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Alt 06.03.2007, 21:12     #1
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WTCC 2007 - FIA World Touring Car Championship 2007 - Vorschau und Rennergebnisse

-------> Alle Informationen zur WTCC 2007 findet Ihr hier <-------

Läufe 1 & 2 – 10./11. März 2007 – Vorschau

Tourenwagen-WM 2007 startet am Wochenende in Curitiba.

Zahlen und Fakten (PDF)


München, 05. März 2007. Am kommenden Wochenende ist das „Autódromo Internacional de Curitiba“ in Brasilien Schauplatz der Läufe eins und zwei der FIA World Touring Car Championship (WTCC). Die Piloten der BMW Länderteams treten erneut mit dem BMW 320si WTCC an, der im Vorjahr Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK zum Fahrertitel und BMW zum Triumph in der Herstellerwertung verholfen hatte.

Während Priaulx den „Titel-Hattrick“ im Visier hat, wollen es seine Markenkollegen dem 32-Jährigen nicht leicht machen, beim Saisonfinale in Macau nach 2005 und 2006 erneut die Weltmeisterschaft zu feiern: Jörg Müller (Hückelhoven) und Augusto Farfus (BRA), die beiden Fahrer des BMW Team Germany, belegten im Vorjahr im Gesamtklassement die Plätze zwei und drei und sind auch in der neuen Saison Anwärter für Siege. Gleiches gilt für Alessandro Zanardi (ITA), der in der Fahrerwertung einen Sprung nach vorn machen möchte. Sein neuer Teamkollege im BMW Team Italy-Spain, Félix Porteiro, ist zwar ein WTCC-Neuling, möchte aber so schnell wie möglich das Leistungsniveau seiner BMW Fahrerkollegen erreichen.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

„Zum ersten Mal findet der Saisonauftakt der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Übersee statt. Wir fiebern dem Start entgegen, schließlich haben wir sowohl den Hersteller- als auch den Fahrertitel zu verteidigen. Uns erwartet eine große Herausforderung. Der BMW 320si WTCC war im vergangenen Jahr das beste Basisauto in der Weltmeisterschaft. Das soll auch 2007 so sein. In der Weltmeisterschaft gehen Fahrzeuge an den Start, die nicht nur Ähnlichkeit mit dem Serienprodukt haben, sondern darauf basieren. Die lange Siegesserie von BMW Fahrzeugen ist ein Kompetenzbeweis, den unsere Kunden zu schätzen wissen.“

Andy Priaulx (BMW Team UK):

Ich freue mich, dass die neue Saison endlich beginnt. Bereits auf dem Heimflug von Macau, wo ich im Vorjahr den Titel gewann, hat sich meine Konzentration auf 2007 fokussiert. Es macht keinen Unterschied, ob man bereits zwei Weltmeisterschaften gewonnen hat oder nicht – ein Rennfahrer will immer siegen. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen Fahrer in der Serie. Deshalb wird es erneut spannend zugehen. Ich habe großes Vertrauen, dass mir das BMW Team UK wieder das bestmögliche Auto zur Verfügung stellen wird, um mich durchsetzen zu können.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):

„Ich habe die Saison 2006 mit einem Sieg in Macau beendet und bin überzeugt, dass unser Paket stark genug ist, um in diesem Jahr von Anfang an ganz vorne mit dabei zu sein. Es ist mein Ziel, es Andy Priaulx schwer zu machen, seinen dritten Titel zu gewinnen. Auf der anderen Seite werde ich alles dafür tun, damit BMW erneut in der Herstellerwertung triumphiert. Ich bin motivierter denn je. Der Rennkalender ist sehr abwechslungsreich, und ich freue mich vor allem auf die Stadtkurse. Zunächst gilt es jedoch, in Curitiba einen guten Start zu erwischen.“

Augusto Farfus (BMW Team Germany):

„Natürlich ist es etwas Besonderes, dass meine erste Saison in der BMW Familie ausgerechnet in meiner Heimatstadt beginnt. Ich freue mich sehr darauf. Curitiba ist eine ziemlich schnelle Strecke, die meinem Fahrstil grundsätzlich sehr entgegenkommt. Nicht umsonst habe ich dort 2006 die Poleposition geholt. Vor allem die S-Kurve im Mittelteil des Kurses ist eine Herausforderung. Ich bin zuversichtlich, dass wir beim Saisonstart eine sehr gute Figur machen werden.“

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):

„Die beiden Rennen in Curitiba 2006 waren gewissermaßen beispielhaft für meinen Saisonverlauf: Ich war das ganze Wochenende über schnell unterwegs, machte jedoch im Qualifying einen Fehler, so dass ich als Letzter ins erste Rennen gehen musste. Dennoch habe ich es im zweiten Lauf noch als Dritter auf das Podest geschafft. Für 2007 habe ich mir vorgenommen, noch mehr aus meinen Möglich-keiten zu machen und alle meine Chancen zu nutzen. Im vergangenen Jahr wussten wir nicht, was uns in Curitiba erwartet. Jetzt macht allein schon die Tatsache, dass es der Saisonauftakt ist, die Rennen in Brasilien zu etwas ganz Besonderem.“

Félix Porteiro (BMW Team Italy-Spain):

„Ich kann es kaum erwarten, endlich mein erstes WTCC-Rennen zu bestreiten. 2006 habe ich beim European Touring Car Cup in Estoril einen ersten Vorgeschmack darauf bekommen, sich mit starken Gegnern in engen Tür-an-Tür-Duellen zu messen. Es ist meine erste Saison in der WM. Deshalb geht es für mich zunächst darum, viel zu lernen und den BMW 320si WTCC perfekt kennen zu lernen. Wenn sich die Gelegenheit für Podestplätze bieten sollte, dann möchte ich zur Stelle sein.“

Historie und Hintergrund:

Im vergangenen Jahr ging in Curitiba die erste Saisonhälfte der WTCC turbulent zu Ende. Nach mehreren Unfällen musste der zweite Lauf vorzeitig abgebrochen werden – mit gutem Ausgang für BMW: Andy Priaulx feierte seinen vierten Saisonsieg, Alessandro Zanardi sicherte sich nach einer beeindruckenden Aufholjagd Rang drei. Zudem gelang dem 40-Jährigen vor 34 000 Zuschauern die schnellste Rennrunde.

Das „Autódromo Internacional de Curitiba“ ist nach 2006 zum zweiten Mal Teil des WTCC-Kalenders und löst Monza als Austragungsort des Saisonauftakts ab. Die Veranstaltung in Brasilien ist die einzige Station der WM in Südamerika.

Curitiba, die 1,6 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Paraná, liegt rund 340 Kilometer von São Paulo entfernt. Die Stadt wurde 1693 von portugiesischen Kolonialisten gegründet und ist von allen Großstädten Brasiliens die fortschrittlichste.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 14 Runden ausgetragen. Eine Neuerung gibt es beim Startprozedere: 2007 wird „fliegend“ ins erste Rennen gestartet, das am Sonntag um 12.20 Uhr Ortszeit (16.20 Uhr MEZ) beginnt. Lauf zwei (15.20 Uhr Ortszeit bzw. 19.20 Uhr MEZ) wird hingegen weiterhin von einem stehenden Start eröffnet. Eurosport überträgt beide Rennen sowie das Qualifying (Samstag, 10. März, ab 19.00 Uhr) live. Alle Piloten treten in Curitiba mit einem Basis-Handicapgewicht von zehn Kilogramm an.
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Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:48 Uhr)
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Alt 12.03.2007, 18:27     #2
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FIA - WTCC 2007 - Läufe 1 & 2 – 10./11. März 2007 – Qualifying

BMW Fahrer Jörg Müller erringt Poleposition beim WM-Auftakt in Curitiba.

