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Alt 20.03.2005, 18:33     #11
Albert   Albert ist offline
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GP Malaysia - Rennen (20.03.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 34-37°C Luft, 46-52°C Asphalt, 50-57% Luftfeuchtigkeit

Sepang (MAL). Spannende Positionskämpfe bei Gluthitze: BMW WilliamsF1 Team Pilot Nick Heidfeld fuhr beim GP Malaysia von Startplatz zehn auf Rang drei vor und erzielte damit den zweiten Podiumsplatz seiner F1-Karriere. Auch Teamkollege Mark Webber war stark unterwegs, fiel aber im Kampf um Platz drei in der 37. von 56 Runden nach Unfall aus.

Nick Heidfeld: 3.
Chassis: FW27 04 / zweitschnellste Runde: 1.35,712 in Rd. 40
Ich bin sehr froh! Es war das aufregendste Rennen, das ich je in der Formel 1 gefahren bin. Ich habe vom Start weg hart gekämpft, schließlich musste ich von Platz zehn aufholen. Die Überholmanöver hatten es in sich, das Rennen hat wirklich viel Spaß gemacht. Ein paar Mal hatte ich es gleich mit zwei Autos zu tun und habe am Ende die Oberhand behalten. Das Auto war gut, ebenso der BMW Motor und die Michelin-Reifen. Allerdings ist das Letzte, was man bei diesen Temperaturen gebrauchen kann, ein Problem mit der Trinkflasche. Meine hat von Anfang an nicht richtig funktioniert. Das hat es nicht leichter gemacht.

Mark Webber: Unfall in Runde 37
Chassis: FW27 03 / fünftschnellste Runde: 1.36,026 in Rd. 20
Ich hatte einen guten Start und habe auch einen guten Rhythmus gefunden. Nach dem ersten Stopp habe ich zu Fisichella aufgeschlossen. Er hielt mich auf, seine Reifen waren nicht mehr gut. Von hinten drängte Ralf. Wir hatten einen engen Kampf, den ich gewonnen habe. Später war ich wieder dicht hinter Fisichella. Mittlerweile waren seine Reifen noch schlechter. Ich habe ihn in Kurve 14 überholt und ihm genug Platz gelassen. Dann kam er in der nächsten Kurve auf der Innenseite daher. Ich wusste, er würde auf der dreckigen Bahn kaum bremsen können. Ich bin auf die saubere Seite gewechselt. Dann hat Giancarlo wohl zu spät gebremst, die Räder blockierten, das Heck brach aus, er hat mein Auto mitgerissen.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Es war ein guter Tag für uns, er hat gezeigt, dass unser Auto besser wird. Mit so vielen Überholmanövern ohne einen einzigen Zwischenfall hat Nick eindrucksvoll bewiesen, was für ein phantastischer Rennfahrer er ist. Er ist die zweitschnellste Rennrunde gefahren und hat es von Startplatz zehn aus auf das Podium geschafft. Das hat uns Punkte eingebracht, die wir unbedingt brauchen. Es ist schade, dass Mark diesen Unfall mit Giancarlo Fisichella hatte. Aber: that?s racing. Unser Auto war heute konkurrenzfähig. Aber wir wissen, dass wir uns extrem anstrengen müssen, um Renault näher zu kommen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es ist schön, diesen Härtetest mit einem Podiumsplatz bestanden zu haben. Es war ein starkes Rennen von beiden Fahrern. Ich freue mich besonders für Nick. Er hat nach einem verkorksten Qualifying mit einer blitzsauberen Vorstellung den Weg auf das Podium gefunden. Bis zu dem Unfall war Mark auf dem Weg zu Platz drei. Die Motoren haben dieses Hitzerennen ohne jedes Problem überstanden. Dafür auch vielen Dank an unsere Mannschaft nach München. Dem Telemetrie-Steuergerät in Nicks Auto ist allerdings schon vor dem Start zu warm geworden. Unsere Ingenieure hatten bis kurz vor dem zweiten Boxenstopp keine Informationen über den Zustand des Motors.

Test in Barcelona: 24. und 25. März, Antonio Pizzonia und Mark Webber
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Alt 25.03.2005, 17:35     #12
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GP Bahrain - Vorschau

Die Karawane zieht weiter und in die Wüste: Nach einem positiven Saisonstart freut sich das BMW WilliamsF1 Team auf den Großen Preis von Bahrain. Der dritte von 19 WM-Läufen findet am 3. April 2005 in Sakhir statt. Das Team hofft, dass sich die intensive Weiterentwicklung des FW27 dort weiter auszahlt. Nachdem die Piloten Nick Heidfeld und Mark Webber in den ersten beiden Saisonrennen je einmal unfallbedingt ausfielen, wünschen sich beide für den Einsatz im Mittleren Osten ein solides Ergebnis, ehe anschließend die Europatournee der Formel 1 beginnt.

