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Alt 08.09.2007, 08:18     #51
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Großer Preis von Italien - Training, Freitag – 07.09.07

Wetter: trocken und sonnig, 20-29°C Luft, 25-34°C Asphalt.

Monza (ITA). Die BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica und Nick Heidfeld erlebten in Monza einen problemlosen ersten Trainingstag zum Großen Preis von Italien. Gegenüber dem Test in der Vorwoche haben sich die Streckenbedingungen stark verändert. Das Team konzentriert sich jetzt auf die Analyse der in den beiden 90minütigen Trainings gesammelten Daten.


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
1. Training: 8., 1.23,703 min / 2. Training: 4., 1.23,599 min
„Wir haben hier in der vergangenen Woche getestet und hatten daher einige Informationen zur Balance des Autos und anderen Dingen. Deshalb sind wir im ersten Training nicht sehr viel gefahren. Die Streckenbedingungen haben sich gegenüber dem Test allerdings stark verändert. Speziell die Bremsstabilität ist schlechter als beim Test. Im zweiten freien Training sind wir viele Long-Runs für den Reifenvergleich gefahren, und das sah ziemlich gut aus. Wir haben viele Daten auszuwerten.”

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7
1. Training: 9., 1.23,886 min / 2. Training: 7., 1.23,821 min
„Ich denke, unsere Konfiguration hier ist insgesamt gut. Beide Trainings verliefen ohne Probleme. Allerdings fällt es mir schwer, in den Long-Runs konstante Rundenzeiten zu fahren. Die Balance des Autos verändert sich. Das war beim Test besser, und die Daten müssen wir jetzt erstmal analysieren. Ich hoffe nach wie vor, dass wir hier an Ferrari heranreichen können.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Nachdem wir hier letzte Woche getestet haben, konnten wir heute mit einer guten Basis-Abstimmung beginnen. Dennoch gab es immer noch genug zu tun. Wir haben uns ganz auf die Rennvorbereitung konzentriert und auch Long-Runs mit beiden Reifenmischung absolviert, sodass wir nun alle wichtigen Informationen vorliegen haben. Mit unserer Performance bin ich durchaus zufrieden. Wir hatten nicht die geringsten technischen Probleme und waren in der Lage, unser ganzes Programm zu absolvieren, sodass wir uns morgen Vormittag ganz der Vorbereitung des Qualifyings widmen können.“
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Alt 08.09.2007, 19:43     #52
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Großer Preis von Italien - Qualifikation, Samstag - 08.09.07

Wetter: trocken und sonnig, 24-28°C Luft, 30-38°C Asphalt.

Monza (ITA). Beim Großen Preis von Italien in Monza qualifizierten sich die BMW
Sauber F1 Team Fahrer erneut in der Spitzengruppe mit den McLaren und Ferrari.
Nick Heidfeld, der als Vierter starten wird, gelang es dabei, in der Qualifikation zumHeimrennen des italienischen Teams einen der Ferrari hinter sich zu lassen. Robert Kubica qualifizierte sich auf Startplatz sechs.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7
Qualifying 4., 1.23,174 min (3. Training: 4., 1.22,855 min)
„Ich freue mich über den Startplatz in der zweiten Reihe und habe ein gutes Gefühl für das Rennen. Auf meiner letzten Runde habe ich in der letzten Kurve noch einen kleinen Fehler gemacht. Der hat vielleicht zwei Zehntelsekunden gekostet, aber zu Platz drei fehlen sechs Zehntel, insofern hat das letzten Endes nicht viel ausgemacht. Ich habe eigentlich immer recht gute Starts, und ich hoffe, dass mir das auch hier gelingt, obwohl ich auf der schmutzigeren Fahrbahnseite stehe. Und dann muss in der ersten Kurve alles gut gehen. Der Weg dorthin ist hier ziemlich weit, man hat kalteBremsen, und die flachen Flügel sind auch eher ungewohnt, da muss man aufpassen."

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
Qualifying 6., 1.23,446 min (3. Training: 5., 1.23,287 min
„Es lief alles nach Plan, wir gewöhnen uns an diese guten Startplätze. Nachdem Kimi Räikkönen heute Morgen Probleme hatte, hatten wir die Chance, einen Ferrari hinter uns zu lassen. Das ist Nick gelungen, und das ist gut für das Team. Ich fühle mich gut gerüstet für das Rennen."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Das war ein tolles Ergebnis für das Team. Nick hat es in der letzten Runde geschafft, sich an Kimi Räikkönen vorbei auf Platz vier vorzuarbeiten. Auch Robert war gut unterwegs und hat den erwarteten sechsten Startplatz eingefahren. Die Strategie der Boxenstopps mit jeweils zwei Autos sehr knapp hintereinander hat fehlerfrei funktioniert."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir haben es heute zum 13. Mal in Serie ins Top-Ten-Qualifying geschafft, und zwar recht locker. Unsere Performance ist gut, und ich denke, dass wir eine aussichtsreiche Ausgangsposition fürs Rennen haben."
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Geändert von Martin (13.09.2007 um 06:10 Uhr)
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Alt 09.09.2007, 16:15     #53
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Großer Preis von Italien - Rennen, Sonntag - 09.09.07


Wetter: trocken und sonnig, 27-28°C Luft, 33-34°C Asphalt.