Curitiba (Brasilien), 10. März 2007. Die BMW Länderteams haben einen guten Start in die FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2007 gefeiert: Im ersten Qualifying des Jahres sicherte sich Jörg Müller (Hückelhoven) in 1:24,769 Minuten die Poleposition. Der Fahrer vom BMW Team Germany verwies auf dem „Autódromo Internacional de Curitiba“ seinen neuen Teamkollegen Augusto Farfus (BRA) mit einem Vorsprung von 0,055 Sekunden auf den zweiten Rang. Zum ersten Mal in der WM-Geschichte kann sich die Mannschaft von Teamchef Charly Lamm (Freilassing) damit über die Startplätze eins und zwei freuen.

Auch die zweite Startreihe für den ersten Lauf am Sonntag ist fest in der Hand von BMW. Der amtierende Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (GBR) fuhr für das BMW Team UK auf den dritten Platz, Neuling Félix Porteiro vom BMW Team Italy-Spain (ESP) gelang in seinem ersten WTCC-Qualifying der Sprung auf Position vier. Alessandro Zanardi (ITA), der ebenfalls für das BMW Team Italy-Spain antritt, rundete als Zehnter das beeindruckende BMW Gesamtergebnis ab. Noch nie standen nach einem WTCC-Qualifying vier BMW Piloten auf den ersten vier Startpositionen. „Ich bin unheimlich glücklich über diesen Auftakt“, meinte Müller. „Eigentlich hatte ich nicht erwartet, meine Zeit noch einmal verbessern zu können. Dann ist mir aber zum Schluss der Session eine nahezu perfekte Runde gelungen – und nun stehe ich auf Pole. Wir haben über den Winter hart gearbeitet. Diese Arbeit hat sich offenbar gelohnt. Mein Dank gilt dem ganzen Team.“


Das Qualifying war an Spannung kaum zu überbieten. Müllers erste gezeitete Runde hatte ihn früh an die Spitze Feldes gebracht, die er bis 32 Sekunden vor dem offiziellen Ende des Zeittrainings hielt. Dann ging es Schlag auf Schlag: Erst war es Priaulx, der in seiner elften Runde die Führung übernahm. Allerdings konnte sich auch Farfus, der von Beginn an hinter Müller auf Rang zwei gelegen hatte, noch einmal steigern. Zur Begeisterung der brasilianischen Fans entriss Farfus seinem BMW Markenkollegen Priaulx die Pole nur wenige Sekunden vor Schluss. Nun war nur noch Müller in der Lage, den Lokalmatador zu verdrängen. Die Zeit war bereits abgelaufen, als er die Ziellinie überquerte und von seinem Teamkollegen Platz eins übernahm. Auch Porteiro machte Rang vier erst in seiner letzten Runde perfekt.


Farfus sagte: „Das ist mein erstes Rennwochenende mit BMW. Deshalb bin ich natürlich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Es ist fantastisch, in meiner Heimatstadt Curitiba in die Saison zu starten und gleich auf dem Niveau von Jörg und Andy fahren zu können. Mein Ziel ist es, morgen viele Punkte zu sammeln.“ Der zweimalige Weltmeister Priaulx ergänzte: „Wenn man die Pole so kurz vor dem Ende verliert, ist das enttäuschend. Aber Jörg ist wirklich eine beeindruckende Runde gefahren. Wir haben einen Vorgeschmack auf den Rest der Saison bekommen.“

Das erste Rennen am Sonntag beginnt um 12.20 Uhr Ortszeit (16.20 Uhr MEZ) und wartet mit einem Novum auf: Zum ersten Mal wird in der WTCC „fliegend“ gestartet. Lauf zwei, der weiterhin mit einem stehenden Start eröffnet wird, steht um 15.20 Uhr Ortszeit (19.20 Uhr MEZ) auf dem Programm.
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Geändert von Martin (12.03.2007 um 18:52 Uhr)
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Alt 12.03.2007, 18:31     #3
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FIA - WTCC 2007 - Läufe 1 & 2 – 10./11. März 2007 – Rennen

BMW feiert zwei Dreifach-Siege beim WM-Start in Curitiba.

Daten und Ergebnisse Curitiba PDF

Curitiba (Brasilien), 11. März 2007. Die neue Saison der FIA World Touring Car Championship (WTCC) hat genau so begonnen, wie die vorherige aufgehört hat: Jörg Müller (Hückelhoven) feierte im ersten Lauf des Jahres für das BMW Team Germany den Sieg. Vor 33 000 Zuschauern nutzte er auf dem „Autódromo Internacional de Curitiba“ die Poleposition perfekt aus und knüpfte an seinen Triumph beim Saisonfinale 2006 in Macau (CHN) an. Der amtierende Weltmeister Andy Priaulx (BMW Team UK, GBR) und Müllers Teamkollege Augusto Farfus (BRA) machten mit den Plätzen zwei und drei den perfekten Saisonstart für BMW perfekt.

Im zweiten Rennen auf der 3,695 Kilometer langen Strecke triumphierte ebenfalls ein BMW Fahrer: Diesmal war es Farfus, der unter dem Jubel seiner begeisterten Landsleute den Sieg feierte. Zweiter wurde erneut Priaulx, Müller kam als Dritter ins Ziel. Zum ersten Mal in der WM-Geschichte gingen damit alle sechs zu vergebenen Podestplätze eines WTCC-Wochenendes an BMW. Das Trio Farfus, Müller Priaulx führt die Fahrerwertung nach den ersten beiden Läufen mit jeweils 16 Punkten an. BMW liegt mit 36 Zählern auch in der Herstellerwertung an der Spitze.

Der erste Lauf begann mit einer Premiere: Erstmals wurde ein WTCC-Rennen mit einem „fliegenden“ Start eröffnet. Während sich in der ersten Kurve weiter hinten im Feld ein Unfall ereignete, der gleich vier Piloten aus dem Rennen warf, kamen die BMW Fahrer gut mit der neuen Herausforderung zurecht. Von Platz zwei gestartet, übernahm Farfus auf der folgenden Gerade kurzzeitig die Spitze von Müller. Allerdings gelang dem 37-Jährigen der Konter, und er überholte den Lokalmatador noch vor Kurve 1. Auch Priaulx schlüpfte an Farfus vorbei und übernahm den zweiten Platz. Zanardi zeigte ebenfalls einen sehr guten Start. Er verbesserte sich vom zehnten auf den siebten Platz. Sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) verlor hingegen vier Positionen und kam als Achter aus der ersten Kurve.


Damit die an der Startkollision beteiligten Autos beseitigt werden konnten, war bis Ende der fünften Runde das Safety-Car auf der Strecke. Nach dem Re-Start lieferten sich die drei BMW Piloten einen packenden Kampf um die Spitze. Zunächst gelang es Müller, sich von Priaulx abzusetzen. Der Titelverteidiger musste sich seinerseits der Angriffe von Farfus erwehren. Im Verlauf des Rennens wendete sich hingegen das Blatt. Priaulx rückte immer näher an Müller heran, während Farfus das Führungsduo ziehen lassen musste. An der Reihenfolge änderte sich dennoch nichts mehr, so dass sich Müller über seinen achten WTCC-Erfolg freuen konnte. Neuling Porteiro trieb es in der zwölften Runde nach einem Schaltfehler von der Strecke, so dass er im Kies stecken blieb und ausschied. Zanardi verteidigte den am Start gewonnen siebten Rang – und sicherte sich so einen Platz in der ersten Startreihe für den zweiten Lauf.

