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Alt 29.03.2006, 09:35     #1
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FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006 - Vorschau und Rennergebnisse

-------> Alle Informationen zur WTCC 2006 findet Ihr hier <-------

WTCC - Läufe 1 und 2 - Monza - Vorschau

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 1 & 2 - 01./02. April 2006 - Vorschau

BMW beginnt in Monza die Mission WM-Titelverteidigung.


München, 27. März 2006. Am kommenden Wochenende startet die FIA World Touring Car Championship (WTCC) in ihre neue Saison. Die erste Station der Königsklasse des Tourenwagensports ist das "Autodromo Nazionale di Monza". Auf der 5,770 Kilometer langen Strecke messen sich die Fahrer der BMW Länderteams erstmals in zwei Sprintrennen mit der Konkurrenz.

Einen Vorgeschmack auf das, was die Fans bei den 20 Läufen in Europa, Asien, Süd- und Mittelamerika erwartet, gaben die WTCC-Piloten bereits am 21./22. März. Im Rahmen der "Media Days" in Monza absolvierten die Teams ein zweitägiges Testprogramm. Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK erreichte in 2:00,688 Minuten die schnellste Zeit. Aber auch die Fahrer vom BMW Team Germany Dirk Müller (Burbach) und Jörg Müller (Hückelhoven) sowie Alessandro Zanardi (ITA) und Marcel Costa (ESP) vom BMW Team Italy-Spain hinterließen auf der Strecke mit dem höchsten Volllastanteil im Kalender einen guten Eindruck.

Das Quintett tritt in dieser Saison mit dem neuen BMW 320si an. Der Rennwagen wurde von BMW Motorsport vom gleichnamigen Serienmodell abgeleitet. Für die nötige Leistung sorgt ein 275 PS starker Vierzylinder-Reihenmotor. Nach dem Gewinn des Fahrer- und Herstellertitels sowie Platz eins in der Privatfahrerwertung 2005 will BMW in der FIA WTCC mit dem BMW 320si auch in diesem Jahr Siege erringen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Ich bin sicher, dass der BMW 320si die Erfolgsgeschichte von BMW im Tourenwagensport fortschreiben wird. Die WTCC dürfte in diesem Jahr noch einmal spannender werden als 2005. Neue Hersteller sind dabei, das Feld wird weiter wachsen, und es gibt einige neue Strecken im Programm. Insgesamt bietet die Tourenwagen-WM alles, was eine Rennserie braucht. Mit unseren drei Länderteams und dem neuen BMW 320si sind wir gut aufgestellt, um wieder an der Spitze mitmischen zu können."

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Ich freue mich sehr, dass es endlich wieder losgeht. Die Erfolge des vergangenen Jahres sind abgehakt. Nun konzentriere ich mich darauf, in Monza gut in die neue Saison zu starten. Mit umgekehrter Startaufstellung und Zusatzgewicht dürfte der Titelgewinn für keinen Fahrer ein Spaziergang werden. Meine Prognose ist, dass die Entscheidung erneut erst im letzen Rennen der Saison fallen wird."

Dirk Müller (BMW Team Germany):
"Es war schön, bei den Tests in Monza wieder mit vielen Konkurrenten auf die Strecke gehen zu können. Allerdings denke ich nicht, dass jeder bereits sein volles Potenzial gezeigt hat. Daher bin ich sehr gespannt, wie das Kräfteverhältnis am Wochenende aussehen wird. Im vergangenen Jahr bin ich in Monza gut in die Saison gestartet. Es wäre toll, wenn mir dies wieder gelingen würde."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Endlich fängt die neue Saison an. Ich habe zwar mittlerweile einige Jahre im Motorsport hinter mir, aber vor dem ersten Rennen ist die Spannung noch immer besonders groß. In den vergangenen Saisons habe ich in vielen Situationen Pech gehabt. Deshalb will ich 2006 zeigen, dass noch immer mit mir zu rechnen ist. Hoffentlich kann ich dies gleich in Monza beweisen."

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
"Die Saison beginnt gleich mit meinem Heimrennen in Monza. Ich mag den Kurs und freue mich darauf, vor heimischer Kulisse anzutreten. Ich war von Beginn an verliebt in den neuen BMW 320si und hoffe, dass er uns gleich zu Saisonbeginn zu einem guten Ergebnis verhelfen kann. 2005 habe ich gegen Ende des Jahres viele Punkte gesammelt. So soll es weitergehen."

Marcel Costa (BMW Team Italy-Spain):
"Für mich waren die Testtage in Monza sehr wichtig. Ich war zuvor noch nie auf dieser Strecke unterwegs, kam aber bei den Tests auf Anhieb sehr gut zurecht. Der BMW 320si ist ein fantastisches Auto, und ich kann es kaum erwarten, am Sonntag mein erstes WTCC-Rennen zu bestreiten. Außerdem bin stolz, Alessandro als Teamkollegen zu haben. Ich denke, ich werde mir viel von ihm abschauen können."


Historie und Hintergrund:

Monza war auch im vergangenen Jahr Schauplatz des WTCC-Saisonauftakts. Zuvor hatten bis 2004 bereits drei Veranstaltungen der Tourenwagen-Europameisterschaft auf dem "Autodromo Nazionale di Monza" stattgefunden.

2005 war Dirk Müller der erfolgreichste Pilot auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Der 30-Jährige gewann den ersten Lauf und fuhr im zweiten Rennen des Jahres als Zweiter ebenfalls auf das Podest.

Monza liegt 15 Kilometer nordöstlich von Mailand und gehört zur Lombardei. In der Stadt leben 122 000 Menschen.

Die Rennstrecke wurde 1922 eröffnet und in ihrer langen Geschichte vielfach umgebaut. Überreste einer Steilwand sind stumme Zeugen ihrer Anfangstage. Seit dem 1000-Kilometer-Rennen 1967 wird das Oval, das zum ursprünglichen Layout des Kurses gehörte, nicht mehr befahren.

Die WTCC ist nicht die einzige FIA-Weltmeisterschaft, die auf der traditionsreichen Strecke Station macht. Am 10. September bestreitet dort das BMW Sauber F1 Team den 13. Formel-1-Lauf des Jahres.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über neun Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 51,93 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 15.05 Uhr. Der Fernsehsender EUROSPORT überträgt live. Das ZDF berichtet ausführlich im Rahmen der "SPORTreportage".


Rennkalender:
2. April - Monza (ITA), 30. April - Magny-Cours (FRA), 21. Mai - Brands Hatch (GBR), 4. Juni - Oschersleben (DEU), 2. Juli - Curitiba (BRA), 30. Juli - Puebla (MEX), 3. September - Brünn (CZE), 24. September - Istanbul (TUR), 8. Oktober - Valencia (ESP), 19. November - Macau (CHN).

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Alt 06.04.2006, 08:28     #2
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WTCC - Läufe 1 und 2 - Monza - Rennen (03.04.2006)

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 1 & 2 - 01./02. April 2006 - Rennen

Priaulx erringt im BMW 320si Sieg beim WTCC-Saisonauftakt.


Monza (Italien), 02. April 2006. Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK hat das erste Rennen der FIA World Touring Car Championship 2006 gewonnen. Auf dem "Autodromo Nazionale di Monza" setzte sich der amtierende Weltmeister mit deutlichem Vorsprung gegen die SEAT-Piloten Yvan Muller (FRA) und James Thompson (GBR) durch. Damit feierte der neue BMW 320si WTCC gleich bei seinem ersten Einsatz den Sieg. Das zweite Rennen des Jahres verlief hingegen enttäuschend für die BMW Länderteams: Nach mehreren Unfällen sah keiner der fünf Piloten die Zielflagge.

