BMW-Treff   der Treffpunkt fuer alle BMW-Fans- und -Fahrer
 
BMW-Treff Forum   Bei Amazon bestellen und den BMW-Treff unterstützen Alle Werbepartner anzeigen - hier klicken




Home Hilfe Features Regeln Impressum Registrieren
Zurück   BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News
Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
Gehe zu  

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 22.11.2004, 07:59     #1
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
51. Macau Grand Prix

Vorstellung BMW Team Germany und Fahrer

Wie bereits beim Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vertraut BMW auch in Macau auf die bewährte Kombination aus Münchener BMW Technikern und der Mannschaft von Schnitzer Motorsport. Der Name Schnitzer steht für Erfolg im Tourenwagensport: rund um den Globus haben BMW Rennwagen unter der Führung von Teammanager Charly Lamm Trophäen gewonnen.

Schnitzer Motorsport wurde vor vier Jahrzehnten in Freilassing in Süddeutschland, nahe der österreichischen Grenze, gegründet. Der Rennstall hat im BMW Auftrag fast zwei Dutzend Titel gewonnen - darunter drei Tourenwagen-Europameisterschaften und Championate in Deutschland, England, Italien, Japan und Südostasien. Auch außerhalb des Tourenwagen-Metiers profilierten sich Schnitzer und BMW Motorsport: 1997 feierte das Team mit dem McLaren BMW F1 GTR Siege in der FIA GT-Meisterschaft.,1999 mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans und weitere Triumphe in der American Le Mans Series (ALMS).

In der ALMS knüpfte das Team BMW Motorsport 2001 mit dem BMW M3 GTR an die Erfolge an, als es die GT-Klasse dieser Langstreckenmeisterschaft gewann. Seit 2002 setzt Schnitzer Motorsport als BMW Team Deutschland zwei BMW 320i mit den Fahrern Dirk Müller und Jörg Müller in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) ein. 2003 verpasste Jörg Müller den Europameistertitel um einen einzigen Punkt.

2004 war der Titelkampf noch dramatischer: Dirk Müller fuhr dank der hervorragen-den Arbeit des BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport bei fast allen Rennen konstant in die Punkteränge. Nach dem 20. Lauf lagen Dirk Müller und Andy Priaulx punktegleich mit 111 Zählern auf Platz 1. Doch die höhere Anzahl der Laufsiege (5:3) bescherte dem Briten Priaulx den Europameistertitel 2004.

Gemeinsam errangen die BMW Länderteams in der FIA ETCC 2003 und 2004 den Gewinn der Markenmeisterschaft. Schnitzer Motorsport belegte in beiden Jahren den zweiten Platz in der Teamwertung.

Das Guia Race Macau ist eine Spezialität der Crew unter der Regie von Charly Lamm. Schon 1980, Lamm war damals noch Student, ging Schnitzer erstmals bei diesem außergewöhnlichen Rennen an den Start. Pilot des BMW 320 war Hans-Joachim Stuck, der gleich auf Anhieb gewann. Ein Jahr später wiederholte das Team diesen Triumph. Am Steuer saß diesmal Manfred Winkelhock, der erst acht Tage vor dem Rennen gebeten wurde, für den erkrankten Stuck einzuspringen. 1983 wurde die BMW Erfolgsgeschichte mit einem Doppelsieg von Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester im BMW 635 CSi fortgeschrieben. Die Krönung erfolgte 1987 mit einem Dreifachsieg von Roberto Ravaglia, Dieter Quester und Fabien Giroix mit dem BMW M3. Nach einem weiteren Doppelsieg 1988 durch Alfred Heger und Markus Oestreich (BMW M3) gewann drei Jahre später Emanuele Pirro für die Schnitzer Mannschaft. 1992 folgte dann wieder ein Dreifachsieg durch Pirro/Joachim Winkelhock/Ravaglia ebenfalls mit dem BMW M3. Joachim Winkelhock siegte dann nochmals 1994, diesmal auf einem BMW 318i Super Tourenwagen. Den bislang letzten Sieg in Macau für die Schnitzer Motorsport feierte ebenfalls Joachim Winkelhock, als er 1998 am Steuer eines BMW 320i triumphierte.

Teammanager: Charly Lamm, Schnitzer Motorsport
Technischer Leiter: Friedrich Nohl, BMW Motorsport
Websites: www.bmw-motorsport.com, www.schnitzer.de
Schnitzer Motorsport:
1966 1. Platz Deutsche Meisterschaft (BMW 2002 ti)
1975 1. Platz Formel-2-EM (Martini BMW)
1976 2. Platz GT Markenweltmeisterschaft (BMW 3.5 CSL)
1978 1. Platz Deutsche Rennsportmeisterschaft (BMW 320)
1980-1998 Neun Siege Tourenwagenrennen in Macau
(BMW 320, BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
1983, 1986, 1988 1. Platz Tourenwagen-EM (BMW 635 CSi, BMW M3)
1985, 1986, 1988 1. Platz 24h-Rennen Spa
1990, 1995 (BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
1987 1. Platz Tourenwagen-Weltmeisterschaft (BMW M3)
1989, 1991 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3)
1989 1. Platz DTM (BMW M3)
1989, 1990 1. Platz Italien-Tourenwagen-Meisterschaft (BMW M3)
1993 1. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 318i)
1994 1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft (BMW 318is)
1995 1. Platz Japanische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i)
1. Platz ADAC Super-Tourenwagen-Cup (BMW 320i)
1998 1. Platz Deutsche Supertourenwagen-Meisterschaft (BMW320i)
1999 1. Platz 24h-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR)
1. Platz 12h-Rennen Sebring (BMW V12 LMR)
2001 1. Platz GT-Klasse American Le Mans Series (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege,
2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung (Jörg und Dirk Müller)
2003 2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege,
2. und 5. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung (Jörg und Dirk Müller);
24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. und 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i), sechs Siege,
2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung (Dirk und Jörg Müller)
1. und 2. Platz Lauf BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (BMW M3 GTR);
Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h Spa (BMW M3 GTR)



Jörg Müller (DEU) - Startnummer 15.
Wie die meisten der heutigen Rennfahrer begann auch Jörg Müller seine Karriere im Kart. Seine ersten Rennen bestritt er 1984 als 15-Jähriger, und schon im selben Jahr gewann er das Saisonfinale der ADAC Kart Junioren. Auch in den folgenden Jahren feierte Jörg Müller Erfolge im Kartsport. 1988 wechselte der Hückelhovener in den Formelsport und gewann auf Anhieb die Deutsche Formel Ford Meisterschaft. 1994 dann sicherte er sich die prestigeträchtige Deutsche F3 Meisterschaft. Im folgenden Jahr ging er für BMW zum ersten Mal im ADAC Supertourenwagen-Cup an den Start.

