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Alt 11.09.2009, 16:52     #51
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Italien - Freies Training

Wetter: trocken und sonnig, 25-27°C Luft, 28-38°C Asphalt


Monza (IT). Das BMW Sauber F1 Team erlebte einen positiven Auftakt zum Großen Preis von Italien in Monza. Beide Fahrer machten gute Fortschritte in den beiden 90-Minuten-Trainings am Freitag.

Für den Hochgeschwindigkeitskurs von Monza erhielt der F1.09 einen modifizierten Frontflügel und einen speziellen Heckflügel zur Reduzierung des Luftwiderstands.


Robert Kubica: BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
1. Training: 11., 1.24,813 min / 2. Training: 5., 1.24,622 min

„Wir haben heute Morgen ziemlich viel Zeit verloren, weil meine Bremsen nicht in Ordnung waren. Glücklicherweise waren wir in der Lage, die Bremsen zu wechseln, und ich konnte am Ende des Trainings eine Basisabstimmung herausfahren. Am Nachmittag arbeiteten wir weiter an der Abstimmung und haben versucht, die Reifenmischungen zu bewerten.“


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
1. Training: 5., 1.24,683 min / 2. Training: 7., 1.24,693 min

„Die Rundenzeiten sind nicht schlecht, zumal ich meine schnellste Runde im zweiten Training recht früh gefahren bin und sogar etwas Verkehr hatte. Die Balance des Autos ist besser als an manch anderem Freitag, aber da ist noch Potenzial für Verbesserungen. Es wird schwierig, eine Balance hinzubekommen, die im Qualifying und im Rennen passt. Wir haben den üblichen Reifenvergleich gemacht und sind sowohl mit den weicheren als auch mit den härteren Reifen Longruns gefahren. Die Höhe der neuen Randsteine ist eine deutliche Änderung. Man muss sich daran gewöhnen und schauen, wo man noch drüber fahren kann und wo man es besser vermeidet. Am Ende des zweiten Trainings habe ich ein paar Minuten früher aufgehört, weil ich in der Ascari-Schikane geradeaus gefahren war und das Auto sicherheitshalber kontrollieren lassen wollte.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Monza ist die einzige Strecke, auf der das Aerodynamik-Paket mit niedrigem Abtrieb zum Einsatz gelangt, deshalb haben wir am Morgen einige Zeit investiert, um eine gute Grundabstimmung für das Auto zu finden. Es ist entscheidend, beim Überfahren der Kerbs nicht zu viel Zeit zu verlieren, zudem ist hier die Bremsstabilität noch wichtiger als auf andern Strecken. Am Nachmittag haben wir uns ganz auf die Rennvorbereitung und den Reifenvergleich konzentriert. Wir sind durchaus zufrieden mit den Resultaten bei niedriger Benzinmenge, dagegen gibt es bei der Abstimmung für höhere Benzinmengen noch einiges zu tun.“
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Alt 13.09.2009, 08:07     #52
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Italien - Qualifikation

Wetter: trocken und sonnig, 24-27°C Luft, 31-40°C Asphalt

Monza (IT).
Nach viel versprechenden Trainingsergebnissen wurde das BMW Sauber F1 Team im Qualifying zum Großen Preis von Italien in Monza enttäuscht: Während Robert Kubica und Nick Heidfeld Runde um Runde schneller wurden, blieben plötzlich beide Autos mit Motordefekten stehen. Beide Triebwerke waren neu. Kubica qualifizierte sich deshalb nur für Platz 13. Heidfeld, dessen Motor zuerst kaputtging, wurde 15.


Robert Kubica :
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Qualifying 13., 1.23,866 min in Q2 (3. Training: 10., 1.23,996 min)

„Das ist eine sehr schwierige Situation für mich, nicht nur für diesen Grand Prix, sondern auch für die kommenden Rennen. Ich habe nicht viele Motoren übrig. Es ist auch unglücklich für Nick, der hier echt schnell war. Obwohl ich ein wenig kämpfen musste, war ich ziemlich zuversichtlich, das Top-Ten-Qualifying zu erreichen. Ich war nicht ganz glücklich mit dem Auto im ersten Qualifying-Segment, aber es war in Q2 sofort schnell. Mir ist eine ziemlich gute Runde gelungen, dann hatte ich aber Verkehr in den zwei nächsten Runden. Der Motorschaden macht meine Ausgangsposition für die letzten Rennen der Saison sehr kompliziert.“


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Qualifying 15., 1.24,275 min in Q2 (3. Training: 3., 1.23,490 min)

„Es ist extrem schade, dass wir dieses Motorproblem bekommen haben, wo es gerade so gut lief. Wir hatten schon in Spa ein gutes Qualifying, da war ich Dritter. Heute früh war ich auch Dritter, und nachdem das Auto hier wirklich schnell war, hatte ich natürlich auf einen guten Startplatz gehofft. Wir haben bei uns im Team so gut wie nie technische Defekte, und natürlich ist es sehr ungewöhnlich, dass Robert und ich binnen Minuten beide mit neuen Motoren Probleme bekommen. Wir werden herausfinden, was da los war. Von Platz 15 wird es kein leichtes Rennen, aber ich werde bestimmt nicht aufgeben und will das Bestmögliche herausholen.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

