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Alt 03.04.2006, 08:26     #11
Albert   Albert ist offline
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BMW Sauber F1 Team - GP Australien - Training (31.03.2006)

Großer Preis von Australien – Training, Freitag – 31.03.06
Wetter: trocken, bewölkt, Luft 21-23°C, Asphalt 23-27°C

Melbourne (AUS). Im Training zum GP Australien belegten die Fahrer des BMW Sauber F1 Teams die Plätze drei (Robert Kubica), 12 (Jacques Villeneuve) und 15 (Nick Heidfeld).

Robert Kubica:
1. Training: 9., 1.29,576 min / 2. Training: 3., 1.27,200 min

Nach dem Motorproblem im ersten Training lief das zweite gut. Wir haben ein paar gute Aerodynamikveränderungen überprüft und sind viel gefahren, die Rundenzeiten waren konstant. Als ich das letzte Mal draußen war, bin ich etwas aufgehalten worden, sonst wäre meine Rundenzeit sicher noch etwas besser geworden. Aber das spielt in einem freien Training letztlich keine Rolle.

Jacques Villeneuve:
1. Training: 3., 1.28,595 min / 2. Training: 12., 1.28,440 min

Unser Auto ist gut hier. Schwierigkeiten bereitet uns allerdings, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das sollte aber im Qualifying kein Problem sein, weil wir ja inzwischen mehr als eine Runde fahren können, und im Rennen ohnehin nicht. Ich brauche ein schnelles Auto im Rennen! Weil ich einen neuen Motor bekomme, werde ich von weit hinten starten. Das ist natürlich schade, denn Balance und Speed sind gut.

Nick Heidfeld:
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 15., 1.29,053 min

Diese Freitage gefallen mir nicht besonders. Im ersten Training bin ich gerade einmal eine Installationsrunde gefahren, und im zweiten waren es auch nur ein paar Runden. Das Auto war allerdings nicht schlecht und auf jeden Fall besser als die Rundenzeit vermuten lässt. Im zweiten Sektor hatte ich keine freie Fahrt, im dritten waren gelbe Flaggen draußen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Robert musste das erste Training wegen eines Motorschadens nach 13 Runden beenden. Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt der Zuverlässigkeit. Der neue V8-Motor ist noch nicht ausgereift, die Entwicklungszeit war zu kurz. Wir haben unser Problem inzwischen eingekreist: Wir konnten zurückverfolgen, dass zuletzt in der Produktion Toleranzgrenzen überschritten wurden. Im Winter hatten die Testmotoren in identischer Spezifikation problemlos über die Distanz gehalten. Jetzt reagieren wir kurzfristig, indem wir neue Motoren mit ausgesuchten Teilen aus dem Lager aufbauen, die den Soll-Abmessungen am nächsten kommen. Dies ist nach Malaysia passiert, zwei dieser Motoren haben wir hier. In Nicks Auto ist bereits einer davon eingebaut, Jacques erhält den zweiten nach dem dritten Training am Samstag. Dadurch rückt er in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Abgesehen von dem Motorproblem, bin ich recht zufrieden mit unserer heutigen Leistung. Robert hat den Reifenvergleich erledigt und sich außerdem mit der Abstimmung befasst, vor allem hinsichtlich des Qualifyings. Jacques hat sich auf die Rennvorbereitung konzentriert, während bei Nick lediglich Basisarbeit anstand.
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Alt 03.04.2006, 08:27     #12
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BMW Sauber F1 Team - GP Australien - Qualifikation (01.04.2006)

Wetter: Schauer, dann abtrocknend, Luft 16–19°C, Asphalt 15–28°C
Melbourne (AUS). Nachdem Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve im dritten freien Training am Vormittag Bestzeiten gefahren waren, belegten sie im Qualifying zum Großen Preis von Australien die Plätze acht und neun. Villeneuve wird in der Startaufstellung um zehn Positionen zurückgestuft, weil an seinem Fahrzeug vor dem Qualifying der Motor gewechselt wurde.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying : 8., 1.27,579 min (3. Training 1., 1.35,335 min)

Ich bin enttäuscht. Nachdem es heute Morgen und in den ersten beiden Qualifying-Abschnitten so gut geklappt hat, wäre deutlich mehr drin gewesen. Aber ich hatte zum Schluss leider keinen frischen Reifensatz mehr übrig.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
Qualifying : 9., 1.29,239 min (3. Training 2., 1.36,281 min)

Da ich ohnehin zehn Positionen zurück muss, haben wir uns im letzten Qualifying-Abschnitt strategisch verhalten, ich war mit entsprechend viel Kraftstoff unterwegs. Ich bin nur ein paar Runden gefahren, um eine Zeit zu haben. Nachdem Trulli gar nicht fuhr, wurde ich Neunter, werde also von Startplatz 19 losfahren. Im Renntrimm sind wir wirklich schnell, deshalb bin ich weiter optimistisch für morgen. Felipe Massa hat in Malaysia gezeigt, was man erreichen kann, wenn man von so weit hinten in der Startaufstellung kommt.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Zum ersten Mal sind beide Autos in die Top Ten gefahren. Bei Jacques haben wir, wie gestern angekündigt, vor dem Qualifying den Motor gewechselt. Weil er deshalb um zehn Plätze zurückgestuft wird, ist er im Top-Ten-Qualifying nur einmal hinausgefahren, um eine gezeitete Runde zu haben. Doch auch er sollte mit der richtigen Strategie eine gute Chance haben, sich nach vorn zu arbeiten. Nick hat ohnehin eine gute Ausgangsposition.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Beide Autos unter die ersten Zehn gebracht zu haben, ist positiv, auch wenn Jacques wegen des Motorwechsels zehn Plätze verlieren wird. Balance und Handling des F1.06 sind gut. Wir sollten für das Rennen gut positioniert sein.
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Alt 03.04.2006, 08:28     #13
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BMW Sauber F1 Team - GP Australien - Rennen (02.04.2006)

