BMW-Treff   der Treffpunkt fuer alle BMW-Fans- und -Fahrer
 
BMW-Treff Forum   Bei Amazon bestellen und den BMW-Treff unterstützen Alle Werbepartner anzeigen - hier klicken




Home Hilfe Features Regeln Impressum Registrieren
Zurück   BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News
Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
Gehe zu  

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 14.06.2005, 06:33     #41
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP der USA - Vorschau

Nach dem turbulenten Großen Preis von Kanada packte das BMW WilliamsF1 Team in Montréal bis tief in die Nacht das Equipment zusammen. Am kommenden Sonntag steht bereits der Große Preis der USA in Indianapolis auf dem Programm.


Nick Heidfeld:
Ich habe den Kurs in Indy von Anfang an gemocht und dort auch immer gute Resultate erzielt. Von daher freue ich mich auf das Rennen und hoffe, wieder ein gutes Ergebnis für das Team einfahren zu können. Die Anlage ist beeindruckend, insbesondere die riesige Tribüne bei Start und Ziel. Hoffentlich kommen wieder viele Zuschauer und sorgen für Stimmung. Die Steilwand sieht spektakulär aus, aber letztlich ist es für einen Fahrer einfach, dort Vollgas zu geben. Vorausgesetzt, mit dem Auto ist alles in Ordnung. Insgesamt denke ich, dass wir in Indianapolis starker sein können als in Montréal.


Mark Webber:
Die fantastische Historie und Atmosphäre des Brickyard, dem Schauplatz der weltberühmten 500 Meilen von Indianapolis, ist einem natürlich bewusst, wenn man zu dieser Rennstrecke kommt. Dieser Ort steht für amerikanische Rennsportgeschichte. Aber ich denke, dass auch die Formel 1 mit jedem US-GP dort an Bedeutung gewinnt. Ich kann mir vorstellen, dass das Interesse in diesem Jahr noch einmal steigen wird, weil es so viele Siegkandidaten und neue Namen gibt. Was mich immer wieder beeindruckt, ist die Leidenschaft der Zuschauer und auch, wie gut sie über die Formel 1 informiert sind.

Das Lay-out der Strecke ist eher weniger anspruchsvoll für Fahrzeug und Fahrer, die Kurven im Infield wiederholen sich. Aber schließlich fahren wir auf 19 unterschiedlichen Rennstrecken im Jahr, und die haben eben alle ihren eigenen Charakter und stellen unterschiedliche Aufgaben. Weil man am Ende der Geraden gut überholen kann, gibt es in Indy oft spannende Rennen.


Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Wir reisen jetzt nach Indianapolis zum zweiten der beiden Nordamerika-Rennen und zu einer Strecke, die dem Kurs von Montréal ähnlich ist. Auch in Indy ist geringer Luftwiderstand wichtig. Der Kurs hat mit über 20 Sekunden eine der längsten Vollgaspassagen - von der letzten Kurve durch den Oval-Abschnitt bis zu Kurve eins.

Abgesehen davon dominieren im Infield langsame Kurven. Das bedeutet, dass die Traktionskontrolle entscheidend ist. Außerdem ist es wichtig, einen Reifen zu haben, der die hohen Belastungen in der Steilwand aushält und gleichzeitig bei geringen Geschwindigkeiten ausreichend Grip bietet. Die Reifen für diesen Grand Prix wurden vor zwei Wochen in Europa ausgewählt, nachdem wir im Zuge unseres Testprogramms mit Michelin an der Mischung gearbeitet haben. Bezüglich der Rennstrategie rechne ich in Indianapolis mit zwei Stopps. Aber wir müssen abwarten, wie die Situation bezüglich Reifenverschleiß und Einfluss von Mehrgewicht durch Kraftstoff aussieht.


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Indianapolis bedeutet für die BMW P84/5 Motoren maximale mechanische Belastungen. Auf der Geraden des Oval-Abschnitts geben die Fahrer über 20 Sekunden lang Vollgas. Die stärkste Belastung davon ist die zweite Hälfte, wenn am Ende der Geraden über zehn Sekunden lang mit Volllast gefahren wird. Mark und Nick werden diese Herausforderung turnusgemäß mit frischen Motoren angehen.

Die USA sind der größte Auslandsmarkt für BMW. Derzeit liegt er gemessen am Absatzvolumen auf Platz zwei hinter dem Heimatmarkt Deutschland. Tradition hat hier das besondere Interesse an den sportlichen M-Modellen: Nirgendwo sonst verkauft BMW mehr M-Fahrzeuge als in den Vereinigten Staaten von Amerika.



