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Alt 24.01.2007, 18:11     #1
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BMW Sauber F1 Team Pressemappe 2007

Das Team.

Der nächste Schritt - Erfolgreiche Debütsaison 2006 - Wie die Zeit vergeht

Who is who - Boxenstopp in München - Boxenstopp in Hinwil


Die Saison.

Grand-Prix-Informationen - Vorschaustimmen - Regeländerungen


Die Technik.

Das Chassis - Der Antrieb - Zahlen und Fakten


Die Fahrer.

Nick Heidfeld - Robert Kubica - Sebastian Vettel


Das Management.

Mario Theissen - Willy Rampf


Die Historie.

BMW Motorsport - Sauber

Websites.

www.bmw-sauber-f1.com - www.bmw-motorsport.com
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Alt 24.01.2007, 18:12     #2
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Der nächste Schritt.

Weitere Podiumsplätze sind das Ziel.


München/Hinwil. Die Richtung stimmt, aber der Weg ist noch lang: Nach seinem guten Debütjahr in der Formel 1 will das BMW Sauber F1 Team 2007 den nächsten Schritt machen. In der kommenden Saison wird im neu formierten Team die erfolgreich begonnene Aufbauarbeit wie geplant fortgesetzt. Die sportliche Zielsetzung ist klar: 2007 sollen weitere Podestplätze eingefahren werden. Gleichzeitig wird der personelle Ausbau der Belegschaft in Hinwil abgeschlossen. Bis auf 430 Mitarbeiter wird der Standort wachsen. Bis zum Jahresende wird in Hinwil auch der neue Gebäudekomplex fertig gestellt sein. Dann hat das BMW Sauber F1 Team seine volle Schlagkraft erreicht.

„Wir haben 2006 die eigenen Ziele übertroffen. Jetzt steigen die Erwartungen schneller, als das Team sich entwickeln kann. Das ist der Fluch der guten Tat“, sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen und erklärt die Marschroute: „2007 steht das zweite und letzte Jahr unserer Aufbauphase auf dem Programm. Wir wollen aus eigener Kraft den Weg aufs Podium schaffen. Wenn die Spitzenteams schwächeln, wollen wir zur Stelle sein. Siege aus eigener Kraft sind 2007 noch nicht realistisch. Siege haben wir uns für 2008 vorgenommen. 2009 wollen wir um die WM mitfahren.“


Ohne Zweifel: Das erste Jahr des BMW Sauber F1 Teams in der Königsklasse des Motorsports hat Lust auf mehr gemacht. Zwei Podestplätze, 15 Mal in den Punkten, am Ende sogar Platz fünf in der Herstellerwertung – das BMW Sauber F1 Team war besser unterwegs als gedacht. „Das“, weiß Theissen, „war tatsächlich mehr, als die Fachwelt einem neu aufgestellten Team zugetraut hat. Allmählich wird auf der Grand-Prix-Bühne sichtbar, wie intensiv und zielstrebig hinter den Kulissen gearbeitet wird.“

125 Mitarbeiter wurden in Hinwil bereits eingestellt, weitere 30 werden folgen. Sie alle mussten und müssen integriert und mit der Münchner Belegschaft von knapp 300 Formel-1-Mitwirkenden vernetzt werden. Bei einer derart großen Anzahl kein leichtes Unterfangen. Schließlich darf das Gesamtgebilde nicht aus den Fugen geraten. Bisher lief alles nach Plan. Schneller, ist sich Theissen bewusst, kann man nicht wachsen. Zumal viele Mitarbeiter vorübergehend ausgelagert sind und in angemieteten Büros ihrer Arbeit nachgehen. Denn der neue Gebäude-Komplex in Hinwil wird nicht nur Prüfstände, Labors und Entwicklungsabteilungen beherbergen, sondern auch neue Büros. Noch geht es also eng zu in Hinwil, doch die Zeit der Provisorien ist absehbar.