„Beide Fahrer beklagten im zweiten Teil des Qualifyings einen Motorschaden, soweit wir das den Daten entnehmen können mit gleichem Schadensverlauf. Beide Triebwerke waren neu. Der Defekt kann deshalb nicht der Laufleistung oder einer überhöhten Belastung zugeordnet werden. Eine genaue Analyse ist erst nach einer Zerlegung der Motoren möglich. Natürlich beeinträchtigen diese Schäden unsere Chancen im Rennen. Wir hatten hier gute Startpositionen erwartet. Und sie haben auch Einfluss auf unsere Motorenplanung für die restlichen vier Saisonrennen.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Unsere Rundenzeiten im Qualifying waren auf dem Niveau, wo wir sie aufgrund des dritten freien Trainings erwartet hatten. Unser Ziel war es, beide Autos in die Top-Ten-Qualifikation zu bringen. Das war durchaus realistisch. Dann haben uns die zwei Motorschäden einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von so weit hinten wird es natürlich schwierig, in die Punkte zu fahren.“
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Alt 13.09.2009, 17:01     #53
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Italien - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 27°C Luft, 38-39°C Asphalt

Monza (IT).
Während Nick Heidfeld von Startplatz 15 aus beim Großen Preis von Italien als Siebter ins Ziel kam, war sein Teamkollege Robert Kubica bereits wegen eines Getriebe-Öllecks nach 15 Runden ausgefallen. Nach einem enttäuschenden Qualifying holte das BMW Sauber F1 Team in Monza noch zwei WM-Punkte.


Nick Heidfeld: 7.
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.25,488 min in Rd. 30 (neuntschnellste insgesamt)

„Ich bin sehr zufrieden, ich hatte ein super Rennen. Platz sieben mag nicht fantastisch klingen, aber von Startplatz 15 aus ist es das Beste, was heute möglich war. Mein Start selbst war mies, ich hätte fast Positionen verloren. Aber dann konnte ich in der ersten Kurve außen das erste Auto überholen, und in der Schikane habe ich mich auf die Innenbahn gesetzt und konnte an Jarno Trulli vorbei. In der dritten Runde habe ich es geschafft, Giancarlo Fisichella zu überholen. Das habe ich vor dem Rennen für unmöglich gehalten, weil er ein KERS im Auto hat. Als ich dann hinter Sebastian Vettel lag, habe ich begonnen, Sprit zu sparen. Nach unser beider Boxenstopps war ich an ihm vorbei und konstant Achter, bis Lewis Hamilton in der letzten Runde verunfallte und ich noch einen weiteren Punkte geerbt habe.“


Robert Kubica: Ausfall nach Runde 15
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.27,819 min in Rd. 12 (18.-schnellste insgesamt)

„Ich hatte einen sehr guten Start und war in einer ziemlich guten Position vor dem ersten Bremspunkt. Ich war links von Mark Webber und denke, dass er mich einfach nicht gesehen hat. Mark hat mich auf das Gras gedrückt, während ich auf der Bremse stand. Mir ist es zwar gelungen, wieder auf die Strecke zu kommen, aber wir haben uns in der ersten Kurve berührt. In Roggia war Mark außen und etwas vor mir. Als wir den ersten Scheitelpunkt der Kurve anfuhren, konnte ich ihm wieder nicht ausweichen. Ich konnte weiterfahren und Sebastian überholen, obwohl ich meinen Frontflügel beschädigt hatte – entweder an einem Randstein oder einem anderen Auto. Wir mussten den Flügel aus Sicherheitsgründen einige Runden später wechseln. Am Schluss musste ich das Auto wegen eines Öllecks abstellen.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

„Es war ein hartes Rennen, das mit dem Unfall von Lewis Hamilton ein dramatisches Ende hatte. Nick hat nach dem Pech im Qualifying das Maximum im Rennen herausgeholt und ist von Startplatz 15 auf den siebten Rang vorgefahren. Robert lag zunächst sogar noch zwei Positionen vor ihm, hatte dann aber eine Beschädigung des Frontflügels und wurde deshalb von der Rennleitung zum Stopp hereingeholt. Kurz darauf musste er das Rennen dann wegen einer Öl-Leckage am Getriebe beenden. Die Motorensituation ist bei uns für den Rest der Saison sehr eng. Dennoch freuen wir uns auf das nächste Rennen in Singapur, wo wir ein umfangreiches Entwicklungsprogramm an den Start bringen.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Sowohl Nick als auch Robert haben das Rennen von ziemlich aussichtslosen Positionen begonnen, konnten jedoch am Start einige Positionen gut machen. Robert beschädigte in der ersten Runde seinen Frontflügel. Aus Sicherheitsgründen mussten wir ihn in die Box holen und den Frontflügel wechseln. Einige Runden später diagnostizierten wir eine Öl-Leckage am Getriebe, und Robert musste sein Rennen beenden. Nick ist konstant gute Rundenzeiten gefahren und konnte bis zur achten Position kontinuierlich Plätze gut machen. Natürlich nehmen wir am Ende gerne zwei Punkte mit.“
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Alt 18.09.2009, 07:22     #54
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Singapur - Vorschau

25. – 27. September 2009

14. von 17 WM-Läufen

München/Hinwil, 17. September 2009.
Das erste Flutlichtrennen der Formel-1-Geschichte machte Akteure und Zuschauer vor Jahresfrist zu Nachtschwärmern. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den zweiten Großen Preis von Singapur, der am 27. September um 20 Uhr Ortszeit gestartet wird.