1996 sollte sich für Jörg Müller als erstaunlich erfolgreiches Jahr erweisen, denn in dieser Saison gewann er nicht nur die Internationale FIA Formel 3000 Meisterschaft, sondern - mit einem BMW 318is - auch noch das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Jörg Müller hat mit nahezu jedem Fahrzeugtyp Rennen bestritten und war Formel-1-Testfahrer für BMW, Arrows und Sauber. 2000 und 2001 fuhr er für BMW in Amerika den BMW M3 GTR und gewann dort auch seinen bislang letzten Titel: die ALMS Meisterschaft in der GT-Klasse.
Seit 2002 fährt Jörg Müller mit dem BMW 320i für das BMW Team Deutschland in der Europäischen Tourenwagenmeisterschaft (FIA ETCC). Bereits in der ersten Saison überzeugte Müller mit vier Siegen und Platz zwei in der Fahrerwertung. Im darauf folgenden Jahr konnte der BMW Pilot an die guten Leistungen anknüpfen. Vor dem Saisonfinale 2003 führte er punktgleich mit dem Alfa-Piloten Gabriele Tarquini (ITA) die Fahrerwertung der ETCC an. Am letzten Rennwochenende in Monza hätte der Ausgang nicht dramatischer ausfallen können. Jörg Müller verpasste den Titel um einen Punkt.

In die Saison 2004 startete der 35-Jährige furios. Am ersten Wochenende in Monza wurde er Vierter und Erster und stand somit nach den ersten beiden Läufen an der Spitze der Gesamtwertung. Den zweiten Sieg in der Saison 2004 feierte er in Hockenheim. Nach Lenkungsproblemen in Brünn und einem Unfall in Donington hatte er in Spa dann sein erfolgreichstes Rennwochenende. Nach einem weiteren ersten und einem zweiten Platz kehrte der Deutsche in die Spitzengruppe zurück. Mehrere unglückliche Ausfälle vor allem im letzten Drittel der Saison hinderten den 35-Jährigen jedoch daran, am Ende um den Fahrertitel mitzustreiten. Jörg Müller beendete die Saison 2004 mit drei Siegen und Platz vier in der Fahrerwertung.

Über mangelnde Beschäftigung konnte sich Jörg Müller in der Saison 2004 nicht beschweren. Neben seinem ETCC-Engagement war er auch ein wichtiger Bestandteil des BMW Motorsport Programms mit dem BMW M3 GTR. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Dirk Müller (Burbach) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) gewann er das traditionelle 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Auch bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps war das BMW-Trio erfolgreich. Trotz starker Konkurrenz durch die FIA GT Autos holten Müller und seine Kollegen den Klassen-sieg in der Gruppe 2 und erreichten in der Gesamtwertung den sechsten Platz.

Auch, wenn Müller einmal nicht hinter dem Lenkrad sitzt, dann widmet er seine Zeit dem Rennsport. Als Chefinstruktor des Formel BMW Racing Centers in Valencia beaufsichtigt er das BMW Trainings- und Ausbildungsprogramm für junge Rennfahrer aus allen Teilen der Welt.
Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NLD)
Wohnort: Monte Carlo
Familienstand: Single
Website: www.joerg-mueller.org

1984-1987 Kartsport
1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft
1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge
1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft, 5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco
1992 7. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1993 Deutsche F3-Meisterschaft, 1. Platz F3-GP Macau
1994 1. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1995 BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup
1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft, BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup, 1. Platz 24h Spa (BMW 318is)
1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows, 24h Le Mans (Nissan)
1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber,
2. Platz 24h Le Mans (Porsche GT1)
1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg, 24h Le Mans (BMW V12 LMR)
2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR)
2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC, vier Siege (BMW 320i)
2003 2. Platz FIA ETCC, fünf Siege (BMW 320i), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h Nürburgring (BMW M3 GTR); 4. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h Spa (BMW M3 GTR)







Dirk Müller (DEU) - Startnummer 16.
Dirk Müller, der am 18. November seinen 29. Geburtstag feierte, begann seine Motorsport-Karriere 1989 im Kart. Seither hat er in verschiedenen Fahrzeug-Kategorien - Formel-Autos, Sportwagen und Tourenwagen - erfolgreich Rennen bestritten. 1998 sicherte er sich mit vier Saisonsiegen den Porsche Carrera Cup. Im Jahr 2000 gewann er mit einem Porsche GT3 die GT-Klasse der American Le Mans Series. 2001 wurde er BMW Werksfahrer und bestritt die ALMS mit einem BMW M3 GTR.

Seit 2002 fährt Dirk Müller für das BMW Team Deutschland. Seine erste FIA ETCC-Saison beendete er nach drei Siegen auf Platz vier der Fahrerwertung. Im Jahr 2003 hatte Dirk Müller viel Pech. Nach Rückschlägen im letzten Saisondrittel konnte er am Ende nicht mehr in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen. Trotz seiner vielen unglücklichen Ausfälle konnte sich der Deutsche einen beachtlichen fünften Platz in der ETCC-Fahrerwertung sichern.

