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Alt 04.07.2006, 18:44     #41
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BMW Sauber F1 Team - GP der USA - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 36-37°C Luft, 38-55°C Asphalt

Indianapolis. Nach einem guten Qualifying ging das BMW Sauber F1 Team beim Großen Preis der USA im Rennen leer aus. Nick Heidfeld lag nach dem Start in Indianapolis an siebter Stelle, als er in der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt wurde. Der Deutsche überstand einen mehrfachen Überschlag unverletzt. Jacques Villeneuve fiel in der 24. Runde, ebenfalls an siebter Position fahrend, mit Motorschaden aus.

Jacques Villeneuve: Ausfall 24. Runde / Motorschaden
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86

Das Auto fühlte sich gut an, ich hatte viel Grip. Ich war ein bisschen schneller als die drei Autos vor mir. Von daher habe ich auf die Boxenstopps gewartet und wollte sehen, was dabei passiert. Der Motor ist einfach eingegangen. Es war das erste Rennen für dieses Triebwerk, irgendetwas muss wohl schief gegangen sein. Das ist sehr schade, wir hätten heute Punkte holen können.

Nick Heidfeld: Ausfall 1. Runde / Startunfall
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86

Ich habe den Unfall unverletzt überstanden. Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Offenbar hat es vorher einen anderen Unfall gegeben. Mein Start war sehr gut. Ich hatte schon drei Plätze gutgemacht und war schon fast auf Höhe von Jacques. Dann war ich plötzlich in der Luft. Es ist ein Jammer. Wir waren hier wirklich stark.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Auf ein starkes Qualifying folgte ein enttäuschendes Rennen. Es sieht so aus, als ob Indianapolis speziell für BMW immer mit besonderer Dramatik verbunden ist. Nick wurde bereits in der ersten Kurve unverschuldet in eine Kollision verwickelt, die mit einem mehrfachen Überschlag endete. Zum Glück ist ihm nichts passiert. Bei Jacques gab es einen plötzlichen Motorschaden, dessen Ursache wir erst in München analysieren werden. In Magny-Cours müssen wir versuchen, verlorenen Boden gutzumachen.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Es ist natürlich sehr schade, dass wir hier mit beiden Autos ausgefallen sind. Nick hatte einen sehr guten Start, aber dann war sein Rennen leider schon in der ersten Kurve vorbei. Und auch Jacques lag zum Zeitpunkt seines Ausfalls an einer sehr guten Position, unsere Strategie hätte gepasst.
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Alt 08.07.2006, 19:06     #42
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BMW Sauber F1 Team - GP Frankreich - Vorschau

München/Hinwil, 7. Juli 2006. Das BMW Sauber F1 Team nimmt Tempo auf. Die zurückliegenden Grands Prix zeigten eine klare Steigerung, wenngleich in Indianapolis keiner der BMW Sauber F1.06 ins Ziel kam. Beim Großen Preis von Frankreich will die Mannschaft erneut ins Top-Ten-Qualifying vorstoßen und am 16. Juli auf dem Circuit de Nevers in Magny-Cours auch WM-Punkte holen.

Nach der Rückkehr aus den USA testete das Team drei Tage lang im spanischen Jerez. Dabei kamen neben Test- und Reservepilot Robert Kubica auch Jacques Villeneuve und der gerade 19-jährige Sebastian Vettel zum Einsatz. Nick Heidfeld gönnte seiner Nackenmuskulatur nach dem mehrfachen Überschlag in Indianapolis eine Erholungsphase.

Nick Heidfeld:

„Ich fahre immer gerne in Magny-Cours. Viele mögen die Strecke nicht so sehr, vor allem weil sie mitten in der Provinz liegt. Die Landschaft ist wunderschön, leider hat man keine Zeit, das richtig zu genießen. Es gibt dort viele kleine Chateaus, die Zimmer vermieten. Ich wohne dort auch immer in einem solchen Chateau – sehr idyllisch gelegen mit einem richtigen Wassergraben drum herum. Das hat seinen eigenen Charme.

Auch sportlich habe ich gute Erinnerungen an Magny-Cours. Ich habe dort Formel-3- und Formel-3000-Rennen gewonnen. Der Kurs ist ziemlich anspruchsvoll, speziell die beiden Schikanen. Sie sind sehr schwer einsehbar und werden am Scheitelpunkt sehr eng. Im Grunde bietet der Kurs alles: eine Hochgeschwindigkeitspassage, aber auch langsame Kurven.“

Jacques Villeneuve:
„Der französische Grand Prix war im vergangenen Jahr eines unserer besten Rennen, und derzeit ist unser Auto sehr stark. Von daher freue ich mich auf Magny-Cours. Ich denke, wir können dort ein gutes Wochenende haben. Die Strecke macht viel Fahrspaß. Wir haben dort schon einige gute Rennen und Manöver gesehen.”

