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Alt 20.03.2009, 16:03     #1
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F1 2009 - Termine, Vorschau, Freies Training, Qualifying, Rennergebnisse

---> Hier findet Ihr alle Informationen zum BMW Sauber F1 Team 2009 <---
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Alt 20.03.2009, 16:04     #2
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Großer Preis von Australien. 27. – 29. März 2009

1. von 17 WM-Läufen Vorschau.


München/Hinwil, 20. März 2009. Die Formel 1 ist aufregend anders. Nach umfangreichen Reglementänderungen erscheinen die Autos in einem völlig neuen Look und fahren auf profillosen Reifen. Die Motoren müssen doppelt so lange halten. Wer will und kann, benutzt ein Kinetic Energy Recovery System. Die Testfahrten vor der Saison waren per Reglement gleichzeitig die letzten für das Jahr, und sie warfen mehr Fragen auf, als sie beantworteten. Favoriten hatten Sorgen, Aussteiger wurden Aufsteiger. Dem BMW Sauber F1 Team fällt trotz solider Vorbereitung die Selbsteinschätzung schwer. Am Samstag, dem 28. März 2009, hat die Kaffeesatzleserei ein Ende: Um 17.00 Uhr Ortszeit im australischen Melbourne (07:00 Uhr in Zentraleuropa) wird das Qualifying für den Großen Preis von Australien freigegeben.


Robert Kubica: „Ich freue mich sehr auf den Großen Preis von Australien in Melbourne. Ich bin froh, dass die Rennsaison endlich beginnt und die ganzen Spekulationen der Vorsaison-Tests ein Ende nehmen. Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie wettbewerbsfähig die verschiedenen Teams tatsächlich sind. Ich mag Stadtkurse generell, insofern ist der Albert Park eine meiner Lieblingsstrecken. Man muss sehr präzise fahren. Das gilt für die gesamte Runde, man muss immer auf der sauberen Linie blieben. Und in der ersten Kurve nach dem Start ist Präzision in diesem Jahr noch einmal mehr gefragt, weil wir dort die ersten Positionskämpfe mit den 2009 breiteren Frontflügeln haben werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein interessantes Rennen werden wird. Außerdem ist Melbourne eine sehr schöne Stadt, die Menschen dort schaffen für uns alle in der Formel 1 eine wirklich besondere Atmosphäre.“


Nick Heidfeld: „Ich freue mich unheimlich auf den Saisonauftakt in Australien. Diesmal bin ich besonders gespannt, wie die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams und Fahrern tatsächlich aussehen werden. Es wird höchste Zeit, dass die Spekulationen aufhören und in Zukunft nur noch Fakten zählen. Es haben sich im Vergleich zum Vorjahr eine Menge Dinge geändert, und daraus ergeben sich viele offene Fragen: Wie wirken sich das KERS und der verstellbare Frontflügel im Rennen aus? Wie wird der Start verlaufen, wenn wir alle zum ersten Mal mit den großen Frontflügeln in den Nahkampf gehen? Wird das Überholen wirklich einfacher, wie die Erfahrungen von den Testfahrten vermuten lassen? Im Vorjahr ist es für uns während der Wintertests nicht optimal gelaufen, und wir haben in Australien mit einer starken Leistung alle überrascht. Diesen Winter waren wir bei den Testfahrten stets gut dabei. Ich hoffe, dass sich dieser Eindruck in Melbourne bestätigt. Wir hatten bei den Tests auch mit einigen Wetterkapriolen zu kämpfen. Auch in dieser Hinsicht bin ich gespannt auf das Rennen im Albert Park, denn Ende März kann es in meinem Lieblingsreiseland schon sehr herbstlich sein.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Der Startschuss für eine Formel-1-Saison mit den wohl gravierendsten Regeländerungen steht unmittelbar bevor. Wir freuen uns sehr, dass in Australien auch 2009 wieder der erste Grand Prix des Jahres stattfindet. In Melbourne herrscht immer eine ganz spezielle Atmosphäre. Die ohnehin sportbegeisterten Australier sind regelrecht vom Formel-1-Virus befallen.

Im vergangenen Jahr hat Nick uns gleich im ersten Rennen Platz zwei beschert. Wir hoffen, dass uns im Albert Park auch diesmal ein guter Auftakt gelingt. Die Richtung, die wir mit dem BMW Sauber F1.09 eingeschlagen haben, stimmt. Denn sowohl die Fahrer als auch die Ingenieure haben während der Testfahrten positive Rückmeldungen gegeben. Nick und Robert haben zudem ohne technische Probleme komplette Rennen simuliert.

