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Alt 16.09.2006, 21:01     #61
Hermann   Hermann ist offline
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BMW Sauber F1 Team - GP Italien - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 28-30°C Luft, 35-40°C Asphalt

Monza (ITA). Das BMW Sauber F1 Team feierte in Monza den zweiten Podiumsplatz in seiner ersten Saison. Der 21 Jahre junge Robert Kubica kam in Italien als Dritter ins Ziel. Das war Nick Heidfeld in Ungarn gelungen. In Monza holte Heidfeld trotz einer Durchfahrtsstrafe als Achter noch einen Punkt. Das BMW Sauber F1 Team verbesserte sich auf Platz fünf der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Robert Kubica: 3.
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
Schnellste Runde: 1.23,111 min in Rd. 21 (viertschnellste insgesamt)

Vor dem Rennen haben mir ein paar Jungs vom Team gesagt, sie wollten mich auf dem Podium sehen. Ich hab das für einen Witz gehalten. Und jetzt stehe ich hier! Diesmal wussten wir, dass unsere Reifen nicht nur für das Qualifying, sondern, im Gegensatz zu Istanbul, auch für das Rennen gut sein würden. Als wir mit Leichtigkeit ins Top-Ten-Qualifying kamen, wussten wir auch, dass unser Auto konstant ist. Mein Start war gut, aber leider habe ich in der ersten Kurve die Vorderräder blockiert und hatte dann Bremsplatten. Wegen der Vibrationen war der erste Rennabschnitt bis zum Reifenwechsel schwierig. Es war überhaupt ein hartes Rennen, weil ich mich mit Massa und Alonso auseinandersetzen musste. Bei sämtlichen Überrundungen war ich der Erste unserer Gruppe und verlor jedes Mal eine Sekunde. Dann kam ich Seite an Seite mit Alonso vom zweiten Boxenstopp, wenig später ist sein Motor explodiert und vor mir war das ganze Öl. Anschließend ist Massa ausgerutscht, er hatte wohl ein Reifenproblem. So wurden die letzten Runden recht einfach für mich, ich musste das Auto nur noch nach Hause bringen. Jetzt habe ich meinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1 geholt, und ich möchte mich beim Team dafür bedanken, dass ich diese Chance bekommen habe. Wir sind sehr, sehr stolz darauf.

Nick Heidfeld: 8.
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Schnellste Runde: 1.23,294 min in Rd. 20 (sechstschnellste insgesamt)

Das ist ein klasse Ergebnis für unser Team. Gestern war ich Dritter im Qualifying, heute ist Robert Dritter im Rennen. Wir sind seit ein paar GP auf dem Vormarsch. Ich hoffe, diesen Schwung können wir mit nach Übersee nehmen. Mit meinem Ergebnis bin ich heute natürlich nicht glücklich. Mein Start war super. Ich bin vor Michael auf die erste Kurve zugefahren, er hat neben mich gezogen und ich musste in den Dreck. Das Manöver war aber okay. Die Reifen haben dabei ziemlich viel Schmutz aufgesammelt, das war mein Handicap in der gesamten ersten Runde. Später war das Tempo gut, aber dann kam die Durchfahrtsstrafe. Am Ende war ich zwar schneller als Trulli, konnte aber nicht angreifen. In Kurve eins hatte ich eine Chance, doch da lag das Öl von Alonsos Motor neben der Ideallinie.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Der dritte und achte Platz im Rennen sind der krönende Abschluss eines fantastischen Wochenendes für unser junges Team. Bereits gestern im Qualifying waren die Autos sowohl mit wenig als auch mit viel Benzin schnell. Das konnten wir heute im Rennen bestätigen. Der zweite Podestplatz innerhalb von fünf Wochen freut mich ganz besonders, weil er auch unseren Schritt bestätigt, Robert in unser Rennauto zu setzen. Auch Nick fuhr stark. Leider überschritt er beim ersten Boxenstopp das Tempolimit, konnte aber trotz der Durchfahrtsstrafe noch einen Punkt erobern. Großes Kompliment an die Mannschaft in Monza, Hinwil und München.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Ein fantastisches Ergebnis für das ganze Team. Robert hat einen ausgezeichneten Start hingelegt sich von Position sechs auf drei verbessert. Er stand anschließend unter großem Druck von Massa, dem er fehlerfrei standgehalten hat. Er fuhr ein perfektes Rennen und hat dem Team den zweiten Podiumsplatz beschert. Nick hat nach einem schwierigen Rennen ebenfalls noch einen Punkt geholt. Beide Fahrzeuge liefen während des gesamten Wochenendes nicht nur problemlos, sondern waren auch äußerst konkurrenzfähig. Das ist ein Verdienst des ganzen Teams, das in der Vorbereitung exzellente Arbeit geleistet hat.

Test in Jerez: 19.-21. September 2006
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Alt 23.09.2006, 17:06     #62
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BMW Sauber F1 Team - GP China - Vorschau

München/Hinwil, 22. September 2006. Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2006 startet zum Endspurt: Noch drei Grands Prix stehen an: China und Japan im Doppelpack (1. und 8. Oktober), und dann fällt 14 Tage später in Brasilien die letzte Flagge für diese Saison.

Die Austragungsorte haben wenig gemeinsam. So beengt es in Japan und Brasilien zugeht, so leicht kann man sich in den Weiten des Shanghai International Circuit verlaufen. Die Anlage am Rande der führenden Industriestadt Chinas ist riesig. Die Streckenführung phantasie- und anspruchsvoll.

Das BMW Sauber F1 Team ist mit den beiden F1.06 in bisher 15 Rennen 13 Mal in die Punkte gefahren und hat in seiner Debütsaison mit zwei Podiumsplätzen die eigenen Erwartungen übertroffen. Mit einem dreitägigen Test in Jerez hat sich die Mannschaft auf die Asien-Einsätze vorbereitet und will dort um weitere WM-Punkte kämpfen.

Sebastian Vettel wird bei den noch verbleibenden drei Saisonrennen jeweils am Freitag für das BMW Sauber F1 Team im Einsatz sein.


Nick Heidfeld:
„Ich trete in diesem Jahr erst zum zweiten Mal in Shanghai an, im vergangenen Jahr musste ich ja verletzungsbedingt pausieren. Schon im ersten Jahr fand ich das aber ein super Erlebnis. Diese Großstadt ist faszinierend. Vor allem die Atmosphäre am Fluss ist phantastisch. Andererseits ist Shanghai aber auch voller Kontraste. Da ist die hypermoderne und wohl am schnellsten wachsende Metropole der Welt auf der einen Seite, und ein paar Meter weiter herrscht bittere Armut, und es gibt nicht einmal Toiletten.