In der Saison 2004 stand Dirk Müller kurz vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Auch dank der hervorragenden Arbeit des BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport fuhr er bei fast allen Rennen konstant in die Punkteränge. In Magny-Cours, Brünn und Spa stand er sogar ganz oben auf dem Podium. Vor dem Saisonfinale in Dubai führte Dirk Müller die Fahrerwertung mit zwölf Punkten Vorsprung vor Andy Priaulx (GBR), dem bis dahin Zweiten in der Meisterschaft, an.

Doch in der Wüste ereilte den Burbacher das Pech. Im ersten Lauf in Dubai konnte Dirk Müller wegen eines Aufhängungsschadens nach einem unverschuldeten Unfall das Rennen nicht beenden. Im zweiten Lauf war es für den Deutschen sehr schwer, vom hinteren Feld aus in die Punkteränge zu fahren. Dirk Müller gab alles und kämpfte sich auf den fünften Platz vor. Nach den turbulenten Läufen im "Dubai Autodrom" kam es dann zu einer kuriosen Situation an der Tabellenspitze. Dirk Müller und Priaulx hatten beide 111 Punkte. Doch die höhere Anzahl der Laufsiege (5:3) bescherte dem Briten Priaulx den Europameistertitel 2004.

Trotz seiner Enttäuschung war Dirk Müller der erste, der dem neuen Europameister gratulierte. Nach dem Rennen in der Wüste sagte er: "Natürlich bin ich enttäuscht, die Meisterschaft verloren zu haben." Doch was für den BMW-Piloten schwerer wog, war, dass er seinem Team Schnitzer Motorsport keinen weiteren Tourenwagen-Titel bescheren konnte. Denn "das Team hätte mich nicht besser unterstützen können", erklärte Müller.

Großen Erfolg hatte der BMW Werksfahrer 2004 auch im 24h-Einsatz mit dem BMW M3 GTR. Als wichtiger Bestandteil des BMW Motorsport Programms sicherte er sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jörg Müller (Hückelhoven) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) den Sieg bei dem prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dann ging das erfolgreiche Trio auch beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps an den Start. Diesmal musste die BMW Mannschaft gegen die starken FIA GT Autos antreten, doch mit einem Klassensieg in der Gruppe 2 und dem sechsten Platz in der Gesamtwertung wurde auch dieser Einsatz von Erfolg gekrönt.

Geburtstag/-ort: 18. November 1975/Burbach (DEU)
Wohnort: Monte Carlo
Familienstand: Verheiratet mit Daniela
Website: www.dirk-mueller.com

1989, 1990 Einstieg in den Kartsport
1991 3. Platz ADAC-Pop-Kartmeisterschaft
1992 2. Platz Formel König
1993 2. Platz Formel König, vier Siege;
12. Platz deutsche Formel Opel
1994 3. Platz deutsche Formel Opel, zwei Siege
1995 sporadische Einsätze Formel Opel Euroserie, erstes Formel-3-Rennen
1996 Deutsche Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg
1997 Aufnahme im Porsche Junior Team, 5. Platz Porsche Carrera Cup, ein Sieg
1998 1. Platz Porsche Carrera Cup, vier Siege;
2. Platz 24h Daytona (Porsche GT1)
1999 2. Platz 24h Daytona (Porsche GT2), 4. Platz 12h Sebring (Porsche GT1), 2. Platz GT-Kl. 24h Le Mans (Porsche GT3R), 1. Platz GT-Wertung Petit Le Mans (Porsche GT3R)
2000 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (Porsche GT3R)
2001 6. Platz GT-Kl. ALMS, ein Sieg (BMW M3 GTR)
2002 4. Platz FIA ETCC, drei Siege (BMW 320i)
2003 5. Platz FIA ETCC, zwei Siege (BMW 320i), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h Nürburgring (BMW M3 GTR); 2. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h Spa (BMW M3 GTR)





Andy Priaulx (GBR) - Startnummer 17.
Andy Priaulx wurde auf der kleinen Insel Guernsey geboren. Er begann seine Karriere 1984 im Alter von elf Jahren als Kartfahrer auf den Kanalinseln. Anschließend widmete sich Priaulx als Motocross-Pilot sechs Jahre lang eher zwei als vier Rädern und gewann 1990 die 250ccm CI Meisterschaft. Danach trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wechselte zum Bergrennen. 1995 gewann er mit dem Maximum an Punkten die britische Bergmeisterschaft. Ein Jahr später stieg er in die Formel Renault und die Formel 3 ein und gewann 1998 die Renault Spider Meisterschaft mit 13 Siegen und 13 Polepositions - eine bis heute unerreichte Marke. Priaulx setzte seine Karriere in der Formel 3 fort, ehe er sich 2001 für Vauxhall in Großbritannien den Tourenwagen zuwandte.

2002 konnte Andy Priaulx seinen ersten Sieg für Nissan in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft feiern. Mit diesem Erfolg nahm die Karriere des Briten an Fahrt auf. Die Zusammenarbeit mit BMW begann im Jahr darauf, als ihm das BMW Team Great Britain ein Cockpit in der FIA ETCC anbot. Priaulx beeindruckte mit drei Siegen und kämpfte bis zum letzten Rennen um den Titel.

2004 konnte der 30-Jährige mit dem BMW Team Great Britain den bislang größten Erfolg seiner Laufbahn feiern: Tourenwagen-Europameister. Im knappsten ETCC-Finale aller Zeiten schob sich der Engländer mit zwei zweiten Plätzen in Dubai noch an die Spitze der Fahrerwertung. Nach zehn Rennwochenenden und 20 umkämpften Läufen, hatte Priaulx mit 111 Punkten ebenso viele Zähler auf seinem Konto wie sein deutscher Markenkollege Dirk Müller (Burbach). So musste die Anzahl der Laufsiege entscheiden. Priaulx siegte im Saisonverlauf fünf Mal (Magny-Cours, Hockenheim, Brünn, Donington und Oschersleben), der für das BMW Team Deutschland startende Dirk Müller hingegen nur drei Mal (Magny-Cours, Brünn und Spa). Dies sicherte dem Engländer den Titel.