Das BMW Sauber F1 Team biegt nach der Einigung mit einem Investor über einen Verkauf mit zusätzlichem Schwung in die Zielgerade der Saison 2009 ein. In Singapur gehen aerodynamisch deutlich veränderte F1.09 an den Start. Robert Kubica und Nick Heidfeld freuen sich auf die Herausforderung des Stadtkurses.


Robert Kubica:

„Als bekanntlich großer Fan von Stadtkursen freue ich mich sehr auf den Großen Preis von Singapur. Die Strecke ist eine Herausforderung, vor allem der kurvenreiche und eng gewundene letzte Sektor. Weil es sich um keine permanente Rennstrecke handelt, ist das Grip-Niveau zu Beginn des Wochenendes sehr niedrig, verbessert sich dann aber von Tag zu Tag. Fahrer und Ingenieure müssen diese Entwicklung bei der Abstimmung und Ausbalancierung des Fahrzeugs berücksichtigen. Das Team bringt Fahrzeug-Neuerungen mit nach Singapur. Ich hoffe, das macht uns wettbewerbsfähiger, und wir können die Konkurrenz überraschen.

Im vergangenen Jahr war der Streckenbelag sehr uneben, an manchen Stellen waren die Bodenwellen vielleicht zu extrem. Vor dem ersten Nachttraining gab es viele Bedenken unter uns Fahrern bezüglich der Sicht, aber sie erwiesen sich als unbegründet. Ich war tatsächlich sehr überrascht, wie gut man die Lichtverhältnisse in den Griff bekommen hatte.“


Nick Heidfeld:

„Ich freue mich schon seit vielen Wochen auf das Rennen in Singapur, weil ich weiß, dass wir umfangreiche Änderungen vorbereitet haben. Die Simulation ist viel versprechend, und das Auto wird klasse aussehen.

Im vergangenen Jahr habe ich erfahren, dass man in Singapur kaum überholen kann. Nach einer Bestrafung musste ich anstatt von Position sechs als Neunter starten, und obwohl der Speed gestimmt hat, war mehr als Platz sechs nicht drin. In Singapur ist der Startplatz genauso entscheidend wie in Monaco.

Im vergangenen Jahr war das Rennwochenende mit seiner Besonderheit und dem Ambiente für mich ganz klar Saisonhighlight. Es war für alle etwas Neues und wirklich Spannendes. Auch die Fernsehbilder und Fotos im Nachhinein zu sehen, war klasse, das künstliche Licht hat alles verändert. Es ist mir nicht schwer gefallen, die innere Uhr weiter in europäischer Zeit ticken zu lassen, um nachts fit zu sein für Qualifying und Rennen. Das hat auch Spaß gemacht. Dass das ganze Team bis nachts um drei auf den Beinen ist, um im Biorhythmus zu bleiben, ist irgendwie schräg, aber auch sehr unterhaltsam.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:

„Das erste Nachtrennen der Formel 1 war 2008 ein faszinierendes Ereignis mit spektakulären Bildern und einer elektri_sierenden Stimmung. Atmosphärisch ist der Große Preis von Singapur für mich der Saisonhöhepunkt. Das ganze Ambiente sucht seinesgleichen. Es hat sich im vergangenen Jahr bewährt, die innere Uhr nicht auf Ortszeit umzustellen, sondern in der deutschen Zeitzone zu bleiben. Das werden wir erneut so praktizieren. Wir freuen uns auf dieses Spektakel und wollen mit einem signifikant weiter entwickelten Auto angreifen.

Die Ursache unserer Motorprobleme im Qualifying in Monza war ein Qualitätsproblem im Bereich Ventiltrieb. Wir können die beiden Motoren leider nicht mehr weiterverwenden. Nachdem beide Fahrer am Sonntag in Monza dieselben Triebwerke im Auto hatten wie beim Rennen in Spa, haben beide Fahrer für die verbleibenden Rennen noch einen neuen sowie bereits gebrauchte Motoren zur Verfügung. Die entscheidende Frage wird nun sein: Kommen wir damit aus, oder müssen wir vor Saisonende einen neunten Motor einsetzen und dafür eine Rückversetzung um zehn Startplätze in Kauf nehmen.“


Willy Rampf, Head of Engineering:

„Singapur war 2008 im Wortsinne ein Highlight. Es war das erste Nacht_rennen in der Geschichte der Formel 1, und es war wirklich etwas ganz Besonderes. Die Strecke hat außer_gewöhnlich viele Kurven, deshalb lässt sie den Piloten keine Zeit zur Erholung. Zudem war sie an einzelnen Stellen extrem holprig. Diese Kritik haben die Veranstalter ernst genommen und die Strecke stellenweise neu asphaltiert. Die vorwiegend langsa_men Kurven stellen insbesondere an die Traktion hohe Anforderungen.