Die Rennstrecke ist imponierend. Obwohl sie so modern ist, hat sie doch wirklich Charakter. Als ich sie zum ersten Mal abgelaufen habe, hatte ich das Gefühl, sie sei schon ewig da. So natürlich wirkt sie. Die erste Kurve nach Start und Ziel ist sehr ungewöhnlich. Man kommt mit hohem Tempo angeflogen, und der Eingang geht auch noch mit Vollgas. Aber dann macht die Kurve kontinuierlich zu, sodass man bis in den zweiten Gang runterschalten muss.“


Robert Kubica:
„Ich freue mich sehr auf das Rennen in Shanghai. Ich werde zum ersten Mal außerhalb Europas für das BMW Sauber F1 Team an den Start gehen. Bislang bin ich nur einmal auf chinesischem Boden Rennen gefahren – in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Macau. Dieser Straßenkurs ist mit Abstand meine Lieblingsstrecke. 2004 und 2005 ist es mir gelungen, dort bei dem legendären Formel-3-Rennen Zweiter zu werden.
Die Streckenführung des Shanghai International Circuit sieht sehr interessant aus, ein paar sehr originelle Kurven charakterisieren den Kurs.

Wenn ich dort das erste Mal fahre, wird mir meine inzwischen größere F1-Rennerfahrung zugute kommen. Es wird mein vierter Grand Prix, und ich hoffe, ihn erfolgreich zu absolvieren.

Die chinesische Mentalität unterscheidet sich sehr stark von unserer europäischen Lebensart, aber ich habe sehr gute Erinnerungen an frühere Aufenthalte und freue mich darauf, wieder dorthin zu reisen. Ich werde schon eine Woche vor der Veranstaltung in Shanghai eintreffen und mich nicht nur mit der Zeitzone und dem Klima, sondern auch mit der Umgebung dieses GP vertraut machen können.“


Sebastian Vettel:
„Beim Stichwort China denke ich an kleine Menschen, die Große Mauer, günstige Elektronik, eine fremde Sprache, eine fremde Kultur und eine Schrift, von der ich keine Ahnung habe. Ich war bisher nur in Hongkong und Macau. In Hongkong roch es manchmal merkwürdig, aber es war schön, die Stadt zu sehen. Es gibt dort einen ‚Walk of Fame’ wie in Hollywood mit den Handabdrücken von Leuten wie Jackie Chan, das war lustig.
Macau ist eine meiner Lieblingsrennstrecken. Aber insgesamt habe ich leider noch nichts von diesem riesigen Land gesehen, in dem so viele Menschen leben. Es wäre schön, einmal über die Grenzen der großen Städte hinauszuschauen.

Die Rennstrecke ist neu und anscheinend schwierig. Ich habe im Fernsehen viele Fahrer gesehen, die viele Fehler gemacht haben. Es gibt eine Hochgeschwindigkeitsgerade, eine weitere Gerade und dann eine Harrnadel. Es wird schwierig, den richtigen Bremspunkt zu finden. Ich freue mich auf viele neue Erfahrungen in China.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Unsere Leistungen bei den zurückliegenden drei Grands Prix haben einen starken Aufwärtstrend gezeigt. Nicks dritter Platz im Qualifying von Monza und die beiden Podiumsplätze – in Ungarn mit Nick und in Italien mit Robert –, sind eindeutig mehr, als wir in unserer ersten Saison erwarten konnten. Es ist für unser Team noch ungewohnt, dem eigenen Fahrer bei der Siegerehrung zuzujubeln. Aber es ist ein tolles Gefühl!

Drei Rennen vor Saisonende rangieren wir auf dem fünften Platz der Konstrukteurs-WM. Auch damit liegen wir vor dem Plan, und es wird nicht einfach werden, diese Position zu verteidigen. Die kommenden Rennstrecken stellen grundlegend andere Anforderungen als Monza, wo wir sehr gut aufgestellt waren. Wir wollen unseren Schwung mit nach Asien nehmen, weiterhin im Qualifying unter die Top-Ten vorstoßen und im Rennen punkten.

Die Dimensionen der Anlage in Shanghai waren auch 2005 beim zweiten Besuch noch extrem beeindruckend. Dass China 2004 einen WM-Lauf bekommen hat, hat allen in der Formel 1 engagierten Unternehmen eine neue Dimension eröffnet. Auch für die BMW Group hat der chinesische Markt riesiges Wachstumspotential: 2005 wurden 36 Prozent verzeichnet, in den ersten acht Monaten 2006 waren es sogar 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. BMW hat in China auch eine eigene Produktionsstätte, in der BMW 3er und BMW 5er Modelle hergestellt werden.“


Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Shanghai gehört zu jenen Strecken, die durch den Wechsel auf die V8-Motoren besonders hohe Anforderungen an die aerodynamische Effizienz des Autos stellen. Die Strecke erlaubt dank langer Geraden und großzügiger Breite Überholmanöver, vorausgesetzt, man verfügt über eine gute Höchstgeschwindigkeit. Ein zu geringes Abtriebsniveau führt jedoch zu einem Zeitverlust in den vorwiegend langsamen und mittelschnellen Kurven. Wir haben in den vergangenen Wochen besonders intensiv im Windkanal gearbeitet und werden einige Modifikationen am F1.06 haben, die es uns erlauben sollten, unseren positiven Trend fortzusetzen. Eine wichtige Rolle wird dabei auch der dritte Fahrer am Freitag spielen, um eine Abstimmung zu erarbeiten, die sowohl eine gute Qualfying-Performance als auch konstante Rundenzeiten im Rennen erlaubt.“

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Shanghai International Circuit/1. Oktober 2006

Startzeit - 14:00 Uhr lokal, 08:00 Uhr Zentraleuropa, 07:00 Uhr UK

Runde/Renndistanz - 5,451 km/305,066 km (56 Runden)

Sieger 2005 - Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1:39.53,618 Std

Poleposition 2005 - Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1.34,080 Min

Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.33,242 Min

Bestehender Rundenrekord - Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.32,238 Min (2004)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach 15 Rennen mit 33 Punkten den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM.


Historie und Hintergrund:
Die Ausmaße der Anlage des Shanghai International Circuit übertreffen alle anderen Formel-1-Rennstrecken – und führen auch zu weiten Fußwegen auf dem Gelände. Der 2004 eingeweihte Kurs entstand binnen 18 Monaten auf 5,3 Quadratkilometern Sumpflandschaft. 40 bis 80 Meter lange Pfähle wurden in den Untergrund geschlagen, mit meterdickem Styropor und schließlich Erde belegt.

