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Alt 22.07.2007, 19:24     #41
Hermann   Hermann ist offline
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Großer Preis von Europa - Rennen, Sonntag - 22.07.07

Wetter: trocken, nass, trocken, nass, trocken, 15-20°C Luft, 15-29°C Asphalt

Nürburg (DEU). Nach einem extrem ereignisreichen Großen Preis von Europa kamen die BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica auf den Positionen sechs und sieben ins Ziel. Die beiden waren unmittelbar nach dem Start miteinander kollidiert, wurden dadurch ans Ende des Feldes zurückgeworfen und holten anschließend bis zu den Punkterängen auf.

Nick Heidfeld: 6.
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.34,354 min in Rd. 49 (siebtschnellste insgesamt)

„Mein Start war nicht so gut wie sonst. In der ersten Kurve hat mich Robert leider in den Dreck geschickt und in der zweiten Kurve wieder. Dabei sind wir unglücklicherweise zusammengerappelt, und danach war mein Auto kaputt. Es war Glück im Unglück, dass das Rennen abgebrochen wurde und wir das Auto reparieren konnten. Das hat das Team sehr gut hinbekommen. Später hing ich eigentlich die ganze Zeit hinter Robert fest. Am Schluss hat er einen Fehler gemacht, und ich konnte endlich vorbei. Der Unfall mit Ralf Schumacher war unglücklich. Er war schlecht aus der Schikane herausgekommen und hatte mir die Tür erst offen gelassen, dann aber doch reingezogen, als er mich gesehen hat. Ich war aber auf dem nassen Teil der Strecke und konnte die Kollision leider nicht mehr vermeiden."


Robert Kubica: 7.
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.34,451 min in Rd. 49 (neuntschnellste insgesamt)

„Ich hatte einen sehr guten Start, aber in der zweiten Kurve ist Nick anscheinend etwas zu schnell angekommen. Er hat mein Auto getroffen, ich habe mich gedreht und war Letzter. Dann begann es zu regnen. Ich habe das Team gefragt, ob ich zur Box kommen soll. Da ich keine Antwort hörte, bin ich weitergefahren, was falsch war. Das Rennen hat bei den wechselnden Bedingungen Spaß gemacht, aber ich hatte große Probleme beim Bremsen. Jedes Mal tanzte das Heck, und mit den Regenreifen konnte ich praktisch gar nicht verzögern. Als Nick mich in der letzten Runde überholt hat, hatte ich keine Chance, weil ich vor der Schikane kaum bremsen konnte. Ich wollte die Schikane auch nicht abkürzen, aber vielleicht hätte ich das tun sollen, weil ich so fast stehen bleiben musste. Das Rennen war eine Herausforderung. Nicht nur die Autos mussten schnell sein, sondern auch die Reaktionen des Teams, welche Reifen wann die besten sind. Unser Ergebnis hätte besser sein können, aber das müssen wir jetzt analysieren."

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Es war ein turbulentes Rennen mit zwei Regenphasen und entsprechend vielen und hektischen Boxenstopps, insgesamt waren es bei uns zehn. Unsere Boxenmannschaft hat sehr gut gearbeitet und ist mit dieser Situation einwandfrei fertig geworden. Unsere Plätze sechs und sieben resultieren daher nicht aus den Witterungsbedingungen, sondern aus der Kollision unserer beiden Fahrer in der ersten Runde. Das hat uns am Ende einen Podiumplatz gekostet."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Nach der starken Vorstellung im Training sind wir über dieses Resultat natürlich enttäuscht. Für uns begann das Rennen schon chaotisch, als sich Robert und Nick in der zweiten Kurve berührten. Beide Autos waren danach beschädigt. An Nicks Fahrzeug mussten wir während der Rennunterbrechung die Spurstange wechseln, bei Robert war die Endscheibe des Heckflügels lädiert. Nach dem Neustart hingen beide Piloten hinter David Coulthard fest. Sie hätten zwar schneller fahren können, doch zum Überholen reichte es nicht. Dass wir trotz all dieser Probleme den Punkteabstand auf Renault vergrößern konnten, ist ein kleiner Trost."


Test in Jerez mit Robert Kubica: Das Team wird Montag entscheiden, ob am 24. und 25. Juli oder am 25. und 26. Juli getestet wird.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein

Geändert von Martin (23.07.2007 um 07:41 Uhr)
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Alt 27.07.2007, 19:07     #42
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Ungarn - Vorschau

3.-5. August 2007 11. von 17 WM-Läufen

München/Hinwil, 27. Juli 2007. Das zurückliegende turbulente Rennen auf dem Nürburgring hat Erinnerungen an den Großen Preis von Ungarn 2006 auf nasser Strecke geweckt, und Budapest ist die nächste Station der Formel 1. Am 5. August wird auf dem engen und kurvigen Hungaroring der 11. von 17. WM-Läufen ausgetragen.

In seinen technischen Anforderungen an das Fahrzeug ist die winklige Bahn noch am ehesten mit dem Parcours von Monaco zu vergleichen. Der Lauf in Budapest hat sich in der Vergangenheit als Hitzeschlacht einen Namen gemacht, doch im vergangenen Jahr präsentierte sich die Stadt kühl und regnerisch. Während man sich in Deutschland und in der Schweiz fragt, ob es denn 2007 noch Sommerwetter geben wird, konnte sich das Testteam mit Robert Kubica bei hochsommerlichen Temperaturen in Jerez auch auf diese Bedingungen einstellen.


Nick Heidfeld:
„Im vergangenen Jahr bin ich in Budapest Dritter geworden - es war der erste Podiumsplatz für unser Team. Das Rennen war chaotisch. Normalerweise ist es in Budapest im August immer sehr heiß, aber im Vorjahr hat es geregnet. Zu Beginn des Rennens war die Strecke nass, und es war das ganze Wochenende über kühl.

