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Alt 24.09.2007, 09:42     #21
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WTCC - Läufe 15 & 16 - 25./26. August 2007, Oschersleben (DEU) - Qualifying


Jörg Müller schnellster BMW Fahrer im Qualifying von Oschersleben.

Oschersleben (Deutschland), 25. August 2007. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany hat sich für den 15. Lauf der FIA World Touring Car Championship den vierten Startplatz gesichert. Im Qualifying in der "Motorsport Arena Oschersleben" erreichte der WM-Spitzenreiter eine Zeit von 1:36,353 Minuten und blieb damit nur 0,062 Sekunden hinter der Bestzeit von SEAT-Pilot Gabriele Tarquini (ITA).

Als Sechster komplettierte Augusto Farfus (BRA) das gute Ergebnis vom BMW Team Germany vor heimischer Kulisse. Auch Andy Priaulx (GBR), der für das BMW Team UK hinter Müller und Farfus Rang drei in der Fahrerwertung belegt, hat alle Chancen auf gute Resultate am morgigen Rennsonntag: Der amtierende Weltmeister belegte im Qualifying den achten Platz. Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain fuhr im 30-minütigen Zeittraining die zehntschnellste Zeit, sein Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) kam nicht über den 21. Platz hinaus.
"Ich habe nicht unbedingt erwartet, hier mit 55 Kilogramm Handicapgewicht im Klassement so weit oben zu stehen", sagte Müller im Anschluss an das Qualifying. "Umso mehr freut es mich, dass ich mir dennoch eine gute Ausgangsbasis für morgen erarbeitet habe. Ich bin optimistisch, den deutschen Fans in den beiden Rennen noch einiges bieten zu können. Vielleicht hätte ich noch weiter vorn landen können. Bei meinem letzten Versuch wollte ich etwas zu viel und bin von der Strecke abgekommen."

Auch Farfus nahm wenige Minuten vor Ende der Session noch eine weitere Zeitenverbesserung in Angriff. Allerdings wurde er auf seiner Aufwärmrunde von einem Konkurrenten getroffen, drehte sich ins Kiesbett und musste vorzeitig aufgeben. "So etwas ist natürlich nicht schön, aber auch nicht sonderlich tragisch", meinte Farfus. "In bin in einer guten Position, um einige Punkte mitzunehmen. Und genau das ist in unserer Meisterschaft das Wichtigste."
Die Zuschauer in der Madgeburger Börde erlebten ein spannendes Qualifying, in dem die Bedingungen auf der 3,696 Kilometer langen Strecke Minute um Minute besser wurden. Priaulx und Porteiro stellten ihre persönlichen Bestzeiten genauso wie die meisten anderen Piloten im Feld erst am Schluss auf. Der Endspurt um die Vergabe der Startplätze begann gut sechs Minuten vor dem Ende, als das Qualifying nach einer kurzen Unterbrechung wieder aufgenommen wurde. Michel Jourdain jr. (MEX/SEAT) war in der Bilstein-Schikane mit der Streckenbegrenzung kollidiert, so dass zur Reinigung der Fahrbahn eine Pause nötig wurde.

Das 15. Rennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2007 beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr und ist live auf Eurosport 2 und n-tv zu sehen. Das Nachmittags-Rennen startet um 16.05 Uhr (live auf Eurosport International).

Daten und Ergebnisse Oschersleben:

Strecke / Datum Motorsport Arena Oschersleben/ 26. August 2007

Runde / Distanz 3,696 km / 51,74 km (14 Runden)

Poleposition 2007 Gabriele Tarquini (SEAT, 1:36,291 Minuten)

Sieger 2006 Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK)

Rennen 2: Jörg Müller (BMW Team Germany)

Schnellste Runden
2006 Rennen 1: Rickard Rydell, 1:34,048 Minuten
Rennen 2: Augusto Farfus, 1:33,749 Minuten
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Alt 24.09.2007, 09:45     #22
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WTCC - Läufe 15 & 16 - 25./26. August 2007, Oschersleben (DEU) - Rennen


Farfus gewinnt für BMW in Oschersleben und übernimmt WM-Führung.

Oschersleben (Deutschland), 26. August 2007. Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany hat den 16. Lauf der FIA World Touring Car Championship gewonnen. In der "Motorsport Arena Oschersleben" überquerte er vor BMW Team UK Pilot Andy Priaulx (GBR) als Sieger die Ziellinie. Im ersten Rennen des Tages war Farfus Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) als Vierter der bestplatzierte Pilot der BMW Länderteams, schied jedoch nach einer unverschuldeten Kollision im zweiten Lauf vorzeitig aus. Priaulx wurde in Rennen eins Fünfter, Farfus belegte Rang sieben.

Damit feierte BMW beim siebten Auftritt im Rahmen einer Tourenwagen-Europa- oder Weltmeisterschaft in der Magdeburger Börde den insgesamt zehnten Laufsieg. Für Farfus war es der dritte Saisonerfolg. In der WTCC-Fahrerwertung liegt der 23-Jährige nun mit 69 Punkten an der Spitze. Mit nur einem Punkt Rückstand folgt Priaulx auf dem zweiten Platz, Müller rangiert sechs Zähler hinter Farfus auf Position drei. Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr wechselte die WM-Führung zwischen den beiden Fahrern vom BMW Team Germany hin und her. In der Herstellerwertung hat BMW nach den Heimrennen in Oschersleben 204 Punkte auf dem Konto und konnte seine Führung verteidigen. Der Vorsprung auf SEAT beträgt 29 Punkte.

Die entscheidenden Szenen im ersten Rennen auf der 3,696 Kilometer langen Strecke bekamen die Zuschauer bereits unmittelbar nach dem Start zu sehen. Es kam zu zwei Massenkollisionen, in welche die beiden Fahrer vom BMW Team Italy-Spain verwickelt waren: Alessandro Zanardi (ITA) wurde von einem Konkurrenten berührt, verlor die Kontrolle über seinen BMW 320si WTCC und stieß mit weiteren Autos zusammen. Neben Zanardi schieden drei andere Fahrer bei diesem Zwischenfall aus. Wenig später musste auch sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) aufgeben. Der Rookie, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte, wurde von Peter Terting (DEU/SEAT) getroffen, der zuvor anderen Piloten ausgewichen war. Das Resultat war eine weitere Karambolage, die erneut für einige Fahrer das Rennende bedeutete. Es folgte eine Safety-Car-Phase.

Nach Wiederaufnahme des Laufs zu Beginn der vierten Runde änderte sich in der Spitzengruppe des Feldes nichts mehr. Müller hatte seinen vierten Startplatz verteidigt, Priaulx war vom achten auf den fünften Rang vorgerückt. Auch Farfus konnte sich aus den Startunfällen heraushalten und belegte schließlich den siebten Platz. In den folgenden acht Runden übten sowohl Müller als auch Farfus Druck auf die vor ihnen fahrenden Piloten aus. Mit Handicapgewicht in Höhe von 55 bzw. 50 Kilogramm war es ihnen jedoch nicht möglich, zu einem entscheidenden Überholmanöver anzusetzen. Schließlich hielten die drei BMW Fahrer ihre Positionen bis zum Schluss - und sicherten sich so eine gute Ausgangsbasis für Lauf zwei.