Streckenarchitekt war der Aachener Hermann Tilke, der unter anderem auch für die Gestaltung der GP-Kurse in Bahrain, Istanbul und Sepang verantwortlich zeichnet.

Die Fahrzeit vom Zentrum der boomenden Metropole zur Rennstrecke ist schwer kalkulierbar. Die gefahrenen Bestzeiten liegen bei etwas über einer halben Stunde. Abhängig von Hotelwahl und -lage, kann man zur Hauptverkehrszeit auch über drei Stunden unterwegs sein.

Die Streckenführung besteht aus sieben Rechts- und sieben Linkskurven. Die längste Gerade ist nicht bei Start und Ziel, sondern liegt zwischen den Kurven 13 und 14. Diese Vollgaspassage misst gut 1,3 Kilometer.

Das Layout greift das chinesische Schriftzeichen „Shang“ auf, das übersetzt etwa „hoch“ bzw. „über“ bedeutet. In die Architektur der futuristischen Boxengebäude und Tribünen wurden traditionelle chinesische Stilelemente integriert. 200.000 Zuschauer finden Platz.

Shanghai, Hafenstadt und Freihandelszone an der Ostküste nahe der Jangtse-Mündung, ist Chinas Boom-Metropole. Über 18 Millionen Menschen leben im Verwaltungsgebiet Shanghai, über die Hälfte von ihnen innerhalb der geografischen Stadtgrenzen.
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Alt 29.09.2006, 19:15     #63
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BMW Sauber F1 Team - GP China - Training

Wetter: bewölkt mit Niesel, 25-27°C Luft, 28-30°C Asphalt

Shanghai (CHN). Am ersten Trainingstag zum Großen Preis von China wurden die besten Rundenzeiten auf feuchter Strecke gefahren. Test- und Ersatzfahrer Sebastian Vettel fuhr auf der hochmodernen Rennstrecke von Shanghai die zweitschnellste Runde für das BMW Sauber F1 Team.

Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: 7., 1.37,913 min / 2. Training: 2., 1.35,579 min

Im zweiten Training lief es erheblich besser als im ersten, da war die Strecke noch extrem rutschig. Durch die Trainings der Rahmenrennen kam viel mehr Grip auf die Strecke, und wir haben auch mit dem Auto deutliche Fortschritte gemacht. In der zweiten Session hatte ich wieder ein gutes Gefühl, und auch die Konstanz war wieder da. Die Strecke ist sehr kompliziert, vor allem die ersten Kurve und die Haarnadel nach den Geraden. Mittlerweile fühle ich mich aber wohl. Jetzt muss man sehen, wie sich die Streckenbedingungen weiter entwickeln.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 14., 1.38,062 min

In der ersten Session bin ich nur eine Installationsrunde gefahren. In der zweiten habe ich, nachdem die Strecke für nass erklärt worden war, Reifensätze angefahren und mich zum Schluss entschieden, noch ein paar Runden dranzuhängen. Die Bedingungen waren seltsam: Ich hatte Regentropfen auf dem Visier, aber der Grip war noch da.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-09/BMW P86
1. Training: 8., 1.38,062 min / 2. Training: 22., 1.39,217 min

Die Strecke ist neu für mich. Ich bin morgens nur eine Hand voll Runden gefahren und nachmittags wieder. Wir haben noch etwas an der Abstimmung zu arbeiten, aber es sieht ganz okay aus. Im ersten Training waren die Streckenbedingungen nicht sehr gut, am Nachmittag waren sie trotz des Regens besser. Wir müssen sehen, wie die Bedingungen morgen sind und vielleicht weitere Abstimmungsänderungen vornehmen. Der Kurs hat einige schöne Kurven. Vor allem die Kurven eins und zwei sind schwierig, weil man den Scheitelpunkt nicht sehen kann und die Kurven sehr lang sind. Insgesamt hat die Strecke ein geringes Grip-Niveau und ist rutschig, aber das gilt für alle.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Die Hauptarbeit hat, wie üblich am Freitag, Sebastian verrichtet. Am Vormittag hat das Auto für diese Strecke noch nicht gepasst, nach entsprechenden Set-up-Änderungen lief es am Nachmittag schon deutlich besser. Es ist erstaunlich, welche Zeiten selbst zum Schluss auf feuchter Strecke noch möglich waren. Technische Probleme gab es keine.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Das war ein freies Training mit einem sehr ungewöhnlichen Finale: Obwohl es zu regnen begonnen hatte, wurden die Rundenzeiten besser und die schnellsten ganz zum Schluss gefahren. Die Strecke hat trotz der Feuchtigkeit entschieden mehr Grip aufgebaut. Unser Programm war Rennvorbereitung und Reifenvergleich. Wir sind damit auch prinzipiell durchgekommen. Aber um die endgültige Entscheidung zu treffen, müssen wir noch viele Daten auswerten, denn bei den sich ändernden Streckenbedingungen sind die erzielten Rundenzeiten nicht direkt vergleichbar.
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Alt 01.10.2006, 11:22     #64
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BMW Sauber F1 Team - GP China - Qualifikation

Wetter: anfangs Regen, dann abtrocknende Strecke, 20-23°C Luft, 22-23°C Asphalt

Shanghai (CHN). Zum sechsten Mal insgesamt und zum dritten Mal in Folge hat sich das BMW Sauber F1 Team mit beiden Autos unter den schnellsten Zehn qualifiziert. Nick Heidfeld belegte im Qualifying zum Großen Preis von China Platz acht, Robert Kubica wurde am Samstag in Shanghai Neunter.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 8., 1.46,053 min (3. Training: 13., 1.43,216 min)

Platz acht ist ein gutes Ergebnis. Vor dem Qualifying hatte ich nicht wirklich geglaubt, dass wir es hier unter die schnellsten Zehn schaffen. Aber dann lief es sehr gut. Uns kam auch das Wetter entgegen. Im Regen bieten die Michelin-Reifen einen Vorteil. Im zweiten und allgemein schnellsten Qualifying-Abschnitt war ich Vierter. Von daher hatte ich mir für die Schlussphase sogar noch etwas mehr erhofft. Dann trocknete die Strecke aber immer mehr ab, und das kam unserem Auto nicht entgegen. Wichtig ist, dass wir mit beiden Autos in den Top-Ten sind und die Toyota, unsere direkten Verfolger in der WM, weit hinten stehen.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-09/BMW P86
Qualifying: 9., 1.46,632 min (3. Training: keine Zeit)