Trifft man am Standort Hinwil viele neue Gesichter, sind die Fahrer des Teams gute Bekannte: Nick Heidfeld (DEU) und Robert Kubica (PLN) werden als Stammpiloten um WM-Punkte kämpfen. Sebastian Vettel (DEU), der bereits ab dem Türkei-GP 2006 als Freitagsfahrer im Einsatz war, ist der offizielle Test- und Ersatzfahrer. Theissen sagt über diesen prickelnden Cocktail aus Routine und frischem Blut: „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Besetzung. Nick ist unser erfahrener Mann. Er ist schnell, er ist zuverlässig, und er besitzt das Know-how, das Team weiterzubringen. Das alles macht ihn zu einer festen Größe und einer wichtigen Orientierung für die Techniker und die anderen Fahrer. Robert hat bereits gezeigt, dass er schnell ist. Bei der Routine wird er aufholen. Die beiden arbeiten gut zusammen und tragen auf der Strecke einen gesunden Konkurrenzkampf aus. Sebastian wiederum wird von uns die Möglichkeit bekommen, auch an den Freitagen zu fahren. Er wird von beiden lernen.“

Heidfeld, der 2006 die meisten Zähler für das Team holte, sagt: „Nach unserer guten ersten Saison müssen wir unseren Weg jetzt weiter gehen. Dabei darf man nicht zu viel erwarten, denn die Luft nach oben wird dünner. Wir haben im ersten Jahr 36 Punkte und den fünften WM-Platz geholt. Der WM-Vierte hatte aber 86 Punkte. Das sind Welten.“

„Ich habe 2006 viel gelernt“, sagt Kubica, „das will ich 2007 umsetzen und weiter dazulernen. Nach einem Formel-1-Rennen erstmals auf dem Podium zu stehen, war ein großartiges Erlebnis. Ich will mehr davon.“

Sebastian Vettel umreißt seine Aufgabe: „Je besser ich das Auto und das Team kennenlerne, desto mehr kann ich mit meiner Testarbeit unterstützen. Ich werde alles tun, um Nick und Robert gut zuzuarbeiten.“

Interessant wird, was die Umstellung auf Einheitsreifen 2007 bringt. Denn ab sofort wird in der Formel 1 auf Bridgestone Potenza gefahren. Nach dem Rückzug von Michelin rüsten die Japaner fortan alle Teams mit dem „schwarzen Gold“ aus. BMW war in der Formel 1 ab 2001 mit Reifen von Michelin unterwegs, Sauber hat von 1999 bis einschließlich 2004 Erfahrungswerte mit Bridgestone sammeln können. „Die Einheitsreifen werden die Teams enger zusammenrücken lassen“, ist Theissen überzeugt.

Neben Einheitsreifen gibt es noch andere Neuigkeiten im Regelment. Zu den wichtigsten technischen Änderungen zählen weitere Einschränkungen für die Motoren. Die Triebwerke der Saison 2007 stellen die technische Basis bis einschließlich der Saison 2010 dar. Sie sind neuerdings mit maximal 19 000 U/min unterwegs und müssen weiterhin zwei GP-Wochenenden durchstehen. Dabei zählt der Freitag nicht mehr dazu. Freitags werden 2007 zwei 90-minütige Sessions abgehalten, in denen die Teams maximal zwei Autos einsetzen dürfen. Damit dürfte sich der Fahrbetrieb am jeweils ersten Veranstaltungstag deutlich erhöhen. Stark reduziert hingegen wurden die Testfahrten. 2007 sind maximal 30 000 Kilometer pro Team erlaubt. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 absolvierte das BMW Sauber F1 Team allein von Januar bis Saisonende 43 659 Testkilometer.
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Geändert von Martin (26.01.2007 um 14:35 Uhr)
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Alt 24.01.2007, 18:17     #3
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Erfolgreiche Debütsaison 2006.