Bei Sonnenschein und Temperaturen um 18 Grad Celsius erwischte Priaulx einen exzellenten Start ins erste Rennen. Von der Poleposition bestimmte er das Tempo und verteidigte seine Führung bis ins Ziel. Zunächst sah es so aus, als könne Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Germany für einen BMW Doppelerfolg sorgen. Nach dem Start machte der 30-Jährige schnell zwei Plätze gut und nahm als Zweiter die Verfolgung von Priaulx auf. Nach einer Safety-Car-Phase zwischen der vierten und sechsten Runde verloren seine Reifen jedoch an Haftung, so dass er Muller und Thompson noch passieren lassen musste. Dirk Müller kam als Vierter ins Ziel.

BMW Team Itay-Spain Fahrer Alessandro Zanardi (ITA) wurde Siebter, sammelte damit zwei WM-Punkte und erarbeitete sich eine gute Ausgangsituation für Lauf zwei, den er vom zweiten Startrang aufnahm. Zanardis Teamkollege Marcel Costa (ESP) belegte in seinem ersten WTCC-Rennen Rang elf. Jörg Müller (Hückelhoven) hatte Pech: Nach einer Kollision mit Rickard Rydell (SWE) musste er zur Reparatur die Box vom BMW Team Germany ansteuern. Er kehrte zwar auf die 5,770 Kilometer lange Strecke zurück, musste sich aber mit dem 28. Platz zufrieden geben.

Der zweite Lauf begann viel versprechend für die BMW Fahrer. Zanardi verteidigte seinen zweiten Platz, Dirk Müller und Priaulx verbesserten am Start ihre Positionen. Jörg Müller begann eine Aufholjagd vom Ende des Feldes. Allerdings blieb den Piloten ein gutes Gesamtergebnis verwehrt. In der dritten Runde startete Priaulx einen Angriff auf Thompson, der seine Position verteidigte und auf Priaulx' Seite zog. Daraufhin drehte sich der Titelverteidiger und kreuzte den Weg von Dirk Müller. Beide verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und schlugen hart in die Streckenbegrenzung ein. Zwei Umläufe später schied auch Costa nach einer Kollision mit SEAT-Pilot Peter Terting (DEU) an achter Stelle liegend aus. Jörg Müller fuhr in der sechsten Runde bereits auf Rang elf, als Stefano d'Aste (ITA) ihm ins Heck fuhr. Auch für den 36-Jährigen endete das Rennen somit abrupt.

Die Hoffnungen ruhten auf Zanardi, der sich ein fesselndes Duell mit dem Führenden Augusto Farfus jr. (BRA) lieferte. In der vorletzten Runde setzte er zum Überholmanöver an, Farfus kämpfte um die Führung und die Autos berührten sich. Dabei trug Zanardis BMW 320si WTCC einen Aufhängungsschaden davon. Farfus überquerte als Sieger die Ziellinie. Nun stehen den BMW Länderteams arbeitsreiche Tage bevor, um die Autos rechtzeitig für die WM-Läufe drei und vier, die am 30. April 2006 in Magny-Cours (FRA) stattfinden, wieder aufzubauen.

Reaktionen:
Andy Priaulx (BMW Team UK):

"Ich muss den Saisonauftakt mit gemischten Gefühlen analysieren. Einerseits freue ich mich sehr über den Sieg im ersten Rennen. Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns, und das Team hat sich diesen Erfolg verdient. Allerdings wird man auch in diesem Jahr konstant Punkte sammeln müssen, um an der Spitze mitzumischen. Deshalb ärgert mich das Ausscheiden im zweiten Lauf ziemlich. Es war wie eine Kettenreaktion. Dirk und ich waren dann nur noch Passagiere. Das Auto ist sehr stark beschädigt. Ich hoffe, dass für Magny-Cours kein neues Chassis aufgebaut werden muss."

Dirk Müller (BMW Team Germany):
"Das war der härteste Einschlag meiner Karriere. Ich habe gar nicht mitbekommen, was genau passiert ist. Plötzlich bin ich gemeinsam mit Andy abgeflogen. Auf der Strecke wurde heute hart gekämpft, von einigen Piloten auch zu hart. So muss ich mich heute mit fünf Punkten zufrieden geben. Aber die Saison ist noch lang, und der BMW 320si WTCC hat ein großes Potenzial."

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
"Was soll ich sagen? Kein Rennfahrer gibt sich freiwillig mit dem zweiten Platz zufrieden. Wenn die Chance besteht, den Sieg davonzutragen, dann muss man es zumindest versuchen. Leider hat es heute nicht funktioniert, und ich stehe nun mit leeren Händen da. Aber auf der Leistung, die wir an diesem Wochenende gezeigt haben, lässt sich aufbauen."

Daten und Ergebnisse Monza:
Strecke / Datum
Autodromo Nazionale di Monza / 02. April 2006
Runde / Distanz
5,770 km/51,93 km (9 Runden)
Poleposition 2006
Andy Priaulx (BMW Team UK), 2:00,254 Minuten
Sieger 2006
Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK)
Rennen 2: Augusto Farfus jr. (Alfa Romeo)
Schnellste Runde 2006
Rennen 1: Gabriele Tarquini (SEAT), 2:02,176 Minuten
Rennen 2: James Thompson (SEAT), 2:02,337 Minuten

Herstellerwertung:
1. SEAT (26 Punkte), 2. Alfa Romeo (22), 3. BMW (18), 4. Chevrolet (12).

Rennkalender:
2. April - Monza (ITA), 30. April - Magny-Cours (FRA), 21. Mai - Brands Hatch (GBR), 4. Juni - Oschersleben (DEU), 2. Juli - Curitiba (BRA), 30. Juli - Puebla (MEX), 3. September - Brünn (CZE), 24. September - Istanbul (TUR), 8. Oktober - Valencia (ESP), 19. November - Macau (CHN).
Alt 25.04.2006, 19:36     #3
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WTCC - Läufe 3 und 4 - Magny-Cours - Vorschau - Läufe 3 & 4 – 29./30. April 2006

BMW will Siegesserie bei WTCC-Rennen in Magny-Cours fortsetzen.

München, 24. April 2006. Für die Läufe drei und vier der FIA World Touring Car Championship (WTCC) kehren die BMW Länderteams am kommenden Wochenende an die Stätte zahlreicher Erfolge zurück. Auf dem „Circuit de Nevers“ von Magny-Cours hat in den vergangenen drei Jahren immer ein BMW Fahrer gewonnen. Vor allem Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany ist ein ausgewiesener Spezialist auf dem 4,411 Kilometer langen Kurvenband. 2003 feierte der 36-Jährige dort in der Tourenwagen-EM einen Doppelsieg, gleiches gelang ihm 2005 beim ersten Gastspiel der WTCC im Herzen Frankreichs.

Im Vorjahr profitierte Jörg Müller davon, in Magny-Cours ohne Zusatzgewicht um WM-Punkte kämpfen zu können. Auch diesmal geht der Routinier ohne Ballast ins Rennen, ebenso wie die beiden Fahrer vom BMW Team Italy-Spain, Alessandro Zanardi (ITA) und Marcel Costa (ESP). Nach seinem Sieg beim Saisonauftakt in Monza nimmt der amtierende Weltmeister Andy Priaulx (GBR) 45 Kilogramm mit an Bord seines BMW 320si WTCC. BMW Team Germany Fahrer Dirk Müller (Burbach), der im ersten Saisonrennen Vierter wurde, muss zehn Kilogramm zuladen.