Auch nach dem Start ins zweite Rennen endete der Lauf eines BMW Fahrers vorzeitig. Lokalmatador Müller wurde von Jordi Gené (ESP/SEAT) ins Kiesbett gedrängt, wobei die Hinterradaufhängung des BMW 320si WTCC beschädigt wurde. Zwar versuchte der 37-Jährige, das Rennen am Ende des Feldes fortzusetzen, musste aber in der fünften Runde endgültig aufgeben.

Nach guten Starts lieferten sich Farfus und Priaulx ein packendes Duell um die Spitze. Farfus hatte sich am Start vom zweiten auf den ersten Platz verbessert, Priaulx machte zwei Positionen gut und nahm die Verfolgung seines Markenkollegen auf. Mehrere Male setzte der amtierende Weltmeister zum Überholmanöver an. Farfus wehrte die Attacken jedoch ab und beging selbst keine Fehler, so dass er nach 14 Runden den siebten Saisonsieg für BMW perfekt machen konnte. Porteiro war ebenfalls schnell unterwegs und lag bereits auf Position zehn, als er aufgrund einer Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts in die Box kam und auf den 20. Platz zurückfiel. Zanardis furiose Aufholjagd vom 23. Rang wäre beinahe mit einem WM-Punkt belohnt worden. In der letzten Runde hatte der 40-Jährige den achten Platz von Tiago Monteiro (PRT) erobert. Allerdings konnte der SEAT-Pilot kontern, Zanardi verlor im Zweikampf an Schwung und fiel bis auf den 15. Platz zurück.


Reaktionen:

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
"Das war für mich das härteste Rennen des Jahres. Andy hat mir im Nacken gesessen, und es ging einfach darum, keinen Fehler zu machen. Das ist mir gelungen. Am Anfang lag mein Auto perfekt, dann hatte ich mit etwas Untersteuern zu kämpfen. Aber es hat dennoch zum Sieg gereicht. Die WM-Führung wechselt in diesem Jahr nahezu nach jedem Rennwochenende. Und es wird in den nächsten Rennen sicher noch härter. Erst in Macau wird die Entscheidung fallen."

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Eigentlich war ich im zweiten Rennen schneller als Augusto. Aber ich wollte kein allzu großes Risiko im Zweikampf mit meinem Markenkollegen eingehen. Dennoch war ich angriffslustig. Ich habe darauf gewartet, dass er einen Fehler macht. Allerdings hat mir Augusto diesen Gefallen nicht getan. Zum Glück hatte ich hinter mir ein bisschen Luft auf Gené. Die Weltmeisterschaft ist noch lang. Aber es fühlt sich gut an, dass mein Auto wieder mehr Speed in sich hat."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Das erste Rennen ist relativ langweilig für mich verlaufen. Mit 55 Kilogramm Handicapgewicht an Bord konnte ich James Thompson nicht überholen, obwohl ich in den Kurven schneller war. Am Ende habe ich gepunktet. Das war mir im zweiten Lauf leider nicht vergönnt. Nach einem guten Start wurde ich ins Kiesbett befördert. Damit war mein Heimrennen für mich beendet. Es ist schade, dass ich die WM-Führung verloren habe. Aber noch sind sechs Rennen zu fahren."

Daten und Ergebnisse Oschersleben:

Strecke / Datum Motorsport Arena Oschersleben/ 26. August 2007

Runde / Distanz 3,696 km / 51,74 km (14 Runden)

Poleposition 2007 Gabriele Tarquini (SEAT, 1:36,291 Minuten)

Sieger 2007 Rennen 1: Yvan Muller (SEAT)

Rennen 2: Augusto Farfus (BMW Team Germany)

Schnellste Runden
2007 Rennen 1: Roberto Colciago, 1:37,262 Minuten
Rennen 2: James Thompson, 1:37,310 Minuten
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Alt 24.09.2007, 09:48     #23
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WTCC - Läufe 17 & 18 - 22./23. September 2007, Brands Hatch (GBR) - Qualifying


FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2007
Läufe 17 & 18 - 22./23. September 2007, Brands Hatch (GBR) - Qualifying


BMW Pilot Müller startet in Brands Hatch vom siebten Platz.

Brands Hatch (Großbritannien), 22. September 2007. Im Qualifying zum 17. Lauf der FIA World Touring Car Championship auf dem "Brands Hatch Circuit" hat Jörg Müller (Hückelhoven) den siebten Platz belegt und war damit der bestplatzierte Pilot der BMW Länderteams. Er umrundete er die traditionsreiche Strecke in 1:33,297 Minuten.

Dem BMW Team Germany Fahrer fehlten trotz 60 Kilogramm Handicapgewichts an Bord seines Autos lediglich 0,279 Sekunden auf Alain Menu (Chevrolet/SUI), der sich die Poleposition sicherte. Gaststarter Colin Turkington (GBR) - in einem BMW 320si WTCC vom Team RAC aus der britischen Tourenwagenmeisterschaft unterwegs - sorgte als Dritter für eine Überraschung.


Lokalmatador Andy Priaulx (GBR), der in der Fahrerwertung als Zweiter einen Rang vor Müller rangiert, wurde für das BMW Team UK Zehnter. WM-Spitzenreiter Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany musste sich nach einem Fehler bei seinem entscheidenden Versuch mit dem 13. Platz zufrieden geben. Wie Müller treten auch Priaulx und Farfus in Großbritannien mit dem maximalen Ballast von 60 Kilogramm an. BMW Team Italy-Spain Pilot Félix Porteiro (ESP) erreichte die zwölftschnellste Zeit, sein Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) wurde 15.

"In erster Linie ist es für mich natürlich wichtig, vor Augusto und Andy, meinen direkten WM-Konkurrenten, zu starten", meinte Müller im Anschluss an die Qualifying-Session. "Das Feld liegt hier in Brands Hatch enorm dicht zusammen. Die ersten 18 Fahrer trennt lediglich eine Sekunde. Wir haben noch während des Zeittrainings etwas am Auto verändert, was sich als richtiger Schritt erwiesen hat. Die Aussichten für morgen sind nicht schlecht. Ich hoffe, dass ich mich im ersten Rennen noch um einige Plätze verbessern und in der Fahrerwertung Boden gutmachen kann."

Priaulx hätte sich hingegen eine bessere Ausgangsposition für seine Heimrennen gewünscht. "Ich bin enttäuscht", meinte der amtierende Weltmeister. "Denn es ging einfach nicht schneller. Ich bin einige identische Runden gefahren und habe mich dann um ein Zehntel gesteigert. Mehr war nicht möglich. Die Balance des Autos war die ganze Session über nicht ideal. Nun müssen wir die Köpfe zusammenstecken und herausfinden, was wir für die Rennen verändern können."
Im Gegensatz zum Vorjahr, als das gesamte WTCC-Wochenende in Brands Hatch von starkem Regen begleitet wurde, präsentierte sich der 3,703 Kilometer lange Kurs am Samstag von seiner sonnigen Seite. Auch für den Rennsonntag sind gute Bedingungen vorhergesagt.