Monza (ITA). Das BMW Sauber F1 Team scheint vierte Plätze abonniert zu haben: Nick Heidfeld holte beim Großen Preis von Italien den achten vierten Platz für die Mannschaft in der WM 2007. Er selbst wurde zum fünften Mal in dieser Saison Vierter. Robert Kubica wurde in Monza trotz eines Problems beim ersten Boxenstopp noch Fünfter. Mit 351,7 km/h erzielte er die höchste Geschwindigkeit aller Piloten. Es war das achte Mal in dieser Saison und das sechste Mal in Folge, dass das Team mit beiden Autos in die Punkteränge fuhr.


Nick Heidfeld: 4.
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.23,681 min in Rd. 19 (viertschnellste insgesamt)
„Mein Start selbst war nicht schlecht, obwohl Kimi noch etwas besser als ich wegkam. Vor der ersten Kurve war es dann vor mir sehr eng, und in der zweiten Kurve war ich außen und habe einen Platz an Kimi verloren. Allerdings wäre das früher oder später sowieso passiert, weil er nur einmal gestoppt hat. Die frühe Safety-Car-Phase hat denen, die nur ein Mal oder spät stoppen wollten, in die Hände gespielt. Zu unserer Rennstrategie gehörte, im ersten Stint einen
Vorsprung gegen die Ein- und Spät-Stopper herauszufahren. Daraus wurde hinter dem Safety Car natürlich nichts. Abgesehen davon lief mein Rennen super, auch die Boxenstopps waren perfekt. Jetzt können wir so langsam ins Auge fassen, 2007 tatsächlich die 100-Punkte-Marke in der Konstrukteurs-WM zu knacken. Das wäre ein großartiger Erfolg in unserem zweiten Jahr."

Robert Kubica: 5.
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
Schnellste Runde: 1.23,908 min in Rd. 22 (fünftschnellste insgesamt)
„Das Rennen war okay für mich. In den ersten Runden, als wir verhältnismäßig leichte Autos hatten, waren wir wirklich schnell. Aber ich denke, unsere Performance mit höherem Gewicht könnte besser sein. Beim Boxenstopp bin ich nicht ganz gerade zum Stehen gekommen, deshalb ist das Auto vom Wagenheber gefallen, als die Jungs die Räder gewechselt haben. Nach dem Wechsel haben wir den Wagenheber dann nicht unter dem Auto herausbekommen. Das hat viel Zeit gekostet, aber zum Glück letztlich nichts an der Platzierung geändert. Nach diesem ersten Stopp war ich hinter Heikki Kovalainen. Näher als sechs oder sieben Zehntelsekunden durfte ich ihm nicht kommen, ohne Anpressdruck zu verlieren. Nach dem zweiten Stopp war ich vor ihm und musste dann noch an Nico Rosberg vorbei. Ich hatte neue Reifen und ein recht leichtes Auto. Er war strategisch bedingt auf alten Reifen. Ich kam schnell aus der Parabolica raus, was nach der Zeit hinter ihm gar nicht so leicht war, habe viel später gebremst als er und kam vorbei."

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Wir haben das Rennen mit einem sehr starken Ergebnis abgeschlossen, obwohl es nicht ganz nach Plan lief. Bei Roberts erstem Boxenstopp haben wir einige Sekunden verloren. Aber er hat die eingebüßten Positionen zurückerobern können - von Heikki Kovalainen anlässlich des zweiten Boxenstopps und von Nico Rosberg mit einem Überholmanöver auf der Strecke. Nicks Rennen war perfekt. Über weite Strecken konnte er das Tempo von Kimi Räikkönen mitgehen. Die Plätze vier und fünf bedeuten neun Punkte und sind ein verdienter Lohn."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Für unser Team war das Rennen sehr aufregend. Roberts erster Boxenstopp lief schief, weil er in einer schrägen Position angehalten hatte. Deshalb rutschte sein Auto vom Wagenheber. Das kostete ihn viel Zeit und warf ihn hinter Kovalainen zurück. Dort blieb er lange hängen und konnte ihn erst beim zweiten Boxenstopp überholen. Wie er anschließend an Rosberg vorbeiging, wargroße Klasse! Er konnte dabei den guten Grip der neuen Reifen nutzen. Er hat eine sehr kämpferische Leistung gezeigt und wurde mit dem fünften Rang dafür belohnt. Bei Nick lief alles nach Plan. Er fuhr seinen eigenen Rhythmus, machte wie gewohnt keine Fehler und brachte den vierten Platz souverän nach Hause. Das war erneut ein starkes Team-Resultat."
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Alt 10.09.2007, 06:03     #54
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Großer Preis von Belgien. 14.-16. September 2007
14. von 17 WM-Läufen



Vorschau.

