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Alt 11.06.2006, 11:26     #31
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BMW Sauber F1 Team - Britischer GP - Training

Wetter: sonnig und trocken, 27-29°C Luft, 44-47°C Asphalt

Silverstone. Mit einer Tagesbestzeit durch Test- und Reservefahrer Robert Kubica und bei strahlendem Sonnenschein verlief der erste Trainingstag in Silverstone erfreulich für das BMW Sauber F1 Team. Auch Jacques Villeneuve, den das Team am Freitag mit dem Schriftzug „Just Married“ auf dem Heckflügel losgeschickt hatte, und Nick Heidfeld kamen problemlos über die Runden.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
1. Training: 3., 1.22,365 min / 2. Training: 1., 1.21,082 min

Der Tag lief gut, wir haben ausgiebig Reifen getestet. Ich denke, unsere Performance sieht nach dem Barcelona-Test in der vergangenen Woche ziemlich gut aus. Wir haben dort gesehen, dass wir über die Distanz stark sind, und das hat sich hier heute bestätigt. Die Reifenwahl wird nicht einfach, aber wir haben viele Daten. Wir werden uns jetzt an die Analyse machen. Die Streckenbedingungen sind völlig andere als bei unserem Test hier vor einem Monat. Die Rundenzeiten waren heute insgesamt nicht super. Wir müssen bei der Reifenwahl bedenken, dass das Grip-Niveau noch steigen wird.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 18., 1.23,750 min

Als ich das erste Mal auf die Strecke fuhr, waren meine ersten beiden Rundenzeiten direkt gut. Meist fängt man langsamer an, insofern ist das viel versprechend. Dann haben wir uns anscheinend die Hinterreifen ruiniert, wir müssen also noch an der Abstimmung arbeiten. Aber ich denke trotzdem, dass wir hier gut zurechtkommen werden.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 20., 1.23,895 min

Es macht viel Spaß, hier in Silverstone zu fahren. Unser freies Training verlief problemlos. Wir werden die Balance des Autos noch verbessern, das Heck ist recht nervös.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein guter erster Trainingstag. Robert hat nicht nur ein riesiges Programm abgespult, sondern auch hervorragende Ergebnisse erzielt. Damit meine ich nicht nur die Tagesbestzeit, sondern auch seinen Beitrag zur Reifenauswahl und zur Fahrzeugabstimmung. Diese Informationen sollten uns eine gute Basis für die Vorbereitung auf Qualifying und Rennen verschaffen.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Es war ein absolut problemloser Freitag. Jacques und Nick haben sich um die Abstimmarbeit für das Rennen gekümmert, basierend auf den Informationen von unserem Test hier in Silverstone im April. Robert hat sich mit der Reifenauswahl befasst und die Long-Runs absolviert. Er hat sehr gute Arbeit geleistet, die uns bei der Abstimmung und Reifenwahl helfen wird.
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Alt 11.06.2006, 11:28     #32
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Wetter: sonnig und trocken, 24-30°C Luft, 31-45°C Asphalt

Silverstone. Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve haben im Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien die Plätze neun und zehn belegt. Damit brachte das junge BMW Sauber F1 Team nach dem Rennen in Australien zum zweiten Mal beide Autos unter die schnellsten Zehn des Qualifyings. Gestartet ist das Team indes noch nie mit beiden Autos innerhalb der ersten fünf Reihen. In Melbourne war Villeneuve nach einem Motorwechsel zurückgesetzt worden.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 9., 1.21,329 min (3. Training 2., 1.21,361 min)

Ich bin zufrieden. Es ist toll, dass wir mit beiden Autos in die Top Ten gefahren sind. Vor allem, wenn man sieht, wen wir hinter uns gelassen haben. Der Eindruck, den wir schon bei den Testfahrten in Barcelona hatten, bestätigt sich hier: Mit den jüngsten Änderungen haben wir einen Schritt nach vorn gemacht.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
Qualifying: 10., 1.21,599 min (3. Training 8., 1.22,229 min)

Ich hatte mir mehr erhofft. Im zweiten Qualifying-Abschnitt war mein Auto schnell, aber zum Schluss hat es aus irgendeinem Grund nicht mehr so gut funktioniert. Das Auto war schwieriger zu fahren als zuvor, und wir haben den letzten Boxenstopp auch eine Runde zu früh gemacht. Meine letzte Runde war einfach nicht gut. Im Rennen einen Podiumsplatz herauszufahren, wäre hart. Aber Punkte sind das Ziel.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Kompliment an das gesamte Team. Zum ersten Mal werden unsere beiden Autos in der Startaufstellung unter den ersten Zehn stehen. Wir haben schon in der vergangenen Woche beim Test in Barcelona festgestellt, dass die Weiterentwicklung des Autos sich in den Rundenzeiten erfreulich niederschlägt. Darüber hinaus hat sich bestätigt, dass wir gerade auf schnellen Kursen gut unterwegs sind. Spannend ist jetzt die Frage, wann diejenigen, die morgen vor uns starten, ihre Tankstopps machen.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Wir haben beide Autos unter die Top Ten gebracht, und zwar nicht einmal knapp. Nach dem zweiten Qualifyingteil hatten wir die Plätze vier und sechs. Das gute Ergebnis von heute ist für mich auch eine Bestätigung der guten Trainingsleistung hier. Wir hatten natürlich gehofft, innerhalb der Top Ten noch etwas weiter nach vorn zu kommen. Aber das hängt letztlich auch von der geladenen Spritmenge ab, da werden erst morgen die Karten aufgedeckt. Das Team hat inklusive beider Fahrer sehr gute Arbeit geleistet.
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Alt 11.06.2006, 16:52     #33
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Wetter: trocken und sonnig, 26-28°C Luft, 41-47°C Asphalt

Silverstone. Das BMW Sauber F1 Team hat in seiner ersten Saison zum zweiten Mal beide Autos in die Punkte gebracht. Nick Heidfeld kam in Silverstone als Siebter ins Ziel, Jacques Villeneuve wurde Achter.