Ich habe viele gute Erinnerungen an den Hungaroring, dort habe ich auch 1999 vorzeitig meinen Formel-3000-Titel gewonnen und gefeiert. Die Stadt ist wunderschön, ich mag die alten Gebäude, die Donau-Brücken und die ganze Atmosphäre. Im Sommer ist immer viel los, man kann gut ausgehen.

Die Strecke selbst ist kurz, kurvig und meistens zu Beginn des Wochenendes sehr staubig. Die Rennen dort sind oft recht anstrengend, weil es keine langen Geraden gibt, auf denen man sich ein bisschen erholen kann. Aber ich fahre sehr gern dort und hoffe, dass wir dort wieder so stark sind wie 2006."


Robert Kubica:
„Für mich ist es schön, wieder nach Ungarn zu fahren, weil ich dort im vergangenen Jahr mein Renndebüt hatte. Gefühlsmäßig ist damit meine erste Formel-1-Saison komplett. Ich freue mich wirklich auf dieses Rennen, besonders, weil es meinem Heimatland nah ist und wahrscheinlich viele Leute von dort kommen werden. Im vergangenen Jahr bin ich in die Punkte gefahren, wurde aber später disqualifiziert.

Ich mag die Strecke. Sie ist speziell, weil man fast die ganze Zeit mit Lenkeinschlag fährt und nie eine Pause hat, die Geraden sind sehr kurz. Ich denke, es ist ein schwieriger Kurs. Aber wir waren in Monaco sehr gut, und deshalb hoffe ich, dass wir in Ungarn mindestens so gut, wenn nicht sogar besser sein werden. Wenn es heiß wird, dann war der Test in Jerez sicher ein gutes Training. Ich bin dort beide Tage gefahren und fühle mich gut vorbereitet, ich mache mir keine Sorgen. Hitze macht einem das Leben natürlich schwerer, vor allem hinsichtlich Reifeneinsatz und - verschleiß. Aber da gilt es abzuwarten. Im vergangenen Jahr haben wir für extrem hohe Temperaturen getestet, und dann hatten wir weniger als 20 Grad und Regen. Alles kann passieren."

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Wie zuletzt auf dem Nürburgring hat auch beim Großen Preis von Ungarn 2006 das Wetter für einen extrem spannenden Rennverlauf und viele Zwischenfälle gesorgt. Das Schmuddelwetter im Hochsommer in Budapest war ungewohnt, aber wir haben diesen Grand Prix trotzdem in wärmster Erinnerung behalten: Dort holte Nick den ersten Podiumsplatz für unser neues Team, und Robert gab sein beeindruckendes Renndebüt in der Formel 1.

Der winklige Hungaroring liegt bezüglich des Volllastanteils im unteren Bereich. Bei hohen Außentemperaturen hatten wir dort allerdings schon oft extreme thermische Bedingungen für die Motoren, weil sich die Hitze in den Senken staut und lange Geraden zur Kühlung fehlen. Unsere beiden Fahrzeuge werden turnusgemäß mit frischen BMW P86/7-Motoren ausgestattet.

BMW Ungarn ist eine junge und agile Tochter der BMW Group. Sie wurde erst im Mai 2004 gegründet. In den ersten beiden Jahren sind die Absatzzahlen um insgesamt 86 Prozent gestiegen."


Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Nach Monaco ist der Hungaroring die Strecke mit der niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeit. Eine Kurve folgt auf die andere, und die Start- und Zielgerade ist recht kurz. Folglich fährt man maximalen Abtrieb. Überholmöglichkeiten gibt es kaum, entsprechend wichtig ist eine gute Startposition. Die Piste ist jeden Tag aufs Neue sehr sandig und der Grip-Level niedrig, deshalb kommt einer guten Traktion besondere Bedeutung zu.

Die Streckencharakteristik in Verbindung mit den oft hohen Luft- und Asphalt- Temperaturen erfordern maximale Kühlung. Darauf haben wir uns durch die Entwicklung einer besonders effizienten Kühlung für dieses Rennen eingestellt.

Bei der Abstimmung des Autos konzentriert man sich vor allem auf den Mittelsektor, der aus vielfältigen Kurvenkombinationen besteht, in denen eine ausgewogene Fahrzeugbalance entscheidend ist. Nachdem der BMW Sauber F1.07 auf den vergangenen drei High-Downforce-Strecken schnell war, erwarte ich, dass wir auch in Ungarn sehr wettbewerbsfähig sein werden."

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Hungaroring/5. August 2007

Startzeit (lokal/UTC) - 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz - 4,381 km/306,663 km (70 Runden)

Sieger 2006 - Jenson Button, Lucky Strike Honda Racing F1 Team, 1:52.20,941 Stunden

Poleposition 2006 - Kimi Räikkönen, Team McLaren Mercedes, 1.19,599 Minuten

Schnellste Runde 2006 - Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.23,516 Minuten

Bestehender Rundenrekord - Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.19,071 Min (2004)

Daten 2006 (Rennen):

Volllastanteil: 62 %

Topspeed: 295 km/h

Längste Volllastpassage: 11 sec / 770 m

Rechts-/Linkskurven: 8/6

Gangwechsel pro Runde: 52

Reifenverschleiß: mittel bis niedrig

Bremsverschleiß: mittel

Abtriebslevel: hoch

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach neun von 17 WM-Läufen mit 61 Punkten Rang drei der Konstrukteurswertung.

Historie und Hintergrund:

2007 wird der 22. Große Preis von Ungarn ausgetragen. Seit der Formel-1-Premiere im Jahr 1986 wurde die Strecke wiederholt umgebaut, zuletzt für den GP 2003. Damals verlängerte sich der Kurs von 3,975 Kilometer auf 4,381 Kilometer. Die heutige Variante ist der längste Hungaroring, den es je gab. Selbst die erste Streckenführung (1986 bis 1988) maß nur 4,014 Kilometer. Der Hungaroring liegt etwa 20 Fahrminuten nordöstlich der Innenstadt.