München/Hinwil, 9. September 2007. Spa-Francorchamps bedeutet Rennstrecken-Atmosphäre, wie sie früher einmal war. Der Traditionskurs ist eingebettet in die Hügel-Landschaft der Ardennen. Mit sieben Kilometern ist der Parcours des GP Belgien der bei weitem längste der gesamten Saison. Auf der Berg- und Talbahn wird nur eine Woche nach dem Großen Preis von Italien der 14. von 17 Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft ausgetragen.
2006 hatte die Formel 1 Spa ausgelassen, in der Zwischenzeit wurde dort die Boxenanlage erneuert und die Kurvenkombination vor Start- und Ziel umgestaltet. Aus der Links-rechts-links Bus-Stop-Passage wurde eine Rechts-links-Schikane.


Nick Heidfeld :
„Ich freue mich, dass Spa wieder im Kalender ist. Beim Test im Juli war ich nicht dabei,ich war 2004 zum letzten Mal dort - und damals saß ich in einem absolut nicht konkurrenzfähigen Auto. Das wird diesmal anders sein. Obwohl Spa gar nicht so weit weg ist von meiner Heimat Mönchengladbach, bin ich dort nicht oft gefahren. Die Formel Ford und Formel 3 starteten dort zu meiner Zeit nicht, und das Formel-1-Rennen 2005 musste ich auslassen, weil ich mich bei einem Fahrradunfall verletzt hatte. Spa ist eine sehr schöne Rennstrecke mit sehr speziellen Passagen. Die Kurvenkombination Eau Rouge in der Senke ist weltberühmt und auch für Zuschauer ein Tipp. Wenn die Autos dort bergab rauschen und nach der Kompression wieder bergauf beschleunigen, sind Speed und Kraft wirklich eindrucksvoll. Die Kompression ist für uns Fahrer körperlich kein Problem, aber eben ungewohnt. Wir haben es sonst eher mit g-Kräften durch Querbeschleunigung oder Bremsen zu tun."



Robert Kubica: „Ich bin in Spa Formel 3 und Formel Renault gefahren, und ich freue mich darauf, dort zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen zu fahren. Spa ist eine sehr schöne Strecke - sehr anspruchsvoll, sehr schnell. Spa gehört zu den Lieblingsstrecken der Fahrer. Wir hatten einen guten Test dort. Aber das Wetter ist in Spa wahrscheinlich wieder unberechenbar, man muss sehen, wie sich das entwickelt. Nach Monza wird auch in Spa mit verhältnismäßig wenig Abtrieb gefahren. In Belgien ist die Konfiguration nicht so extrem wie in Monza, aber wir sollten gut sein. Die langen schnellen Kurven sind sehr schön in Spa. Normalerweise hat die Strecke auch sehr viel Grip, und man muss mviel Tempo mit in die Kurven hineinnehmen."


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Wir freuen uns sehr, dass diese Naturrennstrecke mit ihren einzigartigen Anforderungen wieder einen Platz im F1-Kalender hat. Dort folgt der Streckenverlauf den landschaftlichen Gegebenheiten und nicht umgekehrt. mNeu in diesem Jahr sind der Entfall der alten Bus-Stop-Schikane, die neue Anfahrt zu den Boxen und die Boxenanlagen selbst. Seit der Anpassung der berüchtigten Eau- Rouge-Kurve wird diese bei Trockenheit voll gefahren, woraus sich in Spa die längste mVollgaspassage der gesamten Saison ergibt. Da es auf diesem Streckenstück zudem kräftig bergauf geht, sind Motorleistung und Standfestigkeit hier besonders gefordert.Schwer vorhersagbare Wetterumschwünge in den Ardennen haben oft für extrem spannende Rennen gesorgt. Die Steigungen stellen besondere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Motoren."


Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Vor allem nach dem Wegfall von Suzuka ist Spa die Lieblingsstrecke vieler Piloten, und das kommt nicht von ungefähr. Die Eau Rouge ist wohl eine der spektakulärsten Kurven in der Formel 1, wenngleich sie nun mit den V8-Motoren bei trockener Piste Vollgas gefahren werden kann. Wegen der Kombination von langen Vollgasabschnitten und mittelschnellen sowie schnellen Kurven erfordert Spa bei der aerodynamischen Abstimmung einen Kompromiss. Man fährt ein mittleres Abtriebsniveau, vergleichbar mit Indy und Montréal. Eine gute aerodynamische Effizienz ist hier besonders wichtig. Die große Unbekannte ist in Spa stets das Wetter, das in kürzester Zeit umschlagen kann. Wir haben dort im Juli mit Robert getestet und dabei genau diese gemischten Wetterbedingungen angetroffen. Unsere Zeiten waren durchaus konkurrenzfähig. In der Zwischenzeit haben wir den F1.07 zudem weiter verbessert, sodass wir auf dieses Rennen gut vorbereitet sind. Wir freuen uns auf diese Herausforderung, bevor es nach Übersee geht."


