BMW-Treff   der Treffpunkt fuer alle BMW-Fans- und -Fahrer
 
BMW-Treff Forum   Bei Amazon bestellen und den BMW-Treff unterstützen Alle Werbepartner anzeigen - hier klicken




Home Hilfe Features Regeln Impressum Registrieren
Zurück   BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News
Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
Gehe zu  

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 02.05.2005, 20:27     #1
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
24h-Rennen Nürburgring 2005 (Pressemappe)

Inhaltsverzeichnis

1. Rückkehr an die Stätte des Triumphs.

2. Abschied vom BMW M3 GTR.

3. Team BMW Motorsport im Porträt.

4. Hans-Joachim Stuck.

5. Dirk Müller.

6. Jörg Müller.

7. Duncan Huisman.

8. Pedro Lamy.

9. Boris Said.

10. Andy Priaulx.

11. Technik des BMW M3 GTR.

12. Zeitplan, Strecke, Reglement.

13. Zahlen und Fakten.

14. BMW Erfolge bei 24-Stunden-Rennen.

15. Partner und Sponsoren.

Geändert von Albert (02.05.2005 um 21:04 Uhr)
Mit Zitat antworten

Zu viel Werbung? Registriere Dich / Melde Dich an. Kostenfrei!




Alt 02.05.2005, 20:30     #2
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
1. Rückkehr an die Stätte des Triumphs.

Showdown in der „Grünen Hölle“.
Wenn sich 210 Autos auf einem 25,378 Kilometer langen Kurvenband messen, dann weiß jeder Motorsport-Begeisterte: Es ist wieder Zeit für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. BMW Motorsport tritt bei der 33. Auflage dieses Langstreckenklassikers, der am 8. Mai 2005 um 15:00 Uhr gestartet wird, erneut mit zwei BMW M3 GTR an. Nach dem triumphalen Doppelsieg im vergangenen Jahr kehren die beiden kraftvollen GT-Sportwagen auf die Nordschleife zurück, um ihr letztes Rennen zu bestreiten.

Bei der Fahrerbesetzung ging Team BMW Motorsport nach dem Motto „Never change a winning team“ vor. So sind die drei Sieger des vergangenen Jahres – Dirk Müller (Burbach), Jörg Müller (Hückelhoven) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) – ebenso mit von der Partie wie Duncan Huisman (NLD), Pedro Lamy (POR) und Boris Said (USA), die 2004 auf dem zweiten Platz ins Ziel kamen. Der amtierende Tourenwagen-Europameister Andy Priaulx (GBR) stößt als siebter Fahrer zum Team.

Während der 30-Jährige Priaulx sein Debüt auf der Nordschleife feiert, startet das Einsatzfahrzeug von Team BMW Motorsport, der BMW M3 GTR, zum letzten Mal in der Eifel. Im vergangenen Jahr überzeugte das 500 PS starke Kraftpaket mit einer nicht zu bezwingenden Kombination aus Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Auch 2005 setzt die bewährte Crew von Schnitzer Motorsport aus Freilassing – erneut BMW Partner auf der Nordschleife – alles daran, ein „Null-Fehler-Rennen“ abzuliefern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich die Mannschaft unter der Regie von Teammanager Charly Lamm intensiv auf den Dauerlauf durch die Eifelwälder vorbereitet.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen weiß um die Stärke des Teams, nimmt jedoch auch die Rivalen sehr ernst. „Nach dem Doppelsieg 2004 sehen uns natürlich auch in diesem Jahr viele in der Favoritenrolle“, sagt er: „Aber die Konkurrenz ist groß und brennt darauf, uns den Sieg streitig zu machen. Ein fehlerfreies Rennen wie im Vorjahr lässt sich nur schwer wiederholen. Wir werden dennoch alles daran setzen, den BMW Fans bei diesem Klassiker – und zugleich im letzten Rennen des BMW M3 GTR – einmal mehr eine gute Show zu bieten.“

BMW und Schnitzer: eine erfolgreiche Kombination. Keine Marke konnte dem 24-Stunden-Rennen Nürburgring bis heute so eindrucksvoll seinen Stempel aufdrücken wie BMW. 17 Gesamtsiege – davon sieben Doppelerfolge – stehen für die Münchener zu Buche. Insgesamt errangen BMW Fahrzeuge in den 32 bislang ausgetragenen Rennen 97 Klassensiege. Dass Schnitzer Motorsport die 24 Stunden auf dem Nürburgring erfolgreich bestreiten kann, bewies das Team nicht erst im vergangenen Jahr. Bereits 1989 und 1990 führte Lamm seine Mannschaft mit dem BMW M3 zum Sieg auf der Nordschleife. Hinzu kommen fünf Triumphe bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL) und einer, 1999, mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR, beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans (FRA).

Letzter Einsatz eines Siegertyps. Vier Jahre nach seinem Debüt in der American LeMans Series (ALMS) verabschiedet sich der BMW M3 GTR von der Rennstrecke. In den USA siegte der mit einem Vierliter-V8-Motor ausgestattete Sportwagen auf Anhieb. Jörg Müller gewann 2001 in der GT-Klasse die Fahrerwertung der ALMS, BMW Motorsport sicherte sich Platz eins im Teamklassement und BMW wurde Markenmeister.

Mit rund 500 PS verfügt der BMW M3 GTR über die nötige Power, um auf der Nordschleife Steigungen von bis zu 17 Prozent zu meistern. Ein eigens entwickeltes Fahrwerk, aerodynamische Optimierungen und gezielter Leichtbau mit Karosserieteilen aus Kohlefaser machen den M3 zu einer imposanten Rennmaschine.