Dirk Müller (BMW Team Germany): „Offensichtlich bin ich einer der wenigen Piloten, die Magny-Cours wirklich mögen. Seit den Anfängen meiner Karriere fahre ich immer wieder gerne dorthin. Der Streckenverlauf ist interessant und für die Fahrer anspruchsvoll. Die Strecke hat ihre Tücken, die man ganz einfach kennen muss, um vorne dabei zu sein. Natürlich ist die lange Anreise ein wenig lästig. Aber ich verschwende keine Zeit damit, darüber nachzudenken. Stattdessen konzentriere ich mich lieber auf die beiden Rennen. “

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Magny-Cours liegt mir, auch wenn ich nicht genau erklären kann, warum. Im vergangenen Jahr war ich ohne Handicap-Gewicht unterwegs, was den Doppelerfolg natürlich begünstigt hat. Es macht wahnsinnig Spaß, auf dieser Strecke anzutreten. Es ist vor allem wichtig, gut durch die Schikanen zu kommen. Dazu ist ein Fahrwerk notwendig, das es ermöglicht, schnell über die Kerbs zu fahren. Das Zusammenspiel zwischen Federn, Dämpfern und Stabilisatoren muss passen.“

Charly Lamm (Teammanager BMW Team Germany):
„Im Gegensatz zur Strecke in Monza erwartet uns in Magny-Cours ein abwechslungsreicher Kurs, auf dem nicht nur die Motorleistung, sondern vor allem ein perfekt abgestimmtes Auto zählt. Die Fahrbahnoberfläche ist sehr eben und erlaubt eine straffe Fahrwerksabstimmung. Allerdings können sich die Grip-Verhältnisse binnen weniger Minuten verändern, wenn sich Wolken vor die Sonne schieben und die Temperatur absinkt. Die Zuschauer dürfen sich auf viele Überholmanöver freuen, vor allem in der Adelaide-Haarnadel am Ende der Gegengeraden.“

Historie und Hintergrund:
Jörg Müller gelang in Magny-Cours im vergangenen Jahr das perfekte WTCC-Wochenende: Er gewann nicht nur beide Rennen, sondern startete auch von der Poleposition und erreichte in beiden Läufen die jeweils schnellste Runde. Einen solch kompletten Triumph konnte 2005 kein anderer Fahrer feiern.

Der ländlich gelegene „Circuit de Nevers“ ist eine moderne Rennstrecke mit einem vergleichsweise ebenen Belag. Er bietet eine anspruchsvolle Kombination aus schnellen und langsamen Kurven sowie Überholmöglichkeiten.

Einige Kurven in Magny-Cours sind markanten Passagen auf anderen europäischen Rennstrecken nachempfunden. So müssen die Piloten etwa die Imola-Schikane, die Adelaide-Haarnadel und die Estoril-Kurve meistern.

Motorsport hat in Magny-Cours eine lange Tradition. 1959 wurde auf Initiative von Bürgermeister Jean Bernigaud die erste Kartbahn gebaut. In den folgenden Jahren entstand aus dieser Anlage Schritt für Schritt das neue Zentrum des französischen Rundstreckensports. 1989 feierten die Streckenbetreiber die Eröffnung des neuen Grand-Prix-Kurses, der zwei Jahre später erstmals Schauplatz eines Formel-1-Rennens war.

Bis heute fanden auf dem „Circuit de Nevers“ 15 Grands Prix statt. In diesem Jahr gastiert die Formel 1 am 16. Juli in Magny-Cours.

Die Strecke ist zugleich der Dauerbrenner im Rennkalender der WTCC bzw. der Vorgängerserie ETCC. Zum sechsten Mal werden dort Rennen einer internationalen FIA-Tourenwagenmeisterschaft ausgetragen. Auf keinem Kurs traten die ETCC- und WTCC-Piloten bisher häufiger an.

Nevers, das der Rennstrecke den Namen gibt, liegt 200 Kilometer südlich von Paris. 68 000 Menschen leben in der Hauptstadt des Départements Nièvre, der früheren Provinz Burgund, am Nordufer der Loire.

Erstmals tauchte Nevers unter dem Namen Noviodunum als römische Kolonie in den Geschichtsbüchern auf. Im Mittelalter stieg die Stadt zum Bischofssitz auf und war unter anderem in der Hand der italienischen Familie Gonzaga und später von Kardinal Jules Mazarin.

Die beiden Rennen werden jeweils über zwölf Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 52,93 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 15.10 Uhr, Rennen zwei startet um 16.15 Uhr. Der Fernsehsender EUROSPORT überträgt live. Das ZDF berichtet ausführlich im Rahmen der „SPORTreportage“.

Zahlen und Fakten:

Strecke / Datum Circuit de Nevers / 30. April 2006
Runde / Distanz 4,411 km/52,93 km (12 Runden)

Sieger 2005
Rennen 1: Jörg Müller (BMW Team Germany)
Rennen 2: Jörg Müller (BMW Team Germany)

Poleposition 2005 Jörg Müller (BMW Team Germany), 1:49,486 Minuten

Schnellste Runde 2005
Rennen 1: Jörg Müller, 1:50,826 Minuten
Rennen 2: Jörg Müller, 1:50,447 Minuten

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 04.05.2006, 18:21     #4
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WTCC - Läufe 3 und 4 - Magny-Cours - Rennen

BMW feiert zwei Doppelsiege bei WTCC-Rennen in Magny-Cours.

Magny-Cours (Frankreich), 30. April 2006. Dirk Müller (Burbach) und Andy Priaulx (GBR) haben bei den Läufen drei und vier der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Magny-Cours je einen Sieg errungen. Jörg Müller (Hückelhoven) stand als Zweiter nach beiden Rennen ebenfalls auf dem Podest und komplettierte das hervorragende Gesamtergebnis. Den ersten Lauf auf dem „Circuit de Nevers“ gewann Dirk Müller vom BMW Team Germany vor seinem Teamkollegen sowie SEAT-Pilot Rickard Rydell (SWE). BMW Team UK Pilot Priaulx dominierte das zweite Sprintrennen des Tages. Der amtierende Weltmeister verwies Jörg Müller und Jordi Gené (ESP) auf die Plätze zwei und drei. Im ersten Lauf hatte sich Priaulx als Achter einen Punkt und die Pole für Rennen zwei gesichert.

Dank des Doppelerfolgs konnte BMW sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung die Führung übernehmen. Priaulx reist mit 21 Punkten als Spitzenreiter aus Magny-Cours ab. Yvan Muller (FRA) liegt auf Platz zwei, Jörg Müller ist Dritter. In der Herstellerwertung hat BMW mit 54 Punkten einen Vorsprung von sechs Zählern auf SEAT. Auch mit dem BMW 320si WTCC waren die BMW Länderteams also in der Lage, ihre Siegesserie im Herzen Frankreichs fortzusetzen. In den vergangenen acht Rennen hat dort immer ein BMW Fahrer gewonnen.