"Das ist der schönste Moment in meiner Karriere", meinte Priaulx nach dem letzten Rennen auf dem "Dubai Autodrom". Der Brite weiß: "Ein Titelgewinn hat länger Bestand als ein Laufsieg." Nach dem Erfolg in der Wüste ruht sich der BMW-Pilot allerdings nicht auf seinen Lorbeeren aus. Priaulx plant schon für die kommende Saison. "Heute war es die FIA ETCC, nun muss es mein Ziel sein, die Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Ebenfalls 2004 trat er erstmals für das Team BMW Motorsport bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps an. Hier teilte er sich das Cockpit im BMW M3 GTR mit dem Portugiesen Pedro Lamy und dem Niederländer Duncan Huisman. Bedingt durch ein Elektonikproblem mussten sie jedoch auf Platz drei liegend vorzeitig die Box ansteuern.

Auch wenn Andy Priaulx einmal nicht hinter dem Lenkrad sitzt, widmet er seine Zeit dem Rennsport. Als Chefinstruktor der Formel BMW UK Meisterschaft beaufsichtigt er das BMW Trainings- und Ausbildungsprogramm für junge Rennfahrer.

Geburtstag/-ort: 8. August 1974/Guernsey (Kanalinseln)
Wohnort: Guernsey (CI)
Familienstand: Verheiratet mit Joanne,
Sohn Sebastian, Tochter Daniella
Website: www.andypriaulx.com

1984 Kartsport auf den Kanalinseln
1985-1990 Motocross
1990 1. Platz Motocross-250 ccm-Meisterschaft (CI)
1991-1995 Bergrennen
1995 1. Platz RAC MSA britische Bergmeisterschaft mit
maximaler Punktzahl und 14 Siegen in zwei Saisons
1996 Formel Renault
1997 Förderkandidat in der britischen Formel 3
1998 Renault Spider Cup, 1 Poleposition, 3 Podiumsplätze;
2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie
1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition;
BTCC-Testfahrer für Renault Williams, Vauxhall, Ford
2000 Britische F3 für Renault UK, drei Podiumsplatzierungen,
eine Poleposition, F3-Rennen in Macau und Korea
2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege, zwei
Polepositions, 10 Podiumsplatzierungen;
2. Platz von der Poleposition beim F3 Super Prix Korea;
2. Platz und Poleposition beim Einladungsrennen für
Vauxhall in der BTCC
2002 5. Platz BTCC, ein Sieg, drei Polepositions; Teilnahme an den australischen Langstreckenrennen
"Bathurst 1000" und "Queensland 500" (Holden TWR)
2003 3. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain
2004 1. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain
24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)
Mit Zitat antworten

Zu viel Werbung? Registriere Dich / Melde Dich an. Kostenfrei!




Alt 22.11.2004, 08:00     #2
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
Technische Daten Fahrzeug

Technische Daten BMW 320i ETCC 2004.
Fahrzeug.
Länge: 4 490 mm
Breite: 1809 mm
Höhe: ca. 1415 mm
Radstand: 2 742 mm
Fahrzeuggewicht: 1140 kg (mit Fahrer)
Tankinhalt: ca. 45 Liter

Chassis/Karosserie: selbsttragende Stahlblechkarosserie mit eingeschweißter Sicherheitszelle aus hochfestem Präzisionsstahlrohr;
Sicherheitstankwanne aus CFK Sandwich; pneumatische Drei-Stempel-Schnellhebeanlage
Aerodynamikpaket: Frontschürze, Heckschürze, Heckflügel,
vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterung aus CFK/GFK
Kraftübertragung: Einscheiben-Kohlefaserkupplung über hydraulischen
Zentralausrücker betätigt;
Fünfgang-Renngetriebe mit gerade verzahnten
unsynchronisierten Gangrädern basierend auf dem Serien-
getriebe und zusätzlichem Öl/Luft-Kühler; durch Schaltkraft
gesteuertes Quick-Shift System mit Zündausblendung;
Serienhinterachsgetriebe mit mechanischer Differenzialsperre und zusätzlichem Öl/Luft-Kühler
Vorderachse: Ein-Gelenk-Federbeinachse mit gegenüber der Serienversion erhöhtem Nachlaufwinkel und vergrößerter Spurweite sowie vergrößertem Radsturz; vierfach verstellbare Stoßdämpfer;
Rohrstabilisator
Hinterachse: Zentral-Lenker-Achse mit Doppelquerlenkern mit gegenüber der Serienversion vergrößerter Spurweite und vergrößertem Radsturz; vierfach verstellbare Stoßdämpfer; Stabilisator
Bremsanlage vorn: Vierkolben-Bremssättel aus Aluminium; innenbelüftete Grauguss-Bremsscheiben mit 295 mm Durchmesser
Bremsanlage hinten: Zweikolben-Bremssättel aus Aluminium;
Grauguss-Bremsscheiben mit 280 mm Durchmesser
Lenkung: Zahnstangenlenkung mit elektrohydraulischer Servounterstützung
Räder: Aluminiumfelgen, 9 x 17 Zoll
Reifen: Michelin-Rennreifen, 24/61-17 (vorn und hinten)


Motordaten BMW P54.
Bauart: Sechszylinder-Reihenmotor
Hubraum: 1990 ccm
Bohrung x Hub: 80 x 66 mm
Verdichtung: 11 : 1
max. Leistung: ca. 270 PS bei ca. 8 800 UPM
max. Drehmoment: ca. 230 Nm bei ca. 7 000 UPM
max. Drehzahl: 9 000 UPM (vom Reglement vorgegeben)