Der 40-Jährige hatte allerdings beim „stehenden“ Start Pech. Während der Anfahrt auf die erste Kurve drängte Chevrolet-Pilot Robert Huff (GBR) Zanardi ab, so dass der ehemalige Formel-1-Pilot auf Platz fünf zurückfiel. Zanardi reihte sich direkt vor Priaulx und Müller wieder ein, die je einen Rang gewonnen hatten. Farfus startete noch besser: Von Platz sechs schob sich der 23-Jährige auf die zweite Position. In der dritten Runde wagte der Rennfahrer aus Curitiba auch noch den Angriff auf den Führenden Yvan Muller (SEAT, FRA) – und hatte Erfolg.


Hinter Farfus arbeitete sich das Duo Priaulx/Müller eindrucksvoll durch das Feld. Erst passierten beide Piloten in der zweiten Runde Zanardi, dann folgten Tom Coronel (SEAT, NLD), Gabriele Tarquini (SEAT, ITA) und Muller. Gegen Ende des Rennens lieferte sich die beiden BMW Piloten wie schon im ersten Rennen ein spannendes Duell. Schließlich behielt diesmal Priaulx die Oberhand und überquerte als Zweiter die Ziellinie. Jörg Müller wurde Dritter. An der Spitze war Farfus nicht zu halten: Nach 14 Runden sah er mit 4,378 Sekunden Vorsprung auf Priaulx die Zielflagge. Trotz des Pechs am Start konnte sich auch Zanardi als Sechster noch über drei WM-Zähler freuen. Sein Teamkollege Porteiro verließ Curitiba hingegen mit leeren Händen. Nach der Einführungsrunde musste er mit Getriebeproblemen in Folge seines Ausritts im ersten Rennen die Box ansteuern und konnte nicht starten.


Reaktionen:

Augusto Farfus (BMW Team Germany):


„Ich bin sprachlos. Mein Ziel war es, bei meinem ersten Renneinsatz für BMW Punkte zu gewinnen. Das ist mir schon im ersten Rennen mit dem Podestplatz gelungen. Und nun stehe ich als Gewinner des zweiten Laufs hier. Das ist kaum zu glauben. Wir haben zwar im Winter intensiv getestet. Allerdings kann man kein wirkliches Rennen simulieren. Deshalb war es für wichtig, den BMW 320si unter diesen Bedingungen kennen zu lernen. Ich lerne immer mehr über das Auto. Die Begeisterung der brasilianischen Fans hat mich ungemein motiviert. Eine ‚La Ola Welle’ vor dem Start eines WTCC-Rennens sieht man nicht alle Tage. Das war ein Auftakt nach Maß. Ich möchte mich bei BMW und Schnitzer Motorsport bedanken, insbesondere bei Charly Lamm und meinen Mechanikern. Sie haben mich toll aufgenommen und unterstützen mich enorm.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):

„Im vergangenen Jahr lief es bei mir zu Beginn der Saison noch nicht so gut, und ich habe viele Punkte im WM-Kampf liegen lassen. Diesmal ist mir ein fantastischer Start in die Saison gelungen. In den ersten Runden von Rennen 1 konnte ich mir einen Vorsprung auf Andy erarbeiten. Allerdings kam er gegen Ende des Rennens immer näher und hat mich unter Druck gesetzt. Umso glücklicher bin ich, dass ich als Sieger die Ziellinie überqueren konnte. Das ist ein großartiges Ergebnis für das BMW Team Germany. Im zweiten Lauf habe ich mir wieder einen fairen Zweikampf mit Andy geliefert. Für ihn, Augusto und mich geht die Saison in Zandvoort wieder bei Null los.“

Andy Priaulx (BMW Team UK):

„Zu Anfang war mein Auto im ersten Rennen nicht so schnell wie das von Jörg. Dann konnte ich jedoch Boden gut machen, und wir haben uns ein schönes Duell geliefert. Im zweiten Lauf war es genauso. Ich bin sehr froh über das Resultat, denn im Verlauf des Wochenendes lief nicht alles nach Plan. Ich habe in den Rennen das Maximum aus unserem Auto herausgeholt. Uns erwartet 2007 ganz sicher ein extrem spannender Kampf um den Titel. Ich freue mich auf die Herausforderung.“
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Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:49 Uhr)
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Alt 08.05.2007, 20:54     #4
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Läufe 3 & 4 – 5./6. Mai 2007 – Vorschau

BMW Piloten reisen gut vorbereitet zum Europa-Auftakt der WTCC.

Zahlen und Fakten PDF

München, 30. April 2007. Am 6. Mai geht die FIA World Touring Car Championship (WTCC) in ihre nächste Runde. Nach fast zweimonatiger Pause kämpfen die Fahrer der BMW Länderteams im „Circuit Park Zandvoort“ um WM-Punkte. Im Rahmen von Testfahrten in Brno (CZE), Oschersleben (DEU) und Monza (ITA) wurde in der rennfreien Zeit intensiv am BMW 320si WTCC gearbeitet. In Curitiba (BRA) hatte BMW einen glänzenden Start in die Saison gefeiert. Die beiden BMW Team Germany Piloten Jörg Müller (Hückelhoven) und Auguso Farfus (BRA) sowie Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK machten in beiden Rennen die drei Podestplätze unter sich aus.
Aufgrund des guten Abschneidens in Brasilien müssen die drei BMW Piloten allerdings für die Läufe drei und vier der Weltmeisterschaft je 35 Kilogramm Handicapgewicht zuladen. Auch Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain nimmt 15 Kilogramm Ballast mit an Bord seines Autos. Einzig sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) geht ohne Zusatzgewicht ins Rennen. Dennoch wird auch der 23-Jährige im Vergleich zur Konkurrenz von SEAT, Chevrolet und Alfa Romeo deutlich schwerer unterwegs sein als noch in Curitiba: Nach einer Entscheidung des FIA Touring Car Bureau profitieren diese drei Hersteller in Zandvoort von einer Gewichtsreduktion von 25 Kilogramm.



Jörg Müller (BMW Team Germany):

„Ich bin natürlich froh, dass wir nach der langen Pause nun wieder Rennen fahren. In der Zwischenzeit haben wir ganz sicher nicht auf der faulen Haut gelegen. Die Testfahrten sind sehr positiv verlaufen, und die BMW waren immer vorne mit dabei. Allerdings rechne ich damit, dass sich in Zandvoort ein anderes Bild ergeben wird als in Curitiba. Augusto, Andy und ich haben viel Ballast an Bord. Hinzu kommt die Gewichtsreduktion für die Konkurrenten. Mein Ziel kann also nur sein, dennoch möglichst viele Punkte mitzunehmen. Da ich in Kerkrade geboren bin, sind die beiden Rennen zudem so etwas wie ein Heimspiel für mich.“


Augusto Farfus (BMW Team Germany):

„Es ist gut, dass die Saison endlich weitergeht. Ich habe die Strecke in Zandvoort bei unserem Test vor einigen Wochen kennen gelernt. Sie gefällt mir sehr. Es geht ständig bergauf und bergab, viele unterschiedliche Arten von Kurven sind zu bewältigen. Wir müssen abwarten, wie sich die veränderte Gewichtssituation auswirkt. Punkte sind das Ziel, um weiter an der Spitze mitmischen zu können.“


Andy Priaulx (BMW Team UK):

„Ein straffes Programm liegt hinter uns. Beim Test in Brno waren wir mit dem BMW Team UK am schnellsten unterwegs. Dann ging es nach Oschersleben und Monza. Insgesamt starten wir also gut vorbereitet in die Europa-Saison. Das ist auch nötig, denn die vor uns liegenden Aufgaben werden alles andere als einfach. In Zandvoort müssen wir uns auf wechselhafte Bedingungen einstellen. Der Wind kommt teilweise in heftigen Böen, außerdem können sich die Grip-Verhältnisse von einer Sekunde auf die nächste verändern.“



Historie und Hintergrund:

Am 7. August 1948 fand das erste Automobil-Rennen im „Circuit Park Zandvoort“ statt. Seither schlägt an der heute 4,3 Kilometer langen Strecke das Herz des niederländischen Motorsports.
Zwischen 1952 und 1985 gastierte die Formel 1 insgesamt 30 Mal in Zandvoort. Beim ersten Grand Prix der Niederlande gelang Alberto Ascari (ITA) ein beeindruckender Triumph: Er sicherte sich im Qualifying die Poleposition, fuhr die schnellste Rennrunde und gewann den WM-Lauf vor seinen Landsleuten Nino Farina und Luigi Villoresi. Beim bis dato letzten Auftritt der Formel 1 in den Niederlanden stand Niki Lauda (AUT) 1985 ganz oben auf dem Treppchen.
Der Grand Prix der Niederlande 1961 im „Circuit Park Zandvoort“ ging in die Geschichte ein: Alle 15 gestarteten Fahrzeuge absolvierten die Renndistanz von 75 Runden ohne jeden Boxenstopp.