Ergebnisse BMW Sauber F1 Team 2006. (PDF)

Trotz einer extrem kurzen Startphase – zwischen der Entscheidung zur Übernahme der Mehrheitsanteile an Sauber durch BMW und der Team-Präsentation lag nur ein halbes Jahr – gelangen der jungen Mannschaft in der Debütsaison bereits überraschende Erfolge. 19 Mal schaffte ein Fahrer des BMW Sauber F1 Teams den Sprung ins Top-Ten-Qualifying (10 Mal Heidfeld, 5 Mal Kubica, 4 Mal Jacques Villeneuve). Der beste Startplatz wurde Rang drei in Monza (Heidfeld). 15 Mal fuhr ein Pilot in die Punkteränge (10 Mal Heidfeld, 4 Mal Villeneuve, 1 Mal Kubica). Sogar zwei Pokale eroberte das Team – Heidfeld wurde in Budapest Dritter, Kubica in Monza. In der Zuverlässigkeitswertung kam das BMW Sauber F1 Team mit 22 281 Rennkilometern auf Rang vier. Das BMW Sauber F1 Team beendete seine erste Rennsaison auf dem fünften Rang der Konstrukteurs-WM.

„Noch wichtiger als die guten Einzelergebnisse“, betont Theissen, „war, dass wir uns kontinuierlich gesteigert haben. Wir haben auch unter dem Druck der laufenden Saison messbare Fortschritte gemacht, anstatt im Vergleich mit der Konkurrenz zurückzufallen. Das hat uns gezeigt, dass der Weg stimmt.“

Das BMW Sauber F1 Team hatte die Saison 2006 mit Heidfeld und Villeneuve als Einsatzpiloten begonnen. Kubica beeindruckte trotz seiner Unerfahrenheit von Anfang an mit hervorragenden Leistungen bei Testfahrten und in den Trainings an den Freitagen der GP-Wochenenden.