Erfahrung als Basis für den Erfolg.
Der Pilot mit der größten Erfahrung im BMW Aufgebot ist zweifelsohne Hans-Joachim Stuck (54). Er nimmt in diesem Jahr zum 54. Mal an einem 24-Stunden-Rennen teil. Drei Mal beendete er den Marathon auf der Nordschleife als Sieger. Dirk Müller (29) und Jörg Müller (35) treten 2005 ebenso wie Andy Priaulx (30) in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) an. In Duncan Huisman (33), Pedro Lamy (33) und Boris Said (42) komplettieren drei erfahrene Piloten die BMW Riege für das Rennen auf dem Nürburgring.

„Es gab keinen Grund, das im vergangenen Jahr erfolgreiche Fahrersextett zu verändern“, meint Theissen: „Unser neuer siebter Mann, Tourenwagen-Europameister Andy Priaulx, stellt eine weitere Verstärkung dar. Die Kombination aus Langstreckenerfahrung und nachgewiesener Schnelligkeit bewerte ich als einen der großen Pluspunkte unserer Fahrerkombination.“
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:31     #3
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
2. Abschied vom BMW M3 GTR.

Der BMW M3 GTR wurde von BMW Motorsport für den Einsatz in der American LeMans Series (ALMS) entwickelt. Aber nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks feierte der rassige GT-Sportwagen große Erfolge. Zum letzten Renneinsatz des BMW M3 GTR blicken BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sowie die Fahrer Hans-Joachim Stuck, Jörg Müller und Dirk Müller auf die Sternstunden des 500 PS starken Autos zurück.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Der BMW M3 GTR geht ganz sicher als Siegertyp in die Geschichte von BMW Motorsport ein. In der American LeMans Series dominierte er auf Anhieb. Ich erinnere mich mit Freude an das Jahr 2001, als wir in der GT-Klasse der ALMS in allen Kategorien den Meistertitel gewinnen konnten. Damit war die Erfolgsgeschichte des extremsten M3 aller Zeiten aber noch nicht beendet. Im vergangenen Jahr bewies er bei unserem Doppelsieg auf dem Nürburgring, dass er auch einen 24-Sunden-Marathon mit Bravour bestehen und siegreich beenden kann. 2005 werden wir den BMW M3 GTR zum letzten Mal auf der Nordschleife einsetzen. Ich bin überzeugt, dass ihm die BMW Fans an der Strecke einen würdigen Abschied liefern werden.“

Hans-Joachim Stuck (dreifacher Gewinner des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring):
„Den BMW M3 GTR bei seinem letzten Auftritt auf der Rennstrecke zu fahren, ist für mich ein ganz besonderer Moment. Für mich schließt sich damit ein Kreis. Denn bei der ersten Ausfahrt des Wagens über die Golden Gate Bridge in San Francisco saß ich ebenfalls am Steuer. Der BMW M3 GTR hat mir große Erfolge beschert, darunter den Gesamtsieg bei den 24 Stunden vom Nürburgring im Jahr 2004, Laufsiege in der ALMS sowie bei weiteren Langstreckenrennen. Es war ein Auto vom alten Schlag, das eine gute Kombination aus Leistung, Aerodynamik und Reifen geboten hat. Neue Entwicklungen wie ABS und Traktionskontrolle standen ihm ebenfalls gut zu Gesicht. Der BMW M3 GTR wird für mich immer ein ganz spezielles Rennauto bleiben. Ich bin auf der Nordschleife in meiner ganzen Karriere in keinem faszinierenderen Wagen gefahren.“

Jörg Müller (ALMS-Meister in der GT-Klasse 2001 und Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring 2004): „Am meisten hat mich begeistert, wie der BMW M3 GTR gleich bei seinem ersten Auftritt in Sebring 2001 gelaufen ist. Wir wussten vorher überhaupt nicht, ob er das 12-Stunden-Rennen überstehen würde. Lange führten J.J. Lehto und ich das Feld an, am Ende wurden wir Dritte. Das war ein beeindruckendes Debüt. Auf den buckeligen Pisten in Amerika war das Fahrwerk des M3 GTR unser entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz, so dass wir den Meistertitel erringen konnten. Auch bei den Einsätzen auf der Nordschleife hat mich das Auto absolut überzeugt. Viele unserer Gegner waren uns 2004 auf dem Papier überlegen, aber der BMW M3 GTR konnte erneut sein Potenzial beweisen. Es ist kein hinterlistiges Auto, das dem Fahrer Rätsel aufgibt, sondern fährt sich unheimlich angenehm. Nach all den Erfolgen hat sich der BMW M3 GTR den Ruhestand ganz bestimmt redlich verdient.“

Dirk Müller (Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring 2004): „Der BMW M3 GTR war das erste Auto, das ich für BMW gefahren bin. Darum wird er für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben. Ich habe ziemlich viele schweißtreibende Stunden in diesem Auto verbracht – und es hat zu jedem Zeitpunkt großen Spaß gemacht. Es war der stärkste M3, der je in München gebaut worden ist. Hoffentlich bringt er uns in diesem Jahr noch einmal Glück. Während eines 24-Stunden-Rennens baut sich ein spezielles Verhältnis zwischen Fahrer und Auto auf. Man horcht permanent in den Wagen hinein und hofft, möglichst nichts zu hören. Das war beim BMW M3 GTR meistens der Fall. Ein Abschied ist zugleich auch immer ein Anfang. Und ich freue mich schon jetzt auf das, was nach dem M3 GTR kommt.“
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:33     #4
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
3. Team BMW Motorsport im Porträt.