Der „Circuit Park Zandvoort“ ist 2007 zum ersten Mal im Rennkalender der Tourenwagen-Weltmeisterschaft vertreten. Neben der WTCC ist der Kurs im Saisonverlauf Schauplatz von Läufen zahlreicher anderer internationaler Rennserien.
Am 28./29. Juli 2007 kämpfen die jungen Piloten der Formel BMW Deutschland in Zandvoort um Meisterschaftspunkte. Nach Rennen in Oschersleben, auf dem EuroSpeedway Lausitz, auf dem Norisring und auf dem Nürburgring ist der „Circuit Park Zandvoort“ die erste internationale Station der erfolgreichen Formel-Einsteigerserie. Die Formel BMW Deutschland startet am kommenden Wochenende in ihre neue Saison. Insgesamt treten 24 Nachwuchsfahrer an.
In einem Punkt ähnelt der „Circuit Park Zandvoort“ dem modernen „Bahrain International Circuit“, wo das BMW Sauber F1 Team im dritten Formel-1-Rennen des Jahres acht WM-Punkte gewann: Aufgrund der unmittelbare Nähe zum Nordseestrand kann auch in Zandvoort Sand auf die Strecke wehen und die Bedingungen beeinträchtigen.

Bevor sie in Zandvoort antreten, wohnen die BMW Piloten Andy Priaulx und Jörg Müller einer besonderen Veranstaltung bei. Am kommenden Samstag bringt BMW erstmals seit 31 Jahren ein modernes Formel-1-Auto auf die legendäre Nürburgring-Nordschleife zurück. Nick Heidfeld (DEU) wird den Wagen des BMW Sauber F1 Teams pilotieren.

Zandvoort liegt in der niederländischen Provinz Nordholland und zählt rund 16 000 Einwohner, die hauptsächlich vom Tourismus leben. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Vergnügungspark „Circuit Zandvoort“.
Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 12 Runden ausgetragen. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr. Rennen zwei startet um 15.35 Uhr. Der TV-Sender Eurosport überträgt beide Rennen sowie das Qualifying (Samstag, ab 15.00 Uhr) live.

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:50 Uhr)
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Alt 08.05.2007, 21:06     #5
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Läufe 3 & 4 – 05./06. Mai 2007 – Qualifying

WM-Führender Farfus startet für BMW in Zandvoort aus der zweiten Reihe.

Zandvoort (Niederlande), 05. Mai 2007. Augusto Farfus (BRA) hat sich bei der Premiere der FIA World Touring Car Championship in den Niederlanden eine gute Ausgangsbasis für die Rennen am Sonntag erarbeitet. Im Qualifying auf dem „Circuit Park Zandvoort“ sicherte sich der Fahrer vom BMW Team Germany in 1:47,519 Minuten den dritten Platz. Nur die beiden Chevrolet-Piloten Alain Menü (SUI) und Nicola Larini (ITA) erreichten noch niedrigere Rundenzeiten.

Hinter Farfus waren BMW Team Italy-Spain Fahrer Félix Porteiro (ESP) und Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK auf den Positionen sechs und acht die erfolgreichsten Vertreter der BMW Länderteams. Für eine Überraschung sorgte BMW Privatfahrer Luca Rangoni (ITA). Im BMW 320si WTCC erreichte der Proteam Motorsport Pilot sensationell den vierten Platz. Jörg Müller (Hückelhoven), der gemeinsam mit seinem Teamkollegen Farfus die WM anführt, startet von Rang elf.


BMW Motorsport Direktor Mario Theissen ist für die Läufe der Tourenwagen-WM nach Zandvoort gereist. Er sagte: „Das Zusatzgewicht, das wir nach den beiden Dreifach-Siegen in Brasilien mitführen, hat sich auf die Zeiten im Qualifying ausgewirkt. Fünf BMW stehen dennoch bunt verteilt in den ersten sechs Startreihen. Ich rechne mir für unsere Fahrer morgen gute Chancen aus und erwarte zwei spannende Rennen. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Rundenzeiten über die Distanz und mit abbauenden Reifen entwickeln.“
Farfus ging im Verlauf der 30-minütigen Session vier Mal auf die Strecke und steigerte sich kontinuierlich. Die entscheidende Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit gelang dem 23-Jährigen kurz vor Schluss des Qualifyings. Er meinte anschließend: „Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz. Wir konnten uns von Training zu Training verbessern und haben nun für morgen alle Möglichkeiten. Mein Hauptaugenmerk liegt darauf, viele Punkte zu sammeln. Ob sich die Chance auf einen Sieg ergibt, ist nicht entscheidend. Im Hinblick auf die Meisterschaft ist es wichtiger, konstant WM-Zähler zu gewinnen.“

Sowohl Priaulx als auch Müller, die in Zandvoort wie Farfus 35 Kilogramm Handicapgewicht an Bord haben, setzten wenige Minuten vor Ende des Qualifyings zu einer weiteren schnellen Runde an, konnten sich aber im Klassement nicht mehr weiter nach vorn schieben. Gleiches galt für Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain. Er erreichte zwar im neunten Umlauf noch einmal eine persönliche Bestzeit. Am Ende musste sich der in der WM derzeit auf Position sechs geführte Routinier jedoch mit dem 14. Platz zufrieden geben.

Die Bedingungen auf der 4,3 Kilometer langen Strecke waren schwierig. „Der Sand und die kräftigen Windböen sind für alle Piloten eine Herausforderung“, sagte Farfus. „Die Strecke ist extrem rutschig.“ Ähnlich anspruchsvolle Verhältnisse erwarten die Piloten auch am Sonntag. Das erste Rennen wird um 12.05 Uhr Ortszeit „fliegend“ gestartet. Um 15.35 Uhr erfolgt der „stehende“ Start für Lauf zwei.

Geändert von Martin (09.05.2007 um 08:15 Uhr)
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Alt 08.05.2007, 21:18     #6
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Läufe 3 & 4 – 05./06. Mai 2007 – Rennen

BMW Piloten Farfus und Müller in Zandvoort auf dem Podium.

Daten und Ergebnisse Zandfort PDF

Zandvoort (Niederlande), 06. Mai 2007. Augusto Farfus (BRA) und Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany haben im vierten Lauf der FIA World Touring Car Championship Podestplätze errungen. Im Nachmittags-Rennen auf dem „Circuit Park Zandvoort“ belegten die beiden Teamkollegen hinter Gabriele Tarquini (ITA/SEAT) die Ränge zwei und drei. In Lauf eins hatte BMW Privatfahrer Luca Rangoni (ITA) für eine Überraschung gesorgt, als er für das Proteam Motorsport Dritter wurde. Chevrolet-Pilot Alain Menü (SUI) siegte vor seinem Teamkollegen Nicola Larini (ITA).