Nick Heidfeld: 7.
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Schnellste Runde: 1.22,706 min in Rd. 43 (sechstschnellste insgesamt)

Mein Start war super. Zwei Autos habe ich sofort überholt und das dritte in der ersten Kurve. Es ist natürlich schön, dass wir mit beiden Autos aus eigener Kraft in die Punkte gefahren sind. Wir haben anscheinend wirklich einen Schritt nach vorn gemacht. Ich hätte Montoya auch sicher hinter mir halten können, zumal ich länger draußen bleiben konnte als er. Er war nur anfangs schneller als ich, weil ich noch mit Untersteuern zu kämpfen hatte. Dann wurde die Balance meines Autos gut. Leider ging dann beim Boxenstopp der erste Gang nicht rein. Das hat Zeit und einen Platz gekostet.

Jacques Villeneuve: 8.
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
Schnellste Runde: 1.22,921 min in Rd. 46 (zehntschnellste insgesamt)

Nico Rosberg ist beim Start an mir vorbeigekommen, weil Juan Pablo Montoya und ich in der ersten Kurve aneinander geraten sind. Ein normaler Rennunfall. Ich war innen, und er verfolgte auf der Außenlinie ein anderes Auto. Er kam auf seiner Linie über die Strecke und konnte mich nicht sehen. Ich bin mit blockierenden Rädern in ihn reingerutscht. Zum Glück ist nichts kaputt gegangen. Dann hing ich drei Viertel des Rennens hinter Nico fest. Er hat leider keinen Fehler gemacht. Es war ein schöner Kampf. Als ich sah, dass er drei Runden vor mir zur Box fährt, bin ich mit den alten Reifen volles Risiko gefahren. Mit beiden Autos in den Punkten zu sein, ohne von Ausfällen profitiert zu haben, freut mich besonders vor meinem Heimrennen in Montréal. Die Leute haben mir gesagt, als Ehemann würde man langsamer. Aber ich denke, das Gegenteil ist der Fall.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wir sind sehr zufrieden, denn es war ein rundum gelungenes Wochenende für unser Team. Nach dem GP Australien haben wir zum zweiten Mal beide Fahrer in die Punkteränge gebracht und zugleich zum vierten Mal in Serie gepunktet. Nick hat sich mit einem exzellenten Start nach vorn katapultiert. Leider gab es bei ihm beim ersten Boxenstopp ein technisches Problem, was ihn einen Platz gekostet hat. Dagegen hat die Boxenmannschaft Jacques bei dessen zweiten Boxenstopp extrem schnell abgefertigt und ihm dadurch einen Platzgewinn beschert. Wir reisen nun mit Zuversicht nach Nordamerika und gehen voller Motivation in die verbleibenden Saisonrennen.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Das war für uns in jeder Hinsicht ein strahlender Tag. Wir sind mit beiden Autos in die Punkte gefahren, und zwar in einem Rennen, bei dem die Top-Teams alle vertreten waren. Nick hatte einen sehr guten Start und konnte Platz sechs lange halten. Beim ersten Boxenstopp haben wir wegen eines Schaltproblems, das wir noch analysieren müssen, einen Platz an Montoya verloren. Jacques hat zu Beginn gedacht, er hätte beim Start sein Auto beschädigt. Das hat kurzfristig für Aufregung gesorgt. Er ist ein sehr starkes Rennen gegen Rosberg gefahren, und mit einer hervorragenden Teamleistung beim zweiten Boxenstopp ist es uns gelungen, ihn zu überholen
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Alt 20.06.2006, 18:16     #34
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BMW Sauber F1 Team - GP Kanada - Vorschau

München/Hinwil, 16. Juni 2006. Auf dem nächsten von der Formel 1 bespielten Feld steht die Fußball-WM etwas weniger im Mittelpunkt: Montréal fiebert dem Großen Preis von Kanada entgegen, der am 25. Juni auf der malerischen Insel im Sankt-Lorenz-Strom ausgetragen wird. Der BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park in der Innenstadt könnte neuer Treffpunkt der Fans werden. Sie freuen sich besonders auf ihren Landsmann Jacques Villeneuve, nach dessen Vater der Circuit Gilles Villeneuve benannt ist. Der Kurs ist schnell, das BMW Sauber F1 Team rechnet sich gute Chancen aus, beim neunten WM-Lauf erneut in die Punkte zu fahren. Zur Vorbereitung wurde drei Tage auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza getestet, dabei wechselten sich Villeneuve, Nick Heidfeld und Robert Kubica am Steuer der BMW Sauber F1.06 ab.

Nick Heidfeld:
„Montréal und Melbourne sind für mich die Grands Prix, zu denen ich am liebsten reise. Unabhängig von der Strecke, gefällt mir die Stadt Montréal sehr gut. Von daher freue ich mich, ein paar Tage früher dorthin zu fliegen.

Die Strecke hat einen speziellen Charakter. Sie ist eine der wenigen Hochgeschwindigkeitsstrecken, die wir noch haben. Es gibt lange Geraden, dazwischen eher langsame Kurven und Schikanen. Die zweite Schikane mag ich besonders. Wenn erst einmal genug Gummi auf dem Asphalt liegt, man also entsprechend Grip hat, und das Auto gut funktioniert, fährt man dort stark über die Randsteine. Gleichzeitig hat die Kurve ein Gefälle, und am Ausgang kommt man recht nah an die Mauer heran.

