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Alt 27.07.2009, 06:46     #41
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Ungarn - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 24-26°C Luft, 39-44°C Asphalt


Budapest (HU). Nachdem sie von den Positionen 15 respektive 18 gestartet waren, kamen die BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica beim Großen Preis von Ungarn auf den Plätzen elf und 13 ins Ziel.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-06 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.23,282 min in Rd. 65 (14.-schnellste insgesamt)
Von Startplatz 15 war Platz elf das Beste, was ich heute erreichen konnte. Auf den ersten Metern war mein Start gut, ich konnte mich sofort um ein paar Plätze verbessern. Aber später in der ersten Runde habe ich wieder an Boden verloren. Erst bekam ich einen Schlag von hinten, und später bin ich in Kurve elf außen in den Dreck geraten. Danach hat es eine Weile gedauert, ehe ich Sébastien Buemi überholen konnte, und dann steckte ich gleich wieder im Verkehr fest. Aus diesem Grund haben wir entschieden, meinen ersten Boxenstopp um mehrere Runden vorzuziehen. Das ist grundsätzlich natürlich ein Nachteil, aber angesichts der Verkehrssituation hat es sich dennoch gelohnt, und trotz des vergleichsweise hohen Kraftstoffgewichts war ich nicht schlecht unterwegs. Unterm Strich würde ich sagen, dass wir schneller geworden sind – entsprechend schade ist es, dass wir das nicht in Punkte ummünzen konnten.“

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.23,224 min in Rd. 65 (12.-schnellste insgesamt)
„Ich hatte einen wirklich guten Start und eine gute erste Runde. Dabei ist es mir gelungen, einige Positionen gutzumachen. Wenigstens das ist etwas Positives. Leider hatte ich massives Untersteuern, und meine Vorderreifen bauten sehr stark ab. Nach zehn Runden im jeweiligen Stint waren meine Reifen ziemlich hinüber und ich entsprechend langsam.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Für unser Team war es ein Rennen ohne besondere Vorkommnisse. Beide Piloten konnten am Start Positionen gewinnen und diese auch im Verlauf des Rennens halten. Technisch liefen die Autos einwandfrei, aber nach dem verkorksten Qualifying war auf dieser Strecke nicht mehr zu machen. Mit einer besseren Ausgangslage wären heute Punkte in Reichweite gewesen. Glückwunsch an McLaren-Mercedes zu einem überzeugenden Sieg. Es ist bemerkenswert, wie schnell sich in dieser Saison die Kräfteverhältnisse ändern.“

Willy Rampf (Head of Engineering):
„Mit den Startpositionen 15 und 18 geht man natürlich mit limitierten Möglichkeiten ins Rennen. Deshalb haben wir versucht, über die Strategie etwas gutzumachen. Das hat zuerst auch gut geklappt, als beide Piloten gleich am Start Positionen gutmachen konnten. Ab Runde 18 hing Nick dann im Verkehr fest und verlor viel Zeit, deshalb nahmen wir ihn früher als geplant rein. Geholfen hat es letztlich nicht viel. Mehr war heute aufgrund der Startplätze nicht drin.“
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Alt 14.08.2009, 14:45     #42
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Europa - Vorschau

11. von 17 WM-Läufen




München/Hinwil, 14. August 2009. Nach der Rückzugsankündigung von BMW zum Saisonende eint die Rennmannschaft des BMW Sauber F1 Teams nun eine neue Motivation: Es gilt, möglichst gute Arbeit zu leisten, um sich für eine Zukunft in der Formel 1 zu empfehlen.


Robert Kubica:
„Ich habe die Rennstrecke in Valencia sehr genossen. Mir gefällt diese Stop-and-Go-Charakteristik. Der Kurs hat viele lange Geraden, auf die enge Kurven folgen, ehe es wieder geradeaus geht. Das bedeutet viele harte Bremsmanöver. Im vergangenen Jahr war es sehr heiß, weil die Strecke zwischen Betonmauern entlang führt und es wenig frische Luft gibt. Diese Bedingungen sind für die Kühlsysteme des Fahrzeugs sehr hart. 2008 war ich in Valencia gut unterwegs.“


Nick Heidfeld:
„Die Strecke in Valencia ist zwar ein Stadtkurs, fährt sich aber überhaupt nicht so, sondern einfach wie eine moderne Rennstrecke. Man ist nicht dicht an den Häusern dran, die für Stadtkurse typische Enge fehlt, dafür gibt es Auslaufzonen. Ich bin gespannt darauf, wie sich die Neuerungen an unserem Auto auswirken werden. Valencia ist natürlich eine tolle Stadt. Und ich freue mich auch auf ein sehr gutes Restaurant, das ich bei meinem letzten Besuch entdeckt habe.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Natürlich sind wir alle enttäuscht über die Entscheidung zum Ausstieg. Das Team hatte sich in nur drei Jahren an der Spitze etabliert, und wir hätten sehr gerne bewiesen, dass die schlechten Resultate dieser Saison nur ein Ausrutscher sind. Jetzt fokussiert sich unsere Arbeit auf die nächsten Monate. Während hinter den Kulissen an Lösungen für das Team gearbeitet wird, ist sich jeder einzelne bewusst, dass gute Leistungen an der Rennstrecke das beste Zeugnis sind. Wir wollen wieder auf die Überholspur, und dazu werden die Entwicklungspakete für Valencia und Singapur wie geplant umgesetzt.“