In der ungarischen Hauptstadt Budapest leben derzeit 1,61 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl ist rückläufig, 1990 wurden über zwei Millionen Einwohner gezählt. Vor allem die Donau als Handelsstraße, aber auch zahlreiche heiße Quellen haben zum Aufstieg der Stadt beigetragen. Budapest ist die größte Stadt Ungarns und wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum des Landes.

1873 wurden die bis dahin eigenständigen Städte Buda, Pest und Óbuda vereinigt. Die Kettenbrücke (Bauzeit 1839-49) zwischen dem hügeligen, westlichen Buda und dem flachen, östlichen Pest ist ebenso ein Wahrzeichen der Stadt wie das barocke Königsschloss, das auf der Buda-Seite über der Stadt thront. Das enge Burgviertel und die Uferzone wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Städtebaulich großzügiger präsentieren sich klassizistische Prachtbauten, Grünanlagen und Boulevards auf der Seite der Pest-Ebene. 1896 wurde in Budapest die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland fertig gestellt.
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Viele Grüße Hermann

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Geändert von Martin (04.08.2007 um 10:16 Uhr)
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Alt 03.08.2007, 20:52     #43
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Großer Preis von Ungarn - Training, Freitag – 03.08.07

Wetter: Überwiegend trocken und sonnig, 20 Minuten vor Ende der zweiten Session leichter Regen, 26-31°C Luft, 36-46°C Asphalt.

Budapest (HUN). Guter Start ins Wochenende für das BMW Sauber F1 Team: Beide 90-Minuten-Trainings auf dem winkligen Hungaroring bei Budapest verliefen störungsfrei. Vormittags fuhr Robert Kubica die Bestzeit, Nick Heidfeld war Sechster. Am Nachmittag trübte sich der Himmel erwartungsgemäß ein, es fielen sogar ein paar Regentropfen. Nachmittags war Heidfeld als Fünfter der Schnellere, Kubica belegte Platz zehn.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
1. Training: 6., 1.22,891 min / 2. Training: 5., 1.21,517 min

„Für uns liefen die Trainings insgesamt gut. Wir hatten keine technischen Probleme und konnten alles erledigen. Es ist allerdings sehr schwierig, hier die Reifen optimal zum Funktionieren zu bringen. Das so genannte Graining, das Körnen der Reifen, ist ein echtes Problem. Aber, so weit ich das beurteilen kann, geht das anderen Fahrern genauso. Ich denke, die Kräfteverhältnisse der vorderen Teams sind hier unverändert. Unser diesjähriges Auto ist auf High-Downforce-Strecken wie Monaco oder Budapest offensichtlich besser als der F1.06 im vergangenen Jahr.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
1. Training: 1., 1.22,390 min / 2. Training: 10., 1.21,906 min

„Der Tag lief ziemlich gut. Wir sind viele Runden gefahren, um die Reifen zu beobachten. Hier in Ungarn verwenden wir die weichste Reifenmischung der Saison, genau wie in Monaco. Darum haben wir in erster Linie Longruns trainiert, um zu sehen, wie sich die Reifen über die Distanz verhalten. So weit, so gut. Wir haben jetzt eine Menge Daten, die wir für morgen analysieren werden. Die Streckenbedingungen waren nicht optimal heute. Neben der Ideallinie ist es ziemlich schmutzig. Aber diese Situation gilt für alle.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir haben unser Programm ohne Probleme abgespult, lediglich der kurze Regenschauer am Nachmittag hat diesen Ablauf ein wenig gestört. Dennoch haben wir genügend Daten gesammelt, die wir nun auswerten werden. Wir haben heute die Konzentration auf die Rennvorbereitung gelegt. Die Entscheidung bezüglich der Reifenwahl erfordert die Auswertung weiterer Daten. Es bleibt eine geringe Regenwahrscheinlichkeit für Samstag und Sonntag bestehen, darauf müssen wir uns einstellen.“
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Geändert von Martin (04.08.2007 um 10:18 Uhr)
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Alt 04.08.2007, 19:17     #44
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Großer Preis von Ungarn - Qualifikation, Samstag - 04.08.07

Wetter: trocken, bewölkt, 24-27°C Luft, 31-41°C Asphalt.

Budapest (HUN). Zum dritten Mal in dieser Saison hat Nick Heidfeld für das BMW Sauber F1 Team Startplatz drei erobert. Teamkollege Robert Kubica startet am Sonntag in Budapest von Position sieben zum Großen Preis von Ungarn.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Qualifying: 3., 1.20,259 min (3. Training: 4., 1.20,565 min)

„Ich freue mich über diesen dritten Platz. Ganz besonders deshalb, weil das Wochenende bisher nicht einfach war. Die Reifenwahl war sehr schwierig, das ging anscheinend einigen hier so. Gestern sah es eigentlich ganz gut aus, aber heute in Q2 waren wir nicht vorn, ich war nur Sechster. Das hing offenbar mit den weicheren Reifen zusammen. Deshalb haben wir uns für die letzte schnelle Runde in Q3 kurzfristig für die härtere Mischung entschieden. Ich denke, damit sollte auch das Rennen kein Problem sein. Ich möchte mich beim Team für die super Arbeit heute bedanken. Startplatz drei bedeutet die Chance auf den nächsten Podiumsplatz, und das will ich versuchen. Grundsätzlich sehe ich uns als dritte Kraft, aber Ferrari scheint hier nicht ganz so stark zu sein wie sonst, und Felipe Massa startet von weit hinten."


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Qualifying: 7., 1.20,876 min (3. Training: 12., 1.21,652 min)

„Der Tag verlief nicht sehr gut. Das Auto beschleunigt nicht so, wie es sollte. Wir verlieren zu viel Zeit bei jedem Hochschaltvorgang. Wir müssen jetzt die Daten analysieren. Dann sehen wir, ob wir für morgen noch etwas tun können. Es wird schwierig, weil das Fahrzeug jetzt im Parc Fermé steht. Startplatz sieben ist unter diesen Bedingungen das Maximum."