Ich habe mich jetzt an meinem vierten GP-Wochenende zum vierten Mal in den Top-Ten qualifiziert. Es war ein gutes Qualifying, speziell nachdem wir heute Morgen ein kleines Problem am Auto hatten und ich nicht fahren konnte. Meine Streckenerfahrung hier beschränkt sich auf zwei Mal eine Hand voll Runden am Freitag. Die Bedingungen waren nicht einfach, weil sie so schwankten. Es war schwierig, die richtige Linie zu finden. Jedenfalls lief mein erstes Qualifying hier nicht schlecht für mich. Morgen einen weiteren Podiumsplatz zu erwarten, wäre nicht realistisch. Wir werden sehen, wie die Rennbedingungen sind und hoffentlich in die Punkte fahren.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wir freuen uns über dieses Ergebnis. Zum sechsten Mal haben beide Fahrer ihr Auto in den dritten Qualifying-Durchgang gebracht, zum dritten Mal in Folge ist dies gelungen. Natürlich war das Qualifying stark durch das Wetter und damit durch die Reifenwahl und den richtigen Zeitpunkt der Reifenwechsel geprägt. Auch hier hat die Mannschaft gut gearbeitet. Wir glauben, dass wir mit den Startpositionen acht und neun eine sehr gute Ausgangsbasis für das Rennen haben.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Wir haben den guten Eindruck der vergangenen Rennen bestätigt. Auch unter nassen Bedingungen haben wir beide Fahrzeuge sicher in den dritten Durchgang des Qualifyings gebracht. Es ist uns gelungen, auch bei diesen Verhältnissen beim Setup einen guten Kompromiss zu finden. Schließlich können morgen im Rennen ähnliche Bedingungen herrschen wie im Qualifying. Mit den Startplätzen acht und neun und unserer Strategie können wir optimistisch ins Rennen gehen.
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Alt 01.10.2006, 15:09     #65
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BMW Sauber F1 Team - GP China - Rennen

Wetter: nasse, langsam abtrocknende Strecke, 22°C Luft, 22-24°C Asphalt

Shanghai (CHN). Das BMW Sauber F1 Team musste sich beim Großen Preis von China mit zwei Punkten für Nick Heidfeld zufrieden geben. Der Deutsche war als Vierter in die letzte Runde eingebogen, aber Opfer eines unschönen Manövers geworden. Robert Kubica hatte kurz vor Halbzeit an Fünfter Stelle gelegen, dann wurde ihm ein zu früher Wechsel auf Trockenreifen zum Verhängnis. Der Pole wurde 13.

Nick Heidfeld: 7.
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Schnellste Runde: 1.39164 min in Rd. 53 (viertschnellste insgesamt)

Das war das enttäuschendste Rennen meiner Karriere. Nicht nur in der F1, in meinem ganzen Leben. Bis zum Schluss lag ich auf sicherem Kurs zu Platz vier. Dann haben ein paar Schlusslichter Mist gemacht. Erst Albers, der auf der trockenen Seite blieb und mich nicht vorbeiließ. Ich musste im Nassen bremsen und hätte mich fast gedreht. Ich habe das Auto noch abgefangen, war im Gras und habe ein paar Sekunden verloren. Dann hielt mich Sato mit seinem Super Aguri Honda fast eine ganze Runde auf. Er kämpfte, obwohl er eine Runde zurücklag und hatte mit seinen Bridgestone-Reifen gerade einen Vorteil. Dadurch fuhren die anderen beiden Honda auf, und Albers und Sato waren im Weg. Barrichello rutschte in mich rein. Letztlich war ich froh, dass ich es überhaupt noch ins Ziel geschafft habe. Bis zu diesem Vorfall war ich heute extrem schnell unterwegs.

Robert Kubica: 13.
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Schnellste Runde: 1.40,193 min in Rd. 51 (13.-schnellste insgesamt)

Das Rennen war sehr schwierig. Ich wurde schon in der ersten Kurve getroffen, ich denke, es war Doornbos. Dann war ich ganz hinten. Anschließend habe ich einen ziemlich guten Job gemacht. Mir war gar nicht bewusst, wie schnell ich war. Dann habe ich leider riskiert, zu früh auf Trockenreifen zu wechseln. Es war unmöglich, damit zu fahren. Ich bin zwei Mal rausgerutscht und habe viel Zeit verloren. Nach meinem erneuten Wechsel zurück auf Intermediates fuhr ich überrundet hinter Fisichella, Schumacher und Alonso. Ich konnte mithalten, aber mein Rennen war natürlich gelaufen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Der Rennausgang ist für uns sehr enttäuschend. Nick war ganz klar auf Kurs zu Platz vier. Er wurde in der Schlussphase von einem überrundeten Fahrzeug so lange aufgehalten, dass er einen Vorsprung von über vier Sekunden auf seine Verfolger verlor. Von denen ist ihm dann in der letzten Runde sogar noch einer ins Heck gefahren. Die Vorfälle in der letzten Runde werden noch von der Rennleitung untersucht. Robert wurde in der ersten Kurve nach dem Start abgedrängt, fiel auf Platz 21 zurück und fuhr dann in beeindruckender Art und Weise wieder auf Platz fünf vor. Beim ersten Stopp hat er Trockenreifen verlangt, und wir sind das Risiko mitgegangen. Es war aber eine Fehleinschätzung. Der zweite notwendige Reifenwechsel hat ihn zurückgeworfen. Technisch liefen beide Fahrzeuge einwandfrei.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Beim Start haben heute beide Fahrer Boden verloren, aber im Renngeschehen Positionen gutgemacht. Wir hatten mit einer nassen Strecke gerechnet und deshalb lange erste Stints vorgesehen. Verglichen mit dem Qualifying trocknete die Fahrbahn heute ungewöhnlich langsam. Bei Roberts Stopp nach der 24. Runde war uns klar, dass es ein hohes Risiko ist, auf Rillenreifen zu wechseln. Aber wir haben das nach Rücksprache mit ihm gemacht, und es war eine Fehleinschätzung der Situation. Die Strecke, speziell die Boxenausfahrt, war noch zu nass. Dort kühlten die Reifen sofort wieder ab und verloren deutlich an Grip. Damit war klar, dass wir wieder zurückwechseln müssen. Bei Nick ist die Strategie aufgegangen. Er hat die beiden ersten Stints mit Intermediates gefahren und Positionen gewonnen. Er ist als Vierter in die letzte Runde eingebogen. Entsprechend groß ist die Enttäuschung, dass er durch die Geschehnisse in der letzten Runde mit einem beschädigten Auto nur als Siebter in Ziel kam.
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Alt 03.10.2006, 18:58     #66
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BMW Sauber F1 Team - GP Japan - Vorschau

München/Hinwil, 1. Oktober 2006. Die Asienreise geht weiter: Am kommenden Sonntag, dem 8. Oktober, steht der womöglich vorläufig letzte Einsatz auf einer der grandiosesten Formel-1-Rennstrecken auf dem Programm. Das BMW Sauber F1 Team freut sich auf den 17. von 18 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2006 auf dem anspruchsvollen Suzuka International Racing Course.