Nach dem letzten großen Update in Valencia bringen wir hier nochmals ein umfangreiches Entwicklungspaket. Im Bereich der Aerodynamik umfasst dieses einen neuen Frontflügel, stärker eingezogenen Seitenkästen, einen weiterentwickelten Doppeldiffusor und einen modifizierten Heckflügel. Zudem verfügt das Auto auch über ein völlig neues Getriebe. Entsprechend erwarten wir hier nochmals einen Schritt nach vorne.“


Historie und Hintergrund:

Die Lichtanlage des Marina Bay Circuit bewährte sich 2008, einzig mit Regen gibt es bei Flutlicht noch keine Erfahrungen. Der Veranstalter installierte 1500 Scheinwerfer mit insgesamt drei Millionen Watt an 230 Stahlmasten. Ein Dutzend Doppelgeneratoren dienten als Versicherung gegen plötzliche Dunkelheit. Der Kurs mit seinen teilweise sehr engen 23 Kurven wird entgegen dem Uhrzeigersinn befahren. Einige Schlüsselstellen, darunter die Kurven 1 und 14, wurden für das Rennen 2009 modifiziert, um bessere Überholmöglichkeiten zu schaffen. Kritikpunkte im Vorjahr waren massive Bodenwellen sowie die An- und Ausfahrt der Boxengasse, weil sie die Ideallinie tangierten, was folglich zu Behinderungen führte. Die Mitwirkenden bemühen sich, den natürlichen Tag in Asien zu ignorieren und im europäischen Rhythmus zu bleiben, damit sie fit sind für Spätschichten und Nachtarbeit. Um bis mittags ungestört schlafen zu können, werden Hoteletagen in Ruhezonen verwandelt. Gegen 13 Uhr gibt es Frühstück, man trifft Piloten um Mitternacht bei der Streckenbegehung. Nach Rennende am Sonntag (spätestens 22:00 Uhr) ist Eile beim Einpacken geboten: Um fünf Uhr morgens muss das gesamt Material aufgeladen und zum Flughafen gebracht werden.

In der Geschichte Singapurs begann die Entwicklung zum modernen Stadtstaat 1819, als Sir Thomas Stamford Raffles dort im Namen der britischen ostindischen Handelskompanie die erste Niederlassung gründete. 1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor abgekauft hatte. 1867 wurde Singapur britische Kronkolonie. Von 1942 bis 1945 war Singapur in Folge eines erfolgreichen Angriffes der Japaner unter deren Herrschaft, danach wurde es wieder an die Briten zurückgegeben. Seit dem 1. September 1963 ist Singapur unabhängig und wurde Mitglied einer Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak. Nach massiven Unruhen wurde Singapur aus diesem Verband ausgeschlossen und ist seit 1965 selbstständig.

Der Name stammt aus dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha (Löwe) und Pura (Stadt). Gemäß der Legende begegnete ein hinduistischer Prinz einst einem Löwen im Dschungel. Ein gegenseitiger Blick in die Augen verhinderte einen Kampf. Der Prinz ließ sein Schwert sinken, der Löwe zog sich zurück – und ist bis heute Symbol der Stadt.

Kritiker stören sich an den autoritären Kontrollmechanismen und extrem harten Strafen im Staat Singapur, Befürworter loben Sauberkeit sowie geringe Korruption und Kriminalität. Das Staatsgebiet erstreckt sich über rund 700 Quadratkilometer und wächst stetig dank Landgewinnung. Derzeit leben mehr als viereinhalb Millionen Menschen im Inselstaat. Es gibt vier Amtssprachen: Malaiisch, Chinesisch, Tamilisch und Englisch.

Die wirtschaftliche Bedeutung Singapurs begründet sich traditionell im Hafen, der einer der größten und modernsten Umschlagsplätze der Welt ist, sowie im Finanzwesen.
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Alt 27.09.2009, 09:57     #55
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Singapur - Freies Training

Wetter: trocken, 30-31°C Luft, 29-34°C Asphalt, Luftfeuchtigkeit 63-69 %

Singapur (SG).
Bei tropischer Hitze gingen die ersten beiden nächtlichen Trainings zum Großen Preis von Singapur über die Bühne. Das BMW Sauber F1 Team tritt mit dem größten Entwicklungspaket der Saison für den F1.09 an.

Die Mechaniker beider Autos hatten reichlich Arbeit. Im ersten Training musste das Getriebe an Nick Heidfelds Auto getauscht werden, im zweiten musste ein Getriebesensor an Robert Kubicas F1.09 gewechselt werden.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
1. Training: 14., 1.51,656 min / 2. Training: 4., 1.49,098 min
„Ich fahre sehr gerne hier, die Strecke macht mir unheimlich Spaß, obwohl sie nach wie vor Bodenwellen hat und heute extrem staubig war. Ich denke, bei uns sieht es nicht so schlecht aus, obwohl wir im ersten Training diverse Schwierigkeiten hatten. Abgesehen vom Getriebewechsel hatten wir Probleme mit dem Unterboden und den Reifendrücken. Aber für das zweite Training konnten wir einiges aussortierten. Ich bin meine schnellste Runde mit neuen weichen Reifen sehr früh gefahren und lag dann lange auf Platz eins. Das änderte sich erst, als am Ende ein paar andere Fahrer ihre schnellen Runden mit frischen Reifen fuhren.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
1. Training: 8., 1.50,815 min / 2. Training: 10., 1.49,609 min
„Die Strecke war heute sehr schmutzig und der Grip entsprechend armselig. Vor allem zu Beginn, aber auch noch im zweiten Training war sehr viel Staub neben der Ideallinie. Der Streckenbelag ist besser als im vergangenen Jahr, aber es gibt noch immer ziemlich viele Bodenwellen. Wir hatten zu Beginn des zweiten Trainings ein kleines Problem mit einem Getriebesensor, aber das konnte schnell in Ordnung gebracht werden, und wir konnten unser geplantes Programm abarbeiten.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Wir sind mit einem umfangreichen Entwicklungspaket in Singapur angerückt. Dieses umfasst im Bereich der Aerodynamik einen neuen Frontflügel, stärker eingezogene Seitenkästen, einen weiterentwickelten Doppeldiffusor und einen modifizierten Heckflügel. Zudem verfügt der F1.09 auch über ein neues, kompakteres Getriebe. Für die Fahrer ist es natürlich eine besondere Herausforderung, sich mit diesem stark modifizierten Fahrzeug möglichst schnell vertraut zu machen. Wir haben wichtige Eindrücke gewonnen, sind aber noch nicht dort, wo wir hinwollen. Auf uns wartet hier noch eine Menge Arbeit. Das ist bei einem Paket wie diesem jedoch nichts Ungewöhnliches.“
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Alt 27.09.2009, 09:59     #56
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Singapur - Qualifikation

