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Alt 10.06.2007, 08:16     #21
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Großer Preis von Kanada – Training, Freitag – 08.06.07

Wetter: sonnig und trocken, 22-30°C Luft, 30-48°C Asphalt


Montreal (CAN). Trotz einiger Zwischenfälle konnte das BMW Sauber F1 Team am Freitag den Löwenanteil seines Trainingsprogramms für den Großen Preis von Kanada erledigen. Robert Kubica verlor am Vormittag wegen eines Benzin-Lecks Trainingszeit. Am Nachmittag berührten sowohl er als auch Nick Heidfeld eine Mauer, was zum Glück keine nennenswerten Schäden nach sich zog.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
1. Training: 7., 1.18,634 min / 2. Training: 5., 1.17,827 min

„Speziell heute Morgen hatte die Strecke extrem wenig Grip, das Auto war dadurch sehr schwierig zu fahren. Wie haben dann für das zweite Training ein paar Set-up-Änderungen gemacht. Aber ganz zufrieden bin ich immer noch nicht. Ich bringe beide Reifentypen noch nicht optimal zum Arbeiten, weder auf einer schnellen Runde, noch im Long-Run. In der zweiten Session bin ich kurz vor Schluss am Ausgang von Kurve vier mit der rechten Seite an die Mauer angeschlagen. Der Schlag hat sich heftig angefühlt, ich bin überrascht, dass dabei am Auto nichts kaputtgegangen ist. Einmal bin ich heute Nachmittag auch in der Schikane geradeaus gefahren, weil da drei Leute rumbummelten, die offenbar Abstand gewinnen wollten, um eine freie Runde zu fahren. Das fand ich ziemlich daneben. Da kommt man mit 300 km/h angeflogen.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-07 / BMW P86/7
1. Training: ohne Zeit / 2. Training: 12., 1.18,399 min

„Heute Morgen haben wir wegen eines Benzin-Lecks praktisch die kompletten 90 Minuten verloren. Später war das Auto dann recht schwierig zu fahren. Zu Beginn des zweiten Trainings hatte ich Bremsprobleme und habe deshalb einen Fehler gemacht. Ich bin in einer Kurve zu weit rausgetragen worden und habe mich gedreht, bin aber zum Glück nicht zu hart an die Mauer angeschlagen und konnte weiterfahren. Wir sind jedenfalls insgesamt doch einige Runden gefahren. Das ist gut, und jetzt müssen wir sehen, in welche Richtung wir beim Set-up gehen. Das, was wir momentan haben, ist nicht das beste.”


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Nick hat sein komplettes Programm ohne technische Probleme absolvieren können. Am Morgen hat er sich auf das Set-up konzentriert, am Nachmittag auf die Rennvorbereitung. Besonderes Augenmerk haben wir auf das Verhalten der Bremsen gelegt. Robert hingegen hat vormittags wertvolle Zeit verloren wegen eine Lecks im Benzinsystem. Dies konnte während des Trainings nicht behoben werden. Entsprechend musste er in der zweiten Sitzung ein stark reduziertes Programm absolvieren. Insgesamt können wir mit den bisherigen Eindrücken jedoch zufrieden sein.“

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 18:50 Uhr)
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Alt 10.06.2007, 18:27     #22
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Großer Preis von Kanada – Qualifikation, Samstag – 09.06.07

Wetter: sonnig und trocken, 25-26°C Luft, 45-51°C Asphalt

Montreal (CAN). In einem für das BMW Sauber F1 Team hoch spannenden Qualifying eroberte Nick Heidfeld für den Großen Preis von Kanada Startplatz drei. Dies war ihm zuletzt beim Saisonauftakt in Australien gelungen. Teamkollege Robert Kubica haderte weiterhin mit der Balance seines F1.07 und belegte Platz acht.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Qualifying: 3., 1.16,266 min (3. Training: 19., 1.18,428 min)

„Ich bin sehr zufrieden mit diesem dritten Platz, vor allem nachdem es im dritten freien Training nicht lief und ich heute Morgen nur eine Runde gefahren bin. Da wollten wir bewusst erst spät rausfahren und ein paar Kilometer einsparen, aber dann gab es die rote Flagge und am Ende ein Hydraulik-Problem. Es war auch schwer, mit den geänderten Bedingungen klarzukommen, der Wind hatte gedreht. Im Qualifying lief es dann eigentlich rund, aber ich habe in Q2 in der Schikane abgekürzt, weshalb meine Zeit gestrichen wurde. Dann bin ich an die Mauer angeschlagen, aber weniger hart als gestern. Ich habe gleich geglaubt, dass das keine größeren Probleme nach sich ziehen wird, aber die Lenkung stand doch ein bisschen schief, und das wurde in Q3 noch etwas schlimmer. Wir hatten gehofft, hier stärker als zuletzt in Monaco zu sein. Außerdem waren sowohl BMW als auch Sauber in den letzten Jahren immer gut auf schnellen Strecken.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-07 / BMW P86/7
Qualifying: 8., 1.16,993 min (3. Training: 13., 1.17,601 min)

„Ich habe hier eine schwierige Zeit. Ich hatte an diesem Wochenende von Anfang an Probleme mit der Balance des Autos, die wir auch bis zum Qualifying nicht lösen konnten. Es war heute das gleiche Phänomen: kein Grip an der Hinterachse. Aber wir werden sehen, was man im Rennen daraus machen kann.”