Zum 13. Grand Prix des Jahres erhielt Kubica in Budapest die Chance, den zweiten F1.06 neben Heidfeld im Rennen zu steuern. Unter schwierigsten Bedingungen machte er sein Gesellenstück und kam als Siebter ins Ziel. Er war 51 Runden auf Intermediates gefahren. Der unerwartet hohe Reifenverschleiß führte zusammen mit einem leeren Feuerlöscher, der seine zwei Kilogramm Leichtwasser bei einem Leitplankenkontakt preisgegeben hatte, zu zwei Kilogramm Untergewicht bei der technischen Nachuntersuchung und damit zur Disqualifikation des Polen. Seine Rennreife indes hatte er bewiesen. Wenige Tage später trennten sich das Team und Villeneuve. Ab dem folgenden GP in der Türkei übernahm Vettel die Rolle des Freitagsfahrers. Mit fundierten technischen Aussagen und Tagesbestzeiten trat er in die Fußstapfen von Kubica und wurde für 2007 als Test- und Ersatzfahrer bestätigt.
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Alt 24.01.2007, 18:21     #4
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Wie die Zeit vergeht.
  • Im Juni 2005 wurde der Vertrag unterschrieben, 2006 debütierte das BMW Sauber F1 Team schon in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft.
  • 22. Juni 2005 Mit einer Pressekonferenz in München wird die Mehrheitsbeteiligung von BMW an der Sauber AG bekanntgegeben.
  • Credit Suisse verlängert das Sponsoring um weitere drei Jahre und ist ab 2006 offizieller Partner des BMW Sauber F1 Teams.
  • Juli 2005 Gemeinsame Arbeitsgruppen werden gebildet, erste Treffen finden in München und Hinwil statt. Der Integrationsprozess beginnt.
  • September 2005 Der Personalbedarf ist festgelegt. Ab jetzt werden in Hinwil Einstellungsgespräche für über 100 neue Stellen geführt.
  • 16. September 2005 BMW gibt die Verpflichtung von Nick Heidfeld bekannt.
  • 14. November 2005 Der Name „BMW Sauber F1 Team“ steht fest.
  • 24. November 2005 Das BMW Sauber F1 Team und Petronas schließen in Kuala Lumpur einen Vierjahresvertrag. Die malaysische Öl- und Gasgesellschaft wird Premiumpartner des Teams.
  • 28. November 2005 Erster Test des Interimschassis Sauber C24B mit dem BMW P86 V8-Motor in Barcelona.
  • 1. Dezember 2005 Jacques Villeneuve wird als Fahrer bestätigt.
  • 15. Dezember 2005 Die BMW Group und Intel geben eine weitreichende Kooperation bekannt. Zudem wird Intel Official Corporate Partner des BMW Sauber F1 Teams.
  • 20. Dezember 2005 Robert Kubica wird Test- und Ersatzfahrer des Teams.
  • 1. Januar 2006 Vollzug der Anteilsübernahme durch BMW.
  • 16./17. Januar 2006 Das BMW Sauber F1 Team wird in Valencia der Öffentlichkeit vorgestellt. Der BMW Sauber F1.06 erlebt seine erste Ausfahrt.
  • Februar 2006 Bauantrag für den Erweiterungsbau in Hinwil.
  • 12. März 2006 Das BMW Sauber F1 Team startet in Bahrain zu seinem ersten Grand Prix.
  • 19. März 2006 Im zweiten Rennen holt das Team die ersten WM-Punkte. Villeneuve wird in Malaysia Siebter.
  • 2. April 2006 Im dritten GP fahren beide Piloten in die Punkte. In Australien wird Heidfeld Vierter, Villeneuve Sechster.
  • April 2006 Konzeptionsbeginn für den BMW Sauber F1.07.
  • 6. Mai 2006 Dell wird offizieller Partner des Teams.
  • 6. August 2006 Kubica fährt in Budapest sein erstes Formel-1-Rennen. Heidfeld holt im 13. WM-Lauf des Teams den ersten Podiumsplatz.
  • 7. August 2006 Das BMW Sauber F1 Team und Villeneuve trennen sich.
  • 25. August 2006 Sebastian Vettel übernimmt in Istanbul erstmals die Aufgabe des „Freitagsfahrers“ für das Team.
  • September 2006 Die Konstruktionsphase für den BMW Sauber F1.07 beginnt.
  • 10. September 2006 Als Dritter von Monza holt Kubica den zweiten Pokal.
  • Oktober 2006 Der Windkanal in Hinwil läuft im Dreischichtbetrieb. Vor Jahresfrist war es eine Schicht pro Tag.
  • 19. Oktober 2006 Die Fahrer für 2007 werden bekannt gegeben: Heidfeld und Kubica als Stammfahrer, Vettel als Test- und Ersatzfahrer.
  • 22. Oktober 2006 Das BMW Sauber F1 Team beschließt das Debütjahr als Fünfter der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.
  • Mittlerweile sind über 100 neue Mitarbeiter am Standort Hinwil eingestellt. Weitere 50 sollen folgen.
  • 28. November 2006 Beginn der Wintertestfahrten in Barcelona.
  • 30. November 2006 Timo Glock testet erstmals für das Team.
  • 16. Januar 2007 Präsentation des BMW Sauber F1.07 und des BMW Sauber F1 Teams in Valencia.
  • 1. März 2007 Spätester Abgabetermin der finalen Spezifikation des Homologationsmotors für die Weltmeisterschaften 2007, 2008, 2009 und 2010 bei der FIA.
  • 18. März 2007 Erster Grand Prix der Saison 2007 in Melbourne.
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Alt 24.01.2007, 18:23     #5
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Alt 24.01.2007, 18:25     #6
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Boxenstopp in München.

Eingebettet in Produktionsstätten und Büros der BMW AG und in Nachbarschaft zum BMW Forschungs- und Innovationszentrum, sind am Standort München fast 300 Mitarbeiter in den unterschiedlichen Abteilungen mit dem Formel-1-Engagement von BMW beschäftigt.

