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Alt 23.05.2005, 06:33     #31
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GP Monaco - Abschlussqualifying (22.05.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 22-23°C Luft, 25-27°C Asphalt
Monte Carlo (MCO). Nirgendwo ist ein guter Startplatz so viel Wert wie auf den engen Straßen von Monte Carlo. Die BMW WilliamsF1 Team Piloten sind gut aufgestellt: Mark Webber geht von Startplatz drei ins Rennen, Nick Heidfeld startet als Sechster zum Großen Preis von Monaco.


Fahrer Qualifying Samstag Qualifying Sonntag Gesamt: Position / Zeit
M. Webber 3. / 1.14,584 min 3. / 1.17,072 min 3. / 2.31,656 min
N. Heidfeld 6. / 1.15,128 min 6. / 1.17,755 min 6. / 2.32,883 min


Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Es ist schön, wieder unter den ersten Drei zu sein. Ich erwarte ein hartes Rennen hier. Vor allem McLaren und Renault scheinen sehr stark zu sein. Wir sind insgesamt recht zufrieden mit der Leistungsfähigkeit unseres Autos. Bisher ist dieses Wochenende wohl unser bestes in diesem Jahr. Das macht zuversichtlich für das Rennen. Wir werden auch sehen, ob sich unsere Reifenwahl auszahlt. Ich würde heute sehr gern auf dem Podium stehen. Ich erinnere mich noch gern an das Formel-3000-Rennen von 2001. Damals habe ich von der Poleposition aus gewonnen.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Man wird erst nach den ersten Boxenstopps wissen, wie viel Sprit welches Auto heute Morgen im Tank hatte. Von daher ist es zu früh, meinen Startplatz zu beurteilen. Ich war recht zufrieden mit meiner Qualifyingrunde, obwohl es mir natürlich lieber gewesen wäre, Jarno Trulli hätte mich im Ergebnis nicht überholt. Wir sind jedenfalls gut auf das Rennen vorbereitet.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Es ist ein gutes Qualifyingergebnis, unsere Startplätze sind in Ordnung. Die Rundenzeiten entsprachen unseren Erwartungen. Wir freuen uns auf das Rennen und sind gespannt, wie sich die unterschiedlichen Strategien entpuppen und entwickeln werden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Mit einem Auto in der zweiten und einem in der dritten Reihe haben wir gute Ausgangspositionen für das Rennen. Entscheidend werden die Starts sowie die Kraftstoffmenge und somit der Zeitpunkt des ersten Boxenstopps sein. Außerdem wird die Abnutzung der Reifen über die Renndistanz eine wichtige Rolle spielen.
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Alt 23.05.2005, 06:34     #32
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GP Monaco - Rennen (22.05.2005)

Wetter: sonnig, trocken, 22-23°C Luft, 34-43°C Asphalt
Monte Carlo (MCO). Beide BMW WilliamsF1 Team Piloten feierten beim wichtigsten GP das beste Ergebnis ihrer Formel-1-Karriere: Nick Heidfeld kam beim Großen Preis von Monaco als Zweiter ins Ziel, Teamkollege Mark Webber stand als Dritter auf dem Podium.


Nick Heidfeld: 2. Platz
Chassis: FW27 06 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.17,159 min in Rd. 15 (neuntschnellste insg.)
Ich freue mich riesig über diesen zweiten Platz! Das ist mein bisher bestes F1-Ergebnis. Das in Monaco zu erreichen, ist besonders toll. Mein Start war sehr gut, ich habe Mark in der ersten Kurve sogar leicht berührt, zum Glück ist dabei nichts passiert. Dann steckte ich genau wie Mark und einige andere Fahrer hinter Trulli fest. Ich habe mich bemüht, Benzin zu sparen und die Reifen zu schonen. Als das Safety Car auf die Strecke kam, hat das Team super reagiert und uns sofort an die Box geholt. Später hatte ich Glück, weil das Team entschieden hat, mich etwas früher zu meinem zweiten Stopp reinzuholen. So kam ich an Mark vorbei. Viele Fahrer schienen große Probleme mit ihren Reifen zu haben. Wir nicht. Als ich am Ende freie Fahrt hatte, konnte ich noch einmal alles geben. Ich habe Alonso mit seinen abgefahrenen Reifen ein paar Runden lang beobachtet und mir dann die beste Stelle zum Überholen ausgesucht. Er hat sich gut verteidigt, aber ich konnte ihn ausbremsen.