Nick Heidfeld:
Nach meinem Podiumsplatz in Malaysia bin ich voller Zuversicht und freue mich auf das nächste Rennen in Bahrain. Weil die Strecke mitten in der Wüste liegt, kann sie sehr stark verschmutzt sein. Von daher wird man vor allem am Freitag zu Beginn der Trainingssitzungen wahrscheinlich noch weniger Autos fahren sehen. Der letztjährige Grand Prix war einer der spannendsten der ganzen Saison. Von daher stehen die Chancen gut, dass die Fans am Sonntag wieder ein großartiges Rennen sehen werden. Es wird auch ein weiteres Hitzerennen und insofern hart für das gesamte Fahrzeugpaket, insbesondere für die Motoren. Man muss bedenken, dass einige Fahrer, darunter ich, mit demselben Motor wie in Malaysia antreten werden.


Mark Webber:
Nach diesem spannenden Rennen in Malaysia erwarten wir auch in Bahrain einen aufregenden Grand Prix. Wir machen eindeutig Fortschritte. Nick und ich waren in Sepang gut unterwegs, auch wenn es schade ist, dass ich meine Arbeit dort nicht bis zum Ende erledigen konnte. In Bahrain erwartet uns eine völlig andere Rennstrecke als in Malaysia. Es gibt viele langsame Kurven und lange Geraden. Im vergangenen Jahr war der Grand Prix sehr gut, es gab eine Menge Überholmanöver. Ich hoffe, wir können der Spitze etwas näher kommen, die bildet derzeit Renault.


Sam Michael (Technical Director WilliamsF1):

Nach der verbesserten Leistungsfähigkeit des FW27 in Malaysia sehen wir dem Grand Prix von Bahrain zuversichtlich entgegen. Der FW27 wird schneller, aber er ist noch nicht gut genug, um an der Spitze mithalten zu können. Aber das ist definitiv unser kurzfristiges Ziel.

Die Rennstrecke in Bahrain hat einige lange Geraden und langsame Kurven. Das bedeutet: Obwohl der Kurs hohen Anpressdruck erfordert, ist möglichst geringer Luftwiderstand wichtig. Es wird interessant sein zu sehen, wo die Teams unter diesen Bedingungen stehen. Mit Blick auf das Vorjahresrennen wird klar, dass die Strecke viele Überholmöglichkeiten bietet und wir auch in dieser Hinsicht mit einem spannenden Rennen rechnen können. Wir werden wieder mit einigen Aerodynamik-Verbesserungen antreten, und Michelin bringt eine bekannte und eine neue Reifenvariante mit. Bezüglich der Härte der Reifenmischungen waren wir in den ersten beiden GP noch eher konservativ unterwegs, aber Michelin kommt dem Optimum jetzt näher.

Die Rennstrategien werden wahrscheinlich ähnlich sein wie in den ersten beiden Saisonrennen. Sieht man mal von möglichen Fahrfehlern ab, ist es nach dem Qualifying am Samstag im zweiten Qualifying am Sonntag nur schwer möglich, seinen Startplatz signifikant zu verbessern. Denn der Effekt des zusätzlichen Kraftstoffgewichts wird mittlerweile durch die Addition beider Qualifyingzeiten halbiert.


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Der GP Malaysia hat zweierlei bestätigt: Erstens, dass sich die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 gegenüber 2004 tatsächlich verschoben haben, und zweitens, dass die mit Hochdruck vorangetriebene Weiterentwicklung des Chassis Früchte trägt. Außerdem haben unsere Fahrer dem Publikum erneut ihre Kampfstärke gezeigt.

Sepang war motorenseitig das härteste Rennen seit unserer Rückkehr in die Formel 1. Dies nicht nur wegen der extremen Hitze in Malaysia. Hinzukam, dass der BMW P84/5 Motor in Marks Auto bereits das komplette Grand-Prix-Wochenende von Australien hinter sich hatte. Trotzdem konnten wir keinerlei Unregelmäßigkeiten an unseren Triebwerken feststellen. Das ist ermutigend, denn auch in Bahrain müssen wir für Hitze gerüstet sein. Mark erhält turnusmäßig einen frischen Motor, Nick wird mit dem Motor von Malaysia weiterfahren.

Zusätzlich kann uns in Bahrain trockener Wüstenwind Flugsand bescheren. Um den Ansaugtrakt gegebenenfalls schützen zu können, haben wir, vereinfacht gesagt, feinere Luftfilter aus dichterem Gewebe parat. Die Kunst ist: So viel Schutz wie nötig zu erzeugen, die Ansaugluft aber so wenig wie möglich zu drosseln.

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Bahrain International Circuit/3. April 2005
Startzeit (lokal/GMT) 14:30 Uhr/11:30 Uhr (Deutschland 13:30)
Runde/Renndistanz 5,417 km/308,523 km (57 Runden)
Sieger 2004 Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)
Pole 2004 Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.30,139 min
Rundenrekord Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.30,252 min (2004)
F1-Statistik:
BMW WilliamsF1 Team
87 Starts, 10 Siege, 16 Polepositions
WilliamsF1 vor 2000 361 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
BMW vor 2000 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions


Historie und Hintergrund:

Die Formel 1 gastiert nach 2004 zum zweiten Mal im Wüstenstaat Bahrain. Die Rennstrecke gehört zum Stadtgebiet von Sakhir südlich der Hauptstadt Manama. Die Formel 1 startet zum dritten Mal in einem arabischen Land. Der erste Anlass war 1958 der Große Preis von Marokko. Damals gewann Stirling Moss auf Vanwall.