Momentan denken wir, dass unser Auto auf schnellen Strecken besonders gut ist. Ob das tatsächlich der Fall ist, werden wir vor Ort sehen.“

Jacques Villeneuve:
„Es ist immer schön, nach Montréal zu kommen. Ich habe sehr gute Erinnerungen an meine Heimat. Seit meiner Kindheit habe ich immer mehr Zeit in Europa verbracht und immer weniger Gelegenheit gefunden, Kanada zu besuchen. Umso mehr bedeutet es mir, jedes Jahr anlässlich des Grand Prix zurückzukehren. Ich treffe viele Freunde und natürlich auch meine Familie. Ich versuche immer, mich vor dem anstrengenden Wochenende in einer vertrauten Atmosphäre zu entspannen. Natürlich ist das Interesse der Medien und Fans bei meinem Heimrennen größer, und ich habe viele PR-Termine. Das gehört dazu, und in Montréal macht mir das richtig Spaß. Es ist phantastisch, diese Unterstützung zu spüren. Im Mai haben wir den fünften Geburtstag von meinem Club Newtown in der Innenstadt gefeiert. Da werde ich auf jeden Fall auch mal während des Rennwochenendes vorbeischauen.

Die Schwierigkeit der Rennstrecke ist die hohe Bremsbeanspruchung, wir haben nicht mehr viele derartige Kurse. Weil man dort nicht testen kann, weiß man nie, was einen in punkto Grip, Asphaltqualität und Bodenwellen erwartet. Es sind ja sonst öffentliche Straßen. Ähnlich wie Melbourne ist Montréal da ein Überraschungspaket. Das geringe Grip-Niveau, das Layout, die Bremszonen, die Schikanen und Überholmöglichkeiten führen dazu, dass sich dort ab und an mal einer vergisst und es relativ viele Zwischenfälle gibt. Aber das trägt letztlich mit zur Spannung bei.

Das Wochenende ist etwas Besonderes. Es macht mich stolz, dass alle gern nach Kanada reisen. Das Publikum ist für jeden Fahrer phantastisch. Du kannst aus egal welchem Land kommen, die Fans werden Dich mit Freude begrüßen. Sie sind das ganze Wochenende unterwegs, das ist wie eine Dauerparty. Du kannst die positive Energie richtig fühlen. Die ganze Stadt ist involviert, das ist fast wie in Monaco. Die Einstellung der Leute ist sehr jung und am Puls der Zeit.”

Robert Kubica:
„Für mich steht in Montréal eine weitere Rennstrecke auf dem Programm, die ich noch nicht kenne. Ich habe viel über den Kurs gehört, aber am Freitag werde ich dort das erste Mal eine Runde drehen. Das ist immer eine Herausforderung für mich. Ich muss zunächst die Strecke verinnerlichen, ehe ich mit der eigentlichen Arbeit für das Team beginnen kann. Zum Glück ist mir das in diesem Jahr immer sehr zügig gelungen, und so freue mich sehr auf diese Aufgabe. Ich weiß bereits, dass der Kurs sehr hart zu den Bremsen ist und meine Arbeit für die Reifenauswahl sehr wichtig sein wird.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Beim zurückliegenden Grand Prix hat sich unser junges Team erstmals als vierte Kraft präsentiert. Das war ein toller Erfolg und ist für uns ein ungeheurer Motivationsschub. An diese Leistung wollen wir in Montréal anknüpfen und dort die erste Saisonhälfte positiv abschließen.

Der Große Preis von Kanada ist auf jeden Fall einer der Saisonhöhepunkte. Das liegt nicht nur an der technisch und fahrerisch anspruchsvollen Strecke, sondern auch an der Atmosphäre. Die Menschen begeistern sich für die Formel 1, und auch der Anteil der BMW Fans ist traditionell hoch. Kanada ist ein wichtiger und starker Markt von BMW. Die Region Amerika insgesamt, also die USA, Kanada, Mexiko, Argentinien und Lateinamerika, ist nach Europa der zweitgrößte Absatzmarkt der BMW Group.

Die Lage der Rennstrecke auf der Insel im Sankt-Lorenz-Strom mit den Hinterlassenschaften der Weltausstellung und der Olympischen Spiele ist bestechend. Das Idyll mit dem hohen Baumbestand kann allerdings auch seine Tücken haben, weil das Laub leicht die Kühler verstopft. Die langen Geraden des Circuit Gilles Villeneuve verlangen den P86-Motoren alles ab. Schneller fährt man nur in Monza und in Indianapolis. Nick wird planmäßig mit einem frischen Motor antreten, in Jacques Fahrzeug verbleibt der P86, der ihm bereits in Silverstone gute Dienste geleistet hat.“

Willy Rampf, Technischer Direktor Chassis:
„Das hervorstechende Merkmal der Rennstrecke in Montréal ist traditionell die Bremsbeanspruchung. An der einen oder anderen Stelle wird das 2006 etwas an Relevanz verlieren, weil die Höchstgeschwindigkeiten durch den Wechsel auf die V8-Motoren geringer geworden sind. Aber der Circuit Gilles Villeneuve wird weiterhin die extremste Belastungsprobe für die Bremsen bleiben. Da sind gute Kühlung und umsichtige Beanspruchung seitens der Fahrer gefragt.