Mark Webber: 3. Platz

Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.16,971 min in Rd. 77 (siebtschnellste insg.)
Dies ist mein erster Podiumsplatz in der Formel 1, und ich freue mich, dass wir nach einem schwierigen Saisonstart hier gleich zu zweit das Team vertreten. Beim Test in Vallelunga haben wir in der vergangenen Woche intensiv Reifen getestet, und das hat sich ausgezahlt. McLaren war extrem stark, aber wir waren am dichtesten dran. So lange hinter Jarno Trulli festzuhängen, war frustrierend. Anlässlich der zweiten Boxenstopps hat mich Nick leider überholt, und dann hingen wir beide hinter Fernando Alonso fest, der offenbar Reifenprobleme hatte. Nachdem Nick Alonso überholt hatte, wollte der das natürlich nicht noch einmal mit sich machen lassen. Es war hart, aber es ist mir doch gelungen, an ihm vorbeizukommen. Es war eine tolle Leistung von WilliamsF1, BMW und Michelin heute. Wir waren heute stark und zuverlässig. Ich hätte nur gerne etwas mehr freie Fahrt gehabt.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Das ganze Team hat seine Sache sehr gut gemacht. Es war phantastisch, Nick und Mark Seite an Seite auf dem Podium zu sehen. Wir hatten hier einen Reifen, der perfekt zu dieser Strecke gepasst hat. Monaco belohnt Autos, die viel Abtrieb entwickeln und mit denen man reifenschonend fahren kann. Wir waren heute klar am nächsten dran an McLaren. Bei der Safety-Car-Phase haben wir per Strategie Boden gut gemacht, weil wir beide Autos reingeholt haben. Beim zweiten Stopp sind wir ein Risiko eingegangen, indem wir Nick früher als ursprünglich geplant an die Box geholt haben. Dasselbe haben wir anschließend auch mit Mark gemacht, der dabei allerdings seine Position an Nick verloren hat.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das war ein Monaco-Rennen mit Höhen und Tiefen, wie es sie nur hier geben kann. Beide Fahrer sind fast über die gesamte Renndistanz von langsameren Fahrzeugen aufgehalten worden, so dass die Überholmanöver kurz vor Schluss wie ein Befreiungsschlag waren. Am Ende steht ein großartiges Resultat für das Team und beide Fahrer. Das war heute unser bisher bestes Saisonergebnis und erinnert uns an das Rennen in Monaco vor zwei Jahren, in dem wir die Wende geschafft haben.
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Alt 29.05.2005, 16:54     #33
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GP Europa - Vorschau

Nach dem Jubel über zwei Podiumsplätze beim Großen Preis von Monaco bleibt dem BMW WilliamsF1 Team kaum Zeit zum Luft holen. Die heiße Phase der Formel-1-Saison 2005 hat begonnen. Das Rennen in Monte Carlo, bei dem das Team mit den Plätzen zwei und drei für Nick Heidfeld und Mark Webber sein bisher bestes Saisonergebnis hatte einfahren können, war der erste von acht Grands Prix innerhalb von zehn Wochen. Der Formel-1-Tross ist bereits unterwegs zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Das Rennen am kommenden Sonntag ist der siebte von 19 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2005.

Mark Webber:
"Der Nürburgring ist eine sehr geschichtsträchtige Rennstrecke, insbesondere die Nordschleife. Durch die Lage in den Bergen ist das Wetter oft rau und unberechenbar und hat schon häufig Rennen entschieden. Ich finde, der erste Streckenabschnitt ist durch die Umbauten in den vergangenen Jahren interessanter geworden, und ich mag die Dunlop-Kurve, eine schnelle Bergauf-Links-Rechts-Kombination. Der Nürburgring ist ein schöner Mix aus verschiedenen Kurven, ich fahre gerne dort. Natürlich ist das Rennen auch für BMW etwas Besonderes. Ich hoffe, dass wir dort ein weiteres gutes Ergebnis einfahren können."

Nick Heidfeld:

"Das Rennen auf dem Nürburgring ist für mich etwas ganz Besonderes. Es ist mein Heimrennen, liegt Mönchengladbach am nächsten, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Am Nürburgring habe ich als Dreijähriger Fahrrad fahren gelernt. Mein Vater ist mit meinen beiden Brüdern und mit mir oft zum Ring gefahren. Im Winter sind wir sogar auf der Nordschleife Schlitten gefahren. Mit acht Jahren bin ich am Nürburgring zum ersten Mal Kart gefahren. Das sind sehr schöne Kindheitserinnerungen. Und ich bin auch eine Menge Rennen auf dem Nürburgring gefahren. In der Formel Ford, Formel 3, Formel 3000 und schließlich Formel 1. Ich habe jedes einzelne sehr genossen und in der Eifel auch schon einige Rennen gewonnen.

Ich empfinde mein Heimrennen überhaupt nicht als unangenehmen Druck. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich riesig auf die Unterstützung dort. Nirgendwo sehe ich so viele Fans. Natürlich bringt das Heimrennen auch einige zusätzliche PR-Termine mit sich, aber auch dieses Interesse ist mir willkommen. Kurz vor dem Nürburgringrennen mein bisher bestes Formel-1-Ergebnis erzielt zu haben, gibt der Sache zusätzlichen Schwung. Ich hoffe, in der Heimat folgt das nächste gute Resultat."

Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
"Wegen der unmittelbar aufeinander folgenden Grands Prix bleibt keine Zeit für reguläre Testfahrten. Wir werden lediglich einen Funktionstest in Silverstone fahren, dabei wird Nico Rosberg am Steuer sitzen. Die Reifenmischungen, die Michelin zum Nürburgring mitbringen wird, haben wir bereits bei früheren Testfahrten ausprobiert.