Daten und Ergebnisse Brands Hatch:
Strecke / Datum Brands Hatch Circuit / 23. September 2007

Runde / Distanz 3,703 km / 51,84 km (14 Runden)

Poleposition 2007 Alain Menü (Chevrolet), 1:33,018 Minuten

Sieger 2006 Rennen 1: Yvan Muller (SEAT)

Rennen 2: Alain Menu (Chevrolet)

Schnellste Runden 2006
Rennen 1: Peter Terting, 1:41,572 Minuten
Rennen 2: Alain Menu, 1:43,211 Minuten
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FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2007
Läufe 17 & 18 - 22./23. September 2007, Brands Hatch (GBR) - Rennen


Priaulx siegt für BMW bei WTCC-Heimspiel in Brands Hatch.

Brands Hatch (Großbritannien), 23. September 2007. Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK hat mit dem Sieg im 18. Lauf der FIA World Touring Car Championship auf dem "Brands Hatch Circuit" die Führung in der Fahrerwertung zurückerobert. Der 33-Jährige verwies im Nachmittags-Rennen auf der 3,703 Kilometer langen Strecke Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain und Robert Huff (Chevrolet/GBR) auf die Plätze zwei und drei. Für Priaulx war es der zweite Sieg in dieser Saison und sein erster Triumph in Brands Hatch als Tourenwagenpilot. Im ersten Lauf des Tages gelang Gaststarter Colin Turkington (GBR), der am Steuer des BMW 320si WTCC sonst für das Team RAC in der britischen Tourenwagenmeisterschaft antritt, als Dritter hinter Alain Menu (Chevrolet/SUI) und James Thompson (Alfa Romeo/GBR) der Sprung auf das Podium.

Nicht nach Plan verlief der Rennsonntag in Großbritannien für die Fahrer vom BMW Team Germany. Augusto Farfus (BRA), der als Spitzenreiter nach Brands Hatch gereist war, blieb ohne WM-Punkte. Jörg Müller (Hückelhoven) musste sich mit drei Zählern zufrieden geben. Priaulx führt das Klassement nun mit 81 Punkten vor Farfus an, der weiterhin 69 Punkte auf dem Konto hat. Müller liegt vier Läufe vor Saisonende mit 66 Punkten auf dem vierten Platz der Fahrerwertung. Bei den Herstellern hält BMW mit 227 WM-Zählern weiterhin die Spitze.

Das erste Rennen nahm für Müller schon kurz nach dem Start eine negative Wendung: Er wurde in der ersten Kurve von SEAT-Pilot Gabriele Tarquini (ITA) getroffen, fiel nach dem daraus resultierenden Dreher weit zurück und kam schließlich auf dem 14. Platz ins Ziel. Anders als Müller blieben die weiteren Fahrer der BMW Länderteams von Kollisionen verschont. Priaulx konnte sich vom zehnten auf den achten Platz verbessern, Porteiro rückte von Position zwölf auf den neunten Rang vor. Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain machte von Startplatz 23 fünf Positionen gut. Im Anschluss an die vom Startunfall ausgelöste Safety-Car-Phase ergaben sich im vorderen Feld nur noch wenige Positionswechsel. Priaulx eroberte im letzten Umlauf den siebten Platz von Pierre-Yves Corthals (SEAT/BEL). Farfus hing hingegen rundenlang hinter Tarquini fest und kam nicht über den elften Platz hinaus.


Zanardi überholte mehrere Konkurrenten und sah nach 16 Runden als 15. die Zielflagge. Turkington zog im vorletzten Umlauf an Jordi Gené (SEAT/ESP) vorbei und übernahm so den dritten Rang. Ein vergleichsweise ruhiges Rennen erlebte Porteiro: Der 24-Jährige hielt seine neunte Position bis zum Schluss - und sicherte sich damit einen WM-Punkt und gleichzeitig die Poleposition für Rennen zwei. Da Gastfahrer Turkington bei seinem WTCC-Debüt außer Konkurrenz antrat, starteten die besten neun anstatt der üblichen besten acht Piloten von Lauf eins in umgekehrter Reihenfolge ins nachmittägliche Rennen.

Im ereignisreichen zweiten Lauf des Tages sorgten Priaulx und Porteiro für den achten BMW Doppelsieg in dieser Saison. Porteiro hielt zunächst seine Führung. Noch in der ersten Runde ging jedoch Priaulx, der am Start Corthals überholt hatte, am Youngster vorbei. Unter dem Jubel der britischen Fans verteidigte Priaulx den ersten Rang bis zur Zieldurchfahrt, Porteiro feierte seine dritte Podestplatzierung in diesem Jahr.

Dahinter ging es turbulent zu: Bereits in der ersten Runde schied Zanardi nach einem Zweikampf mit Roberto Colciago (SEAT/ITA) vorzeitig aus. Im Anschluss an eine Kollision, an der mehrere Autos beteiligt waren, fuhr wenig später das Safety-Car auf die Strecke. Bei Wiederaufnahme des Rennens zu Beginn der dritten Runde ereilte auch Farfus das vorzeitige Aus. An achter Stelle liegend wurde der 24-Jährige noch vor der Startlinie von Menu am Heck berührt, verlor daraufhin die Kontrolle über sein Auto und krachte in die Mauer. Die Rennleitung disqualifizierte Menu, der sich anschließend in der Box vom BMW Team Germany persönlich bei Farfus entschuldigte. Müller kämpfte sich im Verlauf des Rennens vom 13. auf den siebten Platz vor und sicherte der Mannschaft von Schnitzer Motorsport so zumindest drei WM-Punkte. Turkington bot als Vierter erneut eine starke Vorstellung.



Reaktionen:

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Im ersten Rennen haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wichtig war, den fliegenden Start unbeschadet zu überstehen. Ich habe konstant Druck auf meine Vorderleute gemacht, um nach Möglichkeit noch Positionen gut machen zu können. Auch das hat funktioniert. Der Sieg im zweiten Lauf war etwas ganz Besonderes. Das Wochenende war hart, aber wir haben als Team fantastisch zusammengearbeitet. Das Rennen lief perfekt, und ich konnte es von der Spitze kontrollieren. Einen Zwölf-Punkte-Vorsprung in der Fahrerwertung zu haben ist schön, aber meine Vorbereitung auf die letzten zwei Rennwochenenden wird das nicht beeinflussen. Ich weiß, wie schnell sich die Dinge in dieser Serie wieder verändern können. Vielleicht ist dies mein bislang größter Sieg. Dennoch war es auch ein trauriges Wochenende. Ich möchte diesen Erfolg der Familie von Colin McRae widmen, der am vergangenen Wochenende so tragisch verunglückt ist."