Die Zentrale von BMW Motorsport sitzt im Anton-Ditt-Bogen, im Münchner Norden. Hier werden die Formel-1-Motoren entwickelt, gefertigt und erprobt. Ende 2005 wurde hier der neue Komplex bezogen – mit der jüngsten Generation von Prüfständen und Labors für die Antriebsentwicklung.

Im gleichen Gebäude wird die BMW Formel-1-Elektronik entwickelt und gebaut. Die Formel-1-Teilefertigung mit eigener Qualitätskontrolle liegt direkt nebenan.

Mit dem Neubau konnten nicht nur die F1-Aktivitäten, sondern auch alle übrigen Motorsport-Projekte von BMW an einem Standort zusammengeführt werden. Hier liegen alle Büros, darunter jenes von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. Die Abteilung „Sponsoring und Business Relations“ ist hier zu Hause, und auch die Logistik wird von hier aus gestemmt.

Viel Platz beansprucht das Materiallager im Keller der Zentrale. Hier sind unter anderem die Kleiderkammer für die Team-Garderobe untergebracht sowie zahlreiche Exponate.


Alles in allem verteilen sich die Formel-1-Abteilungen auf sechs Gebäude für Werkstätten, Labors und Büros. Die Zugänge sind geschützt, ohne Anmeldung oder elektronischem Mitarbeiter-Pass gelangt hier niemand hinein. Das Ambiente wird von der Farbe Weiß dominiert, die weiteren BMW Motorsport Farben Blau und Rot setzen Akzente. Das moderne Interieur spiegelt den Charakter von BMW Motorsport wider – es ist modern und technisch durchdacht.

Nur ein paar hundert Meter entfernt, in der Münchner Knorrstraße, steht das BMW Forschungs- und Innovationszentrum, kurz FIZ genannt. Es ist die Keimzelle aller BMW Serienfahrzeuge und steht mit seinen Ressourcen und Ingenieurskapazitäten auch den Formel-1-Ingenieuren zur Verfügung. Umgekehrt profitieren die FIZ-Spezialisten von der Nähe zu dem rasenden Forschungsprojekt Formel 1 – nirgendwo sonst muss Theorie so schnell in Praxis umgesetzt werden.

45 Fahrminuten nordöstlich von München, in Landshut, liegt die Formel-1-Gießerei. Sie wurde dort an die Serien-Gießerei angegliedert, um kürzeste Wege für den Technologietransfer zu garantieren.

Seit 1917 fertigt BMW Hochleistungsmotoren. Heute gehören zur BMW Group die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce. Das Unternehmen hat eine Produkt- und Marktoffensive mit mehr neuen Modellen als je zuvor gestartet. Bis 2010 soll der Absatz auf 1,6 Millionen Automobile steigen. Mit 1,33 Mio. ausgelieferten Automobilen im Jahr 2005 ist die BMW Group der weltweit erfolgreichste Hersteller von Premium Automobilen. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 100 000 in rund 50 Nationen.

Als Vorstand für Entwicklung und Einkauf ist Dr. Klaus Draeger seit dem 1. November 2006 auch für die Motorsport-Projekte des Unternehmens verantwortlich. Sein Vorgänger, Prof. Dr. Burkhard Göschel, schied nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Vorstand aus, steht BMW aber als Berater weiter zur Seite.

Die Formel-1-Geschichte von BMW reicht auf das Jahr 1952 zurück. Der bisher größte Erfolg gelang 1983 mit dem Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft durch Nelson Piquet (Brabham BMW). Vor der Saison 2007 stehen für BMW insgesamt 217 Starts, 19 Grand-Prix-Siege und 32 Polepositions zu Buche. Im Jahr 2006, der ersten Saison des BMW Sauber F1 Teams, wurden bereits zwei Podiumsplätze erzielt.
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Geändert von Martin (26.01.2007 um 14:39 Uhr)
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Alt 24.01.2007, 18:26     #7
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Boxenstopp in Hinwil.