Nick Heidfeld:
„Ich freue mich tierisch auf Suzuka. Das ist unter den F1-Kursen meine Lieblingsstrecke. Diesmal schwingt auch ein bisschen Wehmut mit, weil wir dort nach 2006 vielleicht nicht mehr fahren, wenn Fuji als Austragungsort für den GP Japan neu in den Rennkalender kommt. Aber ich habe Hoffnung, dass es dann vielleicht zwei Rennen in Japan geben wird. Es wäre schade um diese sehr anspruchsvolle Strecke. Die größte Besonderheit sind die so genannten „Esses“ – eine Abfolge von schnell zu durchfahrenden Kurven auf der Rückseite der Boxenanlage. Das sind fünf Kurven hintereinander. Sie haben einen sehr schönen Fluss und machen unheimlich viel Spaß, wenn man sie richtig erwischt. Wenn man allerdings die erste Kurve versaut, verfolgt einen das bis zur letzten in diesem Abschnitt.

Ich werde schon am Montag nach dem GP China nach Tokio fliegen und dort einen Freund besuchen. Tokio ist beeindruckend, und ich freue mich auch schon auf das japanische Essen. Wir denken da ja immer zuerst an Sushi. Das ist auch lecker, aber die japanische Küche hat noch viel mehr zu bieten.“


Robert Kubica:
„Ich war erst einmaI in Japan. Das war 2000 beim Kart-Weltcup in Motegi, die Rennstrecke von Suzuka kenne ich also nicht. Sie macht aber einen sehr guten Eindruck, ich habe sie mir früher auch mal im Computer-Spiel angeschaut. Sie scheint sehr anspruchsvoll zu sein, es muss Spaß machen, dort zu fahren, und entsprechend freue ich mich sehr auf den GP Japan. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, dort mit einem anderen Auto zu fahren, aber jetzt mit einem Formel 1 wird das sicher eine tolle Erfahrung.“


Sebastian Vettel:
„Nach China steht für uns Europäer gleich das nächste exotische Land auf dem Programm. Sprache und Lebensweise sind uns überwiegend fremd. Ich freue mich wahnsinnig, auch mit nach Japan kommen zu können. Für mich ist das auch das Land der Erfinder von allen möglichen elektronischen Spielzeugen. Ich bin auf der Rennstrecke bisher nur im Video-Spiel gefahren und denke, Suzuka ist eine beeindruckende Strecke, vor allem die Esses. Es wird schwierig sein, dort am Anfang die richtige Linie und die Bremspunkte zu finden. Ich stelle mir die Strecke so toll wie Spa vor, wenn nicht besser.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Die Zukunft von Suzuka als GP-Austragungsort ist offen. 2006 wird vielleicht unser letzter Besuch auf dieser Strecke. Das wäre schade, denn sie ist eine der fahrerisch anspruchsvollsten und steht bei den Fahrern und Fans entsprechend hoch im Kurs. Auch für die Motoren-Ingenieure ist der Kurs eine harte Nuss: In der ultraschnellen 130R-Kurve treten Querbeschleunigungen von bis zu 6 g auf, bei denen die Öl-Versorgung nicht abreißen darf. Nach China bedeutet der GP Japan für die BMW Group binnen acht Tagen einen weiteren Auftritt auf einem wichtigen asiatischen Markt.“


Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Ein gut ausbalanciertes Auto ist in Suzuka ein Muss. Besonders die Esses im ersten Sektor sind entscheidend. Das Fahrzeug muss schnell und präzise die Richtung wechseln können; jegliches Handling-Problem kostet Zeit. Wegen der vielen Kurven greift Suzuka die Reifen an, das kann die Rennstrategie beeinflussen. Die Kurvendichte ist eine der höchsten der gesamten Saison. Typisch sind auch die geringen Auslaufzonen, die bei kleinen Fahrfehlern das Rennende bedeuten können. Suzuka ist fahrerisch eine der anspruchsvollsten Strecken.“


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Suzuka International Racing Course/8. Oktober 2006

Startzeit - 14:00 Uhr lokal, 07:00 Uhr Zentraleuropa, 06:00 Uhr UK

Runde/Renndistanz - 5,807 km/307,573 km (53 Runden)

Sieger 2005 - Kimi Räikkönen (Team McLaren Mercedes), 1:29.02,212 Std

Poleposition 2005 - Ralf Schumacher (Panasonic Toyota Racing), 1.46,106 Min

Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (Team McLaren Mercedes), 1.31,540 Min

Bestehender Rundenrekord - Kimi Räikkönen (Team McLaren Mercedes), 1.31,540 Min (2005)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach 16 Rennen mit 35 Punkten den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM.


Historie und Hintergrund:

Die Rennstrecke von Suzuka ist der einzige F1-Kurs in Form einer Acht und bietet alle Varianten von Kurven – von der engen Spoon-Kurve bis zur ultraschnellen 130R.

Der Kurs liegt inmitten von Suzuka-Land, einem Freizeitpark, der für die Familien der Honda-Mitarbeiter errichtet wurde. Wahrzeichen ist das Riesenrad.

2006 wird der Große Preis von Japan zum 20. Mal in Suzuka gestartet. Die Formel 1 debütierte 1987 in Suzuka, zuvor waren 1976 und 1977 zwei GP von Japan auf der Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji ausgetragen worden. 1994 und 1995 fand je ein GP Pazifik in Japan statt, Austragungsort war Aida.

Der Große Preis von Japan 2004 wird den Teams unvergesslich bleiben: Am Samstag wurde die Rennstrecke komplett gesperrt, weil ein Taifun im Anzug war, der dann allerdings andernorts auf Land traf. Die Teams hatten am Freitag bei schweren Regenfällen zusammengepackt und ihr Equipment gesichert. Am Samstagnachmittag gab es Entwarnung, das Qualifying wurde am Sonntagmorgen nachgeholt. Bereits im Jahr 2000 hatte die Formel 1 in Suzuka Naturgewalten zu spüren bekommen: Damals waren es schwache Ausläufer eines Erdbebens während des freien Trainings gewesen.