Robert Kubica:
„Ich kenne Magny-Cours ziemlich gut – eine schöne Strecke. Ich war das letzte Mal 2004 mit der Formel 3 dort, einen Formel-1-Test hatte ich dort noch nicht. Die erste und die zweite Kurve sind wirklich lang. Später folgt eine schnelle Schikane, auf die ich mich mit dem Formel 1 freue. Die Strecke ist recht schwierig. Aber ich denke, ich werde ganz gut klarkommen. Ich habe den Formel-3-Einsatz damals sehr genossen und freue mich auch auf die Rückkehr nach Europa. Wie immer werde ich versuchen, das Team bestmöglich zu unterstützen und am Freitag viele Informationen für Jacques und Nick zu sammeln.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Indianapolis ohne Punkte zu verlassen, war schmerzhaft. Trotzdem bleibt die erfreuliche Erkenntnis, dass wir im Qualifying erstmals in die dritte Startreihe fahren konnten und auch im Rennen schnell unterwegs waren. Darauf wollen wir in Magny-Cours aufbauen. Ziel ist es, erneut mit beiden Autos in das Top-Ten-Qualifying zu kommen und im Rennen Punkte zu sammeln.

Weil Jacques nach dem Schaden von Indianapolis einen neuen Motor erhält und Nick ohnehin planmäßig einen neuen BMW P86 bekommt, sind nun beide Fahrzeuge im selben Turnus.

Die Parameter Volllastanteil, Spitzengeschwindigkeit und Länge der Geraden liegen beim Circuit de Nevers im Mittelfeld. Wir haben dort schon häufig Hitzerennen erlebt. Hohe thermische Belastungen bedeuten naturgemäß große Anforderungen an die Standfestigkeit der Motoren.

Magny-Cours ist aus kommerzieller Sicht das Gegenteil von Monte Carlo. In dieser nicht ganz einfach zu erreichenden Idylle ist der Glamourfaktor denkbar gering. Man konzentriert sich auf den Sport und die anspruchsvolle Rennstrecke. Dort haben wir 2001 unsere erste Poleposition nach dem Wiedereinstieg in die Formel 1 erzielt.“

Willy Rampf, Technischer Direktor Chassis:
„Magny-Cours bietet eine interessante Mischung aus langsamen und schnellen Kurven. In der Adelaide-Haarnadel bremsen die Piloten von 300 km/h auf 60 km/h hinunter. Langsam ist auch die Rechts-Links-Kombination vor Start und Ziel. Diese Kurven stellen hohe Anforderungen an die Traktion. Im Gegensatz dazu stehen die schnellen Wechselkurven im mittleren Streckenabschnitt. Vor allem in den langsamen Passagen werden die Hinterreifen stark beansprucht. Die Reifenabnutzung spielt deshalb eine zentrale Rolle bei der Wahl der optimalen Boxenstrategie. Sowohl zwei als auch drei Stopps sind echte Alternativen. Magny-Cours ist die Strecke mit dem glattesten Belag, was man bei der Abstimmung des Autos entsprechend berücksichtigt. Zusätzlich reagiert die Strecke sehr sensibel auf Temperaturschwankungen, sodass ein Set-up, das am Morgen passt, am Nachmittag kaum mehr optimal ist. Das macht es für die Ingenieure zu einer besonderen Herausforderung.“

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Circuit de Nevers/16. Juli 2006

Startzeit (lokal/UTC) - 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz - 4,411 km/308,586 km (70 Runden)

Sieger 2005 - Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1:31.22,233 Stunden

Poleposition 2005 - Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1.14,412 min

Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.16,423 min

Bestehender Rundenrekord - Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.15,377 min (2004)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach zehn von 18 Rennen mit 19 Punkten Rang fünf der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Historie und Hintergrund:
Magny-Cours liegt etwa auf halbem Weg zwischen Paris und Lyon, 15 Kilometer von der Stadt Nevers entfernt. Nevers gehört zum Département Nièvre in der West-Bourgogne und verfügt über einen kleinen Flughafen, auf dem viele Teams und Fahrer mit Chartermaschinen oder Privatflugzeugen landen.

Bereits 1959 wurde hier mit dem Bau einer Rennstrecke begonnen, 1961 wurde sie eröffnet und zehn Jahre später erstmals umgestaltet. Seit 1991 trägt die Formel 1 den Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours aus. Der Umzug der F1 von Le Castellet an der Küste aufs Land lag im Interesse der französischen Regierung und sollte die Region wirtschaftlich stärken.

Nach der offiziellen Zeitrechnung der modernen Formel ist wird 2006 der 56. Große Preis von Frankreich ausgetragen. Er startet zum 16. Mal in Magny-Cours. Der erste GP Frankreich fand 1950 in Reims statt. 14 Mal startete die Formel 1 in Paul Ricard, elf Mal in Reims, je fünf Mal in Dijon und Rouen, vier Mal in Clermont-Ferrand und ein Mal in Le Mans.
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Alt 16.07.2006, 15:16     #43
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BMW Sauber F1 Team - GP Frankreich - Training

Wetter: trocken und sonnig, 28-36°C Luft, 42-53°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Auf dem vor Hitze flimmernden Asphalt von Magny-Cours fuhr Robert Kubica einmal mehr die Tagesbestzeit für das BMW Sauber F1 Team. Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve erlebten ebenfalls einen problemlosen Trainingstag mit den aerodynamisch modifizierten BMW Sauber F1.06.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
1. Training: 1., 1.16,794 min / 2. Training: 1., 1.16,902 min

