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Alt 05.01.2002, 23:58     #11
Jan Henning   Jan Henning ist offline
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OS-JH 75
Hallo

Das Problem mit solchen Auswertungen ist der Datenschutz. Wer garantiert dir, das deine Daten nicht über Umwege zu deiner Versicherung oder deinem Arbeitgeber gelangen? So irreal dieses Szenario auch erscheinen mag, die Angst vieler Menschen ist real. Warum war die letzte Volkszählung denn so ein Problem? Weil manche Fragen eben niemand etwas angehen. Die Polizei könnte ihre Daten (weiblicher/männlicher Leicht-/Schwerverletzter/Toter im Wagentyp XY nach Unfallhergang YZ) anonym zur Verfügung stellen, aber mehr wäre nur mit einem finanziellen Anreiz realisierbar. Ich sehe doch wie Angehörige reagieren, wenn eine Autopsie bei einem Verstorbenen gemacht werden soll. Was aus Gründen der Diagnosesicherung, Qualitätskontrolle und auch zu Forschungszwecken dringend geboten ist, wird oftmals verweigert. Welche Gründe hier eine Rolle spielen kann ich nur mutmaßen, aber sie sind plötzlich völlig nichtig, wenn z.B. eine noch so kleine Rente oder ein andrer finanzieller Vorteil daraus erwächst.

Jan Henning
__________________
"Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori
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Alt 06.01.2002, 07:51     #12
Albert   Albert ist offline
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CE-
Zitat:
Original geschrieben von Patrick-316ti
Denk mal darüber nach bevor du wieder so unüberlegt antwortest.
Dito! Wenn Du etwas weiter gelesen hättest, hätte Dir auffallen müssen, dass es um den rechtlichen Anspruch ging. Durch die Zustimmung zur Freigabe von Daten selbst (ich glaube, das meintest Du mit der "Auswertung des Geschehens") hat man aber keine Leistung erbracht, die kraft Gesetzes eine Gegenleistung verlangt. Das muss also vertraglich geregelt werden - und zu einem Vertrag gehören nun einmal zwei übereinstimmende Willenserklärungen. Es hängt also ganz vom Automobilhersteller ab, ob er dafür finanzielle Anreize bietet oder nicht.

Aber ich bin beruhigt, dass es Dir doch vorrangig um den menschlichen Aspekt geht. Dennoch ist es schon interessant zu lesen, wie sich laut Jan Henning diese und auch datenschutzrechtliche Bedenken in Luft auflösen, wenn erstmal Geld im Spiel ist...

Gruß
Al
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Alt 08.01.2002, 14:04     #13
Fabio   Fabio ist offline
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TÖL
Zunächst mal:
Gibt es Beweise, dass BMW oder ein anderer Hersteller solche Erhebungen "hintenrum" durchführt? Woher stammen diese Behauptungen?
Wenn ja, dann ist es an den Opfern, ihre Ärzte wegen Verletzung der Schweigepflicht zu verklagen.
Wenn nein, was soll das Gezeter?

Wer seine Daten freiwillig bekannt gibt, weil er darin die Chance sieht mit seinem Unglück und Leid vielleicht ähnliche Fälle für die Zukunft zu vermeiden, dann ist das doch okay.
Wenn ein AIDS-Kranker sich für riskante Medikamenten-Tests zur Verfügung stellt, weil er hofft damit das Leid aller Betroffenen (sich eingeschlossen) lindern zu können, ist doch sicher nichts falsches dran?
Und wenn ein Unfallopfer seine Daten freigibt, damit ihm und anderen ähnliches nicht nochmal passiert, ist das doch wunderbar, oder?

Wenn zu mir nach einem schweren Unfall ein BMW-"Schnösel" käme und mich fragt, ob meine Krankendaten zur Produktverbesserung ausgewertet werden dürfen, würde ich vermutlich darauf eingehen. Natürlich unter der Voraussetzung dass alle Daten anonymisert verarbeitet werden und keine Rückschlüsse auf meine Identität möglich sind. Das wäre vermutlich der einzige Punkt, der mir wirklich Kopfzerbrechen machen würde. Aber Geld dafür??? Ts... das ist ja wohl ne Frechheit. Hat BMW etwa beauftragt diesen Unfall zu bauen? Hat BMW den Wagen sabotiert um an Unfalldaten zu kommen? Hat BMW den Unfall in irgend einer Weise provoziert? Wenn nichts von alledem zutrifft, finde ich es äußerst vermessen, überhaupt eine Entlohnung ins Gespräch zu bringen!!! Es wurde keine Leistung erbracht. Ein Unfall ist Schicksal, da kann BMW noch am wenigsten dafür. Ich finde es traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die aus ihrem Schicksal auf allen Wegen Kapital schlagen möchten.

Von einem Unfallopfer als "Proband" zu sprechen haut nicht hin. Ein Proband stellt sich für Versuche zur Verfügung. Ein Unfall ist kein Experiment oder Versuch, sondern passiert halt ohne dass ihn jemand gewollt hat. Dass ein Hersteller diese Fügung des Schicksals nutzt um sein Produkt sicherer zu machen finde ich gut. Ich begrüße das. Natürlich wenn es auf legalem Wege mit Einverständnis der Betroffenen geschieht. Und Gegenteiliges muss erst mal bewiesen werden.
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Alt 08.01.2002, 17:48     #14
Feuerwehr520i   Feuerwehr520i ist offline
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Registriert seit: 12/2001
Ort: D-86169 Augsburg
Beiträge: 44.314

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Opel Zafira

A-PS xxx
Von Mercedes weiss ich, dass die zumindest sich gelegentlich über ihre Rechtsanwälte Gerichtsakten zu schweren bzw. tödlichen Unfällen anfordern

MB wollte mal Informationen zu einen tödlichen Unfall, als sie bemerkt haben, dass der Typ nicht angegurtet war, war´s erledigt. Ohne Gurt sagten die dann sinngemäß: "Selber schuld." Da hilft auch ein Benz nicht bei 130 am Baum ohne Gurt. Mit Gurt wärs sicherlich interessanter gewesen für MB.

Die versuchen also schon, aus Unfällen zu lernen. Sowas finde ich echt lobenswert.

Sicherlich mag es sich pervers anhören warum die z.B. genau wissen wollen, wie das Lenkrad seinen Brustkorb zerdrückt hat und warum. Aber das dient ja zur Verbesserung der Sicherheit aller und nicht zur Befriedigung irgendwelcher sadistischer Perverser.


Gruss Stefan


EDIT: Akteneinsicht bei Gericht oder Staatsanwaltschaft erhalten alle die ein berechtigtes Interesse darlegen können. z.B. die AOK nach einer Schlägerei, oder die Brandversicherung beim einem Hausbrand, der Anwalt des Geschädigten bei einem Einbruch, die Führerscheinstelle bei Straftaten die den FS betreffen, der Militärische Abschirmdienst bei Soldaten. Bei Unfällen die beteiligten Versicherungen über ihren Rechtsanwalt. §§ 474 ff. StPO

Auch der Anwalt eines Autobauers kann Akteneinsicht erhalten, wenn er darlegen kann, warum gerade dieser spezielle Fall beonders interessant für ihn ist. § 476 StPO

Bestimmte Versicherungen brauchen zur Akteneinsicht nicht einmal einen RA, weil sie den Status einer öffentlichen Einrichtung haben (AOK, Barmer, Bay.Versicherungskammer..)

Geändert von Feuerwehr520i (08.01.2002 um 18:08 Uhr)
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