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Indianapolis Motor Speedway, 19. Juni 2005

Startzeit (lokal/GMT): 13:00 Uhr/18:00 Uhr (20:00 Uhr in Deutschland)

Runde/Renndistanz: 4,192 km/306,016 km (73 Runden)

Sieger 2004: Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)

Pole 2004: Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro) 1.10,223 min

Rundenrekord: Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro) 1.10,399 min (2004)

F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 93 Starts, 10 Siege, 17 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions



Historie und Hintergrund:

Der Indianapolis Motor Speedway wurde 1909 als 2,5-Meilen-Oval gebaut. Sein damaliges Ziegelsteinpflaster erklärt den bis heute gebräuchlichen Spitznamen "Brickyard". 1911 wurde hier erstmals das berühmte 500-Meilen-Rennen ausgetragen.

Beim 500-Meilen-Rennen wird im Oval entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die Formel 1 hingegen fährt im Uhrzeigersinn und nutzt nur einen Teil des Ovals. Für die F1 wurde im Jahr 2000 ein enger, gewundener Streckenabschnitt mit elf Kurven im Innenraum gebaut.

Die Gerade, Teil des Ovals, ist die längste im GP-Kalender. Auf einer Strecke von 1820 Metern wird rund zwanzig Sekunden lang Vollgas gegeben. Davon wiederum rund zehn Sekunden im siebten Gang.

Als höchsten Geschwindigkeitswert seiner beiden Fahrzeuge im Rennen erfasste das BMW WilliamsF1 Team im Vorjahr 351,7 km/h.

2005 startet die Formel 1 zum sechsten Mal in Folge zum Großen Preis der USA in Indianapolis. Die bisherigen Sieger waren Michael Schumacher (2000, Ferrari), Mika Häkkinen (2001, McLaren-Mercedes), Rubens Barrichello (2002, Ferrari) und wieder Michael Schumacher (2003 und 2004).

Der erste Grand Prix der USA fand 1959 in Sebring statt und wurde von Bruce McLaren auf Cooper Climax gewonnen. 1960 wechselte die Formel 1 nach Riverside, im Folgejahr dann nach Watkins Glen, wo bis 1980 insgesamt 20 WM-Läufe durchgeführt wurden. Von 1976 bis 1983 trat die F1 zusätzlich acht Mal zum Grand Prix USA-West in Long Beach an. Die Achtziger sahen außerdem zwei F1-Rennen in Las Vegas, eins in Dallas und sieben in Detroit. Von 1989 bis 1991 war Phoenix Austragungsort des GP der USA. Insgesamt starteten Formel-1-Fahrzeuge bisher 48 Mal in den USA.

WilliamsF1 gewann fünf Mal in den USA: 1980 Alan Jones, Watkins Glen; 1981 Jones, Las Vegas und Long Beach; 1984 Keke Rosberg, Dallas; 1985 Rosberg, Detroit. Mit einem Brabham BMW siegte Nelson Piquet 1984 in Detroit.

Indianapolis, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana, zählt 860.454 Einwohner. Sie ist die zwölftgrößte Stadt der USA. Indianapolis, eine auf dem Reißbrett geplante Stadt, wurde 1821 gegründet.

Im Rahmen des Formel-1-GP der USA trägt die Formula BMW USA ihre Läufe neun und zehn aus. In der Formel BMW, mittlerweile in vier Championaten (Asien, Deutschland, England, USA) ausgetragen, pilotieren Teenager hochmoderne Monoposto mit 140 PS starken BMW Motoren.
Mit Zitat antworten

Zu viel Werbung? Registriere Dich / Melde Dich an. Kostenfrei!




Alt 19.06.2005, 15:54     #42
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP der USA - Training (17.06.2005)

Wetter: trocken, sonnig, später bewölkt, 24-25°C Luft, 41-46°C Asphalt

Indianapolis (USA). Für das BMW WilliamsF1 Team lief am ersten Trainingstag zum Großen Preis der USA alles nach Plan. Nick Heidfeld und Mark Webber spulten ihr Trainingsprogramm auf dem Indianapolis Motor Speedway störungsfrei ab.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 4. (1.12,804 min)
2. Training: 5. (1.11,825 min)
Ich bin recht zufrieden mit dem heutigen Trainingstag. Am Vormittag war ich mit der Balance meines Autos noch nicht zufrieden, aber trotzdem waren die Rundenzeiten nicht schlecht. Am Nachmittag habe ich wie üblich ein paar Long-Runs für die Reifenauswahl gefahren. Parallel haben wir versucht, die Balance des Autos weiter zu verbessern. So weit läuft es gut.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 9. (1.13,082 min)
2. Training: 13. (1.12,578 min)
Wir haben einige Abstimmungsarbeit erledigt und ein paar Dinge zwischen den Autos ausprobiert. Wir haben unseren Reifenvergleich abgeschlossen und hatten keinerlei Probleme. Wir wissen, dass wir heute Abend gut zu tun haben werden, um alle Daten auszuwerten, und wir müssen die Balance noch etwas besser hinbekommen.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Wir hatten einen guten Trainingstag, der Schwerpunkt lag wie immer auf dem Vergleich der Reifenmischungen sowie auf der Motorkühlung. Wir hatten hier keinerlei Probleme mit der Bremsenkühlung. Die Rennstrecke hier ist ein Kontrast zum zurückliegenden Grand Prix. Außerdem haben wir an unseren beiden Autos verschiedene Abstimmungen getestet, um mehr Erkenntnisse zu erhalten. Vor diesem Hintergrund muss man auch die Unterschiede in den Rundenzeiten unserer Fahrer sehen. Heute Abend werden wir an den Auswertungen arbeiten, um die bestmögliche Rennabstimmung zu finden und die richtige Reifenwahl zu treffen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein ereignisreicher erster Trainingstag. Der Unfall von Ralf Schumacher hat uns natürlich sofort an seinen Unfall hier vor einem Jahr erinnert. Glücklicherweise gab es in diesem Fall nur Materialschaden. Nick und Mark haben das vorgesehene Programm komplett abgespult. Bei beiden wurden ein Long-Run durch die Unterbrechung des Trainings beeinflusst. Ansonsten gab es keine Probleme. Die Motoren liefen einwandfrei.
Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2005, 15:55     #43
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP der USA - Qualifikation (18.06.2005)