Die großzügige, hochmoderne Anlage des Bahrain International Circuit umfasst 170 Hektar und wurde vom deutschen Architekten Hermann Tilke entworfen. Die Bauzeit wird auf 16 Monate beziffert, die Kosten auf 150 Millionen US-Dollar. 70.000 Kubikmeter Beton und 8.500 Tonnen Stahl wurden verbaut, außerdem 82.000 Reifen und 5.000 Meter FIA-Zaun zur Streckensicherung. 45.000 Zuschauer finden Platz. Die Verkehrsanbindung ist ebenfalls großzügig ausgebaut.

Die Anlage bietet sechs Streckenvarianten. Die längste ist der Grand-Prix-Kurs mit 5,417 km. Die maximale Steigung beträgt 3,6 Prozent, das maximale Gefälle 5,6 Prozent. Der Kurs hat 15 Kurven (sechs Links-, neun Rechtskurven), die Start- und Zielgerade ist 1090 Meter lang.

Bahrain ist ein seit 1971 vom britischen Protektorat unabhängiges Arabisches Emirat. Staatsoberhaupt des Königreichs ist der Emir, der mittels Kabinett regiert.
Die gesamte Fläche des Landes von 665 Quadratkilometern verteilt sich auf 36 Inseln vor der Küste Saudi Arabiens. Die Hauptstadt Manama liegt auf der Hauptinsel Bahrain (578 Quadratkilometer).

Seit 1932 wird in Bahrain Erdöl gefördert, doch die Ressourcen schwinden. Die weiterverarbeitende Industrie sowie die reichhaltigen Erdgasvorkommen und das internationale Bankwesen haben an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen.

Das Klima ist wüstenhaft trocken mit sehr milden Wintern und heißen Sommern mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Im Rahmenprogramm der Formel 1 trägt die Formula BMW Asia ihren Saisonauftakt aus. Ein weiteres Gastspiel der Nachwuchsserie in Bahrain folgt: Dort wird vom 13. bis 16. Dezember das erste Formel BMW Weltfinale ausgetragen. Insgesamt vier Tage lang kämpfen begabte Nachwuchspiloten der vier Formel BMW Serien (Asien, Deutschland, Großbritannien, USA) um die Ehre, sich schnellster Formel BMW Fahrer der Welt nennen zu dürfen. Den Sieger des Finales erwartet eine besondere Belohnung: Er bekommt unter anderem die Chance, einige Runden für das BMW WilliamsF1 Team zu testen.

Im Januar 2005 eröffnete das BMW Performance Center an der Rennstrecke. Dort finden Lehrgänge für den Formelnachwuchs statt, außerdem ist es ein weiterer Stützpunkt des BMW Fahrer Trainings mit Straßenfahrzeugen.
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Alt 02.04.2005, 21:06     #13
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GP Bahrain - Freies Training (01.04.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 36-38°C Luft, 45-54°C Asphalt

Sakhir (BHR). An einem heißen Tag im Wüstenstaat arbeiteten die beiden Piloten des BMW WilliamsF1 Teams ihr Vorbereitungsprogramm für den Großen Preis von Bahrain ab.

Nick Heidfeld:
Erstes Training: 10. (1.34,722 min)
Zweites Training: 11. (1.33,152 min)
Chassis: FW27 04
In der ersten Trainingsstunde kam ich wenig zum Fahren. Eine Antriebswellendichtung musste getauscht werden. Am Nachmittag ist die Balance des Autos durch ein paar Abstimmungsänderungen besser geworden. Die Balance ist noch nicht perfekt, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Wie immer freitags ist es sehr wichtig, genug Daten für die Reifenwahl gesammelt zu haben. Ich denke, das haben wir geschafft.

Mark Webber:
Erstes Training: 7. (1.33,427 min)
Zweites Training: 15. (1.33,563 min)
Chassis: FW27 03 (T-Car FW27 03)
Im Gegensatz zu 2004 war diesmal die Strecke schon am Freitag ziemlich schnell. Wir konnten unser Programm abarbeiten. Wir müssen aber noch schneller werden. Wir sind noch nicht so stark, wie wir unserer Meinung nach sein können. Auch bei den Reifen müssen wir nachher mit Michelin die richtige Entscheidung treffen.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Wir hatten einen produktiven Trainingstag. Wir haben festgelegt, wie viel Kühlung beim Rennen am Sonntag für die Motoren und die Bremsen erforderlich ist, und wir haben den Reifenvergleich abgearbeitet. Wir haben ausreichend Daten, um uns mit Michelin für eine Mischung zu entscheiden. Außerdem haben wir erneut neue Teile direkt mit zum Rennen gebracht, und erneut funktionieren sie gut.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Der erste Tag hat gezeigt, dass die Temperaturen in Bahrain sehr nahe an die Hitzeschlacht von Sepang herankommen. Wir hatten heute 38 Grad Luft- und 54 Grad Asphalt-Temperatur. Das heißt: Auch dieses Wochenende wird der Kühlung von Motor und Aggregaten große Bedeutung zukommen. Unsere beiden Fahrer haben sich darauf konzentriert, in so genannten Long-Runs die beiden Reifentypen miteinander zu vergleichen.