Aerodynamisch verlangt der Kurs ein mittleres Abtriebsniveau. Wir haben ein dafür ausgelegtes Aero-Paket mit einem neuen Frontflügel und einem wiederum neuen Heckflügel bereits in Paul Ricard getestet und erneut in der Woche nach dem britischen GP beim Test in Monza. Es bewahrheitet sich, dass 2006 durch die geringere Leistung der V8-Motoren erheblich seltener mit maximalem Abtrieb gefahren wird.

In Montréal gibt es eine gute Stelle zum Überholen, weil nach der Haarnadelkurve eine lange Gerade mit einem harten Bremspunkt folgt. Wichtig ist auch, die Rechts-Links-Kombination vor Start und Ziel moderat anzufahren und nicht zu hart über die Randsteine zu fahren. Es gibt generell relativ wenige und kleine Auslaufzonen. Um in Montréal schnell und sicher über die Runden zu kommen, muss das Fahrzeug sehr präzise reagieren. Selbst kleine Fahrfehler werden nicht verziehen. Auf diese Rennstrecke freut man sich nicht nur, weil sie so anspruchsvoll ist. Sie liegt obendrein noch sehr schön auf der Insel im Sankt-Lorenz-Strom.“


Zahlen und Fakten:
  • Strecke/Datum - Circuit Gilles Villeneuve/25. Juni 2006
  • Startzeit (lokal/UTC) - 13:00 Uhr/17:00 Uhr (19:00 Uhr in Deutschland)
  • Runde/Renndistanz - 4,361 km/305,270 km (70 Runden)
  • Sieger 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1:32.09,290 Stunden
  • Poleposition 2005 - Jenson Button (Lucky Strike BAR Honda), 1.15,217 min
  • Schnellste Runde 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.14,384 min in Runde 23
  • Bestehender Rundenrekord - Rubens Barichello (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.13,622 min (2004)
  • Das BMW Sauber F1 Team belegt nach acht von 18 Rennen mit 17 Punkten Rang fünf der Konstrukteursweltmeisterschaft.
BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park:
Mitten in der quirligen Innenstadt Montréals gastiert der BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park. Der Bell Center-Parkplatz wird gesäumt von den Straßen René-Lévesque Boulevard, De la Gauchetière, De la Montagne und Drummond.

Am Donnerstag um 9:00 Uhr wird der der High-Tech-Themenpark mit Formel-1-Exponaten und interaktiven Computer-Animationen und -Features von Official Corporate Partner Intel eröffnet. Mit dabei: Villeneuve, der den Park mit den ersten Pirouetten des F1-Fahrzeugs einweihen wird, und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sowie Lindsay Duffield (Präsident BMW Kanada), Norman Legault (Präsident des GP Kanada und Bürgermeister der Stadt) und Motorrad-Stuntrider Chris Pfeiffer, der kurz nach Villeneuve eine Kostprobe seiner Kunst geben wird.

Bei den zahlreichen Fahrdemonstrationen am Wochenende wird das F1-Fahrzeug erneut von Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (GBR) bewegt. Den Formel BMW Rennwagen steuert Jonathan Summerton (USA), Chris Pfeiffer seine BMW F 800 S.

Der Zutritt zu dem 5400 Quadratmeter großen Park mit seiner 90 Meter langen Strecke ist kostenlos und für jeden möglich, soweit die Kapazität reicht. Für Medien gibt es eine Fast Lane. Der Park ist am Donnerstag ab 12:00 Uhr für das Publikum geöffnet, Freitag und Samstag ab 10:00 Uhr. Er schließt jeweils um 22:00 Uhr.
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Alt 24.06.2006, 09:37     #35
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BMW Sauber F1 Team - GP Kanada - Training

Wetter: trocken, erst stark bewölkt, später sonnig, 20-24°C Luft, 25-36°C Asphalt

Montréal. Starker Auftakt des BMW Sauber F1 Teams in Montréal: Robert Kubica fuhr am ersten Trainingstag zum Großen Preis von Kanada die Tagesbestzeit. Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve belegten die Positionen neun und zehn.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
1. Training: 1., 1.16,390 min / 2. Training: 1., 1.16,965 min

Wir haben zwei ziemlich gute Dauerläufe gemacht. Sowohl das Tempo als auch die Rundenzeiten waren gut und konstant. Wir sind hier anscheinend stark. Ich habe keine Probleme, mich auf eine für mich neue Rennstrecke einzustellen. Deshalb konnte ich heute früh auch gleich schnell fahren.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 9., 1.18,015 min

Ich bin generell zufrieden, auch mit unseren Positionen. Robert war heute in beiden Sessions Schnellster, und Jacques und ich waren auch beide unter den schnellsten Zehn. Dabei ist die Balance des Autos noch nicht perfekt, es war ziemlich schwierig zu fahren. Im zweiten Training musste ich einen Run wegen eines mechanischen Problems mit der Lenkradwippe abbrechen, sonst wäre ich ein paar Runden mehr gefahren.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 10., 1.18,035 min

Das Auto ist stark. Mit dem relativ geringen Abtriebsniveau ist es nicht ganz einfach zu fahren, und die Strecke ist sehr rutschig. Aber die Rundenzeiten sind gut. Ich bin zuversichtlich für das weitere Wochenende.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein sehr guter erster Trainingstag, an dem Robert sein volles Programm problemlos absolviert hat. Die Tagesbestzeit deutet an, dass wir hier an die starke Leistung von Silverstone anknüpfen können. Nick und Jacques werden morgen von Roberts Abstimmungsarbeit profitieren.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir hier bisher erreicht haben. Die Rundenzeiten von allen drei Fahrern sind gut. Wir hatten auch keine größeren Probleme, die die Zuverlässigkeit beeinträchtigen. Die Fahrzeuge kamen nach dem Test in der vergangenen Woche sehr gut präpariert zur Strecke. Wir konnten praktisch ab der ersten Runde an der Feinabstimmung arbeiten. Das ist auch der starken Leistung des Testteams und der Mannschaft zuhause zu verdanken. Wir freuen uns auf das morgige Qualifying.
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Alt 25.06.2006, 12:42     #36
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BMW Sauber F1 Team - GP Kanada - Qualifying