Wetter: trocken, bewölkt, 24°C Luft, 41-42°C Asphalt

Indianapolis (USA). Das Einzelzeitfahren zum Großen Preis der USA stand im Zeichen einer Reifendiskussion unter den von Michelin ausgestatteten Teams. Sie war durch Trainingsunfälle am Freitag in Gang gekommen. Mark Webber belegte im Qualifying Platz neun, Nick Heidfeld qualifizierte sich für Startplatz 15.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Platz 9 (1.11,527 min)
Meine Runde war recht gut, mehr war da nicht herauszuholen. Wir haben alles getan, um uns bestmöglich auf das Rennen vorzubereiten, und auch die neuen Daten werden wir heute Abend sorgfältig sichten. Die Reifensituation ist momentan Thema Nummer eins, auch wenn wir keinerlei Probleme hatten. Ich erinnere mich an eine schwierige Entscheidung in Le Mans. Es ist wichtig, dass die für alle Betroffenen richtige Entscheidung getroffen wird. Ich bin sicher, dass Michelin eine gute Lösung findet, die sowohl die Sicherheit als auch ein gutes Rennen für alle Beteiligten garantiert, natürlich auch für das Publikum.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Platz 15 (1.12,430 min)
Mein Qualifying lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich bin nicht zufrieden mit meiner Runde. Das Auto war schwierig zu fahren, hatte sehr wenig Grip. Am Freitag war mein Auto schon viel besser, aber heute morgen und jetzt im Qualifying hatte ich erneut Probleme. In der Folge der Reifenthematik mussten wir beim Set-up jetzt unbekanntes Terrain betreten, was sich nachteilig ausgewirkt hat. Jedenfalls kann ich sagen, dass wir hier noch keinerlei Probleme mit den Reifen hatten.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Zumindest auf den ersten Blick ist unser Qualifying-Ergebnis enttäuschend. Allerdings hatten wir im Training gute Long-Runs. Morgen wissen wir mehr. Wir mussten einige Veränderungen am Fahrzeug vornehmen, um mit dem höheren Reifendruck klarzukommen, den Michelin jetzt festgelegt hat. Aber diese Aufgabe mussten schließlich alle mit Michelin-Reifen fahrenden Teams lösen. Bisher haben wir an unseren Autos keinerlei Reifenfehler gehabt. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Rennvorbereitung und die Strategie für morgen. Es wird ein interessantes Rennen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wie schon in den vergangenen Jahren scheint Indianapolis auch diesmal für unser Team kein gutes Pflaster zu sein. Wir haben schon im freien Training gesehen, dass wir nicht vorne mitfahren können. Das Ergebnis des Qualifyings war entsprechend. Beide Fahrer müssen sich nun darauf konzentrieren, ein fehlerfreies Rennen zu fahren, um noch in die Punkteränge vorzustoßen. Dass dies möglich ist, haben wir vergangene Woche in Montréal gesehen.
Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2005, 05:53     #44
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP der USA - Rennen (19.06.2005)

JOINT PRESS RELEASE FROM THE MICHELIN TEAMS
(Ausschließlich in englischer Sprache verfügbar.)
Zitat:
Indianapolis (USA), 19th June 2005. The Michelin teams deeply regret the position that they have been put in today and would like to apologise to all the spectators, TV viewers, Formula One fans and sponsors for not being able to take part in today's USA Grand Prix.

Following Ralf Schumacher's accident on Friday morning, we were advised by Michelin that none of the tyres that were available to the teams could be used unless the vehicle speed in turn 13 was reduced. Without this Michelin did not consider the tyre to be safe to be used for the race.