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das war ein Qualifying unter schwierigen Verhältnissen. Die beiden Faktoren, die einfach nicht konstant waren, waren der starke und böige Wind und die wechselnde Reifenperformance. Das ging so weit, dass wir im dritten Qualifying erstmals auf die harten Reifen gesetzt haben, von denen wir uns mehr Stabilität versprachen. Der dritte Startplatz von Nick ist unter diesen Bedingungen natürlich ein tolles Ergebnis. Auch der siebte Platz von Robert ist ordentlich. Leider hat ein Software-Problem eine bessere Platzierung verhindert."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir sind zufrieden. Die Startpositionen sind viel versprechend für das Rennen. Der dritte Platz von Nick war das, was wir uns hier insgeheim erhofft hatten. Robert steht etwas weiter hinten als erwartet. Bei ihm gab es ein technisches Problem. Das war heute ein sehr spannendes Qualifying mit vielen Positionsverschiebungen. Es war auch ein Reifenpoker. Denn die Entscheidung, ob harte oder weiche Reifen gewählt werden, fiel kurzfristig während der jeweiligen Durchgänge im Qualifying."
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Geändert von Martin (05.08.2007 um 20:24 Uhr)
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Alt 05.08.2007, 17:22     #45
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Großer Preis von Ungarn - Rennen, Sonntag - 05.08.07

Wetter: sonnig und trocken, 27-29°C Luft, 35-41°C Asphalt.

Budapest (HUN). Nick Heidfeld holte im Strategie-Krimi beim Großen Preis von Ungarn den insgesamt vierten Podestplatz für das BMW Sauber F1 Team. Es ist der zweite in der laufenden Saison, im Juni war er in Kanada Zweiter geworden. Robert Kubica verbesserte sich von Startplatz sieben auf Rang fünf. Gemeinsam holten die beiden zehn WM-Punkte - das ist Rekord für das junge Team.

Nick Heidfeld:
3. BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.20,582 min in Rd. 16 (fünftschnellste insgesamt)

„Das war ein super Rennen für mich. Ich war 2007 zum zweiten Mal auf dem Podium, und Podestplätze hatten wir uns für dieses Jahr vorgenommen. Ich hatte einen schlechten Start auf der schmutzigen Fahrbahn und habe so einen Platz an Kimi Räikkönen verloren, aber Lewis Hamilton und er waren heute sowieso deutlich schneller als ich, da hätte ich auch mit einem besseren Start nicht viel ausrichten können. Mit dem zweiten und dritten Satz Reifen hatte ich etwas Probleme, und es war auch nicht leicht, gegen einen ‚Geist' zu fahren. Ich wusste natürlich, dass ich gegen Fernando Alonso kämpfe, aber er war aufgrund der unterschiedlichen Strategien für mich ja nicht zu sehen. Uns war früh am Wochenende klar, dass wir auf drei Stopps setzen, weil die weicheren Reifen Schwierigkeiten machten, ich bin diese Mischung nur am Schluss gefahren, als mein Auto recht leicht war und die Strecke viel Gummiabrieb hatte. Fernando war eigentlich überall schneller als ich und hat mich entsprechend unter Druck gesetzt, aber er hatte eben auch keine echte Chance, weil hier Überholen sehr schwierig ist."

Robert Kubica:
5. BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.20,419 min in Rd. 40 (viertschnellste insgesamt)

„Ich war zufrieden mit meinem Tempo im Rennen. Mein Auto hat heute prima funktioniert, und das Rennen war auch insgesamt ziemlich gut. Ich musste mit angefahrenen Reifen starten, deshalb waren die ersten Runden schwierig für mich. Aber nach dem ersten Stopp konnte ich schneller fahren und letztlich den Abstand zu Nick bis auf drei Sekunden verkürzen. Ohne die Probleme von gestern hätte ich noch besser abschneiden können. Das Ergebnis von Nick ist sehr gut für uns."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das ist nicht nur ein tolles Ergebnis, sondern zugleich das beste Resultat seit Bestehen unseres Teams. Nick als Dritter auf dem Podium, Robert als Fünfter knapp dahinter - das sind zehn ganz wichtige Punkte. So viele haben wir bislang noch nie in einem Rennen holen können. Das ist phantastisch. Bei uns hat heute alles gepasst. Die Rennstrategie war offensiv ausgerichtet. Die Boxenstopps haben perfekt funktioniert, das war ganz wichtig. Ein großes Kompliment an die Mannschaft hier an der Strecke, aber auch an die Mitarbeiter in München und Hinwil. Wir haben als Dritter in der Konstrukteurswertung nun ein ordentliches Polster und gehen gestärkt und hoch motiviert in die kurze Sommerpause."

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Dieses Rennen war ein wunderschönes Schachspiel, in dem man herrlich planen konnte, wo man die Figuren wann hinsetzt. Das war strategisch extrem reizvoll und hat bei uns mit der Drei- Stopp-Strategie auch dank einer hervorragenden Boxenmannschaft funktioniert. Deren Performance war notwendiger Bestandteil in diesem Schachspiel, vor allem die jeweils dritten Stopps mit den schnellen Radwechseln waren wichtig. Unsere beiden Fahrer waren auch hervorragend. Sie waren schnell und konstant, sie haben das Maximale erreicht."
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Geändert von Martin (05.08.2007 um 20:26 Uhr)
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Alt 16.08.2007, 11:55     #46
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Großer Preis der Türkei 24.-26. August 2007

12. von 17 WM-Läufen

Vorschau

München/Hinwil, 17. August 2007. Nach einer kurzen Renn- und Testpause startet die Formel 1 am 26. August in Istanbul zum Saison-Endspurt. Die anspruchsvolle Strecke auf der asiatischen Seite der Metropole gehört seit 2005 zum Formel-1-Kalender und bedeutet für die Formel-1-Trucks die weiteste Anreise der Saison.