Das BMW Sauber F1 Team wächst. Am besten zu sehen ist das am Standort Hinwil, wo zwischen dem Windkanal und der seit 1992 bestehenden Fabrik ein Erweiterungsbau gedeiht. Besitzt die bisherige Fabrik (ohne Windkanal) eine Fläche von 6 900 Quadratmetern, so kommen mit dem neuen Komplex nochmals 8 700 hinzu.

Ziel ist es, einerseits die Infrastruktur mit zusätzlichen Maschinen und Prüfständen signifikant zu erweitern, andererseits Platz zu schaffen für die neuen Mitarbeiter. Von ursprünglich 275 im Juni 2005 stieg deren Zahl bis Ende 2006 auf knapp 400. Weitere 30 werden im Laufe des Jahres 2007 hinzukommen.

Die Planung des Anbaus begann im Oktober 2005, bereits Anfang Februar erfolgte die Baueingabe, und Ende Juni erteilten die Behörden die Baubewilligung. Im Juli 2006 konnte mit den Aushubarbeiten begonnen werden. Die Fertigestellung ist für Herbst 2007 geplant.

Die Konzeption dieses auch optisch attraktiven Anbaus unterlag streng praktischen Gesichtspunkten. Er ist so ausgelegt, dass kurze Wege und optimale Arbeitsabläufe gewährleistet werden. Effizienz hat Priorität. So verbindet beispielsweise eine geschlossene Brücke das Konstruktionsbüro und den Windkanal.

Die größte Fläche im Erdgeschoss wird durch die Lastwagen-Halle sowie große Produktionsanlagen – unter anderem Portalfräsmaschinen und Autoklaven – in Anspruch genommen. Im ersten Stock sind kleinere Maschinen untergebracht.

Optisch interessant ist der zweite Stock gestaltet, wo die Kohlefaser-Abteilung untergebracht ist, und wo in der Mitte die Formel-1-Rennwagen aufgebaut und gewartet werden. Dieser zentrale Teil ist als Atrium ausgebildet, sodass die Rennwagen auch vom dritten Stock aus zu sehen sind. Dort befinden sich die Administration, das Konstruktionsbüro sowie die Fahrzeug-Elektronik.

Der Windkanal: Mit voller Kraft voraus.

Seit Frühjahr 2004 ist der hochmoderne Windkanal in Hinwil in Betrieb. Das 65 Meter lange, 50 Meter breite und 17 Meter hohe Gebäude besticht besonders durch seine mit Glas verkleidete Fassade. Hier befinden sich die Arbeitsplätze all jener Spezialisten, die in diesem Bereich arbeiten. Es handelt sich neben den Aerodynamikern um Modelldesigner und Modellbauer, CFD-Ingenieure sowie andere Mitarbeiter der Aerodynamikabteilung. Es ist zugleich jener Bereich, der am stärksten gewachsen ist. Seit Oktober 2006 arbeitet das BMW Sauber F1 Team, genau wie die Topteams, im Dreischichtbetrieb, also rund um die Uhr.

Die Technik der Anlage ist auf dem neuesten Stand. In Bezug auf Faktoren wie Windgeschwindigkeit, Größe der Testsektion und der Modelle, Dimensionen der „Rolling Road“, „Model Motion System“ sowie Datenerfassung ist die Anlage auf Top-Niveau.


Der Windkanal ist als geschlossener Kreislauf ausgeführt, der eine Gesamtlänge von 141 Metern und einen maximalen Rohrdurchmesser von 9,4 Metern hat. Das Gewicht aller Stahlelemente beträgt inklusive Ventilatorgehäuse 480 Tonnen. Der einstufige Axialventilator mit Rotorblättern aus Karbon wiegt mit Antrieb und Verkleidung 66 Tonnen. Bei Volllast nimmt er eine Leistung von 3 000 kW auf und ermöglicht so Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h. Damit keine störenden Schwingungen auf die Anlage übertragen werden, ist der Axialventilator über Schwingungsdämpfer mit einem massiven Betonsockel gekoppelt.