All the teams are confident in Michelin and trust their advice as we know they are competent and responsible and their written instruction to us not to race unless changes to the circuit were made was accepted.

After final data from Michelin became available at 06.30 on Sunday morning it became clear that Michelin were not able to guarantee the safety of the drivers. Numerous discussions and meetings took place to find a safe solution to the problem. Every possibility for the race to go ahead in a safe manner was explored. The only practical solution was for a chicane to be installed prior to Turn 13 and nine of the teams were prepared to run under these conditions even forgoing championship points or by allowing non-Michelin teams to take top positions on the grid.

Unfortunately all proposals were rejected by the FIA.

Safety is always the first concern of any team and the FIA. Regrettably the teams were obliged to follow Michelin's requirements not to race.

We are totally aware that the USA is an important market for Formula One and there is an obligation for Formula One to promote itself in a positive and professional manner. It is sad that we couldn't showcase Formula One in the manner we would have liked today.
Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2005, 07:03     #45
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Frankreich - Vorschau

Zum zehnten von 19 WM-Läufen, dem Großen Preis von Frankreich am 3. Juli in Magny-Cours, kehrt die Formel 1 nach Europa zurück. Nach den Ereignissen von Indianapolis wünscht sich das BMW WilliamsF1 Team einen guten Grand Prix und eine spannende Vorstellung für die Fans. Mit je fünf Siegen in den bisher 14 in Magny-Cours ausgetragen Grands Prix sind WilliamsF1 und Ferrari die beiden erfolgreichsten Teams auf dem Circuit de Nevers.

Das intensive Weiterentwicklungsprogramm für den FW27 geht voran. In Frankreich bringt das Team ein erkennbar neues Aerodynamikpaket an den Start.


Nick Heidfeld:
"Ich habe gute Erinnerungen an Magny-Cours, ich habe dort in der Formel 3 und in der Formel 3000 Rennen gewonnen. Ich weiß, dass einige Leute diesen Grand Prix nicht besonders mögen, weil die Rennstrecke in der Provinz liegt. Aber uns Fahrer tangiert das nicht wirklich, wir konzentrieren uns auf das Fahren, und das macht dort viel Spaß. Ich mag den Kurs. Ich finde ihn anspruchsvoll, speziell die beiden schnellen Schikanen. Sie sind nicht einsehbar und sind am Scheitelpunkt sehr eng.

Mit dem neuen Chassis-Paket, das wir in Frankreich an den Start bringen, sollten wir einen guten Schritt nach vorn kommen. Wir müssen wieder richtig wettbewerbsfähig werden."


Mark Webber:
"Ich genieße es immer, nach Magny-Cours zu kommen. Es ist ländlich, und es liegt in einem Teil Frankreichs, der mir sehr gefällt. Das Wetter ist meistens schön und die ganze Stimmung am Wochenende recht entspannt. Für uns Fahrer gibt es dort weniger Verpflichtungen abseits der Rennstrecke als bei anderen Grands Prix. Und weil es so weit ab vom Schuss liegt, ist der Begleittross insgesamt schlanker. Ich fühle mich wohl unter echten Rennfans und freue mich drauf, mich ohne große Ablenkung auf meine Arbeit konzentrieren zu können.

Auch die Strecke selbst gefällt mir. Sie bietet eine gute Mischung aus schnellen und langsamen Kurven, außerdem eine kurze Boxengasse, die einige Stopps erlaubt und zu einem spannenden Rennverlauf beiträgt. Wir freuen uns sehr auf eine Reihe neuer Aerodynamik-Teile, die wir in Magny-Cours erstmals einsetzen werde. Ich hoffe, wir machen das Beste daraus und haben einen guten Start in den nächsten Teil der Europa-Saison."


Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
"In Magny-Cours beginnt die zweite Saisonhälfte. Im Vorfeld waren wir zu Testfahrten in Spanien. Antonio Pizzonia und Nick Heidfeld waren in Jerez im Einsatz, um die Weiterentwicklung des FW27 zu unterstützen und Reifentests für Michelin zu fahren. Im Zuge unseres Entwicklungsprogramms bringen wir diverse neue Aerodynamikkomponenten mit nach Frankreich. Einige sind sehr augenfällig, andere weniger.