Vor über 50 000 Zuschauern und bei kühlen Temperaturen um 13 Grad Celsius legten die Fahrer vom BMW Team Germany schon am Start den Grundstein für den Erfolg. Jörg Müller schob sich vom dritten Rang zwischen Rydell und Gabriele Tarquini (ITA) hindurch an die Spitze. Dirk Müller gelang ein noch größerer Sprung nach vorn: Der 30-Jährige machte vier Positionen gut und nahm als Zweiter die Verfolgung von Jörg Müller auf. Über die gesamte Renndistanz von zwölf Runden lieferten sich die Schützlinge von Teammanager Charly Lamm einen spannenden Zweikampf, den Dirk Müller für sich entschied. Er übernahm im zehnten Umlauf die Führung und verteidigte sie bis ins Ziel. Es war sein erster Saisonsieg und sein vierter WTCC-Triumph. Priaulx fuhr ebenfalls ein fehlerfreies Rennen und wurde Achter. Pech hatten hingegen die Fahrer vom BMW Team Italy-Spain. Alessandro Zanardi (ITA) fiel aufgrund eines Problems mit dem auf seine Bedürfnisse angepassten Kupplungssystem schon zu Beginn weit zurück und beendete das Rennen dennoch als 14. Sein Teamkollege Marcel Costa (ESP) schied bereits kurz nach dem Start in Folge eines Unfalls mit Salvatore Tavano (ITA) aus.

Priaulx feierte im zweiten Rennen einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Nach dem Erfolg beim Saisonauftakt in Monza war es der zweite Sieg des 31-Jährigen in diesem Jahr. Hinter dem Titelverteidiger ging es turbulent zu. Jörg Müller verbesserte sich am Start vom siebten auf den vierten Platz. Beim Versuch, der Kollision zwischen zwei SEAT-Piloten auszuweichen, drehte sich Dirk Müller und musste das Rennen aufgeben. Auch für Zanardi und Costa war der Lauf in der ersten Runde zu Ende: Nach gutem Start fuhr Zanardi bereits auf Platz fünf, ehe er sich im Getümmel drehte. Kurz darauf kämpfte der Routinier mit Costa, als sich ein Konkurrent zwischen das Duo schob und beide ins Aus beförderte. In Stefano d’Aste (ITA) sicherte sich ein BMW Fahrer ebenfalls den Sieg in der Independents’ Trophy.

Reaktionen: Dirk Müller (BMW Team Germany):
„Zuerst muss ich meinem Team ein großes Lob aussprechen. Die Mannschaft hat gestern bis spät in die Nacht an meinem Auto gearbeitet, da ich nicht ganz damit zufrieden war. Es hat sich gelohnt. Schon nach dem Warm-up wusste ich, dass ich im Rennen ein perfektes Auto haben würde. Mein Start in den ersten Lauf war sehr gut, und ich konnte gleich mehrere Konkurrenten hinter mir lassen. Dann war ich direkt hinter Jörg. Anschließend haben wir uns ein faires Duell geliefert. Als sich die Chance bot, ihn zu überholen, habe ich sie genutzt. Im zweiten Rennen haben Peter Terting und Rickard Rydell miteinander gekämpft. Plötzlich stand Rickard quer vor mir, und ich musste vom Gas. Dabei bekam ich einen heftigen Stoß ins Heck und drehte mich. Damit war das Rennen für mich gelaufen.“

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Ich freue mich natürlich sehr über den Sieg und darüber, dass ich die WM-Führung übernehmen konnte. Aufgrund des Zusatzgewichts von 45 Kilogramm habe ich ganz sicher kein einfaches Wochenende erwartet. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich einmal Achter werde und einen Lauf gewinne, dann hätte ich dieses Ergebnis gerne angenommen. Nun muss ich für mein Heimspiel im Brands Hatch noch mehr Gewicht zuladen. Dennoch freue ich mich sehr darauf. Es wird ein harter Kampf.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Wer den Weltmeistertitel gewinnen will, der muss nicht immer ganz oben stehen. Viel wichtiger ist es, so oft wie möglich viele Punkte zu sammeln. Das ist mir heute gelungen. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Wochenende und hatte großes Vertrauen in mein Auto. Dann kam Dirk im ersten Lauf aber doch immer näher. Als ich mich an einer Stelle verschaltet habe, zog er vorbei. Der Zweikampf hat trotzdem großen Spaß gemacht.“

Charly Lamm (Teamchef BMW Team Germany):
„Ich bin erleichtert, dass wir dieses Wochenende erfolgreich bestreiten konnten. Es war sehr wichtig für das Team, Magny-Cours mit einem solchen Erfolgserlebnis zu verlassen. Jörg hat eine starke Vorstellung geboten und erneut gezeigt, dass er hier gut zurechtkommt. Dirk hat seine Chance im ersten Lauf genutzt, und dann verdient den ersten Saisonsieg gefeiert. Leider hatte er im zweiten Rennen Pech. Nun müssen wir die Leistung von heute in den kommenden Rennen bestätigen.“
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Alt 16.05.2006, 20:02     #5
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WTCC - Läufe 5 und 6 - Brands Hatch - Vorschau

WM-Führender Priaulx freut sich auf WTCC-Debüt in Brands Hatch.

München, 15. Mai 2006. Am kommenden Wochenende feiert der „Brands Hatch Grand Prix Circuit“ seine Premiere als Austragungsort von Läufen der FIA World Touring Car Championship (WTCC). Die Serie gastiert für die Saisonrennen fünf und sechs auf der 4,22 Kilometer langen Strecke im Südosten Englands. Andy Priaulx (GBR), der die WTCC-Fahrerwertung mit 21 Punkten anführt, tritt in Brands Hatch vor heimischer Kulisse an und möchte weitere WM-Zähler sammeln. Allerdings stehen der amtierende Weltmeister und sein BMW Team UK – RBM unter der Leitung von Bart Mampaey (BEL) beim Heimrennen vor einer schwierigen Aufgabe: Nach je einem Laufsieg in Monza und Magny-Cours nimmt Priaulx 70 Kilogramm Zusatzgewicht mit an Bord seines BMW 320si WTCC.

Seine Verfolger aus den Reihen der BMW Länderteams wollen die Gelegenheit nutzen, um dem Lokalmatador die Spitzenposition in der WM streitig zu machen. Allerdings gehen auch die Piloten vom BMW Team Germany mit erheblichem Ballast an Bord ihrer Autos an den Start. Jörg Müller (Hückelhoven), der sich mit zwei zweiten Plätzen in Magny-Cours auf Rang drei der Fahrerwertung katapultierte, muss 45 Kilogramm zuladen. Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach) kehrt nach dem Einsatz als Formel-1-Fahrer im Pit Lane Park des BMW Sauber F1 Teams beim Grand Prix von Spanien wieder ins Cockpit des BMW 320si WTCC zurück. Er geht mit einem Ballast von 35 Kilogramm in die beiden Sprintrennen. Alessandro Zanardi (ITA) und Marcel Costa (ESP) treten für das BMW Team Italy-Spain hingegen ohne Zusatzgewicht an. BMW Motorsport Direktor Mario Theissen wird beide Läufe vor Ort verfolgen, da sich die Formel 1 ein rennfreies Wochenende gönnt.

Im Anschluss an die WTCC-Rennen stehen für Priaulx zwei weitere Termine in seiner Heimat auf dem Programm: Im Rahmen des BMW Sauber F1 Team Pit Lane Parks in Silverstone, der anlässlich des Grand Prix von Großbritannien am 11. Juni aufgebaut wird, pilotiert auch der 31-Jährige ein Fahrzeug des BMW Sauber F1 Teams. Knapp einen Monat später ist Priaulx erstmals beim traditionsreichen „Goodwood Festival of Speed“ vertreten und wird die Fans vom 7. bis 9. Juli erneut am Steuer des Formel-1-Autos begeistern.