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Spa-Francorchamps/16. September 2007

Startzeit (lokal/UTC) 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz 7,004 km/308,176 km (44 Runden)

Sieger 2005 Kimi Räikkönen, Team McLaren Mercedes 1:30.01,295 Stunden

Poleposition 2005 Juan Pablo Montoya, Team McLaren
Mercedes 1.46,391 Minuten


Schnellste Runde 2005 Ralf Schumacher, Panasonic Toyota Racing 1.51,453 Minuten

Daten (Test 2007):
Volllastanteil: 70 %

Topspeed: 317 km/h

Längste Volllastpassage: 23 sec / 1830 m

Rechts-/Linkskurven: 9/10

Gangwechsel pro Runde: 52

Reifenverschleiß: mittel bis hoch

Bremsverschleiß: mittel

Abtriebslevel: mittel




Historie und Hintergrund:

In Spa-Francorchamps wurden 39 der 51 Großen Preise von Belgien ausgetragen. Zehn Mal startete die Formel 1 in Zolder, zwei Mal in Nivelles. Im Jahr 1920 war die Idee zu der Rennstrecke am berühmten Kurort Spa geboren worden. Man wollte das Dreieck der Verbindungsstraßen zwischen den Ortschaften Malmedy, Stavelot und Francorchamps nutzen. Im August 1921 waren die Vorbereitungen zwar abgeschlossen, allerdings konnte das erste Autorennen nicht stattfinden, weil sich nur ein einziger Teilnehmer angemeldet hatte. Schließlich wurde die Rennstrecke von Motorrädern eingeweiht, ehe 1922 tatsächlich Autos starteten. 1924 wurde erstmals das 24-Stunden-Rennen ausgetragen. Das erste bedeutende Monoposto-Rennen folgte 1925 mit dem Großen Preis von Europa. Wegen des Zweiten Weltkrieges ruhte der Rennbetrieb sieben Jahre lang bis 1947. Im Jahr 1970 fand das letzte Rennen auf dem bis dato 14 Kilometer langen Kurs statt. Die Autos waren mittlerweile zu schnell für diese Strecke geworden, die Fahrer weigerten sich, das Risiko einzugehen. 1979 wurde der aktuelle Kurs eröffnet.

Im Jahr 2003 gastierte die Formel 1 nicht in Spa. Für 2004 wurde im Bereich der Bus-Stop-Schikane umgebaut, der Kurs wurde um zehn Meter länger. Nach dem Grand Prix 2005 setzte die Formel 1 erneut ein Jahr aus. 2007 wird eine neue Boxenanlage bezogen, und die Bus-Stop-Passage wurde inklusive der Anfahrt zur Boxengasse erneut umgebaut.

Weitere bekannte Streckenabschnitte neben Eau Rouge sind die schnelle Passage "Blanchimont" oder "La Source", die Haarnadel nach dem Start, in der sich 1998 der größte Massencrash der Formel-1-Geschichte ereignete, der zum Glück ohne Personenschäden ausging.
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Alt 15.09.2007, 08:45     #55
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Großer Preis von Belgien - Training, Freitag - 14.09.07

Wetter: trocken und sonnig, 14-20°C Luft, 19-36°C Asphalt.

Spa (BEL). Die BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica freuen sich über die Rückkehr der Formel 1 nach Spa-Francorchamps. Der anspruchsvolle Kurs ist beliebt unter den Fahrern. Mit der Abstimmung ihrer Autos indes waren die beiden Piloten am ersten Trainingstag noch nicht zufrieden.



Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
1. Training: 4., 1.48,052 min / 2. Training: 11., 1.48,606 min
„Wir hatten keine technischen Probleme, aber ich bin mit der Balance meines Autos noch nicht zufrieden. Das ist sicher auch mit darauf zurückzuführen, dass ich beim Test nicht hier war. Freitagszeiten sind immer schwer zu analysieren. Ich denke aber, dass wir auch hier dritte Kraft sein werden. Spa ist eine sehr schöne Rennstrecke. Nach dem Wechsel von V10- auf V8-Motoren kann man die Kurven Eau Rouge und Blanchimont ohne weiteres mit Vollgas fahren. Insofern hat die Strecke nicht mehr den Kick, den sie früher hatte."

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
1. Training: 6., 1.48,605 min / 2. Training: 9., 1.48,279 min
„Der erste Tag lief okay. Wir sind viel gefahren, aber der Grip-Level ist leider ziemlich niedrig. Wir müssen analysieren, warum sich das Auto heute anders anfühlte als beim Test. Die äußeren Bedingungen waren damals ähnlich, allerdings hatten wir auch etwas Regen, insofern hätten wir heute besser sein müssen, aber das war nicht der Fall."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Spa ist in jeder Beziehung eine sehr anspruchsvolle Strecke. Wir haben uns heute wie üblich ganz auf die Rennvorbereitung konzentriert und zuerst am Set-up der Autos gearbeitet. Anschließend sind wir die Long-Runs mit den zwei Reifenspezifikationen gefahren und haben auch verschiedene Aero-Konfigurationen getestet. Es war ein sehr umfangreiches Programm, das wir ohne technische Probleme komplett abarbeiten konnten."



Das BMW Sauber F1 Team fährt an diesem Wochenende mit dem Schriftzug „dynamic-drive.com" auf dem Heckflügel der beiden F1.07. Unter dieser Internetadresse informiert Nick Heidfeld über dieses Fahrwerkregelsystem. Es dient dem sportlichen Fahrverhalten und dem Fahrkomfort. Dynamic Drive unterdrückt in Kurven die Wankneigung und sorgt so für hohe Agilität, Komfort und Stabilität in allen Fahrsituationen. Das BMW Sauber F1 Team hatte den Heckflügel bereits in Barcelona, Budapest und Magny-Cours für die Technologien „Rear-wheel-drive" und „Active- Steering" genutzt.
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Geändert von Martin (16.09.2007 um 09:40 Uhr)
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Alt 15.09.2007, 17:03     #56
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Großer Preis von Belgien - Qualifikation, Samstag - 15.09.07


Wetter: trocken, Sonne und Wolken, 16-17°C Luft, 21-29°C Asphalt.