Geändert von Albert (02.04.2005 um 21:09 Uhr)
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Alt 02.04.2005, 21:10     #14
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GP Bahrain - 1. Qualifying (02.04.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 37-42°C Luft, 45-55°C Asphalt

Sakhir (BHR). An einem der heißesten Tage der Formel-1-Geschichte sicherten sich die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams am Samstag gute Ausgangspositionen für das Abschlussqualifying am Sonntag. Nick Heidfeld belegte im ersten Zeittraining zum Großen Preis von Bahrain Platz vier, Mark Webber wurde Sechster.

Nick Heidfeld: 4. (1.30,390 min)
Chassis: FW27 04
Das lief nicht schlecht. Ich habe keine Fehler gemacht, und ich habe jetzt eine ganz gute Ausgangsposition für das Abschlussqualifying morgen. Nachdem Mark heute am Vormittag im freien Training Schnellster gewesen war, dachte ich schon, dass wir es im Qualifying ziemlich weit nach vorn schaffen können. Ich wusste, dass mein Auto gut ist, und auch die Michelin-Reifen machen bisher einen guten Eindruck. Am Freitag sind wir einige Long-Runs gefahren. Ich denke, wir können hier ein starkes Rennen fahren. Auf jeden Fall wird es hart. Ich kann mich nicht erinnern, dass es bei einem Rennen schon mal so heiß war.

Mark Webber: 6. (1.30,592 min)
Chassis: FW27 03 (T-Car FW27 02)
Die Streckenbedingungen hatten sich gegenüber dem freien Training stark verändert, der Kurs war deutlich langsamer. Es war sehr heiß und etwas windig, aber meine Runde war trotzdem gut. Das Team hat gleich doppelt gute Arbeit geleistet ? erstens funktionieren die neuen Teile am Auto gut, und zweitens passt die Balance. Die Rundenzeiten im ersten Qualifying lagen recht dicht beisammen. Von daher hat man auch noch eine Chance, sich im zweiten Durchgang am Sonntag zu verbessern.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Mark und Nick haben beide unter schwierigen Bedingungen ein gutes und fehlerfreies Qualifying gefahren. Anscheinend bekommen wir morgen die höchsten Außentemperaturen, bei denen wir je ein Rennen gefahren sind. Wir haben im Training viel Zeit darauf verwendet, uns mit den Kühlsystemen und der Rennstrategie zu befassen. Jetzt müssen wir uns noch im Abschlussqualifying gute Startplätze sichern, und dann freuen wir uns auf die Herausforderung des Rennens.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Man hat an den Zeiten aller Fahrer gesehen, dass die Strecke gegenüber dem Vormittag langsamer war. Ursache sind natürlich die weiter gestiegenen Temperaturen, die mit 42 Grad Luft- und 55 Grad Asphalttemperatur heute die bisherigen Spitzenwerte vom zurückliegenden Rennen in Malaysia sogar übertroffen haben. Die Motoren werden damit erneut an ihre thermischen Grenzen gelangen. Dies ist vor allem für Nicks Motor eine besondere Herausforderung, der als einziger im gesamten Feld bereits das Hitzerennen von Malaysia bestanden hat.
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Alt 04.04.2005, 06:43     #15
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GP Bahrain - Abschlussqualifying (03.04.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 37-38°C Luft, 42-47°C Asphalt
Sakhir (BHR). Beide Piloten des BMW WilliamsF1 Teams sicherten sich mit Startplätzen in den Reihen zwei und drei gute Ausgangspositionen für den Großen Preis von Bahrain: Nick Heidfeld bestätigte im zweiten Qualifying am Sonntag Platz vier, Mark Webber verbesserte sich von Position sechs auf fünf. Damit wiederholte Heidfeld den bisher besten Startplatz seiner F1-Karriere.

Fahrer Qualifying Samstag Qualifying Sonntag Gesamt: Position / Zeit
N. Heidfeld 4. / 1.30,390 min 8. / 1.32,827 min 4. / 3.03,217 min
M. Webber 6. / 1.30,592 min 6. / 1.32,670 min 5. / 3.03,262 min


Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 04
Ein Platz in der zweiten Startreihe ist mir bisher erst einmal gelungen. Damit bin ich einem Podiumsplatz theoretisch näher als in Malaysia, wo ich vom zehnten Startplatz aus Dritter wurde. Aber man weiß nie, was ein Rennen bringt. Unser Auto ist sehr gut vorbereitet, und wir haben eine gute Strategie. Kein Zweifel: Der FW27 hat mit den neuen Teilen, die wir für dieses Rennen bekommen haben, große Fortschritte gemacht.