Die Stadt Suzuka liegt an der Süd-Ost-Küste der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zur Mie Präfektur. Die ortsansässige Industrie stellt vor allem Nahrungsmittel und Textilien her, außerdem hat Honda große Fertigungsstätten in Suzuka. Die Stadt wurde im Jahr 645 erstmals urkundlich erwähnt und hat nahezu 200.000 Einwohner. In Suzuka gibt es eine medizinische Universität. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören buddhistische Tempel sowie Shinto Schreine.
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Alt 06.10.2006, 19:04     #67
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BMW Sauber F1 Team - GP Japan - Training

Wetter: regennasse Strecke am Vormittag, zum Schluss trocken, 22-24°C Luft, 20-22°C Asphalt

Suzuka (JPN). Der erste Trainingstag zum Großen Preis von Japan in Suzuka begann mit heftigem Regen. Während des zweiten Trainings trocknete die Strecke ab, und die Sonne kam raus. BMW Sauber F1 Team Test- und Reservefahrer, Sebastian Vettel, fuhr seine 50 Runden bei unterschiedlichsten Bedingungen. Der fleißigste Fahrer von allen belegte letztlich Platz sechs in der Zeitenliste. Seine Teamkollegen Robert Kubica und Nick Heidfeld sind bei den wechselnden Streckenbedingungen kaum gefahren.

Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: 3., 1.46,585 min / 2. Training: 6., 1.34,912 min

Die Strecke ist der Oberhammer. Vor allem der erste Sektor. Im ersten freien Training heute Morgen ging es erst einmal darum, die Strecke kennenzulernen und einzuschätzen, sowohl mit Regenreifen als auch mit Intermediates. Im zweiten Training bin ich zu Beginn 19 Runden am Stück gefahren. Diese Erfahrung über die Distanz war gut. Als es zum Schluss trocken war, konnten wir noch zwei Mal mit Rillenreifen rausfahren. Mir hat diese Rennstrecke einen Riesenspaß gemacht, und ich hoffe, dass wir hier unseren Aufwärtstrend fortsetzen können.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-09/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 18., 1.36,299 min

Die Strecke ist sehr herausfordernd und schwierig, aber schön. Ich bin nur drei Runden auf Trockenreifen gefahren. Wegen der Streckenbedingungen fehlen uns noch ein paar Kilometer. Außerdem habe ich die Runden gebraucht, um erst einmal zu schauen, wo man hier lang fährt und welche Linie man nimmt.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 27., 1.38,779 min

Ich bin heute kaum gefahren. Im ersten Training am Vormittag war es nur eine einzige Installationsrunde, und in der zweiten Session am Nachmittag bin ich zum Schluss eigentlich nur rausgefahren, um sicherzustellen, dass alles funktioniert. Ein Systemcheck, mehr war das nicht. In der Schlussphase, als alle mit Trockenreifen unterwegs waren, war natürlich sehr viel Verkehr auf der Strecke. Von daher habe ich keine vernünftige Rundenzeit zusammengebracht.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das heutige Freitagstraining stand im Zeichen des Wetters. Wir haben im Lauf der zwei Sitzungen alle verfügbaren Reifentypen testen können. Am Vormittag ist Sebastian zunächst mit Extreme Wets und dann mit Intermediates gefahren, da sich die Bedingungen im Laufe der Stunde verbesserten. Am Nachmittag waren bis zehn Minuten vor dem Ende Intermediates angesagt, bevor dann Trockenreifen zum Einsatz kamen. Sebastian hat unter anderem einen 19-Runden-Long-Run auf Intermediates absolviert. Nick und Robert sind nach einer Installationsrunde am Vormittag in der zweiten Sitzung nur auf Trockenreifen rausgefahren. Alle drei Autos liefen einwandfrei.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Nachdem klar war, dass keine konstanten Streckenbedingungen herrschen würden, haben wir uns entschieden, Sebastian möglichst viel fahren zu lassen, damit er die Strecke kennenlernt. Gegen Ende der zweiten Sitzung waren die Bedingungen so, dass wir mit Trockenreifen fahren konnten. Entsprechend haben wir erste Eindrücke von den Reifen sammeln können. Den Samstagvormittag wollen wir nun nutzen, um auch die Abstimmung für das Rennen mit unterschiedlichen Benzinmengen herauszufahren.
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Alt 07.10.2006, 09:58     #68
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BMW Sauber F1 Team - GP Japan - Qualifikation

Wetter: trocken, Sonne und Wolken, starker Wind, 23-28°C Luft, 26-32°C Asphalt

Suzuka (JPN). BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld fuhr im Qualifying zum Großen Preis von Japan zum neunten Mal in dieser Saison ins Top-Ten-Qualifying. Dort belegte er Platz neun. Robert Kubica, der vor seinem erst fünften Grand Prix steht, verpasste durch einen Ausritt erstmals den Sprung unter die schnellsten Zehn. Der Suzuka-Neuling wurde im Qualifying Zwölfter.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 9., 1.31,513 min (3. Training: 6., 1.32,590 min)

Es war alles in Ordnung. Das Qualifying verlief im Grunde wie erwartet. Auffällig ist natürlich, dass die schnellsten Vier eine andere Reifenmarke fahren als wir, und bei dem ein oder anderen muss man auch mal sehen, wie die Rennstrategie aussieht. Die paar Regentropfen im letzten Qualifying-Abschnitt hat man zwar auf dem Visier gesehen, sie haben aber den Grip nicht beeinträchtigt.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-09/BMW P86
Qualifying: 12., 1.31,094 min (3. Training: 9., 1.32,787 min)