Der Kurs hat drei Hochgeschwindigkeitspassagen: den ersten Rundenabschnitt und die beiden Schikanen. Außerdem bietet er einige langsame und mittelschnelle Kurven. Die Strecke ist bekannt für ihren sehr ebenen Belag, und die Streckenführung am Ende der Runde ist interessant, weil sie eine gute Linie zur Boxengasseneinfahrt bildet. Dadurch ist der Zeitverlust beim Boxenstopp relativ gering. Der Griffigkeit des Asphalts ist in Magny-Cours besonders temperaturabhängig, deshalb gibt es im Tagesverlauf signifikante Schwankungen bei den Rundenzeiten. Der Reifenverschleiß ist in Magny-Cours traditionell hoch. Auch wegen des geringen Zeitverlustes beim Boxenstopp ist die Rennstrategie dort immer ein spannendes Thema."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Die Tage seit unserer Rückkehr aus Indianapolis waren geprägt von Weichenstellungen über 2005 hinaus und Diskussionen um die zurückliegenden Ereignisse in den USA. Jetzt wollen wir uns aber wieder intensiv auf die weiteren Rennen der Saison 2005 konzentrieren. Wir werden alles daran setzen, die Erfolgsstatistik des BMW WilliamsF1 Teams noch auszubauen.

Die Strecke in Magny-Cours hat einen mittleren Volllastanteil. Allerdings haben wir dort schon häufig Hitzerennen erlebt. Hohe thermische Belastungen bedeuten naturgemäß große Anforderungen an die Standfestigkeit. Die beiden Motoren, mit denen Mark und Nick in Frankreich antreten werden, sind dieselben, die in Indianapolis in den Fahrzeugen waren und haben bisher entsprechend geringe Laufleistung absolviert."



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Circuit de Nevers, 3. Juli 2005

Startzeit (lokal/GMT): 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz: 4,411 km/308,586 km (70 Runden)

Sieger 2004:
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)

Pole 2004:
Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1.13,698 min

Rundenrekord:
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.15,377 min (2004)


F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 94, 10 Siege, 17 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions


Historie und Hintergrund:

2004 wird der Große Preis von Frankreich zum 15. Mal in Magny-Cours ausgetragen. Es ist der insgesamt 55. GP Frankreich. Der erste fand 1950 in Reims statt. 14 Mal startete die Formel 1 in Paul Ricard, elf Mal in Reims, je fünf Mal in Dijon und Rouen, vier Mal in Clermont-Ferrand und ein Mal in Le Mans.

Der ländlich gelegene Circuit de Nevers ist eine moderne Rennstrecke mit einem vergleichsweise ebenen Belag. Er bietet eine anspruchsvolle Kombination aus schnellen und langsamen Kurven sowie Überholmöglichkeiten.

WilliamsF1 hat in Magny-Cours bisher fünf Mal gewonnen und dort acht Polepositions erzielt.

Den jüngsten dieser fünf Siege auf dem Circuit de Nevers erzielte Ralf Schumacher 2003 für das BMW WilliamsF1 Team.

2001 holte Ralf Schumacher in Magny-Cours die erste von inzwischen insgesamt 17 Polepositions des BMW WilliamsF1 Teams.
Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2005, 11:56     #46
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Frankreich - 1. und 2. FREIES TRAINING (01.07.2005)

Wetter: trocken, Sonne und Wolken, 20-25°C Luft, 30-41°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Das BMW WilliamsF1 Team erlebte einen reibungslosen ersten Trainingstag zum Großen Preis von Frankreich, der am Sonntag, dem 3. Juli 2005, im ländlichen Magny-Cours ausgetragen wird.


Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 10. (1.16,758 min)
2. Training: 17. (1.17,192 min)
Das einzige nennenswerte Problem heute war, dass wir im zweiten Training den Funk austauschen mussten. Das hat den Ablauf etwas gestört. Aber alles in allem war es ein guter Trainingstag, an dem wir eine Menge abgearbeitet haben.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 15. (1.17,451 min)
2. Training: 16. (1.17,107 min)
Wir haben in beiden Trainingssitzungen ein intensives Programm gehabt. Wir müssen schneller werden, keine Frage. Wir haben auch mit Michelin gearbeitet, um bei der Reifenwahl die richtige Entscheidung zu treffen. Beide Mischungen funktionieren gut. Heute Abend werden wir sämtliche Daten studieren, und ich bin sicher, die Ingenieure werden gute Lösungen finden, damit wir morgen besser sind.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):

Unser Tag verlief störungsfrei, wir haben unsere Hausaufgaben in Sachen Reifen, Bremsen und Kühlung für das Rennen erledigt. Wir haben einige neue Aerodynamik-Komponenten mit nach Magny-Cours gebracht. Sie haben alle gut und erwartungsgemäß funktioniert. Jetzt müssen wir an Verbesserungen für morgen arbeiten.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das war aus Motorensicht ein komplikationsloses Training. Beide Fahrer haben in einem umfangreichen Programm die vorgesehenen Runden zur Reifenauswahl absolviert. Zur Performance lässt sich nach dem ersten Tag hier noch nicht viel sagen.
Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2005, 11:58     #47
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Frankreich - Qualifikation (02.07.2005)