Mark Webber:
Chassis: FW27 03 (T-Car FW27 02)
Es ist schon heftig, von den Fahrern am Sonntagmorgen eine perfekte Runde zu erwarten, nachdem sich Benzinmenge, Strecken- und Windbedingungen gegenüber Samstagnachmittag völlig verändert haben. Gerade hier ist das spürbar. In einigen Kurven lief es sehr gut, in anderen weniger. Alles in allem war meine Runde recht zufrieden stellend, und ich habe mich immerhin um einen Platz verbessert.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1): Unser Qualifying war gut, beide Fahrer haben gute Arbeit geleistet. Wenn man sich den Abstand zu ihren Vorderleuten betrachtet, denke ich nicht, dass sie eine Chance hatten, da aufzuholen. Jetzt sind wir gespannt, wie das Rennen bei dieser extremen Hitze läuft.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Auch im zweiten Qualifying unter Rennbedingungen haben beide Fahrer eine saubere Runde hingelegt. Nick hat seinen vierten Startplatz behauptet, Mark hat sich sogar von Position sechs auf fünf vorgearbeitet. Das sind beides gute Ausgangspositionen. Die Aufmerksamkeit gilt nun den Temperaturen, die die Werte des vergangenen Rennens in Malaysia übertreffen sollen. Das sind Grenzbelastungen für Mensch und Material.
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Alt 04.04.2005, 06:44     #16
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GP Bahrain - Rennen (03.04.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 42°C Luft, 48-55°C Asphalt
Sakhir (BHR). Drei Punkte nimmt das BMW WilliamsF1 Team aus der Wüstenhitze von Bahrain mit. Mark Webber kam als Sechster ins Ziel. Nick Heidfeld fiel mit Motorschaden aus. Er war als einziger im Feld mit einem Motor angetreten, der schon das Hitzerennen von Malaysia hinter sich hatte.

Mark Webber: 6.
Chassis: FW27 03 (T-Car FW27 02)
Schnellste Runde: 1.33,087 min in Rd. 20 (zehntschnellste insg.)
Es war ein hartes Rennen für mich. Leider bin ich kurz nach der Halbzeit in Kurve zehn rausgerutscht. Vorher war ich Dritter, aber bei dem Dreher habe ich zwei Plätze verloren. Danach waren meine Reifen in üblem Zustand, und das Auto war wegen starker Vibrationen schwierig zu fahren. So habe ich in den letzten Runden auch noch einen Platz an Pedro de la Rosa verloren. Alle im Team haben gut gearbeitet, und Michelin hat uns auch gutes Reifenmaterial zur Verfügung gestellt. Ich freue mich schon auf Imola.

Nick Heidfeld: Ausfall in Runde 26 (Motor)
Chassis: FW27 04
Schnellste Runde: 1.33,055 min in Rd. 19 (neuntschnellste insg.)
Nicht ins Ziel gekommen zu sein, ist enttäuschend. Vor allem, weil ich sehr gut im Rennen lag und sicher Punkte geholt hätte. Man muss allerdings sehen, dass mein Motor der einzige im gesamten Feld war, der schon in Malaysia gelaufen ist. Für ihn war dieses Rennen unter Extrembedingungen das zweite in Folge. Bei WilliamsF1 und BMW arbeiten alle unter Hochdruck. Es ist schade, dass das heute passiert ist. Aber ich bin sicher, wir fahren den Lohn für die harte Arbeit bei den nächsten Rennen ein.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns nach dem Qualifying erhofft hatten. In der extremen Hitze liefen die Motoren an ihren thermischen Belastungsgrenzen, was womöglich an Nicks Auto zum Motorschaden geführt hat. Wir mussten im Rennen auch mit den Motordrehzahlen haushalten, das hat es den Fahrern erschwert, ihre Positionen zu verteidigen. Wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass wir bis zum Rennen in Imola weitere Fortschritte machen werden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach dem starken Qualifying hatten wir uns von diesem Rennen mehr versprochen. Wir haben in zweierlei Hinsicht der großen Hitze Tribut zollen müssen: Zum einen fuhr Nick als einziger mit einem Motor, der schon das Hitzerennen von Malaysia hinter sich hatte. Die thermische Belastung dieser beiden Hitzerennen war offensichtlich zu groß. Die genaue Schadensursache werden wir bei der Motorzerlegung in München klären. Zum anderen gilt für beide Autos, dass wir auch mit der maximalen Kühlungskonfiguration an den Temperatur-Limits waren und deshalb die Motoren im Rennen nicht voll aufdrehen konnten. Das hat Mark die Möglichkeit genommen, seine günstige Rennposition zu halten.

Test: Barcelona, 6.-8. April (Heidfeld 6./7., Pizzonia 6. und 8., Webber 7./8.)
Paul Ricard, 13.-14. April (Pizzonia und Webber an beiden Tagen)
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Alt 19.04.2005, 10:27     #17
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GP San Marino - Vorschau (15.04.2005)

Mit dem Großen Preis von San Marino in Imola beginnt am 24. April die Europasaison der Formel-1-WM 2005. Nach den exotischen ersten drei Grands Prix des Jahres erwartet die Teams nun ein Stück Normalität, vor allem hinsichtlich der Temperaturen und der Logistik. Damit dürfte das Rennen in Imola auch weitere Indizien zur Konkurrenzsituation im Feld liefern. Das BMW WilliamsF1 Team hofft, dass die unermüdliche Fahrzeug-Weiterentwicklung der vergangenen drei Monate in Italien Früchte trägt.