Team BMW Motorsport.


In kaum einer anderen Disziplin ist Erfahrung so wichtig wie in 24-Stunden-Rennen. Blitzschnell muss auf wechselnde Bedingungen reagiert werden, jede Entscheidung zur Rennstrategie kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. BMW vertraut bei den 24 Stunden vom Nürburgring einmal mehr auf die bewährte Kombination aus BMW Technikern und der Einsatzmannschaft von Schnitzer Motorsport.

Dieses Team hat in der Vergangenheit mehr als einmal bewiesen, dass es der großen Herausforderung eines solchen Marathons gewachsen ist. Zuletzt beeindruckte das Team BMW Motorsport bei der 2004er Ausgabe des Klassikers auf der Nordschleife, als die beiden BMW M3 GTR auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel kamen. Die unzähligen Erfolge von Schnitzer Motorsport im Tourenwagensport und auf der Langstrecke sind untrennbar mit dem Namen Charly Lamm verbunden. Unter der Führung des erfahrenen Teammanagers haben BMW Rennwagen weltweit Trophäen errungen.

Schnitzer Motorsport mit Sitz im bayerischen Freilassing, nahe der österreichischen Grenze, hat in den vergangenen knapp 42 Jahren mit BMW 16 Titel gewonnen – darunter drei Tourenwagen-Europameisterschaften und Championate in Deutschland, England, Italien, Japan und Südostasien. Auch auf der Langstrecke kann die Mannschaft eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorweisen. 1997 feierte das Team mit dem McLaren BMW F1 GTR Siege in der FIA GT-Meisterschaft. 1999 gelang mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans. In der American LeMans Series (ALMS) gewann das Team BMW Motorsport 2001 mit dem BMW M3 GTR die GT-Klasse.

Nicht nur in Le Mans, sondern auch bei anderen Langstreckenklassikern stellte Schnitzer seine Klasse unter Beweis. 1989, 1990 und 2004 fuhr das Team auf dem Nürburgring als Gesamtsieger ins Ziel. Fünf Siege beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps stehen ebenfalls zu Buche. Neben dem erneuten Einsatz auf der Nordschleife konzentriert sich Lamms Crew in diesem Jahr auf die FIA World Touring Car Championship (WTCC). Schnitzer ist dort für den Einsatz der beiden BMW 320i von Dirk Müller und Jörg Müller verantwortlich, die als BMW Team Deutschland in der Neuauflage der Tourenwagen-Weltmeisterschaft für Furore sorgen wollen.



Teamname: Team BMW Motorsport, München
Einsatzmannschaft: Schnitzer Motorsport, mit Unterstützung von BMW Motorsport Technikern
Teammanager: Charly Lamm, Schnitzer Motorsport
Technischer Leiter: Friedrich Nohl, BMW Motorsport
Websites: www.bmw-motorsport.com, www.schnitzer.de

Größte Erfolge – Schnitzer Motorsport:
1966 1. Platz Deutsche Meisterschaft (BMW 2002 ti)
1975 1. Platz Formel-2-EM (Martini BMW)
1976 2. Platz GT Markenweltmeisterschaft (BMW 3.5 CSL)
1978 1. Platz Deutsche Rennsportmeisterschaft (BMW 320)
1980–1998 Neun Siege Tourenwagenrennen in Macau – Guia Race (BMW 320, BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
1983, 1986, 1988 1. Platz Tourenwagen-EM (BMW 635 CSi, BMW M3)
1985, 1986, 1988 1. Platz 24h-Rennen Spa 1990, 1995 (BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
1987 1. Platz Tourenwagen-Weltmeisterschaft (BMW M3)
1989, 1991 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3)
1989 1. Platz DTM (BMW M3)
1989, 1990 1. Platz Italien-Tourenwagen-Meisterschaft (BMW M3)
1993 1. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 318i)
1994 1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft (BMW 318is)
1995 1. Platz Japanische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i) 1. Platz ADAC Super-Tourenwagen-Cup (BMW 320i)
1998 1. Platz Deutsche Supertourenwagen-Meisterschaft (BMW320i)
1999 1. Platz 24h-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR) 1. Platz 12h-Rennen Sebring (BMW V12 LMR)
2001 1. Platz GT-Klasse American Le Mans Series (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC Teamwertung (BMW 320i)
2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung
2003 2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i)
2. und 5. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung
24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. und 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i)
2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung
1. und 2. Platz Macau – Guia Race (BMW 320i)
1. und 2. Platz bei zwei Läufen BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (BMW M3 GTR);
1. Platz in der GT2-Klasse und 6. Platz Gesamt 24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)
2005 FIA WTCC BMW Team Deutschland (BMW 320i)
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:34     #5
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
4. Hans-Joachim Stuck.

„Mr. Nordschleife“ plant seinen nächsten Coup.