Willy Rampf, Head of Engineering:
„Das Rennen in Valencia war im vergangenen Jahr neu im Kalender und stellt für die Formel 1 eine Bereicherung dar. Eingebettet in die Hafenanlage, besitzt die Strecke mit 25 Kurven eine ganz eigene Charakteristik. Es ist zwar ein Stadtkurs, aber beispielsweise mit Monaco nicht vergleichbar, denn die Strecke in Valencia ist breiter, erlaubt eine deutliche höhere Durchschnitts-geschwindigkeit, und sie verfügt an praktisch allen neuralgischen Punkten über großzügig bemessene Auslaufzonen, was einen hohen Sicherheitsstandard garantiert. Trotz der zweiwöchigen Sommerpause, in der die Fabrik in Hinwil geschlossen war, bringen wir ein Entwicklungspaket nach Valencia, das insbesondere zahlreiche Aerodynamikteile umfasst.“


Historie und Hintergrund:
Der Stadtkurs von Valencia debütierte 2008 im Formel-1-Kalender. Obwohl Valencia in dem Circuito Ricardo Tormo eine permanente Rennstrecke besitzt, entschied man sich gegen deren Ausbau und für einen Parcours in der Stadt und am Hafen. Mit dem pittoresken Ambiente Monacos hat der Kurs indes wenig gemein. Vielmehr prägen moderne Bauten und verhältnismäßig breite Straßen mit relativ großzügigen Auslaufzonen das Bild. Die Fahrzeuge werden über 300 km/h schnell und passieren auch eine Brücke, welche die Nord- und Südmarina miteinander verbindet. Die Garagen der Teams sind in Hafengebäuden untergebracht.

Valencia hat längst sein früheres Industriehafen-Image abgestreift und sich zu einer der kulturellen Metropolen Europas entwickelt. Die Marina der mit rund 850.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Spaniens hat sich anlässlich der Austragung des America’s Cup 2007 zu einem trendigen Areal gewandelt.
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Alt 21.08.2009, 20:15     #43
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Europa - Freies Training

Wetter: trocken und sonnig, 25-30°C Luft, 35-48°C Asphalt


Valencia (ES). Das BMW Sauber F1 Team probierte in den ersten beiden freien Trainings zum Großen Preis von Europa neue Komponenten für den F1.09 aus. Bei sengender Hitze fuhren Robert Kubica und Nick Heidfeld auf dem Hafenkurs von Valencia neue und leichtere Chassis, die mehr Spielraum bei der Verteilung der Tariergewichte bieten. Neben auffälligen, hohen Motorabdeckungen haben beide Fahrzeuge auch neue Unterböden.

Während für Heidfeld ein zunächst viel versprechendes Training vorzeitig endete, weil Fernando Alonso ihm ins Auto fuhr, belegte Kubica am Nachmittag Platz sieben.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
1. Training: 12., 1.43,419 min / 2. Training: 7., 1.40,643 min
„Wir haben einige neue Teile mit nach Valencia gebracht und haben sie in den beiden heutigen Trainings getestet. Am Nachmittag haben wir uns in Dauerläufen auf den Reifenvergleich konzentriert. Für mich verlief der Freitag ohne Probleme. Der Streckenbelag bietet recht guten Grip, und wir konnten recht ordentliche Rundenzeiten fahren. Nichtsdestotrotz haben wir insgesamt noch dieselben Probleme mit dem Auto wie zu Saisonbeginn.“

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
1. Training: 15., 1.44,040 min / 2. Training: 17., 1.41,350 min
„Zu Beginn des zweiten Trainings lief es sehr gut. Mit den weichen Reifen war das Timing dann nicht optimal, und ich bin im Verkehr aufgehalten worden. Als mir Fernando Alonso ins Auto gerauscht ist, war die Session für mich vorzeitig vorbei. So etwas ist natürlich im freien Training völlig unnötig. Ich hatte ihn mit blockierenden Rädern im Spiegel gesehen und noch versucht, ihm etwas Platz zu lassen, aber er ist voll in mein Auto gekracht. Es hat nicht viel gefehlt, und ich hätte mich überschlagen.“

Willy Rampf (Head of Engineering):
„Ziel war es heute, für unser neues Aerodynamik-Paket eine gute Abstimmung zu finden. Mit dem, was wir in den beiden ersten Trainingseinheiten erreicht haben, sind wir zufrieden. Im zweiten freien Training haben wir uns auf Dauerläufe konzentriert, um auch ein Gefühl für die Leistungsfähigkeit der Reifen über die lange Distanz zu bekommen. Robert konnte sein Programm planmäßig und problemlos abspulen. Nick hingegen verpasste am Ende nach einer Kollision mit Fernando Alonso den letzten Reifenvergleich.“
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Alt 23.08.2009, 10:15     #44
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Europa - Qualifikation