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das ist ein hervorragendes Qualifying-Ergebnis für Nick. Nach einem durchwachsenen freien Training heute Morgen hat er ganz stark aufgetrumpft. Platz drei ist natürlich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rennen. Bei Robert lief es nicht ganz so gut. Er hatte wegen technischer Schwierigkeiten bis dahin viel Trainingszeit verloren. So war er im Qualifying mit dem Set-up seines Autos noch nicht zufrieden. Letztlich hatte er am Ende auch noch etwas Pech, weil drei Fahrer innerhalb von nur einer Zehntelsekunde lagen und er in dieser Gruppe den kürzeren zog.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Das ist ein glänzendes Ergebnis – insbesondere nach dem sehr aufregenden zweiten Durchgang des Qualifyings. Nachdem Nicks Zeit gestrichen worden war, weil er abgekürzt hatte, galt für ihn die Devise: Alles oder nichts. Das hat er super gemeistert. Robert kam weniger gut zurecht und wurde knapp geschlagen Achter. Wir hatten hier auf die zweite Startreihe spekuliert und sind sehr zufrieden.“

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 19:03 Uhr)
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Alt 11.06.2007, 18:11     #23
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Großer Preis von Kanada – Rennen, Sonntag – 10.06.07

Wetter: sonnig und trocken, 27-29°C Luft, 49-53°C Asphalt

Montreal (CAN). Schreck, Erleichterung und Freude im BMW Sauber F1 Team. Zur Halbzeit des Großen Preises von Kanada kam die erlösende Nachricht, dass Robert Kubica seinen fürchterlichen Unfall in Runde 27 nach ersten Auskünften der Ärzte glimpflich überstanden habe. So war das Team bei Rennende auch wieder in der Lage, sich über das grandiose Rennergebnis mit Platz zwei für Nick Heidfeld zu freuen. Nach zwei dritten Plätzen im Vorjahr ist dies der dritte Podiumsplatz für die junge Mannschaft, die ihre erst zweite Saison bestreitet. Kubica wurde in einem Krankenhaus in Montréal eingehend untersucht und soll nach Auskunft der Ärzte bereits am Montag entlassen werden.


Nick Heidfeld: 2.
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.16,696 min in Rd. 19 (drittschnellste insgesamt)
„Als erstes freue ich mich, dass Robert wohl okay ist! Wir hatten hier auf einen Podiumsplatz gehofft und auf Platz drei spekuliert, mit Platz zwei hatten wir nicht gerechnet. Wichtig und sehr befriedigend ist, dass ich auch unter normalen Rennbedingungen, ohne die vielen Safety-Car-Phasen und die Strafe für Alonso, die Chance auf Platz zwei gehabt hätte. Ich konnte ihm wegfahren. Nach dem Stopp war die Lücke recht groß, und das war unerwartet. Vielen Dank an das Team. Es hat ein sehr gutes Auto entwickelt. Wir wussten an diesem Wochenende erst relativ spät, wie wettbewerbsfähig wir hier sind, weil es anfangs einige Probleme gab, für mich vor allem Samstag. Als ich dann gemerkt habe, wie schnell ich war, habe ich das Team gebeten, mir zu bestätigen, dass ich wirklich so gut im Rennen liege, wie ich dachte. Das Rennen war großartig, und der beste Moment war definitiv der Start, als ich Alonso überholt habe und in Hamiltons Windschatten war. Anfangs habe ich mir noch Sorgen wegen Alonso gemacht und nicht nur nach vorn, sondern auch etwas nach hinten geschaut. Später habe ich mich nur noch darauf konzentriert, das Auto auf der Straße zu halten, was nicht ganz einfach war.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das war das emotionalste Rennwochenende, das wir mit unserem jungen Team erlebt haben. Nach diesem ereignisreichen Rennen haben wir doppelt Grund zur Freude: Nach ersten Aussagen der Ärzte hat Robert diesen sehr schweren Unfall glimpflich überstanden. Nick hat bereits gestern mit seinem dritten Platz im Qualifying die Grundlage für unseren ersten Podestplatz in dieser Saison gelegt. Er ist heute mit einer sehr starken Vorstellung aus eigener Kraft auf den zweiten Platz gefahren. Gratulation an ihn und an die gesamte Mannschaft. Ich denke, auch Robert wäre heute in die Nähe des Podiums gekommen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Das Wichtigste war die erste Nachricht der Ärzte, dass Robert nicht schlimm verletzt sei. Das ist den hohen Sicherheitsstandards zu verdanken, die die FIA in den vergangenen Jahren eingeführt hat. Robert lag bis zum Unfall gut auf Punktekurs im Rennen, und er kommt hoffentlich schnell wieder in Form, aber dazu kann man jetzt noch nichts sagen. Bei Nick hat sich unsere Rennstrategie heute ausgezahlt. Er hat gleich nach dem Start von Alonsos Fehler profitiert und ist dann konstant an Position zwei ein starkes Rennen gefahren. Er hat nie den Kontakt zur Spitze verloren, und das lag nicht nur an den Safety-Car-Phasen. Es war insgesamt ein sehr schwieriges Rennen, und der zweite Platz ist phantastisch für uns.“

Geändert von Wolfhart (11.06.2007 um 18:24 Uhr)
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Alt 12.06.2007, 10:18     #24
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Robert Kubica aus Krankenhaus entlassen.