Das Kernstück jedes Windkanals ist die Testsektion, wo die Objekte dem Luftstrom ausgesetzt werden. Sowohl deren Querschnitt als auch die Länge der rollenden Straße sind besonders großzügig ausgelegt und bieten damit optimale Voraussetzungen für genaue Resultate. Gearbeitet wird vorwiegend mit 60-Prozent-Modellen. Die Aerodynamiker haben jedoch auch die Möglichkeit, Messungen am 1 : 1-Rennwagen durchzuführen.

Damit die Testobjekte nicht nur frontal, sondern auch leicht schräg bis zu einem Winkel von maximal zehn Grad angeströmt werden können, lässt sich die gesamte Messplattform drehen. Diese ist mit einem rotierenden

Stahlband ausgerüstet, das die Relativbewegung zwischen Fahrzeug und Straße simuliert und synchron mit der Luftströmung läuft. Unter dem Rollband sind Wägezellen angebracht, mit welchen die Radlasten gemessen werden.

Über die Technik hinaus wurde bei der Konzeption des Windkanals auch dem Erscheinungsbild große Beachtung geschenkt. Das Gebäude beeindruckt nicht bloß durch seine Abmessungen, auch die mit Glas verkleideten Fassaden unterstreichen seine Einmaligkeit als Kombination von Industriebau und Eventgebäude.

Was von außen als homogene Halle erscheint, besteht tatsächlich aus zwei klar abgetrennten Gebäudeelementen: dem eigentlichen Windkanal und einem großzügigen, viergeschossigen Trakt mit Arbeitsräumen und einer Eventplattform, wo Partner und Sponsoren Marketingveranstaltungen, Kundenevents oder Seminare in einem einzigartigen Ambiente durchführen können. Die Galerie im ersten Stock bietet 150 Personen Platz.

Aus optischen Gründen liegt die Mittelachse der Windkanalverrohrung mehr als acht Meter über dem Boden. Mit Ausnahme der Messstrecke, die in eine Betonkonstruktion eingebettet ist, „schwebt“ der aus Stahlelementen zusammengefügte Kreislauf in der Halle.

Die beiden Bereiche werden durch eine Glaswand getrennt, so dass der optische Bezug erhalten bleibt, die Lärmemissionen des Windkanals aber wirkungsvoll abgehalten werden.

Im Erdgeschoss fand „Albert2“ Platz. Der neue Supercomputer des Teams wurde am 14. Dezember 2006 vorgestellt. Der 21 Tonnen schwere Computer für CFD-Berechnungen ist der leistungsstärkste seiner Art in der Formel 1. Hier werden parallel zur Messung im Windkanal die Strömungsverhältnisse am Fahrzeug simuliert – Messergebnisse also mit physikalischem Verständnis untermauert.
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Geändert von Martin (26.01.2007 um 14:41 Uhr)
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Alt 24.01.2007, 18:29     #8
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Alt 24.01.2007, 18:30     #9
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Alt 24.01.2007, 18:33     #10
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Einer für alle.