Großer Preis von Europa – Qualifikation, Samstag – 22.08.09


Wetter: trocken und sonnig, 26-30°C Luft, 36-47°C Asphalt

Valencia (ES). Während Robert Kubica den Sprung ins Top-Ten-Qualifying schaffte, verpasste Nick Heidfeld um viereinhalb Hundertstelsekunden einen Platz unter den schnellsten Zehn und wurde Elfter. Insgesamt ist das BMW Sauber F1 Team recht zufrieden mit dem Qualifying zum Großen Preis von Europa in Valencia.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Qualifying 10., 1.40,512 min in Q3 (3. Training: 3., 1.39,513 min)
„Wir sind in letzter Zeit von den hinteren Startpositionen ins Rennen gestartet, deshalb kann man mit Position zehn nicht unzufrieden sein. Wir müssen realistisch sein. Heute war insgesamt ein guter Tag. Unglücklicherweise wurde ich auf meinen letzten Runden aufgehalten, außerdem habe ich einen kleinen Fehler gemacht. So habe ich einige Zehntelsekunden verloren. Es wird schwierig, morgen in die Punkte zu fahren.“

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Qualifying 11., 1.38,826 min in Q2 (3. Training: 13., 1.40,230 min)
„Ich habe zum sechsten Mal in diesem Jahr ganz knapp das Top-Ten-Qualifying verpasst und bin Elfter geworden. Es fehlen Bruchteile von Zehntelsekunden. Das ist natürlich etwas enttäuschend, bedeutet aber auch, dass wir die Spritmenge für das Rennen frei wählen können. Ich hoffe auf ein gutes Rennen. Alle im Team wollen eine gute Leistung zeigen, um sich für die Zukunft zu empfehlen. Unser Auto ist insgesamt etwas besser, und ich denke, von Startplatz elf sind Punkte machbar.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Wir sind mit dem Qualifyingergebnis zufrieden. Gegenüber den vergangenen Rennen war es ein Sprung ins Mittelfeld, und das haben wir uns von dem Entwicklungspaket erwartet. Mit Robert haben wir seit langer Zeit wieder ein Auto in den Top Ten. Nick steht als Elfter knapp dahinter. Q3 lief für Robert nicht optimal, sonst wäre er noch weiter nach vorn gefahren. Gratulation an McLaren-Mercedes für die erste Startreihe. Das zeigt, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse ändern können.“

Willy Rampf (Head of Engineering):
„Ziel war es, mindestens ein Auto in die Top Ten zu bringen. Das ist uns mit Robert gelungen. Dennoch hatten wir uns eine noch bessere Startposition ausgerechnet. Nick hat Q3 nur um einen Wimpernschlag verpasst. Gesamthaft haben wir mit dem neuen aerodynamischen Paket den erwarteten Sprung nach vorn gemacht. Technisch gab es keinerlei Probleme.“
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Alt 23.08.2009, 16:00     #45
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Europa - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 31-32°C Luft, 46-47°C Asphalt


Valencia (ES). Ein gewonnener WM-Punkt beendete eine drei Grands Prix währende Durststrecke für das BMW Sauber F1 Team. Robert Kubica wurde beim Großen Preis von Europa in Valencia Achter und holte den ersten Zähler seit dem Rennen in der Türkei. Sein Teamkollege Nick Heidfeld blieb nach einem guten Start im Verkehr stecken. Er kam als Elfter ins Ziel, was seinem Startplatz entsprach.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.39,374 min in Rd. 55 (achtschnellste insgesamt)
„Angesichts des üblichen Gedränges in den ersten Kurven war mein Startplatz mitten im Feld sehr ungünstig. Ich konnte beim Start leider keine Position gutmachen, sondern habe sogar einen Platz an Nick verloren. Später im Rennen war mein Tempo dann aber gut. Obwohl ich die kürzeren Stints hatte, konnte ich Mark Webber während seines letzten Boxenstopps überholen, was sehr gut war.“