Wetter: trocken und sonnig, 26°C Luft, 40-46°C Asphalt

Montréal. Nach viel versprechenden Trainings verpasste das BMW Sauber F1 Team in Kanada doch den Einzug in das Top-Ten-Qualifying. Zuvor waren im dritten freien Training nur die beiden Renault schneller gewesen als Jacques Villeneuve und Nick Heidfeld. Am Freitag war Teamkollege Robert Kubica die Bestzeit gefahren. Im Qualifying zu seinem Heimrennen belegte Villeneuve schließlich Platz elf, Heidfeld Position 13.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
Qualifying: 11., 1.15,832 min (3. Training 3., 1.15,554 min)

Die Strecke hat sich aufgeheizt, und wir haben die Balance des Autos verloren. Es hat nicht mehr so funktioniert wie vorher. Das ist sehr enttäuschend, weil wir nun mitten im Gewühl durch die erste Kurve müssen. Wenn das Rennen erstmal richtig im Gange ist, werden wir gut sein. Wir müssen uns nur in der ersten Ecke aus allem Ärger raushalten. Um 18 Tausendstelsekunden haben wir den letzten Teil des Qualifyings verpasst. Das war sehr ärgerlich, wir hatten uns hier wirklich einen Platz unter den Top Ten vorgenommen.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 13., 1.15,885 min (3. Training 4., 1.15,616 min)

Nach den guten Trainings hatten wir uns natürlich bessere Platzierungen erhofft. Die Balance des Autos hat sich stark verändert. Das Auto hat sich bei jeder Runde anders angefühlt, die Outings waren sehr unterschiedlich. Auf meiner letzten Runde hatte ich im ersten Sektor mit Untersteuern zu kämpfen. Ich bin sehr enttäuscht, aber ich blicke nach vorn: Wir waren hier im Training schnell und können noch immer in die Punkte fahren.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach drei starken freien Trainings hatten beide Fahrer im Qualifying Probleme. Mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden, denn wir wollten beide Autos in die Top Ten bringen. Jacques hat dies um 18 Tausendstelsekunden und Nick um sieben Hundertstelsekunden verpasst. Jetzt geht es darum, die richtige Strategie für das Rennen zu wählen, um doch noch Punkte zu holen.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Das war ein schwieriges Qualifying, bei dem wir das gesetzte Ziel nicht erreicht haben. Beide Fahrer haben geklagt, dass die Balance nicht so gut war wie am Vormittag im dritten freien Training. Woran das gelegen hat, müssen wir jetzt analysieren. Wir haben aber im Training gezeigt, dass unsere Leistung bei den Dauerläufen gut war. Das müssen wir im Rennen nutzen, um in die Punkte zu fahren.
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Alt 26.06.2006, 07:30     #37
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Wetter: trocken und sonnig, 29-31°C Luft, 47-49°C Asphalt
Montréal. Für Platz sieben durch Nick Heidfeld bekam das BMW Sauber F1 Team beim Großen Preis von Kanada zwei weitere WM-Punkte. Bis zehn Runden vor Schluss war auch Jacques Villeneuve als Achter auf Kurs für einen WM-Zähler gewesen. Dann rutschte er bei seinem Heimrennen in eine Mauer.

Nick Heidfeld: 7.
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Schnellste Runde: 1.17,454 min in Rd. 52 (siebtschnellste insgesamt)

Der Start war wieder sehr gut. In der ersten Kurve habe ich im Stau gesteckt und musste vom Gas gehen, aber in der zweiten Kurve habe ich noch zwei Autos überholen können. Das war sehr wichtig, sonst wäre ich später aufgehalten worden. Danach habe ich über weite Strecken im Verkehr gesteckt, hinter Felipe Massa und Jacques. Es lag wahnsinnig viel Gummi und Dreck neben der Ideallinie, damit hatten viele Probleme. Mein zweiter Stopp hat super funktioniert, auch die Outlap war gut, und so habe ich einen Platz gewonnen. Ich war zum Schluss schneller als Jarno Trulli, hatte aber nach der letzten Safety-Car-Phase Probleme, die Reifen wieder auf Temperatur zu bekommen. Ich denke, nach einem enttäuschenden Qualifying haben wir im Rennen eine gute Leistung gezeigt.

Jacques Villeneuve: Ausfall Runde 59
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
Schnellste Runde: 1.17,394 min in Rd. 29 (sechstschnellste insgesamt)