Wetter: trocken, Sonne und Wolken, Luft 18–20°C, Asphalt 25–28°C
Melbourne (AUS). In einem atemberaubenden Großen Preis von Australien brachte das neue BMW Sauber F1 Team nicht nur erstmals beide BMW Sauber F1.06 ins Ziel, sondern auch beide in die Punkte. Nick Heidfeld belegte Platz vier, Jacques Villeneuve Platz sechs.

Nick Heidfeld: 4.
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Schnellste Runde: 1.27,700 min in Rd. 49 (siebtschnellste insgesamt)

Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Wir waren schon im Training ziemlich gut, aber im Rennen waren wir noch besser. Für ein neues Team ist es fantastisch, mit beiden Autos in die Punkte zu fahren. Erst recht, wenn man bedenkt, von wo Jacques gestartet ist. Schwierigkeiten hatte ich allerdings damit, die Reifen nach den Safety-Car-Phasen auf Temperatur zu bringen. Das war vor allem nach der letzten Gelbphase ein Problem, als mich Kimi Räikkönen geradezu überrollt hat. Er hat mich sogar vor Kurve vier leicht touchiert. Ich habe vor Kurve sechs zu spät gebremst und bin etwas neben die Strecke geraten, weil die Vorderreifen immer noch zu kalt waren. So konnte mich Kimi überholen und auch Ralf Schumacher noch – nur wenige Meter, bevor schon wieder die nächsten gelben Flaggen draußen waren. Dank an die Boxenmannschaft, die hat einen super Job gemacht.

Jacques Villeneuve: 6.
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
Schnellste Runde: 1.28,321 min in Rd. 56 (dreizehntschnellste insgesamt)

Wenn man mit einem vollen Tank als 19. losfährt, ist Platz sechs natürlich mehr, als man erwarten konnte. Es war ein gutes Rennen für unser Team. Das einzige Problem, das ich hatte, war, die Reifen nach den diversen Safety-Car-Phasen wieder auf Temperatur zu bekommen. Da müssen wir mal schauen, ob wir das verbessern können.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein turbulentes Rennen mit vielen spannenden Szenen. Wir sind stolz, mit beiden Autos erstmals problemlos in die Punkte gefahren zu sein. Nick war über die gesamte Renndistanz im Vorderfeld dabei. Bei Jacques hat sich gezeigt, dass die Entscheidung richtig war, ihn mit vollem Tank von hinten loszuschicken. Kompliment an das ganze Team – nicht nur an der Strecke, sondern auch in Hinwil und München.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Das Rennen war extrem aufregend und abwechslungsreich. Wir waren mit unterschiedlichen Rennstrategien unterwegs – für Nick waren zwei Stopps vorgesehen, für Jacques, der ja von weit hinten starten musste, nur einer. Beide Strategien haben funktioniert. Bei Nick haben wir den zweiten Boxenstopp in eine Safety-Car-Phase vorgezogen. Weil er noch relativ viel Benzin an Bord hatte, konnten wir im Vergleich zu einigen Konkurrenten einen kurzen Stopp machen. Insgesamt sind wir zufrieden mit der Performance unserer Autos und freuen uns über das gute Ergebnis und die Punkte.
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Alt 14.04.2006, 12:37     #14
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BMW Sauber F1 Team - GP San Marino - Vorschau

München/Hinwil, 14. April 2006. Die Weltreisenden kehren heim: Mit dem Großen Preis von San Marino in Imola beginnt die Europasaison der Formel 1. Kürzere Anreisen erleichtern die Arbeit ebenso wie die Verfügbarkeit der Trucks und Motorhomes mit ihren Werkstätten, Büros und Kantinen.

Das BMW Sauber F1 Team hat in Paul Ricard und Barcelona weitere Testfahrten durchgeführt und wird in Imola mit aerodynamischen Neuerungen am BMW Sauber F1.06 antreten. Die Piloten Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve wollen auf der anspruchsvollen Strecke in Norditalien an ihre guten Ergebnisse von Australien, wo sie die Plätze vier und sechs belegten, anknüpfen.


Nick Heidfeld:
„Der Große Preis von San Marino ist das erste Rennen in Europa, und erfahrungsgemäß gibt es da immer die ersten großen Neuerungen bei den Teams. Auch bei uns wird das im Bereich der Aerodynamik der Fall sein. Ich erwarte nicht, dass diese Veränderungen das Feld komplett durcheinander mischen, aber sie können die Kräfteverhältnisse noch einmal verschieben. Was die Strecke selbst betrifft, stechen zwei Aspekte heraus: Erstens fährt man in Imola sehr hart über die Randsteine und braucht entsprechend ein Auto, das dabei gut liegt. Zweitens ist die Strecke sehr hart zu den Bremsen, fast vergleichbar mit dem Kurs in Kanada. Eine gute Bremskühlung ist von daher sehr wichtig. Wobei sich diese Problematik durch den geringeren Topspeed mit den V8-Motoren etwas reduzieren dürfte. Was die Reiserei angeht, kehrt mit dem Europaauftakt trotz der Testfahrten auch erst einmal etwas Ruhe ein. Ich hoffe sehr, dass wir unsere bislang gezeigten Steigerungen in Imola fortsetzen können.“

Jacques Villeneuve:
„Imola war für uns schon im vergangenen Jahr ein gutes Pflaster. Dort haben wir unser bestes Saisonergebnis geholt. Die Rennstrecke bietet viel Fahrspaß. Allerdings ist es für unsere Motoren der zweite Grand Prix in Folge, von daher werden wir mit Umsicht zu Werke gehen müssen. Der Kurs unterscheidet sich mit seinen Schikanen und Randsteinen sehr stark von den ersten drei Strecken der Saison. Jemanden zu überholen, ist sehr schwierig in Imola. Aber das tut dem Fahrspaß keinen Abbruch.”