Was das KERS betrifft, werden wir in Melbourne rennreif sein. Wir sind bei den Tests regelmäßig mit dem KERS gefahren, und es lief sehr gut. Nun gilt es abzuwägen: Auf der Positivseite ist die zusätzliche Leistung von 82 PS, die der Pilot abrufen kann. Auf der Negativseite stehen das Gewicht des Systems mit seiner Auswirkung auf die Gewichtsverteilung des Autos sowie der Reifenverschleiß. Wir werden von Strecke zu Strecke und von Fahrer zu Fahrer entscheiden.“


Willy Rampf, Head of Engineering: „Spannend war es schon immer vor dem ersten Rennen, aber diesmal ist alles noch aufregender als sonst. Die Wintertestfahrten haben zwar erste Anhaltspunkte gegeben, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen, aber die Fragezeichen sind immer noch groß. Verantwortlich dafür sind die radikalen technischen Änderungen. Eine völlig neue Aerodynamik mit deutlich geringerem Abtriebsniveau als im vergangenen Jahr, die Einführung des KERS, die Rückkehr zu Slicks und die verdoppelte Laufleistung der Motoren sorgen für eine vollständig neue Ausgangslage. Dabei wird vor allem der optimalen Nutzung des Reifenpotenzials eine besondere Bedeutung zukommen. Die Strecke in Melbourne ist ein Stop-and-Go-Kurs, der die Bremsen stark beansprucht und gleichzeitig eine gute Traktion erfordert. Vor allem zu Beginn des Wochenendes ist das Grip-Niveau sehr niedrig, was einen bei der Abstimmung des Autos nicht vom richtigen Kurs abbringen darf.“
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Alt 27.03.2009, 09:16     #3
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Großer Preis von Australien – Training, Freitag – 27.03.09

Wetter: trocken, 18-19°C Luft, 25-31°C Asphalt



Melbourne (AUS). Um 12.30 Uhr Ortszeit begann im australischen Melbourne endlich die Saison 2009. Für das BMW Sauber F1 Team verliefen die beiden ersten freien Trainings reibungslos und unspektakulär. Nick Heidfeld belegte die Plätze elf und 14, Robert Kubica kam auf die Positionen 13 und 15. Das BMW Sauber F1 Team setzte nur in Heidfelds F1.09 das Kinetic Energy Recovery System ein, Kubica fuhr ohne das Hybridsystem.


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9
1. Training: 11., 1.28,137 min / 2. Training: 14., 1.27,317 min
„Es hat riesig Spaß gemacht, heute hier zu fahren! Es wurde Zeit, dass die Saison endlich losgeht. Wir hatten keinerlei technische Probleme und konnten unser Programm komplett abarbeiten – mit dem üblichen Reifenvergleich und Dauerläufen. Der Kurs im Albert Park ist ja keine permanente Rennstrecke, entsprechend hat der Asphalt am Anfang des Wochenendes immer extrem wenig Grip. Das hat sich zwar im Laufe der beiden Sessions etwas verbessert, aber gut war es auch am Schluss noch nicht.“


Robert Kubica: BMW Sauber F1.09-03 / BMW P86/9
1. Training: 13., 1.28,511 min / 2. Training: 15., 1.27,398 min
„Es war zwar der erste Freitag der Saison, aber abgesehen davon erledigten wir die übliche Arbeit. Wir haben die Abstimmung des Autos verbessert und die Reifen im Hinblick auf das Rennen verglichen. Wir haben eine Menge Daten gesammelt, die wir nun analysieren müssen, um weitere Fortschritte zu erzielen. Insgesamt hat der Wagen noch zu wenig Grip. Jetzt müssen wir herausfinden, warum das so ist.”


Willy Rampf (Head of Engineering): „Endlich hat die neue Saison richtig begonnen! Wir hatten heute keinerlei technische Probleme, auch das KERS hat einwandfrei funktioniert. So konnten wir unser volles Programm abarbeiten. Schwerpunkt dabei war die Abstimmungsarbeit für das Rennen. Mit dem Set-up sind wir noch nicht zufrieden. Entscheidend wird sein, die Reifenperformance für beide Spezifikationen optimal zu nutzen. Darauf werden wir uns im dritten freien Training konzentrieren.“
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Alt 28.03.2009, 09:33     #4
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Großer Preis von Australien – Qualifikation, Samstag – 28.03.09


Wetter: trocken, sonnig, 19-25°C Luft, 31-35°C Asphalt



Melbourne (AUS). Die BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica und Nick Heidfeld werden am Sonntag von den Plätzen vier und elf zum Großen Preis von Australien starten. Während Kubica in allen drei Qualifying-Segmenten stark unterwegs war, verpasste Heidfeld knapp den Einzug ins Top-Ten-Qualifying.


Robert Kubica: BMW Sauber F1.09-03 / BMW P86/9
Qualifying 4., 1.26,914 min (3. Training: 9., 1.26,514 min)
„Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem vierten Platz. Wenn ich mir die ersten Trainingsergebnisse des Wochenendes anschaue, dann ist das mehr, als wir erwarten konnten. Wir haben mit dem Auto Fortschritte gemacht, und mir sind ein paar wirklich gute Runden gelungen. Vor allem meine zweite Runde in Q2 war sehr gut. Unglücklicherweise ist auf meiner zweiten schnellen Runde in Q3 Nico Rosberg vor mir in Kurve 14 etwas in den Dreck geraten und hat Staub auf der Fahrbahn hinterlassen. In der Folge haben meine Reifen für die letzten Kurven massiv an Grip verloren. Höchstwahrscheinlich wäre ich sonst Dritter geworden, aber ich bin auch so zufrieden mit meiner Leistung.“