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Ich freue mich sehr auf mein Heimspiel in Brands Hatch. Im vergangenen Jahr haben mich die Fans bei den Rennen in Silverstone toll unterstützt. Und ich denke, dass wird in Brands wieder so sein. Allerdings würde ich nicht von einem Heimvorteil sprechen. Viele WTCC-Fahrer kennen den Kurs aus der britischen Tourenwagen-meisterschaft ebenso gut wie ich, zudem machen die vielen zusätzlichen Kilos die Sache für mich nicht unbedingt einfacher. Dennoch bin ich hoch motiviert. Am Wochenende werde ich auch meine Schützlinge aus der Formula BMW UK Championship, in der ich als Instruktor tätig bin, unterstützen. Die Nachwuchsserie trägt in unserem Rahmenprogramm zwei Läufe in Brands Hatch aus. In den kommenden Wochen werden mich die britischen Fans dann noch öfter sehen.“

Historie und Hintergrund:
Der „Brands Hatch Grand Prix Circuit“ ist zum ersten Mal Teil des WTCC-Rennkalenders. 2005 fanden die beiden britischen Läufe der Serie in Silverstone statt. Als Fünfter im ersten Rennen war Priaulx der bestplatzierte BMW Pilot. Im zweiten Lauf hatte er Pech, als er in Führung liegend mit einem Reifenschaden aufgeben musste.

Seit 1926 finden in Brands Hatch Rennen statt. Damals traten Motorrad-Piloten auf einer Graspiste noch entgegen des Uhrzeigersinns gegeneinander an. In den 50er Jahren wurde die Strecke asphaltiert und die Fahrtrichtung geändert.

Der Grand-Prix-Kurs, den die WTCC für ihre beiden Läufe nutzt, entstand 1959 und bot ein Jahr später erstmals die Bühne für ein Automobilrennen. Zwischen 1964 und 1986 wurde der Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien zwölf Mal auf der anspruchsvollen Naturrennstrecke ausgetragen. Zwei Mal trug die Veranstaltung den Namen Grand Prix von Europa.

Mit drei Siegen ist Niki Lauda (AUT) der erfolgreichste Formel-1-Pilot in Brands Hatch, gefolgt von Nigel Mansell (GBR), der dort zwei Mal gewann.

Brands Hatch gehört zur kleinen Gemeinde Fawkham, die nahe Dartford in der englischen Grafschaft Kent liegt. Dartford ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts. Dort leben knapp 60 000 Einwohner.

Zwei der Bewohner Dartfords haben es zu weltweiter Bekanntheit gebracht: Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards sind dort geboren und haben ihre musikalische Karriere begonnen.

Im Rahmen der WTCC-Rennen startet die Formula BMW UK Championship zu ihren Läufen sieben und acht. In den vier weltumspannenden Formel BMW Meisterschaften in Deutschland, UK, Asien und Nordamerika pilotieren Talente hochmoderne Monoposti mit 140 PS starken BMW Motoren und sammeln erste Erfahrungen im Formel-Rennsport.

Bereits am Donnerstag, den 18. Mai, präsentieren sich viele WTCC-Piloten – darunter Andy Priaulx – im Alex Reade Motorsport Store in der Regent Street 78, in London, den Fans. Zwei Autogrammstunden (12 bis 13 Uhr und 15 bis 16 Uhr Ortszeit) sind vorgesehen.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über zwölf Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 50,64 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 14.15 Uhr Ortszeit (15.15 Uhr MESZ), Rennen zwei startet um 15.25 Uhr (16.25 Uhr MESZ). Der Fernsehsender EUROSPORT überträgt live. Das ZDF berichtet ausführlich im Rahmen der „SPORTreportage“.

Zahlen und Fakten:
Strecke / Datum Brands Hatch Grand Prix Circuit / 21. Mai 2006

Runde / Distanz 4,22 km/50,64 km (12 Runden)

Sieger 2005 Veranstaltung nicht im Rennkalender

Poleposition 2005 Veranstaltung nicht im Rennkalender

Schnellste Runde 2005 Veranstaltung nicht im Rennkalender

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA)
30. April – Magny-Cours (FRA)
21. Mai – Brands Hatch (GBR)
4. Juni – Oschersleben (DEU)
2. Juli – Curitiba (BRA)
30. Juli – Puebla (MEX)
3. September – Brünn (CZE)
24. September – Istanbul (TUR)
8. Oktober – Valencia (ESP)
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Alt 23.05.2006, 18:50     #6
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WTCC - Läufe 5 und 6 - Qualifying

Priaulx schnellster BMW Fahrer bei „Reifen-Lotterie“ in Brands Hatch.

Brands Hatch (Großbritannien), 20. Mai 2006. In einem von wechselnden Streckenbedingungen geprägten Qualifying in Brands Hatch war Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK der bestplatzierte BMW Pilot. Mit 70 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord seines BMW 320si WTCC startet der WM-Führende vom zehnten Platz in den fünften Lauf der FIA World Touring Car Championship. Einen Rang hinter Priaulx geht Dirk Müller (Burbach), der für das BMW Team Germany antritt, ins erste Rennen am Sonntag. SEAT-Fahrer Rickard Rydell (SWE) sicherte sich in 1:34,493 Minuten die Poleposition.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der das aufregende Qualifying an der Strecke verfolgte, sagte: „Wir haben heute wieder gesehen, warum das englische Wetter so berüchtigt ist. Die Bedingungen haben sich von Minute zu Minute verändert. Somit war das Qualifying ein regelrechter Reifenpoker. Außerdem ist deutlich geworden, wie wichtig Erfahrung auf dieser Strecke ist. Nahezu alle Fahrer in der Spitzengruppe haben hier in Brands Hatch schon zahlreiche Rennen bestritten. Diese Streckenkenntnis ist bei diesen Verhältnissen ein großer Vorteil.“

Vor dem Qualifying waren zum Teil heftige Schauer auf den 4,22 Kilometer langen „Brands Hatch Grand Prix Circuit“ niedergegangen. Der Regen setzte zwar pünktlich zu Beginn der 30-minütigen Session aus. Die Piloten mussten ihre ersten Runden dennoch auf Regenreifen fahren. Anschließend trocknete der Kurs ab, so dass gut zehn Minuten vor Schluss die ersten Fahrer auf Slicks auf die Strecke gehen konnten. Daraufhin fielen die Zeiten im Sekundentakt.

Allerdings zahlte sich die Strategie der BMW Länderteams nicht aus, schon relativ früh Trockenreifen einzusetzen. Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain belegte den 17. Platz, sein Teamkollege Marcel Costa (ESP) wurde 19. Auch BMW Team Germany Fahrer Jörg Müller (Hückelhoven) hat am Sonntag eine Aufholjagd vor sich: Er startet als 20. in den ersten Lauf.

Der Regen trübte jedoch bei den Zuschauern die Begeisterung rund um Lokalmatador Priaulx nicht. Wie im Rahmen einer Pressekonferenz nach dem Qualifying offiziell bekannt gegeben wurde, hat seine Heimat Guernsey dem amtierenden Tourenwagen-Weltmeister eine eigene Briefmarkenserie gewidmet. Diese umfasst sechs Marken mit Motiven aus der bisherigen Karriere des 31-Jährigen– von der britischen Bergmeisterschaft 1995 bis zum WTCC-Titelgewinn im vergangenen Jahr.

