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Alt 12.07.2005, 06:20     #1
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BMW Night Vision und Fernlichtassistent. Besser fahren bei Dunkelheit (Pressemappe)

Inhaltsverzeichnis.

BMW Night Vision und Fernlichtassistent. Besser fahren bei Dunkelheit. (Kurzfassung)

(Ge)Fahren bei Nacht. Fußgänger, Tiere und Objekte als Risiko.

Nachtsichttechnologien im Vergleich: FernInfraRot (FIR) vs. NahInfraRot (NIR).

BMW Night Vision. Wärmebild zur Erkennung von Personen, Tieren und Objekten.

Fernlichtassistent. Automatisierte Schaltung des Fernlichts.

Geändert von Albert (12.07.2005 um 06:29 Uhr)
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Alt 12.07.2005, 06:21     #2
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BMW Night Vision und Fernlichtassistent. Besser fahren bei Dunkelheit. (Kurzfassung)
  • Zwei neue Fahrerassistenzsysteme erhöhen Sicherheit und Komfort bei Nachtfahrten.
  • Mit der Wärmebildkamera von BMW Night Vision werden Personen, Tiere und Objekte bei Nacht frühzeitig erkannt.
  • BMW setzt als erster Premiumhersteller in Europa FernInfraRot (FIR)-Technlogie ein – FIR ist nach wissenschaftlichen Studien für die Erkennung von Lebewesen bei Nacht am besten geeignet.
  • Der Fernlichtassistent schaltet automatisch Fernlicht an und aus. Mehr Fahrten mit Fernlicht, keine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer, Entlastung des Fahrers, mehr Sicherheit.
München. Fahren bei Dunkelheit zählt zu den besonders anstrengenden und überdurchschnittlich risikobehafteten Fahrsituationen. BMW entwickelt seit Jahren innovative Technologien, die den Fahrer bei Nachtfahrten mit entlasten und trägt damit gleichzeitig dazu bei, die allgemeine Verkehrssicherheit zu verbessern.

Mit den neuen Fahrerassistenzsystemen BMW Night Vision und Fernlichtassistent können BMW Fahrer in Zukunft bei Nacht und in der Dämmerung noch vorausschauender fahren. Kritische Situationen können früher als bisher erkannt und das Fahrverhalten darauf abgestimmt werden. Zusätzlich zu einem deutlichen Sicherheitsgewinn entlastet es den Fahrer, wenn potentiell kritische Situationen frühzeitig erkennbar sind und redundante Bedienvorgänge vermieden werden. Der Fahrer erlebt so einen deutlichen Komfortgewinn.

BMW Night Vision: Innovative Infrarot-Technologie für mehr Sicherheit in der Dunkelheit. Entlastung des Fahrers und aktiver Partnerschutz.

Eine Wärmebild-Kamera erfasst einen Bereich bis zu 300 m vor dem Fahrzeug. Das daraus erzeugte Bild am zentralen Monitor stellt Objekte um so heller dar, je mehr Wärme von der Kamera registriert wird. Damit sind Menschen (Fußgänger am Straßenrand) und Tiere (Wildwechsel) die hellsten Bereiche des Bilds – und gleichzeitig jene wichtigen Punkte, auf die man sich bei verantwortungsbewusstem Fahrverhalten besonders konzentriert. BMW Night Vision bietet dem Kunden auf Strecken über Land, in engen Gassen, Hofeinfahrten und dunklen Tiefgaragen einen besonderen Nutzen und erhöht spürbar die Sicherheit bei Nachtfahrten.

BMW Ingenieure haben sich aufgrund von Vergleichsstudien für die innovative FernInfraRot-(FIR-)Technologie entschieden, da sie dem Ziel, Menschen, Tiere und Objekte bei Nacht zu erkennen, am besten gerecht wird. Wissenschaftliche Studien belegen ebenfalls, dass FIR gegenüber NahInfraRot (NIR) für diese Aufgabe die geeignetere Technologie darstellt. Neben prinzipbedingten Vorteilen von FIR hat BMW die Technologie mit eigenen Funktionalitäten erweitert. So wird der Bildausschnitt dem Straßenverlauf nachgeführt (Panning) und entfernte Objekte können vergrößert dargestellt werden (Zoom). Aktiviert/Deaktiviert wird BMW Night Vision ganz einfach über einen Taster neben dem Lichtschalter. BMW Night Vision ist voraussichtlich ab 4. Quartal in der 7er Reihe verfügbar.