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
"Mit leeren Händen aus Brands Hatch abzureisen, wirft mich im Titelkampf zurück. Alain Menu hat sich bei mir entschuldigt. Das akzeptiere ich, er ist ein Profi. Allerdings bringt mir das nicht die Punkte zurück, die ich ohne den Unfall vielleicht gewonnen hätte."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Ich bin natürlich enttäuscht. Am Start von Lauf eins wurde ich in die Zange genommen, damit war mein Rennen schon nach der ersten Kurve gelaufen. Zumindest habe ich noch drei Punkte herausgeholt. In der Meisterschaft sieht es nicht so gut für mich aus. Aber noch sind vier Rennen zu fahren - und man weiß in der Tourenwagen-WM nie, was passiert."


Colin Turkington (Team RAC):
"Das habe ich nicht erwartet. Als Gaststarter hatte ich den Vorteil, mit relativ wenig Handicapgewicht anzutreten. Schon mit dem Qualifying war ich sehr zufrieden, wusste aber, dass die Rennen härter werden würden. Aber mein BMW war im Rennverlauf sehr stark, genauso wie wir es schon in der BTCC gesehen haben. Ich konnte dem Druck standhalten und freue mich nun über den Podestplatz."


Fahrerwertung:

1. Priaulx (81 Punkte),
2. Farfus (69),
3. Muller (67),
4. Müller (66),
5. Thompson (57),
6. Menu (55),
7. Tarquini (51),
8. Larini (48).

Herstellerwertung:

1. BMW (227),
2. SEAT (195),
3. Chevrolet (172),
4. Alfa Romeo (97).
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Geändert von Martin (26.09.2007 um 06:02 Uhr)
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WTCC - Läufe 19 & 20 - 06./07. Oktober 2007, Monza (ITA) - Vorschau

Unterschiedliche Ausgangslagen für BMW Fahrer in Monza.

München, 01. Oktober 2007. Die BMW Länderteams treten am kommenden Wochenende auf dem "Autodromo Nazionale di Monza" in Italien an, wo die Läufe 19 und 20 der FIA World Touring Car Championship auf dem Programm stehen. Nach seinem Sieg in Brands Hatch vor acht Tagen reist Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK als Meisterschaftsführender in die Lombardei. Der amtierende Weltmeister hat 81 Punkte auf dem Konto und liegt damit zwölf Punkte vor BMW Team Germany Pilot Augusto Farfus (BRA). Priaulx sieht seinem 100. Rennen mit BMW in der Europa- bzw. Weltmeisterschaft entgegen.

Zum ersten Mal in dieser Saison klafft zwischen dem WM-Spitzenreiter und seinen Verfolgern eine relativ große Lücke. Bisher hatten sich Priaulx, Farfus und dessen Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) regelmäßig auf dem ersten Rang der Fahrerwertung abgewechselt. Nun ist die Ausgangssituation anders: Priaulx wird mit 60 Kilogramm Handicapgewicht versuchen, seinen Vorsprung auf jeden Fall zu halten, um dann beim Saisonfinale in Macau alle Trümpfe in der Hand zu halten.

Farfus und Müller, die ebenfalls mit dem höchstmöglichen Ballast starten, setzen hingegen alles daran, den Rückstand auf ihren Markenkollegen in den letzten Rennen auf europäischem Boden in dieser Saison zu verringern. Dabei behält das BMW Trio auch die Konkurrenten der anderen Hersteller im Blick, die sich ebenfalls noch Hoffnungen auf den Titelgewinn machen können.

In Monza verstärkt erneut Fredrik Ekblom (SWE) das BMW Team UK. Der 36-Jährige tritt als frisch gekürter Meister der schwedischen Tourenwagenmeisterschaft (STCC) an. Dort sicherte er sich im BMW 320si WTCC den Titel. Ekblom möchte es nach den Plätzen 12 und 14 bei seiner WM-Premiere in Anderstorp nun mindestens in die Punkteränge schaffen.

Gleiches gilt auch für die Fahrer vom BMW Team Italy-Spain. Félix Porteiro (ESP) erlebte in Brands Hatch zuletzt ein erfolgreiches Wochenende und feierte seinen dritten Podestplatz. Für Alessandro Zanardi (ITA) ist das Heimspiel vor Tausenden begeisterter Tifosi in Monza seit jeher ein Saisonhighlight.

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
"Vor meinen italienischen Fans anzutreten, wird natürlich auch in diesem Jahr etwas Spezielles für mich sein. Allerdings freue mich auch unabhängig davon auf die Strecke in Monza. Sie ist einfach fantastisch und fasziniert Formel-1- und Tourenwagenpiloten gleichermaßen. Es gibt unendlich lange Geraden und einige harte Bremspunkte. Dort in einem Rennwagen unterwegs zu sein, macht großen Spaß. Der Kurs kommt meinem Fahrstil entgegen, denn in Monza war ich bisher immer schnell. Im vergangenen Jahr hatte ich die Gelegenheit, um den Sieg mitzufahren. Ich hoffe, dass dies auch 2007 so ist. Das Jahr ist für mich bislang nicht nach Wunsch verlaufen. Umso wichtiger sind meine Heimrennen für mich: Mit einem guten Ergebnis könnten wir die Saison doch noch zu einem versöhnlichen Abschluss bringen."
Historie und Hintergrund:

Seit 2001 fehlte Monza nur einmal im Kalender von Europa- oder Weltmeisterschaften im Tourenwagensport: 2002 fanden die italienischen Läufe der ETCC in Pergusa statt. Drei Mal (2001, 2004 und 2005) war das "Autodromo Nazionale di Monza" Schauplatz des Saisonauftakts. 2003 wurde dort der EM-Titel vergeben.

Für BMW stehen in Monza zwei Siege in der Tourenwagen-EM durch Jörg Müller sowie zwei Triumphe in der WTCC zu Buche. Einen besonderen Erfolg feierte Andy Priaulx im vergangenen Jahr. Beim ersten Renneinsatz des BMW 320si WTCC errang der 33-Jährige nicht nur auf Anhieb die Poleposition, sondern ließ auch noch den Sieg im ersten Lauf folgen.

Das zweite Rennen 2006 endete für die BMW Länderteams hingegen mit einer Enttäuschung. Keiner der fünf angetretenen Piloten sah nach Unfällen die Zielflagge. Alessandro Zanardi setzte als Zweiter in der vorletzten Runde zum Überholmanöver gegen den Führenden Augusto Farfus an. Es kam zur Kollision, wobei Zanardis Auto einen Aufhängungsschaden davontrug. Mit einem Podestplatz vor Augen musste der Routinier aufgeben.

Die Anlage im "Königlichen Park" von Monza ist eine der letzten echten Hochgeschwindigkeitsstrecken. Das zeigt sich in den Rennen der Tourenwagen-WM, noch beeindruckender sind jedoch die in der Formel 1 erreichten Top-Speeds: Robert Kubica (POL) war mit 351,7 km/h für das BMW Sauber F1 Team beim diesjährigen Grand Prix von Italien der schnellste Fahrer im Feld. Er belegte den fünften Platz, sein Teamkollege Nick Heidfeld (Mönchengladbach) kam als Vierter ins Ziel.

