensatz zu Monaco, Überholmöglichkeiten bietet.

Sam Michael, WilliamsF1 Chief Operations Engineer:

In den vergangenen Monaten hat das Team enorm viel Arbeit in die Verbesserung des FW25 investiert, und dieser Einsatz wurde nun mit dem Sieg bei einem der Prestige trächtigsten Rennen des Jahres belohnt. Das Auto war eindeutig konkurrenzfähig, und es war ermutigend, mit unserer aggressiven Strategie ein so gutes Ergebnis zu erzielen. Zu siegen, hat uns großen Auftrieb gegeben. Wir fahren mit der neuen Gewissheit nach Montreal, dass wir um Spitzenplatzierungen kämpfen können.

Wir haben vergangene Woche ein paralleles Testprogramm absolviert, Ralf testete in Silverstone, während Marc Gené in Monza fuhr. Beide Piloten haben an der Abstimmung für Montreal gearbeitet, vor allem hinsichtlich der Reifen und der Aerodynamik, außerdem standen Motoren-Dauerläufe auf dem Programm.

Montreal verlangt niedrige bis mittlere Abtriebswerte, es dominieren die Anforderungen an die Traktion und die Bremsen sowie das Fahrverhalten bei geringen Kurvengeschwindigkeiten. Der Circuit Gilles Villeneuve stellt höchste Ansprüche an das Aerodynamik-Paket und verlangt den Bremsen und dem Motor alles ab. Es wird entscheidend sein, das optimale Abtriebsniveau zu finden. Die Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten. Wir müssen uns wieder eine gute Strategie zurechtlegen, um erneut in eine siegfähige Position zu kommen.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

Keine Frage, der Sieg in Monaco hat uns allen sehr gut getan. Er war der Lohn für monatelange harte Arbeit des gesamten Teams und markiert hoffentlich auch eine Trendwende. In Montreal haben wir schon Licht und Schatten erlebt – 2001 gewonnen und 2002 auf dem Weg zur Wiederholung einen Ausfall zu beklagen gehabt. Die langen Geraden und in der Regel sommerliche Temperaturen werden unserem BMW P83 alles abverlangen.

Neben den USA ist auch Kanada ein wichtiger Überseemarkt für BMW, entsprechend groß ist der Andrang von Fans und Freunden des Hauses. Mit der extrem schön gelegenen Rennstrecke und der lebendigen Atmosphäre der Stadt hat dieser Grand Prix auch besonders viel Charme für Besucher und Akteure.

Zahlen und Fakten

- Als Ville-Marie-de-Montréal wurde die Stadt – benannt nach dem Berg Mont Royal – 1642 von französischen Entdeckern gegründet. Montreal ist die Hauptstadt der französischsprachigen Provinz Quebec und liegt zwischen einem Mündungsarm des Ottawa River und dem Sankt-Lorenz-Strom. Die Stadt zählt 1,02 Millionen Einwohner, die extrem kalte Winter erleben und nicht zuletzt deshalb in den freundlichen Sommern vor Unternehmungslust zu sprühen scheinen.

- Das Gelände auf der Insel Notre Dame, wo die nicht permanente Rennstrecke liegt, war 1967 Schauplatz einer Weltausstellung und 1976 Austragungsstätte für die Olympischen Spiele. Das Formel-1-Fahrerlager liegt am ehemaligen Ruderbecken.

- 2003 wird der 35. Große Preis von Kanada ausgetragen und zwar zum 25. Mal in Montreal. 1967 fand der erste Kanada GP in Mosport statt, dort folgten noch sieben weitere. Mont-Tremblant war zwei Mal Gastgeber für einen Großen Preis.

- Seit 1978 fährt die Formel 1 in Montreal, die Strecke wurde nach dem Sieger des Auftaktrennens benannt, nach dem Kanadier Gilles Villeneuve.

- Die Streckenlänge beträgt 4,361 Kilometer, die Renndistanz 305,270 Kilometer (70 Runden).

- Der Start erfolgt am Sonntag, dem 15. Juni 2003, um 13.00 Uhr Ortszeit, das entspricht 19 Uhr in Deutschland.

- Im Vorjahr qualifizierten sich Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher in Montreal für die Startplätze eins und vier, im Rennen blieben jedoch beide Piloten des BMW WilliamsF1 Teams ohne Punkte. Montoya fiel nach 13 Führungsrunden mit einem Motordefekt aus, Schumacher wurde durch eine defekte Tankanlage und einen deshalb erforderlichen zusätzlichen Boxenstopp auf Platz sieben zurückgeworfen. Den Grand Prix 2001 hat die Mannschaft in besserer Erinnerung, damals gelang Ralf Schumacher sein zweiter Formel-1-Sieg.

- WilliamsF1 hatte zuvor bereits sechs Mal den GP Kanada gewonnen (1979, 80, 86, 89, 93 und 96), BMW zwei Mal (1982 und 84).

- 2002 siegte Michael Schumacher im Ferrari. Montoya eroberte die Poleposition in 1.12,836 Minuten und hält seit dem vergangenen Jahr den Rundenrekord mit 1.15,960 Minuten.
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