Die wichtigste Änderung im Hinblick auf die Saison 2007 betrifft die Reifen: Es gibt nur noch einen Hersteller, Bridgestone beliefert das gesamte Feld. Neuerungen erfährt auch der Freitag des Rennwochenendes. Drastische Einschränkungen gibt es bei den Testfahrten.
  • Ab 2007 gibt es Einheitsreifen, die von Bridgestone zur Verfügung gestellt werden. Die Japaner werden bei jedem Grand Prix zwei Spezifikationen Bridgestone Potenza bereit halten, aus denen die Teams auswählen können. Jedem Fahrer stehen insgesamt 14 Sätze Trockenreifen (7 Satz pro Spezifikation) zur Verfügung. Maximal vier Sätze darf ein Pilot am ersten Trainingstag verwenden, die restlichen zehn am Samstag und Sonntag. Bei trockener Piste müssen im Rennen beide Spezifikationen verwendet werden. Bei nassen Bedingungen kann der Fahrer auf insgesamt sieben Sätze Regenreifen zurückgreifen (vier Sätze „wet weather tyres“ und drei Sätze „extreme weather tyres“).
  • Am Freitag gibt es je ein freies Training von 90 Minuten am Morgen und am Nachmittag. Dabei dürfen die Teams maximal zwei Autos pro Einheit einsetzen. Diese können entweder von den zwei Stamm- oder von einem nominierten Testpiloten gefahren werden. Die Cockpit-Besetzung muss am Tag vor dem ersten Training bis 16.00 Uhr bekannt gegeben werden.
  • Die Motoren müssen nach wie vor zwei Wochenenden durchstehen, doch gilt dies 2007 nur noch für den Samstag und den Sonntag. Der Freitag unterliegt dieser Regelung nicht mehr, sodass die Triebwerke vor dem Samstagstraining gewechselt werden können. Diese Änderungen verspricht mehr Action für die Fans am Freitag.
  • Die Weiterentwicklung der Motoren ist stark eingeschränkt. Spätestens am 1. März 2007 müssen die Teams der FIA einen Homologationsmotor abgeben, basierend auf einem Triebwerk, das in der Saison 2006 zwei Rennen absolviert hat. Dieser Motor gilt als technische Basis für die Jahre 2007 bis 2010. Es dürfen dann nur noch Modifikationen im Motorumfeld, beispielsweise an den Ansaugtrichtern oder dem Abgastrakt, vorgenommen werden. Der gesamte Kurbel- und Ventiltrieb muss unverändert bleiben und dem Homologationsmotor entsprechen. Die Drehzahl ist auf 19 000 U/min limitiert.
  • Eine wichtige Änderung betrifft die Safety-Car-Phasen. Sobald das Safety Car auf die Strecke fährt, wird die Boxengasse geschlossen. Wenn alle Autos hinter dem Safety-Car aufgeschlossen haben, wird sie wieder geöffnet. Zudem müssen überrundete Piloten dann jene vor ihnen liegenden Fahrer überholen, die in der Führungsrunde sind. Sie überholen auch das Safety Car, fahren eine zusätzliche Runde und schliessen dann hinten am Feld wieder an. Für Piloten, die bereits hinten im Feld sind und keine führenden Fahrzeuge vor sich haben, gilt diese Regelung nicht. Sie verbleiben in ihrer Position. Das Safety Car wird mindestens so lange im Einsatz sein, bis dieser Vorgang vollständig abgeschlossen ist.
  • Die Crash-Tests wurden weiter verschärft.
  • Die Testfahrten wurden erheblich beschnitten. Ein Team darf nicht mehr als 30 000 Kilometer pro Jahr testen und erhält dafür maximal 300 Reifensätze. Die freien Trainings an Rennwochenenden zählen jedoch nicht dazu. Vor der Saison gibt es fünf definierte Tests zu je drei Tagen. Dabei dürfen beliebig viele Fahrzeuge eingesetzt werden. Zusätzlich hat jedes Team das Recht auf einen exklusiven Dreitagetest, beispielsweise für das Roll-out oder für Filmaufnahmen. Während der Saison beschränken sich die Tests auf acht Events zu je drei Tagen auf jeweils vorgegebenen Strecken mit nur einem Auto. Die Teams dürfen aber zwei Heimstrecken nominieren, auf denen sie zeitgleich zu den offiziellen Tests fahren können. Zudem besteht Anrecht auf maximal zwölf so genannte Straightline-Tests (Aerodynamik) sowie zwölf Shakedowns zu je maximal 50 Kilometern pro Team.
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