Monza liegt 15 Kilometer nordöstlich von Mailand am Lambro und gehört zur Lombardei. In der Stadt leben 122 000 Menschen.
Die Rennstrecke wurde 1922 eröffnet und in ihrer langen Geschichte vielfach umgebaut. Überreste einer Steilwand sind stumme Zeugen ihrer Anfangstage. Seit dem 1000-Kilometer-Rennen im Jahr 1967 wird das Oval, das zum ursprünglichen Layout des Kurses gehörte, nicht mehr befahren.

Das "Autodromo Nazionale di Monza" ist hinter dem "Guia Circuit" von Macau die zweitlängste Strecke im diesjährigen Rennkalender der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. In den beiden Rennen müssen die Piloten den 5,770 Kilometer langen Kurs neun Mal umrunden, ehe sie die Zielflagge sehen.
In der BMW Hospitality im Fahrerlager stehen die Piloten der BMW Länderteams am Samstag von 17 Uhr bis 17.15 Uhr für Gruppeninterviews zur Verfügung. Einzelgespräche sind nach vorheriger Vereinbarung im Anschluss möglich.
Das erste Rennen in Monza wird am Sonntag um 12.05 Uhr gestartet. Der zweite Lauf beginnt um 15.35 Uhr. Eurosport International überträgt jeweils live.
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WTCC - Läufe 19 & 20 - 6./7. Oktober 2007, Monza (ITA) - Qualifying


Farfus, Porteiro und Müller starten für BMW in Monza aus den Top-Ten.

Monza (Italien), 6. Oktober 2007. Im Qualifying für das 19. Rennen der FIA World Touring Car Championship in Monza war Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany als Sechster der bestplatzierte BMW Pilot. Für seine persönlich schnellste Runde auf dem "Autodromo Nazionale" benötigte der 24-Jährige eine Zeit von 2:00,386 Minuten. BMW Team Italy-Spain Fahrer Félix Porteiro (ESP) sicherte sich als Siebter einen Platz in der vierten Startreihe. Yvan Muller (SEAT/FRA) steht am Sonntag im ersten von zwei Sprintrennen auf der Poleposition. WM-Spitzenreiter Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK belegte im Zeittraining den 13. Rang.

Farfus lobte nach der 30-minütigen Session die Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen Jörg Müller (Hückelhoven), der die zehntschnellste Zeit fuhr. "Man muss auf dieser Strecke einfach als Team agieren", meinte Farfus. "Wir haben gute Arbeit geleistet, und der Windschatten auf den langen Geraden hat optimal gepasst. Es ist nicht einfach, die Runden so zu timen, dass man nicht in Verkehr gerät. Wir wussten vor dem Qualifying nicht genau, wie konkurrenzfähig wir hier sein würden. Nun bin ich zuversichtlich für die beiden Rennen."

Priaulx und seinem Teamkollegen Fredrik Ekblom (SWE) gelang es nur im ersten von drei Versuchen auf der 5,770 Kilometer langen Strecke, vom gegenseitigen Windschatten zu profitieren. Der Rest des Qualifyings verlief nicht nach Wunsch, wie der amtierende Weltmeister berichtet. "Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, es beim zweiten und dritten Mal noch besser zu machen. Aber leider ließ das der Verkehr, in dem wir steckten, nicht zu. Natürlich ist der 13. Platz nicht optimal. Ich hoffe aber auf einen guten Start im ersten Lauf, um im zweiten Rennen von der umgekehrten Startreihenfolge profitieren zu können." Ekblom musste sich in seinem zweiten WTCC-Qualifying mit dem 20. Startplatz zufrieden geben.

Das BMW Team Italy-Spain sah das Qualifying-Ergebnis mit gemischten Gefühlen. Einerseits freute sich Porteiro über den aussichtsreichen siebten Platz. Für Alessandro Zanardi (ITA) verlief der Nachmittag hingegen enttäuschend. Der Lokalmatador hatte seine Zeit kurz vor Ende des Qualifyings in den ersten beiden Streckenabschnitten erheblich verbessert, als ein Fahrfehler im Schlussdrittel den Sprung ins vordere Feld doch noch verhinderte. Der 40-Jährige nimmt das erste Rennen vom 19. Platz auf. Dennoch sorgte Zanardi am Samstag einmal mehr für positive Schlagzeilen: Er gab bekannt, dass er am 4. November in einem speziellen Handfahrrad beim populären New York Marathon antreten wird.

Zunächst stehen für Zanardi und seine BMW Markenkollegen aber die beiden letzten WM-Läufe auf europäischem Boden in diesem Jahr auf dem Programm. Rennen eins beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr, Lauf zwei wird um 15.35 Uhr gestartet. Eurosport International überträgt jeweils live.

Daten und Ergebnisse Monza:

Strecke / Datum Autodromo Nazionale di Monza / 07. Oktober 2007

Runde / Distanz 5,770 km / 51,93 km (9 Runden)

Poleposition 2007 Yvan Muller (SEAT), 1:59,487 Minuten


Sieger 2006

Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK)

Rennen 2: Augusto Farfus (Alfa Romeo)


Schnellste Runden 2006

Rennen 1: Gabriele Tarquini (SEAT), 2:02,176 Minuten

Rennen 2: James Thompson (SEAT), 2:02,337 Minuten
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WTCC - Läufe 19 & 20 - 6./7. Oktober 2007, Monza (ITA) - Rennen


Schwieriges Wochenende für BMW in Monza - Titelrennen bleibt offen.

Monza (Italien), 7. Oktober 2007. Nach den Läufen 19 und 20 der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Monza steht fest, dass über die Vergabe des WM-Titels auch in diesem Jahr erst beim Saisonfinale in Macau entschieden wird. Auf dem "Autodromo Nazionale di Monza" sammelten Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany und BMW Team Italy-Spain Pilot Alessandro Zanardi (ITA) Punkte für die BMW Länderteams. Farfus rückte damit in der Fahrerwertung näher an Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK heran, der Italien mit leeren Händen verließ. Der Titelverteidiger liegt punktgleich mit dem Sieger des ersten Rennens Yvan Muller (SEAT/FRA) an der Spitze. Im zweiten Lauf des Tages setzte sich SEAT-Pilot Jordi Gené (ESP) durch.


Die Ausgangslage vor den beiden abschließenden Rennen in Macau könnte kaum spannender sein. Farfus lauert zehn Punkte hinter Priaulx und Muller auf dem dritten Platz des Gesamtklassements. Auch sein Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) hat als Fünfter noch theoretische Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Insgesamt können noch sechs Fahrer Weltmeister werden. In der Markenwertung liegt BMW mit 237 Punkten weiterhin in Führung. Der Vorsprung auf SEAT beträgt vor den beiden abschließenden Rennen des Jahres zehn Zähler.
Im ersten Rennen war Farfus der einzige BMW Pilot in den Punkterängen. Er erwischte einen guten Start und konnte seine sechste Position zunächst verteidigen. Zwar musste der 24-Jährige in der vierten Runde Alain Menu (Chevrolet/SUI) passieren lassen, sicherte sich aber als Siebter dennoch einen Platz in der ersten Startreihe für Lauf zwei. Drei Fahrer der BMW Länderteams wurden allerdings durch Unfälle in der ersten Schikane früh zurückgeworfen. Müller erhielt einen Stoß von einem Konkurrenten, wobei der hintere linke Radträger seines BMW 320si WTCC Beschädigungen davontrug. Er konnte das Rennen zwar fortsetzen, verlor jedoch Runde für Runde an Boden und musste sich mit dem 17. Platz zufrieden geben. Priaulx traf es noch schlimmer: Er wurde in der Schikane umgedreht und schleppte sich mit einer beschädigten Hinterradaufhängung zurück in die Box. Kurz vor Rennende ging der 33-Jährige noch einmal für einen Funktionscheck auf die Strecke, kam jedoch nicht mehr in die Wertung.