In der Fahrerwertung hat Farfus mit nun 28 Punkten die alleinige Führung übernommen. Müller folgt mit 22 Zählern auf Rang zwei. Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK sammelte in Zandvoort als Achter und Fünfter insgesamt fünf WM-Punkte. Der 32-Jährige hat nach vier Läufen 21 Punkte auf dem Konto und liegt im Gesamtklassement auf Platz vier. BMW konnte bei der WTCC-Premiere in den Niederlanden seine Spitzenposition in der Konstrukteurswertung festigen. 60 Punkte stehen für die Marke zu Buche. Der Vorsprung auf SEAT beträgt 17 Zähler.


Die Zuschauer an der 4,3 Kilometer langen Strecke erlebten einen turbulenten ersten Lauf. Am Start, der wie beim Saisonauftakt in Curitiba (BRA) „fliegend“ erfolgte, büßten alle Piloten der BMW Länderteams Positionen ein. Im Anschluss bewies das Quintett jedoch Kampfgeist und rückte im Klassement wieder nach vorn. Farfus fiel zu Beginn vom dritten auf den fünften Rang zurück und lieferte sich anschließend einen Zweikampf mit Tiago Monteiro (POR). Farfus zog in der siebten Runde am SEAT-Piloten vorbei, wenig später konterte Monteiro. Farfus kam als Fünfter ins Ziel und war damit der bestplatzierte Fahrer der BMW Länderteams.

Dahinter sorgten die BMW Piloten für Überholmanöver im Überfluss. Priaulx fuhr am Ende der ersten Runde auf dem elften Platz. Dennoch verlor er nie den achten Rang – und damit die Poleposition für Lauf zwei – aus den Augen. Der 32-Jährige passierte nacheinander James Thompson (GBR), Gabriele Tarquini (ITA) sowie Jordi Gené (SEAT) und profitierte vom Ausscheiden Robert Huffs (GBR), dessen Unfall in der achten Runde eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte. Als Achter sicherte sich Priaulx die ideale Ausgangsposition für das zweite Rennen. Für die meiste Action sorgte Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team-Italy-Spain: Nach einer Kollision mit Stefano d’Aste (ITA) war er auf Platz 20 zurückgefallen, arbeitete sich aber trotz beschädigter Lenkung Runde um Runde nach vorn. Schließlich sah er als Elfter, unmittelbar hinter Jörg Müller, die Zielflagge. Porteiros Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA), der das ganze Wochenende mit der Balance seines Autos gehadert hatte, verbesserte sich im Verlauf des Rennens vom 14. auf den 12. Platz.


Vor dem zweiten Rennen ging ein kurzer Regenschauer auf die Strecke nieder, der allerdings die Bedingungen kaum beeinträchtigte. Priaulx startete gut und hielt Tarquini hinter sich. In der zweiten Runde setzte der SEAT-Pilot zu einem Überholversuch an. Die beiden Autos kollidierten – und Priaulx fand sich weit ab der Ideallinie wieder. Er reihte sich als Fünfter wieder ins Feld ein. Viel besser lief es zu Beginn des Rennens für Müller. Der Routinier zeigte einen fantastischen Start und schoss vom zehnten auf den fünften Platz nach vorn. Nach dem Pech von Priaulx und einem Überholmanöver gegen Rangoni fuhr Müller in der vierten Runde bereits auf Platz drei, den er bis ins Ziel verteidigte. Vor ihm nahm Farfus die Verfolgung von Tarquini auf. Auch der Brasilianer war gut gestartet und konnte sich vom vierten auf den zweiten Rang verbessern. Nach einem fehlerlosen Rennen hielt Farfus die Position bis ins Ziel.

Obwohl er in der siebten Runde kurzzeitig von der Strecke abkam und von Larini überholt wurde, steckte Priaulx nicht auf. Er holte sich den fünften Platz im zehnten Umlauf von Rangoni zurück und verteidigte ihn bis zum Schluss. Porteiro konnte sich nach zwölf Rennrunden ebenfalls über einen WM-Punkt freuen – seinen ersten in dieser Saison. Als Elfter gestartet zeigte der 23-Jährige erneut eine starke Vorstellung und sah als Achter die Zielflagge. Das BMW Team Italy-Spain konnte hingegen die Balance-Probleme an Zanardis Auto nicht beheben, so dass sich der 40-Jährige mit dem elften Platz begnügen musste.



Reaktionen:

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

„Wir haben zwei sehr spannende Rennen gesehen. Leider gab es nicht so viele Überholmanöver, die eigentlich den besonderen Reiz der Serie ausmachen. Die Strecke lässt das Überholen praktisch nur auf der Gerade zu, es sei denn, man macht einen Fehler. Wir haben nach den zwei Dreifach-Siegen in Curitiba heute die Gegenreaktion gesehen, was zum Teil an den Erfolgsgewichten liegt. In der Herstellerwertung haben wir unsere Führung ausgebaut.“

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
„Das war ein wunderbares Wochenende für mich. Wir hatten erwartet, dass die Fronttriebler hier sehr stark sein würden. Umso schöner ist es, dass ich in beiden Rennen viele Punkte sammeln konnte. Das war mein Ziel, und ich habe es erreicht. Die Schattenseite ist, dass ich nun mit sehr viel Handicapgewicht nach Valencia reisen werde. Aber so ist es nun mal. Die Meisterschaft ist noch jung, und es fühlt sich gut an, an der Spitze zu stehen.”

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Mein Auto lag heute ein ganzes Stück besser als noch zu Beginn des Wochenendes. Wir haben erhebliche Änderungen am Set-up vorgenommen, und diese haben sich ausgezahlt. Im ersten Rennen war ich nach dem schwierigen Start gut unterwegs und fuhr die Lücke zu Jordi Gené rasch zu. Dann hat sich allerdings der Gewichtsunterschied bemerkbar gemacht, so dass ich keine Chance hatte, ihn zu überholen. Im zweiten Lauf ist mir ein richtiger Raketenstart geglückt. Damit habe ich das Fundament für Platz drei gelegt.“

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Alt 15.05.2007, 19:49     #7
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Läufe 5 & 6 – 19./20. Mai 2007, Valencia – Vorschau

BMW Piloten wollen WM-Führung verteidigen – Besuch bei BMW ORACLE Racing.

Zahlen und Fakten PDF

München, 14. Mai 2007. In der FIA World Touring Car Championship (WTCC) geht es Schlag auf Schlag: Bereits am kommenden Wochenende stehen die Läufe fünf und sechs der Serie im spanischen Valencia auf dem Programm. Im zweiwöchigen Rhythmus folgen danach die Veranstaltungen in Pau (FRA) und Brno (CZE).

Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany reist als unangefochtener WM-Spitzenreiter nach Spanien. Mit den Plätzen fünf und zwei erhöhte der 23-Jährige in Zandvoort (NLD) sein Punktekonto zuletzt auf 28 Zähler und konnte sich von seinem Teamkollegen Jörg Müller (Hückelhoven) absetzen. Müller, der in den Niederlanden ebenfalls auf dem Podium stand, belegt mit 22 Punkten Rang zwei in der Fahrerwertung. In Valencia möchte auch der amtierende Weltmeister Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK wieder näher an die Spitze rücken. Der 32-Jährige liegt mit 21 Punkten aktuell auf dem vierten Platz im Gesamtklassement.

Für die Rennen in Valencia muss das Trio noch einmal mehr Ballast mit an Bord der BMW 320si WTCC nehmen. Farfus tritt mit 50 Kilogramm Handicapgewicht an und ist damit der „schwerste“ Pilot im Feld. Müller und Priaulx laden je 45 Kilogramm zu.