Das erste Qualifying lief gut für mich, aber im zweiten hatte ich plötzlich heftiges Übersteuern. Ich hatte zwei Schrecksekunden, und die Rundenzeit war nicht sehr gut. Aber wir hatten ja noch einen Satz Reifen. Mit diesem war ich bis Kurve fünf etwa dreieinhalb Zehntelsekunden schneller. Dort war starker Wind, das Auto hat untersteuert, ich habe zwei Zehntelsekunden verloren. Aber ich war immer noch schnell. Dann kam Kurve acht: Ich habe mit dem Unterboden auf dem inneren Randstein aufgesetzt, rutschte dann auf den äußeren Randstein und in die Wiese. Ich war nah dran, einzuschlagen. Jetzt hoffen wir auf ein gutes Rennen morgen. Der Grip ist insgesamt nicht fantastisch, aber ich denke, wir haben gute Reifen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Im Qualifying hat Robert knapp den dritten Durchgang verpasst. Er hatte in der entscheidenden Runde einen Ausrutscher und blieb auf Position zwölf. Nick ist, wie in den vergangenen Rennen auch, in die Top-Ten gefahren. Im dritten Durchgang hat das Wetter die Hauptrolle gespielt. Wir haben aufgrund des einsetzenden leichten Regens unseren Long-Run abgebrochen und frische Reifen für unsere schnelle Runde gefasst, um nochmals nachzulegen. Gelandet ist Nick auf Platz neun. Auch von diesen Positionen ist im Rennen noch Einiges möglich.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Insgesamt sind wir zufrieden mit dem Startplatz von Nick und zuversichtlich für das Rennen. Wir hatten zwar gehofft, zum Schluss noch ein oder zwei Plätze gewinnen zu können, aber man weiß auch nicht, wie viel Benzin die Konkurrenz im Tank hatte. Vielleicht sehen wir da morgen noch die ein oder andere Überraschung. Robert hat es erstmals nicht unter die schnellsten Zehn geschafft. Er musste seinen zweiten Run im zweiten Qualifying-Abschnitt abbrechen, nachdem er von der Strecke abgekommen war. Er ist zum ersten Mal in Suzuka und am Freitag kaum gefahren. Das Training von heute morgen ist nicht viel an Vorbereitung für so eine anspruchsvolle Strecke.
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Alt 08.10.2006, 11:07     #69
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BMW Sauber F1 Team - GP Japan - Rennen

Wetter: trocken, Sonne und Wolken, 23-25°C Luft, 21-28°C Asphalt

Suzuka (JPN). Nick Heidfeld holte beim Großen Preis von Japan einen weiteren WM-Punkt. Er kam in Suzuka als Achter ins Ziel, nur Sekundenbruchteile vor seinem Teamkollegen Robert Kubica. Damit geht das BMW Sauber F1 Team als Fünfter der Konstrukteurs-WM mit noch einem Punkt Vorsprung auf Toyota in 14 Tagen ins Finale in Brasilien.

Nick Heidfeld: 8.
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Schnellste Runde: 1.34,525 min in Rd. 31 (dreizehntschnellste insgesamt)

Mein Rennen war gut und verhältnismäßig unspektakulär. Beim Start habe ich eine Position gewonnen und war Achter. Das Auto war gut, aber ich hatte Probleme mit den Reifen. In allen drei Stints haben sie vorne und hinten gekörnt. Ich fuhr die weichere Mischung, was für das Rennen sicher die schlechtere Wahl war. Die Entscheidung war schwierig, weil wir die Trockenreifen hier am Freitag aufgrund der Wetterbedingungen nicht über längere Distanzen vergleichen konnten.

Robert Kubica: 9.
BMW Sauber F1.06-09/BMW P86
Schnellste Runde: 1.33,509 min in Rd. 39 (sechstschnellste insgesamt)

Es war ein gutes Rennen. Das Tempo war da, aber ich hatte von Anfang an Probleme mit dem Grip, mein Auto hat seit dem Qualifying übersteuert. Ich habe aber auch einen Fehler gemacht, der mich zehn Sekunden gekostet hat. Hier in Suzuka ist es nicht einfach, einem Auto zu folgen, vor allem in den schnellen Kurven nicht. Vielleicht habe ich zu viel riskiert, aber ich habe wieder aufgeholt und bin direkt hinter Nick ins Ziel gekommen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Die Weichen für das heutige Rennergebnis wurden gestern im Qualifying gestellt. Ausgehend von unseren Startpositionen konnten wir damit rechnen, gerade noch in die Punkte zu rutschen. Das hat Nick geschafft und einen wichtigen Zähler geholt. Damit haben wir den fünften Platz in der Herstellerwertung verteidigt. Heute waren wir allerdings nicht so schnell wie in den vergangenen Rennen. Technische Probleme gab es keine.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Nach dem gestrigen Qualifying und der Performance der Bridgestone-Teams konnten wir heute kein besseres Ergebnis erwarten. Es ist uns gelungen, wenigstens einen Punkt einzufahren. Aber wir waren nicht so stark unterwegs wie zuletzt. Der positive Aspekt: Wir fahren mit einem knappen Vorsprung als Fünfter zum Saisonfinale nach Brasilien.

Test in Jerez: 11. und 12. Oktober Kubica, 13. Oktober Heidfeld
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Alt 14.10.2006, 14:06     #70
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BMW Sauber F1 Team - GP Brasilien - Vorschau

München/Hinwil, 13. Oktober 2006. Vor dem Finale der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2006 ist der Kampf um Fahrer- und Konstrukteurstitel noch nicht entschieden, und auch für das BMW Sauber F1 Team geht es beim 18. und letzten Grand Prix der Saison am 22. Oktober in São Paulo noch um viel: Die junge Mannschaft startete von Platz acht in ihre Debütsaison und hält derzeit mit einem Punkt Vorsprung auf Toyota Rang fünf in der Konstrukteurs-WM. Diese Position wollen die Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica beim Großen Preis von Brasilien verteidigen. Sollten sie dies erreichen, wäre dies der gelungene Abschluss einer Premierensaison, in der das BMW Sauber F1 Team schon jetzt weit mehr erreicht hat, als zu erwarten war.

Nick Heidfeld:
„Ich komme immer sehr gerne nach São Paulo. Interlagos ist nicht nur eine meiner Lieblingsstrecken, ich finde auch schon den Anflug auf die Stadt beeindruckend. Es ist unglaublich, mit dem Flugzeug erst einmal minutenlang über diesen endlosen Wohnvierteln und Hütten zu schweben. Leider ist Kriminalität ein Thema – wie in vielen großen Ballungszentren auf der Welt. Wir Fahrer bekommen davon aber eigentlich kaum etwas mit.

Besonders gerne erinnere ich mich natürlich an meinen ersten Podiumsplatz, den ich hier 2001 mit dem Sauber-Team geholt habe. Es war ein schwieriges Rennen bei nassen Bedingungen. Aber es hat alles gepasst, sodass ich am Ende neben David Coulthard und Michael Schumacher als Dritter auf dem Treppchen stand. Die Ferra dura-Kurve ist meiner Meinung nach eine der besten Kurven des gesamten Rennkalenders. Weniger schön ist der holprige Asphalt der Strecke. Aber der soll im vergangenen Jahr, als ich verletzungsbedingt nicht am Start war, entschärft worden sein. Ich werde mich davon selbst überzeugen und hoffe, die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen zu können.“

Robert Kubica:
„Ich kenne die Rennstrecke in São Paulo von einem Formel Renault 2000-Rennen im Jahr 2002. Damals war ich zum letzten Lauf der brasilianischen Meisterschaft eingeladen worden. Die Strecke ist sehr schön. Ich mag die Auslegung, obwohl der Kurs etwas wellig ist. Es gibt eine starke Bergaufpassage, die man im Fernsehen nicht als solche erkennen kann. Sie führt von der letzten Kurve zur Start- und Zielgeraden. Einige Ecken sind recht schwierig. Ich denke, es wird eine gute Erfahrung, jetzt mit einem Formel-1-Rennwagen nach Interlagos zurückzukehren.”

