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Alt 23.07.2007, 21:51     #1
Rumpel   Rumpel ist offline
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Registriert seit: 09/2002
Beiträge: 6.858
Reparatur einer Alufelge

Zitat:
Original geschrieben von basti313
Für die Reparatur meiner Felgen habe ich folgende Utensilien verwendet:
-Schleifpapier Körnung 800 und 1000
-Schleifklotz aus Kork
-alte Zahnbürste
-breiter Schraubenzieher
-Hammer
-Zeitungen
-Rolle Malerkrepp
-Dose Aluspachtel
-Dose Feinspachtel
-Satz Plastikspachteln
-Spraydose "Felgensilber"
-Spraydose Klarlack
-Polieraufsatz für die Bohrmaschine
-Schleifpolitur

Dies alles habe ich vom örtlichen Baumarkt (BayWa). Müsste in jedem Baumarkt soweit zu bekommen sein. Die Aluspachtel kann natürlich auch durch eine andere Spachtelmasse ersetzt werden. Jedoch kann dies zu einer Unwucht führen, da beim Ausbessern größerer Schäden die Dichte an der ausgebesserten Stelle nicht mehr stimmt.

Wichtig: Es muss Schleifpapier zum nass schleifen sein! Es muss immer nass geschliffen werden. Trocken versaut man komplett den Lack.

Das bekannte Schadensbild:
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Beginnen sollte man damit die Stelle gründlich zu reinigen und abzukleben. Dabei nicht zu eng an der defekten Stelle abkleben, da man sonst beim Lackieren Ränder bekommt. Da die Farbe beim Nachlackieren nicht perfekt passt bekommt man sonst harte, sichtbare Übergänge. Mein Lack ist eine Nuance zu dunkel, aber das sieht man nur als Schatten wenn man direkt vor der Felge kniet.
Wichtig dabei ist, dass glatte Flächen geschützt werden. Egal wie sehr man aufpasst, man kommt mit dem Schleifpapier immer irgendwie in die Fläche...

Anschließend wird der Schaden verschliffen. Wenn nichts hoch steht muss man nur lose Aluspäne und Lackstückchen wegschleifen. Das geht sehr gut wenn man das Schleifpapier um den Finger wickelt.
Wenn etwas hoch steht (verbogenes Alu), so muss diese zuerst entfernt werden. Schleifen geht nur schwer, weil der Lack weicher ist als das Alu. Große Stücke mit dem Schraubenzieher und dem Hammer weg dengeln und kleine Reste mit Schleifpapier und der geraden Fläche am Schleifklotz wegschleifen.

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Kleine Schäden, wenn der Lack nicht abgeplatzt ist, können ohne Spachteln beseitigt werden:

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Wenn Lack abgesplittert ist geht es ans Verspachteln.
Wenn es Spachtelmasse aus der Tube gibt kann ich diese nur empfehlen. Die aus der Dose zum anrühren nervt nur. Entweder sie wird innerhalb von Sekunden zu Gummi oder die trocknet ewig nicht.

Wenn man es schafft die Spachtelmasse vernünftig anzurühren (Bei mir hat es in einem von 3 Versuchen geklappt Dieser Inhalt ist nur für angemeldete User sichtbar. ) ist das Auftragen recht einfach. Etwas Spachtelmasse auf einen kleinen Spachtel und zwischen Reifen und Felge gehen. Die Spachtel an die Felge drücken und vorsichtig nach vorne raus ziehen. Dann die Fläche glatt abziehen. Wenn es an der Kante nichts wird vorsichtig mit dem Finger nachschmieren. Dadurch besteht aber die Gefahr, dass am Ende in den Löchern Material fehlt. Das sieht man leider erst wenn lackiert ist...aber man kann ja noch mal anfangen Dieser Inhalt ist nur für angemeldete User sichtbar.
Bei ganz kleinen Schäden, also wenn nur der Lack ab ist, reicht die Feinspachtel schon aus. Schäden die ins Alu gehen sind damit nur schwer aufzufüllen. Hier dann die Aluspachtel verwenden und nachdem diese verschliffen ist noch mal mit Feinspachtel verspachteln, da die Aluspachtel zu grob ist um ne glatte Oberfläche zu bekommen.

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Zum Verschleifen, nach einer Trockenzeit von mindestens 45min (die auf der Dose angegebenen 30min sind utopisch), immer einen glatten Schleifklotz verwenden. Sonst nimmt man die gerade aufgetragene Spachtelmasse wieder raus (die ist weicher als der umgebende Lack) und das Ergebnis wird wellig.
Überschüssige Spachtelmasse zwischen Reifen und Felge kann man mit dem Schraubenzieher raus kratzen. Da sieht man ja eh nicht hin. Der Rand lässt sich mit nem gefalteten Schleifpapier sehr gut schleifen.
Das Schleifpapier sollte immer gut feucht sein. Die zu schleifende Fläche darf aber nicht nass sein weil sich sonst die Spachtelmasse voll saugt. Also auch noch dem Schleifen mit nem trockenen, fusselfreien Tuch nachwischen.

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Vor dem Lackieren die Spalte zwischen Felge und Reifen mit der Zahnbürste gut reinigen. Die zu lackierenden Flächen noch mit Aceton entfetten (feucht drüber wischen, nicht rubbeln damit der Lack sich nicht auflöst) und dann geht es ans Abkleben.

Wie viel abgeklebt wird hängt vom Wind ab. Mir hat eine Zeitungsdoppelseite in jede Richtung ausgereicht. Auf dem frisch gewaschenen Lack wer keinerlei Farbnebel zu sehen. Schadet sicher nicht wenn das Auto richtig derb dreckig ist. Das verringert die Chance von anhaftendem Farbnebel noch mal gehörig.

An der Felge genug Platz zum lackieren lassen. Kreppband lässt sich in nicht zu langen Stücken gut zwischen Felge und Reifen einbringen. Ein kleiner Zwischenraum, der nicht abgeklebt ist, entsteht immer. Allerdings löst sich dort der Lack schon recht bald. Nach einem Tag fängt er bei mir schon an abzublättern. Das kann sicher mit vorher aufgetragener Reifenpflege oder nem anderen Silikon beschleunigt werden. Allerdings ist dann die Gefahr, dass das Kreppband nicht hält groß.

Zum Lackieren zuerst probesprühen. Dann in steilem Winkel zur Felge die Kante einsprühen.
Wichtig dabei ist nicht auf der Felge mit dem Sprühen zu beginnen. Am Anfang entstehen dickere Tropfen. Nicht den mittleren "Strahl" auf die Felge richten, sondern nur den Rand. Das reicht an Lack. Unbedingt nur einmal drüber gehen.
Der zweite Sprühgang wird senkrecht auf die Felge gerichtet. Wieder nur den Rand des Strahls auf die Felge und einmal drüber gehen.

Beim dritten mal Sprühen entsteht folgendes und man kann nach nen paar Stunden Trocknen wieder mit dem Schleifen anfangen:
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Ne halbe Stunde nach dem Felgensilber kommt noch Klarlack drüber. Dabei genauso wie mit dem Felgensilber lackieren.

Das Ergebnis sah am Ende bei mir so aus:
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Wenn noch raue Stellen vorhanden sind können diese gut auspoliert werden. Aber erst nach mindestens 24 Stunden, wobei es nicht schadet noch ein paar Stunden mehr zu warten.

Wenns beim ersten mal nicht glatt wird einfach noch mal schleifen, spachteln und lackieren. Gerade große Stellen werden beim ersten mal nichts also nicht verzagen und noch mal probieren.


Tipp eingesendet von basti313

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