Zylinderblock: einteilige Zylinderblock-Konstruktion aus Aluminium mit eingesetzten Grauguss-Laufbuchsen
Kurbelwelle: Stahlkurbelwelle mit reduzierten Lagerdurchmessern
Kolben: geschmiedete Kastenkolben
Pleuel: hochfeste Stahlpleuel
Zylinderkopf: Aluminiumkonstruktion mit paralleler Ventilanordnung; vier Ventile pro Zylinder
Ventiltrieb: zwei obenliegende Nockenwellen mit Kettenantrieb; mechanische Tassenstößel
Einlasssystem: Einfachdrosselklappe (64 mm, vom Reglement vorgegeben);
Luftsammler aus CFK/GFK mit ladungswechseloptimierten Schwingrohren
Abgassystem: Fächerkrümmer, Schalldämpfer und Katalysator
Kraftstoffsystem: Einzelzylindersaugrohreinspritzung mit einem Einspritzventil
pro Zylinder; Einspritzdruck 5,0 bar
Schmiersystem: Nasssumpfschmierung mit optimierter Ölwanne/Ölabsaugung
Kühlung: Wasser/Luft-Kühler und Öl/Wasser-Wärmetauscher
Schwungrad: Stahl, gewichtsoptimiert auf 4 kg
Kraftstoff: Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei


Elektrik/Elektronik.
Motorsteuerung: BMW Motorsport ECU 12A-R6 mit drei leistungsstarken Mikroprozessoren; zylinderselektive Einspritzung und Zündung; Pit Speed Limiter-Funktion, Quick-Shift-Funktion; Motordaten Memory System
Zündspule: Hochleistungs-Stabzündspulen mit integrierten Zündtreibern
Zündkerzen: Champion Hochleistungs-Zündkerzen
Cockpit: Frei programmierbares LCD Display mit integrierten Schaltlampen
Lenkrad: Quick-Release-Multifunktionslenkrad mit integrierter Displaysteuerung
Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2004, 08:01     #3
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
Qualifikation 1

18./19./21. November 2004

BMW Fahrer starten gut ins Macau-Wochenende.

Macau (China), 18. November 2004. Jörg Müller (Hückelhoven) war im ersten Qualifying für das spektakuläre Guia Race, das im Rahmen des 51. Macau Grand Prix ausgetragen wird, der schnellste Pilot im Feld. Im BMW 320i setzte sich der BMW Team Deutschland Fahrer vor seinem Teamkollegen Dirk Müller (Burbach) durch. Andy Priaulx (GBR), der Tourenwagen-Europameister 2004, belegte den vierten Platz.

Trotz des guten Auftakts weiß Jörg Müller, der als Formel-3-Pilot bereits 1993 in Macau gewinnen konnte, dass im Verlauf des Wochenendes noch viel Arbeit auf ihn wartet. "Das war lediglich der erste Tag", sagte der 35-Jährige. "Morgen dürfte es trocken bleiben, und wir haben nur einen neuen Reifensatz verwendet. Im zweiten Qualifying wird jeder auf frischen Reifen antreten. Die Rundenzeiten werden also weiter fallen."

Teammanager Charly Lamm (Freilassing) war mit den Ergebnissen der drei Piloten am ersten Tag zufrieden und freute sich, erneut beim Macau Grand Prix dabei sein zu können. "Seit unserem letzten Auftritt hier 1998 sind einige Jahre ins Land gegangen. In den achtziger und neunziger Jahren waren wir regelmäßig beim Guia Race am Start. Jörg und Andy haben gut gearbeitet und ihre Streckenkenntnis voll ausgespielt. Dirk fährt zum ersten Mal in Macau. Es ist beeindruckend, wie schnell er seinen Rhythmus gefunden hat."

Dirk Müller zog ein positives Fazit nach seinen ersten Runden auf dem anspruchsvollen Stadtkurs und hat sich auf Anhieb in die 6,2 Kilometer lange Strecke verliebt. Mit Computer-Simulationen hatte sich der Zweite der diesjährigen FIA European Touring Car Championship (ETCC) auf sein Debüt in Macau vorbereitet. "Die Strecke ist unbeschreiblich. Es macht mir wirklich viel Spaß, hier zu fahren. Und zum Glück bin ich nirgends angeschlagen", meinte er.
Duncan Huisman (NLD), der das Guia Race in den drei vergangenen Jahren gewonnen hatte, und sein Carly Motors Teamkollege Tom Coronel (NLD) verlebten einen arbeitsreichen Tag. Ihr Team hatte sich dazu entschlossen, Yokohama-Reifen einzusetzen, statt wie in der ETCC Pneus des französischen Herstellers Michelin. Beide Fahrer stellten ein verändertes Fahrgefühl fest, waren jedoch überzeugt, nun in die richtige Richtung zu arbeiten.

Insgesamt gingen im ersten Qualifying für das Tourenwagenrennen 34 Autos an den Start. Die FIA ETCC Teams von BMW und SEAT traten dabei nicht nur gegen Privatfahrer aus Europa, sondern auch gegen führende Piloten der Asian Touring Car Series und der Hong Kong Touring Car Championship an. Zwar ist es für jeden Fahrer etwas Besonderes, das Guia Race zu gewinnen, aber Jörg Müller und SEAT-Pilot Rickard Rydell könnten an diesem Wochenende sogar Rennsport-Geschichte schreiben. Sollte sich einer der beiden am Sonntag durchsetzen, wäre dies das erste Mal, dass ein Fahrer in Macau nach dem Formel-3- auch das Tourenwagenrennen gewinnt. Wie Jörg Müller sind auch Priaulx und Coronel bereits in ihrer Formel-3-Zeit in Macau angetreten.

Die schnellste Zeit aus beiden Qualifyings bestimmt die Startreihenfolge für das erste der zwei Guia Races am Sonntag. Im zweiten Lauf starten die Fahrer in der Reihenfolge des Zieleinlaufs vom ersten Rennen. Das zweite Qualifying findet am Freitag (19. November) um 15.10 Uhr Ortszeit (8.10 Uhr MESZ) statt. Am Samstag legen die Tourenwagenteams eine Pause ein. Das erste Rennen, das über acht Runden ausgetragen wird, beginnt am Sonntag um 11.45 Uhr (4.45 Uhr MESZ). Nach einer 15-minütigen Unterbrechung steht der zweite Lauf auf dem Programm.

Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland
Nr. 15 - Jörg Müller (DEU): 1. - 2:33,942 Minuten
Nr. 16 - Dirk Müller (DEU): 2. - 2:34,975 Minuten
Nr. 17 - Andy Priaulx (GBR): 4. - 2:35,285 Minuten

BMW Privatteams
Carly Motors
Nr. 1 - Duncan Huisman (NLD): 8. - 2:36,751 Minuten
Nr. 2 - Tom Coronel (NLD): 5. - 2:35,771 Minuten
Edenbridge Racing
Nr. 5 - Rob Collard (GBR): 15. - 2:45,156 Minuten
Team Schubert Motors
Nr. 18 - Claudia Huertgen (DEU): 7. - 2:36,653 Minuten
Nr. 19 - Angelo Barretto (PHI): 17. - 2:46,451 Minuten
Team Wiechers
Nr. 21 - Marc Hennerici (DEU): 10. - 2:39,531 Minuten
Team Engstler Racing
Nr. 10 - Franz Engstler (DEU): 6. - 2:36,417 Minuten
Nr. 11 - R.S. Prutirat (THA): 14. - 2:44,301 Minuten
Team San Miguel
Nr. 12 - Jody Coseteng (PHI): 21. - 2:48,996 Minuten

Ergebnisse

1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 2:33,942 Minuten, 2. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 2:34,975 Minuten, 3. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 2:35,072 Minuten, 4. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 2:35,285 Minuten, 5. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 2:35,771 Minuten, 6. Franz Engstler (DEU/BMW 320i) 2:36,417 Minuten
Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2004, 08:02     #4
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
Qualifikation 2

18./19./21. November 2004

Jörg Müller sichert sich Poleposition in Macau.

Macau (China), 19. November 2004. Jörg Müller (Hückelhoven) wird das Guia Race beim 51. Macau Grand Prix von der ersten Startposition aufnehmen. In einem spannenden zweiten Qualifying, in dem die Fahrer ihre Zeiten gegen Ende der Session im Sekundentakt verbesserten, behielt der BMW Team Deutschland Fahrer im BMW 320i gegenüber seinem Teamkollegen Andy Priaulx (GBR) die Oberhand. Dirk Müller (Burbach) platzierte sich auf dem verwinkelten Stadtkurs auf Rang fünf.

Alle Piloten, darunter auch der drittplatzierte Rickard Rydell (SEAT), waren sich einig, dass noch schnellere Rundenzeiten möglich gewesen wären, hätte das Qualifying nicht acht Minuten vor dem Ende unterbrochen werden müssen. Eine Gelbphase in der letzten Runde machte zudem weitere Verbesserungen unmöglich. "Wir waren gut unterwegs", meinte Jörg Müller. "Unsere Zeiten waren in Ordnung, aber sie sind nicht das, was wir hier auf freier Strecke hätten erreichen können. Die neuen Reifen haben sehr viel Grip, und noch ist kein Kratzer am Auto. Ich hoffe, das bleibt so."

Priaulx war mit seiner Leistung ebenfalls zufrieden. "Ich konnte bis zum Ende der Session nicht eine gezeitete Runde ohne Behinderungen absolvieren. Am Schluss musste ich wegen des Unfalls abbremsen", sagte der Tourenwagen-Europameister. "Ich weiß noch nicht, wo unser wahres Potenzial liegt. Um Klarheit zu bekommen, brauche ich einige freie Runden am Stück. Jörg ist hier ungeheuer schnell."

Dirk Müller ließ sich auch von technischen Problemen nicht die Laune verderben. Sein Tag war alles andere als reibungslos verlaufen. Bereits in der zweiten Runde des morgendlichen freien Trainings berührte er mit seinem BMW 320i die Streckenbegrenzung und verbrachte den Rest der Session wegen Reparaturarbeiten in der Box. Wegen eines Elektrik-Problems musste er auch im Qualifying zuschauen, als seine Kontrahenten ihre schnellsten Zeiten fuhren. Der 29-Jährige kommentierte: "Runde für Runde komme ich besser mit der Strecke zurecht. Im Qualifying hatte ich nur einen Umlauf auf frischen Reifen. Es war eine tolle Erfahrung. Ich liebe die Strecke und bin sehr glücklich darüber, was ich bisher hier erreicht habe."

BMW Team Deutschland Teammanager Charly Lamm (Freilassing), der zum ersten Mal seit 1998 wieder in Macau dabei ist, zog nach dem Qualifying-Tag ein positives Fazit. "Ich denke, Jörg und auch Andy haben ein perfektes Qualifying hingelegt. Dirk gewöhnt sich noch an die Strecke und macht dabei sehr gute Fortschritte. Es war schade, dass er am Ende der Session ein Problem mit der Elektrik hatte. Er wollte gerade auf neuen Reifen aus der Box fahren." Schnitzer Motorsport kann auf eine erfolgreiche Geschichte beim Guia Race zurückblicken. In den achtziger und neunziger Jahren feierte das Team insgesamt neun Siege.
Der Sieger der vergangenen drei Jahre, Duncan Huisman (NLD), beging in der Mandarin-Kurve in seinem Carly Motors BMW 320i einen Fahrfehler und verlor so wertvolle Zeit auf der Strecke. Er startet am Sonntag vom zehnten Platz. Sein Teamkollege Tom Coronel (NLD) wird als Sechster ins Rennen gehen.

37 Fahrzeuge werden am Sonntag starten. Im Rennen dürfte gerade auf die im vorderen Feld platzierten Piloten viel Arbeit zukommen, da aufgrund der Leistungsunterschiede unter den Teilnehmern viele Überrundungsmanöver zu erwarten sind. Jörg Müller war im Qualifying über eine halbe Minute schneller als Manuel Ao Ieong, der 36. wurde. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass der Guia-Kurs die einzige Rennstrecke der Welt ist, auf der in einer Kurve, der Melco Haarnadel, ständiges Überholverbot gilt.