Hans-Joachim Stuck hat sich im Verlauf seiner Karriere einen festen Platz in den Geschichtsbüchern der 24 Stunden vom Nürburgring gesichert. 1969 startete er mit einem BMW 2002 erstmals in der „Grünen Hölle“ und kam nach 300 Kilometern Renndistanz als Dritter ins Ziel. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass der Sohn des legendären König der Bergrennen am Nürburgring auf dem Treppchen stand. Insgesamt drei Mal konnte Stuck in den folgenden Jahren den Marathon in der Eifel gewinnen. 1970 triumphierte der 54-Jährige in einem BMW 2002 ti beim Debüt des 24-Stunden-Rennens. 18 Jahre später folgte Sieg Nummer zwei – diesmal im BMW 320d. 2004 schaffte Stuck den „Nürburgring-Hattrick“, als er gemeinsam mit Dirk Müller und Jörg Müller im BMW M3 GTR für das Team BMW Motorsport dominierte.

In diesem Jahr geht Stuck zum 54. Mal bei einem 24-Stunden-Rennen an den Start. Neben den drei Triumphen auf der Nordschleife gewann er zwei Mal die 24 Stunden von Le Mans, drei Mal die 12 Stunden von Sebring und ein Mal die 24 Stunden in Spa. Aber nicht nur auf der Langstrecke konnte sich der „Strietzel“, wie er von seinen Fans genannt wird, einen Namen machen. 1974 wurde er auf March BMW Zweiter der Formel-2-Europameisterschaft und gab sein Formel-1-Debüt. In sechs Jahren fuhr er 74 Grands Prix und sammelte 29 WM-Punkte. Zweimal schaffte er als Drittplatzierter den Sprung auf das Podest. Später siegte Stuck in der amerikanischen IMSA-Serie und wurde 1985 Sportwagen-Weltmeister.

Für BMW ist der 54-Jährige mehr als nur ein schneller Rennfahrer. Er fungiert auch als Markenbotschafter des Unternehmens. Durch seine Einsätze als Formel-1-Experte für den TV-Sender Premiere ist er außerdem noch immer ganz nah am Geschehen in der Königsklasse des Motorsports. Das größte Glück bedeutet für Stuck jedoch nach wie vor, sich selbst ans Steuer eines leistungsstarken Autos wie dem BMW M3 GTR zu setzen. Denn an Motivation hat der Vollblut-Rennfahrer im Verlauf seiner über 30-jährigen Laufbahn nichts eingebüßt. Ein weiterer Sieg auf der Nordschleife würde für ihn den Aufstieg in den erlesenen Kreis jener Fahrer bedeuten, die in der Eifel vier Mal gewinnen konnten. Dieses Ziel will Stuck unbedingt erreichen.


Geburtstag/-ort: 1. Januar 1951/Garmisch-Partenkirchen (DEU)
Wohnsitz: Ellmau, Österreich
Familienstand: verheiratet mit Sylvia, 2 Söhne
Website: www.hansstuck.com

1969 erste Tourenwagen-Rennen
1970 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW 2002 ti)
1972 1. Platz 24h Rennen Spa (Ford Capri),
Deutscher Rennsport-Meister (Ford)
1973 Formel-2-Europameisterschaft (March BMW)
1974 2. Platz Formel-2-EM (March BMW), Formel-1-Debüt
1975 3. Platz IMSA-GT-Serie/USA (BMW), fünf Siege
1976 Formel 1 (March)
1977 11. Platz Formel 1 (Brabham), zwei dritte Plätze
1978, 1979 Formel 1 (Shadow/ATS)
1979 1. Platz Procar-Serie (BMW)
1981, 1983 2. Platz Deutsche Rennsport-Meisterschaft (BMW)
1984 2. Platz Tourenwagen-EM (BMW),
zwei Siege Sportwagen-WM (Porsche)
1985 1. Platz Sportwagen-WM, 2. Platz DM (Porsche),
2. Platz Sportwagen-DM (Porsche)
1986 2. Platz Sportwagen-WM, 1. Platz 24h Rennen Le Mans (Porsche)
1. Platz 12h Rennen Sebring (Porsche)
1987 1. Platz 24h Rennen Le Mans,
1. Platz ADAC-Supercup (Porsche)
1988 1. Platz 12h Rennen Sebring, 2. Platz 24h Le Mans (Porsche),
3. Platz Trans-Am-Serie (Audi), vier Siege
1989 4. Platz IMSA-GTO-Serie/USA (Audi), sieben Siege;
3. Platz 24h Le Mans (Porsche)
1990 Deutscher Tourenwagen-Meister (Audi)
1991 3. Platz DTM (Audi), IMSA-Supercar-Serie (Porsche)
1992 DTM (Audi), IMSA-Supercar-Serie (Porsche)
1993 IMSA-Supercar-Champion, acht Siege;
1. Platz 12h Rennen Sebring (Porsche)
1994/1995 3. und 6. Platz in Le Mans (Porsche); 8. und 4. Platz ADAC-Tourenwagen-Cup (Audi), IMSA (Porsche)
1996 9. Platz International Touring Car Championship
(Opel), zwei Siege in Helsinki; 3. Platz 24h Rennen Le Mans
1997 17. Platz FIA GT-Meisterschaft,
24h Rennen Le Mans (Porsche),
1998 24h Rennen Le Mans, Team BMW Motorsport (BMW V12 Le Mans), Entwicklungsprogramm BMW V8-Rennmotor,
1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW 320d)
1999 ALMS (BMW M3 GT, BMW Team PTG),
Sieg in Sears Point, USRRC-Sieg in Lime Rock
2000 ALMS (BMW M3 GT, BMW Team PTG),
Sieg in Laguna Seca
2001 8. Platz GT-Klasse ALMS (BMW Team PTG M3 GTR), Siege in Portland und Road Atlanta
2002 BMW Einsätze in den USA (BMW Team PTG M3),
24h-Rennen Nürburgring (BMW M3)
2003 BMW Einsätze in den USA (BMW Team PTG M3),
24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR); Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h-Rennen Spa- Francorchamps (BMW M3GTR) 1. Platz bei zwei Läufen zur BFGoodrich Langstrecken- meisterschaft Nürburgring (BMW M3 GTR)
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:36     #6
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
5. Dirk Müller.