Fernlichtassistent: Mehr Fahrten mit Fernlicht, Entlastung des Fahrers.

Mit dem ab September 2005 im BMW 5er, 6er und 7er erhältlichen Fernlichtassistent registriert ein in der Innenspiegelhalterung integrierter Kamerasensor das Verkehrsgeschehen und steuert selbsttätig das Ein- und Ausschalten des Fernlichts. Das Scheinwerferlicht und das Rücklicht von Fahrzeugen sowie die Umgebungsbeleuchtung der Straße werden dabei vom System erkannt. Das Fernlicht schaltet sich bei Abwesenheit von vorausfahrendem und entgegenkommendem Verkehr ein, sofern die Straße nicht ausreichend beleuchtet ist. BMW bietet als erster europäischer Premium-Hersteller ein solches System an.

Eine wissenschaftliche Studie in den Vereinigten Staaten hat ergeben, dass das Fernlicht sehr selten genutzt wird, obwohl es in vielen Situationen möglich und sogar wünschenswert wäre. Der Fernlichtassistent leistet einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, dass das Fernlicht öfters benutzt wird. Außerdem verhindert er, dass andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden, wenn der Fahrer zu spät oder gar nicht abblendet. Zugleich entlastet er den Fahrer und erhöht dadurch den Komfort. Im Summe bringt der Fernlichtassistent einen Zugewinn an Sicherheit.

Xenon-Licht, Adaptives Kurvenlicht, Fernlichtassistent, BMW Night Vision:
BMW Initiative für sicheres und entspanntes Fahren bei Nacht.


BMW Night Vision und Fernlichtassistent sind der aktuelle Höhepunkt einer Initiative von BMW, das Fahren in der Nacht für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen und dem Fahrer mehr Komfort zu bieten. Das deutlich mehr Leuchtkraft und Leuchtweite liefernde Xenon-Licht machte dabei im Jahr 1991 den Anfang (Bi-Xenon für Abblend- und Fernlicht in 2001), es folgte das Adaptive Kurvenlicht in 2003, dessen horizontal schwenkbare Scheinwerfer den Straßenverlauf deutlich besser ausleuchten.

BMW Fahrerassistenzsysteme:
Intelligente Entlastung des Fahrers, aber keine Entmündigung.


Aufgabe der BMW Fahrerassistenzsysteme ist es, den Fahrer in bestimmten Situationen zu unterstützen, ohne ihn dabei aus der Verantwortung zu entlassen. Der Fahrer ist und bleibt der alleinige „Herr im Haus“. Fahrerassistenzsysteme dienen einerseits dazu, den Fahrer über mögliche Gefahren besser zu informieren bzw. frühzeitig zu warnen. Andererseits sollen sie ihn entlasten, indem sie ihm einfache, wiederkehrende Aufgaben abnehmen. Generell ist ein Plus an Information im Straßenverkehr wünschenswert: Bis zu 50 Prozent aller schweren Unfälle sind auf die fehlende rechtzeitige Information des Fahrers zurückzuführen. Eine lineare Erhöhung der Informations-Quantität ist aber nicht zielführend. Es geht darum, wichtige Informationen qualitativ aufbereitet und im richtigen Moment zur Verfügung zu stellen. Neben einer Erhöhung der Sicherheit für Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer sollen BMW Fahrerassistenzsysteme vor allem auch die Freude am Fahren erhöhen.
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Alt 12.07.2005, 06:22     #3
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(Ge)Fahren bei Nacht. Fußgänger, Tiere und Objekte als Risiko.

Nachtfahrten: Doppelt so hohes Unfallrisiko wie bei Fahrten am Tag.