Ralf Schumacher fuhr einige Runden sehr langsam, er hatte wohl ein Problem mit seinem Auto. Er wollte mich in einer Kurve vorbeilassen. Er ging vom Gas, und um ihn nicht zu treffen, musste ich einen weiten Bogen fahren und kam auf den Dreck und Gummi. Es war wie auf Eis. Wir waren heute konstant wettbewerbsfähig und haben hart gekämpft. Dann gab es ein Problem bei meinem Boxenstopp, weshalb Nick an mir vorbeikam. Das war sehr schade, schließlich war ich das Rennen über vor ihm gewesen. Die Überrundung von Ralf war dann sehr frustrierend. Dieser Grand Prix ist immer hart, und manchmal geht es schief.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Von ihren Startpositionen 11 und 13 haben sich unsere Fahrer im Verlauf des Rennens in die Punkte vorgearbeitet. Beide Fahrzeuge liefen einwandfrei, und die Strategie hat gestimmt. Es ist sehr schade, dass Jacques in der Endphase des Rennens von der Strecke abkam und damit einen wohlverdienten Punkt verlor. Dennoch können wir ein positives Fazit ziehen: Wir haben erneut gepunktet und unseren fünften Platz in der Herstellerwertung gefestigt.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Dass wir von den Startplätzen 11 und 13 auf den Positionen 7 und 9 aus der ersten Runde zurückkamen, bestätigt erneut die gute Startperformance von Fahrzeug und Fahrern. Es war unsere Strategie, möglichst lange draußen zu bleiben, und wir konnten das Tempo in unserer Gruppe gut mitgehen. Weil Felipe Massa vor uns mit einer Einstopp-Strategie unterwegs war, haben wir etwas Zeit auf Jarno Trulli verloren. Nick ist ein solides Rennen gefahren und Siebter geworden. Jacques wurde leider beim Überrunden von Ralf Schumacher ein Opfer der Streckenverhältnisse. Trotzdem haben wir unseren fünften WM-Platz weiter gefestigt.

Besucherrekord im BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park im Zentrum von Montréal: Von Donnerstag bis Samstag kamen über 41.000 Menschen. Der Hightech-Themenpark wird auch in Monza und Shanghai aufgebaut.
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Montréal/Indianapolis, 25. Juni 2006. Zwei Gemeinsamkeiten haben die Rennstrecken von Montréal und Indianapolis: Beide liegen in Nordamerika, und beide verlangen ein mittleres Abtriebsniveau. Darüber hinaus könnten sie unterschiedlicher nicht sein. 1.400 Kilometer liegen zwischen dem idyllischen Insel-Kurs in Kanada und dem gigantischen Oval in den USA. Die vielen Tonnen Material der Formel-1-Teams legt die Distanz auf Achse und als zentral organisierte Gruppenreise zurück. Noch am Sonntagabend nach dem Rennen machen sich die Trucks auf den Weg zum Indianapolis Motor Speedway, wo am 2. Juli der zehnte von 18 Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2006 ausgetragen wird. Das BMW Sauber F1 Team freut sich auf die Rennstrecke, die den größten Spagat in Abstimmungsfragen verlangt.


Nick Heidfeld:
„Ich freue mich auf den Großen Preis der USA. Indianapolis ist das Mekka des amerikanischen Motorsports. Für uns Formel-1-Fahrer ist es etwas Besonderes, durch diese Steilwand zu fahren. Obwohl das im Grunde natürlich eine einfache Aufgabe ist – man gibt einfach Vollgas.

Wir nutzen ja nur einen Teil des Ovals. Für die Formel 1 wurde für das Debüt im Jahr 2000 extra ein kurviges Streckenstück im Infield gebaut. Im ersten Jahr wusste man nicht, ob es nun insgesamt besser ist, für diesen Abschnitt mit viel Abtrieb zu fahren, oder ob es doch wichtiger ist, auf der Geraden möglichst schnell zu sein und dafür den Flügel ganz flach zu stellen. 2006 wird diese Frage wieder neu gestellt werden, weil wir durch den Wechsel von V10- auf V8-Motoren jetzt um die 200 PS weniger Leistung haben.

Ich bin in Indianapolis immer gut zurechtgekommen. 2001 bin ich da eines meiner besten Rennen gefahren. Da sind mir der erste, zweite und siebte Gang verloren gegangen, und ich bin trotzdem noch als Sechster in die Punkte gefahren.“

Jacques Villeneuve:
„Der F1-Kurs in Indianapolis ist nicht schlecht, aber ich denke, er ist auch nicht so gut, wie er sein könnte. Wenn ich ihn gestalten könnte, würde ich beide Geraden des Ovals einbeziehen, anstatt nur die eine, die jetzt den Beginn der Runde darstellt. Sie ist sehr lang, und man wird weit über 300 km/h schnell. Man fährt nah an der Mauer entlang und muss am Ende stark bremsen. Das unterscheidet die Strecke stark von den anderen. Gegen Ende der Runde biegt man durch einen Knick in die letzte Kurve ein. Sie gehört wieder zum Oval und ist überhöht. Dort sind wir mit 280 km/h durchgefahren, das fühlt sich nicht an wie eine richtige Kurve. Der F1-Kurs in Indianapolis ist schwierig zu fahren, außerdem hat er Bodenwellen, das macht es nicht einfacher.

Es ist immer schön, nach einigen Europarennen nach Indy zu kommen. Auch die Atmosphäre außerhalb des Fahrerlagers ist immer großartig. Für mich ist es ein bisschen wie ein Heimrennen, weil sehr viele kanadische Zuschauer dorthin kommen. Und die US-amerikanischen Fans kennen mich auch gut.”