Mark Webber:
Imola war für mich in der Vergangenheit ein gutes Pflaster. In der Formel 3000 habe ich dort einmal gewonnen. Ich genieße es immer, nach Italien zu reisen, es ist eines meiner Lieblingsländer. Die Atmosphäre an der Rennstrecke ist sehr, sehr gut. Der Kurs ist eingerahmt von kleinen Bergen, es gibt viele Bäume ? sehr malerisch. Dort zu fahren, macht eine Menge Spaß, und das Team hat dort schon gute Leistungen gezeigt. Das Wetter könnte interessant werden. Es könnte regnen und auch recht kühl werden. Aber generell ist es eine schöne Jahreszeit, um diesen Teil der Welt zu besuchen und dort ein Rennen auszutragen.

Nick Heidfeld:
Die Testfahrten seit dem Bahrain Grand Prix waren gut. Wir haben einige neue Fahrzeugteile ausprobiert, die wir mit nach Imola nehmen werden. Außerdem hat Michelin intensiv gearbeitet, um uns mit den bestmöglichen Reifen auszustatten. Ich habe ein gutes Gefühl vor dem Großen Preis von San Marino und der Europa-Saison. Imola ist eine schöne und auch eine besondere Rennstrecke im Kalender. Man muss dort mehr über die Randsteine fahren als irgendwo sonst, was das Rennen für die Autos sehr hart macht. Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern werde ich für das Rennwochenende einen brandneuen Motor bekommen, und auch das macht mich zuversichtlich.

Sam Michael (Technical Director WilliamsF1):
Der Temperaturunterschied gegenüber dem Hitzerennen in Bahrain dürfte um die 25 Grad betragen. Wir waren inzwischen zu Testfahrten in Barcelona und in Paul Ricard, wo wir mit verschiedenen Reifenmischungen, Aerodynamikkomponenten und Fahrzeugabstimmungen am FW27 gearbeitet haben. Dabei haben wir Fortschritte gemacht. In Imola wird sich zeigen, wie groß sie in Relation zur Konkurrenz sind.

Imola bietet mittelschnelle bis schnelle Kurven, einige Schikanen und harte Bremspunkte, mit denen Fahrzeug und Fahrer klarkommen müssen. Außerdem ist es wichtig, über die Randsteine fahren zu können, ohne die Fahrstabilität bei hoher Geschwindigkeit zu beeinträchtigen. Hier hat der FW27 Stärken.

Wir bringen erneut ein weiterentwickeltes Aerodynamik-Paket an den Start. Zudem haben wir zwei neue Reifenvarianten zur Verfügung, an denen wir bei den Tests mit Michelin gearbeitet haben. Verglichen mit den Strecken, auf denen wir zuletzt waren, geht der Kurs in Imola sanfter mit den Reifen um. Nachdem der Reifenverschleiß am FW27 bisher dennoch immer im grünen Bereich lag, werden wir erneut auf eine noch weichere Mischung setzen.

Aufgrund der kürzeren Boxengasse in Imola könnte die Tankstrategie dort etwas anders ausfallen. Unsere bisherigen Qualifying-Leistungen waren gut. Wir gehörten zu den wenigen, die im zweiten Einzelzeitfahren am Sonntag mit vollen Tanks noch Startplätze verbessern konnten. Daran wollen wir anknüpfen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Die ganze BMW Mannschaft verbindet mit Imola eine ganz besondere Erinnerung: die an den ersten Sieg nach der Formel-1-Rückkehr von BMW. Den Erfolg von 2001 haben wir auch jetzt im Hinterkopf, wenn wir nach Imola reisen. Die Strecke hat unserem Fahrzeug immer gelegen. Wir hoffen, dass wir beim vierten Saisonrennen eine überzeugende Leistung abliefern.

Imola ist mit seinen Bergauf-Passagen durchaus eine Motorenstrecke. Mark Webber tritt wie die meisten Konkurrenten mit dem Motor an, der beim Hitzerennen von Bahrain extremen Belastungen ausgesetzt war. Nick Heidfeld verfügt dagegen über ein neues Triebwerk. Wir erwarten Temperaturen von ca. 20°C und damit eine mäßige thermische Beanspruchung.

Logistisch wird mit dem Auftakt der Europasaison vieles einfacher: Die An- und Abreise ist weniger aufwändig, und wir leben nicht mehr aus dem Koffer bzw. Container, sondern haben die Trucks und Motorhomes im Fahrerlager zur Verfügung. Diese rollenden Werkstätten und Büros erleichtern vor allem Mechanikern und Ingenieuren die Arbeit an der Rennstrecke.

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum
Autodromo Enzo e Dino Ferrari/24. April 2005

Startzeit (lokal/GMT)
14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz
4,933 km/305,609 km (62 Runden)

Sieger 2004
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)

Pole 2004
Jenson Button (Lucky Strike BAR Honda), 1.19,753 min

Rundenrekord
Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.20,411 min (2004)

F1-Statistik:


BMW WilliamsF1 Team: 88 Starts, 10 Siege, 16 Polepositions

WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions

BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions



Historie und Hintergrund:


Am 15. April 2001 feierte das BMW WilliamsF1 Team in Imola den ersten Sieg der deutsch-englischen Partnerschaft. Es war auch für Ralf Schumacher sein erster Formel-1-Sieg. Für WilliamsF1 stehen seit 1987 insgesamt acht Imola-Siege zu Buche.