Wetter: trocken, 30-31°C Luft, 29-35°C Asphalt, Luftfeuchtigkeit 58-79%

Singapur (SG).
Nach einem viel versprechenden dritten freien Training, in dem die BMW Sauber F1 Team Piloten die Plätze fünf und sechs belegt hatten, ließ sich auch das Qualifying sehr gut an. Nick Heidfeld und Robert Kubica schafften mit dem stark weiter entwickelten F1.09 beide den Sprung ins Top-Ten-Qualifying. Jedoch konnten sie den Vorteil der weicheren Reifen nicht nutzen, weil das Qualifying durch die rote Flagge beendet wurde, als beide gerade ihren letzten Angriff gestartet hatten.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Qualifying 8., 1.49,307 min in Q3 (3. Training: 6., 1.48,526 min)
„Auch wenn es vielleicht ganz gut aussieht, wieder in den Top-Ten zu sein, weil wir ja dieses Jahr schon schlechtere Ergebnisse hatten, bin ich sehr enttäuscht. Das Auto ist besser, und es lief wirklich gut in Q1 und Q2. Aber in Q3 konnte ich die weichen Reifen nicht nutzen, weil die rote Flagge raus kam. Ich hatte meine schnelle Runde begonnen und wusste schon nach den ersten paar Kurven, dass sie deutlich besser wird, aber dann verunfallte Rubens Barrichello, und die Sache war gelaufen. Im Nachhinein wäre es natürlich besser gewesen, früher mit den weicheren Reifen zu fahren. Aber dafür würde man nicht den Vorteil opfern, dass die Strecke in den letzten Minuten am besten ist. Das war einfach Pech.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Qualifying 9., 1.49,514 min in Q3 (3. Training: 5., 1.48,501 min)
„Unser Qualifying-Ergebnis wurde natürlich durch die rote Flagge nach Rubens´ Unfall beeinträchtigt. Ich denke, die Situation war für viele Fahrer ähnlich. Wir haben auf der ersten Runde in Q3 die härtere Reifenmischung benutzt. Das hat uns erheblich Rundenzeit gekostet. Die so genannten „Prime“-Reifen waren allein in den ersten zwei Kurven schon um zwei Zehntelsekunden langsamer als die weicheren Reifen. Es wird ein sehr schweres Rennen morgen. Die Strecke ist sehr schwierig und verlangt viel Traktion und eine gute Bremsstabilität. Auch körperlich ist der Kurs sehr anstrengend, weil er so viele Kurven hat und man permanent mit dem Auto kämpft. Morgen wird viel davon abhängen, wie die Reifen abbauen und womöglich überhitzen.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

„Der Verlauf des Qualifyings brachte einige Überraschungen. In Q1 mit 20 Autos war es sehr schwierig, eine freie Runde zu finden. Beide Fahrer konnten erst im zweiten Versuch die nötige Zeit erreichen. Auch der Sprung in Q3 war alles andere als einfach. Die Plätze fünf bis zehn waren nur um Sekundenbruchteile voneinander getrennt. Im letzten Durchgang des Qualifyings haben wir uns den verbliebenen frischen Satz weicher Reifen für den zweiten Versuch aufbewahrt, der jedoch dem Unfall von Rubens Barrichello zum Opfer fiel. Wir waren eines von drei Teams, die beide Autos in die Top 10 gebracht haben. Uns ist dies erst das zweite Mal in dieser Saison gelungen. Dies bestätigt den Aufwärtstrend und die Arbeit, die hinter dem neuen Entwicklungspaket steckt.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Wir haben mit unserem umfangreichen Entwicklungspaket einen Schritt nach vorne gemacht. Erst zum zweiten Mal in diesem Jahr ist uns mit beiden Autos der Sprung in den finalen Durchgang des Qualifyings geglückt. Trotzdem sind wir mit den Startpositionen nicht zufrieden, auch wenn Nick und Robert aufgrund einer Rückstufung eines Konkurrenten jeweils einen Platz vorrücken werden. Denn den entscheidenden letzten Versuch in Q3 mit weichen Reifen mussten wir aufgrund des Unfalls von Rubens abbrechen. Damit stand letztlich bei uns nur die Zeit mit den harten Reifen zu Buche.“
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Alt 28.09.2009, 07:12     #57
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Singapur - Rennen