Der Nürburgring verlangt generell viel Abtrieb. Er hat viele mittelschnelle Kurven und auch eine Hochgeschwindigkeitspassage. Es gibt zwei gute Gelegenheiten zum Überholen: Die eine ist vor der ersten Kurve, die andere vor der letzten Schikane. Alle Chassis-Komponenten, die wir vor dem erfolgreichen Monaco-GP angebracht haben, werden wir auch auf dem Nürburgring verwenden. Wir haben die Aerodynamik des FW27 seit Saisonbeginn signifikant verbessert und arbeiten mit BMW weiter an der Traktionskontrolle und den Starts."

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Die beiden Podiumsplätze in Monaco waren für das Team ein zusätzlicher Motivationsschub. Zum Nürburgring hat BMW eine ganz besondere Verbindung. Und das nicht erst seit der Formel-1-Rückkehr und dem Doppelsieg vor zwei Jahren. Der Ring war auch Kulisse von vielen BMW Tourenwagen- und Langstrecken-Siegen. Der jüngste große Erfolg ist erst drei Wochen alt: BMW Motorsport hat mit zwei M3 GTR beim 24-Stunden-Rennen einen Doppelsieg gelandet. Mit 18 Gesamtsiegen ist BMW die mit Abstand erfolgreichste Marke bei diesem Klassiker. Bei dieser Siegfahrt mussten die Piloten Regen, Hagel und sogar Schnee trotzen. Wir hoffen, vor allem für die Formel-1-Fans, dass der Große Preis von Europa bei milderem Eifelwetter über die Bühne geht.

Im vergangenen Jahr hat der Veranstalter mit großem Erfolg neue Attraktionen für die Zuschauer ins Leben gerufen. Darunter Taxifahrten, für die BMW auch in diesem Jahr wieder Fahrzeuge zur Verfügung stellt, die von den Formel-1-Fahrern chauffiert werden.

Der heutige Nürburgring vereint den Charme von Motorsporthistorie mit moderner Rennstreckenarchitektur und Stadionatmosphäre. Die Anforderungen an die BMW P84/5 Motoren liegen im Vergleich aller GP-Kurse im Mittelfeld. 2004 haben wir einen Volllastanteil von 55 Prozent ermittelt. Für den Großen Preis von Europa erhalten Mark Webber und Nick Heidfeld turnusgemäß frische Triebwerke."


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Nürburgring/29. Mai 2005

Startzeit (lokal/GMT): 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz: 5,148 km/308,863 km (60 Runden)

Sieger 2004: Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)

Pole 2004: Michael Schumacher, 1.28,351 min

Rundenrekord: Michael Schumacher, 1.29,468 min (2004)

F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 91 Starts, 10 Siege, 16 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions


Historie und Hintergrund:

2003 feierte das BMW WilliamsF1 Team einen seiner größten Erfolge auf dem Nürburgring: den zweiten von bisher drei Doppelsiegen. Ralf Schumacher gewann vor Juan Pablo Montoya. Zuvor hatte WilliamsF1 zwei GP-Erfolge auf dem Nürburgring erzielt: 1996 und 1997 gewann der Kanadier Jacques Villeneuve.

2005 startet zum 35. Mal ein Formel-1-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Die erste Streckenvariante wurde am 18./19. Juni 1927 eröffnet. Am 29. Juli 1951 gastierte die Formel 1 erstmals zum Großen Preis von Deutschland in der Eifel. Ende der 50er Jahre und in den frühen 70er Jahren zog der GP Deutschland vorübergehend auf die Berliner Avus bzw. nach Hockenheim um. Der schwere Feuerunfall Niki Laudas am 1. August 1976 brachte das endgültige Aus für die legendäre Nordschleife als Formel-1-Kurs.

Auf der Nordschleife werden heute noch Tourenwagenrennen ausgetragen. Darunter das 24-Stunden-Rennen, bei dem BMW in diesem Jahr am 8. Mai mit zwei BMW M3 GTR den 18. Gesamtsieg für die Marke und den zweiten Doppelsieg in Folge erzielte.

Der Nürburgring ist auch ein Standort des BMW Fahrertrainings. In der Eifel werden regelmäßig verschiedene Lehrgänge abgehalten, die auch die Nordschleife einbeziehen.

An den meisten Tagen des Jahres kann man auf der Nordschleife gegen Gebühr im Privatwagen oder mit dem eigenen Motorrad Runden drehen.

Am 12. Mai 1984 wurde der neue Nürburgring eröffnet. Seither startete die Formel 1 in der Eifel neun Mal zum Großen Preis von Europa, zwei Mal zum GP von Luxemburg (1997 und 1998) und ein Mal (1985) zum Großen Preis von Deutschland.

Von 1999 bis 2001 erfolgte die Modernisierung des Start- und Zielbereiches inklusive eines neuen Boxengebäudes und Pressezentrums.

2002 wurde die Mercedes-Arena fertig gestellt. Der stadionartige Streckenteil verlängerte den Kurs um rund 600 Meter.