Robert Kubica:
„Imola ist eine meiner Lieblingsrennstrecken in Europa. Ich freue mich sehr, dorthin zurückzukehren. 2002 habe ich dort gewonnen, es war das erste Mal, dass ich Formel Renault gefahren bin. Diesmal werde ich leider kein Rennen in Imola fahren, aber ich hoffe, dass ich das Team mit so vielen Daten und Informationen wie möglich aus dem Freitagstraining unterstützen kann. Ich will meine Arbeit gut machen.

Wir werden zum ersten Mal in diesem Jahr auf einem Kurs der alten Machart antreten. Imola hat altmodisch hohe Randsteine, in Bahrain und Malaysia ist alles viel flacher. In Imola muss man über die Schikanen springen. Die Anforderungen sind anders, aber ich mag alle Sorten von Rennstrecken. Die neuen haben großzügigere Auslaufzonen und dergleichen. Ich freue mich auch sehr, wieder nach Italien zu reisen, wo ich fünf Jahre lang gelebt habe. Außerdem komme ich nun mit dem BMW Sauber F1 Team erstmals zu einer Strecke, die ich schon kenne.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Jeder freut sich auf den Beginn der Europa¬saison. Kürzere Reisewege für Mensch und Material und bessere Arbeitsbedingungen im Fahrerlager sind die Gründe. Beim Europa¬auftakt werden die Teams zu Hausbesitzern – erstmals im Jahr werden die Motorhomes aufgebaut. Wir werden ein neues Zuhause haben und freuen uns auf den Einzug. Für den ersten Aufbau des gesamten Formel-1-Dorfes muss eines der kleinsten Fahrer¬lager der Saison herhalten.

In den Fahrzeugen von Nick und Jacques sollen die beiden BMW P86 Motoren verbleiben, die bereits in Australien im Einsatz waren. Das ist nach der kurzen Entwicklungszeit nach wie vor eine Herausforderung. Beide Motoren sind noch auf dem Entwicklungsstand, den wir vor Melbourne realisieren konnten. Und Imola ist ohnehin eine Strecke, die durch hohe Abtriebswerte und Bergauf-Passagen generell eine hohe Beanspruchung an die Motoren stellt.“

Willy Rampf, Technischer Direktor Chassis:
„Nach unserem positiven Resultat in Melbourne wollen wir diesen Schwung in die Europasaison mitnehmen. Dafür hat das Team auch hart gearbeitet. So wird der BMW Sauber F1.06 beim San Marino GP sowohl über eine modifizierte Heckpartie als auch über einen neuen Frontflügel verfügen, was ein Plus an Abtrieb verspricht. Zudem arbeiten wir gemeinsam mit unserem Partner Michelin sehr intensiv daran, die Problematik des Reifenaufwärmens besser in den Griff zu bekommen.

Die Strecke in Imola braucht nicht nur hohen Abtrieb, sondern beansprucht auch die Bremsen sehr stark. Aus diesem Grund verwenden wir maximale Bremskühlung und die entsprechende Brems¬spezifikation. Die Randsteine sind in Imola hoch, und um eine gute Rundenzeit zu erzielen, müssen die Piloten sehr direkt über die Kerbs fahren können. Damit sind das Chassis und die Radaufhängungen hohen mecha¬nischen Belastungen ausgesetzt. Überholen ist generell schwierig, weil die Geraden zwischen den Schikanen nicht lang genug sind, deshalb sind eine gute Startposition und die richtige Rennstrategie besonders wichtig. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, erneut eine starke Leistung zu zeigen.“

Historie und Hintergrund:

In Imola wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die dadurch spezielle Beanspruchung der Nackenmuskulatur erwartet die Fahrer auch in Istanbul und in Interlagos.

Die Motorsporttradition in Imola reicht bis in die 1940er Jahre zurück, damals fanden erste Rennen auf öffentlichen Straßen statt. 1950 erfolgte die Grundsteinlegung für die erste Rennstrecke, auf der ab 1952 gefahren wurde. Am 21. April 1963 starteten erstmals F1-Fahrzeuge in Imola, Sieger dieses nicht zur WM zählenden Rennens wurde Jim Clark auf Lotus. Noch immer gehörten öffentliche Straßen zum Parcours, dies änderte sich erst 1979. Am 19. September 1979 wurde in Imola erneut ein Formel-1-Rennen ohne WM-Prädikat ausgetragen, der Dino Ferrari Grand Prix.

Seit dem 14. September 1980 findet in Imola jedes Jahr ein Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft statt. Die Debütveranstaltung war ein Großer Preis von Italien, seit 1981 trägt die Veranstaltung den Titel Großer Preis von San Marino. Insgesamt fanden in Imola bisher 25 WM-Läufe statt.