Spa (BEL). Im Qualifying zum Großen Preis von Belgien belegte Robert Kubica Platz fünf, Nick Heidfeld kam auf Rang sieben. Er wird allerdings einen Platz in der Startaufstellung aufrücken, mweil Kubica um zehn Plätze zurückgesetzt wird. Der Pole war im freien Training am Vormittag mit Motorschaden stehen geblieben. Dieser ereignete sich bereits nach den Installationsrunden, somit konnte er auch seine Qualifyingvorbereitung nicht erledigen. Der Motor, der bereits auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza im Einsatz gewesen war, wird noch am Samstag zur Fehleranalyse nach München gebracht.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Qualifying 5., 1.46,707 min (3. Training: no time)
„Der gestrige Tag war schon enttäuschend, aber das Training heute Vormittag noch mehr. Wir mkonnten nichts für das Qualifying ausprobieren. Und wenn das Qualifying angefangen hat, darf man nichts mehr ändern. Ich bin schon früh rausgefahren, ehe es so richtig losging. Als Vorbereitung für das Top-Ten Qualifying haben wir in der ersten Viertelstunde zwei Outings gemacht, und das hat sich ausgezahlt. Unterm Strich war es ein gutes Qualifying, und im Rennen kann alles passieren."

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
Qualifying 7., 1.46,923 min (3. Training: 8., 1.47,359 min)
„Das Ergebnis ist in Ordnung. Mein erster Versuch im letzten Qualifyingabschnitt hat nicht funktioniert, weil sich Alonso gedreht hat und deshalb gelbe Flaggen gezeigt wurden. Die letzte Runde war okay - nicht perfekt, aber es war auch kein Fehler drin. Im zweiten Qualifyingteil sind wir sicherheitshalber ein zweites Mal rausgefahren, es hätte aber auch so gereicht. Ich denke, im Rennen kann ich mich noch etwas nach vorne orientieren."

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Auch beim 14. Saisonlauf haben wir mit beiden Autos das Top-Ten-Qualifying erreicht. Leider mussten wir an Roberts Auto nach dem freien Training den Motor wechseln. Obwohl er wegen des Schadens das Training am Vormittag verpasst hat, hat er im Qualifying als Fünfter ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Jetzt wird er zehn Plätze zurückgestuft, aber ich denke, auch von dort ist noch Einiges möglich. Nick hatte keine technischen Probleme. Er hat allerdings auf der letzten schnellen Runde im mittleren Sektor etwas Zeit und damit auch eine Position eingebüßt."

Willy Rampf (Technischer Direktor): „Zum 14. Mal in Serie haben wir es ins Top-Ten-Qualifying geschafft, das spricht für unsere Konstanz. Bei Nick lief heute soweit alles nach Plan, allerdings ließ seine Zeit im zweiten Qualifying-Abschnitt auf noch mehr hoffen. Für Robert war es ein sehr schwieriger Tag, umso höher ist seine Leistung einzustufen. Wir hatten das Set-up seines Autos von gestern auf heute erheblich verändert. Deshalb war es für ihn besonders nachteilig, dass er wegen des Motorschadens am Morgen nicht fahren konnte. Offensichtlich haben unsere Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet, wie seine fünftbeste Zeit beweist. Nun muss Robert morgen versuchen, sich durchs Feld zu arbeiten. Trotzdem werden wir versuchen, mit beiden Autos in die Punkte zu fahren."
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Geändert von Martin (16.09.2007 um 09:42 Uhr)
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Alt 16.09.2007, 16:33     #57
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Großer Preis von Belgien - Rennen, Sonntag - 16.09.07

Wetter: trocken, Sonne und Wolken, 21-22°C Luft, 32-33°C Asphalt.


Spa (BEL). Beim Großen Preis von Belgien kam Nick Heidfeld als Fünfter ins Ziel und holte weitere vier Punkte für das BMW Sauber F1 Team. Teamkollege Robert Kubica kämpfte sich von Startplatz 14 eindrucksvoll auf Rang neun nach vorn und verpasste damit knapp die Punkteränge.

Nick Heidfeld: 5.
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
Schnellste Runde: 1.48,663 min in Rd. 33 (fünftschnellste insgesamt)
„Mein Start war diesmal wirklich nicht gut. In der ersten Kurve wollte ich das dann wieder wettmachen, aber daraus wurde nichts. Ich habe zu spät gebremst und war dann außen auf verlorenem Posten. Ich wusste, dass ich Heikki Kovalainen überholen musste, weil er nur ein Mal tanken würde. Das war nicht einfach, ging aber. Als Nico Rosberg und Mark Webber viel früher als ich zum Tanken fuhren, war klar, dass ich mich vor beiden platzieren kann. Außerdem waren die Rundenzeiten gut, als ich freie Fahrt hatte. Am Ende hatte ich dann keinen Druck mehr und habe die Motordrehzahl zurückgenommen."