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9 (KERS)
Qualifying 11., 1.25,504 min in Q2 (3. Training: 10., 1.26,555 min)
„Wir haben das Auto in jedem Training verbessert, und im Qualifying war es auch recht gut. Auch meine letzte Runde war bis zum letzten Sektor okay. Den habe ich aber nicht richtig erwischt, vor allem in der letzten Kurve hatte ich zu viel Übersteuern. Platz elf ist natürlich nicht das, was ich mir nach den doch recht viel versprechenden Wintertests gewünscht habe, aber gegenüber Platz zehn habe ich jetzt wenigstens den Vorteil, meine Benzinmenge frei wählen zu können. Ich hoffe auf ein gutes Rennen und ein paar Punkte. Dass ich das KERS benutze, könnte kurz nach dem Start ein kleiner Vorteil sein, allerdings ist hier die Gerade bis zur ersten Kurve nicht wirklich lang.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Robert hat ein ausgezeichnetes Qualifying absolviert und war sowohl mit wenig Benzin als auch mit Rennbetankung vorne dabei. Sein vierter Startplatz ist mehr, als wir nach den freien Trainings erwarten konnten. Nick hat Q3 leider knapp verpasst. Das gibt uns allerdings mehr Freiraum für die Rennstrategie, da ab Startplatz elf die Benzinmenge für das Rennen frei gewählt werden kann. Technische Probleme gab es an beiden Autos keine. Und auch die neu eingespielte Boxenmannschaft hat sehr gute Arbeit geleistet.“


Willy Rampf (Head of Engineering): „Endlich haben wir das erste Qualifying der neuen Saison absolviert und eine erste Standortbestimmung. In Q2, wenn alle während ihrer schnellen Runde mit wenig Benzin an Bord unterwegs sind, war Robert in der Spitzengruppe dabei. Das ist sehr erfreulich nach den bisherigen Trainingsergebnissen. Nick hingegen hat es in Q2 nicht optimal getroffen und die Top Ten knapp verpasst. Wir erwarten morgen ähnliche Streckenbedingungen und freuen uns auf ein sehr spannendes Rennen.“
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Alt 29.03.2009, 11:12     #5
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Großer Preis von Australien – Rennen, Sonntag – 29.03.09

Wetter: trocken, sonnig, 21-19°C Luft, 30-25°C Asphalt


Melbourne (AUS). Das BMW Sauber F1 Team erlebte einen enttäuschenden Start in die Saison 2009 – beide F1.09 waren in Unfälle verwickelt. Für Nick Heidfeld war das Rennen schon in der ersten Kurve gelaufen, nachdem ein Konkurrent in ihn reingeschoben worden war. Heidfeld brachte sein beschädigtes Auto als Elfter ins Ziel. Für seinen Teamkollegen Robert Kubica verlief der Große Preis von Australien noch weit dramatischer. Drei Runden vor Schluss griff er im Kampf um Platz zwei Sebastian Vettel (Red Bull) an. Beide Autos berührten sich und fielen nach dem Unfall aus.


Nick Heidfeld: 11. BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9 (KERS)
Schnellste Runde: 1.28,283 min in Rd. 48 (fünftschnellste insgesamt)
„Das Ergebnis heute ist extrem enttäuschend für mich. Ich hatte so einen guten Start, konnte gleich ein paar Positionen gutmachen, und auch meine Rennstrategie war viel versprechend. In der Anbremszone vor der ersten Kurve habe ich mich eigentlich recht sicher gefühlt. Ich sah weder rechts noch links ein Auto direkt neben mir und habe mich mittig auf der Fahrbahn gehalten. Aber dann hat es plötzlich ‘Bumm’ gemacht. Ich habe an der Box neue Reifen und einen neuen Frontflügel geholt, aber der Schaden war erheblich größer und das Auto nachher kaum noch zu fahren. Ich denke, das KERS hat mir wenigstens etwas geholfen, mit dem langsamen Auto meine Position zu verteidigen. Aber am Ende ist das nicht viel wert, wen interessiert es schon, ob man Elfter oder 13. wird.“


Robert Kubica: Unfall BMW Sauber F1.09-03 / BMW P86/9
Schnellste Runde: 1.27,988 min in Rd. 36 (zweitschnellste insgesamt)
„Was für eine Enttäuschung! Ich hätte eine gute Chance gehabt, dieses Rennen zu gewinnen, denn Jenson Button und Sebastian Vettel fuhren auf der weicheren Gummimischung und hatten Probleme, während ich mit den harten Reifen viel schneller war. Sebastian fuhr in Kurve eins eine weite Linie und bremste anschließend früh. Ich war schon vorne, doch er wollte mich nicht vorbei lassen. Dann hatte er Untersteuern und berührte mich. Mein Frontflügel rutschte unters Auto, weshalb ich in Kurve fünf abflog. Ich denke, dass Sebastian ein wenig zu optimistisch war. Wäre das in der letzten Kurve geschehen, okay, aber es waren noch drei Runden zu fahren, und er hatte keine realistische Chance, seine Position zu verteidigen, weil ich viel schneller war. Wir beide hatten ein gutes Wochenende bis zu diesem Moment, und nun stehen wir mit leeren Händen da. Das ist wirklich schade! Mein Auto war sehr gut, vor allem im zweiten Stint, als ich die schnellsten Runden fuhr. So ist Racing!“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Es war wie schon so oft in Melbourne ein sehr ereignisreiches Rennen. Nick wurde bereits in der ersten Kurve um alle Chancen gebracht. Nach einer unverschuldeten Kollision hatte er nicht nur großen Rückstand, sondern auch eine beschädigte Aerodynamik, die ein Aufholen unmöglich machte. Robert hat ein exzellentes Rennen gezeigt und sich kurz vor Schluss in Schlagdistanz zur Spitze gebracht. Er war am Ende des Rennens auf harten Reifen unterwegs und hatte beste Chancen, die beiden vor ihm fahrenden Autos noch abzufangen und das Rennen zu gewinnen. Die Kollision kurz vor Schluss hat sowohl ihn als auch Sebastian Vettel um einen Podiumsplatz und beide Teams um wertvolle Punkte gebracht. Sehr positiv ist anzumerken, dass wir mit harten Reifen heute sehr schnell unterwegs waren.“