Die Tourenwagenteams legen am Samstag eine Pause ein. Das erste Rennen beginnt am Sonntag (21. November) um 11.45 Uhr Ortszeit (4.45 Uhr MESZ). Der zweite Lauf wird nach einer 15-minütigen Unterbrechung gestartet.
Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Deutschland
Nr. 15 - Jörg Müller (DEU): 1. - 2:32,118 Minuten
Nr. 16 - Dirk Müller (DEU): 5. - 2:34,346 Minuten
Nr. 17 - Andy Priaulx (GBR): 2. - 2:32,882 Minuten

BMW Privatteams
Carly Motors
Nr. 1 - Duncan Huisman (NLD): 10. - 2:36,751 Minuten (keine Rundenzeit in Session 2)
Nr. 2 - Tom Coronel (NLD): 6. - 2:34,775 Minuten
Edenbridge Racing
Nr. 5 - Rob Collard (GBR): 13. - 2:41,661 Minuten
Team Schubert Motors
Nr. 18 - Claudia Huertgen (DEU): 9. - 2:36,553 Minuten
Nr. 19 - Angelo Barretto (PHI): 18. - 2:46,443 Minuten
Team Wiechers
Nr. 21 - Marc Hennerici (DEU): 7. - 2:35,565 Minuten
Team Engstler Racing
Nr. 10 - Franz Engstler (DEU): 8. - 2:36,417 Minuten (keine Rundenzeit in Session 2)
Nr. 11 - R.S. Prutirat (THA): 15. - 2:43,642 Minuten
Team San Miguel
Nr. 12 - Jody Coseteng (PHI): 21. - 2:48,996 Minuten (keine Rundenzeit in Session 2)

Ergebnisse
1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 2:32,118 Minuten, 2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 2:32,882 Minuten, 3. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 2:33,102 Minuten, 4. Jordi Gené (ESP/SEAT) 2:34,232 Minuten, 5. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 2:34,346 Minuten, 6. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 2:34,775 Minuten
Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2004, 14:17     #5
Albert   Albert ist offline
Power User

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
51. Macau Grand Prix - Guia Race - Rennen (22.11.2004)

18./19./21. November 2004

BMW feiert Doppelsieg in Macau - Jörg Müller gelingt historisches Double.

Macau (China), 21. November 2004. Jörg Müller (Hückelhoven) hat mit seinem Sieg beim Guia Race im Rahmen des spektakulären Macau Grand Prix Geschichte geschrieben. Als erstem Fahrer in der Geschichte der Veranstaltung ist es dem 35-Jährigen gelungen, sowohl das Formel-3- als auch das Tourenwagenrennen auf dem anspruchsvollen Stadtkurs zu gewinnen.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen gratulierte nach Erhalt der Neuigkeiten: "Nach dem Gewinn der Europameisterschaft in der Marken- und Teamwertung und der Independents Trophy nun hier in Macau einen Doppelsieg zu erzielen, ist für uns ein fantastisches Ergebnis. Zusammen mit dem Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und dem Klassensieg in Spa haben wir für BMW in der Tourenwagensaison 2004 ein großartiges Ergebnis erreicht. Gratulation an das Einsatzteam von BMW und Schnitzer Motorsport, und besonders an Jörg Müller, der hier als erster Fahrer das Formel-3-Rennen und das Guia Race gewann."

Der BMW Team Germany Pilot Jörg Müller setzte sich mit einem knappen Vorsprung gegen seinen Teamkollegen Andy Priaulx (GBR) durch, der als Zweiter den Doppelsieg für BMW perfekt machte. Für Dirk Müller (Burbach) verlief der erste Auftritt in der ehemaligen portugiesischen Kolonie hingegen nicht wunschgemäß. Er musste sein Auto in Folge eines Unfalls vorzeitig abstellen. Schnitzer Motorsport, das den Einsatz der drei BMW 320i für BMW Team Germany betreute, konnte über den zehnten Sieg in Macau jubeln. Zugleich war es der dritte Doppelsieg für Schnitzer, neben zwei Dreifachsiegen, auf der 6,2 Kilometer langen Strecke.

Jörg Müller freute sich über den Erfolg und meinte: "Ich liebe diese Strecke. Es ist fantastisch, hier nach dem Formel-3- auch das Tourenwagenrennen gewonnen zu haben. Ich werde aber ganz sicher nicht versuchen, als erster Fahrer auch noch auf dem Motorrad zu siegen. Bei meinen Starts in Macau hatte ich immer Glück. Da die Veranstaltung zu keiner Meisterschaft zählt, gehe ich hier immer besonders locker an die Sache heran. Alles ist perfekt gelaufen, ich hatte von Beginn an ein gutes Auto und bin einfach glücklich."

"Jörg hat den Sieg verdient, denn er war das ganze Wochenende über sehr schnell", kommentierte Priaulx, der erstmals gemeinsam mit BMW Team Germany an den Start ging, seinen zweiten Platz. "Ich bin zufrieden, ihm so dicht auf den Fersen geblieben zu sein. Ich hatte so sehr gepusht, dass ich mir sogar einer meiner Seitenspiegel abgefahren habe. Ich bin glücklich über das Ergebnis. Ich hatte ein fantastisches Wochenende, und es war eine tolle Erfahrung, hier für Schnitzer zu fahren."

Trotz der Enttäuschung, im zweiten Lauf nicht mehr antreten zu können, war auch Dirk Müller nach dem Rennen gut aufgelegt. "Bis zum Unfall war es ein perfektes Wochenende für mich", meinte der 29-Jährige. "Die Erfahrungen, die ich sammeln konnte, sind einmalig. Am Ende hatte ich einfach Pech. Aber ich kann es kaum erwarten, im kommenden Jahr zurückzukommen."