Nick Heidfeld: „Im vergangenen Jahr hatte ich im Rahmen eines Termins für unseren Partner Intel erstmals Gelegenheit, mir ein bisschen mehr von der Stadt anzusehen. Istanbul und die Lage am Bosporus sind faszinierend. Staus und Straßenverkehr sind allerdings chaotisch. Ich werde wieder ein BMW Motorrad benutzen, um in kalkulierbarer Zeit von der Innenstadt zur Rennstrecke zu fahren. Das Rennen 2006 war unerfreulich. Startplatz sechs war gut, aber ich wurde in der ersten Kurve von Giancarlo Fisichella getroffen und konnte später nur noch ein kaputtes Auto ins Ziel retten. Auf der Strecke gibt es Überholmöglichkeiten, das ist sehr gut. Die Gerade ist ausgesprochen lang, es gibt langsame und schnelle Kurven. Die Kurve 8 gefällt mir besonders gut. Sie ist sehr schnell und schwierig.“



Robert Kubica:
„Eine erstaunliche Rennstrecke – die Kurve acht hat schnell Berühmtheit erlangt. Die meisten Fahrer finden diese Kurve sehr anspruchsvoll. Sie ist sehr lang und besteht tatsächlich aus vier verschiedenen Kurven. Sobald man seine Linie gefunden hat, macht sie richtig Spaß. Die Strecke kann auch tückisch sein, weil das Auto manchmal aufsetzt, du die Traktion verlierst und das Auto instabil wird. 2006 waren wir dort nicht sehr schnell. Ich hoffe, 2007 sieht es besser aus.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Die kurze Sommerpause hat unserem Renn- und Testteam gut getan. Vor allem die Mechaniker und Ingenieure waren froh, nach den Kräfte zehrenden Wochen und Monaten zumindest ein paar Tage ausspannen zu können. Aber natürlich wurde in München und Hinwil auch nach dem Rennen in Ungarn auf Hochtouren weiter gearbeitet. Denn wir haben uns als dritte Kraft in der Konstrukteurswertung etabliert und uns ein ordentliches Punktepolster auf den besten Verfolger zugelegt – und diesen dritten Platz wollen wir bis zum Ende der Saison nicht mehr hergeben. Der GP der Türkei ist eine Bereicherung im Formel-1-Kalender. Auf der asiatischen Seite Istanbuls wurde eine hervorragende Anlage mit einer sehr gelungenen Streckenführung geschaffen. Die Stadt selbst bietet gerade für die Partner der Teams sehr gute Veranstaltungsmöglichkeiten. Auch logistisch ist dieses Rennen etwas Besonderes: Es ist der am weitesten von Zentral-Europa entfernte GP, zu dem die Teams mit den Trucks und Motorhomes reisen. Die Pause vor dieser Anreise entzerrt die Situation.“


Willy Rampf, Technischer Direktor: „Der Istanbul Park bietet alles, was eine interessante Strecke ausmacht. Er weist langsame Passagen auf, wo gute Traktion gefragt ist, aber es gibt beispielsweise auch die berüchtigte Kurve 8, die aus vier Abschnitten besteht, jedoch in einem Zug mit rund 250 km/h gefahren wird. Weil es lange, zum Teil ansteigende Geraden hat, wird auf dieser Piste mit einem mittleren Abtriebslevel gefahren. Hohe aerodynamische Effizienz ist der Schlüssel zu einer schnellen Rundenzeit. Aufgrund der verschiedenen Kurvenkombinationen ist der Istanbul Park eine fahrerisch anspruchsvolle Strecke, die ein präzises Handling verlangt. Wir waren bei den letzten Rennen sehr stark unterwegs und haben den F1.07 weiter verbessert, sodass ich mit einer guten Vorstellung unseres Teams rechne.“



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Istanbul Park Circuit/26. August 2007

Startzeit (lokal/UTC) 15:00 Uhr/14:00 Uhr

Runde/Renndistanz 5,338 km/309,356 km (58 Runden)

Sieger 2006 Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro1:28.51,082 Stunden

Poleposition 2006 Felipe Massa, Scuderia Ferrari Marlboro1.26,907 Minuten

Schnellste Runde 2006 Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro1.28,005 Minuten

BestehenderRundenrekord Juan Pablo Montoya, West McLaren Mercedes,1.24,770 Min (2005)


Daten 2006 (Rennen):

Volllastanteil: 63 %

Topspeed: 305 km/h

Längste Volllastpassage: 17 sec / 1200 m

Rechts-/Linkskurven: 6/8

Gangwechsel pro Runde: 38

Reifenverschleiß: mittel

Bremsverschleiß: niedrig

Abtriebslevel: mittel

Historie und Hintergrund:
Istanbul umschließt den südlichen Bosporus und wird von ihm in ein westlich-europäisches und ein östlich-asiatisches Gebiet geteilt. Das Goldene Horn, eine nach Westen verlaufende Bosporusbucht, trennt den europäischen Teil in eine südlich, zwischen Marmarameer und Goldenem Horn liegende Halbinsel mit dem historischen Istanbul und die an das historische Galata anschließenden nördlichen Stadtteile.

Die Stadtgrenzen umfassen eine Fläche von1.538,77 Quadratkilometern. Die Metropolregion Istanbul hat eine Fläche von 5.220 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl Istanbuls stieg von 680.000 im Jahr 1927 auf 1,3 Millionen 1955. Im Jahr 1975 lebten in der Stadt 2,5 Millionen Menschen. Bis heute hat sich die Bevölkerungszahl auf rund zehn Millionen Bewohner vervierfacht. Rund ein Drittel davon lebt auf der asiatischen Seite.