Robert Kubica: 9.
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.48,894 min in Rd. 32 (sechstschnellste insgesamt)
„So geht es manchmal: Du gibst alles und bekommst nichts. Mein Start war nicht besonders gut, aber das Rennen war wie erwartet schwierig. Heikki Kovalainen hatte einfach viel mehr Top- Speed. Ich hatte keine Chance, ich konnte nicht einmal fünf Meter auf ihn gutmachen. Als ich nach dem ersten Boxenstopp hinter David Coulthard lag, war ich in den Kurven viel schneller als er, konnte aber auf den Geraden nicht an ihm dranbleiben. Hinter ihm habe ich fast zehn Runden lang jede Menge Zeit verloren. Ich hätte zwei Sekunden pro Runde schneller fahren können."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Wir haben eine gute Vorstellung unserer Fahrer gesehen. Nick hat beim Start zwar zwei Positionen verloren, er hat sich im Verlauf des Rennens dann aber wieder vom achten auf den fünften Platz vorgearbeitet. Von Robert haben wir sehr schöne Manöver gesehen. Er hat einige Fahrzeuge auf der Strecke überholt, steckte jedoch über weite Phasen im Verkehr. Wir hätten ihm für dieses starke Rennen den einen Punkt sehr gegönnt. Doch von Startplatz 14 auf Rang neun vorzufahren, ist auch in Ordnung."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Nick verlor zwar beim Start zwei Positionen, doch zeigte es sich im Verlauf des Rennens, dass das keine Rolle spielte. Er war deutlich schneller als Nico Rosberg und Mark Webber und hatte mehr Benzin an Bord, so dass er sie beim ersten Boxenstopp überholen konnte. Von diesem Moment an hatte er ein ruhiges Rennen, das er gewohnt souverän auf Platz fünf beendete. Robert fuhr vom 14. Platz los und zeigte von Beginn an eine kämpferische Leistung. Bereits nach wenigen Runden hatte er fünf Konkurrenten überholt. Nach seinem ersten Boxenstopp hing er dann hinter jenen Piloten fest, die auf einer Einstopp-Strategie waren. Vor allem hinter David Coulthard verlor er zu viel Zeit, die ihm dann am Schluss fehlte, um noch den einen Punkt zu holen. Den hätte er mit seiner großartigen Leistung wirklich verdient gehabt."
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Großer Preis von Japan. 28.-30. September 2007

15. von 17 WM-Läufen Vorschau.

München/Hinwil, 21. September 2007. Der Endspurt der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2007 beginnt: Japan, China und Brasilien sind die letzten drei Stationen. 90 WM-Punkte hat das BMW Sauber F1 Team bislang auf dem Konto. Im Vorjahr hatte die Mannschaft ihre Debütsaison mit 36 Zählern als Fünfter der Konstrukteurs-WM beendet. Der japanische Grand Prix ist von Suzuka nach Fuji umgezogen. Der Fuji Speedway bedeutet Neuland, dort fuhr die F1 zuletzt vor 30 Jahren. 1976 und 1977 war die Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji Austragungsort der beiden ersten Großen Preise von Japan.


Nick Heidfeld: „Ich war noch nie in Fuji und freue mich immer, wenn eine neue Rennstrecke in den Kalender kommt. Das stellt Fahrer und Ingenieure vor interessante Aufgaben, und bedeutet auch im ganzen Drumherum Abwechslung, weil sich jeder erstmal vor Ort zurechtfinden muss. Japan gefällt mir generell gut, besonders Tokio. Ich mag die Mentalität und auch das Essen sehr, wobei die Küche weit mehr zu bieten hat als das obligatorische Sushi. Suzuka ist meine Lieblingsrennstrecke, und von daher freue ich mich, dass die beiden Kurse ab 2009 abwechselnd gefahren werden. Ich bin sehr gespannt auf den Kurs von Fuji, und ich hoffe, dass ich den Fujiyama wenigstens ein Mal zu sehen bekomme. Es soll ja Leute geben, die schon x Mal dort waren, aber der Gipfel hat sich jedes Mal in Wolken versteckt.“


Robert Kubica: „Ich mag Japan und die japanische Mentalität. Ich freue mich auf das Rennen, aber ich bin noch nie auf dem Fuji Speedway gefahren. Ich kenne ihn nur ein bisschen von Computerspielen, mit denen ich mich beschäftigt habe, als ich jünger war. Mittlerweile hat er sich etwas verändert, wir müssen ihn uns erstmal genau ansehen. In Japan zu fahren, ist gut, weil die Fans sehr enthusiastisch sind. Sie genießen es wirklich, an der Strecke zu stehen und den Autos zuzusehen. Ich denke, es werden viele Leute kommen. Unser diesjähriges Auto ist auf allen Arten von Rennstrecken etwa gleich wettbewerbsfähig. Im Vorjahr waren wir besonders gut auf Strecken, auf denen man mit wenig Abtrieb fährt. In diesem Jahr sind wir konstanter, deshalb denke ich, dass wir auch in Fuji das erreichen können, was wir überall erreichen.”