Montréal (CAN), 11. Juni 2007. Weniger als 24 Stunden nach seinem Rennunfall beim Großen Preis von Kanada wurde BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica am Montagmittag um 12 Uhr bereits aus dem Krankenhaus in Montréal entlassen.

Er hatte bei seinem Unfall in der 27. Rennrunde des Großen Preises von Kanada lediglich eine leichte Gehirnerschütterung und eine Stauchung am rechten Fußgelenk erlitten.

Kubica, der den BMW X5 vom Krankenhaus ins Hotel selbst steuerte, sagte: „Ich habe keine Schmerzen, und es geht mir gut. Ich möchte mich bedanken für die rundum gute medizinische Betreuung, die große Aufmerksamkeit und die guten Wünsche, die ich bekommen habe. Mario Theissen und andere Teammitglieder haben mich besucht, und bei Jarno Trulli möchte ich mich auch für seinen Besuch bedanken. Ich freue mich, dass ich das Krankenhaus so schnell wieder verlassen konnte und werde mich nun auf das Rennen in Indianapolis vorbereiten.“

Kubica wurde im Hospital du Sacre Coeur in Montreal ausführlichen CT-Untersuchungen sowie weiteren Checks unterzogen.

Am Donnerstag in Indianapolis wird der FIA Medical Delegate den 22-Jährigen den nach solchen Unfällen üblichen Untersuchungen unterziehen und befinden, ob er renntauglich ist. Per Reglement muss das BMW Sauber F1 Team bis Donnerstag 16 Uhr seine Fahrerbesetzung für das Wochenende bekannt geben.

Der Unfall hatte sich in Runde 27 ausgangs Kurve neun nach einer Kollision mit Jarno Trullis Auto ereignet. Ein technischer Defekt konnte ausgeschlossen werden.
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Alt 12.06.2007, 10:22     #25
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Großer Preis der USA - 15. – 17. Juni 2007 - Vorschau

München/Hinwil, 10. Juni 2007. Nach dem besten Einzelresultat in der jungen Geschichte des BMW Sauber F1 Teams beim Großen Preis von Kanada, wo Nick Heidfeld Zweiter wurde, steht bereits am kommenden Wochenende der Große Preis der USA in Indianapolis auf dem Programm.

BITTE BEACHTEN:
Die Aussagen in dieser Vorschau wurden vor dem Rennsonntag in Montréal getroffen. Somit spielt der Unfall von Robert Kubica hier keine Rolle. Erst am Donnerstag in Indianapolis kann eine Entscheidung fallen, ob der Pole an der Seite von Heidfeld einsatzbereit sein wird.


Nick Heidfeld:
„Ich mag es, wenn Rennstrecken einen unverwechselbaren Charakter haben. Das trifft auf Indianapolis sicher zu. Der Speedway ist eine Ikone des amerikanischen Rennsports, und die Steilwand ist für die Formel 1 etwas Besonderes, obwohl es fahrerisch nicht gerade anspruchsvoll ist, mit Vollgas geradeaus zu fahren. Viel schwieriger ist es, das Auto optimal abzustimmen. Man muss den richtigen Kompromiss finden, um auf den knapp zwei Kilometern Vollgaspassage möglichst schnell zu sein, aber im kurvigen Infield trotzdem noch genug Abtrieb für die vielen Kurven zu haben.

Ich habe unterschiedliche Erinnerungen an Indy. 2001 bin ich dort mit Sauber noch Sechster geworden, obwohl ich den ersten, den zweiten und vor allem den siebten Gang verloren hatte. Das war eines meiner besten Rennen. Weniger gern erinnere ich mich an den Unfall 2006. Wir waren im Qualifying gut gewesen, aber kurz nach dem Start wurde ich in eine Kollision verwickelt und habe mich das erste und hoffentlich auch letzte Mal in meiner Karriere überschlagen.“


Robert Kubica:
„Indy ist das zweite Rennen unseres Übersee-Trips. Ich verbinde keine besonderen Gefühle mit dieser Rennstrecke. Es gibt die lange Gerade, dann die hängende Kurve, die ins Infield führt, das eine sehr langsame Kurvenfolge ist. Es ist ein Muss, den richtigen Abstimmungskompromiss zwischen der Hochgeschwindigkeitspassage und den engen Kurven zu finden. Ich denke, die Strecke wird unserem Auto liegen.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Indianapolis ist ein besonderer Auftritt der Formel 1. Dieser Speedway ist in der ganzen Welt bekannt und steht für amerikanischen Motorsport wie keine andere Rennstrecke.

Für die BMW Group ist der Große Preis der USA insofern von außerordentlicher Bedeutung, als dass die Vereinigten Staaten unser größter Markt sind. Dort verkaufen wir mehr Fahrzeuge als in Deutschland und haben auch die größten Produktionsstätten außerhalb Deutschlands.