Der vom Aachener Architekten Herman Tilke entworfene Kurs ist eine Berg- und Talbahn mit sechs Rechts- und acht Linkskurven. Es wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die Start- und Zielgerade ist 655,5 Meter lang. Die Anlage in Tuzla Tepeören auf der asiatischen Seite der Metropole am Bosporus bietet 130.000 Zuschauern Platz.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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Großer Preis der Türkei - Training, Freitag – 24.08.07

Wetter: trocken, sonnig und heiß, 34-35°C Luft, 49-53°C Asphalt.

Istanbul (TUR). Trotz drückender Hitze auf der anspruchsvollen Berg- und Talbahn der Rennstrecke Istanbul Park verliefen die ersten beiden Trainings für das BMW Sauber F1 Team komplikationslos. Weil sich eine Drainage-Abdeckung an der Rennstrecke gelöst hatte, wurde das zweite Training wegen Reparaturarbeiten um 28 Minuten verkürzt. Das Team konnte sein geplantes Programm dennoch weitgehend erledigen. Kubica belegte in den beiden freien Trainings die Plätze elf und zehn, Heidfeld die Positionen neun und 13.


Robert Kubica: BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
1. Training: 11., 1.29,710 min / 2. Training: 10., 1.29,368 min
„Heute Morgen war die Strecke wirklich glatt. Unter diesen schwierigen Bedingungen sind einige Fahrer von der Bahn gerutscht. Am Nachmittag waren die Bedingungen besser. Wir haben uns hauptsächlich auf Long-Runs und den Reifenvergleich konzentriert und gut gearbeitet. Leider war das Training ziemlich lange unterbrochen, deshalb blieben ein paar Abstimmungsarbeiten unerledigt, aber dafür bleibt uns am Samstag noch Zeit. Ich wäre gerne ein Mal mehr rausgefahren, aber die Verkürzung der Trainingszeit hat alle gleichermaßen getroffen.“

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
1. Training: 9., 1.29,641 min / 2. Training: 13., 1.29,792 min
„Ich fahre gerne hier. Die Strecke gefällt mir, wobei sie speziell heute Morgen sehr rutschig war. Trotz der Verkürzung um eine halbe Stunde haben wir die wichtigsten Sachen abgearbeitet und beide Reifentypen verglichen. Die Abstimmung ist noch nicht optimal, und meine Long-Runs zum Schluss waren auch noch nicht perfekt.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir können soweit zufrieden sein. Zwar haben wir durch die Unterbrechung wertvolle Zeit für die Abstimmarbeit verloren, aber das gilt für alle. Wir haben uns entsprechend auf die Long-Runs konzentriert. Nun müssen wir die gewonnenen Daten auswerten und analysieren, aber mit den bisherigen Rundenzeiten über die Distanz sind wir recht zufrieden. Morgen konzentrieren wir uns auf die Qualifying-Vorbereitung. Man kann davon ausgehen, dass die heutigen Temperaturen vergleichbar sind mit dem, was uns am Sonntag erwartet – es wird also ein Hitzerennen.“
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Alt 26.08.2007, 10:32     #48
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Großer Preis der Türkei - Qualifikation, Samstag – 25.08.07

Wetter: trocken, sonnig und heiß, 35°C Luft, 49-53°C Asphalt.

Istanbul (TUR). Das BMW Sauber F1 Team qualifizierte sich auch für das zwölfte Saisonrennen souverän unter den schnellsten Zehn. Robert Kubica wird am Sonntag als Fünfter zum Großen Preis der Türkei starten, Nick Heidfeld nimmt das Rennen in Istanbul von Platz sechs in Angriff. Für Scherze über deutsche Pünktlichkeit und Schweizer Präzision sorgten Heidfeld und Kubica im zweiten Qualifying-Abschnitt, als sie in 1.27,253 Minuten die auf die Tausendstelsekunde identische Rundenzeit fuhren.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Qualifying: 5., 1.27,722 min (3. Training: 7., 1.28,224 min)
„Ich denke, es war ein gutes Qualifying. Mehr zu erreichen, war schwierig. Wir hoffen auf ein gutes Rennen, aber es wird heiß sein und daher nicht ganz einfach für die Reifen. Der Unterschied zwischen den weicheren und den härteren Reifen ist nicht allzu groß. Die weicheren sind auf der ersten Runde schnell, die härteren sind langfristig schneller und konstanter. Ich bin zuversichtlich, dass wir über die Distanz gut sein werden, dafür haben wir am Freitag gut gearbeitet. In Q3 war meine erste schnelle Runde nicht gut, da habe ich einen Fehler gemacht, aber die zweite war in Ordnung. Vielleicht hätten wir noch etwas schneller sein können, aber es ist schwer, unter diesen Bedingungen heute zwischen die Ferrari und McLaren zu fahren.“

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04) Qualifying: 6., 1.28,037 min (3. Training: 6., 1.28,184 min)
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat. Meine Runde war gut. Es hat mich gefreut, dass wir in Q2 stark waren. Mein Startplatz ist auf der schmutzigeren Fahrbahnseite, das ist natürlich ein Nachteil. Ich freue mich sehr auf das Rennen. Es könnte ein spannender Grand Prix werden, weil man auf dieser Strecke auch überholen kann. Wobei man dazu natürlich erstmal Autos vor sich haben muss, die prinzipiell langsamer sind als man selbst. Das trifft in meinem Fall nicht zu.“



Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das war ein gutes Qualifying mit beiden Autos. Das Timing in allen drei Qualifying-Durchgängen hat perfekt gepasst. Wir brauchten sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang jeweils nur eine schnelle Runde zu fahren. Das dokumentiert den ordentlichen Vorsprung, den wir auf unsere Verfolger haben. Die Plätze fünf und sechs entsprechen unseren Erwartungen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Wir sind zufrieden mit dem Qualifying und haben unsere fast schon angestammten Plätze belegt. Wir haben es auch vor dem zwölften Saisonrennen geschafft, beide Autos in die Top-Ten der Startaufstellung zu bringen. Das ist eine starke Leistung. Alles ist planmäßig abgelaufen, die Doppel-Boxenstopps im dritten Qualifying-Durchgang haben perfekt funktioniert. Wir freuen uns bei dieser Ausgangslage wirklich auf das Rennen am Sonntag. Die Temperaturen morgen werden so wie heute sein.“
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Alt 27.08.2007, 09:31     #49
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Großer Preis der Türkei - Rennen, Sonntag – 26.08.07

Wetter: trocken, sonnig und heiß, 34-36°C Luft, 49-52°C Asphalt.