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.39,704 min in Rd. 53 (dreizehntschnellste insgesamt)
„Für mich ist das Ergebnis recht enttäuschend, weil es nicht widerspiegelt, was heute erreichbar gewesen wäre. Nach einem guten Start konnte ich das Tempo der Autos vor mir mitgehen, habe aber Robert vorbeigelassen, weil er mit weniger Sprit unterwegs war. Dann musste ich meine Position gegen Adrian Sutil verteidigen und habe den Anschluss nach vorn verloren. Das hat sich als entscheidend herausgestellt, denn so kam Heikki Kovalainen nach seinem Boxenstopp direkt vor mir auf die Strecke. Ich hing fest und konnte keinen Vorteil aus meinem in dieser Phase leichteren Auto ziehen.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„In einer nach der Rückzugserklärung von BMW für uns alle denkbar schwierigen Situation hat sich das Team hier mehr als achtbar geschlagen. Schon die Startplätze zehn und elf waren gegenüber den vergangenen Rennen eine Steigerung. Im Rennen konnte Robert auf Platz acht vorstoßen und damit einen Punkt holen. Nick hatte eigentlich die besseren Voraussetzungen, von Startposition elf aus mit freier Strategiewahl vorzufahren. Aber er steckte phasenweise im Verkehr fest und hat damit nicht zeigen können, was möglich war. Das Resultat gibt Auftrieb für die weiteren Rennen und die Entwicklungsstufen, die in dieser Saison noch kommen werden.“

Willy Rampf (Head of Engineering):
„Unser Ziel war es, in Valencia mindestens einen Punkt zu holen. Das ist uns gelungen. Kompliment an die gesamte Mannschaft. Das neue Entwicklungspaket ist ein klarer Fortschritt. Das Rennen verlief für uns ohne Probleme. Leider hat vor allem Nick, phasenweise aber auch Robert, wichtige Sekunden verloren, als sie im Verkehr stecken geblieben sind. Unsere Performance bei freier Fahrt war so, wie wir sie erwartet haben.“
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Alt 23.08.2009, 17:37     #46
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Belgien - Vorschau

28. – 30. August 2009 12. von 17 WM-Läufen



München/Hinwil, 23. August 2009. Die Formel 1 tauscht mediterranes Flair gegen die raue Landschaft der Ardennen: Nur sieben Tage nach dem Großen Preis von Europa in Valencia steht der belgische Grand Prix in Spa-Francorchamps auf dem Programm. Die Naturrennstrecke ist einer der anspruchsvollsten Kurse der Saison.

Robert Kubica:
„Wir nähern uns der Schlussphase der Saison, die noch viele schöne Rennstrecken bietet, wobei Spa-Francorchamps den Auftakt bildet. Diese Rennstrecke ist sehr geschichtsträchtig. Die meisten Fahrer mögen sie. Der Kurs ist sehr lang und hat viele anspruchsvolle und schnelle Kurven. Es ist ziemlich schwierig und sehr wichtig, die richtige Fahrzeugbalance zu finden. Das Wetter ist immer schwer vorhersagbar und oft unbeständig. Es kann auf einigen Streckenabschnitten trocken sein und gleichzeitig anderswo heftig regnen. In Spa zu fahren, ist eine Herausforderung, es ist immer spannend, dort anzutreten.“

Nick Heidfeld:
„Spa ist eine sensationelle Rennstrecke. Das Rennen 2008 war für mich eines der schönsten überhaupt. Ich lag schon in den Punkten und habe kurz vor Rennende die Entscheidung getroffen, auf Regenreifen zu wechseln, was sich als goldrichtig erwies und mich letztendlich auf Platz zwei gebracht hat. Wetterumschwünge machen diesen Grand Prix auch irgendwie aus. Selbst Hitze im ganzen übrigen Europa heißt nicht, dass es in Spa nicht doch einen Wolkenbruch geben kann. Obendrein ist Spa nur eine gute Fahrstunde von Mönchengladbach entfernt, weshalb mir dieses Rennen immer einen kurzen Besuch in der alten Heimat ermöglicht.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Spa! Es sind nur drei Buchstaben, doch es steckt extrem viel Motorsport-Geschichte dahinter. Spa ist essentieller Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Wir kommen sehr gerne in diese kleine und verträumte Stadt in Belgien. Spa ist eine phantastische Naturrennstrecke, eingebettet in die wunderschöne und raue Ardennen-Landschaft. Seit der Anpassung der Eau-Rouge-Kurve wird diese bei Trockenheit voll gefahren, dadurch ergibt sich die längste Volllastpassage der Saison. Da diese zudem kräftig ansteigt, sind Motorleistung und Stand¬festigkeit besonders gefordert. Die zweite Besonderheit in Spa ist das unberechenbare Wetter. Es wechselt sehr schnell, Regen kann plötzlich einsetzen, manchmal nur auf einem Teil der Strecke. Wir wollen im vorletzten Europa-Rennen wieder ein gutes Resultat einfahren.“

Willy Rampf, Head of Engineering:
„Spa ist die längste Rennstrecke im Kalender, und dementsprechend hat das Rennen die geringste Rundenzahl. Das heißt, man ist bei der Rennstrategie sehr eingeschränkt, weil eine Runde mehr oder weniger einen großen Unterschied bei der mitgeführten Spritmenge ausmacht.