Die spanischen WTCC-Fans können sich jedoch nicht nur auf einen spannenden Kampf um die WM-Führung freuen, sondern auch auf einen aufstrebenden Lokalmatador in Reihen der BMW Länderteams: Félix Porteiro (ESP). Der ehemalige GP2-Pilot stammt aus Castellón, nur wenige Kilometer von Valencia entfernt. Vor seinem Heimspiel auf dem „Circuit de la Comunitat“ hat Porteiro Selbstvertrauen getankt. In Zandvoort sammelte der Teamkollege von Alessandro Zanardi (ITA) im BMW Team Italy-Spain als Achter des zweiten Laufs seinen ersten WM-Punkt., nachdem er im ersten Rennen mit beschädigter Lenkung neun Autos überholt hatte.

Bevor es allerdings um weitere WM-Punkte geht, steht den Fahrern der BMW Länderteams am Freitag eine besondere Erfahrung bevor. Sie sind auf dem Begleitboot live dabei, wenn die Segler von BMW ORACLE Racing im Halbfinale des Louis Vuitton Cups ihr viertes Rennen gegen Luna Rossa Challenge bestreiten. In diesem Wettbewerb wird der Herausforderer für den America’s Cup Titelverteidiger Alinghi gesucht.

Félix Porteiro (BMW Team Italy-Spain):
„Ich freue mich sehr auf das Rennwochenende in Valencia. Es ist mein Heimspiel, und die Unterstützung durch meine Familie und Freunde wird mich zusätzlich motivieren. In Zandvoort ist es mir endlich gelungen, meinen ersten WM-Punkt zu erringen. Vor allem die Art und Weise, wie der achte Platz zustande gekommen ist, macht mich optimistisch. Ich konnte viele Piloten hinter mir lassen und weiß jetzt, dass es in der WTCC möglich ist zu überholen. Die Strecken in Valencia kenne ich wie meine Westentasche. Diese Erfahrung sollte mir helfen. Es wäre fantastisch, vor heimischer Kulisse auf dem Podium zu stehen. Zuvor sehe ich mir am Freitag zum ersten Mal ein America’s Cup Rennen an. Ganz Valencia ist derzeit im Segelfieber. Ich hoffe, dass BMW ORACLE Racing den Sprung ins Finale schafft.“

Historie und Hintergrund:

Der „Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo“, wie der Schauplatz der Läufe fünf und sechs mit vollständigem Namen heißt, ist ein Dauerbrenner im Rennkalender der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Schon in den vergangenen zwei Jahren kämpften die BMW Länderteams dort um WM-Punkte. Vor allem Jörg Müller vom BMW Team Germany kommt gut auf der technisch anspruchsvollen Rennstrecke zurecht. Sowohl 2005 als auch 2006 feierte er einen Laufsieg. Die bisher eindrucksvollste Vorstellung lieferten die BMW Piloten im zweiten Rennen 2005 ab: Alle fünf Fahrer kamen unter die ersten Sechs.

Neben der WTCC machen viele andere Rennserien in Valencia Station. Das BMW Sauber F1 Team absolviert dort regelmäßig Testfahrten. Darüber hinaus ist an der Strecke das Formel BMW Racing Center beheimatet, wo seit 2001 die Lizenz- und Sichtungslehrgänge der europäischen Formel BMW Nachwuchsserien stattfinden. Ende November 2006 trug die Formel BMW ihr zweites Weltfinale in Valencia aus. Christian Vietoris (Gerolstein) sicherte sich den Sieg – und damit die Chance auf eine Testfahrt für das BMW Sauber F1 Team.

Beim Formel BMW Weltfinale 2006 sorgte BMW Team Italy-Spain Alessandro Zanardi für ein Novum im internationalen Motorsport. Als erster beinamputierter Fahrer unternahm er für das BMW Sauber F1 Team eine Ausfahrt im Formel-1-Auto. Zanardi begeisterte die Fans mit schnellen Runden und schrieb ein weiteres Kapitel Motorsport-Geschichte.

In der kommenden Saison wird die Formel 1 mit hoher Wahrscheinlichkeit erstmals in Valencia einen Grand Prix ausrichten. Allerdings findet der WM-Lauf nicht auf dem „Circuit de la Comunitat“ statt. Stattdessen gastiert die Königsklasse des Motorsports auf einem neuen Stadtkurs, der – ähnlich wie in Monaco – am heutigen America’s Cup Hafen entlang führen soll. Der Vertrag mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone markiert für die Stadt Valencia einen weiteren Meilenstein in dem Bestreben, mit den spanischen Metropolen Madrid und Barcelona gleichzuziehen.


Lokalmatador Félix Porteiro ist bereits am Mittwoch in Aktion. Er vertritt die BMW Länderteams bei der offiziellen Präsentation der WTCC-Veranstaltung in der „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“, dem wohl spektakulärsten Werk des Architekten Santiago Calatrava. Das beeindruckende Gebäude-Ensemble entstand 1991 im einstigen Bett des Río Turia.

Mit gut 800 000 Einwohnern ist Valencia die drittgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt der gleichnamigen Region im Osten des Landes. Im Großraum leben rund 1,8 Millionen Menschen. Ein breites Angebot sportlicher Aktivitäten sowie ein großartiges Nachtleben machen die Stadt zu einem Erlebnis. Gleichzeitig ist Valencia einer der dynamischsten Orte Spaniens und zählt zu den wirtschaftlich leistungsfähigsten Regionen in ganz Europa.
Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 13 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 52,07 Kilometern. Der TV-Sender Eurosport überträgt den ersten Lauf am Sonntag ab 11.45 Uhr. Rennen zwei ist ab 15.30 Uhr live mitzuverfolgen.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:51 Uhr)
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Alt 22.05.2007, 17:43     #8
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Läufe 5 & 6 – 19./20. Mai 2007, Valencia – Qualifying

BMW Fahrer Priaulx startet in Valencia aus der zweiten Reihe.

Valencia (Spanien), 19. Mai 2007. Der amtierende Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (GBR) hat sich für den fünften WM-Lauf in Valencia den dritten Startplatz gesichert. Im Qualifying auf dem „Circuit de Comunitat“ erreichte der Fahrer vom BMW Team UK eine persönliche Bestzeit von 1:44,114 Minuten und blieb damit nur 0,160 Sekunden hinter James Thompson (GBR/Alfa Romeo), der die Poleposition errang. Zwischen die beiden Piloten schob sich Yvan Muller (FRA/SEAT). Die Zuschauer erlebten die bisher spannendste Qualifying-Session des Jahres: Insgesamt 19 Fahrer lagen im Klassement innerhalb einer Sekunde.

„Es ging heute extrem eng zu“, meinte Priaulx, der in Valencia mit 45 Kilogramm Handicapgewicht unterwegs ist. „Jeder kleinste Fehler hätte viele Positionen gekostet. Umso zufriedener bin ich mit dem dritten Platz. Ich habe in jeder meiner Runden 100 Prozent gegeben – und dadurch steigt das Risiko für Fehler. Es ist jedoch alles gut gelaufen, und ich habe mich am Schluss entscheidend verbessert.“

Auch WM-Spitzenreiter Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany geht am Sonntag von einer aussichtsreichen Position ins erste der zwei Sprintrennen auf der 4,005 Kilometer langen Strecke. Am Geburtstag von Schnitzer-Teammanager Charly Lamm und seinem Bruder Dieter gelang dem 23-Jährigen in 1:44,265 Minuten die siebtschnellste Zeit aller Piloten. Wie Priaulx hat auch Farfus in bisher allen vier Saisonrennen gepunktet.


Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain hatte hingegen Pech: Der Lokalmatador befand sich kurz vor Ende der 30-minütigen Session auf einer schnellen Runde, die ihn bis in die Top-Drei gebracht hätte. Aufgrund eines Getriebeproblems musste der Rennfahrer aus dem Nahe gelegenen Castellón jedoch seinen letzten Versuch abbrechen. Neben ihm startet Jörg Müller (Hückelhoven) aus der siebten Reihe. Während sein Teamkollege Farfus 50 Kilogramm Handicapgewicht an Bord hat, tritt Müller in Valencia mit 45 Kilogramm Ballast an. Alessandro Zanardi (ITA), ebenfalls für das BMW Team Italy-Spain am Start, musste sich mit dem 18. Platz zufrieden geben.