Ein anderer Superlativ in Indy ist die mechanische Motorenbelastung. Die Fahrer geben 23 Sekunden lang Vollgas und davon die meiste Zeit im siebten Gang. Das treibt die Triebwerke an die Grenze ihrer Belastbarkeit. In der Vergangenheit hat BMW in Indianapolis viele Punkte durch Unfälle verloren. Von daher wünsche ich mir vor allem ein kollisionsloses Wochenende.“


Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Der Speedway in Indianapolis ist eine grundlegend andere Strecke als der Kurs in Montréal, trotzdem fährt man auf beiden mit einem mittleren Abtriebslevel. In Indy kommt das durch einen schwierigen Kompromiss zustande. Im Oval-Abschnitt wird 1860 Meter Vollgas gefahren. Das ist bislang die längste Vollgaspassage im gesamten F1-Kalender. Für maximalen Topspeed würde man im Oval von Indy am liebsten mit ganz flachem Flügel und minimalem Luftwiderstand fahren. Mit einem Low-Downforce-Paket, wie man es in Monza verwendet, hätte man aber für die elf Kurven im Infield von Indianapolis bei weitem nicht genug Abtrieb. Wenn einem in diesen Kurven Bremsstabilität und Traktion fehlen, verliert man mehr Zeit, als man auf der Geraden gewinnen kann. Im Infield, wo bis in den ersten Gang runtergeschaltet wird, wünscht man sich maximalen Abtrieb, ähnlich wie in Monaco oder Budapest.

Diese extremen Unterschiede zwischen Oval und Innenraum machen die Abstimmarbeit in Indy zum Spagat. Der war uns 2006 recht gut gelungen. Für das Rennen ist noch interessant, dass es am Ende der Geraden Überholmöglichkeiten gibt. Am Übergang zum Infield ist die Strecke so breit, dass sie mehrere Linien zulässt.“



Das BMW Sauber F1 Team belegt nach sechs von 17 WM-Läufen mit 38 Punkten Rang drei der Konstrukteurswertung.

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Indianapolis Motor Speedway/17. Juni 2007

Startzeit (lokal/UTC): 13:00 Uhr/17:00 Uhr (19:00 Uhr in Deutschland)

Runde/Renndistanz: 4,192 km/306,016 km (73 Runden)

Sieger 2006: Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro 1:34.35,199 Stunden

Poleposition 2006: Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro 1.10,832 Minuten

Schnellste Runde 2006: Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro 1.12,719 Minuten

Bestehender Rundenrekord: Rubens Barrichello, Scuderia Ferrari Marlboro 1.10,399 Minuten (2004)


Daten 2006 (Rennen):

Volllastanteil: 61 %

Topspeed: 332 km/h

Längste Volllastpassage: 23 sec / 1860 m

Rechts-/Linkskurven: 9/4

Gangwechsel pro Runde: 28

Reifenverschleiß: mittel

Bremsverschleiß: niedrig

Abtriebslevel: mittel

Griplevel: hoch


Historie und Hintergrund:

Das BMW Sauber F1 Team verpackt noch am Sonntagabend in Montréal sein gesamtes Equipment. Inklusive der Rennwagen, Ersatzteile, Boxenausstattung, Werkzeug bis hin zum Küchenporzellan summiert es sich auf über 30 Tonnen. Sonntagnacht setzen sich 60 Trucks mit dem gesamten Material der Formel 1 in Bewegung, Montagabend erreichen sie das 1.400 Kilometer entfernte Indianapolis. Dann ist die Mannschaft, die am Montag geschlossen mit einem Charterflug von Kanada in die USA reist, bereits vor Ort und beginnt sofort mit dem Aufbau und der Vorbereitung der Fahrzeuge.

Der Indianapolis Motor Speedway wurde 1909 als 2,5-Meilen-Oval gebaut. Sein damaliges Ziegelsteinpflaster erklärt den bis heute gebräuchlichen Spitznamen „Brickyard“. 1911 wurde hier erstmals das berühmte 500-Meilen-Rennen ausgetragen.

Beim 500-Meilen-Rennen wird im Oval entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die Formel 1 hingegen fährt im Uhrzeigersinn und nutzt nur einen Teil des Ovals. Dieser Teilabschnitt bildet eine 1860 Meter lange Vollgaspassage. Einen Kontrast dazu bildet der kurvenreiche Streckenabschnitt im Innenraum, der im Jahr 2000 eigens für den ersten Auftritt der Formel 1 gebaut wurde.

2007 startet die Formel 1 zum achten Mal in Folge zum Großen Preis der USA in Indianapolis. Der erste Grand Prix der USA fand 1959 in Sebring statt und wurde von Bruce McLaren auf Cooper Climax gewonnen. 1960 wechselte die Formel 1 nach Riverside, im Folgejahr dann nach Watkins Glen, wo bis 1980 insgesamt 20 WM-Läufe durchgeführt wurden. Von 1976 bis 1983 trat die F1 zusätzlich acht Mal zum Grand Prix USA-West in Long Beach an. Die Achtziger sahen außerdem zwei F1-Rennen in Las Vegas, eins in Dallas und sieben in Detroit. Von 1989 bis 1991 war Phoenix Austragungsort des GP der USA. Das Indianapolis-Rennen von 2005 ging in die Geschichte ein, weil damals aufgrund von Reifenproblemen nur sechs Fahrzeuge antraten.