Zuvor hatte Priaulx den siebten Lauf der Formula BMW UK Championship verfolgt, den Oliver Turvey (GBR) für sich entschied. Er steht den Teilnehmern der Nachwuchsserie als Instruktor mit Rat und Tat zu Seite. Auch Nigel Mansell (GBR), fieberte mit seinen Söhnen Greg und Leo mit, die 2006 in der Formula BMW UK antreten. Mansell wird am Wochenende Demonstrationsrunden im BMW M3 GTR absolvieren. Der erste Lauf der Tourenwagen-WM beginnt um 14.15 Uhr Ortszeit (15.15 Uhr MESZ).

Daten und Ergebnisse Brands Hatch Qualifying
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Geändert von Hermann (23.05.2006 um 18:59 Uhr)
Alt 23.05.2006, 18:57     #7
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WTCC - Läufe 5 und 6 - Rennen

Kein Glück für BMW bei WTCC-Premiere in Brands Hatch.

Brands Hatch (Großbritannien), 21. Mai 2006. Die BMW Länderteams haben auf dem „Brands Hatch Grand Prix Circuit“ zwei schwierige Läufe der FIA World Touring Car Championship (WTCC) erlebt. Lokalmatador Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK und BMW Team Germany Fahrer Dirk Müller (Burbach) sammelten insgesamt fünf WM-Punkte. Die weiteren BMW Fahrer gingen leer aus. Der Sieg im ersten Rennen ging an Yvan Muller (FRA), Alain Menu (SUI) stand nach dem zweiten Lauf ganz oben auf dem Treppchen.

„Es war für uns ein enttäuschendes Rennwochenende“, sagte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der die beiden Rennen an der Strecke verfolgte. „Wir hatten offensichtlich auf nasser Strecke weniger Grip als die Konkurrenz. Dies hat auch zu Andys Ausrutscher im zweiten Rennen geführt und ihn um den möglichen Sieg gebracht. Wichtig ist nun für uns, bei unseren Heimrennen in Oschersleben wieder nach vorn zu fahren und die Führung in der Meisterschaft zurückzuholen.“

Priaulx und Dirk Müller lieferten sich im ersten Rennen auf nasser Strecke ein packendes Duell um Platz acht. Dirk Müller zog am Start an Priaulx vorbei. Der amtierende Weltmeister setzte seinen Markenkollegen in den folgenden Runden permanent unter Druck und holte sich den achten Platz im elften Umlauf ausgangs der Start-Ziel-Gerade zurück. Damit stand er auf der Poleposition für Lauf zwei. Die weiteren Fahrer der BMW Länderteams starteten nach dem schwachen Abschneiden im Qualifying eine Aufholjagd. Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain verbesserte sich vom 17. auf den zehnten Platz, sein Teamkollege Marcel Costa (ESP) arbeitete sich vom 19. auf den elften Rang nach vorn. BMW Team Germany Pilot Jörg Müller (Hückelhoven) zeigte vom 20. Startplatz aus ein starkes Rennen. In der zehnten Runde musste er jedoch nach einer Kollision mit Augusto Farfus jr. (BRA) auf Platz zwölf liegend die Box ansteuern. In der kurzen Pause zwischen den beiden Läufen wechselte die Schnitzer Boxencrew die Hinterachse seines BMW 320si WTCC.

Zum Start von Lauf zwei verschlechterten sich die Verhältnisse nochmals, heftige Regengüsse gingen auf dem Kurs nieder. Das Rennen begann turbulent: Erst verteidigte Priaulx seine Führung, dann fuhr nach einem Unfall von Robert Huff (GBR) das Safety-Car auf die Strecke. Beim Re-Start zu Beginn der sechsten Runde endeten Priaulx’ Hoffnungen auf einen Sieg vor heimischem Publikum. Eingangs der Paddock Hill Kurve verlor er die Kontrolle über sein Auto und rutschte ins Kiesbett. Zwar kehrte er auf die Strecke zurück, die Führung ging jedoch an Menu.

Dirk Müller sah als Sechster die Zielflagge. Die Fahrer vom BMW Team Italy-Spain hatten beide WM-Punkte vor Augen, standen am Ende des Rennens aber mit leeren Händen da: An siebter Stelle liegend drehte sich Costa in der zehnten Runde und schied aus. Zanardi verlor seinen achten Rang im zwölften Umlauf an Priaulx. Jörg Müller kämpfte nach der Reparatur mit der Balance des Autos. In der sechsten Runde kam er erneut in die Box und musste das Rennen aufgeben.

Daten und Ergebnisse Brands Hatch:
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Alt 31.05.2006, 18:59     #8
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WTCC - Läufe 7 und 8 - Oschersleben - Vorschau

BMW will Erfolgsgeschichte in Oschersleben fortschreiben.

München, 29. Mai 2006. Für die Läufe sieben und acht der FIA World Touring Car Championship (WTCC) kehren die BMW Länderteams an die Stätte zahlreicher Erfolge zurück. Bei den vergangenen acht Rennen in der „Motorsport Arena Oschersleben“ stand sieben Mal ein BMW Fahrer ganz oben auf dem Podest.

Im vergangenen Jahr sicherte sich Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK den Sieg im ersten Lauf. Im zweiten Rennen sorgte BMW Team Italy-Spain Fahrer Alessandro Zanardi (ITA) für bewegende Szenen, als er das erste WM-Rennen seit seinem Unfall im Jahr 2001 gewann, bei dem er beide Beine verloren hatte. In Oschersleben geht der 39-Jährige – wie sein Teamkollege Marcel Costa (ESP) – ohne Zusatzgewicht an den Start.

Nach zwei schwierigen Rennen in Brands Hatch möchten Priaulx sowie die beiden Fahrer vom BMW Team Germany, Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach), ebenfalls davon profitieren, mit weniger Handicapgewicht anzutreten. Priaulx muss 50 Kilogramm zuladen, Jörg Müller nimmt 25 Kilogramm Ballast mit an Bord seines BMW 320si WTCC, Dirk Müller 20 Kilogramm.

War es in Brands Hatch vor allem Lokalmatador Priaulx, der im Mittelpunkt des Fan-Interesses stand, freuen sich in Oschersleben die Fahrer vom BMW Team Germany auf die Rennen vor heimischer Kulisse.

Dirk Müller (BMW Team Germany):
„Ich freue mich sehr auf die einzigen Rennen der Tourenwagen-WM in Deutschland. Die Strecke ist interessant und bietet einige technische Passagen, die man einfach kennen muss. Ich mag Oschersleben. Bei der Abstimmung des Autos gilt es, einen guten Kompromiss zu finden. Es gibt viele unterschiedliche Kurventypen, und die Balance muss überall stimmen. Die wenigen Kerbs, die man in Oschersleben überfährt, sind tückisch und müssen ebenso beim Set-up berücksichtigt werden.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Die Motorsport Arena gehört insgesamt zu den langsameren Strecken im Kalender. Es kommt vor allem auf guten mechanischen Grip an, gerade unter Teillast, wie es etwa in den 180-Grad-Kehren der Fall ist. Außerdem muss das Auto schnell über die Kerbs fahren können. Ich habe in Oschersleben 2003 gewonnen. Erfolge in der Vergangenheit bringen einem jedoch im extrem engen WTCC-Fahrerfeld nichts. Das eigentlich Schöne ist, wieder vor Heimpublikum antreten zu können. Meine Familie und viele Freunde werden mich vor Ort unterstützen. Das ist ein tolles Gefühl.“

Charly Lamm (Team Manager BMW Team Germany):
„Uns erwarten in Oschersleben 14 abwechslungsreiche Kurven und nur zwei kurze Geraden, auf denen eine gute Beschleunigung nötig ist. Die Fahrer müssen auf dieser Strecke hoch konzentriert zu Werke gehen. Beim BMW Heimspiel werden insbesondere wir vom BMW Team Germany alles daran setzen, uns in der Weltmeisterschaft wieder weiter nach vorn zu schieben.“

Historie und Hintergrund:

Die „Motorsport Arena Oschersleben“ gehört zu den Dauerbrennern im Rennkalender von FIA Tourenwagenmeisterschaften. Sechs Rennen der Europameisterschaft fanden dort zwischen 2002 und 2004 statt. Im vergangenen Jahr gastierte auch die WTCC in der Magdeburger Börde.