Willy Rampf (Head of Engineering): „Das war ein turbulenter Saisonauftakt, insbesondere für uns. Nick fiel bereits unmittelbar nach dem Start nach einer unverschuldeten Kollision chancenlos zurück. Noch mehr Pech hatte Robert. Zunächst arbeitete er sich stetig nach vorn, bis er wenige Runden vor Schluss die beiden Führenden attackieren konnte. Aufgrund unserer Reifenwahl war Robert im letzten Stint mit harten Reifen unterwegs, die Konkurrenz vor uns hingegen mit weichen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir dadurch ein weitaus schnelleres Auto als die beiden Führenden. Bei dem Überholmanöver mit Sebastian Vettel lag Robert bereits vorn, als Sebastian in ihn reinrutschte. Das hat uns Platz zwei und womöglich sogar einen Sieg gekostet.“
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Alt 29.03.2009, 13:31     #6
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PETRONAS Großer Preis von Malaysia. 03. – 05. April 2009

2. von 17 WM-Läufen Vorschau.



München/Hinwil, 29. März 2009. Zum zweiten WM-Lauf reist das BMW Sauber F1 Team in die Heimat seines Premium Partners PETRONAS. Dessen Unternehmenssitz, die Twin Towers, sind Wahrzeichen der Metropole Kuala Lumpur. Der Grand Prix auf der Rennstrecke von Sepang gilt aufgrund der meist extremen Hitze als eines der härtesten Rennen der Saison.


Robert Kubica: „Der Große Preis von Malaysia ist immer etwas ganz Spezielles, weil es wegen PETRONAS für uns wie ein Heimrennen ist. Wir haben dort viele Fans, und es ist wirklich ein besonderes Gefühl, dort zu fahren. Im vergangenen Jahr lief es für mich prächtig. Natürlich hoffe ich, dass wir wieder ein starkes Resultat einfahren können.

Ich freue mich wirklich auf dieses Rennen, denn die Strecke ist einzigartig mit sehr unterschiedlichen Kurven, einigen sehr schnellen, aber auch ganz langsamen. Zudem hat man an einigen Stellen die Möglichkeit, verschiedene Linien zu wählen, was es besonders interessant macht. Der letzte Sektor unterscheidet sich überdies sehr stark von den beiden anderen, weil er nur aus zwei langen Geraden und einem harten Bremsmanöver besteht. Diese Strecke bietet wirklich alles und verlangt deshalb viel vom Auto. Durch den später angesetzten Start gibt es wohl eine ziemlich große Regenwahrscheinlichkeit. Ich bin sicher, dass uns ein sehr interessantes Wochenende bevorsteht.“


Nick Heidfeld: „Ich finde die Rennstrecke in Sepang schön und anspruchsvoll. Im vergangenen Jahr sind mir dort gute Überholmanöver gelungen. Ein Thema ist immer die Hitze, gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit. Aber ich hatte damit noch nie ein Problem, und in diesem Jahr bin ich besonders fit. Am späten Nachmittag oder frühen Abend hatten wir in Malaysia schon oft Wolkenbrüche. Mit dem diesjährigen Zeitplan steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir dann noch auf der Strecke unterwegs sind. Hoffentlich ist es dann auch noch hell genug.

Ich fühle mich immer sehr wohl in Malaysia. Bei den ganzen Unternehmungen mit PETRONAS habe ich einiges vom Land gesehen und dort auch schon Ferien gemacht. In diesem Jahr bleibt nicht viel Zeit vor dem Grand Prix, aber am Dienstag und Mittwoch sind wir mit PETRONAS unterwegs. Natürlich auch in den PETRONAS Twin Towers in Kuala Lumpur. Die Türme faszinieren mich immer wieder, vor allem bei Nacht, wenn sie beleuchtet sind.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Nach dem Auftakt in Melbourne freuen wir uns nun sehr auf unser erstes Heimrennen der Saison. Seit unserer Teamgründung 2006 erleben wir jedes Jahr, welche Strahlkraft unser Premium Partner PETRONAS in Malaysia hat. Der phantastische Empfang unseres Teams in Malaysia ist immer wieder eine großartige Erfahrung.