Ein Allrounder im Marathon-Einsatz.


Wenn Dirk Müller über das 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring spricht, gerät er ins Schwärmen. „Die Atmosphäre dort ist einfach einzigartig“, meint der Siegerländer. Im vergangenen Jahr stand er im Mittelpunkt des Fan-Jubels, als er den Sieg des BMW M3 GTR mit der Startnummer 42 als Schlussfahrer perfekt machte. „Es war eindeutig einer meiner schönsten Siege überhaupt“, erinnert er sich.

Dirk Müller begann seine Karriere als 14-Jähriger im Kartsport. Später sammelte er sowohl im Formelsport als auch mit Sportwagen Erfolge. Im Jahr 2000 gewann er die GT-Klasse der American LeMans Series (ALMS). Vor dem Triumph auf der Nordschleife 2004 stand er bereits in Daytona (1998 und 1999) und Le Mans (1999) bei Langstreckenklassikern als jeweils Zweitplatzierter auf dem Treppchen.

Bei derart anspruchsvollen Marathon-Rennen ist für Dirk Müller Teamwork der Schlüssel zum Sieg. „Das Team muss perfekt harmonieren“, sagt der 29-Jährige. „Das gilt nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Mechaniker. 2004 ist uns das optimal gelungen.“ Die Einsatzmannschaft von Schnitzer Motorsport ist ihm bestens bekannt. Es ist dasselbe Team, das auch für den Einsatz seines BMW 320i in der diesjährigen FIA World Touring Car Championship (WTCC) verantwortlich ist.

Dort geht Dirk Müller – wie sein Teamkollege Jörg Müller – für das BMW Team Deutschland an den Start. Im vergangenen Jahr lieferte er sich in der Tourenwagen-Europameisterschaft, in der er von 2002 bis 2004 antrat, einen spannenden Titelkampf mit seinem Markenkollegen Andy Priaulx. Erst im letzten Rennen in Dubai fiel die Entscheidung. Am Ende hatten beide Fahrer 111 Punkte auf dem Konto – aber der Titel ging an den Briten Priaulx, der im Verlauf der Saison mehr Einzelsiege errungen hatte. Dirk Müller war zwar enttäuscht über die knappe Niederlage, will nun aber in der ersten Tourenwagen-WM seit 1987 einen erneuten Anlauf auf den Titel nehmen. Ein gutes Abschneiden beim 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring soll als zusätzlicher Motivationsschub dienen.


Geburtstag/-ort: 18. November 1975/Burbach (DEU)
Wohnort: Monte Carlo
Familienstand: Verheiratet mit Daniela
Website: www.dirk-mueller.com

1989, 1990 Einstieg in den Kartsport
1991 3. Platz ADAC-Pop-Kartmeisterschaft
1992 2. Platz Formel König
1993 2. Platz Formel König, vier Siege; 12. Platz deutsche Formel Opel 1994 3. Platz deutsche Formel Opel, zwei Siege
1995 sporadische Einsätze Formel Opel Euroserie, erstes Formel-3-Rennen
1996 Deutsche Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg
1997 Aufnahme im Porsche Junior Team, 5. Platz Porsche Carrera Cup, ein Sieg
1998 1. Platz Porsche Carrera Cup, vier Siege; 2. Platz 24h Daytona (Porsche GT1)
1999 2. Platz 24h Rennen Daytona (Porsche GT2), 4. Platz 12h Rennen Sebring (Porsche GT1), 2. Platz GT-Kl. 24h Rennen Le Mans (Porsche GT3R), 1. Platz GT-Wertung Petit Le Mans (Porsche GT3R)
2000 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (Porsche GT3R)
2001 6. Platz GT-Kl. ALMS, ein Sieg (BMW M3 GTR)
2002 4. Platz FIA ETCC, drei Siege (BMW 320i)
Formel-1-Test mit dem BMW WilliamsF1 Team
2003 5. Platz FIA ETCC, zwei Siege (BMW 320i), 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR); 2. Platz ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h-Rennen Spa- Francorchamps (BMW M3GTR)
Macau Grand Prix – Guia Race (BMW 320i) 1. Platz bei zwei Läufen zur BFGoodrich Langstrecken- meisterschaft Nürburgring (BMW M3 GTR);
2005 FIA WTCC für BMW Team Deutschland (BMW 320i)

Geändert von Albert (02.05.2005 um 20:38 Uhr)
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:40     #7
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
6. Jörg Müller.

Langer Atem über lange Distanzen.

Die Langstrecke hat es Jörg Müller angetan. Obwohl der 35-Jährige als Testfahrer für Arrows und Sauber sowie als Entwicklungspilot für BMW Formel-1-Luft schnuppern konnte, war er gleichermaßen von der Herausforderung solcher Marathon-Rennen fasziniert. Im BMW V12 LMR, mit dem BMW 1999 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hatte, feierte er in der American LeMans Series des folgenden Jahres Siege. Den Titel in der GT-Klasse dieser Langstrecken-Meisterschaft sicherte er sich 2001 im BMW M3 GTR.