Istanbul (TUR). Zum siebten Mal in der Saison und zum fünften Mal in Folge fuhr das BMW Sauber F1 Team mit beiden Autos in die Punkte. Nick Heidfeld kam beim Großen Preis der Türkei als Vierter ins Ziel, Robert Kubica wurde in Istanbul Achter.


Nick Heidfeld: 4.
BMW Sauber F1.07-08 / BMW P86/7 (T-Car F1.07-04)
Schnellste Runde: 1.28,319 min in Rd. 39 (fünftschnellste insgesamt)
„Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Das Team hat super gearbeitet. Die Rennstrategie, die Reifenwahl, die Stopps – es hat alles optimal gepasst. Wir haben das Maximale aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Vor allem der Start hat riesig Spaß gemacht. Ich bin auf der schmutzigen Fahrbahnseite erst gar nicht so gut weggekommen, konnte dann aber außen an den anderen vorbeifahren. Ich habe vor Kurve eins sehr spät gebremst. Fernando Alonso und ich sind uns wieder einmal sehr nahe gekommen. Natürlich hatte ich einen Funken Hoffnung, dass ich ihn auch langfristig hinter mir halten kann, aber uns war schon klar, dass er später tanken würde. Nach dem ersten Stopp war er vor mir und auch schneller. Ich bin über die gesamte Distanz sehr hart gefahren, erst in den letzten Runden habe ich etwas Druck rausgenommen.“

Robert Kubica: 8.
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.28,918 min in Rd. elf (elftschnellste insgesamt)
„Es war ein sehr hartes Rennen, ich war einfach nicht schnell genug. Sogar als ich im ersten Stint leichter war, konnte ich keinen Vorsprung herausfahren. Bei jedem Boxenstopp hat mich jemand überholt. Mir hat es im gesamten Rennen an Speed gefehlt, so konnte ich nicht überholen. Ich denke, mein Problem war eine Mischung aus vielen kleineren. Ich fand mein Auto heute schwierig zu fahren.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Für unser Team war es ein gemischtes Ergebnis. Bei Nick ist unsere Strategie voll aufgegangen. Er konnte ohne technische Störungen und ohne hinter einem langsameren Konkurrenten festzuhängen, sein Rennen fahren. Für Robert hatten wir uns vor dem Qualifying eine andere Strategie zurechtgelegt. Wir wollten ihm mit einem kurzen ersten Stint und weichen Reifen den Angriff nach vorn ermöglichen. Doch wir haben schon am Samstag festgestellt, dass trotz geringer Benzinmenge die erwarteten Zeiten nicht ganz zu erreichen waren. Im Rennen hatte Robert zudem zwei Mal Pech, als er nach seinen Boxenstopps jeweils knapp hinter Heikki Kovalainen und Nico Rosberg wieder auf die Strecke kam. Sechs Punkte für unser Team sind eine gute Ausbeute.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Es ist gut, sechs weitere Punkte gesammelt zu haben. Wenngleich wir uns insgeheim etwas mehr erhofft hatten. Bei Robert ist unsere aggressive Strategie nicht aufgegangen. Aber in der Situation, in der sich unser Team gegenwärtig in der WM befindet, muss man auch einmal etwas riskieren. Nick hingegen hatte – obwohl er auf der dreckigen Seite stand - einen guten Start. Er war gleichmäßig schnell unterwegs, hat die Erwartungen erfüllt und den für uns schon fast angestammten vierten Platz belegt. Nach diesem Hitzerennen freuen wir uns auf den GP Italien auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza.“
Test in Monza: Heidfeld 28. und 29. August, Kubica 30. August (Reservetag 31. August)
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Geändert von Martin (27.08.2007 um 09:39 Uhr)
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Alt 01.09.2007, 13:26     #50
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Großer Preis von Italien. 7.-9. September 2007 13. von 17 WM-Läufen

Vorschau


München/Hinwil, 31. August 2007. Beim Großen Preis von Italien startet die Formel 1 mit Vollgas zum vorletzten Europarennen der Saison – auf den langen Geraden des Königlichen Parks von Monza werden höhere Geschwindigkeiten erzielt als in der gesamten bisherigen Saison. Ein spezielles Aerodynamik-Paket mit geringem Luftwiderstand und starke Motoren sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Bestärkt durch die guten Leistungen im Vorjahr und die Erfahrungen des Tests in Monza reist das BMW Sauber F1 Team optimistisch nach Italien.


Nick Heidfeld: „Monza ist eine ganz besondere Rennstrecke, der einzig echte Hochgeschwindigkeitskurs, auf dem die Formel 1 noch fährt. Auf den Geraden werden wir bis zu 350 km/h schnell, das ist einsame Spitze in der Saison. Monza hat Tradition und Charakter, aber leider auch veraltete Sicherheitsvorkehrungen. Angesichts der Topspeeds sind die Auslaufzonen dürftig.