Nick hat in Sepang im Vorjahr unsere erste schnellste Rennrunde überhaupt geschafft. Robert belegte einen hervorragenden zweiten Platz im Rennen. Unser Ziel ist es, an diese guten Leistungen anzuknüpfen. Im Rahmen ihrer Asien-Strategie hat die BMW Group ihr Engagement in den vergangenen Jahren in Malaysia intensiviert. Der erste von in diesem Jahr insgesamt sieben Einsätzen in Asien ist für BMW und PETRONAS ein wichtiger Grand Prix – und wird mit Sicherheit ein heißes Rennen!“


Willy Rampf, Head of Engineering: „Wegen unseres Partners PETRONAS freuen wir uns auf dieses Rennen immer ganz besonders. Der Kurs in Sepang ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, die an das Chassis und dessen Abstimmung hohe Anforderungen stellt. Es gibt schnelle Wechselkurven, in denen Stabilität entscheidend ist. Gleichzeitig verlangen die engen, zum Teil ansteigenden Kurven eine gute Traktion beim Herausbeschleunigen. Besonders heikel ist die Rechtskurve vor der Gegengeraden, die zum Ausgang hin zumacht. Weil die Reifen vor allem in den schnellen Kurven stark beansprucht werden, verwenden wir in Sepang die weiche und die harte Mischung, wir fahren also eine Stufe härter als in Melbourne. Angesichts der hohen Außentemperaturen ist zudem die Kühlung ein Thema. Und natürlich ist das Wetter sehr unberechenbar. Man muss hier immer auf Regen vorbereitet sein.“


Zahlen und Fakten:
Strecke/Datum Sepang / 05. April 2009
Startzeit (lokal/UTC) 17:00 Uhr / 09:00 Uhr (11:00 in Zentraleuropa / Sommerzeit)
Runde/Renndistanz 5,543 km/310,408 km (56 Runden)
Kurven 10 Rechts- und 5 Linkskurven
Sieger 2008 Kimi Räikkönen, Scuderia Ferrari Marlboro, 1:31.18,555 Stunden
Poleposition 2008 Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.35,748 Minuten
Schnellste Runde 2008 Nick Heidfeld, BMW Sauber F1 Team, 1.35,366 Minuten


Daten 2008:
Volllastanteil: 65 %
Topspeed: 297 km/h
Längste Volllastpassage: 12 sec / 830 m
Gangwechsel pro Runde: 60
Reifenverschleiß: mittel
Bremsverschleiß: gering
Abtriebslevel: hoch



Historie und Hintergrund: Die Formel 1 tritt 2009 zum elften Mal auf dem Sepang International Circuit an. Die Rennstrecke liegt knapp eine Fahrstunde südlich der pulsierenden Innenstadt von Kuala Lumpur. Kuala Lumpur heißt übersetzt „schlammige Flussmündung“, was auf die Lage an der Mündung der Flüsse Gombak und Klang zurückzuführen ist. „KL“, wie die Stadt heute meist genannt wird, ist das Zentrum des modernen Malaysia. Mit rund 1,5 Millionen Einwohnern, von denen gut die Hälfte Chinesen sind, ist die Hauptstadt gleichzeitig die größte Stadt des Landes. Sie erstreckt sich über 244 Quadratkilometer. KL bietet lebendige asiatische Kultur Seite an Seite mit britischen Kolonialbauten und berühmten Hightech-Bauwerken wie den 88 Stockwerke bzw. 452 Meter hohen PETRONAS Twin Towers.


Kuala Lumpur wurde 1857, damals mitten im Urwald, von Zinnsuchern gegründet. 1896 entstand unter britischer Herrschaft aus den malaiischen Sultanaten die Föderation von BMW Sauber F1Team Malaya mit Kuala Lumpur als Hauptstadt. 1957 wurde Kuala Lumpur die Hauptstadt des nunmehr unabhängigen Landes. Das Unternehmen PETRONAS (Petroliam Nasional Berhad), Premium Partner des BMW Sauber F1 Teams, wurde am 17. August 1974 gegründet. PETRONAS hat seinen Hauptsitz in den Twin Towers in Kuala Lumpur und ist eine multinationale Gas- und Erdölgesellschaft mit Betrieben in mehr als 30 Ländern. Der Konzern engagiert sich sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. Dazu gehören auch vorgelagerte Erkundung und Produktion sowie nachgelagerte Erdölraffination, Marketing und Vertrieb von Erdölprodukten, Handel, Gasveredelung und -verflüssigung, Betrieb des Gaspipeline-Netzes, Marketing von Flüssigerdgas, Herstellung und Vertrieb petrochemischer Produkte, Seelogistik und Immobilieninvestition.
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Alt 03.04.2009, 13:16     #7
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PETRONAS GP von Malaysia – Training, Freitag – 03.04.09

Wetter: trocken, 28-33°C Luft, 35-48°C Asphalt, 50-70 % Luftfeuchtigkeit



Kuala Lumpur (MAL). Das BMW Sauber F1 Team konzentrierte sich in den beiden ersten freien Trainings zum PETRONAS Großen Preis von Malaysia auf die Rennvorbereitungen. Beide Trainings verliefen für das Team ohne technische Störungen.