Dass Nachtfahrten ein großes Gefahrenpotenzial beinhalten zeigt ein Blick in die Unfallstatistik: So geschehen in Deutschland knapp 50 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle in der Nacht, obwohl durchschnittlich 75 Prozent aller Wegstrecken am Tag zurückgelegt werden. Damit ist das Unfallrisiko in der Nacht doppelt so hoch wie am Tag. In den USA herrschen ähnliche Verhältnisse: Bei 28 Prozent Anteil an der Gesamtfahrleistung geschehen 55 Prozent aller tödlichen Unfälle in der Nacht. Aber auch die gesamteuropäische Unfallstatistik spricht für die intensive Beschäftigung mit dem Thema „Fahren bei Nacht“. Schätzungen zufolge werden in Europa ca. 560 000 Personen bei Dunkelheit verletzt und ca. 23 000 getötet.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: schlechte oder stark eingeschränkte Sichtverhältnisse auf Landstraßen, Hindernisse oder enge Kurven, die mit dem Abblendlicht zu spät erkannt werden, unrichtige Geschwindigkeits- und Distanz-Einschätzung aufgrund fehlender Orientierungspunkte für das Auge, die Fahrt ins „schwarze Loch“ durch die Scheinwerfer des Gegenverkehrs, allenfalls verschärft durch nasse, spiegelnde Straßen – um nur einige Beispiele anzuführen.

Personen (und Tiere) sind in der Dunkelheit besonders gefährdet.

Der dunkel gekleidete Jogger in der Dämmerung, der unzureichend ausgeleuchtete Radfahrer in der Nacht: Das erhöhte Unfallrisiko für Fußgänger stellt eines der größten Sicherheitsprobleme bei Dunkelheit dar. Auch hier ist das statistische Bundesamt eindeutig: Über 25 000 Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern geschehen jährlich in Deutschland während der Nacht.

Ziel: Frühzeitiges Erkennen von Personen und Objekten bei Dunkelheit jenseits des Scheinwerferkegels.

Insgesamt machen Zahlen, Erkenntnisse und Erfahrungen deutlich, dass es gerade beim Thema „Fahren bei Nacht“ Lösungen bedarf, um das Unfallrisiko zu reduzieren. Sicher trägt die öffentliche Hand eine ganz wesentliche Verantwortung, wenn es darum geht die Straßen mit verbesserter Beleuchtung, Markierung und Beschilderung sicherer zu gestalten. Allerdings birgt auch das Fahrzeug selbst ein erhebliches Potenzial in sich. Dazu müssen Technologien genutzt und auf den spezifischen Einsatz im Fahrzeug angepasst werden. Ziel der Fahrerassistenzsysteme ist es, konkret das Erkennen von „gefährlichen“ bzw. „gefährdenden“ Situationen zu ermöglichen.

Dabei bergen ohne Zweifel Fußgänger, Tiere und Objekte am Fahrbahnrand oder auf der Fahrbahn – vor allem dann, wenn sie sich außerhalb des Lichtkegels befinden – die größten Gefahren. Sie gefährden nicht nur sich selbst, sondern stellen für andere Verkehrsteilnehmer gleichermaßen ein Risiko dar.

Fahrerassistenzsysteme zur Erhöhung der Sicherheit bei Nacht sind also vor allem dann sinnvoll, wenn sie dazu beitragen, Personen, Tiere und Objekte bei Nacht zu erkennen, um frühzeitig vor ihnen zu warnen. BMW Night Vision und Fernlichtassistent besitzen genau für diesen Einsatzzweck ein besonders großes Wirkungspotenzial.

Fahrerassistenzsysteme bieten keine allumfassende Sicherheit.

Fahrerassistenzsysteme wie Fernlichtassistent und BMW Night Vision können keine allumfassende Sicherheit bieten. Dies zu versprechen wäre irreführend und es ist wichtig, dass ihr Potenzial richtig verstanden wird. Sie informieren den Fahrer besser als zuvor und machen Gefahren erkennbar, greifen aber nicht selbständig in das Verkehrsgeschehen ein. Die Entscheidung trifft immer der Fahrer. Fahrerassistenzsysteme funktionieren wie ein aufmerksamer Beifahrer, der nach dem Prinzip „Vier Augen sehen mehr als zwei“ dem Fahrer die Erkennung potenziell kritischer Situationen erleichtert.

Sind Fahrerassistenzsysteme vom Fahrer aktiviert, begleiten sie ihn kontinuierlich. Ihre Funktion ist es, den Handlungsspielraum des Fahrers zu erhöhen, so dass sie ein Plus an Sicherheit bieten. Dieses Plus kann aber entscheidend sein: So erzielt BMW Night Vision durch die große Reichweite (bis zu 300 m) bei 100 km/h einen Zeitgewinn von bis zu 5 Sekunden gegenüber der Erkennbarkeit von Objekten mit Fernlicht. Der Fahrer ist also im Idealfall, bei bereits eingeschaltetem Fernlicht, 5 Sekunden früher als bisher über eine mögliche Gefahrensituation informiert.