Die Fahrtrichtung in Imola ist gegen den Uhrzeigersinn. Das wird 2005 noch auf zwei weiteren GP-Kursen der Fall sein - in Istanbul und in Interlagos.

Die Motorsporttradition in Imola reicht bis in die 1940er Jahre zurück, damals fanden erste Rennen auf öffentlichen Straßen statt. 1950 erfolgte die Grundsteinlegung für die erste Rennstrecke, auf der ab 1952 gefahren wurde. Am 21. April 1963 starteten erstmals Formel-1-Fahrzeuge in Imola, Sieger dieses nicht zur WM zählenden Rennens wurde Jim Clark auf Lotus. Noch immer gehörten öffentliche Straßen zum Parcours, dies änderte sich erst 1979. Am 19. September desselben Jahres wurde in Imola erneut ein Formel-1-Rennen ohne WM-Prädikat ausgetragen, der Dino Ferrari Grand Prix.

Seit dem 14. September 1980 findet in Imola jedes Jahr ein Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft statt. Die Debütveranstaltung war ein Großer Preis von Italien, seit 1981 trägt die Veranstaltung den Titel Großer Preis von San Marino.
Insgesamt fanden in Imola bisher 25 WM-Läufe statt.

Nach den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna am 30. April bzw. 1. Mai 1994 wurde der Kurs einschneidend umgebaut.

Die Rennstrecke heißt seit 1988 Autodromo Enzo e Dino Ferrari Imola. 1970 war der Kurs zunächst Dino Ferrari gewidmet worden, der Name seines Vaters Enzo wurde nach dessen Tod im Jahr 1988 ergänzt.

Die rund 65.000 Einwohner zählende Stadt Imola liegt in der Emilia Romagna und gehört zur italienischen Provinz Bologna. Die traditionsreiche und nur rund 60 Quadratkilometer große Republik San Marino, Namensgeber des Grand Prix, liegt südöstlich von Imola.
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Alt 23.04.2005, 11:32     #18
Hermann   Hermann ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
GP San Marino - Freies Training (22.04.2005)

Wetter: trocken, sonnig, 15-17°C Luft, 36-39°C Asphalt
Imola (ITA). Komplikationsloser Auftakt für die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams in Imola. Nick Heidfeld und Mark Webber erledigten am Freitag im freien Training zum Großen Preis von San Marino die üblichen Vorbereitungsarbeiten.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 02) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
1. Training: 8. (1.23,086 min)
2. Training: 14. (1.23,458 min)
Das Wichtigste für mich ist erst einmal, dass mein Rücken absolut in Ordnung ist. Vergangene Woche beim Test hatte mir ein Muskel wehgetan. Unsere beiden Trainings heute liefen recht gut. Wie immer an den Freitagen haben wir uns vor allem mit dem Reifenvergleich beschäftigt. Wir hatten keinerlei technische Probleme und konnten daher die Runden fahren, die wir uns vorgenommen hatten.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
1. Training: 10. (1.23,532 min)
2. Training: 18. (1.23,964 min)
Wir haben unser Programm heute planmäßig abgearbeitet und eine beachtliche Menge Daten gesammelt, die wir später am Tag durchgehen werden, um weitere Entscheidungen bezüglich der Reifen und Abstimmung zu treffen. Es war ein produktiver Tag, an dem wir uns vor allem dem Reifenvergleich gewidmet haben.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Wir hatten einen guten ersten Trainingstag hier in Imola. Wir haben alle Programmpunkte abgearbeitet und in erster Linie Reifenmischungen verglichen sowie Bremsen bewertet. Alles sieht gut aus, wir hatten keine mechanischen Probleme. Jetzt werden wir an Abstimmungsverbesserungen arbeiten, um noch ein paar Zehntelsekunden aus dem FW27 herauszuholen. Wichtigste Aufgabe heute ist die Entscheidung für die richtige Reifenmischung. Dabei arbeiten unsere Ingenieure eng zusammen mit Michelin.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Auf der Motorenseite gab es keine Besonderheiten. Mark fährt bekanntlich den Motor aus Bahrain, während Nick über ein neues Aggregat verfügt. Nach dem Hitzenrennen von Bahrain können wir hier bei den gemäßigten Temperaturen wieder wie gewohnt die volle Motordrehzahl ausnutzen.
__________________
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Alt 23.04.2005, 19:01     #19
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Aktuelles Fahrzeug:
F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
GP San Marino - 1. Qualifikation (23.04.2005)

Wetter: trocken, bedeckt, 19-20°C Luft, 22-34°C Asphalt
Imola (ITA). Es ging eng zu: Die Rundenzeiten der ersten zehn Fahrer lagen im ersten Qualifying zum Großen Preis von San Marino in Imola innerhalb einer Sekunde. Die BMW WilliamsF1 Team Piloten Mark Webber und Nick Heidfeld belegten die Positionen vier und neun. Das zweite und für die Startaufstellung entscheidende Einzelzeitfahren am Sonntagmorgen wird spannend.