Wetter: trocken, bewölkt, 21°C Luft, 26°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Im Qualifying zum Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours mussten sich die BMW WilliamsF1 Team Piloten Mark Webber und Nick Heidfeld mit den Plätzen 13 und 14 begnügen.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
13. Platz (1.15,885 min)
Wir haben in jedem Training versucht, das Auto schneller zu machen. Aber wir sind hier eindeutig nicht in der Lage, vorn mitzuhalten. Das Auto ist zuverlässig und fährt sich auch nicht schlecht. Das klingt positiv, aber dennoch ist das Wochenende hier bisher hart für uns. Aber jetzt werden wir alles daran setzen, im Rennen doch noch ein paar Punkte zu holen. Hoffentlich geht unsere Rennstrategie auf.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
14. Platz (1.16,207 min)
Ich dachte, wir würden heute schneller sein. Das Auto hat sich gestern gut angefühlt, vor allem in den schnellen Schikanen, aber mit den Rundenzeiten können wir nicht zufrieden sein. Meine Qualifikationsrunde war in Ordnung, obwohl ich sehr früh an der Reihe war, als die Strecke noch wenig Grip hatte. Ich hoffe, wir sind im Rennen konkurrenzfähiger als im Qualifying. Das war in diesem Jahr ja schon ein paar Mal der Fall. Außerdem sieht es so aus, als würde uns das Wetter noch etwas entgegen kommen. Wir erwarten höhere Temperaturen, und das sollte unseren Reifen helfen.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Wir hatten auf ein besseres Qualifyingergebnis gehofft. Wir haben zwar Fortschritte bei der Abstimmung gemacht, aber es ist uns nicht gelungen, tatsächlich das Beste aus dem Auto herauszuholen. Wir werden sehen, wer mit welcher Rennstrategie antreten wird. Es sieht so aus, als würde es am Rennsonntag ziemlich warm werden. Unsere Long-Runs im Training waren ganz gut. Wir werden morgen um Punkte kämpfen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Schon nach dem freien Training war klar, dass unser Team hier in diesem Jahr nicht vorne dabei ist. Das ging sowohl aus den Rundenzeiten als auch aus den Kommentaren der Fahrer hervor. Im Qualifying hat sich diese Situation bestätigt. Beide Fahrer müssen nun versuchen, über die Renndistanz Positionen gut zu machen und für das Team ein paar Punkte mit nach Hause zu nehmen. Auf der Motorenseite gab es keine Besonderheiten.
Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2005, 18:53     #48
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Frankreich - Rennen (03.07.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 30-32°C Luft, 50-51°C Asphalt

Magny-Cours (FRA). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams, Mark Webber und Nick Heidfeld, kamen beim Großen Preis von Frankreich nicht über die Plätze zwölf und 14 hinaus. Beide Fahrzeuge hatten technische Probleme, das Team arbeitet an der Analyse. Am kommenden Wochenende steht bereits der britische Grand Prix auf dem Programm.

Mark Webber: 12. Platz
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.18,395 min in Rd. 17 (15.-schnellste insg.)
Mein größtes Problem heute war, dass mein Sitz extrem heiß wurde. Ich musste mir bei den Boxenstopps Wasser ins Cockpit schütten lassen. Es war sehr beschwerlich, unter diesen Bedingungen zu fahren. Das Ergebnis ist eine große offene Brandwunde an meiner rechten Hüfte, die nun ärztlich behandelt wird. Das Rennen selbst war ohnehin schwierig. Nachdem wir so schlechte Startplätze hatten, hingen wir hinten fest. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns.

Nick Heidfeld: 14. Platz
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.18,102 min in Rd. 36 (13.-schnellste insg.)
Beim Start konnte ich keinen einzigen Platz gutmachen. Dann lag ich eine Weile zwischen Mark und David Coulthard. Beim ersten Boxenstopp blieb ich vor David, aber er ist später als ich zum zweiten Stopp gefahren und war dann vor mir. Dann spürte ich plötzlich, dass etwas mit meinem Auto nicht in Ordnung war. Ich dachte an eine Aufhängung, weil es sich ganz seltsam angefühlt hat, vor allem auf der Gerade. Die Ingenieure sagten mir, dass es ein Problem mit dem Differenzial gebe, aber dass ich doch weiterfahren solle, um wenigstens einen um eine Position besseren Startplatz für das Qualifying in Silverstone zu haben. Mein Auto war heute extrem schwierig zu fahren.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Das Rennen war enttäuschend für das Team. Das war nicht unser normales Leistungsniveau. Wir werden jetzt in der Fabrik die nötigen Untersuchungen durchführen. Wir hatten auch mechanische Probleme an beiden Autos, die wir an der Telemetrie ablesen konnten. Wir werden die Fahrzeuge jetzt gründlich zerlegen, um die fehlerhaften Teile im Antriebsstrang zu finden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Rennen war so schwach wie das Qualifying. Beide Fahrer hatten keine Chance, sich nach vorn zu arbeiten. Zum Rennende gab es an beiden Fahrzeugen ein mechanisches Problem, das noch analysiert werden muss. Die Motoren liefen einwandfrei. Im Hinblick auf Silverstone gilt es jetzt, die Daten dieses Wochenendes zu analysieren, um die Ursache für die schwachen Rundenzeiten zu finden. In dieser Situation wäre ein Test sehr hilfreich, was aber wegen des unmittelbar folgenden Rennens nicht möglich ist.
Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2005, 18:54     #49
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Großbritannien - Vorschau