Allein schon das Bewusstsein zusätzlicher Sicherheit entlastet den Fahrer während einer anstrengenden Nachtfahrt und ermöglicht somit eine komfortable, gelassene Fahrt.

Xenon-Licht, Adaptives Kurvenlicht, Fernlichtassistent, BMW Night Vision: BMW Initiative für sicheres und entspanntes Fahren bei Nacht.

BMW Night Vision und Fernlichtassistent sind der aktuelle Höhepunkt einer Initiative von BMW, das Fahren in der Nacht für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen und dem Fahrer mehr Komfort zu bieten. Das deutlich mehr Leuchtkraft und Leuchtweite liefernde Xenon-Licht machte dabei im Jahr 1991 den Anfang (Bi-Xenon für Abblend- und Fernlicht in 2001), es folgte das Adaptive Kurvenlicht in 2003, dessen horizontal schwenkbare Scheinwerfer den Straßenverlauf deutlich besser ausleuchten. Xenon-Licht ist inzwischen für alle Modelle lieferbar und gehört bei einigen BMW Modellen sogar schon zur Serienausstattung, Adaptives Kurvenlicht ist für fast alle BMW Modelle als Sonderausstattung verfügbar. Die Einführung von Fernlichtassistent und BMW Night Vision ist der konsequente nächste Schritt auf dem Weg von BMW, mehr Sicherheit und Komfort ins Dunkel zu bringen.

Mehr Sicherheit ist auch Kundenwunsch.

Jeder verantwortungsbewusste Autofahrer ist an einem Maximum an Sicherheit interessiert. Daher ist BMW Night Vision auch alles andere als eine bloße technische Fingerübung: Eine Studie in den USA ergab, dass über 80 Prozent der Befragten ein Night-Vision-System wollen, wenn sie nach wünschenswerten Features im Auto gefragt werden, mit welchen die Sicherheit gesteigert werden kann.

In einer anderen, ebenfalls in den USA durchgeführten Studie wurde der Fernlichtassistent unter den zu erwartenden neuen Technologien im Auto am höchsten bewertet – basierend auf einer Beschreibung der Funktion und des zu erwartenden Preises.
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Alt 12.07.2005, 06:25     #4
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Nachtsichttechnologien im Vergleich: FernInfraRot (FIR) vs. NahInfraRot (NIR).

Night Vision: zwei unterschiedliche Technologien am Markt.


Nachtsichtgeräte für den militärischen und zivilen Gebrauch existieren bereits seit geraumer Zeit. Zwei Technologien stehen einander aktuell gegenüber: NahInfraRot (NIR) und FernInfraRot (FIR). NIR und FIR unterscheiden sich zunächst durch das technische Verfahren, mit dem das Vorfeld des Fahrzeugs erfasst und in eine Bildinformation für den Fahrer umgesetzt wird:
  • NIR strahlt das Vorfeld des Fahrzeugs mit einer Infrarot-Lichtquelle an. Das von Objekten, der Straße und von Personen reflektierte Licht wird von einer Infrarot-Kamera aufgenommen, in einem Prozessor in ein Bild umgewandelt und auf einem Bildschirm dargestellt.
  • Bei FIR registriert eine Wärmebildkamera direkt die Abstrahlungswärme von Objekten und Personen, was eine separate Lichtquelle am Fahrzeug überflüssig macht. Diese Informationen werden dann ebenfalls über einen Prozessor in eine bildhafte Darstellung umgewandelt und am Bildschirm angezeigt.
FIR für den Einsatz im Fahrzeug besser geeignet.

Beide Technologien unterscheiden sich vor allem in der Art und Weise, wie Informationen aus der Umgebung am Bildschirm visualisiert werden. BMW hat sich bei Night Vision für ein weiterentwickeltes System auf Basis der FIR-Technologie entschieden. Dabei fiel die Wahl nach intensiven Systemvergleichen und direkten Vergleichsstudien auf FIR, da FIR dem Anspruch am besten gerecht wird, frühzeitig Personen und Objekte bei Dunkelheit am Bildschirm zu erkennen. FIR konzentriert sich dabei auf die wichtigsten Informationen und verzichtet auf ablenkende Details.