In Le Mans ging er nicht nur für BMW an den Start, sondern sammelte auch für Nissan und Porsche Erfahrung. Außerdem bestritt er einmal die 24 Stunden von Daytona und trat zwei Mal beim 24-Stunden-Rennen von Spa an. In Belgien siegte er mit BMW 1996 auf Anhieb. 2004 kehrte er mit dem Team BMW Motorsport in die Ardennen zurück – und sicherte sich den Sieg in der GT2-Klasse.

Sein bisher größter Erfolg bei einem Langstreckenklassiker war jedoch der Triumph auf der Nordschleife im vergangenen Jahr, als er an der Seite von Dirk Müller und Hans-Joachim Stuck gewann. „2004 haben wir einen Null-Fehler-Job gemacht“, sagt er: „Dies ein zweites Mal zu schaffen, wird nicht einfach. Aber wir werden unser Bestes geben. Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist eine fantastische Veranstaltung.“

Zu Beginn seiner Laufbahn machte Jörg Müller scheinbar spielerisch seinen Weg durch die verschiedenen Formelklassen. Er gewann Meistertitel in der Formel Ford, Formel Opel, Formel 3 und Formel 3000. In dieser Saison ist der BMW Werksfahrer in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) im Einsatz, wo er mit Dirk Müller das BMW Team Deutschland bildet. In der Tourenwagen-EM belegte Jörg Müller 2002 und 2003 jeweils den zweiten Platz in der Fahrerwertung. Auch in der ersten Weltmeisterschaft seit 1987 möchte er an der Spitze des Feldes mitmischen. Parallel dazu engagiert er sich als Chefinstruktor des Formel BMW Racing Centers in Valencia und gibt jungen Talenten aus der Formel BMW wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Karriere als Rennfahrer.


Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NLD)
Wohnort: Monte Carlo
Familienstand: Geschieden
Website: www.joerg-mueller.org

1984–1987 Kartsport
1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft
1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge
1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft, 5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco
1992 7. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1993 Deutsche F3-Meisterschaft, 1. Platz F3-GP Macau
1994 1. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1995 BMW Werksfahrer ADAC Supertourenwagen-Cup
1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft, BMW Werksfahrer ADAC Supertourenwagen-Cup 1. Platz 24h Rennen Spa (BMW 318is)
1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows, 24h Le Mans (Nissan)
1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber, 2. Platz 24h Rennen Le Mans (Porsche GT1)
1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg, 24h Rennen Le Mans (BMW V12 LMR)
2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR),
Formel-1-Testfahrer für Michelin
2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC, vier Siege (BMW 320i)
2003 2. Platz FIA ETCC, fünf Siege (BMW 320i), 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR); 1. Platz Macau Grand Prix – Guia Race (BMW 320i)
4. Platz ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h-Rennen Spa- Francorchamps (BMW M3GTR)
2005 FIA WTCC für BMW Team Deutschland (BMW 320i)
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:41     #8
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
7. Duncan Huisman.

Der holländische Spätstarter.


Duncan Huisman feierte spät sein Debüt im Motorsport. Erst im Alter von 20 Jahren besuchte er einen Kurs in einer Rennfahrerschule und trat daraufhin in die Fußstapfen seines fünf Jahres älteren Bruders Patrick, der bereits erfolgreich Rennen bestritt. Der Unterstützung seiner Familie konnte sich Huisman also sicher sein, zudem sein Vater – selbst Rennleiter – dem Vorhaben seiner Söhne positiv gegenüber stand.

Einmal auf den Geschmack gekommen, startete Huisman in Oldtimer-Rennen, Rallyes, Sportwagen- und Tourenwagenrennen. Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. 1997 gewann der heute 33-Jährige zum ersten Mal die holländische Tourenwagen-Meisterschaft auf einem BMW 320i. 2000 und 2002 gelang ihm dieses Kunststück erneut. Auch auf internationaler Ebene, so zum Beispiel in der FIA ETCC, hinterließ er einen bleibenden Eindruck. 2003 sicherte sich Huisman dort auf einem BMW 320i im Team Carly Motors den Titel als bester Privatfahrer.

Eine beeindruckende Erfolgsserie startete der Holländer 2001 beim legendären Guia Race in Macau, als er – wieder im BMW 320i – das Tourenwagen-Rennen auf dem verwinkelten Stadtkurs für sich entschied. Auch in den beiden folgenden Jahren war Huisman in der ehemaligen portugiesischen Kolonie nicht zu bezwingen. Erst 2004 wurde er von seinem Markenkollegen Jörg Müller entthront.

Seit 1994 gehören 24-Stunden-Rennen zu Huismans Repertoire. Damals war er einer jener drei Fahrer, die das jüngste je in Spa-Francorchamps gestartete Team bildeten. Bei Starts in Daytona sammelte er weitere Erfahrungen auf der Langstrecke. Dies zahlte sich 2004 aus, als er mit dem Team BMW Motorsport erstmals beim Marathon auf dem Nürburgring antrat. Wie seine Teamkollegen lieferte er auf dem anspruchsvollen Kurs ein fehlerloses Rennen und konnte sich am Ende an der Seite von Pedro Lamy und Boris Said im BMW M3 GTR über den zweiten Platz freuen.