Es war nicht schlecht. Wir haben ein intensives Reifenprogramm gefahren. Auf dem Asphalt liegt noch kein Gummi, er hat wenig Grip. Die Reifen werden stark beansprucht. Wir sind Longruns in großer Hitze gefahren und müssen nun sehen, wie sich unsere Reifenentscheidung morgen auswirken wird. Wir haben soweit alles im Griff, und die neuen Aerodynamik-Komponenten funktionieren anscheinend gut.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
1. Training: nicht gefahren / 2. Training: 14., 1.19,108 min

Ich fahre sehr gern hier in Magny-Cours, die Strecke macht mir Spaß. Das gilt insbesondere für die schnellen Schikanen, in denen das Auto allerdings noch nicht ruhig genug liegt. Wir werden das Set-up weiter verbessern. Ich bin hier auch zum ersten Mal die neuen Nose-Wings gefahren und kann die Aussage meiner Teamkollegen bestätigen. Sie stellen keinerlei Sichtbehinderung dar.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
1. Training: 8., 1.19,063 min / 2. Training: 26., 1.20,154 min

Auf der Strecke wurde noch nicht viel gefahren, sie ist rutschig und entsprechend hart zu den Reifen. Ich war kaum unterwegs und habe noch kein Gefühl, wo wir hier stehen. Das Auto fühlt sich stabil an, wir müssen aber noch schneller werden. Mit neuen Reifen war das Auto gut zu fahren, mit gebrauchten aber zu langsam. Wir müssen uns anschauen, wie die anderen mit alten Reifen zurechtkamen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Der erste Trainingstag verlief störungsfrei. Robert hat 64 Runden absolviert und wie gewohnt den größten Teil der Arbeit für Abstimmung und Reifenauswahl erledigt. Wir werden jetzt sämtliche Daten auswerten.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Wir hatten die senkrechten Nose-Wings bereits beim Test in Jerez ausprobiert. Sie führen in Kombination mit den neuen seitlichen Flügeln an der Motorabdeckung zu einer verbesserten Anströmung des Heckbereichs und damit zu mehr Abtrieb. Sie verleihen Stabilität beim Durchfahren der Kurven und beim Bremsen. Roberts Ergebnisse sind sehr hilfreich bei der Reifenwahl, die ja eine Schlüsselentscheidung für die Rennstrategie ist
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Alt 16.07.2006, 15:18     #44
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BMW Sauber F1 Team - GP Frankreich - Qualifikation

Wetter: trocken und sonnig, 30-35°C Luft, 41-55°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Die BMW Sauber F1 Team Piloten Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve kamen im Qualifying zum Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours nicht über die Plätze zwölf und 18 hinaus.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
Qualifying: 12., 1.16,294 min (3. Training: 2., 1.17,049 min)

Die Balance des Autos war ganz gut. Es ist häufig so, dass wir Samstagmorgen sehr gut aussehen, andere aber am Nachmittag im Qualifying mehr nachlegen können. Von daher waren meine Erwartungen nicht ganz so hoch, wie man vielleicht glauben könnte.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
Qualifying: 18., 1.17,304 min (3. Training: 1., 1.17,005 min)

Das war sehr enttäuschend, weil das Auto schnell ist. Nach dem Training heute morgen haben wir uns bezüglich der Reifen für eine aggressive Gangart im Qualifying entschieden. Damit sind wir ein Risiko eingegangen, und leider war auf meinen beiden Runden Verkehr. Von hinten zu starten, dürfte unsere Rennstrategie ruinieren, aber wir geben nicht auf, weil man letztlich nie weiß, was passiert.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Unser heutiges Ergebnis wurde von zwei Faktoren geprägt: Zum einen ist unser Auto hier im Qualifying nicht so stark wie auf den vorangegangenen Strecken. Zum anderen ist es Jacques nicht gelungen, das vorhandene Potenzial in eine schnelle Runde umzusetzen. Wir haben damit für das Rennen eine ungünstige Ausgangsposition, da man hier nur schwer überholen kann. Für Nick ist trotzdem das klare Ziel, in die Punkteränge zu fahren. Ich hoffe, er kann mit einem ähnlich guten Start wie in den vergangenen Rennen die Grundlage dafür schaffen.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Vor allem ist enttäuschend, dass wir es mit Jacques nicht in den zweiten Teil des Qualifyings geschafft haben. Nick hat auf seiner letzten schnellen Runde nicht komplett freie Fahrt gehabt, das hat vermutlich die Zeit gekostet, die gefehlt hat, um in das Top-Ten-Qualifying zu kommen. Weil ein Konkurrent zurückgestuft wird, wird Nick als Elfter starten. Wir hoffen, mit unserer guten Start-Performance gleich zu Anfang ein paar Plätze gutzumachen und in die Punkte zu fahren.
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Alt 16.07.2006, 16:13     #45
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BMW Sauber F1 Team - GP Frankreich - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 34-36°C Luft, 47-56°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Nick Heidfeld verbesserte sich im Großen Preis von Frankreich von Startplatz elf auf Position acht und holte so einen weiteren WM-Punkt für das BMW Sauber F1 Team. Jacques Villeneuve war als 16. gestartet und kam beim Hitzerennen in Magny-Cours als Elfter ins Ziel.