Im Rahmen des Formel-1-GP-Europa trägt die Formel BMW ADAC Meisterschaft ihre Läufe sieben und acht aus. In der Formel BMW, mittlerweile in vier Championaten (Asien, Deutschland, England, USA) ausgetragen, pilotieren Teenager hochmoderne Monoposto mit 140 PS starken BMW Motoren.
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Alt 29.05.2005, 16:56     #34
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GP Europa - FREIES TRAINING (27.05.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 27-30°C Luft, 42-52°C Asphalt

Nürburg (DEU). Kein leichter Start für das BMW WilliamsF1 Team: Zwar erzielten Nick Heidfeld und Mark Webber am ersten Trainingstag zum Großen Preis von Europa gute Rundenzeiten, aber beide fielen vorzeitig aus. Webber strandete im Kiesbett, Heidfeld blieb wegen eines Problems im Antriebsstrang stehen.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 7. (1.33,142 min)
2. Training: 3. (1.31,813 min)
Der Tag begann sehr gut. Wir haben an der Abstimmung gearbeitet und uns dabei in die richtige Richtung bewegt. Ich habe die Zeitenliste bis kurz vor Schluss angeführt. Das ist schön, aber freitags auch nicht sehr viel wert. Entscheidender ist, dass Mark und ich unser Programm nicht abschließen konnten. Dass wir relativ wenig gefahren sind, macht die Reifenwahl, die wir bis morgen früh treffen müssen, recht schwierig.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 8. (1.33,248 min)
2. Training: 6. (1.32,088 min)
Das war nicht gerade ideal. Morgens lief alles reibungslos, aber da sind wir noch keine Long-runs gefahren. Damit hatten wir im zweiten Training gerade richtig angefangen, als ich auf meiner siebten Runde die Kontrolle über mein Auto verloren habe und dann nicht mehr aus dem Kiesbett kam. Damit war das Training für mich gelaufen. Es tut mir leid für das Team, aber ich bin sicher, wir holen das wieder auf.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Der erste Tag lief nicht nach Plan. Wir hatten einen schwierigen ersten Trainingstag. Nick musste wegen eines Problems im Antriebsstrang vorzeitig aufhören. Wir untersuchen gerade, was genau passiert ist. Mark ist im Kiesbett gestrandet. Sein Auto und seine Daten werden wir später checken, wenn das Auto wieder in der Box ist. Jedenfalls ist es diesmal schwierig für uns, die richtige Reifenwahl zu treffen. Immerhin können wir auf die Daten zurückgreifen, die Nick gesammelt hat, bevor er stehen blieb. Damit und mit dem Set-up werden wir uns heute Abend intensiv beschäftigen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Leider konnten beide Fahrer ihr Programm nicht wie geplant abschließen. Mark geriet relativ früh ins Kiesbett, bei Nick gab es ein Problem im Antriebsstrang. Die Ingenieure müssen jetzt versuchen, auf Basis der wenigen vorhandenen Daten die Reifenentscheidung zu treffen. Positiv zu vermerken ist, dass die Basisabstimmung auf Anhieb passte. Beide Fahrer waren sofort schnell unterwegs. Beide Motoren liefen problemlos.
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Alt 29.05.2005, 16:57     #35
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GP Europa - Qualifying (28.05.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 30-31°C Luft, 47-49°C Asphalt

Nürburg (DEU). Bei ungewohnter Hitze in der Eifel erzielte das BMW WilliamsF1 Team seine erste Poleposition in dieser Saison. Niemand fuhr im Qualifying zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring schneller als Nick Heidfeld, der sich seine erste Poleposition in der Formel 1 erkämpfte. Teamkollege Mark Webber war Drittschnellster. Es ist die 17. Polepositon für das BMW WilliamsF1 Team seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2000, die bis dato letzte war beim GP Kanada 2004 gelungen.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Platz 1 (1.30,081 min)
Es ist phantastisch für mich, nach so vielen Jahren meine erste Poleposition in der Formel 1 geholt zu haben - und dies noch dazu bei meinem Heim-Grand-Prix vor den Augen meiner Fans. Ich glaube, mehr kann man sich nicht wünschen. Meine Runde war ganz gut, es hat alles soweit gepasst. Das ist besonders erfreulich, nachdem wir gestern wenig zum Fahren gekommen sind. Dieses gute Resultat zeigt, dass Monaco keine Eintagsfliege war, sondern dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich freue mich sehr auf das Rennen. Druck hat man in der Formel 1 immer, aber ich bemühe mich, das nicht an mich heran zu lassen.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Platz 3 (1.30,368 min)
Einmal mehr vielen Dank an WilliamsF1 und BMW für die bemerkenswerte Leistung, hier so gut vorbereitet anzukommen, wo wir eine Woche zuvor in Monaco auf einer völlig anders artigen Rennstrecke erfolgreich waren. Wieder unter den ersten Drei zu sein, ist großartig. Das Rennen morgen wird hart werden. Wir müssen sehen, wie sich unsere Reifen verhalten. Nachdem wir im Freitagstraining nicht so viele Runden fahren konnten, fehlt uns Erfahrung. Unsere Rennstrategie ist gut, wir brauchen gute Starts.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Das war wirklich ein gutes Qualifying. Die Fahrer und das Team haben kompensiert, dass wir gestern nur wenig gefahren sind. Ein Dank an die Ingenieure, die eine gute Abstimmung, Reifenwahl und Strategie entwickelt haben, obwohl sie nur so wenige Informationen zur Verfügung hatten. Wir freuen uns auf das Rennen morgen. Wir sind zuversichtlich, eine starke Vorstellung bieten zu können. Wir haben keinerlei technische Probleme, auch die Bremsen- und Motorkühlung sind im grünen Bereich.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Qualifying ist ein großer Erfolg für beide Fahrer und die Techniker. Wir waren gestern nicht in der Lage, die nötigen Kilometer zu absolvieren, um die Reifenauswahl anhand fundierter Daten zu treffen. Für heute zumindest war die Entscheidung richtig. Wir gratulieren Nick sehr herzlich zur ersten Poleposition seiner F1-Karriere. Was die Zeiten wert sind, werden wir nun im Rennen bei den ersten Tankstopps sehen.
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Alt 29.05.2005, 16:59     #36
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GP Europa - RENNEN (29.05.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 24°C Luft, 40-42°C Asphalt