Von der Streckencharakteristik her wird Spa in dieser Saison der erste Kurs sein, wo wir mit einem mittleren Abtriebslevel fahren. Bisher haben wir alle Grands Prix mit einem High-Downforce-Level gefahren. Der Unterschied ist signifikant und bedeutet, dass wir in Spa spezielle Flügel einsetzen werden. Die Streckenführung ist sehr spannend. Nicht nur wegen der berühmten Eau Rouge: Das Spektrum der Kurvengeschwindigkeiten ist riesig, es reicht von der sehr engen Bus-Stop-Schikane bis hin zur schnellen Blanchimont.

Meist erwarten uns in Spa relativ niedrige Außentemperaturen, sodass das Aufwärmen der Reifen sicher ein Thema wird. Spa ist traditionell das einzige Rennen, wo man für jede Session auch ein Regen-Set-up vorbereitet. Das macht dieses Wochenende für die Ingenieure sehr anspruchsvoll, weil man zusätzlich zur streckenspezifischen Abstimmung auch mit dem Wetter kalkulieren muss.“


Historie und Hintergrund:
Der Überland-Charakter der Rennstrecke liegt in ihrem Ursprung begründet: 1920 entstand die Idee, die Verbindung der Orte Malmedy, Stavelot und Francorchamps für ein Rennen zu nutzen. 1921 konnte das erste Autorennen in der Region des belgischen Kurortes Spa allerdings doch nicht stattfinden, weil sich nur ein Teilnehmer angemeldet hatte. Die Strecke wurde von Motorrädern eingeweiht, ehe 1922 Autos starteten. 1924 wurde erstmals das 24-Stunden-Rennen ausgetragen. Das erste bedeutende Formelrennen folgte 1925 als Großer Preis von Europa.

1970 fand das letzte Rennen auf dem bis dato 14 Kilometer langen Kurs statt. Die Autos waren zu schnell für diese Strecke geworden. 1979 wurde der aktuelle Kurs eröffnet. 2003 gastierte die Formel 1 nicht in Spa. Für 2004 wurde die Bus-Stop-Schikane umgebaut. Nach dem Grand Prix 2005 setzte die Formel 1 erneut ein Jahr aus. 2007 wurde eine neue Boxenanlage bezogen, die Bus-Stop-Passage wurde inklusive Boxen-Anfahrt erneut umgebaut.

Die schnelle und anspruchsvolle Strecke war Schauplatz vieler und auch einiger tragischer Unfälle. Glücklicherweise ohne Personenschaden ging der größte Massencrash der Formel-1-Geschichte nach dem Start im Jahr 1998 in der Haarnadelkurve “La Source” aus. Bis heute wurden in Spa 41 Große Formel-1-Preise von Belgien ausgetragen. Zehn weitere fanden in Zolder statt, zwei in Nivelles.
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Alt 28.08.2009, 15:44     #47
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Belgien - Freies Training

Wetter: wechselhaft, Regen im ersten Training, 15-18°C Luft, 17-33°C Asphalt


Spa-Francorchamps (BE). Wechselhaftes Wetter in Spa ist ein Klischee, das prompt bedient wurde: Das erste freie Training zum Großen Preis von Belgien war verregnet. Zum zweiten 90-Minuten-Training am Nachmittag war der Ardennenkurs abgetrocknet, gelegentlich ließ sich sogar die Sonne blicken. Das BMW Sauber F1 Team arbeitete das übliche Freitagsprogramm im zweiten Training ab und genoss einen insgesamt problemlosen Auftakt.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
1. Training: 9., 1.53,650 min / 2. Training: 8., 1.47,578 min
„Die Bedingungen heute waren wechselhaft. Wir starteten das erste freie Training auf Trockenreifen, jedoch fing es bald an zu regnen. Ich konnte zu Beginn der Session nur eine gezeitete Runde auf Trockenreifen fahren. Bei dem schlechten Wetter sind wir einige Runden mit Regenreifen gefahren, um zu sehen, wie sich das Auto verhält. Wir mussten eine Menge Dinge ins zweite freie Training quetschen. Es sind einige neue Komponenten am Auto, außerdem haben wir die Reifen evaluiert und am Set-up gearbeitet. Es war ziemlich schwierig, weil wir viele Dinge in einem sehr kurzen Programm abhandeln mussten. Wir mussten sogar mehrere Veränderungen bei derselben Ausfahrt bewerten.“

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
1. Training: 14., 2.05,614 min / 2. Training: 16., 1.48,017 min
„Für den Anfang war das heute okay. Im ersten Training hat natürlich der Regen unser Programm durcheinander gebracht, aber am Nachmittag lief es ziemlich gut. Wir haben den üblichen Vergleich der Reifenmischungen gefahren, und das Resultat war für mich etwas unerwartet, ich finde die härtere Mischung besser.“

Willy Rampf (Head of Engineering):
„Wir haben uns am Nachmittag vor allem auf den Reifenvergleich konzentriert, nachdem wir am Morgen keine entsprechenden Daten sammeln konnten. Wir haben noch einige Arbeit im Bereich der Abstimmung vor uns, denn Vertrauen ins Auto ist für die Fahrer auf dieser anspruchsvollen Strecke besonders wichtig. Der zweite Sektor mit seinen schnellen Kurven ist der entscheidende, und darauf werden wir uns auch konzentrieren. Einmal mehr ist das Feld eng zusammen – bei den Rundenzeiten liegen 18 Autos innerhalb von einer Sekunde.“
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Alt 29.08.2009, 15:45     #48
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Belgien - Qualifikation