Nick Heidfeld: 8.
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86

Mein Auto war okay, ich habe einen Punkt geholt, mehr war heute nicht drin. Mein Start war ausnahmsweise nur durchschnittlich. Ich habe keinen Platz gewonnen, aber auch keinen verloren. In der ersten Runde habe ich David Coulthard in der Haarnadelkurve überholt. Das war wichtig. Im Ziel war er nur ein paar Sekunden hinter mir. Insgesamt verlief mein Rennen recht problemlos, ich blieb auch kaum im Verkehr stecken. Allerdings wurden mir zu Unrecht blaue Flaggen gezeigt, als Pedro de la Rosa hinter mir war.

Jacques Villeneuve: 11.
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86

Die Anfangsphase war aufregend, und ich musste Rubens Barrichello unbedingt überholen. Danach wurde das Rennen ziemlich langweilig. Das Auto lief sehr gut. Nach den Boxenstopps musste ich die Reifen immer erst ein paar Runden lang einfahren, vor dem nächsten Wechsel waren sie dann wieder schnell. Es war die richtige Reifenwahl. Wir dachten, unsere Entscheidung sei vielleicht zu risikoreich. Aber es kam, wie wir erwartet hatten: Je mehr Gummi auf der Strecke lag, desto besser haben die Reifen gepasst. Mein einziges Problem hier in Magny-Cours war das Qualifying.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein für Magny-Cours typischer Rennverlauf mit wenig Überholvorgängen und Zwischenfällen. Die Möglichkeit, aus dem Mittelfeld nach vorne zu kommen, war damit begrenzt. Dennoch hat es Nick geschafft, vom elften Startplatz einen Punkt nach Hause zu fahren. Jacques hat im Verlauf des Rennens immerhin fünf Plätze gutgemacht. Angesichts der Startpositionen ist dieses Ergebnis in Ordnung. Wir haben aber auch gesehen, dass zumindest auf dieser Strecke noch ein beträchtlicher Abstand zur Spitze bestand. Wir werden vor Hockenheim entsprechend intensiv an der Weiterentwicklung arbeiten.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Angesichts der Startpositionen unserer beiden Autos bleibt in einem Rennen, in dem man auf der Strecke kaum überholen kann, fast nur die Möglichkeit, in der Boxengasse Positionen zu gewinnen. Wir haben uns den einen WM-Punkt wohl verdient. Für Jacques bestand wenig Hoffnung, es von Startplatz 16 in die Punkte zu schaffen, aber ihm ist ein gutes Überholmanöver gelungen. Beide Fahrer sind ein konstantes Rennen gefahren, in dem es auch keine technischen Probleme gab. Wir arbeiten hart daran, die Fahrzeug-Performance für Hockenheim weiter zu verbessern.
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Alt 22.07.2006, 12:55     #46
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BMW Sauber F1 Team - GP Deutschland - Vorschau

Großer Preis von Deutschland. / 28.-30. Juli 2006 / 12. von 18 WM-Läufen

Vorschau.


München/Hinwil, 21. Juli 2006. Zwei Heimrennen auf deutschen Rennstrecken zu haben, ist für das BMW Sauber F1 Team ein schöner Luxus, der womöglich bald Vergangenheit sein wird. Der Große Preis von Deutschland, der am 30. Juli in Hockenheim als 12. von 18 Läufen zur Weltmeisterschaft ausgetragen wird, beendet einerseits das zweite Saisondrittel 2006 und bildet andererseits den Auftakt zu einem Grand-Prix-Doppelpack: Nur eine Woche später geht die Formel 1 im 1000 Kilometer entfernten Budapest bereits in die nächste Runde.

Das BMW Sauber F1 Team hat sich mit Testfahrten in Jerez und mit weiteren aerodynamischen Neuerungen auf den Hockenheimring vorbereitet. Ein WM-Zähler trennt die Mannschaft derzeit von Platz fünf im Zwischenklassement der Konstrukteurswertung.

Nick Heidfeld:
„Als Heim-Grand-Prix ist der Große Preis von Deutschland natürlich immer etwas Besonderes für mich. Sicher kommen auch viele Fans aus der Schweiz, das war schon immer so. Insofern freue ich mich sehr auf das Publikum in Hockenheim. Der Stimmung kommt auch die einzigartige Stadionatmosphäre im Motodrom zugute.

Mir hat der alte Hockenheimring im Prinzip besser gefallen. Man fuhr mit wenig Downforce für die langen Waldgeraden, und mit diesem Set-up war der hintere, kurvige Teil der Strecke dann sehr schwierig. Das hat mich gereizt. Aber es spricht natürlich viel für die neue Variante: Die Zuschauer sehen mehr, der Kurs ist sicherer, und in der Parabolika gibt es eine sehr gute Überholmöglichkeit. Von der Streckencharakteristik her ist Hockenheim physisch nicht sehr anstrengend. Aber das ändert sich, wenn es dort so heiß ist, wie es schon ein paar Mal der Fall war.“

Jacques Villeneuve:
„Ich habe vor allem an die frühere Strecke gute Erinnerungen. Die aktuelle Variante ist keine ‚Low-Downforce’-Strecke mehr und ähnelt einigen anderen modernen Rennstrecken, auf denen wir fahren. Es gibt ein paar gute Bremszonen und auch Überholmöglichkeiten, was für interessante Rennen sorgt. Es wird wohl sehr heiß sein in Hockenheim. In letzter Zeit waren weder Hitzerennen noch Strecken, die viel Abtrieb verlangen, unsere Stärke. Wir werden unser Bestes geben.”