Nürburg (DEU). Mit Nick Heidfeld gelang dem BMW WilliamsF1 Team zum zweiten Mal in acht Tagen Platz zwei. Es ist der vierte Podiumsplatz für das Team in dieser Saison. Wie beim GP Monaco kam Heidfeld auch beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring als Zweiter ins Ziel. Am Samstag war er erstmals in seiner F1-Karriere auf die Poleposition gefahren. Teamkollege Mark Webber ging wegen eines Unfalls in der ersten Kurve leer aus.

Nick Heidfeld: 2. Platz
Chassis: FW27 06 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Schnellste Runde: 1.31,124 min in Rd. 9 (viertschnellste insg.)
Es ist super, nach der Pole auch noch einen zweiten Platz feiern zu können. Mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet, aber ich wusste, dass ein Podiumsplatz im Bereich unserer Möglichkeiten lag. Wir hatten kalkuliert, dass Kimi besser starten würde, und das war auch tatsächlich so. Ich habe in der ersten Kurve noch probiert, mir Platz eins zurückzuholen, aber letztlich blieb er vorn. Ich bin in meinem ersten Stint so hart gefahren, wie ich konnte, um einen Vorsprung auf meine Verfolger herauszufahren. Unsere Dreistopp-Strategie ging auf, denn bis kurz vor Schluss lag ich an dritter Stelle. Mein Auto war gut, und ich habe keine nennenswerten Fehler gemacht. In den letzten Runden kam Barrichello zwar immer näher, aber ich konnte ihn hinter mir halten, obwohl meine Hinterreifen zu diesem Zeitpunkt etwas abgebaut hatten. Dann hatte Kimi den Unfall, und ich bin dadurch auf Platz zwei vorgerückt. Vielen Dank an WilliamsF1, BMW und Michelin, unsere Steigerung ist wirklich stark.

Mark Webber: Unfall erste Runde
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Das ist einfach enttäuschend. Nick und ich sind beim Start nicht gut weggekommen, daraus resultierten unsere unglücklichen Positionen in der ersten Kurve. Auf der Innenseite wollten Jarno Trulli und Fernando Alonso an mir vorbei. Ich habe etwas später gebremst und wollte meine Position verteidigen. Vor allem wollte ich vor Jarno bleiben, das war für unsere Strategie wichtig. Dann konnte ich einfach nicht mehr rechtzeitig verzögern und bin Juan Pablo Montoya in die Seite gefahren. Es ist ein Jammer, ich war mit einer viel versprechenden Strategie unterwegs.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Das war eine phantastische Fahrt von Nick heute, dadurch ist unsere Drei-Stopp-Strategie aufgegangen. Wir waren mit harten Reifen unterwegs, um sicherzustellen, dass wir über die Distanz kommen. Das war die richtige Entscheidung. Es war die härtere Michelin-Mischung, die es heute auf das Podium geschafft hat. Wir haben heute ein weiteres gutes Ergebnis erzielt, und das ist genau das, was das Team gebraucht hat. Mark hatte in der ersten Kurve einen Unfall. Das ist sehr schade. Er war mit einer anderen Rennstrategie losgefahren und hatte mehr Kraftstoff an Bord als Nick und die anderen Autos um ihn herum.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein turbulentes Rennen mit vielen Zwischenfällen, in die auch wir verwickelt waren. Mark kam nur bis zur ersten Kurve, Nick hat erneut ein fehlerfreies Rennen geliefert. Er war auf einer mutigen Dreistopp-Strategie unterwegs, konnte die ganze Zeit über frei fahren und hat seine Möglichkeiten optimal genutzt. Die Poleposition und Platz zwei bei seinem Heimrennen bedeuten für ihn und für unser Team ein großartiges Wochenende. Kimi tut uns leid. Er hat das Rennen kontrolliert, und ein Ausfall in der letzten Runde ist sehr bitter.
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Alt 03.06.2005, 19:32     #37
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GP Kanada - Vorschau

Gestärkt durch die jüngsten Resultate, drei Podiumsplatzierungen und eine Poleposition in zwei Grands Prix, reist das BMW WilliamsF1 Team nach Nordamerika. Dort stehen die Großen Preise von Kanada und der USA innerhalb von nur acht Tagen auf dem Programm.

Jenseits des Atlantiks warten andere Bedingungen: Die Rennstrecken erfordern geringeren Abtrieb und hohe Motorleistung. Montréal ist nicht nur bei den Piloten beliebt. Das BMW WilliamsF1 Team hat vor allem an den Grand Prix 2001 die besten Erinnerungen, damals feierte die deutsch-englische Partnerschaft einen ihrer frühen Siege auf dem Circuit Gilles Villeneuve.