Wetter: trocken, 29-31°C Luft, 29-33°C Asphalt, Luftfeuchtigkeit 66-76%

Singapur (SG).
Im zweiten Nachtrennen der Formel-1-Geschichte belegte Robert Kubica Platz acht und holte im ereignisreichen Großen Preis von Singapur einen WM-Punkt für das BMW Sauber F1 Team. Für Nick Heidfeld war das Rennen nach 20 Runden gelaufen, als ihm ein Konkurrent ins Auto fuhr. Dieser Unfall beendete eine eindrucksvolle Serie: Heidfeld hatte zuvor 34 Mal in Folge die Zielflagge gesehen und war sogar 42 Mal in Folge klassifiziert. Beides ist Rekord.


Heidfeld, der im Qualifying Achtschnellster gewesen war, startete aus der Boxengasse. Beim Wiegen nach dem Qualifying hatte das Team festgestellt, dass sein Auto knapp unter dem erwarteten Wert lag. Das Team hatte der FIA das Versehen bei der Montage der Ballastgewichte angezeigt. Angesichts der Startsituation wechselte das Team an Heidfelds Auto auch den Motor und das Getriebe. Heidfeld bekam den neunten Motor dieser Saison eingebaut.



Robert Kubica: 8.
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Schnellste Runde: 1.48,847 min in Rd. 44 (zehntschnellste insgesamt)
„Das war ein sehr hartes Rennen. Ich hatte Pech mit der Safety-Car-Phase, weil ich kurz vorher tanken war. So habe ich einige Plätze verloren. Außerdem hatten wir große Probleme mit den abbauenden Hinterreifen, deshalb waren die letzten zehn oder 15 Runden meiner Stints sehr langsam. Speziell Im letzten Rennabschnitt musste ich meine Position extrem hart verteidigen. Unterm Strich muss ich sagen, ich habe noch nie so hart für einen Punkt kämpfen müssen.”


Nick Heidfeld: Unfall in Runde 20.
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.51,346 min in Rd. 18 (17.-schnellste insgesamt)
„Für mich war es eindeutig Adrian Sutils Fehler. Ich habe es sowohl aus der ersten Reihe als auch später im Fernsehen gesehen. Er hat sich rückwärts rausgedreht und fuhr dann einfach vorwärts wieder los auf die Strecke und in mein Auto. Das kann man einfach nicht machen. Ich hatte keine Chance, den Unfall zu vermeiden. Ich war Letzter mit viel Sprit an Bord. Das Tempo am Ende des Feldes war ziemlich langsam, und ich hatte früh begonnen, Sprit zu sparen, weil Überholen unmöglich war. Obwohl meine Chancen denkbar gering waren, ist es trotzdem ärgerlich, wegen eines so dummen Zwischenfalls nicht ins Ziel zu kommen.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

„Das war ein ordentliches Stück Arbeit für einen Punkt. Durch den Start aus der Boxengasse war klar, dass Nick mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun haben würde. Leider wurde er durch einen unverschuldeten Unfall dann komplett aus dem Rennen genommen. Robert hatte zum wiederholten Mal Pech, als das Safety-Car unmittelbar nach seinem ersten Boxenstopp herauskam. Dadurch hat er einige Positionen verloren. Was wir mitnehmen, ist die gesteigerte Leistung aus dem Qualifying. Es geht nun darum, das Potenzial des stark modifizierten Autos voll zu erschließen.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Bei Nick war die Ausgangslage aufgrund seines Starts aus der Boxengasse sehr schwierig. Der unverschuldete Unfall hat sein Rennen dann endgültig vorzeitig beendet. Robert hat am Start Boden verloren. Anschließend konnte er diesen zunächst nicht wieder gut machen, weil unser Renntempo verglichen mit dem Qualifying heute schlecht war. Er hat zudem früh über abbauende Reifen-Performance geklagt. Am Ende wurde er für seine Bemühungen doch noch mit einem Punkt belohnt, den er insbesondere in den letzten Runden hart verteidigen musste.“
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Japan - Vorschau

2. – 4. Oktober 2009

15. von 17 WM-Läufen Vorschau.

München/Hinwil, 27. September 2009.
Das Wort Suzuka lässt Rennfahrerherzen höher schlagen. Diese grandiose Rennstrecke bietet alle Kurvenvarianten – von den spektakulären S-Kurven im ersten Sektor über die schwierige „Spoon“ und die enge Haarnadel bis zur ultraschnellen „130R“. Fast auf den Tag genau drei Jahre lang mussten die Piloten auf diesen speziellen Thrill verzichten, weil die Formel 1 in Fuji gastierte. Doch 2009 findet der Große Preis von Japan wieder in Suzuka statt, und zwar schon am kommenden Sonntag, dem 4. Oktober.