Prinzipielle Vorteile für FIR.

Die BMW Techniker erkannten zunächst prinzipbedingte Vorteile. So übertrifft die Reichweite von FIR basierten Night-Vision-Systemen jene anderer Techniken um bis zu 200 Prozent, NIR etwa erfasst im Wesentlichen nur den Bereich des konventionellen Fernlichts. Aufgrund der stärkeren Wärmeabstrahlung von Personen (Fußgänger, Radfahrer) und Tieren (Wildwechsel) gegenüber anderen Objekten (Gebäude, ruhender Verkehr, Straßenschilder etc.) betont die Darstellung des Wärmebilds die potenziell risikobehafteten Situationen im Straßenbild – mithin also genau jene Punkte, auf die BMW Night Vision die Aufmerksamkeit lenken will. An der Schnittstelle zum Fahrer bedeutet die symbolhafte Darstellung des Wärmebilds im Monitor eine Reduktion der Gesamtinformation und damit eine nochmalige Betonung der potenziell kritischen Punkte.

BMW nutzt als erster europäischer Premiumhersteller FIR-Technologie und entwickelt sie für mehr Kundennutzen weiter.

BMW hat die FIR-Technologie für den Einsatz im Fahrzeug weiterentwickelt und um einige nützliche Funktionen erweitert. Die verwendete Kamera hat mit 36 Grad einen deutlich größeren Aufnahmewinkel als die anderer Systeme (zwischen 12 und 18 Grad). Zusätzlich wird der am Monitor dargestellte Bildausschnitt dem Straßenverlauf bzw. dem Lenkwinkel nachgeführt (Panning). Des Weiteren ist für höhere Fahrgeschwindigkeiten ein digitaler Zoom aktivierbar, der weiter entfernte Objekte am Bildschirm vergrößert darstellt. Schließlich können im iDrive Menü Helligkeit, Kontrast und Bildschirmdarstellung individuell an die Wünsche des Fahrers angepasst werden. Aktiviert/Deaktiviert wird BMW Night Vision über einen Taster neben dem Lichtschalter.

Auch die Wissenschaft spricht eine klare Sprache.

In den einzelnen Technik- und Nutzenbereichen lassen sich die beiden Systeme NIR und FIR noch weiter voneinander abgrenzen. Dieser Systemvergleich geht im Kern auf eine Studie des Transportation Research Institute der University of Michigan (UMTRI) zurück, die im Dezember 2004 veröffentlicht wurde. UMTRI ist eine der führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Transport und Verkehr, zu den Partnern von UMTRI zählen führende Automobilhersteller, aber auch zahlreiche namhafte Unternehmen der Zulieferindustrie. UMTRI hat einen wissenschaftlichen Vergleich von FIR- und NIR-Night-Vision-Systemen durchgeführt und dabei das Erkennen von Personen mit Hilfe dieser Systeme in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt.
  • FIR besteht aus weniger Bauteilen. Durch den Entfall der Lichtquelle des NIR-Systems bestehen FIR-Systeme aus weniger Bauteilen.
  • Mit FIR sieht man „weiter“: FIR-Systeme haben eine Reichweite von etwa 300 m, NIR im Schnitt 150 m. Entsprechend waren auch die Distanzen, auf die Personen von den Probanden der Studie erkannt wurden, bei FIR signifikant größer. Im Schnitt der UMTRI Untersuchung wurden Personen bei FIR auf einer Distanz von 165 m erkannt, bei NIR auf 59 m.
  • FIR lässt sich nicht „blenden“: NIR-Systeme sind empfindlich gegenüber Scheinwerfern des Gegenverkehrs, Ampellicht, Straßenbeleuchtung und stark reflektierenden Oberflächen wie Verkehrsschildern. Da NIR-Systeme Lichtwellen als Basis ihrer Bildinformationen verwenden, erscheinen besonders lichtintensive Objekte in der Nacht am Bildschirm auch grell, blitzen auf oder stellen sich als diffuser Lichtschein dar. Das gilt auch für die Lichtquelle des NIR-Systems, wenn sie von einem anderen NIR-System erfasst wird. NIR-Systeme sind demnach anfällig gegen Blendung. Umgekehrt zeigen FIR-Systeme nur Objekte die Wärme abstrahlen, und hier umso heller, je intensiver sie dies tun. In der Regel sind dies Menschen und Tiere, die dann auch markant abgehoben vom sonstigen Verkehrsgeschehen dargestellt werden.
  • FIR: Reduktion auf das Wesentliche. NIR-Systeme liefern ein vollständiges Abbild der jeweiligen Verkehrssituation. Das verzögert aber die Erkennung einer Person innerhalb dieses Gesamtbilds. Für andere Einsatzzwecke mag daher NIR besser als FIR geeignet sein, nicht aber für den Einsatz im Fahrzeug zur Erkennung von Personen. Aufgrund der symbolhaften Darstellung in FIR-Systemen (etwa vergleichbar einem Foto-Negativ) werden Informationen von NIR-Systemen von den Nutzern zunächst schneller verarbeitet, weil die FIR-Informationen als unnatürlich und als schwer zu verstehen empfunden werden. Nach einer Eingewöhnungsphase kehrt sich das um, die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit bei der Erkennung von Personen und Tieren wird bei FIR-Systemen höher.
Night Vision ersetzt nicht den Blick auf die Straße!