Nick Heidfeld:
"Ich freue mich auf den Einsatz in Kanada. Nicht nur, weil die Rennstrecke in Montréal klasse ist, ich mag auch die Stadt und die Leute dort. Der Kurs wird sich in diesem Jahr anders präsentieren. Er wurde gerade frisch asphaltiert, von daher weiß niemand so genau, was uns erwartet.

Wir werden wiederum einige neue Komponenten am Auto haben. Ich hoffe, sie funktionieren wieder auf Anhieb, und ich hoffe, Michelin stellt uns erneut gutes Reifenmaterial zur Verfügung."


Mark Webber:
"Montréal erinnert mich in vielerlei Hinsicht an Melbourne, weil die Stadt die Formel 1 jedes Jahr so herzlich empfängt. Die Strecke vermittelt das Gefühl von einem Stadtkurs, sie ist von vielen Mauern gesäumt und fahrerisch sehr anspruchsvoll. In der Stadt und an der Strecke herrscht immer eine tolle Atmosphäre. Ich glaube, jedes Team reist gerne zum Grand Prix nach Kanada.

Der Kurs verlangt gute Bremsen, gute Traktion und jede Menge Motorleistung für die langen Geraden. Um hohen Topspeed zu erreichen, werden wir ein anderes Abtriebsniveau fahren als bei den bisherigen Saisonrennen.

Montréal war in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für das Team. Ich selbst bin zwar im vergangenen Jahr nicht ins Ziel gekommen, war aber 2003 in den Punkten. Ich freue mich auf das Rennen. Ich hoffe, wir setzen dort unsere positive Entwicklung fort und sammeln wieder fleißig WM-Zähler."


Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
"Traditionell bedeutete der GP in Kanada Saisonhalbzeit. Das ist in diesem Jahr nicht ganz der Fall. Nach den Podiumsplatzierungen bei den Rennen in Monaco und auf dem Nürburgring sowie guten Testtagen in Silverstone freuen wir uns auf den achten Grand Prix der Saison.

Die Strecke in Montréal verlangt wenig Luftwiderstand, sie wird dominiert von langen Geraden zwischen vielen langsamen Kurven und Schikanen. Es gibt zwei gute Überholmöglichkeiten. Kein Kurs ist härter in Bezug auf den Verschleiß und die Temperaturen der Bremsen.

Im Zuge der Weiterentwicklung des FW27 haben wir weitere Aerodynamik-Veränderungen vorgenommen. Sie betreffen Front- und Heckflügel sowie einige Verkleidungselemente. Außerdem haben BMW und WilliamsF1 weitere Untersuchungen und Anstrengungen bezüglich unserer Starts angestellt. Wir hoffen, dass wir uns auch in dieser Hinsicht gegenüber unseren bisherigen Leistungen verbessern."


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Wir hoffen, in Kanada unseren Aufwärtstrend fortsetzen zu können. Die Strecke hat uns in der Vergangenheit immer gelegen. Auf den langen Geraden des Circuit Gilles Villeneuve sind Standfestigkeit und Leistung des BMW P84/5 Motors extrem gefordert. Laut unserer Messdaten haben wir dort 2004 mit 343,2 km/h den dritthöchsten Topspeed im Vergleich der Rennen gefahren. Schneller waren wir nur in Monza und in Indianapolis. Die längste Volllastpassage in Montréal misst 995 Meter, der Volllastanteil über eine komplette Runde lag mit 55 Prozent im mittleren Bereich. Ein gewisses Risiko stellt das Laub der Bäume dar, weil es die Kühler verstopfen kann. Ansonsten rechnen wir nicht mit außerordentlichen thermischen Belastungen. Selbst bei Sommerwetter sollten die Motoren auf den Geraden noch ausreichend Kühlluft bekommen.

Die Atmosphäre beim Grand Prix in Montréal ist immer wieder etwas Besonderes. Zum einen, weil Fahrerlager und Rennstrecke so malerisch liegen. Zum anderen, weil die ganze Stadt die Formel 1 willkommen heißt. Es gibt jede Menge Veranstaltungen am Rennwochenende. Dazu gehört auch die BMW M-Night, für die am Samstagabend eine Straße in der Innenstadt gesperrt wird."



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum: Circuit Gilles Villeneuve, Montréal/12. Juni 2005
Startzeit (lokal/GMT): 13:00 Uhr/17:00 Uhr (19:00 Uhr in Deutschland)
Runde/Renndistanz: 4,361 km/305,270 km (70 Runden)

Sieger 2004:
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)

Pole 2004:
Ralf Schumacher (BMW WilliamsF1 Team), 1.12,275 min

Rundenrekord:
Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro) 1.13,622 min (2004)

F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team: 92 Starts, 10 Siege, 17 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions


Historie und Hintergrund:

WilliamsF1 hat in Kanada sechs GP (1979, 80, 86, 89, 93 und 96) gewonnen, BMW zwei (1982 und 84). 2001 gelang der deutsch-englischen Partnerschaft der erste gemeinsame Sieg in Montréal.

2005 wird der 37. Große Preis von Kanada ausgetragen und zwar zum 27. Mal in Montréal. 1967 fand der erste Kanada GP in Mosport statt, dort folgten noch sieben weitere. Mont-Tremblant war zwei Mal GP-Schauplatz.