Die Zielflagge beim Großen Preis von Frankreich ist gerade gefallen, und schon machen sich die Teams auf den Weg nach Silverstone. Der Britische Grand Prix am 10. Juli ist der elfte von 19 Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2005. Dieses Rennen steht naturgemäß ganz oben auf der Beliebtheitsskala von WilliamsF1. Auf der Strecke in Northamptonshire erzielte das Team von Frank Williams 1979 seinen ersten und 1997 seinen 100. GP-Sieg. Außerdem liegt der Kurs der Fabrik in Grove so nahe, dass er vielen Mitarbeitern die ersehnte Gelegenheit bietet, ihre Rennwagen vor Ort in Aktion zu erleben.

In Silverstone geht Rennsportlern das Herz auf. Die Strecke verlangt Mut von den Fahrern und Präzision von den Fahrzeugen. Mit erneuten Weiterentwicklungen am FW27 hofft das Team auf einen Aufwärtstrend und will den Fans im "Home of British motor racing" einen guten Grand Prix bieten.


Nick Heidfeld:
"Silverstone ist, ähnlich wie Barcelona, eine Rennstrecke, die alle Fahrer und Teams sehr gut kennen, weil dort relativ viel getestet wird. Ich finde den Kurs auch anspruchsvoll. Er hat ein paar schnelle Kurven, und vor allem Becketts macht einem als Fahrer viel Spaß. Was mir außerdem an diesem Rennen gefällt, sind die sehr gut informierten Fans. In England gibt es viele echte Motorsport-Enthusiasten, die sind weniger auf Personen bezogen, sondern vom puren Sport begeistert.

In Silverstone kann das Wetter gelegentlich noch schlechter als auf dem Nürburgring sein. Ich fahre grundsätzlich recht gern im Regen, eine nasse Strecke kann für zusätzliche Spannung sorgen."


Mark Webber:
"Nachdem ich schon eine ganze Weile in England lebe, mag ich das Rennen in Silverstone besonders gern. Ich habe dort viele Freunde, die immer zu den Rennen kamen und mich in den verschiedenen Teams angefeuert haben. Auch sportlich habe ich gute Erinnerungen an die Strecke. 1997 bin ich in der Formel 3 für Alan Docking Racing gefahren, das Team ist in Silverstone zuhause. In der Formel 3000 habe ich in Silverstone einen Sieg geholt, und beim GP 2004 bin ich im Jaguar Achter geworden. Außerdem wohne ich nur 40 Minuten von der Rennstrecke entfernt. Ich fahre in der Gegend viel mit dem Fahrrad herum und kenne mich gut aus.

Der Kurs ist extrem fordernd. Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, vergleichbar mit Barcelona. Bekanntlich kann das Wetter in Silverstone eine entscheidende Rolle spielen. Ich hoffe, am Rennwochenende wird es schön sein, und ich wünsche mir sehr, dass wir konkurrenzfähiger sind."


Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
"Direkt nach dem GP Frankreich steht jetzt als zweiter Teil des Doppelpacks unser Heimrennen auf dem Programm. Silverstone ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke mit schnellen Richtungswechseln und drei Geraden, auf denen Motorleistung gefordert ist. Am Ende jeder Runde geht es noch durch einen langsamen Abschnitt. Aerodynamische Effizienz ist in Silverstone entscheidend. Die Autos brauchen Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten, ohne zu viel Grip in dem engeren Streckenabschnitt zu verlieren.

Um unseren Fahrern die größtmöglichen Chancen zu geben, haben wir weitere aerodynamische und mechanische Verbesserungen parat. Wir haben nie zuvor während einer Saison ein solch intensives Weiterentwicklungsprogramm absolviert wie 2005.

In Silverstone gibt es auch Überholmöglichkeiten, die für einen guten Grand Prix sorgen können. Nach der Umstellung auf das neue Qualifyingformat zeichnen sich die Rennstrategien der Teams jetzt wieder etwas klarer ab."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Silverstone ist ein Klassiker im Rennkalender. Immer wieder umstritten, aber traditionsbeladen. Beim Heimspiel von WilliamsF1 wollen wir natürlich eine gute Figur machen.

Mit vier Grands Prix in einem Monat ist der Juli eine enorme Belastungsprobe für alle Beteiligten. Zumal schon unmittelbar davor zweimal zwei Rennen im Doppelpack ausgetragen wurden, inklusive Überseeeinsatz. Trotz dieser Beanspruchung Weiterentwicklung zu betreiben, verdient Respekt. Das in Magny-Cours erstmals eingesetzte Aerodynamikpaket des FW27 sollte in Silverstone Früchte tragen.