Night-Vision-Systeme entlasten den Fahrer durch Hinweise. Keinesfalls ersetzen sie den konzentrierten Blick auf die Straße; ebenso wenig sind solche Systeme allumfassend und machen die Beachtung aller Risiken und Gefahren des Straßenverkehrs überflüssig. Auch beeinflussen die Witterungsverhältnisse die Qualität der Bildausgabe – sowohl bei FIR als auch bei NIR. Regentropfen oder Nebel filtern beispielsweise Infrarotlicht, wodurch sich das Bild verschlechtert.

Bei der Benutzung von Night-Vision-Systemen sollte man sich immer den klar abgegrenzten Einsatzzweck vor Augen führen. So argumentiert UMTRI: „So, wie sich der Verkehr und die Unfälle in der Nacht darstellen, sollten Night-Vision-Systeme vor allem die Erkennbarkeit von Personen, Radfahrern und Tieren erhöhen.“
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Alt 12.07.2005, 06:26     #5
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BMW Night Vision. Wärmebild zur Erkennung von Personen, Tieren und Objekten.

BMW Night Vision auf Basis der FIR-Technologie ist ein rezeptives System, das die empfangene Wärmeabstrahlung von Personen, Tieren und Objekten als Quelle der Bildinformation nutzt. Das System wird modular in die vorhandene Elektronik-Umgebung des Fahrzeugs integriert. Lediglich zwei zusätzliche Hardware-Bauteile sind erforderlich: Kamera und Steuergerät. Der notwendige 8,8 Zoll-Monitor für die Anzeige wird in Verbindung mit dem Navigationssystem Professional verbaut.

BMW Night Vision Ferninfrarot-Kamera.

Die Wärmebild-Kamera ist im vorderen Stoßfänger links an einer eigenen Kamerahaltung verbaut. Diese wird durch schlagfestes Glas und ein feines Gitter geschützt. Die parallel zur Scheibenreinigung geschaltete Kamerareinigungsdüse sorgt immer für klare Sicht; bei Außentemperaturen unter + 5 Grad wird das Sichtfenster beheizt.

Die Kamera arbeitet mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel und einer Reichweite von etwa 300 m, der Bildsensor erfasst die Abstrahlungswärme von Personen und Gegenständen im Wellenbereich von 8–14 m. Bei Geschwindigkeiten unter 80 km/h ermöglicht der große horizontale Öffnungswinkel der Kamera von 36 Grad, nicht nur die Straße sondern auch ihre Randbereiche und die Umgebung (Kinder, Wildwechsel) zu erkennen.

BMW Night Vision Steuergerät.

Das Steuergerät empfängt die Daten von der Kamera und setzt sie in eine Bilddarstellung auf dem zentralen Monitor um. In Abhängigkeit von den Außenverhältnissen wird das Bild elektronisch aufgehellt bzw. verdunkelt.

Bei mittlerer Fahrgeschwindigkeit beträgt der am Monitor dargestellte Ausschnitt 24 Grad, gleichzeitig schwenkt dieser Bildausschnitt mit dem Straßenverlauf mit – bis zu 6 Grad nach links oder nach rechts. Gesteuert wird dieses so genannte Panning u. a. durch den Parameter „Lenkeinschlag der Räder“. Ab einer höheren Geschwindigkeit kann ein digitaler Zoom aktiviert werden, der weiter entfernte Objekte im Verhältnis 1,5:1 vergrößert darstellt.