Nach den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna am 30. April bzw. 1. Mai 1994 wurde der Kurs einschneidend umgebaut.

Die Rennstrecke heißt seit 1988 Autodromo Enzo e Dino Ferrari Imola. 1970 war der Kurs zunächst Dino Ferrari gewidmet worden, der Name seines Vaters Enzo wurde nach dessen Tod im Jahr 1988 ergänzt.

Die rund 65.000 Einwohner zählende Stadt Imola liegt in der Emilia Romagna und gehört zur italienischen Provinz Bologna. Die traditionsreiche und nur rund 60 Quadratkilometer große Republik San Marino, Namensgeber des Grand Prix, liegt südöstlich von Imola.

Am 15. April 2001 feierte BMW mit Ralf Schumacher und dem Williams-Team in Imola den ersten Sieg nach dem Formel-1-Comeback des Unternehmens zur Saison 2000.

Weiterhin auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für den BMW Sauber F1 Team PIT LANE PARK. Der High-Tech-Themenpark für Fans wird beim folgenden Rennen auf dem Nürburgring erstmals aufgebaut.
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Alt 21.04.2006, 16:14     #15
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Wetter: sonnig und trocken, 22-25°C Luft, 27-31°C Asphalt

Imola (ITA). Die drei BMW Sauber F1 Team Piloten erlebten in Imola bei strahlendem Sonnenschein zwei störungsfreie Trainings zum Europaauftakt der Formel 1. Testpilot Robert Kubica belegte in beiden Trainingssitzungen Platz drei.

Robert Kubica:
1. Training: 3., 1:25.942 min / 2. Training: 3., 1:25.421 min

Das war mein erstes Formel-1-Training in Europa. Ich kannte die Strecke hier in Imola schon, aber eine Schikane und an ein paar Stellen der Belag wurden verändert. Überall, wo die Haftung gering war, wurde das Auto instabil. Wir haben am Reifenvergleich gearbeitet und uns auf Longruns konzentriert, um Daten für den Verschleiß zu erhalten. Wir haben zwei wirklich effektive Trainings gehabt. Ich denke, das Team ist zufrieden mit meiner Arbeit.

Nick Heidfeld:
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 10., 1:26.387 min

Ich bin nur ein paar Runden gefahren, um mich an die Strecke zu gewöhnen. Die Schikane Variante Alta wurde verändert, und ein paar Passagen sind neu asphaltiert. Dort ist der Belag extrem rutschig. Ich hatte mit einem recht nervösen Auto zu kämpfen. Körperlich fühle ich mich heute nicht so wohl, mein Magen ist anscheinend nicht ganz in Ordnung.

Jacques Villeneuve:
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 15., 1:26.797 min

Die Strecke ist sehr rutschig, aber es sieht nicht schlecht aus für uns. Ich denke, wir können uns noch verbessern. Die größte Schwierigkeit liegt im Mangel an Grip. Aber mit der veränderten Schikane und den weiteren neuen Asphaltflächen müssen wir alle zurechtkommen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein guter Trainingstag. Robert hat ein sehr umfassendes Programm absolviert, dabei insbesondere die Reifenmischungen in Longruns miteinander verglichen. Wir haben damit eine solide Datenbasis für die Reifenentscheidung und Fahrzeugabstimmung der beiden Rennfahrzeuge. Auch Nick und Jacques haben die vorgesehenen Runden absolviert. Technische Probleme gab es nicht.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Insgesamt sind wir mit dem ersten Tag zufrieden. Wir haben hier neue Aerodynamikteile an den BMW Sauber F1.06 und auch diesbezüglich viele Daten sammeln können. Jetzt geht es um das Feintuning der Abstimmung.
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Alt 22.04.2006, 16:40     #16
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Wetter: sonnig und trocken, Luft 26°C, Asphalt 37°C

Imola (ITA). Enttäuschendes Qualifying für das BMW Sauber F1 Team: Jacques Villeneuve und Nick Heidfeld verfehlten beide einen Startplatz unter den ersten Zehn beim Großen Preis von San Marino in Imola.

Jacques Villeneuve:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
Qualifying: 12., 1.23,887 min (3. Training 8., 1.24,916 min)

Ich bin sehr enttäuscht. Knapp zwei Zehntelsekunden schneller, und ich wäre Fünfter gewesen. Ich weiß, dass das Auto diese Zeit hergegeben hätte. Meine zweite Runde war gut, aber dann kam die Gelbe Flagge dazwischen. Der Unterschied zwischen Startplatz fünf und zwölf bedeutet im Rennen letztlich, eine Chance auf einen Podiumsplatz oder eben nicht.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
Qualifying: 15., 1.24,129 min (3. Training 15., 1.25,701 min)