Auf den drei Geraden zahlt sich Motorleistung aus. Mit 58 Prozent liegt der Volllastanteil leicht über dem Durchschnitt der Formel-1-Rennstrecken. Nick und Mark werden den britischen Grand Prix turnusgemäß mit frischen BMW P84/5 Motoren in Angriff nehmen."



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Silverstone Circuit/10. Juli 2005
Startzeit (lokal/GMT): 13:00 Uhr/12:00 Uhr (14:00 Uhr in Deutschland)
Runde/Renndistanz: 5,141 km/308,355 km (60 Runden)

Sieger 2004:
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)

Pole 2004:
Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes),1.18,233 min

Rundenrekord:
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.18,739 min (2004)

F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 95 Starts, 10 Siege, 17 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions


Historie und Hintergrund:

Für WilliamsF1 hat Silverstone nicht nur deswegen eine besondere Bedeutung, weil die Strecke nur einen Steinwurf vom Firmensitz in Grove entfernt liegt. Am 14. Juli 1979 feierte das Team dort seinen ersten Sieg, es gewann Clay Regazzoni. Am 13. Juli 1997 erzielte Jacques Villeneuve auf dem Kurs den 100. GP-Sieg für WilliamsF1. Insgesamt siegte WilliamsF1 acht Mal in Silverstone.

Die Rennstrecke in Silverstone wurde seit dem ersten Grand Prix im Jahr 1950 mehrfach umgebaut. Der diesjährige GP ist der 39., der auf dem Kurs in Northamptonshire ausgetragen wird. Weitere GP von Großbritannien fanden in Aintree (fünf) und Brands Hatch (zwölf) statt. Außerdem wurden in England drei Grands Prix von Europa ausgetragen, 1983 und 1985 in Brands Hatch sowie 1993 in Donington Park.

In den zurückliegenden Jahren wurde die den Kurs umgebende Infrastruktur ausgebaut. Vor allem nach dem GP 2000 waren Parkplätze und Zufahrtswege in die Diskussion geraten. Damals war das Rennen vom traditionellen Juli-Termin auf April vorverlegt worden. Wolkenbruchartige Regenfälle hatten die unbefestigten Parkplätze derart aufgeweicht, dass am Samstag die Zuschauer gebeten werden mussten, zu Hause zu bleiben.
Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2005, 09:18     #50
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
GP Großbritannien - Training (08.07.2005)

Wetter: trocken, bewölkt, 18-19°C Luft, 24-26°C Asphalt

Silverstone (GBR). Das BMW WilliamsF1 Team absolvierte in den ersten beiden freien Trainings zum Großen Preis von England in Silverstone ein intensives Abstimmungsprogramm mit den beiden FW27 von Mark Webber und Nick Heidfeld.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 15. (1.23,394 min)
2. Training: 12. (1.21,235 min)
Das war ein ziemlich schwieriger Tag. Wir haben viel ausprobiert, um eine gute Balance für diese Strecke zu finden und dabei auch die in Magny-Cours gesammelten Daten einbezogen. Wir erwarten keine Wunder und setzen uns realistische Ziele für Fortschritte. Wir ziehen viele Register, um Lösungen zu finden. Noch sind wir nicht annähernd da, wo wir hinwollen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir heute Abend noch einige gute Entscheidungen treffen werden.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 16. (1.24,321 min)
2. Training: 18. (1.22,500 min)
Das erste Training war sehr schwierig, das zeigen ja auch die Rundenzeiten. Ich hatte einfach keinen Grip, die Reifen kamen nicht auf Temperatur. Vor und während der zweiten Session haben wir einige Veränderungen vorgenommen, die das Auto verbessert haben. Wir haben heute sehr viele Dinge ausprobiert, folglich haben wir eine Menge an Daten zu analysieren, um unsere Entscheidungen für morgen zu treffen.

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
Heute Morgen hatten wir Probleme, Grip aufzubauen. Aber am Nachmittag haben wir wohl die Richtung gefunden, in die wir uns bewegen müssen. Vor uns liegt noch viel Arbeit. Heute Abend werden wir die Daten analysieren und unsere Entscheidungen für morgen treffen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach dem schwierigen Wochenende in Magny-Cours war der heutige Freitag durch intensive Abstimmungsarbeit geprägt. Das Team hätte sicher von einem zwischenzeitlichen Test profitiert. Jetzt geht es darum, mit den erfassten Daten die Abstimmung bis Samstag zu verfeinern. Beide Motoren liefen einwandfrei.
Mit Zitat antworten
Antwort Zurück BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu








Alle Partner anzeigen - hier klicken

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 08:09 Uhr.