Bei sieben von acht Rennen auf der anspruchsvollen Strecke siegte ein BMW Fahrer. Dirk Müller gewann 2002 beide ETCC-Läufe. Im folgenden Jahr trugen sich auch Jörg Müller und Priaulx in die Siegerliste ein. 2004, beim letzten Auftritt der Tourenwagen-EM, gelang Priaulx ein weiterer Laufsieg. Neben Zanardi feierte der 31-Jährige beim Debüt der WTCC in der vergangenen Saison einen weiteren Erfolg.

Der Rundkurs ist eine der jüngsten und modernsten Motorsportanlagen Deutschlands. Am 25. Juli 1997 wurde der „MOTOPARK Oschersleben“ eröffnet und im August 2005 in „Motorsport Arena Oschersleben“ umbenannt.

Eine Besonderheit der Strecke ist die „Hasseröder-Kurve“. Diese 180-Grad-Kehre ist leicht überhöht und in dieser Form auf aktuellen Kursen nur selten zu finden.

In der Schikane vor der Gegengeraden sorgen die Piloten für spektakuläre Szenen: Beim Überfahren der Randsteine stehen nicht selten zwei Räder in der Luft. Eine gute Überholmöglichkeit bietet sich in der letzten Kurve vor Start und Ziel.

Spannung garantiert auch das Rahmenprogramm der WTCC. Unter anderem gehen die Piloten der MINI Challenge und der ADAC Procar Series an den Start. Außerdem bestreitet die Formel BMW Deutschland ihre Läufe neun und zehn. In den vier weltumspannenden Formel BMW Meisterschaften in Deutschland, UK, Asien und Nordamerika pilotieren Talente hochmoderne Monoposti mit 140 PS starken BMW Motoren und sammeln erste Erfahrungen im Formel-Rennsport.

Neben der Rennstrecke, auf der sowohl Automobil- als auch Motorradrennen stattfinden, gehört auch eine moderne Kartbahn zur „Motorsport Arena“. Auf dieser 1018 Meter langen Outdoor-Anlage werden regelmäßig Rennen verschiedener deutscher Kartserien ausgetragen.

Die Gemeinde Oschersleben zählt 18 000 Einwohner und liegt 35 Kilometer von Magdeburg entfernt. Die Metropole Berlin liegt etwa 150 Kilometer nord-östlich.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 14 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 51,38 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 15.20 Uhr, Rennen zwei startet um 16.30 Uhr. Die Fernsehsender ZDF und EUROSPORT übertragen live.

Zahlen und Fakten:

Strecke / Datum Motorsport Arena Oschersleben / 04. Juni 2006

Runde / Distanz 3,67 km/51,38 km (14 Runden)

Sieger 2005 Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK)

Rennen 2: Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain)

Poleposition 2005 Jörg Müller (BMW Team Germany), 1:31,772 Minuten

Schnellste Runde 2005 Rennen 1: Jörg Müller, 1:34,063 Minuten / Rennen 2: Gabriele Tarquini, 1:33,250 Minuten

Rennkalender:

2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 06.06.2006, 19:49     #9
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WTCC - Läufe 7 & 8 - Oschersleben - Qualifying

Qualifying-Thriller in Oschersleben: BMW Fahrer Priaulx holt Poleposition.

Oschersleben (Deutschland), 03. Juni 2006. In einem packenden Qualifying hat Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK in der „Motorsport Arena Oschersleben“ die Poleposition für den siebten Lauf der FIA World Touring Car Championship (WTCC) errungen. In einer Zeit von 1:35,661 Minuten verwies der 31-Jährige die beiden SEAT-Piloten James Thompson (GBR) und Rickard Rydell (SWE) auf die Plätze zwei und drei. BMW Team Germany Fahrer Dirk Müller (Burbach) war der zweitschnellste Vertreter der BMW Länderteams und erreichte in 1:36,335 Minuten Platz sechs.

Die Bedingungen auf der 3,67 Kilometer langen Strecke in der Magdeburger Börde waren wechselhaft. Das Qualifying begann wie vor 14 Tagen in Brands Hatch auf nasser Strecke, die Piloten fuhren zunächst auf Regenreifen aus der Box. Im Verlauf der 30-minütigen Session trocknete die Fahrbahn jedoch ab, so dass gegen Ende auch Trockenreifen zum Einsatz kamen und niedrigere Rundenzeiten möglich wurden. Drei Mal musste das Zeittraining nach Unfällen unterbrochen werden, zuletzt 3:16 Minuten vor dem Ende. Die Bühne für ein Herzschlag-Finale nach Wiederbeginn war damit bereitet: Allen Piloten blieb bei den nun stark verbesserten Streckenverhältnissen nur eine schnelle Runde. Priaulx gelang es trotz eines Zusatzgewichts von 50 Kilogramm am Besten, kühlen Kopf zu bewahren.

„Es war heute keine Reifen-Lotterie wie noch in Brands Hatch“, meinte er nach dem Gewinn seiner zweiten Poleposition in dieser Saison. „Die Ausgangslage war für alle gleich. Die letzten Minuten waren sehr spannend. Es gab viele Positionswechsel und jeder hat extrem gepusht. Ich habe glücklicherweise eine Lücke im Pulk gefunden. So konnte ich das Potenzial des BMW 320si im Trockenen voll ausschöpfen.“

Vor den Augen von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der das Qualifying in Oschersleben miterlebte, fuhren Dirk Müller und sein Teamkollege im BMW Team Germany, Jörg Müller (Hückelhoven), auf ihren fliegenden Runden mitten im Verkehr. Jörg Müller kam so lediglich auf eine Zeit von 1:36,648 Minuten und belegte Rang elf im Klassement. Alessandro Zanardi (ITA) und Marcel Costa (ESP), die beiden Fahrer vom BMW Team Italy-Spain, hielten bis kurz vor dem Ende Positionen in der Spitzengruppe, fielen jedoch in den letzten Sekunden zurück. Vorjahres-Sieger Zanardi erwischte keine freie Runde und wurde 14., Costa reihte sich nach einem Ausrutscher im entscheidenden Umlauf auf der 24. Position ein.