Anzeige über Bordmonitor.

BMW Night Vision liefert dem Fahrer das Nachtsichtbild als kontrastreiche Schwarz-Weiß-Darstellung auf dem zentralen Monitor im Armaturenträger. Eine Anzeige über Head-Up-Display wurde bei BMW in Erwägung gezogen. Versuche haben allerdings gezeigt, dass die Überlagerung der realen und der virtuellen Bildinformation Irritationen verursacht und somit nicht optimal ist.

Grundbedienung über Schalter, Feinsteuerung über iDrive.

BMW Night Vision wird über einen Taster neben dem Lichtschalter ein- und ausgeschaltet. Über ein iDrive Menü können Panning und Zoom aktiviert/deaktiviert werden. Ebenso hat der Fahrer hier die Möglichkeit, Helligkeit, Kontrast und wahlweise Fullscreen/Splitscreen-Darstellung am Monitor zu wählen.

Voraussichtlich ab 4. Quartal 2005 im BMW 7er verfügbar.

BMW Night Vision wird voraussichtlich ab 4. Quartal im BMW 7er als Sonderausstattung angeboten werden. Die Erweiterung auf andere BMW Modellreihen ist geplant. BMW Night Vision wird es auch als Nachrüstlösung aus dem Original BMW Zubehörprogramm für alle BMW 7er ab Modellüberarbeitung geben.

BMW Night Vision steht am Anfang einer Entwicklung.

Wie bei der Einführung anderer Innovationen wird es auch bei BMW Night Vision noch mehrere Entwicklungsschritte geben. Das neue System ist eine deutliche Verbesserung zur Erkennung kritischer Situationen bei Nachtfahrten. Es kann aber dem Anspruch nicht gerecht werden, eine allumfassende Sicherheit bei Nacht zu bieten. Es entbindet den Fahrer nicht von seiner Verantwortung.

Ein Forschungsschwerpunkt für die Zukunft liegt darin, dass Night-Vision-Systeme kritische Situationen im Gesamt-Verkehrsgeschehen selbsttätig identifizieren und über verschiedene Bordanzeigen vor ihnen warnen. Erste Schritte in Richtung der so genannten Objekterkennung gibt es bereits, die Performance entspricht jedoch momentan noch nicht den Anforderungen, die BMW und BMW Kunden an ein derartiges System stellen. Die Fehlerquote der Objekterkennung ist heute noch deutlich zu hoch, womit der Fahrer eher genervt denn entlastet wird. Erst dann, wenn solche Systeme den BMW Anforderungen entsprechen, werden diese bei BMW in Serie gehen.
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Alt 12.07.2005, 06:27     #6
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Fernlichtassistent. Automatisierte Schaltung des Fernlichts.

Fernlicht wird in der Praxis selten benutzt und nicht immer rechtzeitig wieder ausgeschaltet.


Leider wird in der Praxis das Fernlicht sehr selten genutzt, obwohl es in vielen Situationen viel häufiger möglich und sogar angebracht wäre. Eine wissenschaftliche Studie in den Vereinigten Staaten im Auftrag des US Verkehrsministeriums hat ergeben, dass das Fernlicht nur etwa in 25 Prozent der Fälle, in dem ein Einsatz möglich wäre, tatsächlich auch eingeschaltet wird. Das permanente Ein- und Ausschalten des Fernlichts ist – ähnlich wie bei den Scheibenwischern – eine lästige und repetitive Tätigkeit. Die Idee lag also nahe, das Potential des Fernlichts mit Hilfe intelligenter Technik weiter auszuschöpfen und den Fahrer gleichzeitig zu entlasten.

Weiterhin haben Studien auch ergeben, dass bei Fahrten mit Fernlicht oftmals nicht rechtzeitig wieder abgeblendet wird, wodurch andere Verkehrsteilnehmer unnötig geblendet werden. Auch diese Situationen lassen sich mit intelligenter Technik wirkungsvoll vermeiden.

Häufigere Nutzung des Fernlichts, keine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer, Entlastung des Fahrers.