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Fuji wird eine neue Herausforderung. Ich habe mir in der vergangenen Saison vor dem Rennen in Suzuka die Strecke angeschaut. Es gibt eine sehr lange Gerade und einige unorthodoxe Kurven. Die Strecke ist sehr abgelegen, es gibt nur wenig Straßen und Unterkünfte, die Infrastruktur ist begrenzt. Fuji ist für die Logistiker in unserem Team eine große Aufgabe. Für BMW ist der japanische Markt sehr wichtig. Japan ist in Asien der führende und am höchsten entwickelte Markt. Wer dort Erfolg hat, ist in Asien insgesamt sehr gut aufgestellt. BMW war der erste deutsche Hersteller, der dort eine eigene Tochtergesellschaft gegründet hat.“


Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Weil wir in Fuji noch nie gefahren sind, verlassen wir uns bei der Rennvorbereitung ganz auf die Computer-Simulation. Diese basiert auf Software-Programmen, die vollumfänglich von unseren Spezialisten im Team entwickelt wurden. Dabei geht es vor allem um die Festlegung des Abtriebsniveaus, der mechanischen Abstimmung, der Bremsspezifikation und Getriebeübersetzung. Die Erfahrung zeigt, dass wir bei der Simulation einen hohen Stand erreicht haben. Wir können also davon ausgehen, bereits am Freitagmorgen über ein gutes Basis-Set-up zu verfügen, sodass wir uns im freien Training auf die Feinabstimmung sowie die Reifenwahl für das Qualifying und das Rennen konzentrieren können.“



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Fuji Speedway/30. September 2007

Startzeit (lokal/UTC) 13:30 Uhr/04:30 Uhr (06:30 Uhr in Deutschland)

Runde/Renndistanz 4,563 km/305,416 km (67 Runden)

Sieger 2006 -


Poleposition 2006 -


Schnellste Runde 2006 -



Daten (Simulation):

Volllastanteil: ca. 72 %

Topspeed: 320 - 330 km/h

Längste Volllastpassage: ca. 18 sec / 1.350 m

Rechts-/Linkskurven: 10/6

Gangwechsel pro Runde: 37

Bremsverschleiß: niedrig

Abtriebslevel: mittel


Durch den Ausschluss des Teams Vodafone McLaren Mercedes aus der Konstrukteurs-WM ist das BMW Sauber F1 Team nach 14 von 17 WM-Läufen mit 90 Punkten auf Rang zwei hochgestuft worden.

Historie und Hintergrund:
Namensgeber des Speedway ist der Fujiyama bzw. Fuji-san, wie er heute meist genannt wird. Sowohl yama als auch san können Berg bedeuten, je nachdem, ob man sich in der Kunyomi- oder der Onyomi-Aussprache artikuliert.

Der Schichtvulkan ist mit 3.776 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Japans. Das Alter seines Gesteins wird auf 100.000 Jahre beziffert. Der Fuji ist nicht nur schön, er ist auch aktiv. Sein Ausbruchsrisiko wird allerdings als gering eingestuft. Die letzte Eruption wurde 1707 verzeichnet.

Der Berg liegt in den japanischen Alpen auf der Hauptinsel Honshu, der Gipfel liegt auf der Grenze zwischen den Präfekturen Yamanashi und Shizuoka. Geologisch betrachtet liegt der Fuji in der Berührungszone der eurasischen, der pazifischen und Philippinenplatte. Aufgrund seiner sanft ansteigenden Form ist der Vulkan relativ leicht zu besteigen. Als Erster tat dies 663 ein japanischer Mönch. Heute tummeln sich im Sommer, wenn drei Bergrouten freigegeben sind, täglich bis zu 3000 Touristen auf dem Gipfel.

Die Rennstrecke von Fuji wurde 1966 eröffnet. 2005 wurde die Anlage komplett umgebaut, um den von der FIA definierten Formel-1-Ansprüchen zu genügen. Seit 2000 ist Toyota Hauptinvestor der Fuji Speedway Corporation. Die extrem limitierten Zufahrtswege zur Rennstrecke waren im Vorfeld Anlass für Diskussionen, vor Ort werden sie vermutlich für Staus sorgen.

Sieger der einzigen beiden bisher in Fuji ausgetragenen Formel-1-Rennen wurden 1976 Mario Andretti und 1977 James Hunt. Die Strecke war damals um 200 Meter kürzer.

Der Grand Prix von 1976 ging in die Geschichtsbücher ein: Das Rennen war das Saisonfinale und wurde bei heftigem Regen gestartet. Titelverteidiger Niki Lauda stellte seinen Ferrari wegen des Aquaplanings nach zwei Runden an der Box ab und gab auf. James Hunt wurde mit einem WM-Punkt Vorsprung Weltmeister.
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Alt 28.09.2007, 15:26     #59
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Japan - Training, Freitag - 28.09.07

Wetter: trocken und sonnig, 25-26°C Luft, 41-47°C Asphalt.