Indianapolis, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana, zählt gut 860.000 Einwohner. Sie ist die zwölftgrößte Stadt der USA und wurde auf dem Reißbrett geplant. Das Gründungsjahr ist 1821.

Geändert von Wolfhart (12.06.2007 um 10:35 Uhr)
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Alt 13.06.2007, 19:58     #26
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Interview mit BMW Motorsport Direktor Mario Theissen.

12. Juni 2007, Montréal (Kanada)


Was haben Sie an der Boxenmauer am Sonntag empfunden, als Sie den Unfall von Robert Kubica sahen?

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Bei den ersten Fernsehbildern konnte ich die Schwere des Unfalls noch nicht einschätzen. Erst als in der Wiederholung auch der erste Aufprall gezeigt wurde, haben wir alle einen Riesenschreck bekommen. Ich habe die Rettungsarbeiten am Bildschirm abgewartet und bin dann ins Medical Center gegangen, um Robert zu sehen. Nachdem dort bereits klar war, dass er keine erheblichen Verletzungen erlitten hat, bin ich mit dieser Information zurück zum Team gegangen und habe den Rest des Rennens von der Boxenmauer aus verfolgt.“


Mit dem Abstand von etwas mehr als zwei Tagen: Wie stolz sind Sie auf Nick Heidfelds zweiten Platz und die Leistung des Teams?

Theissen: „Ich bin wirklich stolz auf diese Mannschaft. Nick hat diesen zweiten Platz ja nicht abgestaubt. Alles, was Sonntag passiert ist, ist hinter ihm passiert. Er ist aus eigener Kraft auf Platz zwei gefahren. Er war einfach schneller als ein McLaren und schneller als beide Ferrari.“


Podiumsplätze aus eigener Kraft waren das erklärte Saisonziel. Haken Sie das jetzt ab?

Theissen: „In der Tat zeigt unsere Formkurve nach oben. Nach sechs Rennen haben wir schon zwei Punkte mehr gesammelt als in der gesamten Saison 2006. Wir haben unser Saisonziel in Montréal erstmals erreicht. Es war das bisher beste Einzelresultat für unser Team. Aber es soll nicht der letzte Podiumsplatz bleiben.“


Robert Kubica hat schon am Montag klar gesagt, dass er am Wochenende in Indianapolis fahren will. Was halten Sie davon?

Theissen: „Es ist schön, dass er sich dazu bereit fühlt und keine Nachwirkungen des Unfalls spürt. Das letzte Wort hat der Chief Medical Officer nach der Untersuchung am Donnerstag in Indianapolis. Falls Robert nicht fahren kann, sind wir gerüstet. Aber wir wünschen uns natürlich alle, dass er zum Einsatz kommt. Am liebsten wäre mir, das Unfallerlebnis verblasst für uns alle ganz schnell hinter einem guten Rennen.“


h dem Grand Prix in Kanada kamen Diskussionen auf, inwieweit die offensichtlich rettende Sicherheitstechnik aus der Formel 1 in Straßenfahrzeuge transferiert werden könnte. Gibt es da Ansätze?

Theissen: „Die Anforderungen in der Serie sind anders und auch die verwendeten Materialien. Aber das Ziel ist das gleiche: Es geht darum, eine strapazierfähige Passagierzelle zu erzeugen, die von Crash-Elementen umgeben ist, die gezielt Aufprallenergie abbauen. Bei Serienfahrzeugen spielen Alltagstauglichkeit, Komfort und Herstellkosten eine Rolle. In der Formel 1 tun wir das, was technisch möglich ist. Die Fahrgastzelle und Rückhaltesysteme sind maßgeschneidert auf eine Person. In einem Serienfahrzeug geht es um vier, fünf oder sogar mehr Personen. Ein Straßenfahrzeug wird in der Regel aus Stahl oder Aluminium gebaut, das F1-Monocoque besteht aus Kohlefaser. Während Straßenfahrzeuge eine Knautschzone besitzen, ist die von Crash-Elementen umgebene Passagierzelle eines Formelfahrzeugs darauf ausgelegt, die im Falle eines Aufpralles extremen Kräfte zu absorbieren. Formel-1-Fahrzeuge müssen immer anspruchsvoller werdende Tests der FIA bestehen. Und auch Serienfahrzeuge müssen eine Vielzahl an Tests überstehen, bevor eine Produktion anläuft.“


Was geschieht jetzt eigentlich mit dem Wrack von Kubicas F1.07?

Theissen: „Das Chassis wird in Hinwil untersucht. Wir versuchen, möglichst viel vom Unfall nachzuvollziehen. Wir schauen uns das Schadensbild auch genau auf mögliche Risse im Material an, die tiefer liegen. Solch schwere Einschläge wie die in Kanada sind kaum zu simulieren. Aber das vorhandene Schadensbild gibt uns Informationen, um unsere Berechnungen weiter zu verfeinern und künftige Monocoque-Konstruktionen weiter zu verbessern. Auf jeden Fall ist der Schaden an Chassis F1.07-07 so groß, dass es nicht mehr im Fahrbetrieb eingesetzt wird. Falls es überhaupt reparabel ist, dann werden wir es auf dem Prüfstand verwenden. Wenn es völlig irreparabel ist, wird es verschrottet.“


Und wo bekommt Robert Kubica nun ein neues Auto her?