Der Fernlichtassistent leistet einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, dass das Fernlicht öfter und richtig benutzt wird. Zugleich entlastet er den Fahrer und erhöht dadurch den Komfort. Im Summe bringt der Fernlichtassistent einen deutlichen Zugewinn an Sicherheit.

Der Fernlichtassistent optimiert den Einsatz des Fernlichts präzise auf jene Fahrsituationen, in welchen Fernlicht erlaubt und erwünscht ist. Dadurch erhöht sich insgesamt die Zeit, in der das Fernlicht eingeschaltet ist. Auch wird sichergestellt, dass das Fernlicht rechtzeitig abgeblendet wird und andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Für den Fahrer bedeutet der Fernlichtassistent einen fühlbaren Komfortgewinn: Durch die sensorgesteuerte Automatik des Fernlichtassistenten ist er vom Aktivieren und Deaktivieren des Fernlichts weitestgehend entlastet.

Funktionsweise.

Ein Sensor an der Vorderseite des Innenspiegels steuert das automatische Ein- und Ausschalten des Fernlichts. Der Fernlichtassistent sorgt dafür, dass das Fernlicht eingeschaltet wird, wann immer es die Verkehrssituation erlaubt und erfordert. Der Sensor besteht aus einer Kamera, die an der Halterung des Innenrückspiegels verbaut ist. Das Bild wird an die Auswerte-Elektronik geliefert.

In folgenden Situationen wird automatisch abgeblendet:
  • Bei entgegenkommenden Fahrzeugen (auch Motorräder). Hier erkennt das System das Abblend- bzw. Fernlicht von Fahrzeugen.
  • Bei vorausfahrenden Fahrzeugen. Das rote Rücklicht von Fahrzeugen wird erkannt.
  • Bei ausreichender Beleuchtung, z. B. in Ortschaften.
  • Bei niedrigen Geschwindigkeiten, in denen das Fahren mit Fernlicht keinen Sicherheitsgewinn bringt.
Das System analysiert Helligkeit und Lichtfarbe der Lichtquelle, um ein annähernd menschliches Fernlichtschaltverhalten nachzuahmen. Es ist so ausgelegt, dass Verkehrsteilnehmer im Bereich bis ca. 1000 m erkannt werden.

Gewohnte Bedienung ohne zusätzliche Schalter.

Der Fernlichtassistent benötigt keine zusätzlichen Schalter oder Bedienelemente. Er wird über die Licht-Bedieneinheit aktiviert, indem der Drehschalter auf Automatik gestellt wird (gleiche Stellung wie die Aktivierung des Lichtsensors zur automatischen Steuerung des Abblendlichts). Zusätzlich muss der Blinkerhebel – wenn Abblendlicht aktiv – in Richtung Fernlicht getippt werden. Eine Kontrollleuchte im Instrumentenkombi weist auf den eingeschalteten Fernlichtassistent hin.

Fernlichtassistent als Fahrerassistenz-System: Manueller Eingriff jederzeit möglich.

Der Fernlichtassistent ist ein Fahrerassistenzsystem, welches – wie BMW Night Vision – den Fahrer nicht aus seiner Verantwortung entlässt, ihn aber unterstützt. So kann der Fernlichtassistent jederzeit mit der gewohnten Funktion „Dauer-Abblendlicht“ genau so wie mit „Dauer-Fernlicht“ manuell übersteuert werden. Auch die Lichthupe ist wie gewohnt zu bedienen.

Der Fernlichtassistent kann die persönliche Entscheidung über das Nutzen des Fernlichts nicht ersetzen. Es kann auch nicht sichergestellt werden, dass alle Situationen vom System immer richtig erkannt werden. Ungünstige Witterungsbedingungen wie starker Nebel können die Funktion des Fernlichtassistenten einschränken. Andere Verkehrsteilnehmer mit schlechter Eigenbeleuchtung – wie etwa Fußgänger, Radfahrer, Reiter etc. – können vom System nicht zuverlässig erkannt werden. So sollte auch in schlecht beleuchteten Ortschaften das Fernlicht manuell wieder ausgeschaltet werden.

BMW erster Premiumhersteller in Europa mit Fernlichtassistent.

Als erster Premiumhersteller in Europa bringt BMW den Fernlichtassistent ab September 2005 in der BMW 5er, 6er und 7er Reihe als Sonderausstattung.
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