Wetter: bedeckt, aber trocken, 13-16°C Luft, 22-32°C Asphalt


Spa-Francorchamps (BE). Das BMW Sauber F1 Team erzielte in Spa sein bisher bestes Qualifyingergebnis in dieser Saison. Nick Heidfeld belegte Platz drei, Robert Kubica qualifizierte sich für Startplatz fünf. Bereits das Training am Morgen war viel versprechend gewesen. Heidfeld war Schnellster, Kubica Sechster.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Qualifying 3., 1.46,500 min in Q3 (3. Training: 1., 1.45,388 min)
„Das gute Ergebnis von heute ist sehr wichtig für unser Team. Nachdem BMW bekannt gegeben hat, die Formel 1 zu verlassen, arbeiten wir daran, die Zukunft für das Team in Hinwil zu sichern. Keiner hat den Kopf in den Sand gesteckt, und dieses Qualifying-Resultat ist eine Belohnung dafür. Wir haben im Training unsere Hausaufgaben gemacht, und ich bin recht zufrieden mit der Balance des Autos. Ich denke, die Tatsache, dass hier die 2009er Autos zum ersten Mal mit mittlerem anstatt maximalem Abtriebslevel fahren, hat großen Anteil daran, dass die Startaufstellung durcheinander gewürfelt wurde. In Q2 bin ich erst im Verkehr stecken geblieben und habe für das zweite Outing einen Reifensatz erwischt, der nicht so gut war. Deshalb wusste ich, dass ich in Q3 noch nachlegen kann. Mal sehen, was das Wetter letztlich macht. Ich hätte nichts gegen ein Regenrennen – obwohl ich von Platz drei starte und wir das weder beim Sprit-Level noch beim Abtriebslevel berücksichtigt haben.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Qualifying 5., 1.46,586 min in Q3 (3. Training: 6., 1.45,987 min)
„Bereits gestern waren wir ziemlich stark und hatten ein gutes Gefühl. Seitdem wir jedoch vor dem dritten freien Training heute Morgen den Motor in meinem Auto gewechselt haben, verliere ich Rundenzeit auf den Geraden. Leider ist es uns nicht gelungen, das Problem bis zum Qualifying zu lösen. Das ist natürlich etwas unglücklich, denn zum ersten Mal in dieser Saison haben wir ein wettbewerbsfähiges Auto. Ich hoffe, dass es uns gelingt, das Problem bis morgen in den Griff zu bekommen. Ich erwarte ein hartes Rennen, denn das gesamte Feld ist nah beieinander.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Wie schon oft in dieser Saison wurde auch heute das Kräfteverhältnis ziemlich stark durcheinander gerüttelt. Natürlich sind wir sehr glücklich über dieses Qualifying-Resultat. Zum ersten Mal in dieser Saison ist es uns gelungen, jene Positionen einzunehmen, die wir im vergangenen Jahr gepachtet hatten. Es sieht ganz so aus, als ob unser Auto mit der Strecke und auch mit den Reifen sehr gut harmoniert. Das stimmt mich zuversichtlich fürs morgige Rennen. Glückwunsch an Giancarlo Fisichella und Force India zur ersten Pole Position des Teams.“


Willy Rampf (Head of Engineering):
„Mit den Positionen drei und fünf haben wir natürlich eine ausgezeichnete Ausgangslage fürs Rennen. Es hat sich gestern schon angedeutet, dass unsere Performance hier recht gut sein könnte. Wir haben über Nacht die Fahrzeugabstimmung weiter verbessert und auch einiges über die optimale Reifennutzung dazu gelernt. Das war die Grundlage für das starke Qualifying-Resultat. Nach der schwierigen Zeit der vergangenen Wochen ist das eine Belohnung fürs ganze Team, das kontinuierlich an der Entwicklung des Autos weiter gearbeitet hat. Ein großes Dankeschön an die gesamte Mannschaft.“
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Wetter: trocken, Sonne und Wolken, 16-18°C Luft, 28-34°C Asphalt



Spa-Francorchamps (BE). Das BMW Sauber F1 Team hat in Spa neun WM-Punkte geholt – so viele wie in den vorangegangenen elf Saisonläufen zusammen. Während Robert Kubica von Startplatz fünf aus beim Großen Preis von Belgien Vierter wurde, war sein Teamkollege Nick Heidfeld weniger zufrieden. Er war als Dritter gestartet und kam als Fünfter ins Ziel. Heidfeld fuhr die zweitschnellste, Kubica die drittschnellste Rennrunde.