Theissen: „Wir hatten in Montréal neben dem T-Car noch ein weiteres Ersatzchassis dabei. Dieses Chassis F1.07-03 wird nun das zweite Rennchassis. Wir haben mit dem Fahrzeugaufbau bereits am Sonntag in Kanada begonnen, das Auto wird in Indianapolis fertig gestellt.“
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Sebastian Vettel springt in Indianapolis für Robert Kubica ein.

Indianapolis (Indiana, USA), 14. Juni 2007. Nachdem Robert Kubica vom FIA Medical Delegate und dem örtlichen Director of Medical Services keine Freigabe zur Teilnahme am Großen Preis der USA 2007 bekommen hat, wird Sebastian Vettel den zweiten BMW Sauber F1.07 (Startnummer 10) an der Seite von Nick Heidfeld steuern.

Sebastian Vettel wird in Indianapolis sein Formel-1-Renndebüt geben. „Natürlich freue ich mich auf meinen ersten Grand Prix“, sagte der 19-jährige Deutsche, „aber ich wünschte, es wäre unter anderen Umständen dazu gekommen. Es ist nie schön, wenn ein Teamkollege nicht fahren kann, weil er einen Unfall hatte. Der Indianapolis Speedway ist Neuland für mich. Aber ich habe mich auf diese Situation vorbereitet, und mir stehen am Freitag zwei Mal 90 Minuten Training zur Verfügung. Ich bin mit dem Auto gut vertraut, ich habe schließlich viele Testkilometer damit absolviert.”

Der zweite Testfahrer des Teams, Timo Glock, ist zusätzlich nach Indianapolis gereist. Er übernimmt nun die Rolle des Ersatzfahrers.

Robert Kubica sagte nach der Entscheidung: „Ich bin natürlich enttäuscht, denn ich fühle mich absolut fit, um zu fahren. Aber ich respektiere die Entscheidung. Es ging darum, dass bei einem möglichen erneuten Rennunfall so kurz nach Montréal ein zu großes Risiko für meine Gesundheit besteht. Ich werde jetzt nach Hause fliegen. Ich wünsche Sebastian alles Gute. Für ihn ist es eine Chance, und ich bin sicher, er wird sie gut nutzen.”

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Nach der Analyse des Unfalls und der medizinischen Untersuchung haben die Ärzte Robert keine Freigabe für das Rennen erteilt. Vor dem nächsten Grand Prix in Magny-Cours wird erneut eine medizinische Untersuchung stattfinden. Die Ärzte befanden Roberts Gesundheitszustand für bemerkenswert gut. Dass sie ihn dennoch nicht starten lassen, liegt in erster Linie am Risiko eines erneuten Unfalls. Wir respektieren diese Entscheidung der verantwortlichen Mediziner. Das Team war auf diese Situation vorbereitet. Sebastian wird von uns jede Unterstützung bekommen, und wir hoffen auf ein weiteres gutes Rennen.“



Biographie Sebastian Vettel

Geburtstag: 03.07.1987

Geburtsort: Heppenheim/Deutschland

Nationalität: German

Wohnort: Zug, Schweiz

Familienstand: edig

Größe: 1,76 m

Gewicht: 62 kg

F1-Debüt: 2006, Istanbul (als Testfahrer am Freitag)

GP-Starts: -


Karriere:

Ab 1995 Kartsport

2001
Sieger Kart-Junioren-EM,
Sieger Kart-Junioren-DM,
Sieger Monaco Kart-Cup Junioren,
Sieger Kart Paris-Bercy

2002
6. Platz ICA Senioren Europameisterschaft

2003
2. Platz Formel BMW ADAC Meisterschaft,
Sieger Rookie-Wertung

2004
Sieger Formel BMW ADAC Meisterschaft,
18 Siege in 20 Rennen, 15 Polepositions,
16 schnellste Rennrunden

2005
5. Platz Formel 3 Euro Serie,
Sieger Rookie-Wertung, 6 Podiumsplätze,
erster Formel-1-Test mit BMW in Jerez

2006
2. Platz Formel 3 Euro Serie, drei Siege,
zweiter Formel-1-Test mit BMW in Jerez,
ab dem GP Türkei freitags Test- und Ersatzfahrer für das BMW Sauber F1 Team

2007
Meisterschaftsführender in der World Series by Renault mit acht Punkten Vorsprung (ein Sieg in drei Rennen);
Test- und Ersatzfahrer des BMW Sauber F1 Teams.

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Alt 17.06.2007, 17:36     #28
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Großer Preis der USA – Training, Freitag – 15.06.07

Wetter: sonnig und trocken, 26-33°C Luft, 38-55°C Asphalt


Indianapolis (USA). Das BMW Sauber F1 Team erlebte zwei störungsfreie 90-Minuten-Trainings als Auftakt zum Großen Preis der USA. Nick Heidfeld belegte die Plätze zwei und fünf, zeigte sich allerdings noch unzufrieden mit der Balance seines F1.07. Der 19-jährige Sebastian Vettel, der in Indianapolis für Stammfahrer Robert Kubica einspringt, nutzte die Trainings vor allem, um sich wieder an das Auto zu gewöhnen und sich mit der für ihn neuen Strecke vertraut zu machen. Er fuhr 83 Runden – mehr als jeder andere.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
1. Training: 2., 1.12,391 min / 2. Training: 5., 1.13,026 min