Robert Kubica:
„Ich kenne diesen Kurs ziemlich gut, weil ich da in meinen Formel-3-Jahren häufig gefahren bin. Deshalb stellt sich die Aufgabe, erst einmal die Strecke kennen zu lernen, dort nicht für mich. Ich hoffe, wir haben produktive Trainings am Freitag. Es wäre auch schön, wenn es etwas kühler wäre. Anscheinend haben wir es dann leichter.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Der Große Preis von Deutschland ist für BMW ein Saisonhöhepunkt. Nicht nur, weil wir als deutscher Hersteller mit einem deutschen Fahrer im Team besondere Aufmerksamkeit genießen. Die Atmosphäre in Hockenheim, vor allem im Motodrom, ist einfach beeindruckend. Zudem hat die aktuelle Streckenführung Überholvorgänge und damit spannende Rennverläufe begünstigt.
Unsere sportlichen Ziele für Hockenheim sind dieselben wie für die zurückliegenden Rennen: Wir streben den Sprung ins Top-Ten-Qualifying an und wollen am Sonntag in die Punkte fahren. Im Ringen um Platz fünf der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft werden wir uns lang machen müssen. Toyota war in Frankreich offensichtlich stark. Wir werden unser Entwicklungstempo halten bzw. sogar noch in der laufenden Saison weiter steigern.

Die beiden BMW P86 Motoren in den Fahrzeugen von Nick und Jacques haben das Hitzerennen von Magny-Cours ohne Probleme weggesteckt und werden in Hockenheim aller Voraussicht nach wieder hohen thermischen Belastungen ausgesetzt sein. Hinzu kommt, dass Hockenheim auch nach dem Umbau weiterhin eine Motorenstrecke ist.“

Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Hockenheim ist eine Strecke mit zahlreichen langsamen und mittelschnellen Kurven, die hohen Abtrieb erfordern. Gleichzeitig gibt es mit der Parabolika einen langen Vollgasabschnitt, wo Höchstgeschwindigkeit gefragt ist. Denn beim Anbremsen der folgenden Spitzkehre bietet sich eine gute Chance zum Überholen. Das setzt neben hohem Topspeed auch eine gute Bremsstabilität voraus. Beim Herausbeschleunigen vor allem aus den langsamen Kurven benötigt man zudem eine gute Traktion.

Oft ist es in Hockenheim sehr heiß, sodass eine effiziente Kühlung gefragt ist. Die Hitze setzt auch den Reifen zu: Blasenbildung ist die große Gefahr, der man mit entsprechenden Gummimischungen entgegenwirkt. Um unsere Performance weiter zu verbessern, treiben wir die Aerodynamik-Entwicklung aggressiv voran. Neben den in Magny-Cours erstmals eingesetzten ‚Nose Wings’ gelangt in Hockenheim ein weiteres neues Aero-Paket zum Einsatz.“

Zahlen und Fakten:
  • Strecke/Datum - Hockenheimring/30. Juli 2006
  • Startzeit (lokal/UTC) - 14:00 Uhr/12:00 Uhr
  • Runde/Renndistanz - 4,574 km/306,458 km (67 Runden)
  • Sieger 2005 - Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1:26.28,599 Stunden
  • Poleposition 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren-Mercedes), 1.14,320 Min
  • Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.14,873 min
  • Bestehender Rundenrekord - Kimi Räikkönen (West McLaren-Mercedes), 1.13,780 Min (2004)
  • Das BMW Sauber F1 Team belegt nach elf von 18 Rennen mit 20 Punkten Rang sechs der Konstrukteursweltmeisterschaft.
Historie und Hintergrund:
Am 29. Mai 1932 wurde als Eröffnungsveranstaltung auf einem nicht asphaltierten Dreieckskurs das erste Motorradrennen in Hockenheim gestartet. 1938 wurde die Strecke zum ovalförmigen „Kurpfalzring“ umgebaut. 1957 wurde erneut modernisiert und auch das Motodrom gebaut. Am 2. August 1970 fand der erste Formel-1-GP statt, es siegte Jochen Rindt. 1977 wurde der Große Preis von Deutschland ins Badische verlegt, lediglich 1985 kehrte er seither noch einmal auf den Nürburgring zurück.

Zu ihrem 70-jährigen Jubiläum präsentierte sich die Rennstrecke 2002 in neuer Form und mit neuem Namen: Der „Hockenheimring Baden Württemberg“ kommt seither ohne die berühmten langen Waldgeraden aus, an denen kein Platz für Zuschauer war. Wo es früher in den Wald ging, biegt das Feld nun scharf rechts ab in den Vollgasabschnitt Parabolika. Er mündet in eine Spitzkehre, die mit extremem Lenkradeinschlag im ersten Gang durchfahren wird. Nach der Haarnadel führt eine Rechts-Links-Rechts-Kombination zurück in das stadionartige Motodrom.