Seit 1978 fährt die Formel 1 in Montréal, die Strecke wurde nach dem Sieger des Auftaktrennens benannt, nach dem Kanadier Gilles Villeneuve.

Die Stadt Montréal, benannt nach dem Berg Mont Royal, wurde 1642 als Ville-Marie-de-Montréal von französischen Entdeckern gegründet. Montréal ist die Hauptstadt der französischsprachigen Provinz Quebec und liegt zwischen einem Mündungsarm des Ottawa River und dem Sankt-Lorenz-Strom. Die Stadt zählt über eine Million Einwohner. In der Stadt herrschen extrem kalte Winter, in den freundlichen Sommern sprühen die Bewohner geradezu vor Unternehmungslust.

Das Gelände auf der Insel Notre Dame, wo die nicht permanente Rennstrecke liegt, war 1967 Schauplatz einer Weltausstellung und 1976 Austragungsstätte für die Olympischen Spiele. Das Formel-1-Fahrerlager ist entlang dem ehemaligen Ruderbecken aufgebaut.
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Alt 14.06.2005, 06:29     #38
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GP Kanada - Training (10.06.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 29-32°C Luft, 41-47°C Asphalt, 54-64% Luftfeuchtigkeit
Montréal (CDN). Vor vollen Rängen und bei tropisch drückender Schwüle absolvierten die beiden Piloten des BMW WilliamsF1 Teams, Mark Webber und Nick Heidfeld, einen problemlosen ersten Trainingstag.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 (T-Car FW27 04)/ BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 13. (1.18,138 min)
2. Training: 12. (1.16,661 min)
Die Streckenverhältnisse waren besser als erwartet. Die Verantwortlichen haben bei der neuen Asphaltierung gute Arbeit geleistet. Und das ist hier wegen der extremen Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer gar nicht so einfach. Wir haben viele Daten gesammelt, mit denen wir heute Abend arbeiten können. Unser erster Trainingstag hier war um Welten besser als zuletzt auf dem Nürburgring, und selbst da haben wir mit viel weniger Informationen die richtigen Entscheidungen getroffen.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 11. (1.17,739 min)
2. Training: 15. (1.16,826 min)
Ich war positiv überrascht, dass der Kurs durch den neuen Belag kaum Grip verloren hat. Wenn man sich die Zeiten anschaut, stellt man fest, dass die Geschwindigkeiten ähnlich wie im Vorjahr sind. Allerdings ist die letzte Schikane durch die höheren Randsteine erheblich langsamer geworden. Es war ein heißer Tag heute, und so könnte das Wetter auch am Sonntag werden. Jetzt werden wir uns mit den Reifendaten befassen. Für Michelin war die Aufgabe wegen des neuen Belags diesmal schwieriger.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Wir hatten einen guten ersten Trainingstag, an dem wir unser komplettes Vorbereitungsprogramm für das Rennen abgearbeitet haben. Wir sind mit beiden Autos Long-Runs gefahren und haben somit genug Informationen gesammelt, um gemeinsam mit Michelin eine fundierte Reifenwahl zu treffen. Außerdem haben wir viele Informationen zu den Bremsen gesammelt. Die Bremsen sind hier in Montréal eines der wichtigsten Themen überhaupt. Auf dem neuen Belag hat sich der Reifenabrieb stark ausgewirkt. Die Strecke wurde rasch schneller. Insgesamt macht der neue Asphalt jetzt keinen großen Unterschied mehr. Nun werden wir uns um die bestmögliche Abstimmung für das morgige Qualifying kümmern.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein störungsfreier Trainingstag für beide Fahrer. Sie haben ein sehr umfangreiches Programm absolviert, wobei die Reifenwahl im Vordergrund stand. Trotz der hohen Außentemperaturen lagen sowohl die Öl- als auch die Wassertemperaturen der Motoren im Grünen Bereich. Hier hilft die hohe Geschwindigkeit auf den langen Geraden mit der entsprechend guten Kühlluftzufuhr.
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Alt 14.06.2005, 06:30     #39
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GP Kanada - Qualifying (11.06.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 33-34°C Luft, 51-52°C Asphalt, 55-56 % Luftfeuchtigkeit