Robert Kubica: BMW Sauber F1.09-05 / BMW P86/9
1. Training: 13., 1.37,039 min / 2. Training: 17., 1.37,267 min
„Wir haben uns heute ganz auf die Rennvorbereitung konzentriert, insbesondere auf den Reifenvergleich. Die Spezifikationen, die Bridgestone nach Malaysia gebracht hat, unterscheiden sich stark von denen in Melbourne, und natürlich haben wir hier eine ganz andere Streckencharakteristik sowie viel höhere Asphalttemperaturen, also eine ganz neue Situation. Wir haben viele Daten gesammelt und eine Basis, um im Rennen das ganze Potenzial der Reifen zu erschließen. Nachdem wir heute Long- Runs gefahren sind, werden wir uns morgen auf einzelne schnelle Runden konzentrieren.“


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9
1. Training: 18., 1.37,640 min (KERS) / 2. Training: 20., 1.37,930 min
„Die Resultate sehen natürlich nicht gut aus, aber in Melbourne hatten wir am Freitag ein ähnliches Bild. Dennoch: Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns, um die Balance zu verbessern. Ich bin im ersten Training mit dem KERS und im zweiten ohne gefahren. Das ist ein deutlicher Unterschied – einerseits für die Balance des Autos, andererseits durch das Fehlen des Boosts. Das war die Erfahrung, die wir machen wollten, deshalb haben wir das System zwischen den Sitzungen ausgebaut. Jetzt werfen wir alles in die Waagschale: Rundenzeiten, Daten und mein Gefühl. Dann entscheiden wir, ob wir das KERS hier einsetzen oder nicht.“


Willy Rampf (Head of Engineering): „Wir haben unser geplantes Programm in beiden Sitzungen konsequent absolviert. Dabei haben wir uns auf die Rennvorbereitung konzentriert. Ein Schwerpunkt war der Reifenvergleich über die lange Distanz. Wir haben heute außerdem bei Nick zwei Varianten getestet – in der ersten Sitzung ist er mit KERS gefahren, in der zweiten ohne. Dafür gibt es zwei Gründe: Wir wollten einen direkten Vergleich bekommen und den Wechsel zwischen zwei Trainingssitzungen praktizieren. Technisch gab es keinerlei Probleme.“
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Alt 04.04.2009, 13:50     #8
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BMW Sauber F1 Team - GP Malaysia - Qualifikation

Wetter: trocken, 33-29°C Luft, 47-36°C Asphalt, 63-80% Luftfeuchtigkeit



Sepang (MAL). In der Hitze des Sepang International Circuit qualifizierte sich Robert Kubica als Achter für den PETRONAS Großen Preis von Malaysia. Sein BMW Sauber F1 Teamkollege Nick Heidfeld verpasste als Elfter knapp den Einzug ins Top-Ten-Qualifying. Aufgrund von Rückstufungen anderer Fahrer gewinnt Robert zwei Startpositionen, Nick eine.


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.09-05 / BMW P86/9
Qualifying 8., 1.36,106 min (3. Training: 11., 1.36,563 min)
„Ich bin zufrieden mit dem, was ich heute erreicht habe. Obwohl wir nach dem freien Training keine größeren Modifikationen am Auto vorgenommen hatten, setzte der Wagen im Qualifying ziemlich stark auf und war deshalb recht nervös. Ich holte in den Kurven heraus, was ging, aber die Geraden sind hier sehr lang und geben jenen Piloten, die ein KERS nutzen, einen deutlichen Vorteil. Ich muss morgen auf der schmutzigen Seite starten und habe zudem einige Autos mit KERS hinter mir, was die Sache sicher sehr spannend macht.“


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9 (KERS)
Qualifying 11., 1.34,769 min in Q2 (3. Training: 15., 1.37,026 min)
„Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Ich lag in Q2 als Siebter ziemlich sicher auf Kurs für das Top-Ten-Qualifying, aber dann war auf der Einführungsrunde zu meiner zweiten schnellen Runde ziemlich viel Verkehr. Ich hatte zwei Autos vor mir und eines hinter mir, deshalb konnte ich einfach nicht mein Tempo fahren, um die Reifen optimal anzuwärmen. Dann war die entscheidende Runde nicht gut genug. Nach dem gestrigen Vergleich bin ich heute mit dem KERS gefahren, und speziell im ersten Sektor hat es sich ausgezahlt. Dort war ich eine ganze Zeit lang der Schnellste.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das befürchtete Regenszenario blieb im Qualifying aus, so bestätigt das Ergebnis das Leistungsbild, das wir schon aus Melbourne mitgenommen hatten. Es bleibt unverändert schwer, in die Phalanx der Teams mit zweistufigem Diffusor einzubrechen. Insofern müssen wir mit den erreichten Positionen zufrieden sein. Aufgrund der Rückstufung von zwei Fahrern werden Robert und Nick von den Positionen sechs und zehn ins Rennen gehen. Auch für den morgigen Renntag besteht eine hohe Regenwahrscheinlichkeit, sodass das Feld noch erheblich durcheinander gewirbelt werden kann.“