Eine deutlich bessere Ausgangsituation für ein gutes Ergebnis beim Heimspiel von BMW hat Priaulx. Die Statistik spricht für den amtierenden Weltmeister: Schon beim Saisonauftakt in Monza war es ihm gelungen, die Poleposition in einen Sieg umzumünzen. Zudem hat er in Oschersleben eine exzellente Bilanz. Zwei Laufsiege in der Tourenwagen-Europameisterschaft (2003, 2004) sowie ein WTCC-Sieg im Vorjahr stehen für Priaulx zu Buche. Das erste Rennen beginnt am Sonntag um 15.20 Uhr. Eine weitere BMW Pilotin konnte sich über eine Pole freuen. Im BMW 120d holte sich Claudia Hürtgen (Aachen) den ersten Startplatz in der ADAC Procar Meisterschaft. Die Serie trägt morgen ebenfalls zwei Läufe in Oschersleben aus.
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Alt 06.06.2006, 20:09     #10
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WTCC - Läufe 7 & 8 - Oschersleben - Rennen

Andy Priaulx und Jörg Müller gewinnen bei BMW Heimspiel.

Oschersleben (Deutschland), 04. Juni 2006. Andy Priaulx (GBR) und Jörg Müller (Hückelhoven) haben die Läufe sieben und acht der FIA World Touring Car Championship (WTCC) gewonnen. Beim Heimspiel von BMW in der „Motorsport Arena Oschersleben“ feierten Priaulx und sein BMW Team UK vor 34 000 Zuschauern den Sieg im ersten Rennen. Der 31-Jährige verwies Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Germany und SEAT-Pilot Rickard Rydell (SWE) auf die Plätze zwei und drei. Jörg Müller, der ebenfalls für das BMW Team Germany antritt, profitierte im zweiten Lauf des Tages von der umgekehrten Startreihenfolge und fuhr von Startposition zwei zu seinem ersten Saisonsieg. Neben dem 36-Jährigen standen Augusto Farfus (BRA) und Dirk Müller als Dritter auf dem Treppchen, der mit zwei Podestplätzen der erfolgreichste Fahrer des Wochenendes war.

Priaulx nutzte seine Poleposition im ersten Rennen perfekt aus, beging keine Fehler und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Allerdings wurde es zum Ende des Sprintrennens noch einmal spannend: Dirk Müller hatte sich bereits am Start vom sechsten auf den vierten Platz verbessert und machte im Verlauf der 14 Rennrunden weitere Plätze gut. Erst passierte er Rydell und überholte in der achten Runde auch dessen SEAT-Markenkollegen James Thompson (GBR). Anschließend startete Dirk Müller die Jagd auf Priaulx. Allerdings bot sich dem 30-Jährigen keine Gelegenheit mehr für einen Angriff, so dass der amtierende Weltmeister Priaulx mit einem Vorsprung von 0,469 Sekunden als Sieger die Zielflagge sah.

Jörg Müller schob sich im Rennverlauf vom zehnten auf den siebten Platz nach vorn. Lange lieferte er sich mit Farfus ein spannendes Duell um Position sechs, kam jedoch auf der kurvenreichen Strecke nicht am Alfa-Romeo-Fahrer vorbei. Auch Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain, der im Vorjahr einen WTCC-Lauf in der Magdeburger Börde gewonnen hatte, sorgte für fesselnde Szenen: Mit Yvan Muller (FRA) kämpfte der 39-Jährige um Platz acht – und damit um die Poleposition für den zweiten Lauf. Beim Überholversuch in der zwölften Runde kam es jedoch zur Kollision zwischen den beiden Autos, Zanardi fuhr durchs Kiesbett und anschließend zum Reifenwechsel in die Box. Schließlich kam er als 24. ins Ziel. Sein Teamkollege Marcel Costa (ESP) arbeitete sich vom 23. auf den 18. Rang nach vorn.

Im zweiten Rennen stellte Jörg Müller schon am Start die Weichen auf Sieg, als er SEAT-Pilot Peter Terting (Kempten) überholte und die Führung übernahm. In den ersten Runden musste sich der Routinier gegen die Angriffe von Farfus wehren, vergrößerte jedoch ab der Rennmitte seinen Vorsprung und konnte den vierten Sieg in der WTCC feiern. Dahinter sorgte sein Teamkollege Dirk Müller für Action: Nach Erlischen der roten Ampel katapultierte er sich vom siebten auf den dritten Platz. Nachdem Jörg Müller Farfus abgeschüttelt hatte, setzte Dirk Müller den Südamerikaner unter Druck. Er kam zwar nicht vorbei, machte mit Platz drei dennoch erheblichen Boden im Kampf um die WM gut.

Priaulx verschaltete sich unmittelbar nach dem Start, fiel vom achten auf den zehnten Platz zurück und blieb dort bis zum Schluss. Weiter hinten im Feld zeigte Zanardi nach dem Zwischenfall im ersten Lauf eine beeindruckende Aufholjagd vom 24. Startrang und kam als Zwölfter ins Ziel. Costa belegte den 16. Platz.

Mit dem Doppelerfolg in Oschersleben hat BMW nun 103 Punkte auf dem Konto und konnte sich so die Führung in der Herstellerwertung von SEAT zurückerobern. Priaulx führt mit 33 Zählern nach acht WM-Läufen 2006 die Fahrerwertung an. Für den BMW Werksfahrer war es bereits der dritte Saisonsieg.

Reaktionen:
Andy Priaulx (BMW Team UK):

„Ich habe nach den Rennen in Oschersleben wieder die WM-Führung übernommen. Aber das heißt leider zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht viel. Es geht ungemein eng zu – und so wird es auch bleiben. Ich bin sicher, dass die Entscheidung um den Titel auch in diesem Jahr erst wieder in Macau fallen wird. Im ersten Rennen habe ich alles daran gesetzt, mich schnell abzusetzen. Denn es ist immer einfacher, das Tempo an der Spitze zu diktieren. Das ist mir gelungen. Im zweiten Lauf habe ich mich leider verschaltet, so dass ich zwei Plätze und einen WM-Punkt verloren habe.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„In Magny-Cours war ich zwei Mal Zweiter, nun hat es endlich mit dem ersten Sieg in diesem Jahr geklappt. Zwischen den beiden Rennen haben wir das Set-up meines Autos umgebaut, so dass ich im zweiten Lauf viel besser zurechtkam. Anfangs hat mich Augusto Farfus unter Druck gesetzt, dann konnte ich jedoch wegziehen. Dann ging es darum, keinen Fehler mehr zu machen. Das habe ich geschafft und freue mich nun sehr über den Erfolg. Das Kräfteverhältnis wird sich auch weiterhin von Rennen zu Rennen verschieben.“

Dirk Müller (BMW Team Germany):
„Ich fühle mich toll. In der Meisterschaft bin ich nun bis auf einen Punkt an die Spitze herangekommen. Mein Auto war heute fantastisch. In Lauf eins gelang es mir, die Lücke zu Andy binnen weniger Runden zu schließen. Für einen Überholversuch hat es leider nicht mehr gereicht. Der Schlüssel für den dritten Platz im zweiten Rennen war der Start. Vom siebten Platz gestartet kämpfte ich plötzlich schon mit Augusto Farfus um den zweiten Platz. Das war unglaublich spannend und hat großen Spaß gemacht. Ich kann mit diesem Wochenende sehr zufrieden sein.“

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
„Das war nicht mein Wochenende. Nachdem es schon im Qualifying nicht so gut gelaufen war, musste ich im ersten Rennen alles daran setzen, auf dem achten Platz ins Ziel zu kommen. Dann hätte ich im zweiten Lauf durch die umgedrehte Startreihenfolge von der Poleposition starten können. Leider ist dieser Plan nicht aufgegangen. Dennoch glaube ich gezeigt zu haben, was möglich gewesen wäre. Deshalb bin ich natürlich enttäuscht, ohne Punkte abreisen zu müssen.“

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