Die Stadt Hockenheim zählt gut 20.000 Einwohner und liegt in der nordbadischen Rheinebene im Bundesland Baden-Württemberg. Die Stadt verfügt über sehr gute Autobahnanbindungen: Die A6 und die A61 sind direkte Zubringer, die A5 ist ebenfalls gut erreichbar.
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Alt 30.07.2006, 18:00     #47
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Wetter: Sonne und Wolken, Niesel zu Beginn 2. Training, 25-28°C Luft, 31-43°C Asphalt

Hockenheim (DEU). BMW Sauber F1 Team Test- und Ersatzfahrer Robert Kubica fuhr am ersten Trainingstag vor dem Großen Preis von Deutschland die Tagesbestzeit. Auch für seine Teamkollegen, die Stammfahrer Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve, verliefen die ersten beiden freien Trainings in Hockenheim störungsfrei.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
1. Training: 3., 1.17,343 min / 2. Training: 1., 1.16,225 min

Heute Vormittag haben wir nicht so viele Informationen bekommen, wie wir wollten, weil die Balance des Autos nicht wirklich gestimmt hat. Wir haben uns dann entschieden, in eine andere Richtung zu arbeiten, und das war sehr gut. Wir waren nicht auf Zeitenjagd, aber trotzdem viel schneller. Das war eine Überraschung. Jetzt sieht alles sehr gut aus. Zum Glück hat uns das Wetter erlaubt, den Reifentest zu wiederholen. Jetzt haben wir eine bessere Vorstellung davon, welche wir wählen sollen.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
1. Training: 14., 1.19,507 min / 2. Training: 21., 1.18,636 min

Weil man mit Regen im zweiten Training rechnen musste, sind wir vormittags etwas mehr gefahren. Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse. Wir hatten einen problemlosen ersten Trainingstag.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: 12., 1.18,972 min / 2. Training: 24., 1.19,113 min

Ich habe Schwierigkeiten mit der Front. Das Auto untersteuert stark, und deshalb gehen die Reifen kaputt. Wir müssen heute Abend noch an der Abstimmung arbeiten. Das erste Training war okay, aber am Nachmittag lief es nicht gut für mich. Ich bin momentan nicht sehr konkurrenzfähig. Aber auf anderen Strecken waren wir freitags mit alten Reifen langsam und samstags mit neuen Reifen gut.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Beim heutigen Training hat wie immer Robert die Hauptarbeit geleistet. Mit dem Ergebnis der ersten Sitzung waren wir nicht zufrieden. Abstimmung und Reifen passten nicht zusammen. Nach einigen Änderungen lief der zweite Durchgang deutlich besser. Die Steigerung hat sich in der schnellsten Rundenzeit ausgedrückt, und auch die Konstanz über mehrere Runden war am Nachmittag in Ordnung. Technische Probleme gab es keine. Der kurze Regenschauer zu Beginn der zweiten Sitzung hat einige Minuten Fahrtzeit gekostet. In Summe sind wir mit dem Ergebnis des heutigen Tages zufrieden.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Der leichte Regenschauer am Nachmittag hat natürlich unsere Arbeit etwas erschwert, dennoch konnten wir recht gute Erkenntnisse gewinnen. Nachdem Robert am Morgen mit der Balance des Autos nicht zufrieden gewesen war, haben wir das Set-up geändert und damit eine deutliche Verbesserung erzielt. Anschließend konzentrierte er sich ganz auf den Reifenvergleich. Mit den Informationen, die wir dabei erhielten, besitzen wir eine gute Basis, um die richtige Entscheidung zu treffen. Nick und Jacques haben beide am Set-up im Hinblick auf morgen gearbeitet.
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Hockenheim (DEU). Der Große Preis von Deutschland wird ein hartes Stück Arbeit für die BMW Sauber F1 Team Piloten. Jacques Villeneuve belegte im Qualifying Rang 14, Nick Heidfeld kam vor dem zweiten Heimrennen des Teams nur auf Platz 16.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
Qualifying: 14., 1.15,329 min (3. Training: 17., 1.17,740 min)

Wir wussten, dass wir nicht besonders schnell sein würden, aber dieses Ergebnis ist enttäuschend, weil meine Runde fehlerfrei war. Die Balance meines Autos war gut, die Abstimmung war gut, aber ich konnte einfach nicht schneller fahren. Wir haben das Auto seit gestern erheblich verbessert. Wie auch immer: Wir müssen definitiv weiter am Motor und am Chassis arbeiten.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
Qualifying: 16., 1.15,397 min (3. Training: 7., 1.16,167 min)

Ich hatte mir zwar etwas mehr erhofft, aber heute nicht damit gerechnet, dass wir ins Top-Ten-Qualifying kommen. Wir sind momentan einfach nicht schnell genug, gleichzeitig ist Bridgestone stärker geworden. Mein Auto hat leicht übersteuert, war aber ansonsten in Ordnung. Ich hatte festgestellt, dass die Reifen hier auf ihrer zweiten Runde besser funktionieren. Deshalb bin ich in meinen jeweils ersten Runden nicht ans Limit gegangen, sondern erst in der zweiten.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Qualifying hat den Eindruck des heutigen Trainings bestätigt: Wir sind hier nicht schnell genug. Offensichtlich haben uns die Restriktionen in der Aerodynamik zurückgeworfen. Wir müssen die Entwicklung in diesem Bereich mit Hochdruck weitertreiben. Zunächst aber gilt die Konzentration dem Rennen. Wir haben die Möglichkeit, die Rennstrategie bzw. die Kraftstoffmenge, mit der wir ins Rennen gehen, anzupassen.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Natürlich sind wir über dieses Resultat enttäuscht, aber ganz überraschend kam das nach dem freien Training von heute morgen nicht. Mit dieser Ausgangslage wird es kein einfaches Rennen. Wir müssen nun versuchen, mit einer optimalen Strategie und hoffentlich guten Starts das Optimum aus unseren Möglichkeiten herauszuholen.
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Alt 30.07.2006, 18:02     #49
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BMW Sauber F1 Team - GP Deutschland - Rennen

Wetter: sonnig und trocken, 32-33°C Luft, 49-51°C Asphalt

Hockenheim (DEU). Beim Großen Preis von Deutschland kam keiner der BMW Sauber F1 Team Piloten ins Ziel. Nick Heidfeld gab nach zehn Runden wegen Bremsproblemen auf, die wiederum die Folge einer Kollision nach dem Start waren. Jacques Villeneuves Rennen endete kurz vor Halbzeit mit einem Einschlag in die Streckenbegrenzung.