Montréal (CDN). Die beiden Piloten des BMW WilliamsF1 Teams hatten durch ihre weit auseinander liegenden Startzeiten unterschiedliche Voraussetzungen für das Einzelzeitfahren. Mark Webber musste schon als zweiter Fahrer antreten, Nick Heidfeld konnte als Vorletzter auf die Strecke gehen. Dennoch starten sie am Sonntag nebeneinander aus der siebten Reihe zum Großen Preis von Kanada. Beiden gelang keine fehlerfreie Runde. Heidfeld wurde bei erneut brütender Hitze in Montréal 13., Webber 14.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 06 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Platz 13 (1.17,081 min)
Ich bin nicht zufrieden mit meiner Runde. In der Haarnadel habe ich einen großen Fehler gemacht, der mich viel Zeit gekostet hat. Mein Startplatz und meine Rundenzeit spiegeln die Leistungsfähigkeit unseres Autos zwar nicht wider, aber es ist hier für uns auf jeden Fall schwieriger, ein gutes Ergebnis zu erzielen als in den vergangenen beiden Rennen.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 (T-Car FW27 04) / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Platz 14 (1.17,749 min)
Weil ich auf dem Nürburgring so früh ausgeschieden bin, musste ich heute schon als Zweiter zum Einzelzeitfahren antreten. Das hat natürlich nicht gerade geholfen, aber schließlich gilt diese Regel für alle gleichermaßen. Außerdem war meine Runde nicht gut, ich habe vor Kurve sechs etwas zu früh gebremst. Im Rennen wird unser Auto hier besser sein als im Qualifying. Wir sind hier in den ersten Runden nicht stark genug, aber unsere Long-Runs sind besser. Das macht uns zuversichtlich für das Rennen.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Unser Abschneiden im Qualifying war heute enttäuschend. Aber im Rennen kann sich vieles ändern. Wir haben unsere Hausaufgaben in Sachen Bremsen, Reifen und Rennstrategie gemacht, hatten keine mechanischen Probleme und erwarten morgen eine gute Steigerung.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach den guten Resultaten bei den beiden jüngsten Rennen war dies ein enttäuschendes Qualifying. Beide Fahrer haben keine fehlerfreie Runde zustande gebracht. Die Ausgangslage für das morgige Rennen ist damit sehr ungünstig. Man muss abwarten, was aus diesen Startplätzen noch zu machen ist. Technische Probleme gab es keine.
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Alt 14.06.2005, 06:31     #40
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GP Kanada - RENNEN (12.06.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 32-33°C Luft, 40-47°C Asphalt, 55-59 % Luftfeuchtigkeit

Montréal (CDN). Mark Webber verwandelte beim GP Kanada seinen 14. Startplatz in Rang fünf und holte vier Punkte für das BMW WilliamsF1 Team. In dem turbulenten Rennen erreichten nur elf von 20 Fahrzeugen das Ziel. Auch Nick Heidfeld fiel mit Defekt aus - mit Motorschaden aufgrund Überhitzung nach 43 Runden an Position sieben fahrend.

Mark Webber: 5. Platz
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.15,401 min in Rd. 23 (siebtschnellste insg.)
Von Startplatz 14 Fünfter zu werden, ist ein gutes Ergebnis. Mein Start war gut, und ich war in der ersten Kurve auf der Innenseite, da war Platz genug. Die ersten Runden meiner Stints waren immer recht schwierig, es war nicht einfach, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Vor allem beim Bremsen hat sich das bemerkbar gemacht. Weil ich wenig Grip hatte, bin ich zwei Mal weit nach außen gerutscht. Je leichter das Auto wurde, desto besser wurde es auch. Als das Safety-Car auf die Strecke ging, war es erneut problematisch, die Reifentemperatur hoch genug zu halten. Am Ende war für mich nur noch wichtig, sicher ins Ziel zu kommen. Wir haben aus einem schwierigen Wochenende noch etwas herausgeholt - vier Punkte und für mich einen guten Startplatz im Qualifying nächste Woche in Indy.

Nick Heidfeld: Ausfall Runde 44 (Motor)
Chassis: FW27 06 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Schnellste Runde: 1.15,752 min in Rd. 20 (neuntschnellste insg.)
Ich hatte zwar keinen guten Startplatz, aber wenn ich mir jetzt anschaue, wie viele Autos noch ausgefallen sind, ist es natürlich doppelt enttäuschend, nicht ins Ziel gekommen zu sein. Ich hätte auf dem Podium landen können. Mein Start war gut, und im Rennen lief es auch ziemlich gut. Aber ich fuhr zu lang hinter Felipe Massa her, den ich überholen wollte. Dabei wurde die Kühlluft für den Motor stark beeinträchtigt, weshalb der Motor schließlich überhitzte. Ich habe zwar ein paar Mal versucht, auf der Geraden seitlich neben Felipe zu fahren, um aus seinem Windschatten zu kommen, aber das hat nicht gereicht.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Es ist gut, ein paar Punkte mitzunehmen, aber es ist auch schade, weil heute viel mehr möglich gewesen wäre. Wir hätten mit mindestens einem Auto einen Podiumsplatz erreichen können. Aber verschiedene Umstände haben das leider verhindert. Die Bremsen haben gut funktioniert, und auch die Reifen haben durchgehalten. Mit diesem Ergebnis verbessern wir uns auf Platz drei in der WM, punktgleich mit Toyota. Darauf wollen wir in Indianapolis aufbauen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein mehr als turbulenter Rennverlauf. Wenn man von den Positionen 13 und 14 startet und vier Punkte holt, muss man damit unter normalen Umständen zufrieden sein. Dennoch wäre heute mehr drin gewesen. Die Umgebungstemperaturen waren heute deutlich höher als unsere Vorhersage, damit liefen beide Motoren jenseits der zulässigen Temperaturen. Bei Nick kam hinzu, dass er durchgehend dicht hinter seinem Vordermann fuhr, wodurch die Kühlluftzufuhr beeinträchtigt wurde. Das hat letztlich zum Ausfall geführt. In der Endphase des Rennens, als Mark den Rücken frei hatte, haben wir deshalb bei ihm die Belastung zurückgenommen.
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