Glück im Unglück hatte Lokalmatador Zanardi. Er fiel zwar wie seine beiden Markenkollegen nach einem Zwischenfall in Kurve eins zurück, fand aber dank einer kämpferischen Leistung wieder ins Rennen zurück. Schließlich sah er noch als 13. die Zielflagge. Sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) hielt lange die achte Position, die er seit dem Start innehatte. In der sechsten Runde kostete ihn aber ein misslungener Überholversuch von SEAT-Fahrer Oscar Nogues (ESP), bei dem sich beide Autos berührten, die mögliche Poleposition für Lauf zwei. Auch Porteiro verlor viele Plätze und kam als 19. ins Ziel. Besser lief es für Fredrik Ekblom (SWE) in seinem dritten Rennen für das BMW Team UK in diesem Jahr. Vom 19. Startplatz schob er sich Position für Position nach vorn und belegte den elften Rang.


Priaulx feierte mit seinem Start in den zweiten Lauf ein besonderes Jubiläum: Zum 100. Mal trat er für BMW in der Europa- bzw. Weltmeisterschaft an. Allerdings hatte sich der Fahrer von der Kanalinsel Guernsey das Rennen ganz anders vorgestellt. Wie am Vormittag kam er auch diesmal nicht über die erste Kurve hinaus und musste in Folge einer weiteren Kollision die Box ansteuern und aufgeben. Porteiro erging es nicht besser. Der 24-Jährige schied kurz nach dem Start - ebenfalls nach einem Zwischenfall - mit einem Schaden am linken Vorderrad aus.


Auch Farfus erlebte ein enttäuschendes Rennen. Am Start konnte er zwar seine zweite Position halten, in der folgenden "Curva Grande" kam es jedoch zur Kollision mit Gabriele Tarquini (SEAT/ITA). Sein BMW 320si WTCC kam von der Strecke ab, schoss quer über die Fahrbahn und blieb schließlich auf der gegenüberliegenden Seite an der Mauer stehen. Dieser Unfall beeinflusste auch das Rennen von Ekblom. An zehnter Stelle liegend ging er vom Gas, um Farfus auszuweichen. Dabei verlor er an Schwung, so dass einige heranfahrende Piloten vorbeiziehen konnten. Auch der schwedische Tourenwagenmeister war kurz darauf an einer Berührung mit einem Konkurrenten beteiligt und fuhr mit einer beschädigten Lenkung als 13. ins Ziel.


Zanardi und Müller zeigten eine starke Aufholjagd - allerdings mit unterschiedlichem Ausgang. Müller hatte sich vom 17. bereits auf den achten Platz vorgearbeitet, als er von Pierre-Yves Corthals (SEAT/BEL) angegriffen wurde und sich daraufhin drehte. Der 38-Jährige belegte den 15. Platz. Zanardi bot dem italienischen Publikum hingegen vom 13. Startplatz zahlreiche Überholmanöver und wurde dafür mit dem sechsten Platz - und drei WM-Punkten - belohnt.


Reaktionen:

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
"Im ersten Rennen hatte ich wirklich einen guten Start. Anschließend war es jedoch schwierig, meine Vorderleute in Bedrängnis zu bringen. Die Ausgangslage für Lauf zwei war eigentlich gut, und ich hätte durchaus noch näher an die WM-Spitze rücken können. Der Unfall mit Tarquini hat das allerdings unmöglich gemacht. Zumindest fahre ich mit WM-Chancen nach Macau. Dort kann bekanntlich alles passieren."


Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Wie in Oschersleben und Brands Hatch hat man mich im ersten Rennen kurz nach dem Start von der Strecke befördert. Das Auto war danach kaum mehr fahrbar, und ich habe viel Zeit verloren. Von so weit hinten war es natürlich auch im zweiten Lauf nicht einfach, nach vorne zu fahren. Kaum, dass ich wieder in Reichweite der Punkteränge lag, ereignete sich die Kollision mit Corthals. Auf der Strecke wurde heute mit teilweise zu harten Bandagen gekämpft."


Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Das Beste an diesem Wochenende war, dass ich mein 100. Rennen für BMW gefahren bin. Ansonsten ist es nicht gut für mich gelaufen. In beiden Läufen war für mich bereits in der ersten Schikane Schluss. Das ist der Preis, den man bezahlen kann, wenn man im Qualifying nicht vorne dabei ist. Dank des guten Wochenendes in Brands Hatch habe ich in Macau noch immer die Chance, die WM zu gewinnen. Das ist im Augenblick entscheidend."


Fahrerwertung:
1. Priaulx (81 Punkte),
2. Muller (81),
3. Farfus (71),
. Thompson (69),
5. Müller (66),
6. Larini (61),
7. Menu (59),
8. Tarquini (54).

Herstellerwertung:
1. BMW (237),
2. SEAT (227),
3. Chevrolet (194),
4. Alfa Romeo (111).
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WTCC - Zeitplanänderung in Macau lässt BMW Titelanwärter unberührt.

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2007
Zeitplanänderung in Macau lässt BMW Titelanwärter unberührt.

Macau, 15. November 2007. Nachdem zahlreiche Teams erst am Donnerstag ihre komplette Ausrüstung geliefert bekommen haben, folgt das letzte Rennwochenende der FIA World Touring Car Championship 2007 in Macau (MAC) einem veränderten Zeitplan. Die beiden freien Trainings sowie das Qualifying wurden auf Samstag verlegt, an dem die Tourenwagen-Piloten auf dem "Guia Circuit" in den vergangenen Jahren nicht im Einsatz waren.

Aufgrund von logistischen Schwierigkeiten bei der Verschiffung stand unter anderem dem BMW Team Germany und dem BMW Team Italy-Spain zunächst nur ein geringer Teil ihres Equipments zur Verfügung. Ersatzteile, Werkzeug und Boxenausstattung waren nicht rechtzeitig in der ehemaligen portugiesischen Kolonie eingetroffen. Um die Chancengleichheit im Kampf um die Weltmeisterschaft zu gewährleisten, hat der Veranstalter den Zeitplan für das Wochenende geändert. Das 45-minütige Qualifying findet demnach am Samstag ab 16.10 Uhr Ortszeit statt.