„Nach dem ersten Training sah das Ergebnis zwar gut aus, aber leider auch nur das Ergebnis. Ich weiß nicht, mit wie viel Benzin die anderen unterwegs waren und wer zum Schluss frische Reifen verwendet hat. Ich war jedenfalls heute Morgen schon unzufrieden mit der Balance des Autos, und auch am Nachmittag wurde das kaum besser. Wir kriegen die Reifen noch nicht optimal zum Arbeiten. Das Auto rutscht einfach zu stark, aber wir arbeiten daran.“

Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
1. Training: 4., 1.12,869 min / 2. Training: 11., 1.13,217 min

„Es lief ganz gut heute. Ich bin viele Runden gefahren, und wir haben einiges über die Abstimmung und die Reifen gelernt. Wir haben uns um Verbesserungen bemüht. Ich denke, das war ein ganz normaler Freitag. Meine Aufgabe ist für mich natürlich neu, aber bis jetzt bin ich ganz zufrieden mit mir. Nun geht es darum, gemeinsam zu analysieren und das Beste für Samstag und Sonntag zu entscheiden. Für heute hatte ich keine hohen Erwartungen. Es war wichtig, dass ich mich wieder mit dem Auto vertraut mache. Seit dem Freitag in Malaysia war ich es nicht mehr gefahren. Das Auto ist gut. Es war in Kanada schnell, und hier sieht es auch nicht so schlecht aus. Mir gefällt die Strecke ziemlich gut, man findet einen schönen Rhythmus. An das Banking gewöhnt man sich schnell, und es macht Spaß.”

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir haben heute mit beiden Autos störungsfrei arbeiten können. Es ist immer schwierig, hier den richtigen Kompromiss in der Abstimmung zu finden. Nick war mit der Balance seines Autos noch nicht zufrieden. Sebastian war gut unterwegs. Für ihn haben wir das übliche Programm ausgedehnt, damit er die Strecke besser kennen lernen und die Prozeduren, beispielsweise beim Boxenstopp, auffrischen kann. Er hat 83 Runden und damit mehr als jeder andere Fahrer absolviert.“

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Alt 17.06.2007, 17:41     #29
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AC-
Großer Preis der USA – Qualifikation, Samstag – 16.06.07

Wetter: sonnig und trocken, 32-34°C Luft, 43-55°C Asphalt

Indianapolis (USA). Auch im siebten Qualifying der Saison hat das BMW Sauber F1 Team souverän beide Autos ins Top-Ten-Qualifying gebracht. Nick Heidfeld wird von Platz fünf zum Großen Preis der USA starten. Er war auf Kurs zu Platz drei, verpasste aber wegen eines kleinen Fehlers die zweite Startreihe um acht Tausendstelsekunden. Sebastian Vettel wird in Indianapolis das erste F1-Rennen seiner Karriere von Platz sieben angehen, nachdem er in den freien Trainings 110 Runden absolviert hat.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Qualifying: 5., 1.12,847 min (3. Training: 5., 1.12,646 min)

„Die Balance meines Autos war heute besser. Ich bin nicht ganz zufrieden mit meinem Qualifying. In der letzten Runde habe ich die letzte Kurve nicht optimal erwischt. Die Reifen haben etwas gekörnt und dafür bin ich die Kurve etwas zu aggressiv angegangen und neben die Ideallinie gerutscht. Ich denke, ich hätte vor den Ferrari stehen können. In Montréal war das Auto über die Renndistanz sehr gut, ich hoffe, daran können wir hier anknüpfen.“


Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Qualifying: 7., 1.13,513 min (3. Training: 2., 1.12,321 min)

„Diese drei Qualifyingabschnitte, in denen man jedes Mal die Chance hat, eine gute oder eine schlechte Runde hinzulegen, waren spannend. Am Ende hätte ich etwas besser sein können, aber es war schon mal ein guter Schritt, ins Top-Ten-Qualifying zu kommen. Heute Nacht schlafe ich sicher besser. Vergangene Nacht hatte ich noch viel Ungewissheit vor mir. Der gestrige Tag war sehr gut, und der heutige war auch nicht schlecht. Ich werde hier morgen gegen die besten Fahrer der Welt fahren. Das ist eine riesige Herausforderung, und das Rennen dauert erheblich länger als die, die ich sonst fahre. Ich bin jetzt viel vertrtauter mit dem Auto und freue mich sehr auf das Rennen. Das Gute an Startplatz sieben ist auch, dass er auf der sauberen Fahrbahnseite liegt.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Sebastian hat seine Sache sehr gut gemacht. Er hat genau das umgesetzt, was wir ihm mit auf den Weg gegeben haben. Er war konzentriert und störungsfrei unterwegs und hat sich nicht verrückt machen lassen. Nick hingegen hatte Pech. Er lag klar auf Kurs zu Startplatz drei vor den beiden Ferrari, hat dann aber leider auf seiner schnellen Runde am Ende im letzten Sektor etwa vier Zehntelsekunden verloren. Mit einem guten Start kann er am Sonntag noch den ein oder anderen Platz gut machen.“
sauberen Fahrbahnseite liegt.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Insgesamt ist das Ergebnis in Ordnung, für Nick wäre aber mehr drin gewesen. Er war stark und auf dem Weg zu Startplatz drei. Dann hat es im letzten Sektor nicht gepasst. Für Sebastian war das ganze Prozedere neu. Unter die schnellsten Zehn zu fahren, war das Ziel, und das haben wir locker erreicht. Position sieben ist ein sehr gutes Ergebnis für einen Debütanten, der so kurzfristig einspringen musste. Angesichts der Long-Runs, die wir hier im Training gefahren sind, können wir ein gutes Ergebnis erwarten.“