Ich wollte unbedingt in die Top Ten fahren, habe alles versucht, und dabei ist mir das Auto hinten ausgebrochen. Ich bin in die Reifenstapel eingeschlagen, am Auto ist leider einiges kaputt. Das Qualifying verlief insgesamt etwas enttäuschend. Nach den Trainings gestern und heute morgen hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl. Aber ich habe mit den neuen Reifen nicht die notwendige Extra-Portion Grip gefunden. Nachdem ich gestern mit Magenproblemen zu tun hatte, geht es mir heute körperlich wieder gut.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das war ein sehr spannendes Qualifying mit engen Abständen. Leider haben wir das begeisternde Finale im dritten Durchgang nur als Zuschauer verfolgt. Jacques fehlte nur gut eine Zehntelsekunde für einen Platz unter den Top Ten, während Nick im gesamten Qualifying nicht auf die erwartete Rundenzeit gekommen ist. Er klagte über mangelnden Grip und hat in der letzten Runde zu viel gewollt. Dabei hat er die Kontrolle über das Auto verloren. Das Wettbewerbsfeld liegt so eng zusammen wie nie zuvor. Zwischen dem fünften Platz und Jacques zwölftem Platz liegen nur 17 Hundertstelsekunden.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Insgesamt hatten wir uns hier mehr erhofft. Dass es bei dieser großen Leistungsdichte schwer werden würde, in die Top Ten zu kommen, war klar. Jetzt geht es darum, die Rennstrategie entsprechend anzupassen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die in den Longruns am Freitag gezeigte Leistung im Rennen abrufen und ein paar Positionen gewinnen können.
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Alt 23.04.2006, 18:25     #17
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BMW Sauber F1 Team - GP San Marino - Rennen

Großer Preis von San Marino – Rennen, Sonntag – 23.04.06

Wetter: sonnig und trocken, Luft 27-28°C, Asphalt 33-43°C

Imola (ITA). Beim Europaauftakt der Formel 1 in Imola kamen die Piloten des BMW Sauber F1 Teams nicht über die Plätze zwölf und 13 hinaus.

Jacques Villeneuve: 12.
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
Schnellste Runde: 1.25,438 min in Rd. 53 (achtschnellste insgesamt)

Das war nicht sehr aufregend heute. Bei meinem ersten Boxenstopp gab es eine Verzögerung. Wir waren insgesamt nicht so wettbewerbsfähig, wie ich erwartet hatte. Wie auch immer: Die Balance war gut, von daher wären auch ein paar schnellere Runden drin gewesen. Mein Start war schlecht, aber dann bin ich ganz gut durch die erste Kurve gekommen. Für das nächste Rennen werden wir einen neuen Motor bekommen, das sollte uns erheblich helfen. Und das ist wichtig, schließlich starten wir in Deutschland.

Nick Heidfeld: 13.
BMW Sauber F1.06-03/BMW P86
Schnellste Runde: 1.25,996 min in Rd. 53 (zwölftschnellste insgesamt)

Das war ein enttäuschendes Rennen für uns. Ich hatte erwartet, dass unser Tempo im Rennen höher sein würde, aber das war leider nicht der Fall. Mein Start war okay, aber Positionen habe ich trotzdem keine gewinnen können. Vor allem hatte ich zu wenig Grip. Beim zweiten Boxenstopp haben wir die Frontflügeleinstellung und den Reifendruck etwas verändert. Der letzte Stint lief etwas besser, aber insgesamt war heute nichts zu holen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
An diesem Wochenende lief es für uns nur im freien Training richtig gut. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen konnten beide Piloten nicht die Rundenzeiten fahren, die wir erwartet hatten. Nur im letzten Rennabschnitt hat Jacques phasenweise das Tempo der Führenden erreicht. Beim ersten Boxenstopp von Jacques gab es ein Problem mit zwei Radmuttern. Das hat 15 Sekunden gekostet, aber auch ohne dieses Missgeschick wäre er nicht in die Punkte gekommen. Auf der Habenseite ist zu verbuchen, dass erstmals gleichzeitig beide Motoren ihr zweites Rennwochenende absolviert und diese Prüfung bestanden haben.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Unser durchschnittliches Renntempo heute war nicht auf dem Stand, den wir erwartet hatten. Nach den zweiten Stopps waren beide Fahrer schneller und auch eher zufrieden mit der Balance der Fahrzeuge. Im Mittelteil allerdings waren wir klar zu langsam. Diese Schwankungen müssen wir analysieren. Bei Jacques erstem Boxenstopp gab es zudem ein Problem – zwei klemmende Radmuttern haben uns viel Zeit gekostet.
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Alt 29.04.2006, 09:07     #18
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BMW Sauber F1 Team - GP Europa - Vorschau

Großer Preis von Europa, Nürburgring. 5. – 7. Mai 2006 5. von 18 WM-Läufen

Vorschau.

München/Hinwil, 28. April 2006. Das BMW Sauber F1 Team fiebert seinem Heimrennen entgegen, dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Ehe dort am 7. Mai der fünfte Lauf zur FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft 2006 ausgetragen wird, steht noch einiges auf dem Programm: Der BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park wird eröffnet, außerdem werden den Fans Taxifahrten mit den F1-Piloten auf dem Grand-Prix-Kurs geboten, und mit der Formel BMW Deutschland geht auch der Nachwuchs wieder vor den Augen seiner Vorbilder an den Start.

Bei Testfahrten in Silverstone in der Woche nach dem Großen Preis von San Marino konzentrierte sich das Team indes auf die technische Vorbereitung der BMW Sauber F1.06. In England kamen alle drei Piloten – Nick Heidfeld, Jacques Villeneuve und Robert Kubica – zum Einsatz.