Robert Kubica: 4.
BMW Sauber F1.09-08 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.47,664 min in Rd. 41 (drittschnellste insgesamt)
„Mein Start war gut, und ich war nach der ersten Kurve auf Position zwei. Ich war überrascht, dass Kimi in Eau Rouge wieder neben mir war. Als wir Kurve fünf anfuhren, bremste er sehr spät und kam von der Strecke ab. Er kam direkt vor mir zurück auf die Strecke. Ich steckte zurück, denn an dieser Stelle gab es am Wochenende jede Menge Unfälle. Obwohl sich unsere Autos leicht berührten, konnte ich weiterfahren. Phasenweise waren wir etwas zu langsam, aber es ist gut, wieder um Podestplätze zu kämpfen. Das Resultat bringt dem Team viele Punkte und entspricht einer guten Leistung. Wir hatten sogar die Chance, noch mehr zu erreichen. Das Resultat beweist, dass wir auf Low-Downforce-Strecken ziemlich stark sind. Das ist ein gutes Vorzeichen für Monza. Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt analysieren, warum das Auto im Qualifying schneller war und sich besser anfühlte.“

Nick Heidfeld: 5.
BMW Sauber F1.09-07 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.47,371 min in Rd. 35 (zweitschnellste insgesamt)
„Obwohl es ein gutes Ergebnis für das Team ist, muss ich zugeben, dass ich enttäuscht bin. Von Startplatz drei aus hatte ich mir mehr erwartet, aber ich habe das Rennen in der ersten Runde verloren. Ich habe am Vormittag hin- und herüberlegt, ob ich mit den weicheren oder den härteren Reifen starten soll. Die härteren waren hier schneller, aber sie sind schwieriger aufzuwärmen. Weil die Sonne herauskam, habe ich sie trotzdem genommen und dafür bezahlt. Beim Start habe ich versucht, Jarno innen in La Source auszubremsen, aber ich habe an Boden verloren, weil die Reifen nicht warm genug waren. In der Anfahrt zu Kurve fünf waren dann einige Autos im Kies, ich war auch dabei und habe weitere Positionen verloren. Später musste ich nach meinem Stopp in der Boxengasse eine Vollbremsung machen, weil mir Mark vor die Nase fuhr, ich konnte ihn aber auf der Strecke gleich wieder überholen. Im letzten Stint war ich wirklich schnell und konnte zu Robert aufschließen, aber ich konnte ihn nicht überholen. Sobald man weniger als zwei Sekunden hinter einem anderen Auto herfährt, verliert man einfach zu viel Anpressdruck und rutscht.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Nach dem besten Qualifying-Ergebnis am Samstag haben wir heute auch das beste Rennresultat der bisherigen Saison geholt. Mit den Positionen vier und fünf haben wir als einziges Team in Spa beide Autos in die Punkte gebracht und damit neun WM-Zähler gewonnen. Den möglichen Podestplatz hat Nick in der turbulenten ersten Runde verloren. Robert beschädigte gleich zu Beginn seinen Frontflügel leicht, konnte damit aber weiterfahren. Kompliment ans gesamte Team für diese Klasseleistung.“

Willy Rampf (Head of Engineering):
„Wir waren vor dem Start alle sehr aufgeregt, weil wir damit gerechnet hatten, dass einiges los sein würde. Und so kam es dann auch. Leider büßte Nick seine gute Position in der Schikane nach der Kemmel-Geraden ein. Anschließend war er sehr schnell unterwegs und holte noch Rang fünf. Robert hatte gleich zu Beginn eine Berührung mit einem Konkurrenten und verlor dabei ein Teil an seinem Frontflügel. Wir checkten die Aerodynamik-Daten und entschieden, keinen zusätzlichen Boxenstopp einzulegen, was sich als richtig herausstellte. Das heutige Resultat ist die Bestätigung unserer harten Arbeit der vergangenen Wochen.“
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Alt 04.09.2009, 13:55     #50
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Italien - Vorschau

11. – 13. September 2009 13. von 17 WM-Läufen




München/Hinwil, 4. September 2009. Das BMW Sauber F1 Team hat wieder Morgenluft geschnuppert. Das erfrischend gute Abschneiden beim zurückliegenden Rennen in Spa macht Mut für die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza. Dort wird am 13. September das 13. Saisonrennen ausgetragen. Es ist ein Abschied aus Europa – für die Formel 1 nur für diese Saison, für das BMW Sauber F1 Team hingegen ist es in dieser Konstellation ein endgültiges Servus vom alten Kontinent. Nach dem Großen Preis von Italien stehen noch vier Rennen in Asien und Südamerika an. Parallel wird weiter an der Zukunftssicherung für den Standort Hinwil in der Schweiz gearbeitet.