Geändert von Martin (18.06.2007 um 07:10 Uhr)
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Alt 17.06.2007, 22:18     #30
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Großer Preis der USA – Rennen, Sonntag – 17.06.07

Wetter: heiß und trocken, 35-38°C Luft, 53-59°C Asphalt

Indianapolis (USA). Das BMW Sauber F1 Team holte im Hitzerennen von Indianapolis einen Punkt. Nick Heidfeld musste seinen F1.07 in der 56. Runde wegen eines Hydrauliklecks abstellen. Ersatzmann Sebastian Vettel beendete seinen ersten Grand Prix auf Platz acht.

Sebastian Vettel: 8.
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.13,862 min in Rd. 53 (sechstschnellste insgesamt)
„Das Rennen war phantastisch. Es hat viel Spaß gemacht und war länger, als ich mir das je vorgestellt hätte. Ich kann mich glücklich schätzen, noch einen Punkt bekommen zu haben. Die Situation in der ersten Kurve war sehr eng. Mein Start war okay, aber nicht gut. Als ich sah, wie dicht die Autos um mich herum sind, wollte ich später bremsen und vor die anderen zu kommen, aber das hat nicht funktioniert. Um eine Kollision zu vermeiden, bin ich in Kurve zwei geradeaus gefahren und habe dabei einige Plätze verloren. Danach hing ich im Verkehr fest, und das hat unsere Strategie mehr oder weniger ruiniert. Trotzdem ist es positiv, das erste Rennen zu beenden und dies in den Punkterängen. Das Auto hat gut funktioniert. Ich hätte schneller fahren können, steckte aber meistens fest. Überholen ist nicht einfach, die anderen schlafen ja nicht und wissen, wie man sich verteidigt. Am Ende war ich erleichtert, als ich die schwarz-weiß karierte Flagge sah. Ich freue mich über den Punkt, das Team war fantastisch. Ich möchte mich bei allen Mechanikern und Ingenieuren für ihre Unterstützung bedanken.”


Nick Heidfeld: Ausfall in Runde 56
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.13,414 min in Rd. 20 (fünftschnellste insgesamt)
„Mein Start war gut, ich konnte gegen Kimi Räikkönen einen Platz gut machen. Im ersten Stint war mein Tempo okay. Felipe konnte mir zwar anfangs etwas wegfahren, aber das legte sich. Dann haben beim Anbremsen von Kurve eins die Hinterräder blockiert, und ich habe mich gedreht. Als ich wieder losfahren wollte, habe ich keinen Gang reinbekommen, deshalb ist Heikki Kovalainen durchgeschlüpft. Bei dem Dreher hatte ich mir einen Bremsplatten eingehandelt und bin deshalb etwas früher zum Reifenwechsel gefahren. Danach lief es ein paar Runden gut, ich konnte an Kimi und an Heikki vorbei. Kimi war im Topspeed überlegen, ich konnte ihn später nicht halten. Nach dem zweiten Boxenstopp steckte ich hinter Mark Webber, aber dann kamen ohnehin die Hydraulikprobleme, und das war es dann.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das war natürlich nicht das Resultat, das wir uns erhofft hatten. Nick war in einem abwechslungsreichen Rennen gut unterwegs, schied dann aber aufgrund eines Hydrauliklecks aus. Ich freue mich für Sebastian und das Team, dass er uns in seinem Debütrennen einen Punkt beschert hat. In der ersten Kurve hat er Lehrgeld bezahlt und drei Plätze verloren, danach ist er ein fehlerfreies Rennen gefahren. Robert hat vor dem nächsten Rennen in Magny-Cours noch einen medizinischen Check. Sobald er wieder einsatzfähig ist, wird er im Auto sitzen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir haben uns hier deutlich unter Wert geschlagen. Nick hat beim Start eine Position gutgemacht und dann eine hohes Tempo fahren können. Er hat den Anschluss an die ersten Drei nicht verloren, das war sehr erfreulich. Wir haben Nick wegen eines Bremsplatten vorzeitig an die Box geholt, er war später aber wieder Vierter. Leider musste er das Rennen später wegen eines Hydrauliklecks beenden. Sebastian hat seine Chancen auf eine gute Platzierung im Gerangel der ersten Kurver nach dem Start vertan. Weil er dadurch in eine Gruppe reingefallen ist, die deutlich langsamer war, konnte er das Potenzial des Autos nicht ausschöpfen. So hat ihm am Ende die entscheidende Sekunde gefehlt, um einen Platz weiter vorn anzukommen. Wir hatten auch ihn etwas früher an die Box geholt und versucht, ihn aus dem Verkehr zu befreien. Immerhin haben wir am Ende noch einen Punkt nach Hause gebracht.“

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