Geburtstag/-ort: 11. November 1971/Doornspijk (NLD)
Wohnort: Vreden (DEU)
Familienstand: ledig Website: www.duncanhuisman.com

1992–1993 Squadra Bianca Cup, holländische Ferrari Porsche Challenge, zwei Siege
1994 3. Platz holl. Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i),
holländische Rallye-Meisterschaft (Mitsubishi)
1995 2. Platz holl. GT-Meisterschaft (BMW M3 GTR),
5. Platz Maserati Ghibli Cup
1996 10. Platz Porsche Super Cup
1997 1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, sieben Siege (BMW 320i)
1998 1. Platz Belcar Meisterschaft, vier Siege (Porsche),
5. Platz 24h Daytona, 2. Platz Kl. GT2 (Porsche),
5. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, zwei Siege (BMW 320i),
24h Rennen Spa-Francorchamps (BMW 320i),
8. Platz belgische Procar Meisterschaft (BMW 320i)
1999 11. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i)
2000 1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, vier Siege (BMW 320i), 24h Rennen Daytona (Porsche)
2001 2. Platz FIA Super Production Meisterschaft, drei Siege,
1. Platz Guia Race in Macau (BMW 320i)
2002 1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, neun Siege, (BMW 320i), 24h Rennen Daytona (Marcos)
1. Platz Guia Race in Macau, FIA ETCC (BMW 320i);
2003 1. Platz Independents Trophy FIA ETCC (BMW 320i);
1. Platz Guia Race in Macau (BMW 320i)
2004 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
Guia Race in Macau (BMW 320i) Marlboro Master Euro GT Rennen (BMW M3 GTR)
2005 holländische Porsche GT3 Cup Challenge
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:43     #9
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
8. Pedro Lamy.

Vom Sprinter zum Ausdauer-Spezialisten.


Pedro Lamy ist einer von fünf Fahrern im Team BMW Motorsport, die bereits in einem Formel-1-Auto Erfahrungen sammeln konnten. Zwischen 1993 und 1996 bestritt er 32 Grands Prix und holte im australischen Adelaide 1995 für Minardi einen WM-Punkt. Seine Formel-Karriere nahm 1989 in der portugiesischen Formel-Ford-Meisterschaft ihren Anfang. Schon bald wurden Rennsportexperten außerhalb seiner Heimat auf den „Sunnyboy“ aufmerksam – so auch Manager Willi Weber, der unter anderem Michael Schumacher in die Formel 1 gebracht hat.

1992 ging Lamy in Webers Formel-3-Team an den Start. Der junge Rennfahrer hatte bereits ein Dutzend Meistertitel in der Tasche und auch in dem deutschen Championat bewies er sein Talent. Mit elf Siegen eroberte der 33-Jährige den Titel im Sturm. Über die Formel 3000 schaffte Lamy schließlich den Sprung in die Königsklasse. Einen Platz in einem Top-Team hatte er nie.

1997 wurden Sport- und Tourenwagen sein Metier, Langstreckenrennen eine Passion. Fünf Mal startete Lamy bei den 24 Stunden von Le Mans, 1998 belegte er im Gesamtklassement Rang vier. Ein Mal trat er bei den 24 Stunden von Spa und insgesamt drei Mal auf dem Nürburgring an, wo er 2001 und 2002 zum Siegerteam gehörte. Im vergangenen Jahr war Lamy ebenfalls in der „Grünen Hölle“ am Start – diesmal in einem BMW M3 GTR. An der Seite von Duncan Huisman und Boris Said errang er hinter seinen Kollegen vom Team BMW Motorsport den zweiten Platz.

Der 500 PS starke GT-Sportwagen hat Lamy beeindruckt. „Der BMW M3 GTR ist ein großartiges Auto, leistungsstark und schnell“, meint er: „Die Kurvenfahreigenschaften sind erstaunlich. Das ganze Paket – und das zählt in so einem Rennen – ist fantastisch. Der BMW M3 GTR ist ein wirklich erstaunliches Auto für die Nordschleife.“ Bei Starts in der neuen LeMans Endurance Series (LMES) spulte er 2004 weitere Kilometer auf der Langstrecke ab und sicherte sich den Sieg in der GTS-Klasse. Aus dem Sprinter vergangener Formel-Tage ist ein erfahrener Marathon-Spezialist geworden.


Geburtstag/-ort: 20. März 1972/Aldeia Galega (PRT)
Wohnort: Lissabon (PRT)
Familienstand: ledig
Website: www.pedrolamy.com