Robert Kubica:
„Die Rennstrecke in Monza ist etwas ganz Besonderes. Weil wir dort schneller fahren als auf jeder anderen Strecke im Kalender, wird der Abtriebslevel der Autos noch weiter reduziert als für den Kurs von Spa-Francorchamps. Traditionell sind unsere Autos ziemlich gut, wenn wir mit wenig Abtrieb fahren, und unsere Leistung in Spa war ja bereits viel versprechend. Ich habe ein gutes Gefühl vor diesem Rennen und freue mich auf die vielen italienischen Fans, die sicher wieder kommen werden.“

Nick Heidfeld:
„Der Speed, den wir in Spa-Francorchamps mit weniger Abtrieb hatten, macht Hoffnung, dass es in Monza mit noch geringerem Abtrieb vielleicht noch besser laufen könnte. Allerdings dürften die Autos, die über KERS verfügen, auf den langen Geraden dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke einen erheblichen Vorteil haben. Ich mag die Atmosphäre beim Großen Preis von Italien sehr. Neben italienischen Fans kommen auch immer viele Fans aus der Schweiz, die uns die Daumen drücken.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Monza bedeutete für BMW schon immer eine besondere Herausforderung, weil dies die Power-Strecke schlechthin ist. Highlights waren in der Ära der V10-Zylinder im Qualifying 2002 das Durchbrechen der damaligen Schallmauer von 19.000 U/min und der Formel-1-Rekord von 259,827 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Weg zur Poleposition. Heutzutage liegt die Hauptanforderung noch stärker als früher in der Standfestigkeit, weil man pro Fahrer nur noch acht Motoren über die ganze Saison zur Verfügung hat. Gerade in Monza wird das ein Thema, obwohl die Höchstdrehzahl mittlerweile auf 18.000 U/min limitiert ist. Dieser Kurs flößt in vielerlei Hinsicht Respekt ein, Fahrern wie Ingenieuren.

Wir wollen an die guten Resultate von Spa, wo wir erstmals seit langer Zeit wieder vorn dabei waren, beim Europa-Finale anknüpfen. Die Leistungsfähigkeit in Belgien hat dem gesamten Team einen Motivationsschub für die kommenden Rennen gegeben. Wir sind zuversichtlich, dass wir wieder auf die Überholspur zurückkehren.“


Willy Rampf, Head of Engineering:
„Das Resultat in Spa war eine Bestätigung fürs ganze Team. Es war für alle Beteiligten wichtig zu sehen, dass sich unsere großen Anstrengungen der vergangenen Wochen ausgezahlt haben. Natürlich wollen wir nun diesen Schwung nach Italien mitnehmen und auch dort wieder ein starkes Resultat abliefern.

Der Kurs in Monza ist die einzige im Kalender verbliebene echte Hochgeschwindig_keits_strecke. Wegen der vier langen Geraden ist hier geringer Luftwiderstand entscheidend, deshalb fährt man das niedrigste Abtriebsniveau der gesamten Saison. Entsprechend verwenden wir hier einen modifizierten Frontflügel und einen neuen, besonders kleinen Heckflügel. Eine Herausforderung für Fahrer und Ingenieure ist es zudem, eine mechanische Abstimmung zu finden, die eine gute Bremsstabilität garantiert und aggressives Fahren über die Randsteine erlaubt, was für eine schnelle Rundenzeit zwingend nötig ist. Ich freue mich sehr auf dieses Rennen, denn in Monza herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre.“


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Autodromo Nazionale Monza / 13. September 2009

Startzeit (lokal/UTC): 14:00 Uhr / 12:00 Uhr

Runde/Renndistanz: 5,793 km / 306,720 km (53 Runden)

Kurven: 7 Rechts- und 4 Linkskurven

Sieger 2008: Sebastian Vettel, Scuderia Toro Rosso, 1:26.47,494 Stunden

Poleposition 2008: Sebastian Vettel, Scuderia Toro Rosso, 1.37,555 min

Schnellste Runde 2008: Kimi Räikkönen, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.28,047 Minuten


Daten 2008:

Volllastanteil: 70 %

Topspeed: 351 km/h

Längste Volllastpassage: 16 sec / 1320 m

Gangwechsel pro Runde: 46

Reifenverschleiß: niedrig

Bremsverschleiß: hoch

Abtriebslevel: sehr niedrig



Historie und Hintergrund:

Nirgendwo trug die Formel 1 seit der offiziellen Zeitrechnung ab 1950 mehr Große Preise aus als hinter den Mauern des Königlichen Parks von Monza. 2009 startet die Formel 1 dort zum 59. Mal. Lediglich ein Großer Preis von Italien fand anderswo statt – 1980 in Imola.



Die Geschichte der Rennstrecke vor den Toren Mailands reicht auf das Jahr 1922 zurück. Immer wieder wurde sie umgebaut, um das Tempo zu drosseln. 1935 wurden erstmals Schikanen eingerichtet. 1950 wurden zwei Steilkurven gebaut, die mittlerweile verfallen sind. Einst war die Strecke zehn Kilometer lang. In dieser Variante wurde sie 1961 zuletzt von der Formel 1 befahren. In jenem Rennen verunfallte Graf Berghe von Trips tödlich, 15 Zuschauer wurden mit in den Tod gerissen.
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