Teammanager Charly Lamm (Freilassing) war stolz auf die Leistung seiner drei Fahrer. "Das ganze Team liebt diesen Kurs. Es ist schön, die Saison 2004 auf diese Art und Weise abschließen zu können. Dass sich Jörg mit dem Sieg in die Geschichtsbücher eingetragen hat, ist etwas ganz Besonderes. Der zweite Platz durch Andy rundet das tolle Ergebnis ab. Er hat sehr gut mit dem Team zusammengearbeitet. Dirk war ein Neuling in Macau, hat sich aber gut zurechtgefunden und war konkurrenzfähig. Gerade als er seinen Rhythmus gefunden hatte, schied er aus. Ich bin sicher, dass er daraus lernen wird. Er hat gute Eindrücke sammeln können, was ihm 2005 bei unserer Rückkehr mit der FIA WTCC zu Gute kommen wird."

Der Sieger in Macau wurde in zwei Rennen von jeweils acht Runden ermittelt. Das Ergebnis des ersten Laufs bestimmte die Startreihenfolge für Rennen zwei.

LAUF 1
Wetter: Sonnig - 25°C (Luft), 33°C (Asphalt)


Schon kurz nach dem Start mussten einige Piloten das Rennen vorzeitig aufgeben. Rob Collard (GBR) wurde in seinem BMW 320i bei der Anfahrt auf die Lisboa-Kurve in die Streckenbegrenzung gedrückt. Unglücklicherweise hatte dieser Unfall den Ausfall eines weiteren BMW Piloten zur Folge. Als Collard wieder auf die Strecke zurück rollte, traf er den Wagen von Duncan Huisman (NLD), der in den vergangenen drei Jahren in Macau siegreich war. Damit musste Huisman alle Hoffnungen auf einen vierten Triumph in Folge aufgeben. Für weitere BMW Privatfahrer endete das Rennen in der Lisboa-Kurve. Marc Hennerici (DEU) berührte die Mauer und kollidierte anschließend mit seinem BMW Markenkollegen Franz Engstler (DEU). Auch Angelo Barretto (PHI) war in einem dritten BMW 320i in diese Kollision verwickelt. Die Fahrer von BMW Team Germany überstanden die turbulente Startphase hingegen ohne Probleme. Dirk Müller erwischte einen guten Start und schob sich vor der ersten Kurve am SEAT von Jordi Gené (ESP) vorbei. Nach einer Safety-Car-Phase, die bis zum Ende der dritten Runde andauerte, setzten sich Jörg Müller und Andy Priaulx, dicht gefolgt von SEAT-Pilot Rickard Rydell (SWE), ab. In dieser Reihenfolge fuhr das Trio nach acht Runden auch über die Ziellinie. Dirk Müller konnte das Rennen nicht beenden. In der sechsten Runde verlor er auf einem schmutzigen Streckenteil die Kontrolle über sein Auto und schlug bei 'Moorish Hill' in die Streckenbegrenzung ein. Ein beschädigter Drosselklappenhebel machte es ihm unmöglich, zur Reparatur die Boxengasse anzusteuern.

LAUF 2
Wetter: Sonnig - 25°C (Luft), 33°C (Asphalt)


In vielerlei Hinsicht verlief der zweite Lauf ähnlich wie der erste. Diesmal war es jedoch der von Carly Motors eingesetzte BMW 320i von Tom Coronel (NLD), der in der Lisboa-Kurve an Jordi Gené vorbeizog. Weiter vorn bestimmte wieder Jörg Müller vor Andy Priaulx und Rickard Rydell das Tempo. Nach dem Unfall eines Honda-Piloten, bei dem dessen Auto in der Police-Kurve ein Rad verlor, fuhr das Safety-Car erneut auf die Strecke. Die Reihenfolge der ersten sechs Fahrer änderte sich bis zum Ende des Rennens nicht mehr. Im hinteren Feld ging es jedoch auch gegen Rennende noch aufregend zu. Angelo Barretto war in eine weitere Kollision involviert, konnte den Lauf diesmal aber zu Ende bringen.


Ergebnisse und Platzierungen:

BMW Team Germany

Nr. 15 - Jörg Müller (DEU): Startplatz 1, Rennen 1.
Nr. 16 - Dirk Müller (DEU): Startplatz 5, Rennen DNF
Nr. 17 - Andy Priaulx (GBR): Startplatz 2, Rennen 2.

BMW Privatteams
Carly Motors

Nr. 1 - Duncan Huisman (NLD): Startplatz 10, Rennen DNF
Nr. 2 - Tom Coronel (NLD): Startplatz 6, Rennen 4.
Edenbridge Racing
Nr. 5 - Rob Collard (GBR): Startplatz 13, Rennen DNF
Team Schubert Motors
Nr. 18 - Claudia Huertgen (DEU): Startplatz 9, Rennen 18.
Nr. 19 - Angelo Barretto (PHI): Startplatz 18, Rennen DNF
Team Wiechers
Nr. 21 - Marc Hennerici (DEU): Startplatz 7, Rennen DNF
Team Engstler Racing
Nr. 10 - Franz Engstler (DEU): Startplatz 8, Rennen DNF
Nr. 11 - R.S. Prutirat (THA): Startplatz 15, Rennen DNF
Team San Miguel
Nr. 12 - Jody Coseteng (PHI): Startplatz 26, Rennen 10.


Ergebnisse

Rennen - 16 Runden Lauf 1 Lauf 2


1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 25:52,749 27:06,319
2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 25:53,237 27:06,606
3. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 26:04,367 27:08,596
4. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 26:25,212 27:18,512
5. Jordi Gené (ESP/SEAT) 26:12,409 27:21,634
6. Simon Harrison (GBR/Honda Civic) 26:39,414 27:45,789
Mit Zitat antworten
Antwort Zurück BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > Motorsport > BMW Motorsport News

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu








Alle Partner anzeigen - hier klicken

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 03:21 Uhr.