Ich denke, wir können in Monza gut abschneiden. Dort braucht man ein sehr gutes Low-Downforce-Paket, und das gelingt uns normalerweise ziemlich gut. Außerdem ist Motorleistung gefordert, und das müsste auch passen. 2006 waren wir dort sehr gut. Ich war zwar ‚nur’ Dritter im Qualifying, aber mit einem schweren Auto. Bereinigt um die Spritmengen hätte ich wohl auf der Poleposition gestanden. Im Rennen habe ich trotz einer Durchfahrtsstrafe wenigstens noch einen Punkt geholt.“


Robert Kubica:
„Nachdem wir dort im Vorjahr so stark waren, freuen wir uns auf die Rennstrecke mit dem geringsten Abtriebsniveau der Saison. 2006 habe ich dort meinen ersten Podestplatz erzielt und warte seitdem auf den nächsten. Ich hoffe, wir können unsere Leistungen aus dem vergangenen Jahr wiederholen.

Ich mag die meisten Passagen der Strecke, weil sie sich von anderen Kursen unterscheiden. Sie sind einzigartig. Es gibt sehr schnelle Kurven und eine Schikane, in der man heftig über die Randsteine springt. Die Fahrzeugabstimmung muss ein Kompromiss sein und die Anforderungen für schnelle wie für langsamere Passagen erfüllen, Grip bieten und Topspeed ermöglichen. Monza ist keine einfache Rennstrecke.


Ich habe sehr lange Zeit in Italien gelebt und kenne Monza von vielen Testfahrten gut, aber bis 2006 war ich dort in den Rennen noch nie wirklich gut.

Ich mag Italien. Ich habe dort immer mit sehr guten Leuten zusammengearbeitet. Ich bin dort Kart- und Formel-Rennen gefahren – Formel Renault und Formel 3 –, immer in italienischen Teams. Ich habe sehr gute Erinnerungen daran, speziell an meine Kartzeit.“


BMW Sauber F1 Team

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor :
„Monza ist die klassische Hochgeschwindigkeitsstrecke. Das fordert vor allem die Aerodynamik- und Motoren-Experten. Mit dem Umstieg auf V8-Motoren ist der Volllastanteil pro Runde von 67 auf 76 Prozent gestiegen. Der Topspeed im Rennen betrug im Vorjahr 350 km/h und war damit mit Abstand Saisonrekord.

Die Aerodynamik wird für diese Strecke konsequent auf niedrigen Luftwiderstand getrimmt, um auf den langen Geraden Zeit gutzumachen. Den geringeren Abtrieb und die damit verbundenen niedrigeren Kurvengeschwindigkeiten nimmt man dafür in Kauf. Wir werden deshalb wie im vergangenen Jahr mit einem speziell für Monza entwickelten Aero-Paket an den Start gehen.

Anders als in den Vorjahren bildet der GP Italien diesmal nicht den Abschluss der Europasaison. Eine Woche nach dem Rennen in Monza findet 2007 in Spa das letzte Europarennen statt. Dann folgt ein Dreierpack in Übersee.
Wir freuen uns sehr auf Monza. Denn wir erinnern uns nur allzu gern an das dortige Rennen im vergangenen Jahr. 2006 waren wir in Monza sehr gut aufgestellt. Nick qualifizierte sich für die zweite Startreihe, und Robert fuhr in seinem erst dritten Formel-1 -Rennen als Dritter aufs Podium. An diese guten Ergebnisse wollen wir anknüpfen.“



Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Monza war in der letzten Saison unser stärkstes Rennen. Roberts dritter Platz war der Lohn dafür. Die Piste im Königlichen Park ist die einzige verbliebene Hochgeschwindigkeitsstrecke im Kalender. Allein für dieses Rennen entwickeln wir ein spezielles ‚Low-Downforce‘-Aerodynamik-Paket mit entsprechend flachen Flügeln, die eine Höchstgeschwindigkeit von rund 350 km/h ermöglichen.

Zweiter wichtiger Faktor ist die mechanische Abstimmung, die eine hohe Bremsstabilität einerseits und ein vergleichsweise ruhiges Fahrverhalten über die Randsteine andererseits garantiert. Wir haben uns technisch sehr gut auf dieses Rennen vorbereitet und gehen mit hohen Erwartungen nach Monza.“

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Autodromo Nazionale di Monza/9. September 2007

Startzeit (lokal/UTC) 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz 5,793 km/306,720 km (53 Runden)

Sieger 2006 Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro 1:14.51,975 Stunden

Poleposition 2006 Kimi Räikkönen, Team McLaren Mercedes 1.21,484 Minuten

Schnellste Runde 2006 Kimi Räikkönen, Team McLaren Mercedes 1.22,559 Minuten

Bestehender Rundenrekord Rubens Barrichello, Scuderia Ferrari Marlboro 1.21,046 Minuten (2004)


Daten 2006 (Rennen):

Volllastanteil: 76 %

Topspeed: 350 km/h

Längste Volllastpassage: 16 sec / 1360 m

Rechts-/Linkskurven: 7/4

Gangwechsel pro Runde: 42

Reifenverschleiß: mittel

Bremsverschleiß: hoch Abtriebslevel: niedrig


Das BMW Sauber F1 Team belegt nach zwölf von 17 WM-Läufen mit 77 Punkten Rang drei der Konstrukteurswertung.


Historie und Hintergrund:
Die Stadt Monza liegt in der Lombardei und ist von Mailand aus in etwas mehr als einer halben Fahrstunde zu erreichen. Monza hat gut 120.000 Einwohner und ist seit dem 11. Juni 2004 offiziell Hauptstadt der neuen Provinz Monza und Brianza.

Nirgendwo wurden mehr Formel-1-Rennen ausgetragen als in dem von hohen Mauern umgebenen Königlichen Park von Monza. 2007 startet die Formel 1 dort zum 57. Mal. Lediglich ein Großer Preis von Italien fand anderswo statt – 1980 in Imola. Die Rennstrecke wurde in ihrer langen Geschichte vielfach umgebaut. Überreste einer Steilwand sind stumme Zeugen ihrer frühen Zeit.
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