Robert Kubica:

„Ich freue mich sehr darauf, wieder ein Rennen in Suzuka zu fahren. Die Strecke ist eine der aufregendsten überhaupt, für mich eine der besten der Welt. Es gibt eine Menge wirklich anspruchsvoller Hochgeschwindigkeitskurven, vor allem die 130R ist extrem schnell. Die japanischen Fans sind fantastisch. 2006 blieben viele bis spät in die Nacht auf den Tribünen sitzen, sie bringen wirklich Leidenschaft mit an die Rennstrecke und genießen die Formel 1 in vollen Zügen.“


Nick Heidfeld:

„Ich freue mich riesig, dass meine Lieblingsstrecke wieder im Kalender ist. Ich bin gespannt, welche Änderungen wir vorfinden werden. Ich weiß, dass der Kurs teilweise neu asphaltiert wurde. Ich bin auch gespannt, ob uns dieses Mal wieder irgendwelche Naturgewalten erwarten, nachdem wir dort schon ein Erdbeben und einen nahenden Taifun erlebt haben. Das Wetter ist ohnehin ein Thema, es hat schon oft stark geregnet in Suzuka. Die Strecke ist recht lang, abwechslungsreich und hat einen wunderschönen Fluss, speziell die erste Passage mit der Doppelrechtskurve und der Abfolge von S-Kurven ist klasse. Man muss diesen Fluss allerdings auch richtig erwischen, sonst schleppt man einen Fehler von Kurve zu Kurve, dann passt es einfach nicht mehr.

Ich bin generell sehr gern in Japan. Als ich das erste Mal dorthin kam, war das spontan nicht so, aber mittlerweile bin ich ein großer Fan. Das Essen und die ganz spezielle Atmosphäre liegen mir einfach. Ich werde vor dem Rennen in Suzuka ein paar Tage in Tokio verbringen.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:

„Auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison 2009 geht es Schlag auf Schlag: Nur sieben Tage nach dem Nachtrennen in Singapur findet im japanischen Suzuka bereits das nächste Rennen statt. Damit ist das Doppelpack in einer für die BMW Group sehr wichtigen Region komplett.

Die Strecke ist eine der fahrerisch anspruchsvollsten im Kalender und steht bei den Piloten und Fans entsprechend hoch im Kurs. Ein gut ausbalanciertes Auto ist in Suzuka ein Muss. Auch für die Motoreningenieure ist die Strecke eine harte Nuss: In der extrem schnellen 130R-Kurve treten Querbeschleunigungen von bis zu 6 g auf, bei denen die Ölversorgung nicht abreißen darf.“


Willy Rampf, Head of Engineering:

„Der Kurs in Suzuka ist eine der anspruchsvollsten Strecken im Formel-1-Kalender, weil er so viele schnelle Kurvenkombinationen aufweist. Auch die Steigungen machen den Kurs zu einer richtigen Rennstrecke. Die S-Kurven im ersten Sektor sind eine Schlüsselstelle für die Rundenzeit. Man kann dort sehr viel Zeit verlieren, wenn die Linie nicht optimal passt. Diese Passage ist einzigartig, kein anderer Formel-1-Kurs bietet Vergleichbares. Es gibt zwar auch die enge Haarnadelkurve, aber mittelschnelle und schnelle Kurven dominieren. Das ist ein Kontrast zu dem Stadtkurs von Singapur, wo man eher in einem Stop-and-Go-Rhythmus unterwegs ist. Für Suzuka muss das Auto sehr gut ausbalanciert sein. Bei der Fahrzeugkonfiguration werden wir ein ähnlich hohes Abtriebsniveau fahren wie in Singapur.“


Historie und Hintergrund:

2009 wird der Große Preis von Japan zum 21. Mal in Suzuka gestartet. Die Formel 1 debütierte 1987 in Suzuka, zuvor waren 1976 und 1977 zwei Große Preise von Japan auf der Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji ausgetragen worden, wo die Formel 1 auch 2007 und 2008 gastierte. 1994 und 1995 fand im japanischen Aida je ein GP Pazifik in Japan statt.

Der Große Preis von Japan 2004 wird den Teams unvergesslich bleiben: Am Samstag wurde die Rennstrecke komplett gesperrt, weil ein Taifun im Anzug war, der dann allerdings andernorts auf Land traf. Die Teams hatten am Freitag bei schweren Regenfällen zusammengepackt und ihr Equipment gesichert. Am Samstagnachmittag gab es Entwarnung, das Qualifying wurde am Sonntagmorgen nachgeholt. Bereits im Jahr 2000 hatte die Formel 1 in Suzuka Naturgewalten zu spüren bekommen: Damals waren es schwache Ausläufer eines Erdbebens während des freien Trainings gewesen.

Die Rennstrecke von Suzuka ist der einzige F1-Kurs in Form einer Acht und liegt inmitten eines großen Vergnügungsparks, dessen Wahrzeichen ein Riesenrad ist.

Die Stadt Suzuka liegt an der Süd-Ost-Küste der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zur Mie Präfektur. Der Automobilhersteller Honda besitzt große Fertigungsstätten in der 200.000-Einwohnerstadt, und auch die Wahl der Partnerstadt ist Auto-affin: Es ist die französische Gemeinde Le Mans.
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Alt 02.10.2009, 09:59     #59
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Japan - Freies Training

Wetter: Regen, 21-22°C Luft, 21-23°C Asphalt, Luftfeuchtigkeit 91-97 %

Suzuka (JP).
Regen in schwankender Intensität bestimmte die beiden freien Trainings am Freitag in Suzuka und verhinderte eine vernünftige Abstimmungsarbeit, denn ab Samstag soll es nicht mehr regnen.