Willy Rampf (Head of Engineering):
„Wir wussten, dass es schwer werden würde, dennoch hatten wir gehofft, dass es unsere beiden Fahrer bis in Q3 schaffen würden. Das hat bei Nick leider nicht geklappt. Auf seiner entscheidenden Einführungsrunde ist es ihm aufgrund von viel Verkehr nicht gelungen, seine Reifen optimal anzuwärmen. Robert war konstant gut unterwegs und hat das Beste aus den Möglichkeiten gemacht. Startplatz sechs ist bei unserer Strategie eine akzeptable Ausgangsposition.“
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Alt 05.04.2009, 14:42     #9
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PETRONAS GP von Malaysia – Rennen, Sonntag – 05.04.09

Wetter: trocken beim Start, starker Regen, 24-30°C Luft, 24-40°C Asphalt, 75-97% Luftfeuchtigkeit


Sepang (MAL). In einem dramatischen PETRONAS Großen Preis von Malaysia eroberte BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld Platz zwei. Nachdem das Rennen bei trockenen Bedingungen gestartet worden war, zwang plötzlich einsetzender, schwerer Regen den Renndirektor, dieses vorzeitig abzubrechen. Teamkollege Robert Kubica hatte Pech und musste sein Auto wegen Motorproblemen in der zweiten Runde ausrollen lassen. Weil die vom Reglement geforderten 75 Prozent der Renndistanz nicht erreicht wurden, erhalten die Piloten nur die halbe Punktzahl.


Nick Heidfeld: 2. BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9 (KERS)
Schnellste Runde: 1.39,084 min in Rd. 17 (zehntschnellste insgesamt)
„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit Platz zwei, nachdem ich als Zehnter gestartet bin. Das war wirklich ein extremes und schwieriges Rennen. Ich hatte einen guten Start, aber eben auch ein schweres Auto, das war nicht ganz einfach. Als sich abzeichnete, dass es regnen würde, haben wir meinen Boxenstopp um sieben Runden vorgezogen und uns gleich für richtige Regenreifen entschieden. Aber die waren schnell hinüber, weil der erwartete starke Regen nicht kam. Das Team sagte mir immer wieder: ‚bleib draußen, der starke Regen kommt!’, aber die Reifen fühlten sich bald an wie Slicks. In dieser Phase wären Intermediates viel schneller gewesen, aber das konnte ja keiner wissen. Als es schließlich goss, war es die einzig richtige Entscheidung, das Rennen abzubrechen. Ich habe mich hinter dem Safety Car gedreht – Aquaplaning war nicht nur ein Problem mit den Reifen, mein Auto schwamm mit dem Boden auf. Ich freue mich für unser Team, dass wir von den ersten beiden Saisonrennen jetzt wenigstens ein anständiges Ergebnis mit nach Hause bringen.“


Robert Kubica:
Ausfall BMW Sauber F1.09-05 / BMW P86/9
„Als ich in die Formationsrunge ging, klang der Motor sehr seltsam und hatte kaum Leistung. Ich bin ins Rennen gestartet, so gut es unter diesen Umständen ging und fragte über Funk nach, was ich tun sollte. Das erübrigte sich dann, weil das Auto in der zweiten Runde Feuer fing und ich aufgeben musste.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Das Rennen hat den chaotischen Verlauf genommen, den wir aufgrund der Wettervorhersage erwarten mussten. Für Robert war das Rennen schon am Start gelaufen, da sein Motor keine Leistung annahm. Einer ersten Diagnose zufolge war die Ursache ein Pneumatik-Leck. Nick hatten wir aufgrund seiner Startposition und in Erwartung der Witterungsverhältnisse mit viel Benzin ins Rennen geschickt Er konnte dadurch auf dem ersten Reifensatz bis zum Einsetzen des Regens auf der Strecke bleiben. Dann fasste er genau zum richtigen Zeitpunkt Regenreifen und konnte damit bis zum Ende durchfahren. Bei diesen extrem schwierigen Verhältnissen hat er das optimale Ergebnis erzielt. Kompliment an ihn, aber auch an die ganze Mannschaft, die fehlerfrei gearbeitet hat.“


Willy Rampf (Head of Engineering): „Das war kein Rennen für schwache Nerven. Für Robert war der GP bereits am Start gelaufen, als sein Motor keine Leistung annahm. Das ist sehr schade, denn seine Ausgangsposition war gut. Nick war schwer unterwegs. Und die Strategie, ihn lange draußen zu lassen bis zum Reifenwechsel, hat sich ausgezahlt. Dies war mutig, aber es hat sich gelohnt. Bei schwierigsten Bedingungen ist es ihm gelungen, das Auto auf der Strecke zu halten und einen Podestplatz zu erreichen. Kompliment an die ganze Mannschaft, die bei diesen teils chaotischen Verhältnissen fehlerfrei gearbeitet hat.“
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Alt 09.04.2009, 13:10     #10
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Großer Preis von China 17. – 19. April 2009 3. von 17 WM-Läufen Vorschau.

München/Hinwil, 9. April 2009. Nach dem spektakulären PETRONAS Großen Preis von Malaysia, der dem BMW Sauber F1 Team einen zweiten Platz durch Nick Heidfeld einbrachte, steht vom 17. bis 19. April der Große Preis von China auf dem Programm. Das Rennen, das bisher stets im Herbst ausgetragen wurde, findet nun erstmals im Frühjahr statt.