Die Bedingungen für das Qualifying waren ideal. Bei 26 Grad Celsius und Sonnenschein gingen die 27 Fahrerinnen und Fahrer auf Zeitenjagd. Alle fünf Piloten der BMW Länderteams starteten wenige Minuten vor Schluss einen letzten Versuch, ihre Zeiten zu verbessern. Priaulx, vor dem abschließenden Angriff noch auf Platz acht geführt, gelang schließlich der größte Sprung nach vorn. „In der letzten Kurve habe ich etwas Zeit verloren“, meinte der 32-Jährige. „Es wäre also vielleicht sogar noch etwas schneller gegangen. Nun bin ich gespannt, wie es im Rennen aussieht. Mein Ziel ist klar: Ich möchte zwei gute Läufe zeigen und viele Punkte mitnehmen.“

Der fünfte Lauf der Tourenwagen-WM beginnt am Sonntag um 10.20 Uhr. Der TV-Sender Eurosport 2 überträgt live. Eurosport zeigt unmittelbar vor der Live-Übertragung vom zweiten Rennen, das um 15.35 Uhr gestartet wird, eine ausführliche Zusammenfassung des ersten Laufs.

Geändert von Martin (23.05.2007 um 07:10 Uhr)
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Alt 22.05.2007, 17:58     #9
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Läufe 5 & 6 – 19./20. Mai 2007, Valencia – Rennen

Zahlen und Fakten PDF

Müller und Priaulx in Valencia auf dem Podium – BMW führt WM weiter an.

Valencia (Spanien), 20. Mai 2007. Jörg Müller (Hückelhoven) und Andy Priaulx (GBR) haben im sechsten Rennen der FIA World Touring Car Championship Podestplätze errungen. Auf dem „Circuit de la Comunitat“ von Valencia kam Müller für das BMW Team Germany hinter Sieger James Thompson (GBR/Alfa Romeo) als Zweiter ins Ziel. BMW Team UK Pilot Priaulx belegte auf der 4,005 Kilometer langen Strecke Rang drei. Im Vormittagsrennen war Priaulx als Fünfter der bestplatzierte Vertreter der BMW Länderteams.

In der Fahrerwertung hat Müller wieder die Führung von seinem Teamkollegen Augusto Farfus (BRA) übernommen, der im turbulenten ersten Rennen früh die Chance auf den Gewinn weiterer WM-Punkte einbüßte. Für Müller stehen nun 31 Zähler zu Buche. Der amtierende Weltmeister Priaulx liegt punktgleich mit seinem Markenkollegen auf dem zweiten Platz. Farfus folgt mit 28 Punkten auf Rang drei. Auch bei den Herstellern konnte BMW die Spitzenposition in der Weltmeisterschaft verteidigen und hat nach den Rennen in Spanien 81 Zähler auf dem Konto.


Der erste Lauf des Tages begann mit einer Massenkollision, die für sechs Fahrer – darunter die Piloten vom BMW Team Italy-Spain – das frühe Aus bedeutete. Zum dritten Mal in dieser Saison wurde „fliegend“ gestartet. Allerdings erwies sich diese Startprozedur erneut als Garant für Unfälle im Mittelfeld. Félix Porteiro (ESP) wurde von SEAT-Pilot Gabriele Tarquini (ITA) gerammt. Daraufhin war der Lokalmatador in seinem BMW 320si WTCC nur noch Passagier und traf mit der Wucht von 8,7g ausgerechnet den Wagen seines Teamkollegen Alessandro Zanardi (ITA). Der 40-Jährige hatte sich zuvor vom 18. auf den siebten Platz geschoben. Beide Fahrer schieden mit stark beschädigten Autos aus, lediglich Porteiro konnte im zweiten Lauf antreten.

Auch für Farfus lief das Rennen nicht nach Plan. Erst wurde er in der ersten Runde von Michel Jourdain (MEX/SEAT) berührt und fiel nach dem anschließenden Dreher vom Siebten auf den 18. Platz zurück. Im 13. Umlauf folgte dann das vorzeitige Aus, nachdem er im Kampf um einen Platz in den Top-Ten mit Tom Coronel (NLD/SEAT) kollidiert war und die Box ansteuern musste. Müller hingegen gelang eine erfolgreiche Aufholjagd vom 14. Startplatz. Bereits am Ende der Safety-Car-Phase nach dem Startunfall fuhr der Routinier in der vierten Runde auf Rang elf. Anschließend machte er drei weitere Plätze gut und sicherte sich so den wertvollen achten Platz – und damit die Poleposition für Lauf zwei. Priaulx erlebte glücklicherweise ein wenig spektakuläres Rennen. Zwar verlor er am Start zwei Positionen, verteidigte jedoch den fünften Rang ohne Probleme bis ins Ziel.

Rennen zwei begann weniger aufregend als der erste Lauf. Müller fiel kurzzeitig hinter BMW Privatfahrer Luca Rangoni (ITA) vom Proteam Motorsport zurück, gewann die Führung aber bereits in der zweiten Kurve zurück. Priaulx startete gut von Position vier und überholte Jourdain. In der vierten Runde passierte der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey auch Rangoni und nahm als Zweiter die Verfolgung von Müller auf.

Farfus und Porteiro kämpften sich vom hinteren Feld unermüdlich nach vorn und sorgten für zahlreiche Überholmanöver. Vom 18. Platz gestartet kam Farfus schließlich als Zehnter ins Ziel. Porteiro blieb sein Pech beim Heimspiel auch im zweiten Rennen treu: Er hatte sich vom letzten auf den 15. Platz verbessert, als ihn BMW Privatier Stefano D’Aste (ITA) touchierte und er sich daraufhin drehte. Porteiro beendete das Rennen als 19.

An der Spitze lieferten sich Müller und Priaulx derweil einen spannenden Zweikampf. Priaulx erhöhte immer wieder den Druck auf seinen Werksfahrerkollegen, konnte aber nicht vorbeiziehen. Nur Thompson war noch schneller unterwegs als die beiden BMW Piloten. Mit seinem Auto ohne Handicapgewicht überholte er erst Priaulx in Runde sieben, ehe er einen Umlauf später die Führung von Müller übernahm. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Ende nichts mehr.

Rangoni gewann erneut in beiden Läufen die Privatfahrerwertung und wurde im Gesamtklassement jeweils Siebter. Im zweiten Rennen sammelte in Sergio Hernández (ESP) auch der zweite Proteam-Pilot einen WM-Punkt.



Reaktionen:

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Im ersten Lauf habe ich natürlich davon profitiert, dass ich ohne Unfall durch die erste Kurve gekommen bin. Später konnte ich noch Corthals, Coronel und D’Aste überholen und hatte auf diese Weise den achten Platz und einen Punkt sicher. Im vergangenen Jahr hat mir am Schluss ein Zähler in der WM gefehlt, der Punkt kann also noch goldwert sein. Das zweite Rennen war hart. Andy hinter mir zu halten, war keine leichte Aufgabe. Wenn man aber alle drei Rückspiegel im Auto benutzt, dann funktioniert es. Ich liege in der WM wieder vorne. Dadurch ändert sich für mich aber nichts.”