"Durch diese Verschiebung wird das Saisonfinale noch intensiver, als es ohnehin schon ist", sagt Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK. "Die Zeitplanänderung ist aber ganz sicher der richtige Schritt. Der Titelkampf muss fair entschieden werden. Das wäre nicht der Fall gewesen, hätten einige Teams weniger Vorbereitungszeit gehabt. Wir wissen, wie gut unser Auto ist. Meinetwegen könnten wir direkt mit dem Qualifying beginnen."


Priaulx führt die Fahrerwertung mit 81 Zählern punktgleich mit Yvan Muller (SEAT/FRA) an. Auch Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany und sein Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) haben noch die Chance, den Titel zu erringen. "An der Ausgangssituation ändert sich nichts", bestätigt Farfus, der mit 71 Punkten Rang drei innehat. "Für uns Fahrer ist es egal, ob wir nun am Freitag oder am Samstag auf der Strecke sind. Wichtig ist, dass die Teams genügend Zeit haben, um die Autos vorzubereiten - und das ist gewährleistet." Der WM-Fünfte Müller ergänzt: "Alle Teams sind diesen Rhythmus von den anderen Rennwochenenden gewohnt. Wir sind gut genug vorbereitet, so dass wir durch die Verschiebung ganz sicher nicht zurückgeworfen werden."

Nicht nur in der Fahrer-WM möchte BMW zum dritten Mal in Folge triumphieren. Vor den beiden Sprintrennen auf der 6,120 Kilometer langen Strecke liegt die Marke auch bei den Herstellern mit 237 Punkten in Führung. Der erste Lauf beginnt am Sonntag wie geplant um 12.00 Uhr Ortszeit (5.00 Uhr MEZ).
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WTCC - Läufe 21 & 22 - 17./18. November 2007, Macau (MAC) - Qualifying

WTCC - Läufe 21 & 22 - 17./18. November 2007, Macau (MAC) - Qualifying

Farfus startet für BMW beim Finale der Tourenwagen-WM aus Reihe zwei.

Macau, 17. November 2007. Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany hat sich im Qualifying für den 21. Lauf der FIA World Touring Car Championship den vierten Startplatz gesichert. Mit einer Zeit von 2:31,751 Minuten war der WM-Dritte im Zeittraining auf dem "Guia Circuit" von Macau der bestplatzierte BMW Pilot.

Andy Priaulx (GBR), der die Fahrerwertung mit 81 Zählern punktgleich mit Yvan Muller (FRA/SEAT) anführt, musste sich mit dem zwölften Rang zufrieden geben. Farfus liegt vor den beiden entscheidenden Läufen zehn Punkte hinter Priaulx und Muller. Jörg Müller (Hückelhoven) belegte für das BMW Team Germany auf der 6,120 Kilometer langen Strecke den 15. Platz. Chevrolet-Pilot Alain Menu (SUI) steht für das erste der beiden Sprintrennen auf der Poleposition.

"Es war das erwartet schwere Qualifying für die BMW Fahrer", meinte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der das Saisonfinale vor Ort verfolgt. "Augusto Farfus hat im Windschatten von Jörg Müller die bestmögliche Zeit erzielt. Der im zweiten Versuch vorgesehene Tausch im Windschatten von Augusto und Jörg hat nicht wie gewünscht funktioniert. Auch Andy Priaulx hat in der entscheidenden Phase des Qualifyings keine optimale Runde fahren können. Damit haben wir eine schwierige Ausgangsposition im Kampf um den WM-Titel. Andererseits ist der Rennverlauf auf keiner Strecke so wenig vorhersehbar wie hier in Macau."


Alessandro Zanardi (ITA) erreichte für das BMW Team Italy-Spain als Zehnter einen Platz in der fünften Startreihe. Sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) schloss die 45-minütige Session auf der elften Position ab. Fredrik Ekblom (SWE), der in Macau erneut für das BMW Team UK antritt, kam nicht über den 20. Platz hinaus.

"Mir war klar, dass dies das härteste Qualifying des Jahres sein würde", sagte Farfus nach dem Zeittraining. "Es geht hier schließlich um die Weltmeisterschaft. Ich bin zufrieden mit der vierten Position. Morgen werde ich mein Bestes geben, damit BMW die Titelverteidigung gelingt." Ein Fehler auf seiner letzten Runde machte es Priaulx unmöglich, noch weiter nach vorn zu kommen. "Auf dem San Francisco Hill habe ich das Heck meines Autos verloren und die Mauer berührt", sagte der zweimalige Weltmeister. "Ich werde deshalb aber gewiss nicht aufgeben. Hier in Macau kann sich in den Rennen eine Menge tun. Es ist weiterhin alles möglich." Auch Müller will seinen Beitrag leisten, damit BMW die Führung in der Herstellerwertung behält. Der 38-Jährige meinte: "Für mich ist es zunächst wichtig, mich aus dem Gerangel im Mittelfeld herauszuhalten. Dann werde ich alles dafür tun, um BMW bei der Titelverteidigung zu unterstützen."
Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 12.00 Uhr Ortszeit (5.00 Uhr MEZ). Die umgekehrte Startreihenfolge der Top-Acht für das zweite Rennen birgt zusätzliche Spannung. Darüber hinaus sind auf dem legendären Stadtkurs Unfälle und daraus resultierende Safety-Car-Phasen keine Seltenheit.



Daten und Ergebnisse Macau:

Strecke / Datum Guia Circuit / 18. November 2007

Runde / Distanz 6,120 km / 55,08 km (9 Runden)

Poleposition 2007 Alain Menu (Chevrolet), 2:31,209 Minuten


Sieger 2006

Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK)
Rennen 2: Jörg Müller (BMW Team Germany)

Schnellste Runden 2006

Rennen 1: Alain Menu (Chevrolet), 2:34,249 Minuten
Rennen 2: Yvan Muller (SEAT), 2:34,394 Minuten
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Geändert von Martin (19.11.2007 um 15:43 Uhr)
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Alt 19.11.2007, 10:19     #30
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WTCC - Läufe 21 & 22 - 17./18. November 2007, Macau (MAC) - Rennen

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2007
Läufe 21 & 22 - 17./18. November 2007, Macau (MAC) - Rennen


BMW und Andy Priaulx gelingt Titelverteidigung in der Tourenwagen-WM.

Macau, 18. November 2007. Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK hat zum dritten Mal in Folge den Fahrertitel in der FIA World Touring Car Championship gewonnen. Auf dem "Guia Circuit" von Macau verschaffte er sich als Achter des ersten Laufs zunächst eine exzellente Ausgangsposition für das letzte Rennen des Jahres, das er anschließend von der Poleposition für sich entschied. Mit 92 Punkten und einem Vorsprung von elf Zählern verwies er Yvan Muller (FRA/SEAT) im Gesamtklassement auf Platz zwei. Auch bei den Herstellern konnte BMW den dritten WM-Titel hintereinander erringen. Insgesamt sammelte die Marke mit dem BMW 320si WTCC in der abgelaufenen Saison 255 Zähler. Privatfahrer Stefano d'Aste (ITA) vom Team Wiechers-Sport sorgte als Gewinner der Independents' Trophy dafür, dass alle zu vergebenen Titel in der Tourenwagen-WM an BMW gingen.