Im ersten Training am Vormittag waren zumindest einige Runden mit Intermediates möglich, am Nachmittag ließen die Streckenbedingungen keine Alternative zu richtigen Regenreifen zu. Kubica fuhr sechs Runden damit, Heidfeld zehn, beide rückten im zweiten Training erst kurz vor Schluss aus.


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
1. Training: 15., 1.42,833 min / 2. Training: 10., 1.48,861 min
„Es ist wirklich schön, wieder in Suzuka zu sein. Die Strecke ist unglaublich. Leider war das Wetter heute alles andere als ideal, wir konnten keine einzige Runde im Trockenen fahren. Am Vormittag sind wir ein paar Runden mit richtigen Regenreifen und ein paar mit Intermediates gefahren und haben die Balance des Autos geprüft. Im zweiten Training am Nachmittag waren die Bedingungen dann noch schlechter, es stand viel Wasser auf der Strecke. Die Vorbereitungen für morgen werden jetzt ein Ratespiel, denn die Vorhersage verspricht trockene Bedingungen.“


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
1. Training: 16., 1.42,977 min / 2. Training: 17., 1.50,179 min
„In der Tat gab es aufgrund der Streckenbedingungen heute nicht viel zu lernen. Mir tun die vielen japanischen Fans leid, die trotz des Wetters auf den Tribünen ausharrten, aber nicht wirklich viel geboten bekamen.“


Willy Rampf (Head of Engineering):

„Das war kein gewöhnlicher Freitag. Der ganztägige Dauerregen hat uns zu einem Minimal-Programm gezwungen. Dadurch haben wir nur eine Abstimmung für nasse Bedingungen erhalten. Mehr war heute nicht möglich. Die kommenden beiden Tage sollen trocken werden.“
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Alt 03.10.2009, 09:54     #60
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Japan - Qualifikation

Wetter: sonnig und trocken, 25-26°C Luft, 26-44°C Asphalt

Suzuka (JP).
Das turbulente Qualifying zum Großen Preis von Japan zog sich über anderthalb Stunden. Der zweite Teil des Qualifyings wurde zwei Mal mit roten Flaggen nach Unfällen unterbrochen, am Ende spielten auch gelbe Flaggen Zünglein an der Waage. So war Nick Heidfeld der einzige der beiden BMW Sauber F1 Team Piloten, der es ins Top-Ten-Qualifying schaffte. Dieses wurde durch einen weiteren Unfall unterbrochen, am Ende wurde Heidfeld Sechster. Für Robert Kubica blieb es bei Platz 13 in Q2.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Qualifying 6., 1.32,945 min in Q3 (3. Training: 12., 1.32,736 min)
“Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung im Qualifying, die letzte Runde in Q3 war wirklich gut. Ich war gar nicht so optimistisch vor dem Qualifying, weil ich heute Morgen im dritten Training noch Schwierigkeiten mit der Balance hatte und einen Kompromiss eingehen musste. In Q2 habe ich die gelben Flaggen gesehen und bin vom Gas gegangen, außerdem habe ich den Arm gehoben, um anzuzeigen, dass ich langsamer fahre. Das hat ein paar Zehntel ausgemacht, aber gerade noch für Q3 gereicht. Das war ein sehr seltsames Qualifying, ich habe noch nie eines mit so vielen Unfällen erlebt und hoffe, dass Timo okay ist.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Qualifying 13., 1.32,341 min in Q2 (3. Training: 17., 1.32,848 min)
„Mein Qualifikationstraining war total enttäuschend. Alle meine fliegenden Runden der zweiten Sitzung wurden durch rote oder gelbe Flaggen zerstört. In den gesamten fünfzehn Minuten konnten wir keine einzige richtig schnelle Runde fahren. Die Qualifikation für das Rennen auf Position 13 zu beenden ist alles andere als ideal. Suzuka ist eine fantastische Strecke, aber Überholen ist hier nicht so einfach. Wie dem auch sei, es ist, wie es ist. Ich hoffe, dass es Timo gut geht. Ich wünsche ihm nur das Beste.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Ein Qualifying mit fünf Unfällen bei besten äußeren Bedingungen habe ich noch nicht erlebt. Vor allem hoffen wir, dass Timo Glock keine ernsthaften Verletzungen davon getragen hat. Die zahlreichen roten Flaggen haben auch unser Ergebnis beeinflusst. In Q2 mussten sowohl Robert als auch Nick ihre schnellste Runde abbrechen. Nick kam als Zehnter gerade noch in den letzten Durchgang, Robert hingegen schied aus. Nach dem letzten Abbruch in Q3 konnte sich Nick schließlich auf dem sechsten Startplatz etablieren. Das ist eine gute Startposition für das Rennen.“


Willy Rampf (Head of Engineering):
„Das war ein ereignisreiches und fast 90 Minuten andauerndes Qualifying mit drei roten Flaggen. Der ganze Ablauf wurde von unserer Mannschaft dennoch fehlerfrei absolviert. Nicks sechster Startplatz ist eine gute Ausgangsposition für morgen. Damit sind wir zufrieden und für das Rennen gut gerüstet. Robert hingegen hatte Pech, als er seinen entscheidenden Versuch durch die gelbe Flagge verlangsamen musste und wertvolle Zeit verlor. Wir hoffen, dass Timo nicht ernsthaft verletzt ist.“
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