Nick Heidfeld:
„Auf dem Nürburgring zu fahren, ist für mich immer etwas ganz Besonderes. Dieses Rennen ist mein persönlicher Heim-Grand-Prix. Der Ring liegt Mönchengladbach am nächsten, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Am Nürburgring habe ich als Dreijähriger Fahrrad fahren gelernt. Mein Vater ist mit meinen beiden Brüdern und mit mir oft zum Ring gefahren. Im Winter sind wir sogar auf der Nordschleife Schlitten gefahren. Mit acht Jahren bin ich am Nürburgring zum ersten Mal Kart gefahren. Das sind sehr schöne Kindheitserinnerungen. Und ich bin auch eine Menge Rennen auf dem Nürburgring gefahren. In der Formel Ford, Formel 3, Formel 3000 und schließlich Formel 1. Ich habe jedes einzelne sehr genossen und in der Eifel auch schon einige Rennen gewonnen. Im vergangenen Jahr habe ich dort meine erste Formel-1-Poleposition geholt und bin im Rennen Zweiter geworden. So ein Erfolg vor heimischem Publikum, das war natürlich super. Ich empfinde mein Heimrennen überhaupt nicht als unangenehmen Druck. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich riesig auf die Unterstützung dort. Nirgendwo sehe ich so viele Fans.“

Jacques Villeneuve:
„Der Nürburgring gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsstrecken, obwohl ich dort in der Vergangenheit schon viele gute Ergebnisse geholt habe. Ich habe dort 1996 meinen ersten und 1997 meinen bisher letzten GP-Sieg erzielt. Im vergangenen Jahr war der Große Preis von Europa für mich eines der schwierigsten Rennen der ganzen Saison. Seit dem Umbau des ersten Streckenabschnittes liegt mir der Ring nicht mehr, wahrscheinlich am wenigsten von allen F1-Kursen. Trotzdem hoffe ich sehr, dass wir dort gute Resultate erzielen. Zumal das Rennen im Heimatland von BMW stattfindet. Ich habe immer davon geträumt, dass wir unser Rennen mal auf der Nordschleife austragen könnten. Bislang bin ich sie noch nie selbst abgefahren, die Gelegenheit hat sich nie ergeben. Aber ich stelle sie mir großartig vor.”

Robert Kubica:
„Ich freue mich auf die zweite europäische Rennstrecke. Ich kenne den Nürburgring. Vor allem natürlich den GP-Kurs, aber ich bin auch schon Runden auf der Nordschleife gefahren. Das Wochenende wird sicher interessant, zumal es unseren ersten Einsatz in Deutschland darstellt. Es ist gut für das Team, im Heimatland von BMW anzutreten. Auf dem Nürburgring wird der Pit Lane Park eröffnet. Von daher werde ich außer meinen Trainingseinsätzen am Freitag auch Samstag und Sonntag mehr zu tun haben. Ich werde das alles genießen, und ich hoffe, wir erzielen bessere Resultate als zuletzt in Imola.

Die Strecke selbst mag ich nicht besonders, aber sie hat einige schöne Passagen, vor allem die schnellen Kurven gefallen mir. Man braucht ein Auto, das überall gut ist – in den schnellen Kurven ebenso wie in den langsamen und in den Schikanen, der Nürburgring verlangt diese Vielseitigkeit.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Die beiden in Deutschland ausgetragenen Formel-1-Rennen haben für BMW naturgemäß eine besondere Bedeutung. Auf dem Nürburgring hat BMW über Jahrzehnte grandiose Rennerfolge gefeiert. Der Nürburgring ist ein Paradebeispiel dafür, eine historische Rennstrecke zu erhalten und gleichzeitig moderne Streckenarchitektur umzusetzen. Dort herrscht eine ganz spezielle Rennatmosphäre.

Volllastanteil und Topspeed liegen auf dem Nürburgring im Mittel der Grand-Prix-Kurse. Was dort alle Motoren beeinflusst, ist die Höhenlage von gut 600 Metern über dem Meeresspiegel. Aufgrund der abnehmenden Luftdichte sinkt die Motorleistung um etwa ein Prozent pro hundert Meter über NN. Nachdem in Imola beide Motoren nach zwei Rennwochenenden ins Ziel gekommen sind, werden Jacques und Nick mit frischen und modifizierten BMW P86 Motoren an den Start gehen. Die Grundschnelligkeit des Autos ist vorhanden. Wenn wir es schaffen, diese umzusetzen, haben wir eine Chance, in der Eifel in die Punkteränge zu fahren.

Für den Nürburgring haben wir noch etwas Besonderes im Gepäck. Dort feiert der BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park seine Premiere. Dieser High-Tech-Erlebnispark ist sozusagen ein Stück Boxengasse mitten unter den Zuschauern; ein Abenteuerplatz, auf dem die Fans die Formel 1 hautnah erleben können. Dies wird etwas Spezielles werden; etwas, das die Fans in der F1 noch nie gesehen haben.“

Willy Rampf, Technischer Direktor Chassis:
„Die beiden zurückliegenden Rennen haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Reifen optimal zu nutzen, um das Potenzial des Autos voll ausschöpfen zu können. Der Streckenbelag auf dem Nürburgring bietet viel Bodenhaftung, zudem ist der Gummiabrieb nicht extrem, sodass wir relativ weiche Reifen verwenden. Die Autos neigen hier zum Untersteuern. Das ist der Hauptaspekt, den wir bei der Fahrzeugabstimmung beachten müssen. Das kann durch die entsprechende Aero-Balance oder mittels mechanischer Abstimmung kompensiert werden. Wir haben in der Woche nach dem San Marino Grand Prix bei Tests in Silverstone in diese Richtung gearbeitet. Angesichts der aktuell herrschenden Leistungsdichte im Mittelfeld muss alles optimal passen, insbesondere zum Erreichen einer guten Startposition.“

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach vier von 18 Rennen mit zehn Punkten Rang fünf der Konstrukteursweltmeisterschaft.

BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park:
Anlässlich des diesjährigen GP öffnet der Pit Lane Park erstmals seine Pforten. Die 5400 Quadratmeter (120 x 45 Meter) große Anlage mit einer 90 Meter langen Strecke bietet Formel 1 zum Anfassen. Bei der Auslegung des High-Tech-Themenparks für Besucher stand Disney World beratend zur Seite. Das Angebot für bis zu 16.000 Besucher pro Tag umfasst:
  • in den Garagen der Boxengasse ausgestellte Showcars,
  • die Möglichkeit, sich im Rennoverall ablichten zu lassen,
  • zahlreiche technische Ausstellungsstücke,
  • die Teilnahme an einem interaktiven Formel-1-Quiz,
  • das Aufstellen von Mannschaften, um bei der Pit Stop Challenge selbst Hand anzulegen,
  • Fahrten im Simulator,
  • einen BMW Sauber F1 Team Merchandising-Shop,
  • die Speaker’s Corner, in der Piloten den Fans mehrmals am Wochenende direkt Rede und Antwort stehen,
  • wiederholte Fahrten des Formel-1-Rennwagens sowie eines Formel BMW auf der Strecke – auf dem Nürburgring gesteuert von Dirk Müller bzw. Sebastian Vettel.
  • Der Eintritt ist kostenlos und für all jene möglich, die entweder ein Ticket für den jeweiligen Veranstaltungstag am Nürburgring haben oder aber einen BMW Fahrzeugschein nebst Autoschlüssel.
  • Am Donnerstagabend um 19 Uhr beginnt die offizielle Eröffnungsfeier des Pit Lane Parks mit BMW Motorsport Direktor Mario Theissen und den Fahrern des BMW Sauber F1 Teams. Hierzu sind auch die Medien sowie alle Besitzer eines FIA-Formel-1-Passes eingeladen.
  • Weitere Einsätze des Pit Lane Parks sind in Barcelona, Silverstone, Montréal, Monza und Shanghai geplant.

Öffnungszeiten des Pit Lane Parks am Nürburgring:
Donnerstag - 10:00-14:00 Uhr
Freitag - 10:00-19:00 Uhr
Samstag - 10:00-19:00 Uhr
Sonntag - 10:30-14:30 Uhr


Historie und Hintergrund:

Viele Erfolgskapitel der BMW Motorsport-Geschichte wurden auf dem Nürburgring geschrieben: Darunter 18 Gesamtsiege (inklusive acht Doppelsiegen) beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, der letzte dieser Reihe gelang 2005 mit dem BMW M3 GTR. 2003 feierte BMW mit Partner WilliamsF1 einen Formel-1-Doppelsieg in der Eifel.

Als Partner der Nürburgring GmbH unterhält BMW am Fuße der legendären Nordschleife ein Testcenter, das nach dreijährigem Umbau eines der modernsten überhaupt darstellt. Der wohl bekannteste Stützpunkt des BMW Fahrertrainings mit seinem umfangreichen Angebot für sicheres und sportliches Fahren ist ebenfalls am Nürburgring zu Hause. In der Nürburgring Erlebniswelt im Start- und Ziel-Bereich befindet sich die weltweit einzige permanente Rennwagenausstellung von BMW. Im Wortsinne erfahren kann man die Faszination Nordschleife als Passagier des BMW Ring-Taxis – der 507 PS starke M5 wird von Routiniers wie Hans-Joachim Stuck, Sabine Schmitz oder Claudia Hürtgen gesteuert.

2006 startet zum 36. Mal ein Formel-1-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Die erste Streckenvariante wurde am 18./19. Juni 1927 eröffnet. Am 29. Juli 1951 gastierte die Formel 1 erstmals zum Großen Preis von Deutschland in der Eifel. Ende der 50er Jahre und in den frühen 70er Jahren zog der GP Deutschland vorübergehend auf die Berliner Avus bzw. nach Hockenheim um. Der schwere Feuerunfall Niki Laudas am 1. August 1976 brachte das endgültige Aus für die legendäre Nordschleife als Formel-1-Kurs.

An den meisten Tagen des Jahres kann man heute auf der Nordschleife gegen Gebühr im Privatwagen oder mit dem eigenen Motorrad Runden drehen.

Am 12. Mai 1984 wurde der neue Nürburgring eröffnet. Seither startete die Formel 1 in der Eifel zehn Mal zum Großen Preis von Europa, zwei Mal zum GP von Luxemburg (1997 und 1998) und ein Mal (1985) zum Großen Preis von Deutschland.

Von 1999 bis 2001 erfolgte die Modernisierung des Start- und Zielbereiches inklusive eines neuen Boxengebäudes und Pressezentrums.

2002 wurde die Mercedes-Arena fertig gestellt. Der stadionartige Streckenteil verlängerte den Kurs um rund 600 Meter.

Im Rahmen des Formel-1-GP-Europa 2006 startet die Formel BMW Deutschland zu ihren Läufen fünf und sechs. In der Formel BMW, mittlerweile in vier Championaten (Asien, Deutschland, England, USA) ausgetragen, pilotieren Teenager hochmoderne Monoposto mit 140 PS starken BMW Motoren.
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Alt 06.05.2006, 08:31     #19
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BMW Sauber F1 Team - GP Europa - Training

Wetter: sonnig und trocken, 20-23°C Luft, 33-40°C Asphalt

Nürburg (DEU). Die ersten Trainings zum Großen Preis von Europa verliefen zwar störungsfrei für das BMW Sauber F1 Team, aber mit der Fahrzeugbalance waren die Piloten auf dem Nürburgring noch nicht zufrieden.