Das Saisonfinale in der ehemaligen portugiesischen Kolonie war an Dramatik kaum zu überbieten. Während Priaulx einmal mehr jubeln konnte, hatten die beiden BMW Team Germany Piloten Pech. Augusto Farfus (BRA) lag im ersten Lauf auf dem zweiten Platz, als er in der letzten Runde von Gabriele Tarquini (ITA/SEAT) angestoßen wurde, in die Mauer einschlug und aufgeben musste. So konnte er im zweiten Lauf nicht mehr in die Entscheidung um den Fahrertitel eingreifen. Der 24-Jährige belegte nach seiner ersten Saison für BMW mit 71 Punkten Platz vier in der Fahrerwertung. Jörg Müller (Hückelhoven) war im zweiten Rennen kurz davor, als Fünfter zumindest vier WM-Zähler aus Macau mitzunehmen. Allerdings wurde auch er kurz vor Rennende von einem Konkurrenten umgedreht, so dass seine beeindruckende Aufholjagd nicht belohnt wurde. Er musste sich mit 66 Punkten und Platz sieben im Gesamtklassement zufrieden geben.


Im ersten Lauf des Tages legte Priaulx den Grundstein für seine erfolgreiche Titelverteidigung und profitierte dabei einerseits vom Ausscheiden Mullers, der bis dahin in Führung gelegen hatte, und vom Unfall zwischen Farfus und Tarquini. Dadurch gelang es ihm, vom zwölften Startplatz doch noch auf den achten Rang zu fahren, der in der WTCC gleichbedeutend mit der Poleposition für das zweite Rennen ist. Farfus hatte am Start Tarquini überholt und hielt Kontakt zum Führungsduo, bestehend aus Muller und Alain Menu (SUI/Chevrolet). Nachdem Muller ausgeschieden war, hätte sich Farfus mit dem Gewinn von acht Punkten im Titelkampf zurück gemeldet. Dann machte die Kollision mit Tarquini alle Hoffnungen des Brasilianers zunichte. Die beiden Fahrer vom BMW Team Italy-Spain, Alessandro Zanardi (ITA) und Félix Porteiro (ESP), kamen auf den Plätzen zehn und zwölf ins Ziel. Müller sah als 13. die Zielflagge, während Fredrik Ekblom (SWE) für das BMW Team UK Rang 16 belegte. Der Sieg ging an Menu.

Vor dem zweiten Rennen stand fest, dass der Fahrertitel zwischen Priaulx und Thompson entschieden würde. Allerdings ließ Priaulx von Beginn an keine Zweifel an seinem Siegeswillen aufkommen: Er startete gut und verteidigte die Führung. Nach wenigen Runden hatte der 33-Jährige einen Vorsprung gegenüber Thompson herausgefahren, der sich am Start vom vierten auf den zweiten Platz verbessert hatte. Priaulx hielt dem Druck stand, beging keinen Fehler und überquerte nach neun Runden zum dritten Mal in dieser Saison als Sieger die Ziellinie. Damit war ihm der vierte Triumph in einer FIA Tourenwagemeisterschaft in Folge - 2004 hatte er bereits die Europameisterschaft gewonnen - nicht mehr zu nehmen.


Weiter hinten im Feld ging es turbulent zu. Zanardi musste in der "Lisboa-Kurve" kurz nach dem Start einem anderen Fahrzeug ausweichen und fand sich abseits der Strecke wieder. In der dritten Runde musste er mit einem technischen Problem aufgeben. Sein Teamkollege Porteiro wurde bei seinem Renndebüt in Macau als Siebter mit zwei WM-Punkten für eine starke Leistung belohnt. Er kam in der Fahrerwertung auf Platz elf, Zanardi schloss die Saison als 15. ab. Ekblom sammelte bei seinem dritten Einsatz für das BMW Team UK in diesem Jahr als Neunter seinen ersten WM-Punkt, da der vor ihm platzierte Gaststarter Colin Turkington (GBR/Team Aviva) im BMW 320si nicht punkteberechtigt war. Müller, der sich vom 13. auf den fünften Platz verbessert hatte, verließ Macau nach dem Unfall kurz vor Ende des Rennens ohne Punkte.

Reaktionen:

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:
"Das war mit Sicherheit die engste Saison, die wir bisher in der Tourenwagen-WM erlebt haben. Noch nie waren wir in einer derart schwierigen Ausgangsposition. Erstmals sind wir nicht als Favoriten nach Macau gereist. Das hat sich im Qualifying bestätigt. Es war klar: Wenn nicht irgendwas Unerwartetes passiert, ist es unmöglich, die Meisterschaft zu gewinnen. Aber Macau war schon immer etwas Besonderes. Hier muss man bis zur Zielflagge alles geben. Das war auch heute der Fall. Der Rennverlauf war unvorhersehbar, aber unsere Fahrer haben die Chance genutzt, die sie hatten. Herzlichen Glückwunsch an Andy Priaulx, das BMW Team UK und alle Mitarbeiter in München, die hart für diesen Erfolg gearbeitet haben. Gratulation auch an unsere Konkurrenten, die uns bis zum letzten Rennen einen harten Kampf geliefert haben."


Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Ich gebe niemals auf. Aber ich wusste, dass etwas Besonderes passieren musste. Man braucht Glück, um die Meisterschaft zu gewinnen, aber man muss sein Glück auch packen, wenn man die Chance dazu hat. Heute war mein Tag. Dank BMW und allen, die mich auch nach einem schwierigen Tag wie gestern unterstützt haben, konnten wir in den Rennen heute zurückkommen. Ich möchte aber auch Yvan Muller mein Mitleid aussprechen. Yvan ist eine fantastische Saison gefahren. Aber auf der anderen Seite bin ich im Augenblick einfach nur glücklich."

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
"Ich bin natürlich maßlos enttäuscht. Nach Yvan Mullers Ausfall wäre ich im Titelrennen plötzlich wieder in einer guten Position gewesen. Aber dann kam es zu dieser unnötigen Kollision. Gratulation an Andy. Er war heute zur richtigen Zeit am richtigen Ort."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Ich habe im zweiten Rennen hart darum gekämpft, weiter nach vorn zu kommen, aber es sollte nicht sein. Wenn man in der letzten Runde von einem Konkurrenten ins Aus befördert wird, dann ist das immer enttäuschend. Ich freue mich, dass BMW wieder alle Titel gewinnen konnte. Im nächsten Jahr werde ich wieder voll angreifen."


Daten und Ergebnisse Macau:

Strecke / Datum Guia Circuit / 18. November 2007

Runde / Distanz 6,120 km / 55,08 km (9 Runden)

Poleposition 2007 Alain Menu (Chevrolet), 2:31,209 Minuten

Sieger 2007

Rennen 1: Alain Menu (Chevrolet)
Rennen 2: Andy Priaulx (BMW Team UK)

Schnellste Runden 2007

Rennen 1: Gabriele Tarquini (SEAT), 2:32,517 Minuten
Rennen 2: Gabriele Tarquini (SEAT), 2:32,840 Minuten
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