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
4. (1.20,442 min)
Ich freue mich über die viertbeste Rundenzeit. Größere Fehler habe ich keine gemacht, aber im ersten Sektor hätte ich etwas besser sein können. Ich habe in der ersten Kurve einen Hauch zu früh gebremst. Aber dafür war der dritte Sektor umso besser. Das Team hat mein Auto exzellent vorbereitet.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 02) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
9. (1.20,807 min)
Ich musste ziemlich früh zu meiner Runde antreten, da waren die Streckenbedingungen noch nicht ideal. Die Runde war insgesamt okay, obwohl zum Ende hin leider der Grip nachließ. Auch am zweiten Tag hatte ich keinerlei Rückenbeschwerden. Die Muskulatur hat sich anscheinend vollständig erholt.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Das erste Qualifying lief akzeptabel. Die Zeitunterschiede zwischen den Fahrern an der Spitze sind minimal. Im zweiten Qualifying morgen wird es entsprechend spannend, dabei werden die Asphalttemperaturen am Sonntagmorgen eine wichtige Rolle spielen. Der FW27 macht insgesamt gute Fortschritte. Sein Handling hier in Imola ist gut, vor allem beim Überfahren der Randsteine.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Mit dem Ergebnis des ersten Qualifyings sind wir nur zum Teil zufrieden. Von unseren beiden Fahrern musste Nick als Erster auf die Strecke, lieferte bis zum Ende des zweiten Sektors gute Zwischenzeiten und klagte dann über nachlassenden Grip. Bei Mark haben die Verhältnisse sehr gut gepasst. Seine Runde war fehlerfrei und Platz vier hierfür das verdiente Ergebnis.
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Alt 24.04.2005, 19:56     #20
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Aktuelles Fahrzeug:
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GP San Marino - Abschlussqualifying (24.04.2005)

Wetter: bewölkt, abtrocknend, 16-17°C Luft, 16-20°C Asphalt
Imola (ITA). Regen am frühen Morgen sorgte für geänderte Streckenbedingungen im zweiten Qualifying in Imola, hatte aber keinen entscheidenden Einfluss auf die Startplätze der BMW WilliamsF1 Team Piloten. Mark Webber qualifizierte sich als Vierter, Nick Heidfeld als Neunter. Der Deutsche wird in der Startaufstellung noch um einen Platz vorrücken, weil Felipe Massa wegen eines Motorwechsels um zehn Positionen zurückgestuft wird.

Fahrer - Qualifying Samstag - Qualifying Sonntag - Gesamt: Position / Zeit
M. Webber - 4. / 1.20,442 min - 7. / 1.24,069 min - 4. / 2.44,511 min
N. Heidfeld - 9. / 1.20,807 min - 10. / 1.24,389 min - 9. / 2.45,196 min

Mark Webber:
Chassis: FW27 05 / BMW P84/5 Motor: 2. GP
Ich hatte eine recht gute Runde, war aber nicht schnell genug, um Jenson Button wie gestern hinter mir zu halten. Meine Startposition ist dennoch gut, und ich denke, dass wir gut auf das Rennen vorbereitet sind. Man wird sehen, wie sich die Rennstrategien der anderen entpuppen.

Nick Heidfeld:
Chassis: FW27 04 (T-Car FW27 02) / BMW P84/5 Motor: 1. GP
Das Qualifying war heute für alle schwierig, weil die Strecke nach dem Regen am frühen Morgen noch an einigen Stellen feucht war. Sie ist aber doch recht schnell abgetrocknet. Als ich an der Reihe war, waren die Bedingungen ganz okay. Im Vergleich zum ersten Einzelzeitfahren habe ich zwar einen Platz gegen Takuma Sato verloren, aber insgesamt arbeiten wir in die richtige Richtung. Ich bin zuversichtlich für das Rennen.

Sam Michael (Technischer Direktor, WilliamsF1):
Wir hatten ein gutes zweites Qualifying, beide Autos liefen völlig problemlos. Jetzt ist eine gute Rennstrategie gefragt. Das Grip-Niveau auf der Strecke hat sich während der frühen Phase des zweiten Qualifyings stark verbessert. Nach einem Regenschauer am Morgen trocknete der Asphalt ab.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Beide Fahrer haben im direkten Zeitenvergleich heute gegenüber dem ersten Qualifying zunächst einen Platz verloren - interessanterweise beide gegen einen BAR. Durch Michael Schumachers Fehler haben sie aber ihre Plätze vom Vortag gehalten. Wobei Nick sogar um eine Position aufrückt, weil er vom Motorwechsel eines Konkurrenten profitiert. Angesichts der Ausgangspositionen von gestern sind wir mit den Plätzen vier und acht zufrieden. Was diese Startplätze wert sind, hängt vom Zeitpunkt der ersten Boxenstopps ab. Die zweite Unbekannte ist das Wetter.
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