Robert Kubica: „Wir gehen zum ersten Mal in dieser Jahreszeit nach Shanghai, wo es eine hohe Regenwahrscheinlichkeit gibt. Das kann natürlich einen erheblichen Einfluss auf das gesamte Wochenende haben. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll mit langen Geraden und harten Anbremsmanövern. Zudem gibt es einige Hochgeschwindigkeitskurven, beispielsweise die leicht überhöhte Rechtskurve, die man fast mit Vollgas fährt und die auf die Gegengerade führt. Diese Gerade ist eine der längsten im gesamten Rennkalender. Und natürlich ist die Kombination der Kurven eins und zwei mit dem blinden Scheitelpunkt und dem langen Anbremsmanöver ganz besonders herausfordernd. Bisher hat mir Shanghai kein Glück gebracht, das versuche ich nun zu ändern.“


Nick Heidfeld: „Der Renntermin liegt in diesem Jahr viel früher als bisher, von daher könnten uns erheblich niedrigere Temperaturen erwarten, was speziell für die Reifen einen Unterschied bedeutet, aber auch eine andere Atmosphäre mit sich bringt. Wir haben in Shanghai schon einige gute Rennen gesehen, und ich hoffe, das wird auch 2009 so sein. Die erste Kurve ist das Highlight dieser Strecke. Man kommt mit hohem Tempo an, und zu Beginn geht die Kurve auch noch voll, aber dann zieht sie sich immer weiter zu. Man muss bis in den zweiten Gang runterschalten.

Spannend ist auch die Metropole Shanghai. Wir fahren dort jetzt seit 2004, und man kann wirklich zuschauen, wie sich die Stadt von Jahr zu Jahr verändert. Einerseits gibt es extrem arme Viertel, andererseits schicke Restaurants am Bund, von denen aus man die Aussicht auf den Pearl Tower und die Skyline genießen kann. Unangenehm ist der Straßenverkehr. Wir dürfen dort nicht selbst fahren, und im vergangenen Jahr hat mein Fahrer am Samstagabend einen Auffahrunfall auf der Autobahn gebaut. Dort stehen häufiger mal unerwartet Autos auf der Fahrbahn, und er konnte wohl nicht mehr rechtzeitig bremsen. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert, aber die Verkehrsverhältnisse in Shanghai sind wirklich übel.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Nach einer kurzen Osterpause freuen wir uns nun auf das zweite Doppelpack der Saison. Shanghai ist eine boomende Millionen-Metropole, die Dimensionen der Rennstrecke und ihrer Anlagen sind unübertroffen. Aus Sicht von BMW als Automobilhersteller und all unserer Partner ist der GP China kommerziell von größtem Interesse. Diese Region hat ein enormes Wachstumspotenzial.

China ist unser größter Markt in Asien und der fünftgrößte weltweit. BMW verfügt in China seit 2004 auch über eine Produktionsstätte, in der BMW 3er und BMW 5er Modelle im Joint Venture hergestellt werden. Im Gegensatz zum Vorjahr findet das Rennen diesmal bereits am Anfang der Saison statt. Wir wollen in Shanghai an das gute Ergebnis aus Kuala Lumpur anknüpfen.“


Willy Rampf, Head of Engineering: „Der Kurs in Shanghai hat mehrere schnelle Kurven, die viel Abtrieb und eine hohe Fahrzeugstabilität erfordern. Aufgrund der seit dieser Saison eingeschränkten Aerodynamik werden wir wohl mit maximalem Abtrieb fahren. Gleichzeitig gibt es aber lange Geraden, wo die Höchstgeschwindigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Weil die Strecke sehr breit ist und die Auslaufzonen an den meisten Stellen geteert sind, bedeuten kleine Ausrutscher nicht gleich das Aus. Das motiviert die Fahrer zum Überholen; wir können also mit einem spektakulären Rennen rechnen. Vor allem in der ersten Kurvenkombination ist eine gute Fahrzeugbalance gefragt. Die Piloten haben dort eine sehr hohe Ein¬gangsgeschwindigkeit und bremsen lange in die Kurve hinein. Diese Passage gehört fahrerisch zweifellos zu den Highlights der Saison. Insgesamt ist Shanghai eine sehr anspruchsvolle Strecke.“


Historie und Hintergrund:

Shanghai liegt im Jangtse-Delta am Ostchinesischen Meer. Die Angaben für die Einwohnerzahl der seit Jahren boomenden und dank Landgewinnung wachsenden Stadt variieren erheblich. Zehn Millionen im Stadtgebiet und fünf weitere Millionen Menschen in den Vororten sind ungefähre Mittelwerte.

Seit 2004 gastiert die Formel 1 in China. Die riesige Rennstreckenanlage wurde auf einem sumpfigen Gelände außerhalb der Stadt gebaut, das mit großem Aufwand trocken gelegt wurde. Bei der Streckenführung und der Gestaltung der Anlage hat man sich um Lokalkolorit bemüht. Das Layout greift das chinesische Schriftzeichen „Shang“ auf, das übersetzt etwa „hoch“ bzw. „über“ bedeutet. In die Architektur der gigantischen Boxengebäude und Tribünen wurden traditionelle chinesische Stilelemente integriert.
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