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Ich bin sehr zufrieden mit diesem Wochenende. Im ersten Rennen war ich der bestplatzierte Fahrer mit viel Handicapgewicht und konnte Punkte mitnehmen. Genau das hatte ich mir vorgenommen. In der ersten Kurve habe ich nichts riskiert. Das war die richtige Entscheidung. Denn wir haben gesehen, was hinter mir alles passiert ist. Der Zweikampf mit Jörg im zweiten Lauf hat großen Spaß gemacht. Ich habe auf einen Fehler von ihm gewartet, den er aber nicht gemacht hat. Es war ein faires Duell. Unser Team hat an diesem Wochenenden wieder bewiesen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden und auf die Probleme zu Saisonbeginn richtig reagiert haben. Ich komme immer besser in Schwung.“

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:52 Uhr)
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Alt 29.05.2007, 12:09     #10
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Läufe 7 & 8 – 02./03. Juni 2007, Pau (FRA) – Vorschau

BMW Tourenwagen-Piloten bestreiten in Pau erstes Stadtrennen der Saison.
Zahlen und Fakten
PDF

München, 29. Mai 2007. Rennen auf spektakulären Straßenkursen sind derzeit nicht nur in der Formel 1 in aller Munde. Am kommenden Wochenende macht auch die FIA World Touring Car Championship (WTCC) zum ersten Mal in diesem Jahr auf einem engen Stadtparcours Station. Im Rahmen des 67. „Grand Prix de Pau“ setzen die BMW Fahrer die Jagd nach WM-Punkten am Fuße der Pyrenäen fort. Im Verlauf der Saison werden in Porto und Macau zwei weitere Stadtrennen folgen.

Vor den Läufen sieben und acht der Weltmeisterschaft sind Fahrer- und Herstellerwertung fest in der Hand von BMW. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany reist mit 31 Punkten als WM-Führender nach Pau. BMW Team UK Pilot Andy Priaulx (GBR) liegt punktgleich mit Müller auf Rang zwei. Dahinter lauert Augusto Farfus (BRA), der ebenfalls für das BMW Team Germany antritt, mit 28 Zählern. Bei den Herstellern hat BMW 81 Punkte auf dem Konto und führt damit die WM mit 19 Punkten Vorsprung auf SEAT an.

Während die Fahrer vom BMW Team Italy-Spain, Alessandro Zanardi (ITA) und Félix Porteiro, nach zuletzt schwierigen Rennen wieder auf WM-Punkte hoffen, sehen sich die Top-Drei in Pau mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Müller und Priaulx müssen jeweils 55 Kilogramm Handicapgewicht zuladen – so viel wie kein anderer Pilot im Feld. Gerade auf dem „Circuit de Pau“ mit seinen zahlreichen Bergauf-Passagen ist dieser Ballast ein erheblicher Nachteil. Farfus hat eine noch schwierigere Aufgabe zu meistern: Nach seinem Unfall mit Tom Coronel (NLD) in Valencia wurde der 23-Jährige mit einer Strafe belegt und muss im ersten Rennen am Sonntagvormittag zehn Positionen weiter hinten starten. Wie auf den meisten Stadtkursen ist es auch in Pau alles andere als einfach, auf der Strecke zu überholen, so dass für Farfus wie auch die anderen Piloten ein gutes Abschneiden im Qualifying unerlässlich ist. Der WM-Dritte fährt in Frankreich mit 40 Kilogramm Zusatzgewicht.

Wie es sich anfühlt, in Pau ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, weiß Müller. Vor mehr als einem Jahrzehnt gewann er an gleicher Stelle ein Rennen der Formel-3000-Meisterschaft. Nun kehrt er als Führender der Tourenwagen-WM zurück.

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich in Pau gefahren bin. Das war 1996. Ich habe dort auf Anhieb in der Formel 3000 gewonnen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit dem Zweitplatzierten Kenny Bräck alle anderen Fahrer überrunden konnte. Der Kurs wird den Tourenwagen liegen. Es geht oft über die Randsteine, was für einen Stadtkurs eher ungewöhnlich ist. Der Abstimmung von Federn und Dämpfern wird eine große Bedeutung zukommen. Ansonsten ist es ein typischer Stadtkurs mit engen Leitplanken auf beiden Seiten der Strecke. Von der Geschwindigkeit ist er zwischen dem sehr schnellen Macau und dem langsamen Porto anzusiedeln. Dass ich die WM augenblicklich anführe, wird meine Herangehensweite an das Rennwochenende nicht beeinflussen. Volle Konzentration ist gefragt. Denn in Pau wird jeder Fehler sofort bestraft.“


Historie und Hintergrund:

Der „Circuit de Pau“ ist einer der geschichtsträchtigsten Kurse auf der ganzen Welt. Bereits 1901 wurde das erste Automobilrennen in den engen Straßen der französischen Stadt ausgetragen. In den 30er Jahren war Pau Schauplatz des ersten „Grand Prix“ überhaupt. Bis zu diesem Zeitpunkt war diese Bezeichnung noch Pferderennen vorbehalten. Seither ist der „Grand Prix de Pau“ eine Institution in der Motorsport-Landschaft Frankreichs.

Zwischen 1950 und 1963 gastierte die Formel 1 acht Mal in Pau. Allerdings gehörten diese Läufe nicht zur offiziellen Weltmeisterschaft. Dennoch liest sich die Siegerliste wie ein „Who-is-who“ des Rennsports in dieser Epoche: So triumphierten unter anderem Juan Manuel Fangio, Alberto Ascari, Jack Brabham und Jim Clark auf der heute 2,760 Kilometer langen Strecke.

Im Anschluss war Pau bis 1984 ein regelmäßiger Austragungsort für Läufe der Formel-2-Europameisterschaft, auf die ab 1985 die Formel 3000 folgte. Fortan waren es vor allem junge, aufstrebende Fahrer, die sich der Herausforderung des anspruchsvollen Stadtkurses stellten. Viele davon haben es zu einer erfolgreichen Rennfahrerkarriere gebracht. Unter anderem verdienten sich Jean Alesi, Gil de Ferran und Juan Pablo Montoya erste Sporen in der Formel 3000.

Auch Jörg Müller vom BMW Team Germany hat am Steuer eines Formel-3000-Autos in Pau gute Erfahrungen gesammelt: 1996 trat er dort zum zweiten Saisonrennen an. Nach 72 Runden war Kenny Bräck der einzige Pilot, den der 37-Jährige noch nicht überrundet hatte. Schließlich überquerte Müller mit 5,274 Sekunden Vorsprung auf den Schweden als Sieger die Ziellinie – und gewann am Ende auch die Meisterschaft. Kein anderer aktueller WTCC-Fahrer hat beim „Grand Prix de Pau“ je einen Sieg davontragen können.

Auch Nick Heidfeld, Fahrer des BMW Sauber F1 Teams, hat in Pau schon ein Rennen bestritten. 1998 sah er in der Formel 3000 als Dritter die Zielflagge. Ein Jahr später sicherte sich Heidfeld ebenfalls den Titel in der Nachwuchsserie. Allerdings gehörte Pau damals nicht mehr zum Formel-3000-Programm. Dafür fanden bis 2005 zahlreiche Formel-3-Rennen im Rahmen des „Grand Prix de Pau“ statt.

Der „Grand Prix de Pau“ wird 2007 zum insgesamt 67. Mal ausgerichtet. Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft macht hingegen zum ersten Mal in den Pyrenäen Station. Nach Zandvoort ist Pau bereits der zweite Neuling im diesjährigen WTCC-Rennkalender.

Pau hat gut 78 000 Einwohner und ist nach Bordeaux die zweitgrößte Stadt der Region Aquitaine. Aufgrund der Nähe zu den Pyrenäenpässen ist Pau ein regelmäßiger Etappenort der „Tour de France“. Bereits 60 Mal führte das berühmteste Radrennen der Welt durch die Stadt.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 19 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 52,44 Kilometern. Das erste Rennen beginnt am Sonntag um 10.05 Uhr. Eurosport 2 überträgt live. Lauf zwei wird um 15.35 Uhr gestartet und ist auf Eurosport International mitzuverfolgen.

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