Robert Kubica:
„Indianapolis bedeutet für mich eine weitere neue Strecke und eine weitere neue Erfahrung. Ich hoffe, dass unsere Autos dort gut funktionieren. Die jüngsten Tests waren sehr positiv, wir alle erhoffen uns viel von den nächsten Rennen und von Indianapolis. Ich bin gespannt darauf, den Brickyard zu sehen, natürlich habe ich schon sehr viel von dieser Strecke gehört. Es wird interessant für mich, erstmals einen Formel-1-Rennwagen in einer Steilwand zu fahren. Mit einem Formel 3 habe ich das schon gemacht. Von anderen Fahrern weiß ich vor allem, dass wir dort über 300 km/h schnell werden und ziemlich nah an der Mauer entlang fahren.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Der Grand Prix der USA läutet die zweite Saisonhälfte ein und ist zugleich die zweite Halbzeit des Übersee-Doppelpacks in Nordamerika. Wir hoffen sehr, dass die amerikanischen Rennsportfans die Enttäuschung von 2005 überwunden haben. Wir wollen ihnen 2006 umso besseren Sport bieten. Gemessen am Absatzvolumen sind die USA der wichtigste Markt für die BMW Group, dort befinden sich auch die größten Produktionsstätten außerhalb Deutschlands.

Indianapolis bedeutet für die BMW P86 Motoren maximale mechanische Belastungen. Auf der Geraden des Oval-Abschnitts geben die Fahrer über 20 Sekunden lang Vollgas. Die stärkste Belastung davon ist die zweite Hälfte, wenn am Ende der Geraden über zehn Sekunden lang mit Volllast im siebten Gang gefahren wird.

Nach unseren guten Vorstellungen in Silverstone und Montréal wollen wir diesen Trend in Indianapolis fortsetzen. Unser Ziel ist es wieder, beide Autos in den dritten Durchgang des Qualifyings zu bringen und im Rennen zu punkten.“

Willy Rampf, Technischer Direktor Chassis:
„Indianapolis ist wegen der überhöhten Kurve einmalig in der Formel 1. Wobei man ‚Turn 1’ eigentlich nicht als Kurve bezeichnen kann. Dieser sanfte Bogen wird mit Vollgas gefahren und bildet mit 1820 Metern die längste Gerade aller Formel-1-Rennstrecken. Deshalb wünscht man sich für diese Passage einen möglichst geringen Luftwiderstand. Aufgrund der sehr breiten Fahrbahn, die unterschiedliche Linien zulässt, wird man hier auch Überholmanöver sehen. Die Erfordernisse für das kurvige Infield sind andere. Dieser eigens für die Formel 1 gebaute Streckenabschnitt ist eine Aneinanderreihung von langsamen Kurven. Hier braucht man eine gute Bremsstabilität und gute Traktion. Der Kontrast zwischen dem Ovalabschnitt und dem Infield ist extrem. Die Abstimmarbeit ist ein Spagat. Letztlich wird man in Indianapolis mit mittlerem Abtrieb fahren, ähnlich wie in Montréal.“

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Indianapolis Motor Speedway/2. Juli 2006

Startzeit (lokal/UTC) - 13:00 Uhr/18:00 Uhr

Runde/Renndistanz - 4,192 km/306,016 km (73 Runden)

Sieger 2005 - Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1:29.43,181 Stunden

Poleposition 2005 - Jarno Trulli (Panasonic Toyota Racing), 1.10,625 min

Schnellste Runde 2005 - Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.11,497 min

Bestehender Rundenrekord - Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.10,399 min (2004)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach neun von 18 Rennen mit 19 Punkten Rang fünf der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Historie und Hintergrund:
  • Der Indianapolis Motor Speedway wurde 1909 als 2,5-Meilen-Oval gebaut. Sein damaliges Ziegelsteinpflaster erklärt den bis heute gebräuchlichen Spitznamen „Brickyard“. 1911 wurde hier erstmals das berühmte 500-Meilen-Rennen ausgetragen.
  • Beim 500-Meilen-Rennen wird im Oval entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die Formel 1 hingegen fährt im Uhrzeigersinn und nutzt nur einen Teil des Ovals. Für die F1 wurde im Jahr 2000 ein enger, gewundener Streckenabschnitt mit elf Kurven im Innenraum gebaut.
  • Die Gerade, Teil des Ovals, ist die längste im GP-Kalender. Auf einer Strecke von 1820 Metern wird rund zwanzig Sekunden lang Vollgas gegeben. Davon wiederum rund zehn Sekunden im siebten Gang.
  • 2006 startet die Formel 1 zum siebten Mal in Folge zum Großen Preis der USA in Indianapolis. Im vergangenen Jahr hatten nur sechs Fahrzeuge teilgenommen – die von Bridgestone bereiften Autos. Die Michelin-Kundschaft hatte wegen Problemen mit der Standfestigkeit der Reifen nicht antreten können.
  • Der erste Grand Prix der USA fand 1959 in Sebring statt und wurde von Bruce McLaren auf Cooper Climax gewonnen. 1960 wechselte die Formel 1 nach Riverside, im Folgejahr dann nach Watkins Glen, wo bis 1980 insgesamt 20 WM-Läufe durchgeführt wurden. Von 1976 bis 1983 trat die F1 zusätzlich acht Mal zum Grand Prix USA-West in Long Beach an. Die Achtziger sahen außerdem zwei F1-Rennen in Las Vegas, eins in Dallas und sieben in Detroit. Von 1989 bis 1991 war Phoenix Austragungsort des GP der USA. Insgesamt starteten Formel-1-Fahrzeuge bisher 49 Mal in den USA.
  • Indianapolis, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana, zählt gut 860.000 Einwohner. Sie ist die zwölftgrößte Stadt der USA. Indianapolis, eine auf dem Reißbrett geplante Stadt, wurde 1821 gegründet.
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Alt 04.07.2006, 18:41     #39
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BMW Sauber F1 Team - GP USA - Training