Robert Kubica:
1. Training: 3., 1:32.852 min / 2. Training: 8., 1:33.991 min

Für mich liefen die Trainings ganz gut. Wir haben uns auf Longruns konzentriert. Wir wollten sehen, wie sich die Reifen im Rennen verhalten. Nachdem wir in Imola Schwierigkeiten hatten, wollten wir herausfinden, welcher Reifen über die Distanz der beste ist. Die Entscheidung ist nicht einfach. Aber wir sind viele Runden gefahren und haben viele Daten gesammelt. Es ging ja heute nicht um Bestzeiten. Zumindest waren die Rundenzeiten ziemlich konstant. Es könnte besser sein, aber im Vergleich zu den dritten Fahrzeugen der anderen Teams sieht es nicht so schlecht aus. Jetzt wollen wir noch eine Menge verbessern.

Nick Heidfeld:
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 20., 1:35.308 min

Wir hatten zwar keine technischen Probleme, aber die Balance meines Autos war nicht gut. Das Heck war sehr unruhig. Aber gut: Wir sind heute gefahren, haben jetzt diese Erkenntnisse und Daten, und für morgen müssen wir das Auto verbessern.

Jacques Villeneuve:1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 24.,1:35.688 min
Ich bin nicht ganz sicher, wo wir wirklich stehen, weil auf meiner letzten Runde sehr viel Verkehr war, ich hatte keine freie Fahrt. Jedenfalls rutscht das Auto sehr stark, wir müssen noch viel tun, um eine gute Abstimmung hinzubekommen. Es wäre verfrüht, sich jetzt schon Sorgen deswegen zu machen. Aber heute waren wir nicht gut genug.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Robert hat das vorgesehene Programm absolviert. Auch seine Zeiten waren in Ordnung. Nick und Jacques jedoch waren mit der Abstimmung ihrer Autos noch überhaupt nicht zufrieden. Jetzt müssen wir die gesammelten Daten der drei Autos abgleichen, um für das morgige Training die entsprechenden Änderungen vorzunehmen.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Wir sind mit unserer heutigen Performance nicht zufrieden. Von der Rennvorbereitung konnten wir nur einen Teil abarbeiten, die Balance der Autos stimmt noch nicht. Wir werden uns morgen auf Abstimmung und Reifenvergleich konzentrieren. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.
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Alt 07.05.2006, 10:15     #20
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BMW Sauber F1 Team - GP Europa - Qualifikation

Wetter: sonnig und trocken, Luft 21°C, Asphalt 37-39°C

Nürburg (DEU). Jacques Villeneuve hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Europa für die vierte Startreihe qualifiziert. Nick Heidfeld verpasste auf dem Nürburgring den Einzug in das Top-Ten-Qualifying und belegte Platz 15.

Jacques Villeneuve:
Qualifying: 8., 1.31,542 min (3. Training 4., 1.31,531 min)

Ich hatte mir schon vorgenommen, es ins Top-Ten-Qualifying zu schaffen und sogar auf etwas mehr als Platz acht gehofft. Wir haben uns diesmal bei der Abstimmung auf das Qualifying konzentriert und starten dadurch weiter vorn. Ich denke, wir können es in die Punkteränge schaffen, aber wir müssen das Fahrverhalten über die Distanz abwarten. Giancarlo Fisichella war anscheinend sehr verärgert, und ich weiß nicht genau, weswegen. Für mein Gefühl war ich vor ihm und habe versucht, ihm Platz zu machen. Vielleicht habe ich ihn etwas aufgehalten, aber ich hätte nicht gedacht, dass er so dicht hinter mir war. Ich werde zu ihm gehen und mit ihm sprechen, da war keine Absicht dahinter.

Nick Heidfeld:
Qualifying: 15., 1.31,422 min (3. Training 15., 1.32,773 min)

Ich bin natürlich unzufrieden mit meiner Rundenzeit und meiner Position. Das Auto war nicht schlecht. Ab Mitte der Runde hat es etwas untersteuert, der Grip war insgesamt nicht ideal, aber so genau weiß ich selbst noch nicht, warum ich keine bessere Zeit geschafft habe. Wir hatten definitiv nicht solche Schwierigkeiten wie in Imola oder hier am Freitag.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Qualifying war erneut ein Thriller. Auch wenn die Zeitabstände nicht ganz so eng waren wie vor zwei Wochen in Imola. Jacques war in allen drei Durchgängen schnell und konnte damit auf einen sehr guten achten Startplatz vorfahren. Nick kam im zweiten Durchgang nicht so gut zurecht, hat über die gesamte Runde Zeit eingebüßt und hatte so keine Chance, in die Top Ten vorzustoßen. Für Nick bedeutet dies, dass wir die Rennstrategie anpassen können. Technisch liefen beide Fahrzeuge einwandfrei.

Willy Rampf (Technischer Direktor Chassis):
Insgesamt sind wir mit unserer Leistungsfähigkeit heute zufrieden. Jacques hat eine gute Vorstellung gezeigt. Bei der aktuellen Leistungsdichte ist es schon ein Erfolg, wenn man überhaupt ins Top-Ten-Qualifying einzieht. Und Position acht ist eine gute Ausgangsposition für das Rennen morgen mit einer realistischen Chance auf Punkte. Nick war im ersten Abschnitt des Qualifyings gut unterwegs, in der zweiten Viertelstunde ist ihm dann leider keine perfekte Runde gelungen. Bei den geringen Zeitabständen entscheidet das gleich über mehrere Startreihen.
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