Sebastian Vettel:
„Karneval, hübsche Mädchen, gutes Wetter, Fußball, Magie, Dschungel – das fällt mir spontan zu Brasilien ein. Ich weiß ein bisschen darüber, weil ich brasilianische Teamkollegen hatte. Die waren sehr lustig. Ich denke, die Menschen sind offen für alles. In Felipe Massa haben sie vielleicht auch einen weiteren, kommenden Helden.

Ich glaube, die Strecke ist eine der härtesten der ganzen Saison, weil sie sehr wellig und alt ist. In einem F1-Auto spürt man jede Bodenwelle, weil es so hart gefedert ist. 71 Rennrunden dürften sehr anstrengende körperliche Arbeit sein. Nach den GP sehen die Fahrer immer völlig fertig aus. Ich erinnere mich auch, vor zwei Jahren beobachtet zu haben, wie Kimi Räikkönen und Fernando Alonso im Rennen ihren Kopf an die Kopfstütze angelehnt haben.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Wir sind mit drei Punkten aus den beiden Asien-Rennen zurückgekehrt und gehen mit einem Zähler Vorsprung vor Toyota in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ins Saisonfinale nach Brasilien. Wir werden alles daran setzen, diese Platzierung zu verteidigen.

Aber schon vor dem letzten Rennen 2006 steht fest: Wir haben mehr erreicht, als wir in unserer ersten Saison mit dem von BMW geführten Team erwarten konnten. Wir sind im Qualifying 17 Mal unter die schnellsten Zehn gekommen, ein Mal sogar bis in die zweite Startreihe vorgestoßen. In den 17 bisherigen Rennen haben wir 15 Punkteränge und sogar zwei Podiumsplätze erzielt – in Budapest durch Nick und in Monza durch Robert. Damit liegen wir vor unserem Plan. Noch wichtiger allerdings ist, dass wir uns während der Saison kontinuierlich verbessert haben. Wir sind auf einem guten Weg.

Die Strecke in Interlagos ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Hinzu kommt das oft unbeständige Wetter in São Paulo. Die Motoren werden auf der nicht nur langen, sondern auch ansteigenden Start- und Zielgeraden besonders gefordert. Die Steigung macht auch den Start sehr spannend. Eine Besonderheit ist die Höhenlage von São Paulo: Aufgrund der geringeren Luftdichte leisten die Motoren ca. acht Prozent weniger als auf Meereshöhe. Ich bin davon überzeugt, dass wir ein spannendes Saisonfinale erleben werden.“

Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Interlagos stellt aus aerodynamischer Sicht eine echte Herausforderung dar. Während der erste und dritte Sektor durch lange Vollgasabschnitte geprägt sind, wünscht man sich im mittleren Sektor mit seinen vielen Kurven maximalen Abtrieb. Letztlich geht es darum, den optimalen Kompromiss zu finden. In jedem Fall ist eine sehr gute aerodynamische Effizienz des Autos von entscheidender Bedeutung.

Die Rennstrecke wurde zwar immer wieder in Abschnitten neu asphaltiert, ist aber dennoch eine ziemliche Buckelpiste geblieben. Deshalb ist es hier noch wichtiger als auf andern Strecken, ein optimales mechanisches Set-up zu erarbeiten. Schwierig gestaltet sich auch die Reifenwahl, weil die Temperaturen zu dieser Jahreszeit sehr stark schwanken können. Aufgrund des rauen Asphalts ist die Reifenabnutzung hoch. Die hohe Regenwahrscheinlichkeit erfordert oft eine Kompromissabstimmung für trockene und nasse Streckenverhältnisse. Wie in Imola und Istanbul wird in Interlagos entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Das beansprucht die Nackenmuskulatur der Fahrer umso mehr.“


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Autodromo José Carlos Pace, São Paulo/22. Oktober 06

Startzeit - 14:00 Uhr lokal, 19:00 Uhr Zentraleuropa, 18:00 Uhr UK

Runde/Renndistanz - 4,309 km/305,909 km (71 Runden)

Sieger 2005 - Juan Pablo Montoya (Team McLaren Mercedes), 1:29.20,574 Std

Poleposition 2005 - Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1.11,988 Min

Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (Team McLaren Mercedes), 1.12,268 Min

Bestehender Rundenrekord - Juan Pablo Montoya (BMW WilliamsF1 Team), 1.11,473 Min (2004)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach 17 Rennen mit 36 Punkten den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM.


Historie und Hintergrund:

2006 wird der 34. Große Preis von Brasilien ausgetragen. 1973 hatte die Formel 1 ihr Debüt in dem südamerikanischen Land gegeben. Damals war der Kurs von Interlagos bei São Paulo noch 7,96 Kilometer lang und lag malerisch zwischen zwei Seen.

1978 startete die Formel 1 erstmals auf der Rennstrecke Jacarepagua in der Nähe von Rio de Janeiro, wo insgesamt zehn Grands Prix stattfanden. Seit 1990 wird der GP Brasilien auf einer stark verkürzten Rennstrecke in Interlagos ausgetragen.

Vor dem GP 2003 wurden Modernisierungsmaßnahmen an der Strecke sowie an den Räumlichkeiten für die Teams durchgeführt.

Die 1554 gegründete Stadt São Paulo ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Süden Brasiliens, des größten industriellen Ballungsraums in Lateinamerika. São Paulo ist Finanz- und Handelszentrum und riesig in seiner Ausdehnung. Die schwankenden Flächen- und Bevölkerungsangaben zeugen von der Unübersichtlichkeit. Für die Stadt selbst wird derzeit von zehn Millionen Einwohnern ausgegangen, inklusive Umland ergibt sich die doppelte Höhe. Krasse soziale Unterschiede, große Armut und steigende Kriminalität bringen die bevölkerungsreichste Stadt der Südhalbkugel immer wieder in die Schlagzeilen. Bei extrem blutigen Unruhen von Mai bis Juli 2006 sollen 180 Menschen ums Leben gekommen sein.

Die Stadt liegt 750 Meter über dem Meeresspiegel, die Rennstrecke etwas außerhalb sogar rund 800 Meter über NN. Die deswegen geringere Luftdichte kostet alle Formel-1-Motoren zirka acht Prozent ihrer möglichen Leistung.
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