Wetter: trocken, erst Sonne, dann Wolken, 28-31°C Luft, 40-47°C Asphalt

Indianapolis. Alle drei Fahrer des BMW Sauber F1 Teams sind zuversichtlich für den Großen Preis der USA. Im zweiten freien Training auf dem Indianapolis Motor Speedway fuhr Robert Kubica die zweitschnellste Runde, Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve belegten die Plätze 13 und 16.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
1. Training: 3., 1.13,008 min / 2. Training: 2., 1.12,809 min

Am Vormittag hat die Abstimmung noch nicht gepasst, aber im zweiten Training war sie viel besser. Ich bin drei Longruns gefahren, um zu sehen, wie sich die Reifen verhalten und wie hoch der Verschleiß ist. Wir sind recht schnell. Mit ein paar Aspekten müssen wir uns noch auseinandersetzen, aber es lief im zweiten Training viel besser.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 13., 1.13,725 min

Im ersten Training bin ich keine gezeitete Runde gefahren. Nachmittags haben wir etwas am Auto verändert. Aber das hat sich nicht in der Rundenzeit niederschlagen können, weil ich bei meinem zweiten Outing im Verkehr stecken geblieben bin. Ich habe versucht, freie Fahrt zu finden, indem ich mich habe zurückfallen lassen, das hat aber auch nicht geklappt.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 16., 1.13,857 min

Das Auto ist wettbewerbsfähig, aber die Strecke ist ziemlich rutschig. Wir müssen die Abstimmung noch etwas verbessern, aber wir werden für das Wochenende sortiert sein.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein umfangreicher Trainingstag ohne technische Probleme. Robert hat ein sehr umfangreiches Programm absolviert. Seine Ergebnisse aus dem ersten Training haben wir auf die beiden Einsatzautos übertragen. Nick und Jacques haben auf dieser Basis im zweiten freien Training weiter gearbeitet, während Robert sich in mehreren Longruns auf die Reifenauswahl konzentriert hat. Eine unbekannte Größe für das Wochenende bleibt das Wetter. Für Samstag sind Gewitter angesagt. Unter diesen Bedingungen haben wir weder auf der Strecke noch mit den aktuellen Reifen viel Erfahrung.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Robert hat sich wie üblich auf die Reifenauswahl konzentriert. Wir haben durch die Longruns wirklich sehr gute Ergebnisse erhalten, die uns die Entscheidung erleichtern. Jacques und Nick haben an der Abstimmung gearbeitet. Das ist hier in Indianapolis immer eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Das Infield ähnelt Monaco, die lange Gerade aber Monza. Man muss einen Kompromiss finden, um diese gegensätzlichen Charakteristika unter einen Hut zu bringen.
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Alt 04.07.2006, 18:42     #40
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BMW Sauber F1 Team - GP USA - Qualifikation

Wetter: trocken und sonnig, 29-35°C Luft, 36-53°C Asphalt

Indianapolis. Nach problemlosen Trainings kann sich das BMW Sauber F1 Team über seinen bisher besten Startplatz freuen. Jacques Villeneuve qualifizierte sich für Position sechs. Beide Fahrer schafften mit den Positionen sechs und sieben im zweiten Qualifying-Abschnitt souverän den Einzug in die Schlussphase. Während Villeneuve dann im Top-Ten-Qualifying in die dritte Startreihe vorstieß, rollte Nick Heidfeld mit einem technischen Defekt aus und blieb somit Zehnter.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
Qualifying: 6., 1.12,479 min (3. Training 8., 1.12,327 min)

Ich bin sehr zufrieden. In der zweiten Qualifying-Einheit sah es kurzfristig so aus, als würde es schwierig werden, in die Top Ten zu kommen. Aber es hat gut geklappt. Wir sind sehr dicht an Fernando Alonso dran. Es haben nur ein paar Hundertstelsekunden gefehlt, und wir wären sogar vor ihm gewesen. Das ist schade, aber ich hatte ein paar Fehler auf meiner Runde. Wir haben uns an diesem Wochenende stärker auf die Rennabstimmung als auf das Set-up für das Qualifying konzentriert. Von daher bin ich sehr zuversichtlich für den Grand Prix.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 10., 1.15,280 min (3. Training 4., 1.12,049 min)

Wir waren hier im Qualifying wirklich schnell. Ich lag die meiste Zeit vor Jacques, von daher wäre für mich sicher ein sehr guter Startplatz erreichbar gewesen. Leider ging mein Auto plötzlich aus. Wir wissen noch nicht, warum das passiert ist. Wie ein Motorproblem hat es sich jedenfalls nicht angefühlt. Von daher gehe ich davon aus, dass ich als Zehnter zum Rennen starten werde.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Vom Leistungsniveau her war dies unser bisher stärkstes Qualifying. Im zweiten Durchgang haben wir uns souverän für das Finale qualifiziert, und ein Start aus der dritten Reihe ist unsere bisher beste Ausgangsposition. Nick hatte leider ein Problem im dritten Durchgang, dem wir noch auf den Grund gehen müssen. Auf den Monitoren sieht es nach einem Elektronikdefekt aus. Für das Rennen sollten wir mit beiden Autos gut gerüstet sein.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Für uns war vor allem der zweite Teil des Qualifyings sehr spannend. Nach den guten Leistungen zuvor hatten wir uns entschieden, Nick nur einmal auf eine schnelle Runde zu schicken und einen Reifensatz zu sparen. Das hat funktioniert. Auch Jacques’ Leistung im zweiten Qualifying war sehr gut. So sind wir mit großen Hoffnungen in die dritte Phase gestartet. Jacques konnte unsere Hoffnungen umsetzen. Er steht dort, wo wir ihn heute erwartet haben. Rang sechs ist hervorragend. Nick hätte heute sicher auch noch den einen oder anderen Favoriten hinter sich lassen können.
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