1978–1981 Mini Motorbikes, drei Mal portugiesischer Rundstrecken- und Motocross-Meister, ein Mal iberischer Rundstrecken- und Motorcross-Meister
1985–1986 2. Platz port. Kart-Meisterschaft (Spring Klasse)
1987 2. Platz port. Kart-Meisterschaft (Green Klasse)
1988 1. Platz port. Kart-Meisterschaft (Inter 100 Klasse)
1989 1. Platz port. Formel-Ford-Meisterschaft
1990 1. Platz Formel Opel Nations Cup
1991 1. Platz Formel Opel Euroserie und Nations Cup
1992 1. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft und
1. Platz Formel 3 Marlboro Masters
1993 2. Platz Formel-3000-Europameisterschaft und
Formel-1-Debüt, 4 GP (Lotus)
1994 Formel 1, 4 GP (Lotus), Testfahrer (Mercedes)
1995 Formel 1, 8 GP (Minardi), Testfahrer (Tyrrell, Arrows)
1996 Formel 1 (Minardi)
1997 FIA GT-Meisterschaft und 24h Le Mans (Porsche)
1998 1. Platz FIA GT2-Meisterschaft (Chrysler Viper),
2. Platz 24h Le Mans (Chrysler Viper)
1999 24h Le Mans (Mercedes), American Le Mans Series
und ISRS (BMW V12 Le Mans)
2000 13. Platz DTM (Mercedes)
2001 11. Platz DTM (Mercedes), 1. Platz 24h Nürburgring
(Chrysler Viper), 4. Platz 24h Le Mans (Chrysler LMP)
2002 7. Platz V8 Star (Jaguar), 1. Platz 24h Nürburgring
(Chrysler Viper), 5. Platz 24h Le Mans (Dallara Judd LMP)
2003 1. Platz V8 Star (Jaguar), 5. Platz 24h Rennen Spa (Chrysler Viper) 24h-Rennen Nürburgring (Dodge Viper) 2004 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR) 1. Platz LMES in der GTS-Klasse (Ferrari)
Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2005, 20:44     #10
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
9. Boris Said.

Multitalent mit unbändigem Tatendrang.

Im Verlauf seiner Karriere ist Boris Said auf unzähligen Kursen rund um den Globus bei Rennen angetreten. Die Nordschleife hat jedoch beim Amerikaner bisher den größten Eindruck hinterlassen. „Dort tritt man nicht gegen andere Fahrer an, sondern gegen die Strecke“, sagt er. 2003 und 2004 ging Said für das Team BMW Motorsport beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel an den Start. Im vergangenen Jahr feierte er gemeinsam mit Pedro Lamy und Duncan Huisman hinter dem BMW M3 GTR mit der Startnummer 42 den zweiten Platz bei diesem Langstreckenklassiker.

„Für mich ist es der beeindruckendste Kurs auf der Welt. Auf der Nordschleife findet man Kurven aller Art, sozusagen ein ‚Best of’ von allen anderen Strecken“, schwärmt Said weiter. Der 42-Jährige hat gewiss genug Vergleichsmöglichkeiten. Interessante Rennen in möglichst kraftvollen und vielen verschiedenen Fahrzeugen – das ist seine Leidenschaft. Bis zu 40 Rennen pro Jahr sind kein Problem für ihn, ganz egal ob Sprint oder Langstrecke, Oval oder Straßenkurs, in Amerika, im belgischen Spa, im französischen Le Mans oder wie 1993 im Deutschen ADAC Cup.

Eine der wenigen Konstanten in seiner Karriere sind Einsätze für das PTG Team von Tom Milner. Mit dieser Mannschaft hat Said mehr Siege auf dem BMW M3 errungen als jeder andere Profipilot in amerikanischen Sportwagenrennen, einige davon mit seinem Freund Hans-Joachim Stuck als Partner. Stuck war es auch, der Said vor dessen erstem Einsatz auf der Nordschleife in die Geheimnisse der schwierigsten Strecke der Welt einweihte. Seinen wohl größten Erfolg feierte Said 2003, als er in Sonoma eine Poleposition im NASCAR Nextel Cup errang.

Dabei interessierte sich der 1,90 Meter große Rennfahrer zunächst ausschließlich für Motorräder. Nach dem Besuch seines ersten Autorennens, dem Formel-1-GP der USA in Detroit 1985, beschloss er jedoch, auf vier Räder zu wechseln. Zwar hat er bis heute zahlreiche Meistertitel gewonnen, doch liegt Said das akribische Punktesammeln nicht so sehr am Herzen. Somit ist die Herausforderung der 24 Stunden auf dem Nürburgring, wo Fahrer und Team auf den Punkt genau Höchstleistungen abrufen müssen, genau das Richtige für ihn.


Geburtstag/-ort: 18. September 1962/New York (USA)
Wohnort: Carlsbad, Kalifornien (USA)
Familienstand: verheiratet, ein Sohn

1989 1. Platz SCCA Showroom Stock GT National Championship,
SCCA Corvette Challenge Rookie of the Year
1990, 1991 1. Platz SCCA Showroom Stock GT National Championship
1992 1. Platz IMSA Endurance Challenge Sports-Class Championship
1993 8. Platz Deutscher ADAC GT-Cup
1994 Auszeichnung SCCA Trans-Am-Serie „Rising Star of the Year“, 24h Le Mans (GT2-Poleposition), 24h Spa (GT2-Poleposition und Klassensieg)
1994–1996 Trans-Am-Serie – ein Sieg, elf Mal unter den ersten Fünf, 23 Mal unter den ersten Zehn
1995 1. Platz Firestone Firehawk
1996 1. Platz 24h Daytona und 3. Platz GTS-Klasse (18 Stunden gefahren)
1996–2001 Teilnahme in amerikanischen Meisterschaften auf BMW M3 (BMW Team PTG), mind. ein Sieg pro Jahr
2002 1. Platz Trans-Am Fahrermeisterschaft, acht Siege
2003 Zwei Rennen NASCAR Winston Cup, eine Poleposition, 9. Platz Speed GT in den USA (BMW M3) 24h Nürburgring (BMW M3 GTR),
2004 2. Platz Grand-Am Cup Series (BMW M3) 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR) Drei Rennen NASCAR Nextel Cup
2005 Grand-Am Cup Series (BMW M3) NASCAR Nextel Cup
Mit Zitat antworten
Antwort Zurück BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu








Alle Partner anzeigen - hier klicken

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 14:51 Uhr.