Jacques Villeneuve: Unfall in Runde 31
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86

Der Einschlag war ziemlich hart. Nachdem wir die Fahrzeugnase am Ende der ersten Runde gewechselt hatten, hat das Auto stark übersteuert. Ich stand ständig quer. Letztlich habe ich unter diesen Umständen zu viel probiert, und es hat mich erwischt. Ein paar Sekunden vor dem Unfall fuhr ich am Kurveneingang sehr quer. Dann hatte ich wieder Grip und schoss geradeaus.

Nick Heidfeld: Aufgabe nach 10 Runden
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86

Mein Start war durchschnittlich. In der zweiten Kurve konnte ich einige Autos außen überholen, darunter auch Jacques. Ich habe sehr spät gebremst, die Kurve aber trotzdem noch gut erwischt. Dann habe ich einen Schlag hinten rechts gespürt. Danach war der rechte Hinterreifen platt. Ich bin zum Wechseln gefahren. Allerdings hatte die Bremse auch was abbekommen. Das Pedal wurde immer länger. Es war zu gefährlich, weiterzufahren. Hinterher habe ich erfahren, dass Jacques und ich uns berührt haben. Das ist natürlich sehr unglücklich.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Rennen war für unser Team in der ersten Runde praktisch gelaufen. Beide Fahrer waren in den ersten Kurven in eine Kollision verwickelt. Wir konnten beide Autos nach einem Reifenwechsel bei Nick und einem Flügelwechsel bei Jacques wieder auf die Strecke schicken, jedoch in aussichtslosen Positionen. Bei Nicks Fahrzeug waren Bauteile im Bereich der Hinterradaufhängung beschädigt, sodass die Bremswirkung nachließ. Jacques kam nach seinem Stopp nie auf schnelle Rundenzeiten und geriet in der 31. Runde von der Strecke. Das war das Ende eines rundum enttäuschenden Wochenendes. In Budapest müssen wir nun versuchen, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Nach dem Start gab es ein Durcheinander in Kurve 2, bei dem auch unsere beiden Autos beschädigt wurden. An Jacques Wagen mussten wir nach der ersten Runde den Frontflügel austauschen, wenige Sekunden später kam Nick mit einem defekten rechten Hinterreifen rein. Nach dem Wechsel des Frontflügels übersteuerte Jacques Autos stark und war schwierig zu fahren, was letztlich zu seinem Ausritt führte. An Nicks Wagen gab es als Folge des Reifendefekts Schäden im Umfeld. Er beklagte sich über ein weiches Bremspedal, und als sich die Situation weiter verschlechterte, entschieden wir, ihn aus Sicherheitsgründen aus dem Rennen zu nehmen
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Alt 30.07.2006, 18:08     #50
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BMW Sauber F1 Team - GP Ungarn - Vorschau

Großer Preis von Ungarn.

4.-6. August 2006
13. von 18 WM-Läufen

Vorschau.


München/Hinwil, 30. Juli 2006. Kaum waren die BMW Sauber F1.06 nach dem Hockenheim-Rennen wieder in der Garage angekommen, wurden sie auch schon eingepackt, um in den frühen Morgenstunden den Weg ins 1000 Kilometer entfernte Budapest anzutreten. Dort wird am kommenden Sonntag der 13. von 18 WM-Läufen ausgetragen. Die Großen Preise von Deutschland und Ungarn bilden das vierte von insgesamt fünf ‚Doppelpacks’ in der Formel-1-Saison 2006. Und sie bilden Gegensätze: Gilt der Hockenheimring als Motorenstrecke, ist der Volllastanteil auf dem engen und kurvigen Hungaroring der zweitniedrigste der Saison, dafür ist maximaler Abtrieb gefragt.

Nick Heidfeld:
„In Ungarn gefällt es mir sehr gut. Ich mag den Hungaroring, und ich mag Budapest. Es ist eine herrliche alte Stadt mit schönen alten Gebäuden, in der aber immer etwas los ist. Man kann sehr gut ausgehen und essen in Budapest.

Auf dem Hungaroring habe ich 1999 vorzeitig meinen Formel-3000-Titel gewonnen, und den haben wir gleich gebührend gefeiert. Daran erinnere ich mich natürlich sehr gerne. Die Strecke ist neben Monaco die langsamste im Formel-1-Kalender. Es gibt dort jede Menge Kurven und kaum Geraden. Die Streckencharakteristik allein macht das Fahren dort anstrengend, zudem ist es um die Jahreszeit in Budapest meistens sehr heiß. Neben der Ideallinie ist die Strecke immer ausgesprochen staubig. Da kann man leicht Zeit verlieren. Überholen ist äußerst schwierig.“

Jacques Villeneuve:
„Ich habe gute Erinnerungen an die Strecke, immerhin habe ich dort schon gewonnen. Zur Stadt kann ich nicht viel sagen, weil ich immer in meinem Motorhome an der Rennstrecke schlafe. Die Rennen auf dem Hungaroring sind immer sehr lang und physisch anstrengend.