Fuji (JPN). Das malerische Umland der japanischen Alpen und die Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji begeistern die Formel 1 bei ihrer Rückkehr nach 30 Jahren. Weniger spektakulär verliefen die ersten beiden freien Trainings für das BMW Sauber F1 Team: Robert Kubica belegte die Plätze sechs und zehn, Nick Heidfeld wurde 13. und 15.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
1. Training: 6., 1.20,297 min / 2. Training: 10., 1.20,069 min
"Fuji ist eine schöne Rennstrecke. Ich genieße es, hier zu fahren, obwohl die blinden Kurven auch ihre Tücken haben. Bei vier oder fünf Kurven kann man den Scheitelpunkt nicht einsehen. Außerdem muss man hier häufig bremsen und beschleunigen. Heute Nachmittag sind wir einige Longruns gefahren. Jetzt müssen wir noch ein paar Dinge an der Abstimmung gerade rücken, und dann sind wir aufgestellt."

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7
1. Training: 13., 1.20,728 min / 2. Training: 15., 1.20,462 min
"Die Strecke macht Spaß, sie ist viel schöner, breiter und flüssiger, als ich mir anhand der Skizzen vorgestellt habe. Es gibt viele Steigungen und Gefälle und einige Kurven, bei denen man den Scheitelpunkt nicht sehen kann, zumal wir ja extrem tief in den Autos sitzen. In der ersten Session hat mir das Set-up noch überhaupt nicht gefallen, das Heck war sehr nervös. Im zweiten Training war es zwar besser, aber die Balance war noch immer nicht gut. Wegen eines Problems mit dem siebten Gang musste ich eine Viertelstunde früher aufhören als geplant."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
"Es ist anspruchsvoll, auf eine Rennstrecke zu kommen, die man nur aus der Simulation kennt. Wir haben die Abstimmung, mit der wir begonnen haben, noch geringfügig angepasst. Wir haben uns heute auf die Rennabstimmung konzentriert. Unsere Trockenübungen zuhause waren erfolgreich: Die erzielte Rundenzeit und der Topspeed wichen nur um ca. ein Prozent von den vorausberechneten Werten ab."
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Großer Preis von Japan - Qualifikation, Samstag - 29.09.07


Wetter: feuchte Strecke und Nebel, 14°C Luft, 20°C Asphalt.

Fuji (JPN). Auf einem nassen Fuji Speedway verlief das Qualifying zum Großen Preis von Japan durchwachsen für die BMW Sauber F1 Team. Aufgrund der Bedingungen fuhren beide Piloten zunächst mit den Extremwetter-Reifen von Bridgestone, wechselten aber noch während der ersten Viertelstunde auf Regenreifen. Nick Heidfeld wurde schließlich Fünfter, Robert Kubica wurde Zehnter. Am Vormittag war das dritte freie Training ausgefallen. Die Sichtverhältnisse waren zu schlecht für einen eventuellen Start des Rettungshubschraubers. In einer kurzen Phase der Aufhellung hatten die Fahrer lediglich Installationsrunden absolviert.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7
Qualifying 5., 1.26,505 min (3. Training: keine Rundenzeit)
„Ich bin sehr zufrieden mit Platz fünf, obwohl ich anfangs ein bisschen Hoffnung hatte, im Regen vielleicht einen Ferrari bezwingen zu können, aber das hat nicht geklappt. Das Qualifying war nicht einfach, aber insgesamt sind die Gripverhältnisse der Strecke bei Nässe recht gut. Auf den letzten Runden habe ich keine Verbesserung mehr erzielt. Der letzte Satz neuer Reifen baute einfach zu schnell ab. Die Wettervorhersage variiert momentan. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich mir ein Rennen auf nasser Bahn wünschen."

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
Qualifying 10., 1.27,225 min (3. Training: keine Rundenzeit)
„Für mich lief das Qualifying absolut nicht gut. Uns hat es an Erfahrung auf nasser Strecke gefehlt. Meine Reifen haben gekörnt, und unser Timing im letzten Qualifyingabschnitt hat nicht gestimmt. Jetzt müssen wir sehen, wie das Wetter morgen wird. Mit der Erfahrung von heute wären mir trockene Bedingungen lieber."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Die Verhältnisse waren heute sehr ungewöhnlich. Dennoch ergibt sich auf den ersten fünf Positionen das gewohnte Bild. Bei Robert hat es im letzten Qualifyingabschnitt nicht optimal gepasst. Nick war in allen drei Qualifying-Sitzungen souverän unterwegs. Die Wettervorhersagen für morgen sind nicht eindeutig. Wir müssen uns sowohl auf ein Regenrennen als auch auf eine abtrocknende Piste im Laufe des Tages einstellen. Ich gehe davon aus, dass wir unterschiedliche Rennstrategien und damit ein spannendes Rennen sehen werden."

Willy Rampf (Technischer Direktor): „Es war ein ungewöhnlicher Samstag. Nachdem wir am Freitag nur an der Trockenabstimmung hatten arbeiten können, gab es heute im dritten freien Training keine Möglichkeit, sich mit dem Set-up für nasse Bedingungen zu befassen. Dennoch haben wir erneut beide Fahrzeuge in den dritten Durchgang des Qualifyings gebracht. Dass bei diesen Bedingungen leicht mal nicht alles optimal läuft, sieht man bei Robert. Nick indes hat eine gute Ausgangsposition. Aufgrund der zu erwartenden Wetterlage für Sonntag dürfen wir mit einem spannenden Rennen rechnen."
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