Die Veränderungen, die an der Strecke vorgenommen wurden, sind nicht groß gewesen und haben den Kurs auch nicht interessanter zum Fahren gemacht. Ich bin mir nicht sicher, wie wir dort abschneiden werden. Für mich ist der Hungaroring die Strecke von allen verbleibenden, die mir am meisten Sorge bereitet.“

Robert Kubica:

„Ich bin dort 2001 in meiner ersten Rennsaison Formel Renault gefahren, und der Lauf auf dem Hungaroring war jener, in dem ich erstmals richtig vorn mitfahren konnte. Es ist ein ‘Mickey-Mouse-Kurs’ mit ständigem Bremsen und Beschleunigen. Einen Formel 1 bin ich dort noch nie gefahren.

1997 habe ich dort meinen ersten und letzten Grand Prix als Zuschauer erlebt. Ich habe damals gesagt, dass mir Zuschauen nicht gefällt und ich nie wieder einen GP besuche – es sei denn, ich kann fahren. Es ist lustig: Damals war ich zwölf Jahre alt, und Jacques hat das Rennen gewonnen, jetzt arbeiten wir zusammen. Die Zeiten ändern sich.”

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Zwei Rennen innerhalb von acht Tagen bedeuten immer große Belastungen. Viele Teammitglieder kommen zwischen den Grands Prix gar nicht nach Hause. Ab- und Aufbau, Fahrzeugvorbereitung und Transport finden unter großem Zeitdruck statt. Testmöglichkeiten entfallen.

Bezüglich des Volllastanteils liegt der Hungaroring kaum über dem Niveau von Monaco. Aber wir haben in Budapest schon oft extreme thermische Bedingungen für die Motoren gehabt. In den Senken der Rennstrecke staut sich die Hitze, zudem gibt es keine lange Gerade. Da wird Kühlluft knapp.

Nach den Rennen in Hockenheim und Budapest hat sich die Formel 1 eine Verschnaufpause verdient. Die nächsten Testfahrten finden erst nach dem Großen Preis der Türkei statt.“

Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Auch nach der Umstellung auf die kleineren V8-Motoren verlangt der stark gewundene Hungaroring maximalen Abtrieb. Die Strecke ist jeden Tag aufs Neue sehr sandig, und der Grip-Level ist entsprechend gering. Untersteuern kann die Folge sein. Es wird normalerweise mit weichen Reifenmischungen gefahren.

Bei der Abstimmung muss man sich auf den zweiten Sektor mit seiner Vielfalt an mittelschnellen Kurvenkombinationen konzentrieren. Immer ein Thema stellt in Ungarn die Kühlung dar, was einerseits an der meist sehr hohen Außentemperatur sowie der niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit liegt. Andererseits gibt es auch kaum Überholmöglichkeiten, so dass oft mehrere Autos im Windschatten hintereinander fahren, was der Kühlluftzufuhr nicht zuträglich ist.“

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Hungaroring/6. August 2006

Startzeit (lokal/UTC) - 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz - 4,381 km/306,663 km (70 Runden)

Sieger 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1:37.25,552 Stunden

Poleposition 2005 - Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.19,882 Min

Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.21,219 Min

Bestehender Rundenrekord - Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro 1.19,071 Min (2004)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach zwölf von 18 Rennen mit 20 Punkten Rang sechs der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Historie und Hintergrund:
In der ungarischen Hauptstadt Budapest leben rund 1,7 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl ist rückläufig, 1990 wurden über zwei Millionen Einwohner gezählt. Vor allem die Donau als Handelsstraße, aber auch zahlreiche heiße Quellen haben zum Aufstieg der Stadt beigetragen. Budapest ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes, besitzt zahlreiche Universitäten und Museen.

1873 wurden die bis dahin eigenständigen Städte Buda, Pest und Óbuda vereinigt. Die Kettenbrücke (Bauzeit 1839-49) zwischen dem hügeligen, westlichen Buda und dem flachen, östlichen Pest ist ebenso ein Wahrzeichen der Stadt wie das barocke Königsschloss, das auf der Buda-Seite über der Stadt thront. Das enge Burgviertel und die Uferzone wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Städtebaulich großzügiger präsentieren sich klassizistische Prachtbauten, Grünanlagen und Boulevards auf der Seite der Pest-Ebene.

Der Große Preis von Ungarn wird seit 1986 und somit 2006 zum 21. Mal ausgetragen. Die Strecke wurde wiederholt umgebaut, zuletzt für den GP 2003. Damals verlängerte sich der Kurs von 3,975 Kilometer auf 4,381 Kilometer. Die heutige Variante ist der längste Hungaroring, den es je gab. Selbst die erste Streckenführung (1986 bis 1988) maß nur 4,014 Kilometer. Der Hungaroring liegt etwa 20 Fahrminuten nordöstlich der Innenstadt.
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